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sysops 16c4ad0075 feat(mail): ING-07 einheitliche Fehlerbehandlung & Wiederverbindung IMAP/POP3
Neues Paket mail/internal/protoguard kapselt die für IMAP- und
POP3-Sessions gemeinsam benötigte Timeout- und Backoff-Logik einer
einzelnen Verbindung:

- Pro Protokollphase konfigurierbarer Idle-Read-Timeout (POP3:
  Authorization/Transaction, IMAP: NotAuthenticated/Selected), vor
  jedem Lesevorgang neu gesetzt.
- Sich verdoppelnder Backoff bei wiederholten Anmeldefehlversuchen
  einer Verbindung (BackoffBase bis BackoffMax), Verbindungstrennung
  nach konfigurierbarer Höchstzahl statt Dauerschleife.

Server.NewServer bleibt unverändert (Standardkonfiguration);
NewServerWithGuardConfig erlaubt abweichende Werte. Ressourcenaufräumung
bei Verbindungsabbruch war bereits durch defer conn.Close() strukturell
gegeben — der Timeout sorgt dafür, dass dieser Pfad auch bei hängenden
oder böswilligen Gegenstellen zuverlässig erreicht wird.

Alle drei Pflichtprüfungen mit echten Nachweisen durchgeführt:
Chaos-Test mit 30 hart gekappten Verbindungen während aktiver
Übertragung (kein Goroutine-Leck), Timeout-Auslösung in jeder
Protokollphase beider Server, steigender Backoff mit definierter
Verbindungstrennung nach Höchstzahl an Fehlversuchen.

go build/go vet/golangci-lint clean, gesamtes Mail-Modul (~24 Pakete)
regressionsfrei getestet.
2026-09-01 00:51:52 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 bd1f52648c feat(mail): ING-02 POP3-Server (RFC 1939) mit Zustandsmaschine
Vollständiger POP3-Server von Grund auf implementiert, analog zum
bestehenden IMAP-Server (ING-01): TCP-Listener mit einer Goroutine
pro Verbindung, CRLF/Byte-Stuffing-sichere Response-Writer,
Zustandsmaschine (Authorization/Transaction/Update), Kommandos USER,
PASS, STAT, LIST, RETR, DELE, QUIT.

Zentrale Designentscheidungen:
- USER antwortet immer +OK (RFC-konform), Prüfung erst bei PASS
- Fehlgeschlagene Anmeldung liefert für unbekannten Benutzer und
  falsches Passwort denselben generischen Text (keine
  Informationspreisgabe, Akzeptanzkriterium 3)
- DELE markiert Nachrichten nur sitzungslokal; store.Delete wird
  strukturell ausschließlich in QUIT (Transaction -> Update)
  aufgerufen, wodurch ein Verbindungsabbruch ohne QUIT nichts
  endgültig löscht (Pflichtprüfung 3)

Alle drei Pflichtprüfungen mit echten Nachweisen durchgeführt:
Zustandsübergangs-Tests gegen realen TCP-Server, manuelle Session
mit Python-Standardbibliothek poplib (echtes Transkript im
Prüfprotokoll), automatisierter Test für DELE-ohne-QUIT.
Zusätzlich: 20 parallele reale Sessions (Akzeptanzkriterium 1),
vollständiger RETR+DELE+QUIT-Zyklus (Akzeptanzkriterium 2).

go build/go vet/golangci-lint clean, gesamtes Mail-Modul (~24 Pakete)
regressionsfrei getestet.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-09-01 00:42:36 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 5dcfa36f99 IMP-07: mehrfach-postfach-verwaltung-pro-tenant
Verwaltung mehrerer Postfächer je Mandant: Anlage, getrennte
Abrufkonfiguration pro Postfach.

- store.go: Postgres-Store, beliebig viele unabhängige Postfächer je
  Mandant, eigene Abrufparameter (Intervall, Host/Port/Benutzername,
  Ordnerauswahl) je Postfach. Passwort nie im Klartext gespeichert —
  Wiederverwendung von mail/internal/crypto (ARC-02, unverändert) für
  Envelope-Encryption. List filtert strikt nach tenant_slug,
  Update/Delete streng auf tenant_slug+id beschränkt.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-07-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestList_TwoTenantsWithMultipleMailboxesSeeOnlyOwn: zwei Mandanten
   sehen real ausschließlich eigene Postfächer.
2. TestDelete_DoesNotAffectSiblingMailboxes: Löschen real ohne
   Auswirkung auf Geschwister-Postfächer.
3. TestUpdate_ConfigChangeDoesNotAffectOtherMailboxes: Änderung real
   isoliert auf ein Postfach beschränkt.

Kein Umbau: mail/internal/crypto unverändert wiederverwendet.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-09-01 00:31:18 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 145a161f8a IMP-06: anhangs-virenscan-anbindung
Anbindung eines Virenscanners für importierte Anhänge, mit
Quarantäne-Verhalten bei Fund und klarer Statusanzeige.

Kein ClamAV-Daemon auf dem Testhost installiert (größerer System-
eingriff als ein Go-Modul, nicht unaufgefordert vorgenommen) —
ClamdScanner implementiert das reale, dokumentierte clamd-INSTREAM-
Protokoll vollständig echt, getestet gegen einen protokolltreuen
Fake-Server, der die offizielle EICAR-Testsignatur identisch zu einem
echten Virenscanner erkennt.

- scanner.go: ClamdScanner.Scan (echtes TCP-Protokoll, Timeout-
  begrenzt), ErrScannerUnavailable bei Verbindungsfehler.
- processor.go: Processor.ScanAndDecide liefert DecisionArchive/
  Quarantine/Error, Fund wird real in QuarantineStore (Postgres)
  verzeichnet.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-06-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestScanAndDecide_EICARTriggersQuarantine: EICAR real über echtes
   Protokoll erkannt, Quarantänefall real persistiert.
2. TestScan_ScannerUnreachableFailsFastNotHang: Fehler real nach 895µs
   statt Hänger; DecisionError statt automatischer Archivierung.
3. TestScan_ThroughputWithManyAttachmentsIsAcceptable: 257µs/Anhang
   real gemessen (Ziel 100ms/Anhang).

Kein Umbau: kein bestehendes Paket angefasst.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-09-01 00:28:12 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 6e01cecca7 IMP-05: hot-folder-scanner-anbindung
Anbindung eines Hot-Folder/Scanner-Eingangs für E-Mail-Anhänge/
Dokumente außerhalb des IMAP-Postfachs, analog zum Ingestion-Pfad.

- store.go: Postgres-Store verzeichnet bereits importierte Dateien je
  Mandant/Postfach über SHA-256-Inhalts-Hash.
- watcher.go: ScanOnce verarbeitet den Eingangsordner, verschiebt
  Duplikate unauffällig und Verarbeitungsfehler gezielt in den
  Fehlerordner, ohne den Scan zu blockieren. Watch nutzt echtes fsnotify
  für Live-Ereignisse plus initialen ScanOnce beim Start.
- Neue minimale Abhängigkeit github.com/fsnotify/fsnotify ergänzt.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-05-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestScanOnce_SameFileDroppedTwiceImportedOnce: identischer Inhalt
   unter zwei Dateinamen real nur einmal importiert.
2. TestScanOnce_CorruptFileMovedToErrorFolderTraceably: defekte Datei
   real im Fehlerordner, gute Nachbardatei real trotzdem verarbeitet.
3. TestScanOnce_ManyCyclesWithoutResourceLeak: 50 reale Zyklen ohne
   Goroutine-Leck.
Zusätzlich TestWatch_RealFsnotifyEventTriggersImport für die benannte
Technik.

Kein Umbau: kein bestehendes Paket angefasst.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-09-01 00:22:56 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 dac7854440 IMP-09: import-testsuite
Testsuite für Import-Scheduler, Anhangsverarbeitung und Regelwerk,
inklusive Tenant-Scoping und nicht-konformer Server.

- tenant_scoping_test.go (imapimport + mailrules): schließt eine echte
  Lücke — kein bestehender Test bewies bislang explizit, dass zwei
  Mandanten (identischer Postfachname bzw. fehlende eigene Regel) sich
  nicht gegenseitig beeinflussen.
- importtestgate/gate.go: echtes, ausführbares Gate (spiegelt qagate/
  QA-03) — RunTestSuites liefert realen Testabdeckungsbericht (go test
  -cover) je Importpfad, ScanForExternalMailboxReferences bestätigt
  automatisiert, dass keine Testdatei einen echten externen IMAP-
  Anbieter referenziert.
- Echten Bug beim eigenen Testlauf gefunden und behoben: die
  t.Cleanup-Löschfilter in scheduler_test.go/engine_test.go waren
  ticket- statt paketspezifisch (mandant-imp01-%/mandant-imp03-%) — die
  neuen IMP-09-Tenant-Testdaten wurden nie aufgeräumt, ein zweiter
  Testlauf schlug real mit falschen Zählungen fehl. Auf mandant-%
  verallgemeinert.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-09-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRun_RealGateAgainstImportPackages: realer Abdeckungsbericht
   imapimport 81.5%, attachments 94.4%, mailrules 71.2%.
2. go test -count=1 zweimal hintereinander real grün (reproduzierbar
   nach Cleanup-Fix).
3. TestScanForExternalMailboxReferences_RealImportPackagesPass: real
   keine externe Postfach-Referenz in den Testsuiten.

Kein Umbau der geprüften Produktionslogik.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-09-01 00:17:42 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 56d31c9176 IMP-08: fehler-benachrichtigung-bei-postfach-sync-ausfall
Benachrichtigung bei wiederholtem Postfach-Sync-Ausfall, mit
Eskalationsschwelle statt Einzel-Alarm pro Fehlversuch. Versand
ausschließlich über Core CFG-02, kein eigener E-Mail-Versand in Mail.

- dispatcher.go: NotificationDispatcher (schmale Schnittstelle zu CFG-02)
  + HTTPNotificationDispatcher (Service-Credential-Header, gleiche
  Konvention wie crypto.HTTPKEKProvider). Core exponiert internal/notify.
  Dispatcher.Enqueue bislang nur go-intern, kein auffindbares HTTP-
  Interface im Repo-Quelltext — HTTPNotificationDispatcher implementiert
  einen selbst dokumentierten, konsistenten Vertrag, real gegen einen
  im Test aufgebauten HTTP-Server geprüft statt gegen einen unbekannten
  Fremd-Dienst zu raten.
- monitor.go: Monitor.RecordFailure löst bei Erstüberschreiten der
  Schwelle genau eine Benachrichtigung aus (Postfach, Fehlerursache,
  letzter erfolgreicher Abruf), RecordSuccess setzt den Alarmzustand
  zurück.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-08-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRecordFailure_NConsecutiveFailuresTriggerExactlyOneNotification:
   3 Fehlschläge real genau 1 Benachrichtigung, weitere real keine.
2. TestRecordSuccess_EndsAlertStateVerifiably: Reset real nachvollziehbar,
   zweite Schwellenüberschreitung real erneut genau 1 Benachrichtigung.
3. TestRecordFailure_MultipleAffectedMailboxesStayIsolated: 3 Postfächer
   parallel, real genau 3 isolierte Benachrichtigungen.

Kein Umbau: imapimport (IMP-01/IMP-04) unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-09-01 00:11:42 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 089d7e6d96 IMP-03: e-mail-regeln-zuordnung-tags-klassifizierung
Regelwerk für automatische Zuordnung, Verschlagwortung und
Klassifizierung importierter E-Mails nach Absender, Betreff, Postfach
und Anhangstyp.

- store.go: Postgres-Store für Regeln (Absender-/Betreff-/Postfach-/
  Anhangstyp-Muster als reguläre Ausdrücke, Category einwertig, Tag
  mehrwertig, Priority — niedrigere Zahl = höhere Priorität).
- engine.go: Engine.Evaluate wertet Regeln in Prioritätsreihenfolge aus,
  "first match wins" für Category, alle zutreffenden Regeln tragen zu
  Tags bei. Muster werden beim Erzeugen der Engine einmal kompiliert.
- Bewusst keine Funktion zum rückwirkenden Neuklassifizieren bestehender
  Nachrichten — nur explizite RunOnce-artige Neuauswertung wirkt.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-03-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestEvaluate_ConflictingRulesRespectDocumentedPriority: höherpriorisierte
   Regel gewinnt real bei widersprüchlichen Kategorien.
2. TestNewEngine_NewRuleDoesNotAffectAlreadyCapturedResult: bereits
   erfasstes Ergebnis bleibt real unverändert nach neuer Regel.
3. TestEvaluate_TwentyPlusRulesStayPerformant: 31 Regeln, 2,64µs/Auswertung.

Kein Umbau: kein bestehendes Paket angefasst.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-09-01 00:02:56 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 7238568918 IMP-02: anhangsverarbeitung-bei-import
Anhänge aus importierten Nachrichten extrahieren, validieren und für
Weiterverarbeitung bereitstellen.

- mimeparse/tolerant.go: additive Erweiterung von ING-04 (Parse/
  parseMultipart unverändert) — ParseTolerant bricht bei einem einzelnen
  fehlerhaften Teil nicht die gesamte Nachricht ab, verzeichnet ihn
  stattdessen in []PartError. Setzt zusätzlich ein Gesamtgrößenbudget
  über alle Teile durch (ErrMessageTooLarge), ergänzend zum bereits
  vorhandenen Je-Anhang-Limit.
- attachments/attachments.go: Extract liefert Filename/Size/
  DeclaredContentType/VerifiedContentType je Anhang.
  VerifiedContentType kommt aus http.DetectContentType (echtes Sniffing
  der Bytes), nicht aus der ungeprüften Absenderbehauptung.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-02-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestExtract_OversizedAttachmentIsCorrectlyLimited: überdimensionierter
   Anhang real übersprungen, Text bleibt real unangetastet.
2. TestExtract_MultipleAttachmentDifferentTypesAllImported: PDF+PNG
   real beide extrahiert, PNG-Sniffing liefert real image/png.
3. TestExtract_BrokenAttachmentLeavesTextAndOthersUntouched: defektes
   Base64 in einem Anhang, Text und zweiter Anhang real unangetastet.

Kein Umbau: mimeparse Parse/parseMultipart (ING-04) unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:59:17 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 03c47d98f4 IMP-04: fehlerbehandlung-nicht-konformer-server
Defensive Fehlerbehandlung für nicht-RFC-konforme Mailserver beim
Import, mit dokumentierten Fallback-Pfaden statt Abbruch.

- client_real.go: resolveUIDValidity behandelt UIDVALIDITY=0 (bekannte
  archivmail-Abweichung, known-issues #5) und fehlende UIDVALIDITY-Angabe
  als definierten Fallback statt Sync-Abbruch — deterministisch aus dem
  Postfachnamen abgeleitet (FNV-1a), stabil bei wiederholten Läufen.
  parseFetchLines überspringt kaputte/unerwartete FETCH-Zeilen einzeln
  und protokolliert sie, statt den gesamten Lauf zu stoppen. Neuer
  Logger/WithLogger für nachvollziehbares Support-Logging.
- Echten Bug behoben: die getaggte Abschlusszeile enthält ebenfalls
  "FETCH " und wurde zunächst fälschlich als unerwartete Antwort
  geloggt — jetzt nur echte Untagged-Zeilen (Präfix "* ") betrachtet.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-04-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestResolveUIDValidity_ZeroTriggersDefinedFallbackNotAbort: Server
   meldet real UIDVALIDITY=0, Sync liefert real Fallback statt Fehler.
2. TestParseFetchLines_UnexpectedResponseSkippedRestContinue: 2 kaputte
   Zeilen real übersprungen+protokolliert, übrige Nachrichten kommen an.
3. TestResolveUIDValidity_RegressionGuardAgainstZeroAbort: direkter
   Regressionsschutz gegen den ursprünglichen UIDVALIDITY-Bug.

Kein Umbau: imap/folderstate/scheduler.go unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:55:38 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 e9947b1e28 IMP-01: imap-postfach-abruf-scheduler
Scheduler für periodischen IMAP-Postfach-Abruf mit UID-basiertem
Delta-Sync: neue Nachrichten erkennen, Zustandsänderungen abgleichen.

- imap (ING-01) minimal erweitert: Message.UID, MailboxStore.FetchByUID
  (UID FETCH), SELECT meldet jetzt UIDVALIDITY (RFC-Pflichtbestandteil).
  Echten Bug behoben: UID FETCH n:* löste "*" fälschlich gegen die
  Nachrichtenanzahl statt die höchste UID auf.
- imapimport/state.go: Store persistiert last_uidvalidity,
  last_synced_uid, interval_seconds je Mandant/Postfach (übersteht
  Neustarts).
- imapimport/scheduler.go: RunOnce klassifiziert Nachrichten per
  UID-Vergleich, persistiert Fortschritt nach JEDER einzelnen neuen
  Nachricht (nicht erst am Ende), UIDVALIDITY-Änderung löst
  vollständigen Resync aus (archivmail-Fehler UIDVALIDITY=0 vermieden).
- imapimport/client_real.go: echtes IMAP4rev1 über TCP
  (LOGIN/SELECT/UID FETCH/LOGOUT).

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-01-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRunOnce_TwoConsecutiveRunsNoDuplicateImport: zweiter Lauf real
   0 neue Nachrichten.
2. TestRunOnce_SimulatedRestartMidSyncConsistentEndState: Absturz nach 2
   von 5 Nachrichten, Neustart verarbeitet real genau die restlichen 3,
   konsistenter Endzustand.
3. TestRunOnce_AgainstRealTestMailboxWithRealisticVolume: echter
   End-zu-Ende-IMAP-Lauf mit 30 Nachrichten gegen den echten
   ING-01-Server, alle real importiert.

Kein Umbau: mail/internal/folderstate (ING-05) unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:45:08 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 0d3779d03e ING-05: folder-state-uidvalidity-handling
Folder-State-Verwaltung inklusive UIDVALIDITY/UIDNEXT-Handling (RFC 3501
§2.3.1.1), damit Clients und Importvorgänge konsistente Sichten
erhalten. Direkte Vorbedingung für IMP-01.

- store.go: GetOrCreate/CurrentState konsistent bei parallelem Zugriff
  (INSERT ON CONFLICT + Rücklese). NextUID vergibt UIDs atomar über
  UPDATE...RETURNING unter Zeilensperre, protokolliert jede Vergabe.
  Rebuild garantiert über GREATEST(uidvalidity+1, jetzt) eine strikt neue
  UIDVALIDITY auch bei Neuaufbauten innerhalb derselben Nanosekunde,
  setzt UIDNEXT zurück auf 1. RecordDeletion ändert UIDNEXT nicht (UIDs
  werden nie wiederverwendet).
- Bekannten Fehler vermieden (archivmail: UIDVALIDITY=0 bricht Resync):
  UIDVALIDITY wird selbst erzeugt (Unix-Nanosekunden), nie von außen
  übernommen.
- Kein Umbau: mail/internal/imap (ING-01) unverändert, folderstate ist
  eigenständig und kann künftig (IMP-01) als MailboxStore-Implementierung
  dienen.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/ING-05-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRebuild_ChangesUIDValidityOnSimulatedFolderRebuild: UIDVALIDITY
   real geändert, UIDNEXT real zurückgesetzt, Ereignis real protokolliert.
2. TestNextUID_ConcurrentSessionsOnSameFolderNoInconsistency: 20 reale
   gleichzeitige Vergaben, 0 Dopplungen.
3. TestNextUID_MonotonicAcrossManyInsertDeleteCycles: 200 Zyklen real
   strikt monoton, Löschungen ohne Einfluss auf UIDNEXT.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:37:21 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 54c5f74778 ING-01: imap-server-grundgeruest
IMAP-Server-Grundgerüst: TCP-Listener, Command-Parser, Session-
Zustandsmaschine (Not Authenticated/Authenticated/Selected), Grundbefehle
CAPABILITY/LOGIN/SELECT/FETCH/LOGOUT.

- parser.go: Tag+Kommando+Argumente (Atome, zitierte Zeichenketten),
  keine IMAP-Literalsyntax (kleinste Lösung).
- response.go: sanitizeResponseText entfernt eingebettete CR/LF vor jeder
  Antwortzeile — bekannten archivmail-Fehler (Header-/Zeilen-Injection
  durch Stringkonkatenation ohne CRLF-Prüfung) strukturell vermieden.
- session.go/commands.go: strikte Zustandsprüfung je Kommando, verbotene
  Übergänge und fehlerhafte Zeilen liefern BAD/NO statt
  Verbindungsabbruch. maxCommandLineBytes begrenzt Pufferwachstum
  defensiv.
- server.go: TCP-Accept-Schleife, eine Goroutine je Verbindung.
- Authenticator/MailboxStore als schmale Schnittstellen — echte
  Benutzerverwaltungs-/Postfach-Anbindung ist Sache von IMP-01 u. a.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/ING-01-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. Manuelle Session mit Pythons imaplib gegen den echten laufenden
   Server: alle Grundbefehle real beantwortet, ungültiges SELECT liefert
   real NO ohne Verbindungsabbruch.
2. TestSession_StateTransitionsAndForbiddenTransitions: alle drei
   Zustandsübergänge und deren verbotene Übergänge real über TCP geprüft.
3. TestServer_50ParallelSessionsNoLeak: 50 reale parallele Sessions,
   0 Fehler.

Kein Umbau: alle bestehenden Pakete unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:33:00 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 acc2b0c5dd SRC-06: facetten-ui-filter-chips
Facetten-Oberfläche mit Filter-Chips: aktive Filter sichtbar, einzeln
entfernbar, Trefferzahl je Facettenwert live angezeigt.

- app/api/facets/route.ts: neue Backend-for-Frontend-Route, spiegelt
  mail/internal/search/facets.go minimal (nur Trefferzahl je
  Facettenwert).
- lib/manticoreQuery.ts: gemeinsamer statischer bool.must-Aufbau für
  Such- und Facetten-Route, kein Sprintf/Join-artiger Klauselbau.
- app/api/search/route.ts (SRC-04): akzeptiert jetzt wiederholbare
  ?filter=feld:wert-Parameter.
- app/FacetPanel.tsx: ActiveFilterChips (echte <button>-Elemente, nativ
  tastaturbedienbar) + FacetPanel (Klick fügt Filter hinzu) + "Alle
  Filter zurücksetzen".
- lib/filterState.ts: reine Filterzustandsfunktionen, ohne React.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/SRC-06-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. Manueller Test gegen echten next start + live Manticore auf
   192.168.1.131: Filterkombination reduziert Treffer UND
   Facettenzählungen real konsistent von 2 auf 1.
2. @testing-library/user-event: echte Tastatursimulation (Enter) löst
   Chip-Entfernung real aus.
3. 20 gleichzeitig aktive Filter erzeugen real 20 einzelne, nicht
   zusammengefasste Chips, kein Absturz.

Kein Umbau: mail/internal/*, web/shl, web/retention-admin unverändert,
bestehendes SRC-04-Verhalten unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:18:08 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 0065b959b3 QA-03: pruefgate-archivierung-suche
Prüfgate für Archivierung & Suche: verbindliche Kriterien für
Verschlüsselung, Speicherpfad-Konventionen und Suchqualität.

- qagate/gate.go: RunTestSuites führt go test real über storage/crypto/
  encstorage/search aus (inkl. ARC-08-Schlüsselrotation, SRC-10-OCR-
  Konfidenz). ScanSearchPathForDynamicSQL prüft jede Nicht-Test-Datei in
  mail/internal/search (außer reindex.go, dokumentierte DDL-Ausnahme)
  auf tatsächliche fmt.Sprintf(-Aufrufe — verallgemeinert die SRC-01-
  Prüfung auf den gesamten Suchpfad. GateResult.Report() liefert
  dokumentierten, zeitgestempelten Bericht.
- Echten Fehlalarm gefunden und behoben: Kommentartext in fields.go
  ("...fmt.Sprintf/strings.Join...") wurde fälschlich als Verstoß
  erkannt — Suchmuster auf "fmt.Sprintf(" präzisiert.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/QA-03-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRun_RealGateAgainstCurrentARC08SRC10State: echter Gate-Lauf,
   Bericht real "BESTANDEN" mit Zeitstempel.
2. TestScanSearchPathForDynamicSQL_RealSearchPackagePasses +
   Negativ-/Ausnahmetests: automatisierte Codereview-Stichprobe bestätigt
   real statischen Query-Builder.
3. Unabhängiger Subagent (frischer Kontext) hat den Gate-Testlauf real
   erneut ausgeführt und den Suchpfad-Scan mit eigenem grep unabhängig
   verifiziert — "BESTANDEN, unabhängig bestätigt".

Kein Umbau: storage/crypto/encstorage/search unverändert, QA-03 fügt
ausschließlich das Gate selbst hinzu.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:03:29 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 1a246abdb3 SRC-10: spracherkennung-ocr-qualitaetsbewertung
Spracherkennung für OCR-Texte und Qualitätsbewertung (Konfidenzwert), um
schlechte OCR-Ergebnisse kenntlich zu machen. Letztes Ticket vor QA-03.

- ocr/language.go: RecognizeWithLanguageAndConfidence erkennt ein Bild
  einzeln je Kandidatensprache (deu/eng) im Tesseract-TSV-Modus — die
  Sprache mit höherem Konfidenzwert gewinnt, derselbe Lauf liefert den
  Konfidenzwert direkt mit.
- search: neue Felder ocr_language/ocr_confidence (Migrationen 0006/0007,
  gleiches ALTER-Muster wie SRC-05), in Document/Result gespiegelt.
  Client.AttachmentsBelowConfidence filtert gezielt auf niedrige
  Konfidenz, schließt Dokumente ohne OCR-Anhang aus.
- Regressionsbug gefunden und behoben: reindex.go (SRC-09) kannte die
  neuen OCR-Spalten nicht, Reindex wäre mit "unknown column"
  fehlgeschlagen.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/SRC-10-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_MultilingualCorpus: deutsches
   und englisches Testbild real korrekt als deu/eng erkannt.
2. TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_DegradedImageLowersConfidence:
   künstliche Verschlechterung senkt Konfidenz real von 91,76 auf 28,21.
3. TestAttachmentsBelowConfidence_QueryReturnsExpectedResults: Abfrage
   unterhalb Schwelle liefert real genau die erwarteten 2 von 4 Treffern.

Kein Umbau: Search/Facets/SearchWithFilters/Index/Delete-Verhalten sonst
unverändert, dedup/indexworker/storage/crypto/encstorage/savedsearch
unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 22:16:26 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 bd37de529f SRC-07: ocr-fuer-anhaenge
OCR-Pipeline für Bild-/PDF-Anhänge, eigener Mail-OCR-Pfad unabhängig vom
DMS-Board. Direkte Vorbedingung für SRC-10.

- ocr.go: zustandsloses Paket (wie crypto/dedup), kennt weder Mandant
  noch Speicher. ExtractTextFromImage ruft tesseract (deu+eng) mit fester
  Argumentliste auf. HasTextLayer/ExtractTextFromPDF nutzen pdftotext zur
  Erkennung einer vorhandenen Textebene (direkt übernommen, kein
  unnötiges OCR) und rastern nur bei fehlender Textebene über pdftoppm
  (300dpi) jede Seite für Tesseract.
- Bekannten Fehler vermieden (archivmail-Sprintf-WHERE-Muster): keine
  SQL-Klauselbildung, ausschließlich exec.CommandContext mit fester
  Argumentliste, keine Shell.
- testpdf_test.go: Testfixtures (Vektor-Text-PDF, Bild-only-PDF mit
  eingebettetem JPEG) vollständig in Go erzeugt, keine externe
  Bibliothek, keine Testdateien im Repo.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/SRC-07-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestExtractTextFromImage_KnownTextRecognized: reales gerastertes Bild,
   Text real korrekt erkannt.
2. TestExtractTextFromPDF_SkipsOCRWhenTextLayerPresent: echtes Vektor-
   Text-PDF, OCR real übersprungen.
3. TestExtractTextFromPDF_ThroughputIsAcceptable: 3,48s/Anhang real
   gemessen (Ziel 8s/Anhang).
Zusätzlich TestExtractTextFromPDF_PerformsOCRWhenNoTextLayer für
Akzeptanzkriterium 1 (gescannte PDFs) end-zu-Ende.

Kein Umbau: search/dedup/indexworker/storage/crypto/encstorage/
savedsearch unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 22:10:16 +02:00
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+63
View File
@@ -0,0 +1,63 @@
# IMP-01 Prüfprotokoll: IMAP-Postfach-Abruf & Scheduler
Voraussetzung ING-01, ING-05 (beide Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/imap` (ING-01) minimal erweitert: `Message.UID`,
`MailboxStore.FetchByUID` (RFC 3501 §6.4.8, `UID FETCH`), `SELECT`
meldet jetzt `UIDVALIDITY` (RFC-Pflichtbestandteil, war zuvor nicht
Bestandteil der Antwort). Dabei einen echten Bug im selben Zug
gefunden und behoben: `UID FETCH n:*` löste `*` fälschlich gegen die
Nachrichten**anzahl** statt die höchste UID auf — mit
`maxOpenEndedUID`-Begrenzung (statt eines naiven 2³²-1-Sentinels, der
eine milliardenfache Schleife ausgelöst hätte) korrigiert.
- `mail/internal/imapimport/state.go``Store` (Postgres,
`mail_import_state`): persistiert `last_uidvalidity`,
`last_synced_uid`, `interval_seconds` je Mandant/Postfach
(Akzeptanzkriterium 3, übersteht Neustarts, da nie im
Prozessspeicher).
- `mail/internal/imapimport/scheduler.go``Scheduler.RunOnce`:
UID-Vergleich klassifiziert Nachrichten als neu vs. bestehend
(Akzeptanzkriterium 1), Fortschritt wird NACH JEDER einzelnen neuen
Nachricht persistiert (nicht erst am Ende), UIDVALIDITY-Änderung löst
vollständigen Resync aus (Akzeptanzkriterium 2, bekannten
archivmail-Fehler UIDVALIDITY=0 vermieden).
- `mail/internal/imapimport/client_real.go``RealClient`: echtes
IMAP4rev1 über TCP (LOGIN/SELECT/UID FETCH/LOGOUT), für den
realistischen Testpostfach-Nachweis UND als produktive Anbindung an
jeden RFC-3501-konformen Server nutzbar.
- Kein Umbau: `mail/internal/folderstate` (ING-05) unverändert — die
UIDVALIDITY-Erzeugung bei echtem Ordner-Neuaufbau bleibt dort, IMP-01
reagiert nur auf eine geänderte UIDVALIDITY, erzeugt selbst keine.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: zwei aufeinanderfolgende Läufe importieren keine Nachricht doppelt | **bestanden** `TestRunOnce_TwoConsecutiveRunsNoDuplicateImport`: 3 Nachrichten im ersten Lauf real importiert, zweiter Lauf gegen unverändertes Postfach liefert real 0 neue, 3 bestehende |
| 2 | Test: simulierter Dienst-Neustart mitten im Abgleich führt zu konsistentem Endzustand | **bestanden** `TestRunOnce_SimulatedRestartMidSyncConsistentEndState`: Handler schlägt real nach 2 von 5 Nachrichten fehl, neuer Scheduler auf demselben persistenten Store verarbeitet real GENAU die verbleibenden 3, keine der ersten 2 erneut, `last_synced_uid` real konsistent bei 5 |
| 3 | Test gegen Testpostfach mit realistischem Nachrichtenaufkommen | **bestanden** `TestRunOnce_AgainstRealTestMailboxWithRealisticVolume`: echter End-zu-Ende-IMAP4rev1-Lauf (`RealClient` gegen echten laufenden ING-01-Server) mit 30 Nachrichten — alle 30 real importiert, zweiter Lauf real 0 neue/30 bestehende |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 3, Intervallkonfiguration):
`TestSetInterval_ConfigurableAndSurvivesRestart` — konfiguriertes
Intervall bleibt nach simuliertem Neustart (neue Store-Instanz auf
demselben Postgres-Zustand) real erhalten.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/imapimport/... -v -timeout 60s -> 4/4 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 15 Pakete bestanden, keine Regression (inkl. ING-01: 6/6 weiterhin grün
nach UID-FETCH-Erweiterung)
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt IMP-02, IMP-03, IMP-04, IMP-05, IMP-07, IMP-08,
IMP-09, INT-05, UX-01.
+48
View File
@@ -0,0 +1,48 @@
# IMP-02 Prüfprotokoll: Anhangsverarbeitung bei Import
Voraussetzung ING-04, IMP-01 (beide Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/mimeparse/tolerant.go` — additive Erweiterung von ING-04
(Parse/parseMultipart bleiben UNVERÄNDERT): `ParseTolerant` bricht bei
einem einzelnen fehlerhaften Teil NICHT die gesamte Nachricht ab
(Akzeptanzkriterium 3), sondern verzeichnet ihn in `[]PartError` und
verarbeitet die übrigen Teile weiter. Setzt zusätzlich ein
Gesamtgrößenbudget über alle Teile durch (`ErrMessageTooLarge`,
Akzeptanzkriterium 2 — ergänzt das bereits vorhandene
Je-Anhang-Limit aus ING-04 um ein Je-Nachricht-Limit).
- `mail/internal/attachments/attachments.go``Extract`: liefert
`Attachment{Filename, Size, DeclaredContentType, VerifiedContentType}`
je Anhang (Akzeptanzkriterium 1) — `VerifiedContentType` kommt aus
`net/http.DetectContentType` (echtes Sniffing der Bytes), nicht aus der
ungeprüft übernommenen Absenderbehauptung. `Options{MaxAttachmentSize,
MaxMessageSize}` mit sinnvollen Vorgabewerten (25 MiB je Anhang,
100 MiB je Nachricht).
- Kein Umbau: `mail/internal/mimeparse` Parse/parseMultipart (ING-04)
unverändert — bestehende Tests laufen unangetastet weiter.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test mit Nachricht, die einen überdimensionierten Anhang enthält, wird korrekt begrenzt | **bestanden** `TestExtract_OversizedAttachmentIsCorrectlyLimited`: Anhang über dem Limit wird real übersprungen (nicht extrahiert), Nachrichtentext bleibt real unangetastet |
| 2 | Test mit mehreren Anhängen unterschiedlichen Typs importiert alle korrekt | **bestanden** `TestExtract_MultipleAttachmentDifferentTypesAllImported`: PDF + PNG in einer Nachricht, beide real extrahiert, PNG-Anhang liefert real den korrekten gesniffeten Content-Type `image/png` (echte Magic-Bytes) |
| 3 | Test: ein defekter Anhang lässt Text und übrige Anhänge unangetastet | **bestanden** `TestExtract_BrokenAttachmentLeavesTextAndOthersUntouched`: ungültiges Base64 in einem Anhang, Nachrichtentext UND der zweite, gültige Anhang kommen real unverändert an |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test ./internal/attachments/... -v -> 3/3 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 16 Pakete bestanden, keine Regression (mimeparse: 6/6 weiterhin grün
nach additiver ParseTolerant-Erweiterung)
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt IMP-06, trägt (gemeinsam mit IMP-03) zu IMP-09 bei.
+51
View File
@@ -0,0 +1,51 @@
# IMP-03 Prüfprotokoll: E-Mail-Regeln (Zuordnung/Tags/Klassifizierung)
Voraussetzung IMP-01 (Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/mailrules/store.go``Store` (Postgres, `mail_rules`,
gleiches Muster wie `dedup`/`folderstate`/`savedsearch`): `Rule` mit
Absender-, Betreff-, Postfach- UND Anhangstyp-Muster (reguläre
Ausdrücke, Akzeptanzkriterium 1), `Category` (einwertig) und `Tag`
(mehrwertig durch mehrere Regeln), `Priority` (niedrigere Zahl = höhere
Priorität). Regex-Validierung bereits beim Anlegen (`Create`).
- `mail/internal/mailrules/engine.go``Engine.Evaluate`: wertet alle
Regeln in Prioritätsreihenfolge aus (Akzeptanzkriterium 2, dokumentiert
im Go-Doc-Kommentar von `Rule.Priority`): "first match wins" für die
einwertige `Category`, ALLE zutreffenden Regeln tragen zu den
mehrwertigen `Tags` bei. Muster werden beim Erzeugen der `Engine`
EINMAL kompiliert (`compiledRule`) — Grundlage für die
Performance-Anforderung (Akzeptanzkriterium/Pflichtprüfung 3).
- Bewusst KEINE Funktion zum rückwirkenden Neuklassifizieren bestehender
Nachrichten (Akzeptanzkriterium 3) — dieses Paket persistiert keine
Klassifizierungsergebnisse und kennt keinen Reindex-Mechanismus; eine
Regeländerung wirkt sich nur auf künftige, explizite `Evaluate`-Aufrufe
aus.
- Kein Umbau: kein bestehendes Paket angefasst — IMP-03 ist vollständig
neu und eigenständig.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test mit widersprüchlichen Regeln bestätigt dokumentierte Priorisierung | **bestanden** `TestEvaluate_ConflictingRulesRespectDocumentedPriority`: zwei Regeln matchen dieselbe Nachricht mit widersprüchlichen Kategorien, die höherpriorisierte (Priority 10 vor 200) gewinnt real |
| 2 | Test: neue Regel ändert keine bereits importierten Altbestände automatisch | **bestanden** `TestNewEngine_NewRuleDoesNotAffectAlreadyCapturedResult`: ein vor Regelanlage erfasstes Ergebnis bleibt real unverändert, nachdem die neue Regel angelegt wurde; erst eine explizite Neuauswertung zeigt real die neue Kategorie |
| 3 | Regelset mit 20+ Regeln bleibt performant auswertbar | **bestanden** `TestEvaluate_TwentyPlusRulesStayPerformant`: 31 reale Regeln, 1000 Auswertungen in 2,64ms gesamt (2,64µs/Auswertung) |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/mailrules/... -v -timeout 60s -> 3/3 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 17 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt INT-06, trägt (gemeinsam mit IMP-02, bereits
Fertig) vollständig zu IMP-09 bei — IMP-09 ist jetzt ungeblockt.
+58
View File
@@ -0,0 +1,58 @@
# IMP-04 Prüfprotokoll: Fehlerbehandlung nicht-konformer Server
Voraussetzung IMP-01 (Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/imapimport/client_real.go` erweitert:
- `resolveUIDValidity`: eine gemeldete `UIDVALIDITY=0` (bekannte
Abweichung nicht-konformer Server, known-issues-archivmail.md #5)
oder eine ganz fehlende UIDVALIDITY-Angabe löst KEINEN Abbruch mehr
aus, sondern einen definierten Fallback (Akzeptanzkriterium 1):
`fallbackUIDValidity` leitet deterministisch (FNV-1a, gleiche Technik
wie `search.DocumentID`) einen von 0 verschiedenen Ersatzwert aus dem
Postfachnamen ab — bei wiederholten Läufen gegen denselben
nicht-konformen Server bleibt der Fallback STABIL, kein unnötiger
Voll-Resync bei jedem einzelnen Lauf.
- `parseFetchLines`/`parseSingleFetchLine`: eine einzelne unerwartete
oder kaputte `FETCH`-Zeile wird protokolliert und übersprungen, alle
übrigen, korrekt lesbaren Nachrichten werden trotzdem geliefert
(Akzeptanzkriterium 2) — der gesamte Lauf bricht dafür nicht ab.
- `Logger`/`RealClient.WithLogger`: jede erkannte Abweichung läuft über
ein protokollierbares, austauschbares Logging-Ziel mit festem,
durchsuchbarem Präfix (Akzeptanzkriterium 3: für Support
nachvollziehbar) — Standard ist `log.Printf`.
- Dabei einen echten, durch die neue Logging-Logik selbst eingeführten
Bug gefunden und behoben: die getaggte Kommando-Abschlusszeile (z. B.
`"C3 OK UID FETCH completed"`) enthält ebenfalls die Zeichenfolge
`"FETCH "` und wurde beim ersten Anlauf fälschlich als "unerwartete
Serverantwort" geloggt — behoben, indem nur echte Untagged-Zeilen
(Präfix `"* "`) überhaupt als FETCH-Zeile in Betracht gezogen werden.
- Kein Umbau: `mail/internal/imap` (ING-01)/`folderstate` (ING-05)/
`imapimport/scheduler.go` (IMP-01) unverändert — IMP-04 erweitert
ausschließlich `client_real.go`.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test simuliert Server mit UIDVALIDITY=0 und bestätigt greifenden Fallback | **bestanden** `TestResolveUIDValidity_ZeroTriggersDefinedFallbackNotAbort`: hand-gesteuerter Fake-Server meldet real `UIDVALIDITY=0`, `Sync` schlägt real NICHT fehl, liefert real einen von 0 verschiedenen, deterministischen Fallback-Wert und alle 3 Nachrichten, Fallback-Hinweis real protokolliert |
| 2 | Test mit unerwarteter/kaputter Serverantwort bestätigt Weiterlauf für übrige Nachrichten | **bestanden** `TestParseFetchLines_UnexpectedResponseSkippedRestContinue`: 2 bewusst kaputte Zeilen zwischen 2 korrekten real gesendet — `Sync` liefert real trotzdem beide korrekt lesbaren Nachrichten, beide kaputten Zeilen real protokolliert und übersprungen, kein Abbruch |
| 3 | Regressionstest verhindert Wiederauftreten des UIDVALIDITY-Bugs | **bestanden** `TestResolveUIDValidity_RegressionGuardAgainstZeroAbort`: direkter, vom Netzwerkpfad unabhängiger Test von `resolveUIDValidity` mit `UIDVALIDITY=0` UND mit gänzlich fehlender Angabe — beide liefern real keinen Fehler und einen Fallback-Wert != 0 |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/imapimport/... -v -timeout 60s -> 7/7 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 15 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt IMP-08 (gemeinsam mit QA-02, bleibt weiterhin
blockiert bis dessen übrige Abhängigkeiten fertig sind).
+57
View File
@@ -0,0 +1,57 @@
# IMP-05 Prüfprotokoll: Hot-Folder/Scanner-Anbindung
Voraussetzung IMP-01 (Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/hotfolder/store.go``Store` (Postgres,
`mail_hotfolder_processed`, gleiches Muster wie `dedup`/`folderstate`):
verzeichnet bereits importierte Dateien je Mandant/Postfach über den
SHA-256-Inhalts-Hash — Grundlage für Akzeptanzkriterium 2 (identischer
Inhalt wird nicht doppelt importiert, auch unter neuem Dateinamen).
- `mail/internal/hotfolder/watcher.go``Watcher`:
- `ScanOnce`: verarbeitet alle Dateien im Eingangsordner, ordnet sie
strukturell dem beim Konfigurieren festgelegten Mandanten/Postfach zu
(Akzeptanzkriterium 1 — ein Watcher je Mandant/Postfach-Paar).
- Bereits verarbeiteter Inhalt wandert unauffällig in den
Verarbeitet-Ordner, ohne den `Handler` erneut aufzurufen.
- Ein Verarbeitungsfehler (defekte Datei) verschiebt NUR diese eine
Datei in den Fehlerordner, der Scan läuft mit den übrigen Dateien
weiter (Akzeptanzkriterium 3).
- `Watch`: echte `fsnotify`-Anbindung (Technische Grundlage laut
Ticket) — initialer `ScanOnce` beim Start, danach Live-Ereignisse.
- Kein Umbau: kein bestehendes Paket angefasst — IMP-05 ist vollständig
neu und eigenständig. `github.com/fsnotify/fsnotify` als neue,
minimale externe Abhängigkeit ergänzt (`go get` auf 192.168.1.131,
`go.mod`/`go.sum` aktualisiert).
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: gleiche Datei zweimal abgelegt wird nur einmal importiert | **bestanden** `TestScanOnce_SameFileDroppedTwiceImportedOnce`: identischer Inhalt unter zwei verschiedenen Dateinamen abgelegt, zweiter Scan meldet real 0 Importe/1 Duplikat, Handler real nur 1x aufgerufen |
| 2 | Test: fehlerhafte Datei landet nachvollziehbar im Fehlerordner | **bestanden** `TestScanOnce_CorruptFileMovedToErrorFolderTraceably`: defekte Datei real im Fehlerordner, real aus dem Eingang entfernt, die GUTE Nachbardatei wurde real trotzdem verarbeitet |
| 3 | Dauertest über mehrere Scan-Zyklen ohne Ressourcenleck | **bestanden** `TestScanOnce_ManyCyclesWithoutResourceLeak`: 50 reale Scan-Zyklen, Goroutine-Anzahl real stabil (Toleranz eingehalten), Verarbeitet-Ordner real konsistent |
Zusätzlich (benannte Technik `fsnotify` real geprüft):
`TestWatch_RealFsnotifyEventTriggersImport` — eine neu abgelegte Datei
wird real über ein echtes Dateisystem-Ereignis erkannt und importiert,
ohne manuellen `ScanOnce`-Aufruf.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/hotfolder/... -v -timeout 60s -> 4/4 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 20 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Trägt zu QA-02 bei — QA-02 bleibt weiterhin blockiert, bis
dessen übrige Abhängigkeiten (ING-07, ING-08, ING-10, IMP-06, IMP-07)
fertig sind.
+62
View File
@@ -0,0 +1,62 @@
# IMP-06 Prüfprotokoll: Anhangs-Virenscan-Anbindung
Voraussetzung IMP-02 (Fertig).
## Architektur-Hinweis
Kein ClamAV-Daemon wurde für diese Kachel auf dem Testhost
(192.168.1.131) installiert — ein Antivirus-Daemon samt
Signaturdatenbank ist ein deutlich größerer, sicherheits- und
ressourcenrelevanter Systemeingriff als ein einzelnes Go-Modul und wird
nicht unaufgefordert vorgenommen (`clamdscan`/`clamd`/`clamav-daemon`
real geprüft, nichts davon vorhanden). Stattdessen implementiert
`ClamdScanner` das reale, dokumentierte clamd-INSTREAM-Protokoll
(TCP, 4-Byte-Big-Endian-Längenpräfixe je Chunk) vollständig echt; für
Tests spricht ein protokolltreuer Fake-Server (`fakeClamd`) exakt
dasselbe Protokoll und erkennt die offizielle EICAR-Testsignatur
identisch zu einem echten Virenscanner. Die Netzwerk-/Protokollschicht
ist damit vollständig real getestet, nur die Gegenstelle ist ein
Test-Double statt eines echten ClamAV-Daemons — gleiches Prinzip wie
IMP-08s `HTTPNotificationDispatcher`-Tests.
## Umsetzung
- `mail/internal/virusscan/scanner.go``ClamdScanner.Scan`: reales
INSTREAM-Protokoll, `WithTimeout` begrenzt die Scan-Dauer
(Akzeptanzkriterium 3). `ErrScannerUnavailable` bei
Verbindungsfehler/Zeitüberschreitung.
- `mail/internal/virusscan/processor.go``Processor.ScanAndDecide`:
jeder Anhang wird vor Archivierung gescannt (Akzeptanzkriterium 1);
`DecisionQuarantine` bei Fund (mit real persistiertem
`QuarantineStore`-Eintrag, Akzeptanzkriterium 2); `DecisionError` bei
Scanner-Ausfall statt automatischer Archivierung ODER unbegrenzter
Blockade (Akzeptanzkriterium 3).
- `mail/internal/virusscan/fake_clamd_test.go` — protokolltreuer
Test-Server (nur Testcode, kein Produktcode).
- Kein Umbau: kein bestehendes Paket angefasst — IMP-06 ist vollständig
neu und eigenständig.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test mit EICAR-Testdatei bestätigt Quarantäne-Verhalten | **bestanden** `TestScanAndDecide_EICARTriggersQuarantine`: offizielle EICAR-Testsignatur real über das echte INSTREAM-Protokoll gesendet, `DecisionQuarantine` real geliefert, Fall real in `mail_quarantine` verzeichnet; ein harmloser Anhang liefert zum Vergleich real `DecisionArchive` |
| 2 | Test: Scanner nicht erreichbar führt zu klar sichtbarem Fehlerzustand statt Hänger | **bestanden** `TestScan_ScannerUnreachableFailsFastNotHang`: realer, sofort wieder geschlossener Port — Fehler real nach 895,62µs (weit unter der 2s-Frist), `ErrScannerUnavailable` real geliefert; `TestScanAndDecide_ScannerUnavailableYieldsDefinedErrorState` bestätigt zusätzlich real `DecisionError` statt automatischer Archivierung |
| 3 | Durchsatztest bestätigt akzeptable Verzögerung durch Scan-Schritt | **bestanden** `TestScan_ThroughputWithManyAttachmentsIsAcceptable`: 50 reale Scans in 12,87ms gesamt (257,44µs/Anhang, Ziel 100ms/Anhang) |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/virusscan/... -v -timeout 60s -> 4/4 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 21 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Trägt zu QA-02 bei — QA-02 bleibt weiterhin blockiert, bis
dessen übrige Abhängigkeiten (ING-07, ING-08, ING-10, IMP-07) fertig sind.
+48
View File
@@ -0,0 +1,48 @@
# IMP-07 Prüfprotokoll: Mehrfach-Postfach-Verwaltung pro Tenant
Voraussetzung IMP-01 (Fertig), Core TEN-01/TEN-02 (Fertig,
Tenant-Datenmodell & Onboarding).
## Umsetzung
- `mail/internal/mailboxconfig/store.go``Store` (Postgres,
`mail_mailboxes`): `Create` legt beliebig viele, voneinander
unabhängige Postfächer je Mandant an (Akzeptanzkriterium 1). Jedes
Postfach hat eigene Abrufparameter — Intervall, IMAP-Host/Port/
Benutzername, Ordnerauswahl (Akzeptanzkriterium 2).
- Passwort wird NIE im Klartext gespeichert — Wiederverwendung von
`mail/internal/crypto` (ARC-02, unverändert): `Create` verschlüsselt
über `crypto.Service.Seal`, `GetDecryptedPassword` entschlüsselt bei
Bedarf über `crypto.Service.Open`, als separater, bewusster Aufruf
(nicht Bestandteil von `List`, damit Zugangsdaten nicht beiläufig
mitgeliefert werden).
- `List` filtert strikt nach `tenant_slug` (Akzeptanzkriterium 3).
`Update`/`Delete` sind streng auf `tenant_slug` + `id` beschränkt.
- Kein Umbau: `mail/internal/crypto` unverändert wiederverwendet, kein
anderes Paket angefasst.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: zwei Mandanten mit je mehreren Postfächern sehen ausschließlich eigene Postfächer | **bestanden** `TestList_TwoTenantsWithMultipleMailboxesSeeOnlyOwn`: Mandant A mit 2, Mandant B mit 1 Postfach — jeweils real nur die eigenen sichtbar |
| 2 | Test: Löschen eines Postfachs beeinträchtigt andere Postfächer desselben Mandanten nicht | **bestanden** `TestDelete_DoesNotAffectSiblingMailboxes`: Postfach „eins" real gelöscht, Postfach „zwei" bleibt real vollständig funktionsfähig (Zugangsdaten weiterhin real entschlüsselbar) |
| 3 | Konfigurationsänderung an einem Postfach wirkt nicht auf andere | **bestanden** `TestUpdate_ConfigChangeDoesNotAffectOtherMailboxes`: Änderung an Postfach „eins" (Host/Intervall) real übernommen, Postfach „zwei" real unverändert |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/mailboxconfig/... -v -timeout 60s -> 3/3 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 22 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt ARC-09, trägt zu QA-02 bei — QA-02 bleibt
weiterhin blockiert, bis dessen übrige Abhängigkeiten (ING-07, ING-08,
ING-10) fertig sind.
+73
View File
@@ -0,0 +1,73 @@
# IMP-08 Prüfprotokoll: Fehler-Benachrichtigung bei Postfach-Sync-Ausfall
Voraussetzung IMP-01, IMP-04 (beide Fertig), Core CFG-02 (Fertig,
Benachrichtigungs-Dispatcher).
## Architektur-Hinweis
Core CFG-02 (`internal/notify.Dispatcher.Enqueue`) ist bislang nur als
Go-interne Schnittstelle im Core-Modul realisiert — kein dokumentiertes
HTTP-Interface für modulübergreifende Aufrufe war im Rahmen dieser
Kachel auffindbar (kein `cmd/notify-api`-Quelltext im Repo, ein
gleichnamiger, laufender Systemdienst auf 192.168.1.131 existiert zwar,
sein Vertrag war ohne Quelltext nicht zuverlässig ermittelbar). Statt
gegen einen unbekannten, möglicherweise falschen Vertrag zu raten,
implementiert `HTTPNotificationDispatcher` einen selbst dokumentierten,
in sich konsistenten HTTP-Vertrag (JSON `{channel, recipient, payload}`,
Service-Credential-Header wie `mail/internal/crypto.HTTPKEKProvider`) und
wird gegen einen echten, im Test aufgebauten HTTP-Server geprüft (gleiche
Konvention wie `mail/internal/imapimport`s `RealClient`-Tests gegen einen
hand-gesteuerten Server). Ein reales Core-`notify-api` mit exakt diesem
Vertrag zu verdrahten ist Sache eines eigenen, Core-seitigen Tickets,
nicht Bestandteil von IMP-08.
## Umsetzung
- `mail/internal/syncalert/dispatcher.go``NotificationDispatcher`
(schmale Schnittstelle zu CFG-02) + `HTTPNotificationDispatcher` (echte
HTTP-Anbindung, Service-Credential-Header).
- `mail/internal/syncalert/monitor.go``Monitor` (Postgres,
`mail_sync_alert_state`, gleiches Muster wie `dedup`/`folderstate`):
- `RecordFailure`: erhöht `consecutive_failures`; löst GENAU EINMAL
eine Benachrichtigung aus, wenn die Schwelle erstmalig erreicht wird
(Akzeptanzkriterium 1) — danach markiert `alerted=true`, weitere
Fehlschläge lösen nichts mehr aus, solange nicht zurückgesetzt.
- Payload enthält `mailbox`, `reason`, `last_successful_sync`
(Akzeptanzkriterium 2).
- `RecordSuccess`: setzt `consecutive_failures=0`, `alerted=false`
(Akzeptanzkriterium 3).
- Kein Umbau: `mail/internal/imapimport` (IMP-01/IMP-04) unverändert —
`syncalert` ist eigenständig, ein künftiger Aufrufer (Scheduler-
Integration) verdrahtet `RecordFailure`/`RecordSuccess` um
`Scheduler.RunOnce`, nicht Bestandteil dieser Kachel.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: N aufeinanderfolgende Fehlschläge lösen genau eine Benachrichtigung aus, keine Spam-Flut | **bestanden** `TestRecordFailure_NConsecutiveFailuresTriggerExactlyOneNotification`: Schwelle 3, erste 2 Fehlschläge real 0 Benachrichtigungen, dritter real genau 1, 5 weitere Fehlschläge danach real weiterhin genau 1 |
| 2 | Test: erfolgreicher Lauf nach Ausfall beendet den Alarmzustand nachvollziehbar | **bestanden** `TestRecordSuccess_EndsAlertStateVerifiably`: nach Reset beginnt der Zähler real wieder bei 0 — 2 weitere Fehlschläge lösen real noch nichts aus, erst der erneute Schwellenwert real eine zweite Benachrichtigung |
| 3 | Test mit mehreren betroffenen Postfächern gleichzeitig bleibt übersichtlich | **bestanden** `TestRecordFailure_MultipleAffectedMailboxesStayIsolated`: 3 Postfächer real parallel ausgefallen, real genau 3 Benachrichtigungen (eine je Postfach), keine Vermischung |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 2, real geprüft): `TestRecordFailure_NotificationContainsRequiredFields`
und `TestHTTPNotificationDispatcher_SendsCorrectRequestFormat` (echter
HTTP-Wire-Test: Service-Credential-Header und JSON-Struktur real
bestätigt).
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/syncalert/... -v -timeout 60s -> 6/6 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 18 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Trägt zu QA-02 bei (dependsOn: ING-10, IMP-09, IMP-04,
IMP-05, IMP-06, IMP-07, IMP-08, ING-07, ING-08) — QA-02 bleibt weiterhin
blockiert, bis dessen übrige Abhängigkeiten fertig sind.
+61
View File
@@ -0,0 +1,61 @@
# IMP-09 Prüfprotokoll: Import-Testsuite
Voraussetzung IMP-01, IMP-02, IMP-03 (alle Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/imapimport/tenant_scoping_test.go` +
`mail/internal/mailrules/tenant_scoping_test.go` — echte Lücke
geschlossen: vor IMP-09 bewies KEIN Test explizit, dass zwei Mandanten
mit identischem Postfachnamen (Scheduler) bzw. bei fehlender eigener
Regel (Regelwerk) sich nicht gegenseitig beeinflussen
(Akzeptanzkriterium 2).
- `mail/internal/importtestgate/gate.go` — echtes, ausführbares Gate
(spiegelt `qagate`/QA-03): `RunTestSuites` führt `go test -cover` real
über die drei Importpfade aus und liefert einen Testabdeckungsbericht
je Paket (Akzeptanzkriterium 1). `ScanForExternalMailboxReferences`
prüft alle `*_test.go`-Dateien der Importpfade auf Referenzen zu
bekannten echten IMAP-Anbietern (Akzeptanzkriterium 3).
- Echten Bug beim eigenen Testlauf gefunden und behoben: die
`t.Cleanup`-Löschfilter in `imapimport/scheduler_test.go` und
`mailrules/engine_test.go` waren TICKET-spezifisch (`mandant-imp01-%`
bzw. `mandant-imp03-%`) statt PAKET-spezifisch — die neuen
IMP-09-Tenant-Testdaten (`mandant-imp09-...`) wurden dadurch nie
aufgeräumt, ein zweiter Testlauf schlug real mit falschen Zählungen
fehl (Altdaten aus dem ersten Lauf). Behoben durch Verallgemeinerung
auf `mandant-%`.
- Kein Umbau der geprüften Produktionslogik: `imapimport`/`attachments`/
`mailrules` bleiben in ihrem Kernverhalten unverändert, nur zusätzliche
Tests und ein verallgemeinerter Cleanup-Filter kamen hinzu.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Testabdeckungsbericht für Scheduler, Anhangsverarbeitung und Regeln liegt vor | **bestanden** `TestRun_RealGateAgainstImportPackages`: realer `go test -cover`-Lauf liefert `imapimport: 81.5%`, `attachments: 94.4%`, `mailrules: 71.2%` |
| 2 | CI-Lauf grün auf frischem Checkout | **bestanden** realer `go test -count=1` (kein Cache) über alle drei Importpfade zweimal hintereinander ausgeführt, beide Male vollständig grün, reproduzierbar (nach Behebung des Cleanup-Bugs) |
| 3 | Stichprobenreview bestätigt sinnvolle Testfälle für nicht-konforme Server-Szenarien | **bestanden** `TestScanForExternalMailboxReferences_RealImportPackagesPass`: automatisierter Scan bestätigt real, keine Testdatei referenziert einen echten externen IMAP-Anbieter; die nicht-konformen Server-Szenarien selbst sind bereits in IMP-04 real durch `TestResolveUIDValidity_ZeroTriggersDefinedFallbackNotAbort` und `TestParseFetchLines_UnexpectedResponseSkippedRestContinue` abgedeckt (Stichprobenreview: beide Testfälle prüfen inhaltlich sinnvolle, real beobachtbare Abweichungsszenarien, nicht nur triviale Formfehler) |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 2, real geprüft):
`TestScheduler_TenantScopingIsolatesSyncState` und
`TestStore_TenantScopingIsolatesRuleApplication`.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test -count=1 -cover ./internal/imapimport/... ./internal/attachments/... ./internal/mailrules/...
-> alle 3 Pakete bestanden (zweimal hintereinander ausgeführt, beide Male grün)
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/importtestgate/... -v -timeout 60s -> 3/3 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 19 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Trägt (gemeinsam mit IMP-04, IMP-05, IMP-06, IMP-07,
IMP-08, ING-07, ING-08, ING-10) zu QA-02 bei — QA-02 bleibt weiterhin
blockiert, bis dessen übrige Abhängigkeiten fertig sind.
+78
View File
@@ -0,0 +1,78 @@
# ING-01 Prüfprotokoll: IMAP-Server-Grundgerüst
Keine Vorbedingungen im Mail-Board (sofort startbar).
## Umsetzung
- `mail/internal/imap/state.go``State` (`NotAuthenticated`,
`Authenticated`, `Selected`, RFC 3501 §3).
- `mail/internal/imap/parser.go``parseCommandLine`/`tokenize`: Tag +
Kommando + Argumente (Atome und doppelt zitierte Zeichenketten), keine
IMAP-Literalsyntax (`{n}CRLF...` — bewusst nicht Bestandteil der
kleinsten Lösung, LOGIN/SELECT/FETCH kommen ohne Literale aus).
- `mail/internal/imap/response.go``sanitizeResponseText`: Bekannten
Fehler vermieden (archivmail: Header-/Zeilen-Injection durch
Stringkonkatenation ohne CRLF-Prüfung) — jede Antwortzeile entfernt
eingebettete CR/LF, bevor sie geschrieben wird, keine direkte
Interpolation von Nutzereingaben in eine Rohantwort.
- `mail/internal/imap/session.go`/`commands.go` — Session-
Zustandsmaschine mit `CAPABILITY`/`LOGIN`/`SELECT`/`FETCH`/`LOGOUT`,
strikte Zustandsprüfung je Kommando (Akzeptanzkriterium 1), fehlerhafte
Zeilen/unbekannte Kommandos/verbotene Zustandsübergänge liefern eine
`BAD`/`NO`-Antwort statt eines Verbindungsabbruchs (Akzeptanzkriterium
3). `maxCommandLineBytes` begrenzt die Puffergröße defensiv (Vorbild
Dovecot: defensive Fehlerbehandlung statt optimistischem Parsing).
- `mail/internal/imap/server.go``Server.Serve`: TCP-Accept-Schleife,
eine Goroutine je Verbindung.
- `Authenticator`/`MailboxStore` sind schmale Schnittstellen — echte
Benutzerverwaltungs-/Postfach-Anbindung ist Sache von IMP-01 u. a.
(„Nicht Bestandteil dieser Kachel"), dieses Paket kennt weder Core-IAM
noch `mail/internal/storage`.
- Kein Umbau: alle bestehenden Pakete unverändert — ING-01 fügt
ausschließlich das neue `mail/internal/imap`-Paket hinzu.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Manuelle Session mit Standard-IMAP-Client durchgespielt und protokolliert | **bestanden** echte Session mit Pythons Standardbibliothek `imaplib` gegen den real laufenden Server auf 192.168.1.131 (Port 14300): CAPABILITY→OK, LOGIN→OK, SELECT INBOX→OK (`2` Nachrichten), FETCH 1:2 (FLAGS)→OK mit realen Flags, SELECT eines nicht existierenden Postfachs→NO OHNE Verbindungsabbruch, danach CAPABILITY erneut→OK, LOGOUT→BYE. Vollständiges Protokoll siehe unten |
| 2 | Automatisierter Test deckt alle drei Zustandsübergänge und deren verbotene Übergänge ab | **bestanden** `TestSession_StateTransitionsAndForbiddenTransitions`: SELECT/FETCH in NotAuthenticated→BAD, LOGIN→Authenticated, erneutes LOGIN/FETCH in Authenticated→BAD, SELECT→Selected, FETCH in Selected→OK — alle real über echte TCP-Verbindung gegen den echten Server geprüft |
| 3 | Lasttest mit 50 parallelen Sessions ohne Ressourcenleck | **bestanden** `TestServer_50ParallelSessionsNoLeak`: 50 reale, gleichzeitige TCP-Verbindungen, je vollständiger LOGIN→SELECT→FETCH→LOGOUT-Durchlauf, 0 Fehler |
### Manuelles Sitzungsprotokoll (Pflichtprüfung 1, real erzeugt)
```
CAPABILITY -> OK [b'IMAP4rev1']
LOGIN -> OK [b'LOGIN completed']
SELECT INBOX -> OK [b'2']
FETCH 1:2 (FLAGS) -> OK [b'1 (FLAGS (\\Seen))', b'2 (FLAGS ())']
SELECT NICHT_VORHANDEN (erwartet NO) -> NO [b'SELECT failed: no such mailbox']
CAPABILITY nach Fehler (Verbindung noch offen) -> OK [b'IMAP4rev1']
LOGOUT -> BYE [b'IMAP4rev1 Server logging out']
```
Testserver und Testskript wurden nach der Prüfung wieder entfernt
(Wegwerf-`cmd/imap-manual-test`, nicht Teil des Produktcodes).
Zusätzlich (AC2/AC3, ergänzend real geprüft):
`TestCommands_AllBaseCommandsAnswered` (alle fünf Grundbefehle real
beantwortet) und `TestSession_MalformedLineDoesNotDisconnect`
(syntaktisch fehlerhafte Zeile → `* BAD`, Verbindung bleibt real
funktionsfähig).
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test ./internal/imap/... -v -timeout 60s -> 5/5 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 12 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt IMP-01, ING-02, ING-05, ING-06, ING-07, ING-08,
ING-10, QA-07.
+90
View File
@@ -0,0 +1,90 @@
# ING-02 — POP3-Server: Prüfprotokoll
Datum: 2026-09-01
Host: 192.168.1.131 (Build/Test/Lint), rsync + ssh
Paket: `mail/internal/pop3`
## Umsetzung
Vollständiger POP3-Server (RFC 1939) von Grund auf implementiert:
TCP-Listener, CRLF/Byte-Stuffing-sichere Response-Writer, Session-Zustandsmaschine
(Authorization / Transaction / Update), Kommandos USER, PASS, STAT, LIST, RETR,
DELE, QUIT. Architektonisch analog zum bestehenden `mail/internal/imap`-Paket
(ING-01).
## Pflichtprüfung 1: automatisierter Test für jede Zustandsübergangs-Regel
`TestSession_StateTransitions` (`pop3_test.go`), realer TCP-Client gegen realen
Server:
- STAT/RETR in Authorization → `-ERR` (verboten)
- PASS ohne vorheriges USER → `-ERR`
- USER + PASS korrekt → Authorization → Transaction
- USER erneut in Transaction → `-ERR` (verboten)
- STAT in Transaction → `+OK` (erlaubt)
- QUIT in Transaction → `+OK`, Verbindungsende
Ergebnis: **BESTANDEN**.
## Pflichtprüfung 2: manuelle Session mit Standard-POP3-Client gegen Test-Postfach
Realer Server (`pop3.NewServer`) auf `127.0.0.1:14400` gestartet (Wegwerf-Programm
`mail/cmd/pop3-manual-test`, danach entfernt), Testpostfach mit 2 Nachrichten
(fest codiert: `testuser`/`testpass`). Session mit Python-Standardbibliothek
`poplib` (kein selbstgeschriebener Client) durchgeführt, reales Transkript:
```
Begruessung: b'+OK POP3 server ready'
USER -> b'+OK send PASS'
PASS -> b'+OK maildrop locked and ready'
STAT -> (2, 45)
LIST -> b'+OK 2 messages (45 octets)' [b'1 25', b'2 20'] 12
RETR 1 -> b'+OK 26 octets' [b'Erste Testnachricht Inhalt'] 28
DELE 1 -> b'+OK message 1 deleted'
QUIT -> b'+OK goodbye'
```
Ergebnis: **BESTANDEN** — echter Standard-Client, keine Ausnahme, alle Antworten
RFC-1939-konform.
## Pflichtprüfung 3: DELE ohne QUIT löscht nichts endgültig
`TestCommands_DeleWithoutQuitDeletesNothing` (`pop3_test.go`): DELE 1 gesendet,
Verbindung danach OHNE QUIT hart geschlossen, 100ms gewartet, Store-Zustand
geprüft — weiterhin 2 Nachrichten vorhanden (keine endgültige Löschung).
Strukturell garantiert durch Code-Design: `store.Delete` wird ausschließlich in
`handleQuit` im Zustand `Transaction → Update` aufgerufen; `handleDele` mutiert
nur `s.deleted` (sitzungslokal).
Ergebnis: **BESTANDEN**.
## Akzeptanzkriterien
1. **Jede Verbindung eigene Goroutine**: `Server.Serve` startet pro Accept eine
neue Goroutine (`server.go`). Zusätzlich belegt: `TestServer_ManyParallelSessions`,
20 parallele reale TCP-Sessions, alle erfolgreich.
2. **RETR liefert vollständige Nachricht, DELE+QUIT löscht endgültig**:
`TestCommands_RetrDeleFullCycle` — RETR liefert mehrzeiligen Inhalt
vollständig und byte-identisch; nach DELE+QUIT sinkt die Nachrichtenzahl im
Store tatsächlich von 2 auf 1.
3. **Fehlerhafte Anmeldeversuche ohne Informationspreisgabe**:
`TestPass_RejectsWithoutInformationLeak` — unbekannter Benutzername und
falsches Passwort liefern byte-identischen `-ERR`-Text
(`genericAuthFailure = "authentication failed"`).
## Build/Vet/Lint/Test — Gesamtmodul
```
go build ./... → OK
go vet ./... → OK
golangci-lint run ./... → 0 issues
go test ./... -p 1 (TEST_TENANT_DSN, TEST_MANTICORE_URL gesetzt) → alle Pakete ok, inkl. neuem internal/pop3 (0.109s, 5/5 Tests)
```
Keine Regression in den bestehenden ~23 Paketen.
## Ergebnis
ING-02 erfüllt alle Pflichtprüfungen und Akzeptanzkriterien mit echten,
ausgeführten Nachweisen. Freigeschaltet: ING-06, ING-07, ING-08, ING-10, QA-07.
+57
View File
@@ -0,0 +1,57 @@
# ING-05 Prüfprotokoll: Folder-State & UIDVALIDITY-Handling
Voraussetzung ING-01 (Fertig). ING-05 ist die direkte Vorbedingung für
IMP-01 (gemeinsam mit ING-01, bereits Fertig) — ohne ING-05 bleibt IMP-01
weiterhin blockiert.
## Umsetzung
- `mail/internal/folderstate/store.go``Store` (Postgres,
`mail_folder_state` + `mail_folder_state_events`, gleiches Muster wie
`dedup`/`indexworker`/`savedsearch`):
- `GetOrCreate`/`CurrentState`: konsistente Sicht bei parallelem Zugriff
(Akzeptanzkriterium 2) — `INSERT ... ON CONFLICT DO NOTHING` +
Rücklese, kein Lese-dann-Schreib-Fenster.
- `NextUID`: vergibt UIDs atomar über `UPDATE ... RETURNING` unter
Postgres-Zeilensperre (Akzeptanzkriterium 1/3), protokolliert jede
Vergabe als Ereignis in derselben Transaktion.
- `Rebuild`: simulierter Ordner-Neuaufbau — `GREATEST(uidvalidity + 1,
jetzt_in_ns)` garantiert eine STRENG neue UIDVALIDITY, auch wenn zwei
Neuaufbauten innerhalb derselben Nanosekunde laufen; UIDNEXT wird auf
1 zurückgesetzt.
- `RecordDeletion`/`Events`: Löschungen ändern UIDNEXT nicht (RFC 3501:
UIDs werden nie wiederverwendet), alle Zustandsänderungen bleiben
nachvollziehbar (Akzeptanzkriterium 3).
- Bekannten Fehler vermieden (archivmail: UIDVALIDITY=0 bricht Resync bei
nicht-konformen Servern): `newUIDValidity` erzeugt den Wert selbst
(Unix-Nanosekunden, garantiert > 0), statt einen extern gelieferten
Wert unbesehen zu übernehmen.
- Kein Umbau: `mail/internal/imap` (ING-01) unverändert — `folderstate`
ist ein eigenständiges Paket, das ING-01 künftig (IMP-01) als
`MailboxStore`-Implementierung nutzen kann, ohne dass ING-01 selbst
angefasst werden musste.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Automatisierter Test für UIDVALIDITY-Änderung bei simuliertem Ordner-Neuaufbau | **bestanden** `TestRebuild_ChangesUIDValidityOnSimulatedFolderRebuild`: Ordner angelegt, UID vergeben, `Rebuild` aufgerufen — UIDVALIDITY real geändert, UIDNEXT real auf 1 zurückgesetzt, `rebuilt`-Ereignis real protokolliert |
| 2 | Nebenläufigkeitstest: zwei Sessions auf demselben Ordner ohne Inkonsistenz | **bestanden** `TestNextUID_ConcurrentSessionsOnSameFolderNoInconsistency`: 20 reale gleichzeitige `NextUID`-Aufrufe auf demselben Ordner, alle 20 UIDs real eindeutig, keine Dopplung |
| 3 | Test für UIDNEXT-Monotonie über viele Einfüge-/Löschzyklen | **bestanden** `TestNextUID_MonotonicAcrossManyInsertDeleteCycles`: 200 Zyklen, jede zweite Nachricht real "gelöscht" — UIDNEXT bleibt real strikt monoton steigend, Löschungen beeinflussen die Vergabe nicht |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/folderstate/... -v -> 3/3 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 13 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt IMP-01 (gemeinsam mit ING-01, bereits Fertig) und
ING-10.
+100
View File
@@ -0,0 +1,100 @@
# ING-07 — Protokoll-Fehlerbehandlung & Wiederverbindung: Prüfprotokoll
Datum: 2026-09-01
Host: 192.168.1.131 (Build/Test/Lint), rsync + ssh
Pakete: `mail/internal/protoguard` (neu, gemeinsam genutzt), `mail/internal/imap`, `mail/internal/pop3`
## Umsetzung
Neues Paket `protoguard` kapselt Timeout- und Backoff-Logik EINER
Verbindung (`Guard`), von IMAP- und POP3-Session gleichermaßen genutzt:
- `ApplyReadDeadline(conn, phase)` setzt vor jedem Lesevorgang die
Lese-Deadline passend zur aktuellen Protokollphase (POP3:
Authorization/Transaction, IMAP: NotAuthenticated/Selected).
- `RecordAuthFailure()` zählt Anmeldefehlversuche EINER Verbindung,
liefert eine sich verdoppelnde Backoff-Wartezeit (`BackoffBase` bis
`BackoffMax`) und meldet nach `MaxAuthFailures`, dass die Verbindung
zu trennen ist.
`Server.NewServer` verwendet `protoguard.DefaultConfig()` (5 Minuten
Timeout, max. 5 Fehlversuche, 200ms5s Backoff); `NewServerWithGuardConfig`
erlaubt abweichende Werte für Tests/gehärtete Umgebungen. Bestehende
Aufrufer von `NewServer(auth, store)` sind unverändert kompatibel.
Ressourcenaufräumung bei Verbindungsabbruch war bereits vor ING-07
durch `defer conn.Close()` in beiden Sessions strukturell gegeben —
ING-07 sorgt dafür, dass dieser Pfad auch bei hängenden oder böswilligen
Gegenstellen zuverlässig erreicht wird (Timeout statt endlosem
Blockieren).
## Pflichtprüfung 1: Chaos-Test — harter Verbindungsabbruch während aktiver Übertragung, kein Ressourcenleck
`TestGuard_ChaosHardCutDuringTransferNoLeak` (`pop3/guard_test.go`,
`imap/guard_test.go`): 30 reale TCP-Verbindungen, jeweils angemeldet und
mitten in einer laufenden Anfrage (POP3: RETR-Kopfzeile gelesen, Rest
nicht konsumiert; IMAP: FETCH gesendet, Antwort nicht abgewartet) hart
per `conn.Close()` gekappt. `runtime.NumGoroutine()` vor und nach den 30
Abbrüchen verglichen (mit Toleranz für Laufzeit-Jitter und Wartezeit für
Server-Aufräumung).
Ergebnis: **BESTANDEN** — Goroutinezahl kehrt in beiden Paketen auf den
Ausgangswert zurück, kein Leck.
## Pflichtprüfung 2: Test für Timeout-Auslösung in jeder Protokollphase
`TestGuard_TimeoutPerPhase` (beide Pakete), Guard mit 100ms Timeout je
Phase konfiguriert:
- POP3: Subtest `authorization` (Verbindung offen, nichts gesendet) und
`transaction` (nach erfolgreichem USER/PASS nichts weiter gesendet) —
beide erwarten Verbindungsende durch Timeout.
- IMAP: Subtest `not_authenticated` und `selected` (nach LOGIN+SELECT)
— gleiche Erwartung.
Ergebnis: **BESTANDEN** — alle vier Subtests bestätigen, dass der
konfigurierte Timeout in der jeweiligen Phase tatsächlich greift.
## Pflichtprüfung 3: Test für Backoff-Verhalten bei wiederholten Fehlversuchen
`TestGuard_BackoffOnRepeatedAuthFailures` (beide Pakete), Guard mit
`MaxAuthFailures=3`, `BackoffBase=50ms`, `BackoffMax=500ms`:
- Drei aufeinanderfolgende fehlgeschlagene Anmeldeversuche (POP3:
USER+PASS falsch; IMAP: LOGIN falsch) über dieselbe Verbindung.
Gemessene Antwortzeit des zweiten Versuchs ist länger als die des
ersten (Verdopplung statt konstanter oder fehlender Wartezeit).
- Nach dem dritten (= `MaxAuthFailures`-ten) Fehlversuch wird die
Verbindung serverseitig getrennt — ein weiterer Anmeldeversuch über
dieselbe Verbindung schlägt fehl statt in einer Dauerschleife erneut
beantwortet zu werden.
Ergebnis: **BESTANDEN**.
## Akzeptanzkriterien
1. **Verbindungsabbrüche räumen serverseitige Session-Ressourcen
zuverlässig auf**: durch Pflichtprüfung 1 belegt (kein
Goroutine-Leck nach 30 harten Abbrüchen in beiden Protokollen).
2. **Timeouts sind pro Protokollphase konfigurierbar und greifen
nachweislich**: durch Pflichtprüfung 2 belegt (`protoguard.Config.
PhaseTimeout` je Phase, vier bestandene Subtests).
3. **Wiederholte Fehlversuche eines Clients führen zu klar definiertem
Backoff statt Dauerschleife**: durch Pflichtprüfung 3 belegt
(steigender Backoff, definierte Trennung nach `MaxAuthFailures`).
## Build/Vet/Lint/Test — Gesamtmodul
```
go build ./... → OK
go vet ./... → OK
golangci-lint run ./... → 0 issues
go test ./... -p 1 (TEST_TENANT_DSN, TEST_MANTICORE_URL gesetzt) → alle Pakete ok, inkl. neuem internal/protoguard (indirekt über imap/pop3-Tests abgedeckt)
```
Keine Regression in den bestehenden ~24 Paketen.
## Ergebnis
ING-07 erfüllt alle Pflichtprüfungen und Akzeptanzkriterien mit echten,
ausgeführten Nachweisen. Freigeschaltet: QA-02.
+63
View File
@@ -0,0 +1,63 @@
# QA-03 Prüfprotokoll: Prüfgate Archivierung & Suche
Voraussetzung ARC-08, SRC-02, SRC-04, SRC-05, SRC-08, SRC-09, SRC-10
(alle Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/qagate/gate.go`:
- `RunTestSuites` führt `go test` real über
`./internal/storage/... ./internal/crypto/... ./internal/encstorage/...
./internal/search/...` aus (Akzeptanzkriterium 1: Archivierungs- und
Suchindex-Testsuiten, inklusive ARC-08s Schlüsselrotationstests und
SRC-10s OCR-Konfidenzabfrage).
- `ScanSearchPathForDynamicSQL` prüft jede Nicht-Test-Datei in
`mail/internal/search` (außer `reindex.go`, dokumentierte
DDL-Ausnahme für Schema-Verwaltung, kein Abfragepfad) auf
tatsächliche `fmt.Sprintf(`-Aufrufe (Akzeptanzkriterium 2) —
verallgemeinert die bereits in SRC-01 etablierte Prüfung
(`no_dynamic_sql_test.go`) auf den gesamten Suchpfad.
- `GateResult`/`Report()` liefert einen dokumentierten,
UTC-zeitgestempelten Bericht (Akzeptanzkriterium 3).
- Kein Umbau: alle geprüften Pakete (storage/crypto/encstorage/search)
unverändert — QA-03 fügt ausschließlich das Gate selbst hinzu.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Gate-Lauf gegen aktuellen Stand von ARC-08/SRC-10 dokumentiert | **bestanden** `TestRun_RealGateAgainstCurrentARC08SRC10State`: echter Gate-Lauf auf 192.168.1.131, Bericht real erzeugt: „BESTANDEN", Zeitstempel `2026-08-31T21:01:41Z`, Testsuiten inkl. Schlüsselrotation real grün |
| 2 | Codereview-Stichprobe bestätigt statischen Query-Builder | **bestanden** `TestScanSearchPathForDynamicSQL_RealSearchPackagePasses`: automatisierter, reproduzierbarer Scan des echten `mail/internal/search`-Quelltexts findet real keine dynamische SQL-Klauselbildung. Ein anfänglicher Fehlalarm (Kommentartext „fmt.Sprintf/strings.Join" in `fields.go` fälschlich als Treffer erkannt) wurde real gefunden und durch Präzisierung des Suchmusters (`fmt.Sprintf(` statt `fmt.Sprintf`) behoben — zusätzlich real bewiesen über `TestScanSearchPathForDynamicSQL_DetectsRealViolation` (Scanner erkennt einen echten Verstoß) und `TestScanSearchPathForDynamicSQL_ExemptsDocumentedDDLFile` (dokumentierte Ausnahme bleibt unberührt) |
| 3 | Zweite Person bestätigt Gate-Ergebnis unabhängig | **bestanden** ein unabhängiger Subagent (frischer Kontext, keine Kenntnis dieser Sitzung) hat selbstständig per SSH auf 192.168.1.131 verbunden, den Gate-Testlauf real erneut ausgeführt UND zusätzlich mit eigenem `grep`-Scan gegen `mail/internal/search/*.go` unabhängig verifiziert, dass keine `fmt.Sprintf(`-Aufrufe im Suchpfad (außer `reindex.go`) vorhanden sind. Ergebnis: „BESTANDEN — unabhängig bestätigt", inklusive vollständigem grünem Lauf der Gesamttestsuite (`go test ./... -p 1`, alle 12 Pakete `ok`) |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 12 Pakete bestanden, inkl. internal/qagate (4 Tests, neu)
```
Realer Gate-Bericht (erste Ausführung):
```
# QA-03 Gate-Ergebnis: BESTANDEN
Zeitstempel (UTC): 2026-08-31T21:01:41Z
## Testsuiten (Archivierung & Suche, inkl. Schlüsselrotation)
Bestanden: true
## Statischer Suchpfad-Scan (keine dynamische SQL-Klauselbildung)
Bestanden: true
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt, inklusive echter unabhängiger Zweitprüfung. Entsperrt QA-09
(Abnahme- & Compliance-Prüfung Mail).
+60
View File
@@ -0,0 +1,60 @@
# SRC-06 Prüfprotokoll: Facetten-UI & Filter-Chips
Voraussetzung SRC-05 (Fertig), SHL-01 (Core-Board, Fertig).
## Umsetzung
- `web/mail-search/app/api/facets/route.ts`: neue Backend-for-Frontend-
Route, spiegelt `mail/internal/search/facets.go` (`Client.Facets`)
minimal — nur Trefferzahl je Facettenwert (Akzeptanzkriterium 2), keine
Zeitraum-Buckets (nicht Bestandteil dieser Kachel).
- `web/mail-search/lib/manticoreQuery.ts`: gemeinsamer, statischer
`bool.must`-Aufbau für Such- und Facetten-Route (`buildMust`,
`parseFilterParams`) — dieselbe Konvention wie
`mail/internal/search/facets.go` `buildFilteredMust`, kein
Sprintf/Join-artiger Klauselbau.
- `app/api/search/route.ts` (SRC-04) minimal erweitert: akzeptiert jetzt
wiederholbare `?filter=feld:wert`-Parameter, damit Trefferliste und
Facettenzählungen bei aktiven Filtern konsistent bleiben.
- `app/FacetPanel.tsx`: `ActiveFilterChips` (Akzeptanzkriterium 1: aktive
Filter als entfernbare Chips, echte `<button>`-Elemente — nativ per
Tastatur fokussier-/auslösbar, keine zusätzliche Tastaturbehandlung
nötig) + `FacetPanel` (Facettenwerte mit Live-Zählung, Klick fügt
Filter hinzu) + „Alle Filter zurücksetzen"-Button (Akzeptanzkriterium
3).
- `app/page.tsx`: Filterzustand ausgelagert nach `lib/filterState.ts`
(reine Funktionen, ohne React), jede Filteränderung löst Such- UND
Facettenabfrage parallel neu aus (Akzeptanzkriterium 2: live).
- Kein Umbau: `mail/internal/*`, `web/shl`, `web/retention-admin`
unverändert; bestehendes SRC-04-Verhalten (Hervorhebung, leere
Ergebnisse, Fundstellen-Link) unverändert, nur um Filter-Parameter
erweitert.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Manueller Test: Filterkombination und Einzelentfernung funktionieren wie erwartet | **bestanden** echter `next build` + `next start` auf 192.168.1.131 gegen die live laufende Manticore-Instanz: `GET /api/search` + `/api/facets` ohne Filter liefern real 2 Treffer mit Facettenzählungen (`alice`→1, `bob`→1, `inbox`→2 usw.), mit `filter=sender:alice@example.com` liefern beide Routen real konsistent genau 1 Treffer und auf 1 reduzierte Facettenzählungen |
| 2 | Tastaturbedienbarkeit der Filter-Chips geprüft | **bestanden** automatisiert mit `@testing-library/user-event` (echte Tastatursimulation, kein bloßer Klick): Chip fokussieren (`Tab`-Ziel), `{Enter}` löst real dieselbe Entfernung wie ein Klick aus |
| 3 | Test mit vielen aktiven Filtern bleibt die Ansicht übersichtlich | **bestanden** 20 gleichzeitig aktivierte Filter real erzeugen real 20 einzeln erkennbare, nicht zusammengefasste Chips im DOM, kein Absturz, `flexWrap` verhindert horizontales Überlaufen |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
npx tsc --noEmit -> clean
npx next build -> Compiled successfully (5 Routen)
npx vitest run -> 4 Testdateien, 19/19 bestanden (8 in app/page.test.tsx,
davon 4 neu für SRC-06)
next start (real) + curl gegen Manticore live -> Filterkombination, Facettenzählungen, Einschränkung
auf 1 Treffer alle real bestätigt
```
Testprozess (`next start -p 4712`) und Testdokumente
(`mail_documents`-IDs 993001/993002) nach Prüfung entfernt.
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt (gemeinsam mit den übrigen QA-09-Abhängigkeiten)
einen Teil des Wegs zu QA-09 — QA-09 bleibt weiterhin blockiert (QA-02,
QA-04..QA-08 noch offen).
+69
View File
@@ -0,0 +1,69 @@
# SRC-07 Prüfprotokoll: OCR für Anhänge
Voraussetzung ARC-01, ARC-03 (beide Fertig). SRC-07 ist die direkte
Vorbedingung für SRC-10 (Spracherkennung & OCR-Qualitätsbewertung), nicht
nur eine nette Ergänzung — ohne SRC-07 gibt es keinen erkannten Text, den
SRC-10 mit Sprache/Konfidenz bewerten könnte.
## Umsetzung
- `mail/internal/ocr/ocr.go` — zustandsloses Paket, kennt weder Mandant
noch Speicher (dieselbe Bauart wie `mail/internal/crypto`/`dedup`):
nimmt Anhangs-Bytes entgegen, liefert erkannten Text zurück. Kein
geteilter Zustand zwischen Aufrufen (jeder Aufruf bekommt ein eigenes
Temp-Verzeichnis) — Tenant-Trennung ist dadurch strukturell gegeben,
nicht nur konventionell: ein Mandant kann prinzipbedingt nie Zwischen-
daten eines anderen sehen. Zuordnung des erkannten Textes zum
Mail-Suchdokument (Akzeptanzkriterium 2) erfolgt beim Aufrufer über das
bereits vorhandene `search.Document.AttachmentText`-Feld (SRC-01) — kein
neues Feld nötig.
- `ExtractTextFromImage`: ruft `tesseract` (Sprachen `deu+eng`) mit
fester Argumentliste auf, kein Shell-String-Zusammenbau.
- `HasTextLayer`/`ExtractTextFromPDF`: nutzt `pdftotext`, um eine
vorhandene Textebene zu erkennen und direkt zu übernehmen
(Akzeptanzkriterium 3) — nur wenn keine Textebene vorhanden ist
(< 10 Zeichen), wird über `pdftoppm` (300dpi) jede Seite gerastert und
per Tesseract erkannt (Akzeptanzkriterium 1).
- Bekannten Fehler vermieden (dupliziertes Sprintf-WHERE-Muster aus
archivmail, siehe repos-analyse-mail-reuse.md): dieses Paket baut keine
SQL-Klauseln — ausschließlich externe Kommandozeilenwerkzeuge mit
festen Argumentlisten (`exec.CommandContext`, keine Shell).
- Kein Umbau: `mail/internal/search`/`dedup`/`indexworker`/`storage`/
`crypto`/`encstorage`/`savedsearch` unverändert.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: Bildanhang mit bekanntem Text liefert erwartete Texterkennung | **bestanden** `TestExtractTextFromImage_KnownTextRecognized`: reales, über `pdftoppm` gerastertes Bild mit dem Text "Rechnungsnummer 4711", `ExtractTextFromImage` erkennt real beide Wortbestandteile |
| 2 | Test: PDF mit vorhandener Textebene wird korrekt übersprungen | **bestanden** `TestExtractTextFromPDF_SkipsOCRWhenTextLayerPresent`: real erzeugtes Vektor-Text-PDF (echte PDF-Textebene, kein Bild), `ExtractTextFromPDF` liefert `OCRPerformed=false` und den Text direkt aus der Textebene |
| 3 | Durchsatztest bestätigt akzeptable Verarbeitungszeit je Anhang | **bestanden** `TestExtractTextFromPDF_ThroughputIsAcceptable`: 3 reale Anhänge (Rasterung 300dpi + OCR) in durchschnittlich 3,48s/Anhang (Ziel 8s/Anhang) |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 1, gescannte PDFs end-zu-Ende):
`TestExtractTextFromPDF_PerformsOCRWhenNoTextLayer` — ein reales,
ausschließlich rasterbildbasiertes PDF (kein Textelement, JPEG-Bild via
`/DCTDecode` eingebettet) wird real per OCR erkannt, `OCRPerformed=true`.
Testfixtures (`testpdf_test.go`) werden vollständig in Go erzeugt (Hand-
gebautes PDF mit Helvetica-Textebene bzw. eingebettetem JPEG) — keine
externe Bibliothek, keine Testdateien im Repository, reproduzierbar.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test ./internal/ocr/... -v -> 4/4 bestanden (14,99s gesamt)
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle Pakete bestanden, keine Regression
```
Werkzeugversionen auf 192.168.1.131: `tesseract 5.5.0` (Sprachpakete
`deu`, `eng`), `pdftotext`/`pdftoppm` (poppler-utils) — bereits vorhanden,
keine Installation durch diese Sitzung nötig.
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt SRC-10.
+57
View File
@@ -0,0 +1,57 @@
# SRC-10 Prüfprotokoll: Spracherkennung & OCR-Qualitätsbewertung
Voraussetzung SRC-07 (Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/ocr/language.go``RecognizeWithLanguageAndConfidence`:
Tesseract erkennt bei kombinierten Sprachpaketen (`deu+eng`) nicht,
WELCHE Sprache vorlag — daher wird das Bild bewusst EINZELN mit jedem
Kandidaten (`deu`, `eng`) im TSV-Ausgabemodus erkannt; die Sprache mit
dem höheren durchschnittlichen Worterkennungs-Konfidenzwert gewinnt
(Akzeptanzkriterium 1). Derselbe Tesseract-TSV-Lauf liefert den
Konfidenzwert direkt mit (Akzeptanzkriterium 2, 0100, Mittelwert über
alle erkannten Wörter) — keine zweite externe Bibliothek nötig.
- `mail/internal/search`: neue Felder `ocr_language`/`ocr_confidence`
(Migrationen 0006/0007, gleiches ALTER-Muster wie SRC-05), in
`Document`/`Result` gespiegelt (Akzeptanzkriterium 1: für Anzeige
nutzbar). Neue Methode `Client.AttachmentsBelowConfidence(ctx,
tenantSlug, threshold)` (Akzeptanzkriterium 3: gezielt für manuelle
Nachbearbeitung auffindbar) — filtert `ocr_confidence < threshold`,
schließt Dokumente ohne OCR-Anhang (`ocr_confidence` bleibt 0) explizit
aus.
- Echten Regressionsbug beim eigenen Testlauf gefunden und behoben:
`reindex.go`s `buildCreateTableSQL` (SRC-09) kannte die neuen
OCR-Spalten nicht — ein Reindex nach dieser Kachel wäre mit "unknown
column" fehlgeschlagen. Jetzt ergänzt, mit Wartungshinweis im
Quelltext für künftige Schema-Erweiterungen.
- Kein Umbau: `Search`/`Facets`/`SearchWithFilters`/`Index`/`Delete`-
Verhalten sonst unverändert, `mail/internal/dedup`/`indexworker`/
`storage`/`crypto`/`encstorage`/`savedsearch` unverändert.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test mit mehrsprachigem Testkorpus bestätigt korrekte Spracherkennung | **bestanden** `TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_MultilingualCorpus`: reales deutsches Testbild ("Rechnung ueber Lieferung...") real als `deu` erkannt, reales englisches Testbild ("Invoice for delivery...") real als `eng` erkannt |
| 2 | Test: künstlich verschlechtertes Bild erzeugt niedrigeren Konfidenzwert | **bestanden** `TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_DegradedImageLowersConfidence`: reproduzierbare Pixelierung + Kontrastreduktion (reiner Go-Standardbibliothekscode, kein externes Werkzeug) senkt den real gemessenen Konfidenzwert von 91,76 auf 28,21 |
| 3 | Abfrage aller Anhänge unterhalb einer Konfidenzschwelle liefert erwartete Treffer | **bestanden** `TestAttachmentsBelowConfidence_QueryReturnsExpectedResults`: 4 Dokumente (2 niedrig-, 1 hoch-konfident, 1 ohne OCR-Anhang), Abfrage mit Schwelle 50 liefert real genau die 2 niedrig-konfidenten, weder den hoch-konfidenten noch den ohne OCR-Anhang |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test ./internal/ocr/... -v -run 'Language|Degraded' -> 2/2 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle Pakete bestanden (Regressionsbug in reindex.go vor diesem
Protokoll gefunden und behoben, danach vollständig grün)
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt QA-03 (gemeinsam mit ARC-08, SRC-02, SRC-04,
SRC-05, SRC-08, SRC-09 — alle jetzt Fertig, letzte fehlende
Abhängigkeit).
+2
View File
@@ -28,9 +28,11 @@ require (
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/sso v1.35.1 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/ssooidc v1.40.1 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/sts v1.47.1 // indirect
github.com/fsnotify/fsnotify v1.10.1 // indirect
github.com/jackc/pgpassfile v1.0.0 // indirect
github.com/jackc/pgservicefile v0.0.0-20221227161230-091c0ba34f0a // indirect
github.com/jackc/puddle/v2 v2.2.1 // indirect
golang.org/x/crypto v0.17.0 // indirect
golang.org/x/sync v0.1.0 // indirect
golang.org/x/sys v0.15.0 // indirect
)
+4
View File
@@ -37,6 +37,8 @@ github.com/aws/smithy-go v1.28.1/go.mod h1:YE2RhdIuDbA5E5bTdciG9KrW3+TiEONeUWCqx
github.com/davecgh/go-spew v1.1.0/go.mod h1:J7Y8YcW2NihsgmVo/mv3lAwl/skON4iLHjSsI+c5H38=
github.com/davecgh/go-spew v1.1.1 h1:vj9j/u1bqnvCEfJOwUhtlOARqs3+rkHYY13jYWTU97c=
github.com/davecgh/go-spew v1.1.1/go.mod h1:J7Y8YcW2NihsgmVo/mv3lAwl/skON4iLHjSsI+c5H38=
github.com/fsnotify/fsnotify v1.10.1 h1:b0/UzAf9yR5rhf3RPm9gf3ehBPpf0oZKIjtpKrx59Ho=
github.com/fsnotify/fsnotify v1.10.1/go.mod h1:TLheqan6HD6GBK6PrDWyDPBaEV8LspOxvPSjC+bVfgo=
github.com/jackc/pgpassfile v1.0.0 h1:/6Hmqy13Ss2zCq62VdNG8tM1wchn8zjSGOBJ6icpsIM=
github.com/jackc/pgpassfile v1.0.0/go.mod h1:CEx0iS5ambNFdcRtxPj5JhEz+xB6uRky5eyVu/W2HEg=
github.com/jackc/pgservicefile v0.0.0-20221227161230-091c0ba34f0a h1:bbPeKD0xmW/Y25WS6cokEszi5g+S0QxI/d45PkRi7Nk=
@@ -56,6 +58,8 @@ golang.org/x/crypto v0.17.0 h1:r8bRNjWL3GshPW3gkd+RpvzWrZAwPS49OmTGZ/uhM4k=
golang.org/x/crypto v0.17.0/go.mod h1:gCAAfMLgwOJRpTjQ2zCCt2OcSfYMTeZVSRtQlPC7Nq4=
golang.org/x/sync v0.1.0 h1:wsuoTGHzEhffawBOhz5CYhcrV4IdKZbEyZjBMuTp12o=
golang.org/x/sync v0.1.0/go.mod h1:RxMgew5VJxzue5/jJTE5uejpjVlOe/izrB70Jof72aM=
golang.org/x/sys v0.15.0 h1:h48lPFYpsTvQJZF4EKyI4aLHaev3CxivZmv7yZig9pc=
golang.org/x/sys v0.15.0/go.mod h1:/VUhepiaJMQUp4+oa/7Zr1D23ma6VTLIYjOOTFZPUcA=
golang.org/x/text v0.14.0 h1:ScX5w1eTa3QqT8oi6+ziP7dTV1S2+ALU0bI+0zXKWiQ=
golang.org/x/text v0.14.0/go.mod h1:18ZOQIKpY8NJVqYksKHtTdi31H5itFRjB5/qKTNYzSU=
gopkg.in/check.v1 v0.0.0-20161208181325-20d25e280405/go.mod h1:Co6ibVJAznAaIkqp8huTwlJQCZ016jof/cbN4VW5Yz0=
+109
View File
@@ -0,0 +1,109 @@
// Package attachments implementiert IMP-02: Anhänge aus importierten
// Nachrichten extrahieren, validieren und für die Weiterverarbeitung
// (Speicherung, Virenscan — beides spätere Kacheln, siehe "Nicht
// Bestandteil dieser Kachel") bereitstellen. Baut auf ING-04
// (mail/internal/mimeparse) auf, unverändert wiederverwendet über die
// additive Erweiterung mimeparse.ParseTolerant — kein Umbau der
// bestehenden, fertigen ING-04-Logik.
package attachments
import (
"io"
"net/http"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/mimeparse"
)
// Attachment ist EIN extrahierter, validierter Anhang
// (Akzeptanzkriterium 1: Originaldateiname, Größe, geprüfter
// Content-Type).
type Attachment struct {
Filename string
Size int64
Content []byte
// DeclaredContentType kommt unverändert aus dem MIME-Header des
// Absenders — NICHT vertrauenswürdig, ein Absender kann hier
// beliebiges behaupten.
DeclaredContentType string
// VerifiedContentType wird aus den tatsächlichen Bytes gesniffed
// (net/http.DetectContentType, RFC-basierte Inhaltserkennung) —
// Akzeptanzkriterium 1: "geprüfter Content-Type", unabhängig von der
// Absenderbehauptung.
VerifiedContentType string
}
// SkippedPart beschreibt einen Anhang/Teil, der NICHT extrahiert werden
// konnte — der Rest der Nachricht (Text und übrige Anhänge) bleibt davon
// unangetastet (Akzeptanzkriterium 3).
type SkippedPart struct {
Filename string
Reason error
}
// Result ist das Ergebnis einer Anhangsextraktion.
type Result struct {
Attachments []Attachment
// TextParts sind die Nicht-Anhang-Teile (Nachrichtentext) —
// unverändert aus mimeparse übernommen, diese Kachel fasst sie nicht
// an.
TextParts []mimeparse.Part
Skipped []SkippedPart
}
// DefaultMaxAttachmentSize/DefaultMaxMessageSize sind Vorgabewerte,
// überschreibbar über Options — großzügig für typische Geschäftspost
// (kleinste Lösung, keine Konfigurationsoberfläche in dieser Kachel).
const (
DefaultMaxAttachmentSize = 25 * 1024 * 1024 // 25 MiB je Anhang
DefaultMaxMessageSize = 100 * 1024 * 1024 // 100 MiB je Nachricht gesamt
)
// Options steuert die Größenlimits (Akzeptanzkriterium 2).
type Options struct {
MaxAttachmentSize int64
MaxMessageSize int64
}
func (o Options) withDefaults() Options {
if o.MaxAttachmentSize <= 0 {
o.MaxAttachmentSize = DefaultMaxAttachmentSize
}
if o.MaxMessageSize <= 0 {
o.MaxMessageSize = DefaultMaxMessageSize
}
return o
}
// Extract zerlegt eine E-Mail (RFC 5322 + MIME) in Anhänge und
// Textteile. Ein einzelner fehlerhafter oder überdimensionierter Anhang
// blockiert NICHT die Verarbeitung der übrigen Teile
// (Akzeptanzkriterium 3) — nur eine strukturell unlesbare Nachricht
// (kaputte Kopfzeilen) liefert einen echten Fehler.
func Extract(r io.Reader, opts Options) (Result, error) {
opts = opts.withDefaults()
msg, partErrors, err := mimeparse.ParseTolerant(r, opts.MaxAttachmentSize, opts.MaxMessageSize)
if err != nil {
return Result{}, err
}
var result Result
for _, pe := range partErrors {
result.Skipped = append(result.Skipped, SkippedPart{Filename: pe.Filename, Reason: pe.Err})
}
for _, part := range msg.Parts {
if !part.IsAttachment {
result.TextParts = append(result.TextParts, part)
continue
}
result.Attachments = append(result.Attachments, Attachment{
Filename: part.Filename,
Size: part.Size,
Content: part.Content,
DeclaredContentType: part.ContentType,
VerifiedContentType: http.DetectContentType(part.Content),
})
}
return result, nil
}
@@ -0,0 +1,139 @@
package attachments
import (
"encoding/base64"
"strings"
"testing"
)
// TestExtract_OversizedAttachmentIsCorrectlyLimited ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1: Nachricht mit überdimensioniertem Anhang wird
// korrekt begrenzt.
func TestExtract_OversizedAttachmentIsCorrectlyLimited(t *testing.T) {
oversized := strings.Repeat("A", 200)
raw := "From: a@example.com\r\n" +
"To: b@example.com\r\n" +
"Subject: Test\r\n" +
"MIME-Version: 1.0\r\n" +
"Content-Type: multipart/mixed; boundary=\"b\"\r\n\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: text/plain; charset=utf-8\r\n\r\n" +
"Kurzer Nachrichtentext\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: application/octet-stream\r\n" +
"Content-Disposition: attachment; filename=\"riesig.bin\"\r\n\r\n" +
oversized + "\r\n" +
"--b--\r\n"
result, err := Extract(strings.NewReader(raw), Options{MaxAttachmentSize: 50, MaxMessageSize: DefaultMaxMessageSize})
if err != nil {
t.Fatalf("extract: %v", err)
}
if len(result.Attachments) != 0 {
t.Fatalf("erwartete 0 extrahierte anhänge (überdimensioniert), habe %d", len(result.Attachments))
}
if len(result.Skipped) != 1 || result.Skipped[0].Filename != "riesig.bin" {
t.Fatalf("erwartete genau 1 übersprungenen anhang 'riesig.bin', habe: %+v", result.Skipped)
}
if len(result.TextParts) != 1 || string(result.TextParts[0].Content) != "Kurzer Nachrichtentext" {
t.Fatalf("erwartete unangetasteten text trotz überdimensioniertem anhang, habe: %+v", result.TextParts)
}
}
// TestExtract_MultipleAttachmentDifferentTypesAllImported ist die
// geforderte Pflichtprüfung 2: mehrere Anhänge unterschiedlichen Typs
// werden alle korrekt importiert.
func TestExtract_MultipleAttachmentDifferentTypesAllImported(t *testing.T) {
pdfContent := base64.StdEncoding.EncodeToString([]byte("%PDF-1.4 fake pdf bytes"))
pngContent := base64.StdEncoding.EncodeToString([]byte{0x89, 'P', 'N', 'G', 0x0D, 0x0A, 0x1A, 0x0A, 0, 0, 0})
raw := "From: a@example.com\r\n" +
"To: b@example.com\r\n" +
"Subject: Test\r\n" +
"MIME-Version: 1.0\r\n" +
"Content-Type: multipart/mixed; boundary=\"b\"\r\n\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: text/plain; charset=utf-8\r\n\r\n" +
"Anbei zwei Anhänge\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: application/pdf\r\n" +
"Content-Disposition: attachment; filename=\"rechnung.pdf\"\r\n" +
"Content-Transfer-Encoding: base64\r\n\r\n" +
pdfContent + "\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: image/png\r\n" +
"Content-Disposition: attachment; filename=\"logo.png\"\r\n" +
"Content-Transfer-Encoding: base64\r\n\r\n" +
pngContent + "\r\n" +
"--b--\r\n"
result, err := Extract(strings.NewReader(raw), Options{})
if err != nil {
t.Fatalf("extract: %v", err)
}
if len(result.Attachments) != 2 {
t.Fatalf("erwartete 2 extrahierte anhänge, habe %d: %+v", len(result.Attachments), result.Attachments)
}
byName := map[string]Attachment{}
for _, a := range result.Attachments {
byName[a.Filename] = a
}
pdf, ok := byName["rechnung.pdf"]
if !ok || pdf.DeclaredContentType != "application/pdf" {
t.Fatalf("pdf-anhang fehlt oder falscher deklarierter typ: %+v", byName)
}
if !strings.Contains(pdf.VerifiedContentType, "text/plain") && !strings.Contains(pdf.VerifiedContentType, "application/") {
// http.DetectContentType erkennt unser Fake-PDF (kein echter PDF-
// Header) plausibel als Text — hier zählt nur, dass überhaupt ein
// echter, aus dem Inhalt gesniffter Wert vorliegt (Akzeptanz-
// kriterium 1: geprüfter statt blind übernommener Content-Type).
t.Fatalf("erwartete real gesniffeden content-type, habe: %q", pdf.VerifiedContentType)
}
png, ok := byName["logo.png"]
if !ok || png.DeclaredContentType != "image/png" {
t.Fatalf("png-anhang fehlt oder falscher deklarierter typ: %+v", byName)
}
if png.VerifiedContentType != "image/png" {
t.Fatalf("erwartete real gesniffeten content-type image/png (echte PNG-Magic-Bytes), habe: %q", png.VerifiedContentType)
}
}
// TestExtract_BrokenAttachmentLeavesTextAndOthersUntouched ist die
// geforderte Pflichtprüfung 3: ein defekter Anhang lässt Text und übrige
// Anhänge unangetastet.
func TestExtract_BrokenAttachmentLeavesTextAndOthersUntouched(t *testing.T) {
goodContent := base64.StdEncoding.EncodeToString([]byte("echter anhangsinhalt"))
raw := "From: a@example.com\r\n" +
"To: b@example.com\r\n" +
"Subject: Test\r\n" +
"MIME-Version: 1.0\r\n" +
"Content-Type: multipart/mixed; boundary=\"b\"\r\n\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: text/plain; charset=utf-8\r\n\r\n" +
"Wichtiger Nachrichtentext\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: application/octet-stream\r\n" +
"Content-Disposition: attachment; filename=\"kaputt.bin\"\r\n" +
"Content-Transfer-Encoding: base64\r\n\r\n" +
"DAS_IST_KEIN_GUELTIGES_BASE64!!!\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: application/octet-stream\r\n" +
"Content-Disposition: attachment; filename=\"gut.bin\"\r\n" +
"Content-Transfer-Encoding: base64\r\n\r\n" +
goodContent + "\r\n" +
"--b--\r\n"
result, err := Extract(strings.NewReader(raw), Options{})
if err != nil {
t.Fatalf("extract: %v", err)
}
if len(result.TextParts) != 1 || string(result.TextParts[0].Content) != "Wichtiger Nachrichtentext" {
t.Fatalf("erwartete unangetasteten text trotz defektem anhang, habe: %+v", result.TextParts)
}
if len(result.Attachments) != 1 || result.Attachments[0].Filename != "gut.bin" {
t.Fatalf("erwartete den guten anhang unangetastet, habe: %+v", result.Attachments)
}
if string(result.Attachments[0].Content) != "echter anhangsinhalt" {
t.Fatalf("guter anhang hat unerwarteten inhalt: %q", result.Attachments[0].Content)
}
}
@@ -0,0 +1,9 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_folder_state (
tenant_slug TEXT NOT NULL,
mailbox_name TEXT NOT NULL,
uidvalidity BIGINT NOT NULL,
uidnext BIGINT NOT NULL,
created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
updated_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
PRIMARY KEY (tenant_slug, mailbox_name)
)
@@ -0,0 +1,8 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_folder_state_events (
id BIGSERIAL PRIMARY KEY,
tenant_slug TEXT NOT NULL,
mailbox_name TEXT NOT NULL,
event_type TEXT NOT NULL CHECK (event_type IN ('uid_assigned', 'deleted', 'rebuilt')),
uid BIGINT,
created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now()
)
+251
View File
@@ -0,0 +1,251 @@
// Package folderstate implementiert ING-05: Folder-State-Verwaltung
// inklusive UIDVALIDITY/UIDNEXT-Handling für IMAP-Ordner (RFC 3501
// §2.3.1.1), damit Clients (mail/internal/imap, ING-01) und
// Importvorgänge (IMP-01) konsistente Sichten erhalten. Persistiert in
// Postgres, gleiches Muster wie mail/internal/dedup/indexworker/
// savedsearch — kein zentraler Migrationsläufer für Mandanten-
// Datenbanken im Mail-Modul vorhanden, EnsureSchema legt die Tabellen
// idempotent an.
//
// Bekannten Fehler vermeiden (siehe ING-01/repos-analyse-mail-reuse.md):
// archivmail brach den Resync bei UIDVALIDITY=0 nicht-konformer Server —
// dieses Paket erzeugt UIDVALIDITY selbst (Unix-Zeitstempel beim
// Ordner-Neuaufbau, garantiert > 0 und monoton wachsend über
// aufeinanderfolgende Neuaufbauten hinweg) statt einen von außen
// gelieferten Wert unbesehen zu übernehmen.
package folderstate
import (
"context"
_ "embed"
"errors"
"fmt"
"time"
"github.com/jackc/pgx/v5"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
//go:embed migrations/0001_mail_folder_state.sql
var schemaMigration string
//go:embed migrations/0002_mail_folder_state_events.sql
var eventsSchemaMigration string
// EventType (Akzeptanzkriterium 3: State-Änderungen nachvollziehbar
// persistiert).
const (
EventUIDAssigned = "uid_assigned"
EventDeleted = "deleted"
EventRebuilt = "rebuilt"
)
// FolderState ist der aktuelle UIDVALIDITY/UIDNEXT-Zustand eines Ordners.
type FolderState struct {
TenantSlug string
MailboxName string
UIDValidity uint64
UIDNext uint64
}
// Event ist ein einzelner, nachvollziehbarer Zustandsänderungseintrag.
type Event struct {
EventType string
UID *uint64
CreatedAt time.Time
}
// Store verwaltet Folder-State je Mandant und Postfach.
type Store struct {
pool *pgxpool.Pool
// now ist austauschbar für Tests (deterministische UIDVALIDITY-Werte).
now func() time.Time
}
func NewStore(pool *pgxpool.Pool) *Store {
return &Store{pool: pool, now: time.Now}
}
// EnsureSchema legt die Tabellen an, falls sie noch nicht existieren.
func (s *Store) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("folderstate: schema anlegen: %w", err)
}
if _, err := s.pool.Exec(ctx, eventsSchemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("folderstate: ereignis-schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
// GetOrCreate liefert den aktuellen Zustand eines Ordners und legt ihn
// bei erstem Zugriff neu an (UIDNEXT beginnt bei 1, RFC 3501 §2.3.1.1).
// Konsistent bei parallelem Zugriff (Akzeptanzkriterium 2): INSERT ...
// ON CONFLICT DO NOTHING + Rücklese, kein Lese-dann-Schreib-Fenster.
func (s *Store) GetOrCreate(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) (FolderState, error) {
uidvalidity := s.newUIDValidity()
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_folder_state (tenant_slug, mailbox_name, uidvalidity, uidnext)
VALUES ($1, $2, $3, 1)
ON CONFLICT (tenant_slug, mailbox_name) DO NOTHING
`, tenantSlug, mailboxName, uidvalidity); err != nil {
return FolderState{}, fmt.Errorf("folderstate: ordner anlegen: %w", err)
}
return s.CurrentState(ctx, tenantSlug, mailboxName)
}
// CurrentState liest den Zustand ohne ihn anzulegen (Akzeptanzkriterium
// 2: konsistente Sicht bei SELECT/EXAMINE).
func (s *Store) CurrentState(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) (FolderState, error) {
var st FolderState
st.TenantSlug = tenantSlug
st.MailboxName = mailboxName
err := s.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT uidvalidity, uidnext FROM mail_folder_state
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
`, tenantSlug, mailboxName).Scan(&st.UIDValidity, &st.UIDNext)
if err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return FolderState{}, ErrNotFound
}
return FolderState{}, fmt.Errorf("folderstate: zustand lesen: %w", err)
}
return st, nil
}
// ErrNotFound wird geliefert, wenn für den angefragten Ordner noch kein
// Zustand existiert (GetOrCreate anlegen lassen, statt hier zu raten).
var ErrNotFound = errors.New("folderstate: ordner nicht gefunden")
// NextUID vergibt atomar die nächste UID für eine neu eintreffende
// Nachricht (Akzeptanzkriterium 1/3) und protokolliert die Vergabe.
// Nebenläufigkeitssicher: UPDATE ... RETURNING läuft unter Postgres'
// Zeilensperre, zwei gleichzeitige Aufrufe für denselben Ordner können
// niemals dieselbe UID liefern (Pflichtprüfung 2).
func (s *Store) NextUID(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) (uid uint64, err error) {
tx, err := s.pool.Begin(ctx)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("folderstate: transaktion starten: %w", err)
}
defer func() { _ = tx.Rollback(ctx) }()
err = tx.QueryRow(ctx, `
UPDATE mail_folder_state
SET uidnext = uidnext + 1, updated_at = now()
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
RETURNING uidnext - 1
`, tenantSlug, mailboxName).Scan(&uid)
if err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return 0, ErrNotFound
}
return 0, fmt.Errorf("folderstate: uid vergeben: %w", err)
}
if _, err := tx.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_folder_state_events (tenant_slug, mailbox_name, event_type, uid)
VALUES ($1, $2, $3, $4)
`, tenantSlug, mailboxName, EventUIDAssigned, uid); err != nil {
return 0, fmt.Errorf("folderstate: ereignis protokollieren: %w", err)
}
if err := tx.Commit(ctx); err != nil {
return 0, fmt.Errorf("folderstate: uid-vergabe committen: %w", err)
}
return uid, nil
}
// RecordDeletion protokolliert die Löschung einer Nachricht mit
// gegebener UID (Akzeptanzkriterium 3). UIDNEXT bleibt unverändert —
// gelöschte UIDs werden gemäß RFC 3501 niemals wiederverwendet.
func (s *Store) RecordDeletion(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string, uid uint64) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_folder_state_events (tenant_slug, mailbox_name, event_type, uid)
VALUES ($1, $2, $3, $4)
`, tenantSlug, mailboxName, EventDeleted, uid); err != nil {
return fmt.Errorf("folderstate: löschung protokollieren: %w", err)
}
return nil
}
// Rebuild simuliert einen Ordner-Neuaufbau (z. B. nach erkannter
// Inkonsistenz oder bei einem Server, der seinerseits eine neue
// UIDVALIDITY meldet): vergibt eine garantiert neue UIDVALIDITY und
// setzt UIDNEXT zurück auf 1 (Pflichtprüfung 1).
func (s *Store) Rebuild(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) (FolderState, error) {
candidateUIDValidity := s.newUIDValidity()
tx, err := s.pool.Begin(ctx)
if err != nil {
return FolderState{}, fmt.Errorf("folderstate: transaktion starten: %w", err)
}
defer func() { _ = tx.Rollback(ctx) }()
// GREATEST(...)+1 garantiert eine STRENG größere UIDVALIDITY als die
// bisherige, unabhängig von der Uhrenauflösung — zwei Neuaufbauten
// innerhalb derselben Nanosekunde dürfen niemals denselben Wert
// liefern (Pflichtprüfung 1).
var newUIDValidity uint64
err = tx.QueryRow(ctx, `
UPDATE mail_folder_state
SET uidvalidity = GREATEST(uidvalidity + 1, $3), uidnext = 1, updated_at = now()
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
RETURNING uidvalidity
`, tenantSlug, mailboxName, candidateUIDValidity).Scan(&newUIDValidity)
if err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return FolderState{}, ErrNotFound
}
return FolderState{}, fmt.Errorf("folderstate: neuaufbau: %w", err)
}
if _, err := tx.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_folder_state_events (tenant_slug, mailbox_name, event_type)
VALUES ($1, $2, $3)
`, tenantSlug, mailboxName, EventRebuilt); err != nil {
return FolderState{}, fmt.Errorf("folderstate: neuaufbau-ereignis protokollieren: %w", err)
}
if err := tx.Commit(ctx); err != nil {
return FolderState{}, fmt.Errorf("folderstate: neuaufbau committen: %w", err)
}
return FolderState{TenantSlug: tenantSlug, MailboxName: mailboxName, UIDValidity: newUIDValidity, UIDNext: 1}, nil
}
// Events liefert die protokollierten Zustandsänderungen eines Ordners in
// zeitlicher Reihenfolge (Akzeptanzkriterium 3: nachvollziehbar).
func (s *Store) Events(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) ([]Event, error) {
rows, err := s.pool.Query(ctx, `
SELECT event_type, uid, created_at FROM mail_folder_state_events
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
ORDER BY id ASC
`, tenantSlug, mailboxName)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("folderstate: ereignisse lesen: %w", err)
}
defer rows.Close()
var events []Event
for rows.Next() {
var e Event
var uid *int64
if err := rows.Scan(&e.EventType, &uid, &e.CreatedAt); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("folderstate: ereigniszeile lesen: %w", err)
}
if uid != nil {
u := uint64(*uid)
e.UID = &u
}
events = append(events, e)
}
if err := rows.Err(); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("folderstate: ereignisse iterieren: %w", err)
}
return events, nil
}
// newUIDValidity erzeugt eine garantiert positive, für praktische Zwecke
// eindeutige UIDVALIDITY (Unix-Nanosekunden) — vermeidet den bekannten
// archivmail-Fehler UIDVALIDITY=0.
func (s *Store) newUIDValidity() uint64 {
return uint64(s.now().UnixNano())
}
+176
View File
@@ -0,0 +1,176 @@
// Integrationstest (ING-05): echte Postgres-Instanz, folgt derselben
// Testhost-Konvention wie mail/internal/dedup/indexworker/savedsearch —
// TEST_TENANT_DSN.
package folderstate
import (
"context"
"os"
"sync"
"testing"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
func setupStore(t *testing.T) *Store {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
store := NewStore(pool)
if err := store.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
ctx := context.Background()
_, _ = pool.Exec(ctx, `DELETE FROM mail_folder_state WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-ing05-%'`)
_, _ = pool.Exec(ctx, `DELETE FROM mail_folder_state_events WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-ing05-%'`)
})
return store
}
// TestRebuild_ChangesUIDValidityOnSimulatedFolderRebuild ist die
// geforderte Pflichtprüfung 1: automatisierter Test für
// UIDVALIDITY-Änderung bei simuliertem Ordner-Neuaufbau.
func TestRebuild_ChangesUIDValidityOnSimulatedFolderRebuild(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-ing05-rebuild"
initial, err := store.GetOrCreate(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("getorcreate: %v", err)
}
if initial.UIDValidity == 0 {
t.Fatal("erwartete uidvalidity != 0 (bekannter archivmail-fehler vermeiden)")
}
// UIDNEXT vor dem Neuaufbau real erhöhen, damit der Reset auf 1
// nachweisbar ist.
if _, err := store.NextUID(ctx, tenant, "INBOX"); err != nil {
t.Fatalf("nextuid: %v", err)
}
rebuilt, err := store.Rebuild(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("rebuild: %v", err)
}
if rebuilt.UIDValidity == initial.UIDValidity {
t.Fatalf("erwartete geänderte uidvalidity nach neuaufbau, habe weiterhin %d", rebuilt.UIDValidity)
}
if rebuilt.UIDNext != 1 {
t.Fatalf("erwartete uidnext=1 nach neuaufbau, habe %d", rebuilt.UIDNext)
}
events, err := store.Events(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("events: %v", err)
}
found := false
for _, e := range events {
if e.EventType == EventRebuilt {
found = true
}
}
if !found {
t.Fatal("erwartete protokolliertes 'rebuilt'-ereignis (akzeptanzkriterium 3: nachvollziehbar)")
}
}
// TestNextUID_ConcurrentSessionsOnSameFolderNoInconsistency ist die
// geforderte Pflichtprüfung 2: Nebenläufigkeitstest — zwei Sessions auf
// demselben Ordner ohne Inkonsistenz.
func TestNextUID_ConcurrentSessionsOnSameFolderNoInconsistency(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-ing05-concurrent"
if _, err := store.GetOrCreate(ctx, tenant, "INBOX"); err != nil {
t.Fatalf("getorcreate: %v", err)
}
const parallelSessions = 20
var wg sync.WaitGroup
uids := make(chan uint64, parallelSessions)
errs := make(chan error, parallelSessions)
for i := 0; i < parallelSessions; i++ {
wg.Add(1)
go func() {
defer wg.Done()
uid, err := store.NextUID(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
errs <- err
return
}
uids <- uid
}()
}
wg.Wait()
close(uids)
close(errs)
for err := range errs {
t.Fatalf("nextuid unter nebenläufigkeit: %v", err)
}
seen := make(map[uint64]bool, parallelSessions)
for uid := range uids {
if seen[uid] {
t.Fatalf("uid %d doppelt vergeben — inkonsistenz unter nebenläufigem zugriff", uid)
}
seen[uid] = true
}
if len(seen) != parallelSessions {
t.Fatalf("erwartete %d eindeutige uids, habe %d", parallelSessions, len(seen))
}
}
// TestNextUID_MonotonicAcrossManyInsertDeleteCycles ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: Test für UIDNEXT-Monotonie über viele Einfüge-/
// Löschzyklen.
func TestNextUID_MonotonicAcrossManyInsertDeleteCycles(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-ing05-monotonie"
if _, err := store.GetOrCreate(ctx, tenant, "INBOX"); err != nil {
t.Fatalf("getorcreate: %v", err)
}
var lastUID uint64
for i := 0; i < 200; i++ {
uid, err := store.NextUID(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("nextuid (zyklus %d): %v", i, err)
}
if i > 0 && uid <= lastUID {
t.Fatalf("uidnext nicht monoton steigend: zyklus %d, vorherige uid=%d, neue uid=%d", i, lastUID, uid)
}
lastUID = uid
// Löschung darf UIDNEXT NICHT verändern (RFC 3501: UIDs werden nie
// wiederverwendet) — jede zweite Nachricht wird "gelöscht".
if i%2 == 0 {
if err := store.RecordDeletion(ctx, tenant, "INBOX", uid); err != nil {
t.Fatalf("recorddeletion (zyklus %d): %v", i, err)
}
}
}
final, err := store.CurrentState(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("currentstate: %v", err)
}
if final.UIDNext != lastUID+1 {
t.Fatalf("erwartete uidnext=%d nach 200 vergebenen uids, habe %d", lastUID+1, final.UIDNext)
}
}
@@ -0,0 +1,8 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_hotfolder_processed (
tenant_slug TEXT NOT NULL,
mailbox_name TEXT NOT NULL,
content_hash TEXT NOT NULL,
filename TEXT NOT NULL,
processed_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
PRIMARY KEY (tenant_slug, mailbox_name, content_hash)
)
+60
View File
@@ -0,0 +1,60 @@
// Package hotfolder implementiert IMP-05: Anbindung eines Hot-Folder/
// Scanner-Eingangs für E-Mail-Anhänge/Dokumente außerhalb des
// IMAP-Postfachs, analog zum Ingestion-Pfad. Kein Vorbild in archivmail
// für diesen Zuschnitt — Neubau.
package hotfolder
import (
"context"
_ "embed"
"fmt"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
//go:embed migrations/0001_mail_hotfolder_processed.sql
var schemaMigration string
// Store verzeichnet bereits verarbeitete Dateien je Mandant/Postfach
// über deren Inhalts-Hash — Grundlage für Akzeptanzkriterium 2 (kein
// Doppelimport bei identischem Inhalt, auch unter neuem Dateinamen).
type Store struct {
pool *pgxpool.Pool
}
func NewStore(pool *pgxpool.Pool) *Store {
return &Store{pool: pool}
}
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert.
func (s *Store) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("hotfolder: schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
// IsProcessed prüft, ob contentHash für tenantSlug/mailboxName bereits
// erfolgreich importiert wurde.
func (s *Store) IsProcessed(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName, contentHash string) (bool, error) {
var exists bool
err := s.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT EXISTS(SELECT 1 FROM mail_hotfolder_processed WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2 AND content_hash = $3)
`, tenantSlug, mailboxName, contentHash).Scan(&exists)
if err != nil {
return false, fmt.Errorf("hotfolder: verarbeitungsstatus prüfen: %w", err)
}
return exists, nil
}
// MarkProcessed verzeichnet contentHash als erfolgreich importiert.
func (s *Store) MarkProcessed(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName, contentHash, filename string) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_hotfolder_processed (tenant_slug, mailbox_name, content_hash, filename)
VALUES ($1, $2, $3, $4)
ON CONFLICT (tenant_slug, mailbox_name, content_hash) DO NOTHING
`, tenantSlug, mailboxName, contentHash, filename); err != nil {
return fmt.Errorf("hotfolder: als verarbeitet markieren: %w", err)
}
return nil
}
+197
View File
@@ -0,0 +1,197 @@
package hotfolder
import (
"context"
"crypto/sha256"
"encoding/hex"
"fmt"
"os"
"path/filepath"
"github.com/fsnotify/fsnotify"
)
// Handler verarbeitet eine erkannte, noch nicht importierte Datei.
// Echte Ablage/Indexierung ist Sache späterer Kacheln — dieses Paket
// bereitet nur die Schnittstelle vor.
type Handler interface {
ProcessFile(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName, filename string, content []byte) error
}
// Watcher überwacht EIN Hot-Folder-Verzeichnis für EINEN Mandanten/EIN
// Postfach (Akzeptanzkriterium 1: Zuordnung ist strukturell — welches
// Verzeichnis zu welchem Mandanten/Postfach gehört, entscheidet der
// Aufrufer beim Konfigurieren des Watchers, nicht dieses Paket anhand
// von Dateiinhalten).
type Watcher struct {
tenantSlug string
mailboxName string
watchDir string
processedDir string
errorDir string
store *Store
handler Handler
}
// NewWatcher legt processedDir/errorDir an, falls sie noch nicht
// existieren.
func NewWatcher(tenantSlug, mailboxName, watchDir, processedDir, errorDir string, store *Store, handler Handler) (*Watcher, error) {
for _, dir := range []string{watchDir, processedDir, errorDir} {
if err := os.MkdirAll(dir, 0o755); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("hotfolder: verzeichnis %s anlegen: %w", dir, err)
}
}
return &Watcher{
tenantSlug: tenantSlug,
mailboxName: mailboxName,
watchDir: watchDir,
processedDir: processedDir,
errorDir: errorDir,
store: store,
handler: handler,
}, nil
}
// ScanResult fasst einen abgeschlossenen Scan-Durchlauf zusammen.
type ScanResult struct {
Imported int
Duplicate int
Failed int
}
// ScanOnce verarbeitet alle regulären Dateien, die aktuell direkt in
// watchDir liegen (nicht rekursiv, processedDir/errorDir liegen
// außerhalb von watchDir und werden dadurch nie mit gescannt). Eine
// einzelne fehlerhafte Datei blockiert NICHT die übrigen
// (Akzeptanzkriterium 3) — sie landet im Fehlerordner, der Scan läuft
// mit der nächsten Datei weiter.
func (w *Watcher) ScanOnce(ctx context.Context) (ScanResult, error) {
entries, err := os.ReadDir(w.watchDir)
if err != nil {
return ScanResult{}, fmt.Errorf("hotfolder: verzeichnis lesen: %w", err)
}
var result ScanResult
for _, e := range entries {
if e.IsDir() {
continue
}
if err := ctx.Err(); err != nil {
return result, err
}
outcome := w.processOne(ctx, e.Name())
switch outcome {
case outcomeImported:
result.Imported++
case outcomeDuplicate:
result.Duplicate++
case outcomeFailed:
result.Failed++
}
}
return result, nil
}
type outcome int
const (
outcomeImported outcome = iota
outcomeDuplicate
outcomeFailed
)
// processOne verarbeitet GENAU EINE Datei — Fehler auf Dateiebene werden
// hier abgefangen (Fehlerordner statt Abbruch), niemals nach oben
// durchgereicht.
func (w *Watcher) processOne(ctx context.Context, filename string) outcome {
fullPath := filepath.Join(w.watchDir, filename)
content, err := os.ReadFile(fullPath)
if err != nil {
// Datei zwischen ReadDir und ReadFile verschwunden (z. B. vom
// Scanner noch nicht vollständig geschrieben) — kein Fehlerordner-
// Umzug möglich, einfach überspringen, nächster Scan versucht es
// erneut.
return outcomeFailed
}
hash := sha256.Sum256(content)
contentHash := hex.EncodeToString(hash[:])
alreadyDone, err := w.store.IsProcessed(ctx, w.tenantSlug, w.mailboxName, contentHash)
if err != nil {
w.moveTo(fullPath, w.errorDir, filename)
return outcomeFailed
}
if alreadyDone {
// Akzeptanzkriterium 2: identischer Inhalt wird nicht doppelt
// importiert — die redundante Kopie wandert unauffällig in den
// Verarbeitet-Ordner, ohne den Handler erneut aufzurufen.
w.moveTo(fullPath, w.processedDir, filename)
return outcomeDuplicate
}
if err := w.handler.ProcessFile(ctx, w.tenantSlug, w.mailboxName, filename, content); err != nil {
w.moveTo(fullPath, w.errorDir, filename)
return outcomeFailed
}
if err := w.store.MarkProcessed(ctx, w.tenantSlug, w.mailboxName, contentHash, filename); err != nil {
w.moveTo(fullPath, w.errorDir, filename)
return outcomeFailed
}
w.moveTo(fullPath, w.processedDir, filename)
return outcomeImported
}
// moveTo verschiebt eine Datei in ein Zielverzeichnis (Akzeptanzkriterium
// 3: Fehlerordner statt Blockade). Ein Fehlschlag beim Verschieben selbst
// wird bewusst nur best-effort behandelt — die Datei bleibt dann im
// Quellverzeichnis stehen und würde beim nächsten Scan erneut
// verarbeitet, was für bereits verarbeitete/fehlerhafte Dateien
// unschädlich ist (Store verhindert Doppelimport, ein wiederholter
// Fehlschlag landet wieder im Fehlerordner).
func (w *Watcher) moveTo(sourcePath, targetDir, filename string) {
_ = os.Rename(sourcePath, filepath.Join(targetDir, filename))
}
// Watch beobachtet watchDir live über fsnotify UND führt zu Beginn einen
// initialen ScanOnce aus (bereits vorhandene Dateien beim Start).
// Blockiert, bis ctx beendet wird.
func (w *Watcher) Watch(ctx context.Context) error {
if _, err := w.ScanOnce(ctx); err != nil {
return err
}
fsWatcher, err := fsnotify.NewWatcher()
if err != nil {
return fmt.Errorf("hotfolder: fsnotify-watcher erstellen: %w", err)
}
defer func() { _ = fsWatcher.Close() }()
if err := fsWatcher.Add(w.watchDir); err != nil {
return fmt.Errorf("hotfolder: verzeichnis beobachten: %w", err)
}
for {
select {
case <-ctx.Done():
return nil
case event, ok := <-fsWatcher.Events:
if !ok {
return nil
}
if event.Op&(fsnotify.Create|fsnotify.Write) == 0 {
continue
}
if _, err := w.ScanOnce(ctx); err != nil {
return err
}
case err, ok := <-fsWatcher.Errors:
if !ok {
return nil
}
return fmt.Errorf("hotfolder: fsnotify-fehler: %w", err)
}
}
}
+214
View File
@@ -0,0 +1,214 @@
// Integrationstest (IMP-05): echte Postgres-Instanz UND echtes
// Dateisystem, folgt derselben Testhost-Konvention wie
// mail/internal/dedup/folderstate — TEST_TENANT_DSN.
package hotfolder
import (
"context"
"os"
"path/filepath"
"runtime"
"sync"
"testing"
"time"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
// recordingHandler zeichnet verarbeitete Dateien auf, kann gezielt für
// bestimmte Dateinamen fehlschlagen (simuliert eine defekte Datei).
type recordingHandler struct {
processed []string
failNames map[string]bool
}
func (h *recordingHandler) ProcessFile(_ context.Context, _, _, filename string, _ []byte) error {
if h.failNames[filename] {
return errFakeCorrupt
}
h.processed = append(h.processed, filename)
return nil
}
var errFakeCorrupt = &corruptFileError{}
type corruptFileError struct{}
func (*corruptFileError) Error() string { return "hotfolder: simuliert defekte datei" }
func setupWatcher(t *testing.T, handler Handler) (*Watcher, string) {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
store := NewStore(pool)
if err := store.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
tenant := "mandant-imp05-hotfolder"
t.Cleanup(func() {
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_hotfolder_processed WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-%'`)
})
root := t.TempDir()
watchDir := filepath.Join(root, "eingang")
processedDir := filepath.Join(root, "verarbeitet")
errorDir := filepath.Join(root, "fehler")
watcher, err := NewWatcher(tenant, "INBOX", watchDir, processedDir, errorDir, store, handler)
if err != nil {
t.Fatalf("newwatcher: %v", err)
}
return watcher, watchDir
}
func writeFile(t *testing.T, dir, name, content string) {
t.Helper()
if err := os.WriteFile(filepath.Join(dir, name), []byte(content), 0o600); err != nil {
t.Fatalf("datei schreiben: %v", err)
}
}
// TestScanOnce_SameFileDroppedTwiceImportedOnce ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1: gleiche Datei zweimal abgelegt wird nur einmal
// importiert.
func TestScanOnce_SameFileDroppedTwiceImportedOnce(t *testing.T) {
handler := &recordingHandler{failNames: map[string]bool{}}
watcher, watchDir := setupWatcher(t, handler)
ctx := context.Background()
writeFile(t, watchDir, "rechnung.pdf", "identischer inhalt")
result1, err := watcher.ScanOnce(ctx)
if err != nil {
t.Fatalf("erster scan: %v", err)
}
if result1.Imported != 1 {
t.Fatalf("erwartete 1 import im ersten scan, habe %d", result1.Imported)
}
// "Zweimal abgelegt": derselbe Inhalt landet unter NEUEM Dateinamen
// erneut im Eingang (z. B. Scanner mit Zeitstempel-Dateinamen).
writeFile(t, watchDir, "rechnung_kopie.pdf", "identischer inhalt")
result2, err := watcher.ScanOnce(ctx)
if err != nil {
t.Fatalf("zweiter scan: %v", err)
}
if result2.Imported != 0 {
t.Fatalf("erwartete 0 importe im zweiten scan (identischer inhalt bereits verarbeitet), habe %d", result2.Imported)
}
if result2.Duplicate != 1 {
t.Fatalf("erwartete 1 erkanntes duplikat, habe %d", result2.Duplicate)
}
if len(handler.processed) != 1 {
t.Fatalf("handler wurde erwartet genau 1x aufgerufen, habe %d: %v", len(handler.processed), handler.processed)
}
}
// TestScanOnce_CorruptFileMovedToErrorFolderTraceably ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: fehlerhafte Datei landet nachvollziehbar im
// Fehlerordner.
func TestScanOnce_CorruptFileMovedToErrorFolderTraceably(t *testing.T) {
handler := &recordingHandler{failNames: map[string]bool{"defekt.pdf": true}}
watcher, watchDir := setupWatcher(t, handler)
ctx := context.Background()
writeFile(t, watchDir, "defekt.pdf", "kaputter inhalt")
writeFile(t, watchDir, "gut.pdf", "guter inhalt")
result, err := watcher.ScanOnce(ctx)
if err != nil {
t.Fatalf("scan: %v", err)
}
if result.Failed != 1 || result.Imported != 1 {
t.Fatalf("erwartete 1 fehler + 1 import, habe: %+v", result)
}
if _, err := os.Stat(filepath.Join(watcher.errorDir, "defekt.pdf")); err != nil {
t.Fatalf("defekte datei liegt nicht nachvollziehbar im fehlerordner: %v", err)
}
if _, err := os.Stat(filepath.Join(watchDir, "defekt.pdf")); !os.IsNotExist(err) {
t.Fatal("defekte datei liegt noch im eingangsordner — hätte verschoben werden müssen")
}
if _, err := os.Stat(filepath.Join(watcher.processedDir, "gut.pdf")); err != nil {
t.Fatalf("die GUTE datei sollte trotz des defekten nachbarn real verarbeitet worden sein: %v", err)
}
}
// TestScanOnce_ManyCyclesWithoutResourceLeak ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: Dauertest über mehrere Scan-Zyklen ohne
// Ressourcenleck.
func TestScanOnce_ManyCyclesWithoutResourceLeak(t *testing.T) {
handler := &recordingHandler{failNames: map[string]bool{}}
watcher, watchDir := setupWatcher(t, handler)
ctx := context.Background()
before := runtime.NumGoroutine()
const cycles = 50
for i := 0; i < cycles; i++ {
writeFile(t, watchDir, "datei.txt", "inhalt-zyklus")
if _, err := watcher.ScanOnce(ctx); err != nil {
t.Fatalf("scan-zyklus %d: %v", i, err)
}
// Jeder Zyklus legt DIESELBE Datei erneut ab (identischer Inhalt,
// gleicher Dateiname) — nach dem ersten Mal muss jeder weitere
// Zyklus real als Duplikat erkannt werden, kein Ressourcenverbrauch
// pro Zyklus, der sich unbegrenzt aufbaut.
}
after := runtime.NumGoroutine()
// Großzügige Toleranz (Test-Runtime/GC-Hintergrundaktivität) — es
// geht um "kein unbegrenztes Wachstum", nicht um exakte Gleichheit.
if after > before+10 {
t.Fatalf("möglicher goroutine-leck über %d zyklen: vorher=%d nachher=%d", cycles, before, after)
}
entries, err := os.ReadDir(watcher.processedDir)
if err != nil {
t.Fatalf("verarbeitet-ordner lesen: %v", err)
}
if len(entries) != 1 {
t.Fatalf("erwartete genau 1 datei im verarbeitet-ordner nach %d zyklen (immer dieselbe verschoben/dedupliziert), habe %d", cycles, len(entries))
}
}
// TestWatch_RealFsnotifyEventTriggersImport belegt real die im Ticket
// benannte Technik (fsnotify): eine neu abgelegte Datei wird über ein
// echtes Dateisystem-Ereignis erkannt und importiert, ohne dass ein
// manueller ScanOnce-Aufruf nötig ist.
func TestWatch_RealFsnotifyEventTriggersImport(t *testing.T) {
handler := &recordingHandler{failNames: map[string]bool{}}
watcher, watchDir := setupWatcher(t, handler)
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
var wg sync.WaitGroup
wg.Add(1)
go func() {
defer wg.Done()
_ = watcher.Watch(ctx)
}()
t.Cleanup(func() {
cancel()
wg.Wait()
})
time.Sleep(100 * time.Millisecond) // Watcher real gestartet und lauscht
writeFile(t, watchDir, "live-ereignis.txt", "per fsnotify erkannt")
deadline := time.Now().Add(3 * time.Second)
for time.Now().Before(deadline) {
if _, err := os.Stat(filepath.Join(watcher.processedDir, "live-ereignis.txt")); err == nil {
return // real per fsnotify erkannt und verarbeitet
}
time.Sleep(20 * time.Millisecond)
}
t.Fatal("datei wurde nicht innerhalb der frist per echtem fsnotify-ereignis importiert")
}
+199
View File
@@ -0,0 +1,199 @@
package imap
import (
"context"
"fmt"
"strconv"
"strings"
)
// handleCapability ist in jedem Zustand erlaubt (RFC 3501 §6.1.1).
func (s *Session) handleCapability(cmd command) bool {
if err := writeUntagged(s.writer, "CAPABILITY IMAP4rev1"); err != nil {
return false
}
return s.writeErr(cmd.Tag, "OK", "CAPABILITY completed")
}
// handleLogin ist nur im Zustand NotAuthenticated erlaubt
// (Akzeptanzkriterium 1/3).
func (s *Session) handleLogin(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state != NotAuthenticated {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "LOGIN not allowed in "+s.state.String()+" state")
}
if len(cmd.Args) != 2 {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "LOGIN requires username and password")
}
if s.auth == nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "LOGIN not available")
}
ok, err := s.auth.Authenticate(ctx, cmd.Args[0], cmd.Args[1])
if err != nil || !ok {
// Backoff statt Dauerschleife bei wiederholten Fehlversuchen
// (Akzeptanzkriterium 3, ING-07).
backoff, disconnect := s.guard.RecordAuthFailure()
s.guard.Wait(ctx, backoff)
if !s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "LOGIN failed") {
return false
}
return !disconnect
}
s.guard.ResetAuthFailures()
s.state = Authenticated
return s.writeErr(cmd.Tag, "OK", "LOGIN completed")
}
// handleSelect ist in Authenticated und Selected erlaubt (ein erneutes
// SELECT wechselt das gewählte Postfach).
func (s *Session) handleSelect(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state == NotAuthenticated {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "SELECT not allowed in "+s.state.String()+" state")
}
if len(cmd.Args) != 1 {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "SELECT requires a mailbox name")
}
if s.store == nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "SELECT not available")
}
mailboxName := cmd.Args[0]
exists, uidvalidity, ok, err := s.store.Select(ctx, mailboxName)
if err != nil || !ok {
// Fehlgeschlagenes SELECT lässt den Zustand laut RFC 3501 §6.3.1
// auf Authenticated zurückfallen, nie in Selected mit ungültigem
// Postfach hängen bleiben.
s.state = Authenticated
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "SELECT failed: no such mailbox")
}
if err := writeUntagged(s.writer, fmt.Sprintf("%d EXISTS", exists)); err != nil {
return false
}
// RFC 3501 §2.3.1.1: UIDVALIDITY ist Pflichtbestandteil der
// SELECT-Antwort — Grundlage für IMP-01s Erkennung eines
// Ordner-Neuaufbaus.
if err := writeUntagged(s.writer, fmt.Sprintf("OK [UIDVALIDITY %d] UIDs valid", uidvalidity)); err != nil {
return false
}
s.state = Selected
s.mailbox = mailboxName
s.mailboxSize = uint32(exists)
return s.writeErr(cmd.Tag, "OK", "[READ-WRITE] SELECT completed")
}
// handleFetch ist ausschließlich im Zustand Selected erlaubt
// (Akzeptanzkriterium 1/2).
func (s *Session) handleFetch(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state != Selected {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "FETCH not allowed in "+s.state.String()+" state")
}
if len(cmd.Args) < 1 {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "FETCH requires a sequence set")
}
seqNumbers, err := parseSequenceSet(cmd.Args[0], s.mailboxSize)
if err != nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "FETCH: invalid sequence set")
}
messages, err := s.store.Fetch(ctx, s.mailbox, seqNumbers)
if err != nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "FETCH failed")
}
return s.writeFetchResults(cmd.Tag, "FETCH", messages)
}
// handleUIDFetch implementiert "UID FETCH" (RFC 3501 §6.4.8) — wie FETCH,
// aber uid-set statt Sequenzsatz, Grundlage für IMP-01s UID-basierten
// Delta-Sync.
func (s *Session) handleUIDFetch(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state != Selected {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "UID FETCH not allowed in "+s.state.String()+" state")
}
if len(cmd.Args) < 2 {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "UID FETCH requires a uid set")
}
// "*" in einem UID-Satz bedeutet "höchste vorhandene UID", NICHT die
// NachrichtenANZAHL (s.mailboxSize) — UIDs können durch Löschungen
// weit über der Nachrichtenzahl liegen (siehe mail/internal/
// folderstate, ING-05: UIDs werden nie wiederverwendet). Da
// parseSequenceSet einen Bereich materialisiert, wird "*" hier auf
// maxOpenEndedUID begrenzt statt auf 2^32-1 — verhindert eine
// Milliarden Einträge lange Schleife bei einem einzelnen offenen
// Bereich. FetchByUID liefert ohnehin nur tatsächlich vorhandene
// UIDs zurück, die Begrenzung ist für reale Postfachgrößen harmlos.
uidSet, err := parseSequenceSet(cmd.Args[1], maxOpenEndedUID)
if err != nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "UID FETCH: invalid uid set")
}
messages, err := s.store.FetchByUID(ctx, s.mailbox, uidSet)
if err != nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "UID FETCH failed")
}
return s.writeFetchResults(cmd.Tag, "UID FETCH", messages)
}
func (s *Session) writeFetchResults(tag, completedText string, messages []Message) bool {
for _, m := range messages {
text := fmt.Sprintf("%d FETCH (UID %d FLAGS (%s))", m.SequenceNumber, m.UID, strings.Join(m.Flags, " "))
if err := writeUntagged(s.writer, text); err != nil {
return false
}
}
return s.writeErr(tag, "OK", completedText+" completed")
}
// handleLogout ist in jedem Zustand erlaubt und beendet die Sitzung.
func (s *Session) handleLogout(cmd command) bool {
if err := writeUntagged(s.writer, "BYE IMAP4rev1 Server logging out"); err != nil {
return false
}
_ = s.writeErr(cmd.Tag, "OK", "LOGOUT completed")
return false
}
// parseSequenceSet unterstützt die für FETCH gebräuchlichsten Formen:
// eine einzelne Zahl ("1"), eine kommagetrennte Liste ("1,3,5") und einen
// Bereich mit "*" als offenem Ende ("1:*"), aufgelöst gegen maxSeq (die
// tatsächliche Nachrichtenzahl des gewählten Postfachs, von SELECT
// gemeldet). Volle RFC-3501-Sequenzsatz-Grammatik (verschachtelte
// Bereiche etc.) ist bewusst nicht Bestandteil dieser kleinsten Lösung.
// maxOpenEndedUID begrenzt, wie weit ein offener UID-Bereich ("N:*")
// materialisiert wird — deckt reale Postfachgrößen komfortabel ab, ohne
// bei einem einzelnen Kommando Milliarden Slice-Einträge zu erzeugen.
const maxOpenEndedUID = 1_000_000
func parseSequenceSet(raw string, maxSeq uint32) ([]uint32, error) {
var result []uint32
for _, part := range strings.Split(raw, ",") {
if strings.Contains(part, ":") {
bounds := strings.SplitN(part, ":", 2)
if len(bounds) != 2 {
return nil, fmt.Errorf("imap: ungültiger bereich %q", part)
}
from, err := strconv.ParseUint(bounds[0], 10, 32)
if err != nil {
return nil, err
}
to := uint64(maxSeq)
if bounds[1] != "*" {
to, err = strconv.ParseUint(bounds[1], 10, 32)
if err != nil {
return nil, err
}
}
for i := from; i <= to; i++ {
result = append(result, uint32(i))
}
continue
}
n, err := strconv.ParseUint(part, 10, 32)
if err != nil {
return nil, err
}
result = append(result, uint32(n))
}
return result, nil
}
+157
View File
@@ -0,0 +1,157 @@
package imap
import (
"context"
"net"
"runtime"
"strings"
"testing"
"time"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
)
func startTestServerWithGuardConfig(t *testing.T, guardCfg protoguard.Config) (addr string, stop func()) {
t.Helper()
auth := fakeAuthenticator{users: map[string]string{"alice": "geheim123"}}
store := fakeMailboxStore{mailboxes: map[string][]Message{
"INBOX": {
{SequenceNumber: 1, UID: 101, Flags: []string{"\\Seen"}},
{SequenceNumber: 2, UID: 102, Flags: []string{}},
},
}}
srv := NewServerWithGuardConfig(auth, store, guardCfg)
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
done := make(chan struct{})
go func() {
_ = srv.Serve(ctx, listener)
close(done)
}()
return listener.Addr().String(), func() {
cancel()
<-done
}
}
// TestGuard_ChaosHardCutDuringTransferNoLeak ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1 (ING-07): Verbindung wird während aktiver
// Übertragung hart gekappt, danach kein Ressourcenleck.
func TestGuard_ChaosHardCutDuringTransferNoLeak(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, protoguard.DefaultConfig())
defer stop()
runtime.GC()
baseline := runtime.NumGoroutine()
const rounds = 30
for i := 0; i < rounds; i++ {
c := dial(t, addr)
c.sendTagged(t, `LOGIN alice geheim123`)
c.sendTagged(t, `SELECT INBOX`)
// Mitten in einer laufenden Anfrage hart abbrechen: Kommando
// senden, aber die vollständige Antwort NICHT abwarten.
_, err := c.conn.Write([]byte("A99 FETCH 1:2 (FLAGS)\r\n"))
if err != nil {
t.Fatalf("kommando senden: %v", err)
}
_ = c.conn.Close()
}
deadline := time.Now().Add(3 * time.Second)
for {
runtime.GC()
current := runtime.NumGoroutine()
if current <= baseline+2 {
return
}
if time.Now().After(deadline) {
t.Fatalf("goroutine-leck nach hartem Verbindungsabbruch: baseline=%d, aktuell=%d", baseline, current)
}
time.Sleep(50 * time.Millisecond)
}
}
// TestGuard_TimeoutPerPhase ist die geforderte Pflichtprüfung 2
// (ING-07): Timeout-Auslösung in jeder Protokollphase.
func TestGuard_TimeoutPerPhase(t *testing.T) {
cfg := protoguard.Config{
PhaseTimeout: map[protoguard.Phase]time.Duration{
phaseNotAuthenticated: 100 * time.Millisecond,
phaseSelected: 100 * time.Millisecond,
},
DefaultTimeout: 5 * time.Second,
}
t.Run("not_authenticated", func(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, cfg)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
_ = c.conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(2 * time.Second))
_, err := c.reader.ReadString('\n')
if err == nil {
t.Fatalf("erwartete Verbindungsende durch NotAuthenticated-Timeout")
}
})
t.Run("selected", func(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, cfg)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
c.sendTagged(t, `LOGIN alice geheim123`)
c.sendTagged(t, `SELECT INBOX`) // jetzt Selected, nichts weiter senden
_ = c.conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(2 * time.Second))
_, err := c.reader.ReadString('\n')
if err == nil {
t.Fatalf("erwartete Verbindungsende durch Selected-Timeout")
}
})
}
// TestGuard_BackoffOnRepeatedAuthFailures ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3 (ING-07): Backoff-Verhalten bei wiederholten
// Fehlversuchen statt Dauerschleife.
func TestGuard_BackoffOnRepeatedAuthFailures(t *testing.T) {
cfg := protoguard.Config{
DefaultTimeout: 5 * time.Second,
MaxAuthFailures: 3,
BackoffBase: 50 * time.Millisecond,
BackoffMax: 500 * time.Millisecond,
}
addr, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, cfg)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
var attemptDurations []time.Duration
for i := 0; i < 3; i++ {
start := time.Now()
_, lines := c.sendTagged(t, `LOGIN alice falsch`)
last := lines[len(lines)-1]
if !strings.Contains(last, "NO") {
t.Fatalf("fehlversuch %d: erwartete NO, habe: %q", i+1, last)
}
attemptDurations = append(attemptDurations, time.Since(start))
}
if attemptDurations[1] <= attemptDurations[0] {
t.Fatalf("erwartete steigenden Backoff, habe Dauern: %v", attemptDurations)
}
// Nach MaxAuthFailures muss die Verbindung getrennt sein.
_ = c.conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(2 * time.Second))
if _, err := c.conn.Write([]byte("A99 LOGIN alice geheim123\r\n")); err == nil {
_, err = c.reader.ReadString('\n')
if err == nil {
t.Fatalf("erwartete Verbindungstrennung nach %d Fehlversuchen", cfg.MaxAuthFailures)
}
}
}
+343
View File
@@ -0,0 +1,343 @@
package imap
import (
"bufio"
"context"
"errors"
"net"
"strconv"
"strings"
"sync"
"testing"
"time"
)
// fakeAuthenticator ist ein In-Memory-Authenticator für Tests — echte
// Anbindung an Benutzerverwaltung ist Sache späterer Kacheln (IMP-01 u. a.).
type fakeAuthenticator struct {
users map[string]string
}
func (f fakeAuthenticator) Authenticate(_ context.Context, username, password string) (bool, error) {
want, ok := f.users[username]
return ok && want == password, nil
}
// fakeMailboxStore ist ein In-Memory-Postfachspeicher für Tests.
type fakeMailboxStore struct {
mailboxes map[string][]Message
}
func (f fakeMailboxStore) Select(_ context.Context, mailboxName string) (int, uint64, bool, error) {
msgs, ok := f.mailboxes[mailboxName]
return len(msgs), 1, ok, nil
}
func (f fakeMailboxStore) Fetch(_ context.Context, mailboxName string, seqNumbers []uint32) ([]Message, error) {
msgs, ok := f.mailboxes[mailboxName]
if !ok {
return nil, errors.New("imap: postfach nicht gefunden")
}
wanted := make(map[uint32]bool, len(seqNumbers))
for _, n := range seqNumbers {
wanted[n] = true
}
var result []Message
for _, m := range msgs {
if wanted[m.SequenceNumber] {
result = append(result, m)
}
}
return result, nil
}
func (f fakeMailboxStore) FetchByUID(_ context.Context, mailboxName string, uids []uint32) ([]Message, error) {
msgs, ok := f.mailboxes[mailboxName]
if !ok {
return nil, errors.New("imap: postfach nicht gefunden")
}
wanted := make(map[uint32]bool, len(uids))
for _, u := range uids {
wanted[u] = true
}
var result []Message
for _, m := range msgs {
if wanted[m.UID] {
result = append(result, m)
}
}
return result, nil
}
func startTestServer(t *testing.T) (addr string, stop func()) {
t.Helper()
auth := fakeAuthenticator{users: map[string]string{"alice": "geheim123"}}
store := fakeMailboxStore{mailboxes: map[string][]Message{
"INBOX": {
{SequenceNumber: 1, UID: 101, Flags: []string{"\\Seen"}},
{SequenceNumber: 2, UID: 102, Flags: []string{}},
},
}}
srv := NewServer(auth, store)
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
done := make(chan struct{})
go func() {
_ = srv.Serve(ctx, listener)
close(done)
}()
return listener.Addr().String(), func() {
cancel()
<-done
}
}
// imapClient ist ein minimaler Testclient (Zeile senden, Antwort lesen)
// — bewusst kein voller IMAP-Parser, nur genug, um Server-Antworten zu
// prüfen.
type imapClient struct {
conn net.Conn
reader *bufio.Reader
tagN int
}
func dial(t *testing.T, addr string) *imapClient {
t.Helper()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 2*time.Second)
if err != nil {
t.Fatalf("dial: %v", err)
}
c := &imapClient{conn: conn, reader: bufio.NewReader(conn)}
c.readLine(t) // Begrüßung
return c
}
func (c *imapClient) readLine(t *testing.T) string {
t.Helper()
_ = c.conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(3 * time.Second))
line, err := c.reader.ReadString('\n')
if err != nil {
t.Fatalf("antwort lesen: %v", err)
}
return strings.TrimRight(line, "\r\n")
}
// sendTagged sendet ein Kommando mit neuem Tag und liest Zeilen, bis die
// getaggte Abschlusszeile kommt — liefert alle Zeilen (inkl. Abschluss).
func (c *imapClient) sendTagged(t *testing.T, command string) (tag string, lines []string) {
t.Helper()
c.tagN++
tag = "A" + strconv.Itoa(c.tagN)
_, err := c.conn.Write([]byte(tag + " " + command + "\r\n"))
if err != nil {
t.Fatalf("kommando senden: %v", err)
}
for {
line := c.readLine(t)
lines = append(lines, line)
if strings.HasPrefix(line, tag+" ") {
return tag, lines
}
}
}
func (c *imapClient) close() { _ = c.conn.Close() }
// TestSession_StateTransitionsAndForbiddenTransitions ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: automatisierter Test deckt alle drei
// Zustandsübergänge UND deren verbotene Übergänge ab.
func TestSession_StateTransitionsAndForbiddenTransitions(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
// Verbotener Übergang: SELECT/FETCH in NotAuthenticated.
_, lines := c.sendTagged(t, `SELECT INBOX`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "BAD") {
t.Fatalf("erwartete BAD für SELECT in NotAuthenticated, habe: %v", lines)
}
_, lines = c.sendTagged(t, `FETCH 1 (FLAGS)`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "BAD") {
t.Fatalf("erwartete BAD für FETCH in NotAuthenticated, habe: %v", lines)
}
// NotAuthenticated -> Authenticated via LOGIN.
_, lines = c.sendTagged(t, `LOGIN alice geheim123`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("erwartete OK für LOGIN, habe: %v", lines)
}
// Verbotener Übergang: erneutes LOGIN in Authenticated.
_, lines = c.sendTagged(t, `LOGIN alice geheim123`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "BAD") {
t.Fatalf("erwartete BAD für LOGIN in Authenticated, habe: %v", lines)
}
// Verbotener Übergang: FETCH in Authenticated (noch nicht Selected).
_, lines = c.sendTagged(t, `FETCH 1 (FLAGS)`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "BAD") {
t.Fatalf("erwartete BAD für FETCH in Authenticated, habe: %v", lines)
}
// Authenticated -> Selected via SELECT.
_, lines = c.sendTagged(t, `SELECT INBOX`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("erwartete OK für SELECT, habe: %v", lines)
}
// In Selected sind SELECT (erneut) und FETCH erlaubt.
_, lines = c.sendTagged(t, `FETCH 1:2 (FLAGS)`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("erwartete OK für FETCH in Selected, habe: %v", lines)
}
}
// TestCommands_AllBaseCommandsAnswered ist die geforderte
// Pflichtprüfung/AC2: Grundbefehle sind implementiert und beantwortet.
func TestCommands_AllBaseCommandsAnswered(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
_, lines := c.sendTagged(t, "CAPABILITY")
if !containsSubstring(lines, "IMAP4rev1") {
t.Fatalf("CAPABILITY: erwartete IMAP4rev1 in antwort, habe: %v", lines)
}
_, lines = c.sendTagged(t, "LOGIN alice geheim123")
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("LOGIN fehlgeschlagen: %v", lines)
}
_, lines = c.sendTagged(t, "SELECT INBOX")
if !containsSubstring(lines, "2 EXISTS") {
t.Fatalf("SELECT: erwartete '2 EXISTS', habe: %v", lines)
}
_, lines = c.sendTagged(t, "FETCH 1 (FLAGS)")
if !containsSubstring(lines, "FETCH (UID") {
t.Fatalf("FETCH: erwartete FLAGS-Antwort, habe: %v", lines)
}
tag, lines := c.sendTagged(t, "LOGOUT")
if !containsSubstring(lines, "BYE") {
t.Fatalf("LOGOUT: erwartete BYE, habe: %v", lines)
}
if !strings.HasPrefix(lines[len(lines)-1], tag+" OK") {
t.Fatalf("LOGOUT: erwartete getaggtes OK, habe: %v", lines)
}
}
// TestSession_InvalidCommandKeepsConnectionOpen ist die geforderte
// Pflichtprüfung/AC3: ungültige Kommandosequenzen werden mit korrektem
// Fehlercode abgelehnt, NICHT mit Verbindungsabbruch.
func TestSession_InvalidCommandKeepsConnectionOpen(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
_, lines := c.sendTagged(t, "FRIMBULATOR")
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "BAD") {
t.Fatalf("erwartete BAD für unbekanntes kommando, habe: %v", lines)
}
// Verbindung muss danach real weiter funktionieren (kein Abbruch).
_, lines = c.sendTagged(t, "CAPABILITY")
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("erwartete funktionierende verbindung nach ungültigem kommando, habe: %v", lines)
}
}
// TestSession_MalformedLineDoesNotDisconnect deckt zusätzlich eine
// syntaktisch fehlerhafte Zeile (kein Tag/Kommando erkennbar) ab.
func TestSession_MalformedLineDoesNotDisconnect(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
_, err := c.conn.Write([]byte("\"unterminated\r\n"))
if err != nil {
t.Fatalf("senden: %v", err)
}
line := c.readLine(t)
if !strings.HasPrefix(line, "* BAD") {
t.Fatalf("erwartete '* BAD' für fehlerhafte zeile, habe: %q", line)
}
_, lines := c.sendTagged(t, "CAPABILITY")
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("erwartete funktionierende verbindung nach fehlerhafter zeile, habe: %v", lines)
}
}
func containsSubstring(lines []string, sub string) bool {
for _, l := range lines {
if strings.Contains(l, sub) {
return true
}
}
return false
}
// TestServer_50ParallelSessionsNoLeak ist die geforderte Pflichtprüfung
// 3: Lasttest mit 50 parallelen Sessions ohne Ressourcenleck.
func TestServer_50ParallelSessionsNoLeak(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServer(t)
defer stop()
const sessions = 50
var wg sync.WaitGroup
errCh := make(chan error, sessions)
for i := 0; i < sessions; i++ {
wg.Add(1)
go func() {
defer wg.Done()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 3*time.Second)
if err != nil {
errCh <- err
return
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
c := &imapClient{conn: conn, reader: bufio.NewReader(conn)}
c.readLine(t)
c.sendTagged(t, "LOGIN alice geheim123")
c.sendTagged(t, "SELECT INBOX")
c.sendTagged(t, "FETCH 1:2 (FLAGS)")
c.sendTagged(t, "LOGOUT")
}()
}
wg.Wait()
close(errCh)
for err := range errCh {
t.Errorf("parallele sitzung fehlgeschlagen: %v", err)
}
}
// TestCommands_UIDFetchReturnsUID belegt die für IMP-01 nötige
// UID-FETCH-Erweiterung: reale UID-basierte Abfrage über echtes TCP.
func TestCommands_UIDFetchReturnsUID(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
c.sendTagged(t, "LOGIN alice geheim123")
c.sendTagged(t, "SELECT INBOX")
_, lines := c.sendTagged(t, "UID FETCH 101:102 (FLAGS)")
if !containsSubstring(lines, "UID 101") || !containsSubstring(lines, "UID 102") {
t.Fatalf("erwartete beide UIDs in der antwort, habe: %v", lines)
}
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("erwartete OK-abschluss, habe: %v", lines)
}
}
+48
View File
@@ -0,0 +1,48 @@
// Package imap implementiert ING-01: das IMAP-Server-Grundgerüst
// (TCP-Listener, Command-Parser, Session-Zustandsmaschine, Grundbefehle
// CAPABILITY/LOGIN/SELECT/FETCH/LOGOUT). Bewusste Neuimplementierung nach
// NEXARCH-Techstack, kein 1:1-Übernehmen von archivmail (siehe "Bekannte
// Fehler vermeiden": Header-/Zeilen-Injection durch Stringkonkatenation
// ohne CRLF-Prüfung — alle Antworten laufen ausschließlich über
// writeLine/writeTagged, die eingebettete CR/LF im Text ersetzen, siehe
// response.go).
//
// Authentifizierung (Authenticator) und Postfachzugriff (MailboxStore)
// sind schmale Schnittstellen — echte Anbindung an Benutzerverwaltung/
// Nachrichtenspeicher ist Sache späterer Ingestion-Tickets (IMP-01 u. a.,
// siehe "Nicht Bestandteil dieser Kachel" im Ticket). Dieses Paket kennt
// weder Core-IAM noch mail/internal/storage.
package imap
import "context"
// Authenticator prüft Zugangsdaten für LOGIN.
type Authenticator interface {
Authenticate(ctx context.Context, username, password string) (ok bool, err error)
}
// Message ist eine minimale Nachrichtendarstellung für FETCH (nur UID +
// Flags, keine Inhalte — Inhaltszugriff ist Sache späterer Kacheln). UID
// wird seit IMP-01 zusätzlich zur Sequenznummer geführt (RFC 3501 §2.3.1,
// UID FETCH) — Grundlage für IMP-01s UID-basierten Delta-Sync.
type Message struct {
SequenceNumber uint32
UID uint32
Flags []string
}
// MailboxStore liefert Postfachzustand für SELECT/FETCH.
type MailboxStore interface {
// Select liefert die Anzahl der Nachrichten sowie die UIDVALIDITY
// (RFC 3501 §2.3.1.1 — Pflichtbestandteil der SELECT-Antwort, Basis
// für IMP-01s Erkennung eines Ordner-Neuaufbaus) des Postfachs
// mailboxName. ok=false, wenn das Postfach nicht existiert.
Select(ctx context.Context, mailboxName string) (exists int, uidvalidity uint64, ok bool, err error)
// Fetch liefert die Nachrichten im aktuell gewählten Postfach, deren
// Sequenznummer in seqNumbers enthalten ist.
Fetch(ctx context.Context, mailboxName string, seqNumbers []uint32) ([]Message, error)
// FetchByUID liefert die Nachrichten im aktuell gewählten Postfach,
// deren UID in uids enthalten ist (RFC 3501 §6.4.8, UID FETCH) — Basis
// für IMP-01s UID-Vergleich.
FetchByUID(ctx context.Context, mailboxName string, uids []uint32) ([]Message, error)
}
+81
View File
@@ -0,0 +1,81 @@
package imap
import (
"errors"
"strings"
)
// ErrMalformedCommand wird geliefert, wenn eine Kommandozeile nicht dem
// Grundformat "Tag SP Kommando [SP Argumente]" entspricht. Kein
// Verbindungsabbruch (Akzeptanzkriterium 3) — der Aufrufer antwortet mit
// einer BAD-Antwort und liest die nächste Zeile.
var ErrMalformedCommand = errors.New("imap: fehlerhafte kommandozeile")
// command ist eine geparste IMAP-Kommandozeile.
type command struct {
Tag string
Name string // groß geschrieben (z. B. "LOGIN")
Args []string
}
// parseCommandLine zerlegt eine Kommandozeile (bereits ohne CRLF) in Tag,
// Kommandoname und Argumente. Unterstützt Atome und doppelt zitierte
// Zeichenketten (mit \"- und \\-Escape) — literale Zeichenketten
// ({n}CRLF<n Bytes>) sind bewusst NICHT Bestandteil dieser kleinsten
// Lösung (LOGIN/SELECT/FETCH kommen in Tests/typischen Clients ohne
// Literale aus).
func parseCommandLine(line string) (command, error) {
tokens, err := tokenize(line)
if err != nil {
return command{}, err
}
if len(tokens) < 2 {
return command{}, ErrMalformedCommand
}
return command{
Tag: tokens[0],
Name: strings.ToUpper(tokens[1]),
Args: tokens[2:],
}, nil
}
// tokenize zerlegt line in durch Leerzeichen getrennte Tokens, wobei
// doppelt zitierte Zeichenketten als EIN Token gelten (Leerzeichen darin
// werden nicht als Trenner behandelt).
func tokenize(line string) ([]string, error) {
var tokens []string
var current strings.Builder
inQuotes := false
escaped := false
hasToken := false
for _, r := range line {
switch {
case escaped:
current.WriteRune(r)
escaped = false
hasToken = true
case r == '\\' && inQuotes:
escaped = true
case r == '"':
inQuotes = !inQuotes
hasToken = true
case r == ' ' && !inQuotes:
if hasToken {
tokens = append(tokens, current.String())
current.Reset()
hasToken = false
}
default:
current.WriteRune(r)
hasToken = true
}
}
if inQuotes || escaped {
return nil, ErrMalformedCommand
}
if hasToken {
tokens = append(tokens, current.String())
}
return tokens, nil
}
+38
View File
@@ -0,0 +1,38 @@
package imap
import (
"bufio"
"strings"
)
// sanitizeResponseText entfernt eingebettete CR/LF aus text, BEVOR er in
// eine Antwortzeile eingebettet wird (Bekannter Fehler vermeiden:
// archivmail erlaubte Header-/Zeilen-Injection durch Stringkonkatenation
// ohne CRLF-Prüfung — jede Antwortzeile dieses Pakets läuft durch diese
// Funktion, niemals direkte Interpolation von Nutzereingaben in eine
// Rohantwort).
func sanitizeResponseText(text string) string {
text = strings.ReplaceAll(text, "\r", "")
text = strings.ReplaceAll(text, "\n", "")
return text
}
// writeUntagged schreibt eine Server-Antwort ohne Tag ("* ...").
func writeUntagged(w *bufio.Writer, text string) error {
_, err := w.WriteString("* " + sanitizeResponseText(text) + "\r\n")
if err != nil {
return err
}
return w.Flush()
}
// writeTagged schreibt eine getaggte Server-Antwort ("<tag> OK/NO/BAD ...").
// tag wird ebenfalls saniert — ein Tag mit eingebettetem CRLF ist genauso
// eine Injektionsgefahr wie der Antworttext.
func writeTagged(w *bufio.Writer, tag, status, text string) error {
_, err := w.WriteString(sanitizeResponseText(tag) + " " + status + " " + sanitizeResponseText(text) + "\r\n")
if err != nil {
return err
}
return w.Flush()
}
+57
View File
@@ -0,0 +1,57 @@
package imap
import (
"context"
"errors"
"fmt"
"net"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
)
// Server nimmt IMAP-Verbindungen an und bedient jede in einer eigenen
// Goroutine (Akzeptanzkriterium 1). STARTTLS/TLS-Absicherung ist
// ausdrücklich Sache von ING-06, nicht dieser Kachel — Server hört per
// Klartext-TCP, wie im Ticket vorgesehen ("Bereite höchstens die
// Schnittstelle dafür vor").
type Server struct {
auth Authenticator
store MailboxStore
guardCfg protoguard.Config
}
func NewServer(auth Authenticator, store MailboxStore) *Server {
return NewServerWithGuardConfig(auth, store, protoguard.DefaultConfig())
}
// NewServerWithGuardConfig erlaubt abweichende Phase-Timeouts und
// Backoff-Parameter (ING-07), z. B. für Tests oder gehärtete
// Betriebsumgebungen.
func NewServerWithGuardConfig(auth Authenticator, store MailboxStore, guardCfg protoguard.Config) *Server {
return &Server{auth: auth, store: store, guardCfg: guardCfg}
}
// Serve nimmt Verbindungen auf listener an, bis ctx beendet wird oder
// Accept endgültig fehlschlägt. Blockiert den Aufrufer.
func (srv *Server) Serve(ctx context.Context, listener net.Listener) error {
go func() {
<-ctx.Done()
_ = listener.Close()
}()
for {
conn, err := listener.Accept()
if err != nil {
if ctx.Err() != nil {
return nil // beabsichtigtes Herunterfahren
}
var netErr net.Error
if errors.As(err, &netErr) && netErr.Timeout() {
continue
}
return fmt.Errorf("imap: verbindung annehmen: %w", err)
}
session := newSession(conn, srv.auth, srv.store, srv.guardCfg)
go session.Serve(ctx)
}
}
+152
View File
@@ -0,0 +1,152 @@
package imap
import (
"bufio"
"context"
"errors"
"io"
"net"
"strings"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
)
// phaseNotAuthenticated/phaseSelected sind die protoguard-Phasen dieser
// Sitzung (ING-07 Akzeptanzkriterium 2: Timeouts pro Protokollphase
// konfigurierbar). Authenticated und Selected teilen sich denselben
// Timeout — beides ist bereits angemeldeter Zustand, nur die
// Anmeldephase braucht separate (typischerweise kürzere) Werte.
const (
phaseNotAuthenticated protoguard.Phase = "not_authenticated"
phaseSelected protoguard.Phase = "selected"
)
// maxCommandLineBytes begrenzt eine einzelne Kommandozeile (Defensive
// Fehlerbehandlung bei nicht-konformen Gegenstellen statt optimistischem
// Parsing, siehe Ticket-Vorbild Dovecot) — verhindert unbegrenztes
// Pufferwachstum durch eine Gegenstelle, die niemals CRLF sendet.
const maxCommandLineBytes = 8192
// Session ist eine einzelne IMAP-Verbindung mit eigener
// Zustandsmaschine (Akzeptanzkriterium 1).
type Session struct {
conn net.Conn
reader *bufio.Reader
writer *bufio.Writer
auth Authenticator
store MailboxStore
guard *protoguard.Guard
state State
mailbox string // gewähltes Postfach im Zustand Selected
mailboxSize uint32 // Nachrichtenzahl aus dem letzten erfolgreichen SELECT
}
func newSession(conn net.Conn, auth Authenticator, store MailboxStore, guardCfg protoguard.Config) *Session {
return &Session{
conn: conn,
reader: bufio.NewReaderSize(conn, maxCommandLineBytes),
writer: bufio.NewWriter(conn),
auth: auth,
store: store,
guard: protoguard.New(guardCfg),
state: NotAuthenticated,
}
}
// currentPhase liefert die protoguard-Phase des aktuellen Sitzungszustands.
func (s *Session) currentPhase() protoguard.Phase {
if s.state == NotAuthenticated {
return phaseNotAuthenticated
}
return phaseSelected
}
// State liefert den aktuellen Sitzungszustand (für Tests).
func (s *Session) State() State { return s.state }
// Serve führt die Sitzung bis LOGOUT oder Verbindungsende aus.
func (s *Session) Serve(ctx context.Context) {
defer func() { _ = s.conn.Close() }()
if err := writeUntagged(s.writer, "OK IMAP4rev1 Service Ready"); err != nil {
return
}
for {
// Akzeptanzkriterium 2 (ING-07): Idle-Timeout pro Protokollphase,
// vor jedem Lesevorgang neu gesetzt, da ein Zustandswechsel die
// Phase (und damit den geltenden Timeout) ändern kann.
if err := s.guard.ApplyReadDeadline(s.conn, s.currentPhase()); err != nil {
return
}
line, err := s.readLine()
if err != nil {
// Verbindungsende (Timeout, Netzwerkabbruch oder harter
// Abbruch) — Session-Ressourcen werden über das defer
// conn.Close() oben zuverlässig freigegeben
// (Akzeptanzkriterium 1).
return
}
if line == "" {
continue
}
cmd, parseErr := parseCommandLine(line)
if parseErr != nil {
// Akzeptanzkriterium 3: ungültige Kommandosequenz -> Fehlercode,
// KEIN Verbindungsabbruch.
if err := writeUntagged(s.writer, "BAD Error in IMAP command received by server."); err != nil {
return
}
continue
}
if !s.dispatch(ctx, cmd) {
return // LOGOUT oder nicht behebbarer Schreibfehler
}
}
}
// readLine liest eine CRLF- (oder LF-)terminierte Zeile ohne
// Zeilenumbruch. Überlange Zeilen (siehe maxCommandLineBytes) werden als
// Fehler behandelt statt unbegrenzt zu puffern.
func (s *Session) readLine() (string, error) {
line, err := s.reader.ReadString('\n')
if err != nil {
if errors.Is(err, io.EOF) && line != "" {
// Letzte Zeile ohne abschließendes LF — als vollständige Zeile
// behandeln, danach ohnehin Verbindungsende.
return strings.TrimRight(line, "\r"), nil
}
return "", err
}
return strings.TrimRight(line, "\r\n"), nil
}
// dispatch verarbeitet EIN geparstes Kommando. Rückgabewert false
// bedeutet: Sitzung beenden (LOGOUT abgeschlossen oder Schreibfehler).
func (s *Session) dispatch(ctx context.Context, cmd command) bool {
switch cmd.Name {
case "CAPABILITY":
return s.handleCapability(cmd)
case "LOGIN":
return s.handleLogin(ctx, cmd)
case "SELECT":
return s.handleSelect(ctx, cmd)
case "FETCH":
return s.handleFetch(ctx, cmd)
case "UID":
if len(cmd.Args) < 1 || strings.ToUpper(cmd.Args[0]) != "FETCH" {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "Unsupported UID subcommand")
}
return s.handleUIDFetch(ctx, cmd)
case "LOGOUT":
return s.handleLogout(cmd)
default:
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "Unknown command")
}
}
func (s *Session) writeErr(tag, status, text string) bool {
return writeTagged(s.writer, tag, status, text) == nil
}
+24
View File
@@ -0,0 +1,24 @@
package imap
// State ist eine der drei IMAP4rev1-Session-Zustände (RFC 3501 §3),
// Akzeptanzkriterium 1.
type State int
const (
NotAuthenticated State = iota
Authenticated
Selected
)
func (s State) String() string {
switch s {
case NotAuthenticated:
return "not authenticated"
case Authenticated:
return "authenticated"
case Selected:
return "selected"
default:
return "unknown"
}
}
+24
View File
@@ -0,0 +1,24 @@
package imapimport
import "context"
// RemoteMessage ist eine über IMAP abgerufene Nachricht (nur UID/Flags —
// Inhaltsabruf ist Sache späterer Kacheln, siehe "Nicht Bestandteil
// dieser Kachel": IMP-02 Anhangsverarbeitung u. a.).
type RemoteMessage struct {
UID uint32
Flags []string
}
// IMAPClient abstrahiert den Protokollzugriff auf ein entferntes
// Postfach — schmale Schnittstelle, damit die Delta-Sync-Logik
// (scheduler.go) ohne echte Netzwerkverbindung testbar ist (gleiche
// Konvention wie KEKProvider/Authenticator in anderen Mail-Paketen).
// Eine reale, wire-level-IMAP4rev1-Implementierung liegt in client_real.go.
type IMAPClient interface {
// Sync liefert die aktuelle UIDVALIDITY des Postfachs sowie ALLE
// darin vorhandenen Nachrichten (UID + Flags). Der Aufrufer
// (Scheduler) entscheidet anhand des persistierten Zustands, welche
// davon neu sind.
Sync(ctx context.Context, mailbox string) (uidvalidity uint64, messages []RemoteMessage, err error)
}
+251
View File
@@ -0,0 +1,251 @@
// IMP-04: defensive Fehlerbehandlung nicht-konformer Server. Bekannten
// Fehler vermeiden (siehe known-issues-archivmail.md #5): UIDVALIDITY=0
// führte in einer früheren Implementierung zu einem Resync-Abbruch —
// dieses Paket behandelt eine gemeldete UIDVALIDITY=0 als bekannte
// Serverabweichung mit definiertem Fallback (deterministisch aus dem
// Postfachnamen abgeleitet, siehe fallbackUIDValidity), NICHT als
// Fehlerabbruch. Unerwartete/kaputte Serverantworten (einzelne
// FETCH-Zeilen) werden übersprungen und protokolliert, statt den
// gesamten Abgleich zu stoppen (siehe parseFetchLines).
//
// Fallback-Verhalten für Support (Akzeptanzkriterium 3): jede erkannte
// Abweichung läuft über Logger — Standard-Logging-Ziel ist der
// Prozess-Log (log.Printf), bei Bedarf per WithLogger umleitbar/
// abschaltbar. Log-Präfix ist immer "imapimport: unerwartete
// server-antwort" bzw. "imapimport: UIDVALIDITY=0 gemeldet" für
// durchsuchbare Nachvollziehbarkeit.
package imapimport
import (
"bufio"
"context"
"fmt"
"hash/fnv"
"log"
"net"
"strconv"
"strings"
)
// Logger protokolliert erkannte Serverabweichungen (Akzeptanzkriterium
// 3: nachvollziehbar für Support). Signatur kompatibel mit log.Printf.
type Logger func(format string, args ...any)
func defaultLogger(format string, args ...any) {
log.Printf(format, args...)
}
// RealClient spricht echtes IMAP4rev1 (RFC 3501) über TCP — genutzt für
// den realistischen Testpostfach-Nachweis (IMP-01 Pflichtprüfung 3) gegen
// den echten ING-01-Server, und produktiv gegen jeden RFC-3501-konformen
// IMAP-Server. Bewusst minimal: nur der für RunOnce nötige Ablauf
// (LOGIN, SELECT, UID FETCH ALL, LOGOUT), keine generische
// IMAP-Client-Bibliothek.
type RealClient struct {
addr string
username string
password string
dialer net.Dialer
logger Logger
}
func NewRealClient(addr, username, password string) *RealClient {
return &RealClient{addr: addr, username: username, password: password, logger: defaultLogger}
}
// WithLogger ersetzt das Standard-Logging-Ziel (z. B. für Tests, die die
// protokollierten Meldungen prüfen wollen, oder um es abzuschalten).
func (c *RealClient) WithLogger(logger Logger) *RealClient {
c.logger = logger
return c
}
func (c *RealClient) log(format string, args ...any) {
if c.logger != nil {
c.logger(format, args...)
}
}
func (c *RealClient) Sync(ctx context.Context, mailbox string) (uint64, []RemoteMessage, error) {
conn, err := c.dialer.DialContext(ctx, "tcp", c.addr)
if err != nil {
return 0, nil, fmt.Errorf("imapimport: verbindung aufbauen: %w", err)
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
if deadline, ok := ctx.Deadline(); ok {
_ = conn.SetDeadline(deadline)
}
reader := bufio.NewReader(conn)
// Begrüßung.
if _, err := readLine(reader); err != nil {
return 0, nil, fmt.Errorf("imapimport: begrüßung lesen: %w", err)
}
if _, err := sendCommand(conn, reader, 1, "LOGIN "+c.username+" "+c.password); err != nil {
return 0, nil, fmt.Errorf("imapimport: login: %w", err)
}
selectLines, err := sendCommand(conn, reader, 2, "SELECT "+mailbox)
if err != nil {
return 0, nil, fmt.Errorf("imapimport: select: %w", err)
}
uidvalidity, err := c.resolveUIDValidity(selectLines, mailbox)
if err != nil {
return 0, nil, err
}
fetchLines, err := sendCommand(conn, reader, 3, "UID FETCH 1:* (FLAGS)")
if err != nil {
return 0, nil, fmt.Errorf("imapimport: uid fetch: %w", err)
}
messages := c.parseFetchLines(fetchLines)
_, _ = sendCommand(conn, reader, 4, "LOGOUT")
return uidvalidity, messages, nil
}
func readLine(reader *bufio.Reader) (string, error) {
line, err := reader.ReadString('\n')
if err != nil {
return "", err
}
return strings.TrimRight(line, "\r\n"), nil
}
// sendCommand sendet ein getaggtes Kommando und liest alle Zeilen bis
// zur getaggten Abschlusszeile (inklusive). Liefert einen Fehler, wenn
// die Abschlusszeile nicht "OK" meldet.
func sendCommand(conn net.Conn, reader *bufio.Reader, tagN int, command string) ([]string, error) {
tag := "C" + strconv.Itoa(tagN)
if _, err := conn.Write([]byte(tag + " " + command + "\r\n")); err != nil {
return nil, err
}
var lines []string
for {
line, err := readLine(reader)
if err != nil {
return nil, err
}
lines = append(lines, line)
if strings.HasPrefix(line, tag+" ") {
if !strings.HasPrefix(line, tag+" OK") {
return lines, fmt.Errorf("server meldete: %s", line)
}
return lines, nil
}
}
}
// resolveUIDValidity liest UIDVALIDITY aus der SELECT-Antwort
// (Akzeptanzkriterium 1). Eine gemeldete UIDVALIDITY=0 — bekannte
// Abweichung nicht-konformer Server (known-issues-archivmail.md #5) —
// löst einen definierten Fallback aus statt eines Abbruchs: ein
// deterministisch aus dem Postfachnamen abgeleiteter Ersatzwert, der bei
// wiederholten Läufen gegen denselben nicht-konformen Server STABIL
// bleibt (kein unnötiger Voll-Resync bei jedem einzelnen Lauf).
func (c *RealClient) resolveUIDValidity(lines []string, mailbox string) (uint64, error) {
v, found := extractUIDValidity(lines)
if !found {
c.log("imapimport: unerwartete server-antwort: keine UIDVALIDITY in SELECT-Antwort für %q gefunden, verwende fallback", mailbox)
return fallbackUIDValidity(mailbox), nil
}
if v == 0 {
c.log("imapimport: UIDVALIDITY=0 gemeldet für postfach %q (bekannte abweichung nicht-konformer server) — verwende definierten fallback statt sync-abbruch", mailbox)
return fallbackUIDValidity(mailbox), nil
}
return v, nil
}
// fallbackUIDValidity leitet einen deterministischen, garantiert von 0
// verschiedenen Ersatzwert aus dem Postfachnamen ab (FNV-1a, gleiche
// Technik wie mail/internal/search.DocumentID).
func fallbackUIDValidity(mailbox string) uint64 {
h := fnv.New64a()
_, _ = h.Write([]byte("imap-fallback-uidvalidity:"))
_, _ = h.Write([]byte(mailbox))
v := h.Sum64()
if v == 0 {
v = 1
}
return v
}
// extractUIDValidity sucht "UIDVALIDITY <n>" in den SELECT-Antwortzeilen.
// found=false, wenn keine UIDVALIDITY-Angabe vorhanden ODER sie nicht als
// Zahl lesbar ist (beides bekannte Serverabweichungen, siehe
// resolveUIDValidity — kein Fehlerabbruch an dieser Stelle).
func extractUIDValidity(lines []string) (value uint64, found bool) {
for _, line := range lines {
idx := strings.Index(line, "UIDVALIDITY ")
if idx == -1 {
continue
}
rest := line[idx+len("UIDVALIDITY "):]
end := strings.IndexAny(rest, "] ")
if end == -1 {
end = len(rest)
}
v, err := strconv.ParseUint(rest[:end], 10, 64)
if err != nil {
return 0, false
}
return v, true
}
return 0, false
}
// parseFetchLines parst Zeilen der Form
// "* <seq> FETCH (UID <uid> FLAGS (<flags>))" (siehe mail/internal/imap
// writeFetchResults). Akzeptanzkriterium 2: eine einzelne unerwartete/
// kaputte Zeile wird protokolliert und übersprungen, alle übrigen,
// korrekt lesbaren Nachrichten werden trotzdem geliefert — der gesamte
// Lauf bricht dafür NICHT ab.
func (c *RealClient) parseFetchLines(lines []string) []RemoteMessage {
var messages []RemoteMessage
for _, line := range lines {
if !strings.HasPrefix(line, "* ") {
continue // getaggte Abschlusszeile ("C3 OK ..."), kein Untagged-FETCH
}
if !strings.Contains(line, "FETCH ") {
continue // anderweitiges Untagged (z. B. künftig "* OK ..."), nichts zu parsen
}
msg, ok := parseSingleFetchLine(line)
if !ok {
c.log("imapimport: unerwartete server-antwort übersprungen: %q", line)
continue
}
messages = append(messages, msg)
}
return messages
}
func parseSingleFetchLine(line string) (RemoteMessage, bool) {
if !strings.Contains(line, "FETCH (UID ") {
return RemoteMessage{}, false
}
uidIdx := strings.Index(line, "UID ") + len("UID ")
rest := line[uidIdx:]
spaceIdx := strings.IndexByte(rest, ' ')
if spaceIdx == -1 {
return RemoteMessage{}, false
}
uid, err := strconv.ParseUint(rest[:spaceIdx], 10, 32)
if err != nil {
return RemoteMessage{}, false
}
var flags []string
flagsStart := strings.Index(line, "FLAGS (")
flagsEnd := strings.LastIndex(line, ")")
if flagsStart != -1 && flagsEnd > flagsStart {
inner := line[flagsStart+len("FLAGS (") : flagsEnd]
if inner != "" {
flags = strings.Split(inner, " ")
}
}
return RemoteMessage{UID: uint32(uid), Flags: flags}, true
}
@@ -0,0 +1,132 @@
// TestRunOnce_AgainstRealTestMailboxWithRealisticVolume ist die
// geforderte Pflichtprüfung 3: Test gegen Testpostfach mit realistischem
// Nachrichtenaufkommen — echter IMAP4rev1-Wire-Protokoll-Lauf gegen den
// echten ING-01-Server (mail/internal/imap), kein Fake.
package imapimport
import (
"context"
"net"
"testing"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/imap"
)
type realTestAuthenticator struct{}
func (realTestAuthenticator) Authenticate(_ context.Context, username, password string) (bool, error) {
return username == "importuser" && password == "importpass123", nil
}
// realTestMailboxStore stellt ein "realistisches" Testpostfach bereit —
// 30 Nachrichten, wie es ein aktives Postfach nach einiger Zeit
// tatsächlich enthält.
type realTestMailboxStore struct {
uidvalidity uint64
messages []imap.Message
}
func newRealisticTestMailbox() *realTestMailboxStore {
const count = 30
messages := make([]imap.Message, 0, count)
for i := 0; i < count; i++ {
flags := []string{"\\Seen"}
if i%5 == 0 {
flags = nil // ungelesen
}
messages = append(messages, imap.Message{
SequenceNumber: uint32(i + 1),
UID: uint32(1000 + i),
Flags: flags,
})
}
return &realTestMailboxStore{uidvalidity: 555, messages: messages}
}
func (m *realTestMailboxStore) Select(_ context.Context, mailboxName string) (int, uint64, bool, error) {
if mailboxName != "INBOX" {
return 0, 0, false, nil
}
return len(m.messages), m.uidvalidity, true, nil
}
func (m *realTestMailboxStore) Fetch(_ context.Context, _ string, seqNumbers []uint32) ([]imap.Message, error) {
return m.filter(seqNumbers, false), nil
}
func (m *realTestMailboxStore) FetchByUID(_ context.Context, _ string, uids []uint32) ([]imap.Message, error) {
return m.filter(uids, true), nil
}
func (m *realTestMailboxStore) filter(wantedList []uint32, byUID bool) []imap.Message {
wanted := make(map[uint32]bool, len(wantedList))
for _, w := range wantedList {
wanted[w] = true
}
var result []imap.Message
for _, msg := range m.messages {
key := msg.SequenceNumber
if byUID {
key = msg.UID
}
if wanted[key] {
result = append(result, msg)
}
}
return result
}
func startRealTestIMAPServer(t *testing.T) (addr string, stop func()) {
t.Helper()
srv := imap.NewServer(realTestAuthenticator{}, newRealisticTestMailbox())
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
done := make(chan struct{})
go func() {
_ = srv.Serve(ctx, listener)
close(done)
}()
return listener.Addr().String(), func() {
cancel()
<-done
}
}
func TestRunOnce_AgainstRealTestMailboxWithRealisticVolume(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
scheduler := NewScheduler(store)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp01-realistisch"
addr, stop := startRealTestIMAPServer(t)
defer stop()
client := NewRealClient(addr, "importuser", "importpass123")
handler := &recordingHandler{}
result, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenant, "INBOX", client, handler)
if err != nil {
t.Fatalf("runonce gegen echten server: %v", err)
}
if result.NewMessages != 30 {
t.Fatalf("erwartete 30 neue nachrichten (realistisches aufkommen), habe %d", result.NewMessages)
}
// Zweiter Lauf gegen denselben echten Server: kein Doppelimport
// (Pflichtprüfung 1, hier zusätzlich end-zu-Ende über echtes IMAP
// bestätigt).
handler2 := &recordingHandler{}
result2, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenant, "INBOX", client, handler2)
if err != nil {
t.Fatalf("zweiter lauf gegen echten server: %v", err)
}
if result2.NewMessages != 0 {
t.Fatalf("erwartete 0 neue nachrichten im zweiten lauf gegen echten server, habe %d", result2.NewMessages)
}
if result2.ExistingMessages != 30 {
t.Fatalf("erwartete 30 als bestehend gemeldete nachrichten, habe %d", result2.ExistingMessages)
}
}
@@ -0,0 +1,10 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_import_state (
tenant_slug TEXT NOT NULL,
mailbox_name TEXT NOT NULL,
last_uidvalidity BIGINT NOT NULL DEFAULT 0,
last_synced_uid BIGINT NOT NULL DEFAULT 0,
interval_seconds INT NOT NULL DEFAULT 300,
created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
updated_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
PRIMARY KEY (tenant_slug, mailbox_name)
)
@@ -0,0 +1,164 @@
// IMP-04: Fehlerbehandlung nicht-konformer Server. Baut einen minimalen,
// hand-gesteuerten Fake-Server (roher TCP, KEIN mail/internal/imap) auf,
// der bewusst nicht-konforme Antworten sendet — echte Kontrolle über
// genau das Fehlerszenario, das getestet werden soll.
package imapimport
import (
"bufio"
"context"
"fmt"
"net"
"strings"
"testing"
)
// scriptedServer nimmt EINE Verbindung an und sendet exakt die
// vorgegebenen Zeilen als Antwort auf jedes eingehende Kommando (in
// Reihenfolge) — genug Kontrolle, um nicht-konforme Serverantworten
// exakt zu reproduzieren.
type scriptedServer struct {
responses [][]string // je eingehendem Kommando eine Antwortzeilen-Liste
}
func (s *scriptedServer) start(t *testing.T) (addr string) {
t.Helper()
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
go func() {
conn, err := listener.Accept()
if err != nil {
return
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
reader := bufio.NewReader(conn)
_, _ = conn.Write([]byte("* OK IMAP4rev1 Service Ready\r\n"))
for _, respLines := range s.responses {
if _, err := reader.ReadString('\n'); err != nil {
return
}
for _, line := range respLines {
if _, err := conn.Write([]byte(line + "\r\n")); err != nil {
return
}
}
}
}()
t.Cleanup(func() { _ = listener.Close() })
return listener.Addr().String()
}
// TestResolveUIDValidity_ZeroTriggersDefinedFallbackNotAbort ist die
// geforderte Pflichtprüfung 1: Test simuliert Server mit UIDVALIDITY=0
// und bestätigt greifenden Fallback.
func TestResolveUIDValidity_ZeroTriggersDefinedFallbackNotAbort(t *testing.T) {
srv := &scriptedServer{responses: [][]string{
{"C1 OK LOGIN completed"},
{"* 3 EXISTS", "* OK [UIDVALIDITY 0] UIDs valid", "C2 OK [READ-WRITE] SELECT completed"},
{"* 1 FETCH (UID 1 FLAGS ())", "* 2 FETCH (UID 2 FLAGS ())", "* 3 FETCH (UID 3 FLAGS ())", "C3 OK UID FETCH completed"},
{"C4 OK LOGOUT completed"},
}}
addr := srv.start(t)
var loggedFallback bool
client := NewRealClient(addr, "user", "pass").WithLogger(func(format string, args ...any) {
msg := fmt.Sprintf(format, args...)
if strings.Contains(msg, "UIDVALIDITY=0") {
loggedFallback = true
}
})
uidvalidity, messages, err := client.Sync(context.Background(), "INBOX")
if err != nil {
// Akzeptanzkriterium 1: KEIN Sync-Abbruch bei UIDVALIDITY=0.
t.Fatalf("erwartete erfolgreichen sync trotz UIDVALIDITY=0, habe fehler: %v", err)
}
if uidvalidity == 0 {
t.Fatal("erwartete definierten fallback-wert != 0, habe weiterhin 0")
}
if len(messages) != 3 {
t.Fatalf("erwartete 3 nachrichten trotz UIDVALIDITY=0, habe %d", len(messages))
}
if !loggedFallback {
t.Fatal("erwartete protokollierten fallback-hinweis (akzeptanzkriterium 3: nachvollziehbar)")
}
// Fallback ist deterministisch für dasselbe Postfach — ein zweiter
// Aufruf gegen einen erneut nicht-konformen Server liefert real
// denselben Ersatzwert, löst also keinen unnötigen Voll-Resync bei
// jedem einzelnen Lauf aus.
if fallbackUIDValidity("INBOX") != uidvalidity {
t.Fatalf("erwartete deterministischen fallback, habe %d vs %d", fallbackUIDValidity("INBOX"), uidvalidity)
}
}
// TestParseFetchLines_UnexpectedResponseSkippedRestContinue ist die
// geforderte Pflichtprüfung 2: Test mit unerwarteter/kaputter
// Serverantwort bestätigt Weiterlauf für übrige Nachrichten.
func TestParseFetchLines_UnexpectedResponseSkippedRestContinue(t *testing.T) {
srv := &scriptedServer{responses: [][]string{
{"C1 OK LOGIN completed"},
{"* 3 EXISTS", "* OK [UIDVALIDITY 42] UIDs valid", "C2 OK [READ-WRITE] SELECT completed"},
{
"* 1 FETCH (UID 1 FLAGS ())",
"* GARBAGE NOT EVEN A FETCH LINE AT ALL", // kaputte/unerwartete Antwort
"* 2 FETCH SOMETHING UNPARSEABLE HERE (UID)", // ebenfalls kaputt
"* 3 FETCH (UID 3 FLAGS (\\Seen))",
"C3 OK UID FETCH completed",
},
{"C4 OK LOGOUT completed"},
}}
addr := srv.start(t)
var skippedCount int
client := NewRealClient(addr, "user", "pass").WithLogger(func(format string, args ...any) {
msg := fmt.Sprintf(format, args...)
if strings.Contains(msg, "unerwartete server-antwort übersprungen") {
skippedCount++
}
})
uidvalidity, messages, err := client.Sync(context.Background(), "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("erwartete erfolgreichen sync trotz kaputter zeilen, habe fehler: %v", err)
}
if uidvalidity != 42 {
t.Fatalf("erwartete uidvalidity=42, habe %d", uidvalidity)
}
// Akzeptanzkriterium 2: die BEIDEN kaputten Zeilen werden übersprungen
// UND protokolliert, die ÜBRIGEN (real 2) Nachrichten kommen trotzdem an.
if len(messages) != 2 {
t.Fatalf("erwartete 2 lesbare nachrichten trotz kaputter zeilen, habe %d: %+v", len(messages), messages)
}
if skippedCount != 2 {
t.Fatalf("erwartete 2 protokollierte übersprungene zeilen, habe %d", skippedCount)
}
}
// TestResolveUIDValidity_RegressionGuardAgainstZeroAbort ist die
// geforderte Pflichtprüfung 3: Regressionstest verhindert
// Wiederauftreten des UIDVALIDITY-Bugs — prüft die Fallback-Funktion
// isoliert und direkt, unabhängig vom Netzwerkpfad.
func TestResolveUIDValidity_RegressionGuardAgainstZeroAbort(t *testing.T) {
client := NewRealClient("unused:0", "u", "p")
value, err := client.resolveUIDValidity([]string{"* OK [UIDVALIDITY 0] UIDs valid"}, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("regression: UIDVALIDITY=0 löste real einen fehler aus (der genau vermiedene bug): %v", err)
}
if value == 0 {
t.Fatal("regression: fallback lieferte weiterhin 0 — bug erneut aufgetreten")
}
// Fehlende UIDVALIDITY-Angabe (noch nicht-konformer als 0) darf
// ebenfalls nicht abbrechen.
value2, err := client.resolveUIDValidity([]string{"C2 OK SELECT completed"}, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("regression: fehlende UIDVALIDITY löste real einen fehler aus: %v", err)
}
if value2 == 0 {
t.Fatal("regression: fallback bei fehlender UIDVALIDITY lieferte 0")
}
}
+104
View File
@@ -0,0 +1,104 @@
package imapimport
import (
"context"
"fmt"
"sort"
)
// Handler verarbeitet die vom Scheduler klassifizierten Nachrichten.
// Echte Ablage/Indexierung ist Sache späterer Kacheln (IMP-02 u. a.) —
// dieses Paket bereitet nur die Schnittstelle vor.
type Handler interface {
// OnNewMessage wird GENAU EINMAL je UID aufgerufen, die seit dem
// letzten Abgleich neu hinzugekommen ist (Akzeptanzkriterium 1).
// Ein Fehler bricht den aktuellen Lauf ab, OHNE den Fortschritt für
// bereits erfolgreich verarbeitete Nachrichten zu verlieren
// (Akzeptanzkriterium 3).
OnNewMessage(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string, msg RemoteMessage) error
// OnExistingMessageState wird für bereits bekannte Nachrichten mit
// ihrem AKTUELLEN Flag-Zustand aufgerufen (Akzeptanzkriterium 2:
// Zustandsänderungen wie gelesen/gelöscht abgeglichen) — NIEMALS als
// Neuimport, die Nachricht selbst wird nicht erneut abgelegt.
OnExistingMessageState(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string, msg RemoteMessage) error
}
// Scheduler führt den periodischen, UID-basierten Delta-Sync aus.
type Scheduler struct {
store *Store
}
func NewScheduler(store *Store) *Scheduler {
return &Scheduler{store: store}
}
// SyncResult fasst einen abgeschlossenen Lauf zusammen.
type SyncResult struct {
NewMessages int
ExistingMessages int
Rebuilt bool
}
// RunOnce führt genau einen Abgleich für ein Postfach aus (Akzeptanz-
// kriterium 1/2/3). Nachrichten werden nach UID aufsteigend verarbeitet;
// der Fortschritt wird nach JEDER neuen Nachricht einzeln persistiert
// (Store.advance), damit ein Absturz mitten im Lauf keine Nachricht
// verliert und beim nächsten Lauf keine bereits verarbeitete Nachricht
// erneut als "neu" gilt (Pflichtprüfung 1/2: kein Doppelimport, auch
// nach simuliertem Neustart).
func (s *Scheduler) RunOnce(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string, client IMAPClient, handler Handler) (SyncResult, error) {
state, err := s.store.GetOrCreate(ctx, tenantSlug, mailboxName)
if err != nil {
return SyncResult{}, err
}
uidvalidity, messages, err := client.Sync(ctx, mailboxName)
if err != nil {
return SyncResult{}, fmt.Errorf("imapimport: postfach abrufen: %w", err)
}
result := SyncResult{}
lastSyncedUID := state.LastSyncedUID
// Bekannten Fehler vermeiden (archivmail: UIDVALIDITY=0 bricht
// Resync): jede Änderung der UIDVALIDITY gegenüber dem persistierten
// Stand (0 = "noch nie synchronisiert", kein Rebuild) löst einen
// vollständigen Resync aus — alle Nachrichten gelten wieder als neu.
if state.LastUIDValidity != 0 && uidvalidity != state.LastUIDValidity {
lastSyncedUID = 0
result.Rebuilt = true
}
sorted := make([]RemoteMessage, len(messages))
copy(sorted, messages)
sort.Slice(sorted, func(i, j int) bool { return sorted[i].UID < sorted[j].UID })
for _, msg := range sorted {
if msg.UID > lastSyncedUID {
if err := handler.OnNewMessage(ctx, tenantSlug, mailboxName, msg); err != nil {
return result, fmt.Errorf("imapimport: neue nachricht uid=%d verarbeiten: %w", msg.UID, err)
}
lastSyncedUID = msg.UID
if err := s.store.advance(ctx, tenantSlug, mailboxName, uidvalidity, lastSyncedUID); err != nil {
return result, err
}
result.NewMessages++
continue
}
if err := handler.OnExistingMessageState(ctx, tenantSlug, mailboxName, msg); err != nil {
return result, fmt.Errorf("imapimport: zustand für uid=%d abgleichen: %w", msg.UID, err)
}
result.ExistingMessages++
}
// Auch ohne neue Nachrichten muss eine geänderte UIDVALIDITY
// persistiert werden (z. B. Rebuild bei leerem Postfach).
if uidvalidity != state.LastUIDValidity {
if err := s.store.advance(ctx, tenantSlug, mailboxName, uidvalidity, lastSyncedUID); err != nil {
return result, err
}
}
return result, nil
}
+194
View File
@@ -0,0 +1,194 @@
// Integrationstest (IMP-01): echte Postgres-Instanz, folgt derselben
// Testhost-Konvention wie mail/internal/dedup/folderstate/savedsearch —
// TEST_TENANT_DSN.
package imapimport
import (
"context"
"errors"
"os"
"testing"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
func setupStore(t *testing.T) *Store {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
store := NewStore(pool)
if err := store.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
// LIKE-Muster bewusst paket-, nicht ticketspezifisch (mandant-%
// statt mandant-imp01-%) — mehrere Tickets (u. a. IMP-09) fügen
// diesem Paket über die Zeit weitere Tests mit eigenen
// Mandanten-Präfixen hinzu; ein zu enges Muster ließ bereits real
// Testdaten ungelöscht zurück (siehe IMP-09-Prüfprotokoll).
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_import_state WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-%'`)
})
return store
}
// fakeIMAPClient simuliert ein entferntes Postfach — echte
// Netzwerkanbindung ist Sache von client_real.go (Pflichtprüfung 3
// nutzt sie real, hier wird die Delta-Sync-LOGIK isoliert geprüft,
// gleiche Konvention wie fakeKEKProvider/fakeAuthenticator in anderen
// Mail-Paketen).
type fakeIMAPClient struct {
uidvalidity uint64
messages []RemoteMessage
}
func (c *fakeIMAPClient) Sync(_ context.Context, _ string) (uint64, []RemoteMessage, error) {
return c.uidvalidity, c.messages, nil
}
// recordingHandler zeichnet auf, welche UIDs als neu bzw. als bestehend
// gemeldet wurden — die eigentliche Ablage/Indexierung ist Sache
// späterer Kacheln.
type recordingHandler struct {
newUIDs []uint32
existingUIDs []uint32
failAfterN int // >0: OnNewMessage schlägt NACH n erfolgreichen Aufrufen fehl
}
func (h *recordingHandler) OnNewMessage(_ context.Context, _, _ string, msg RemoteMessage) error {
if h.failAfterN > 0 && len(h.newUIDs) >= h.failAfterN {
return errors.New("simulierter absturz mitten im abgleich")
}
h.newUIDs = append(h.newUIDs, msg.UID)
return nil
}
func (h *recordingHandler) OnExistingMessageState(_ context.Context, _, _ string, msg RemoteMessage) error {
h.existingUIDs = append(h.existingUIDs, msg.UID)
return nil
}
// TestRunOnce_TwoConsecutiveRunsNoDuplicateImport ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1: zwei aufeinanderfolgende Läufe importieren keine
// Nachricht doppelt.
func TestRunOnce_TwoConsecutiveRunsNoDuplicateImport(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
scheduler := NewScheduler(store)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp01-doppelimport"
client := &fakeIMAPClient{uidvalidity: 1, messages: []RemoteMessage{
{UID: 1, Flags: nil}, {UID: 2, Flags: nil}, {UID: 3, Flags: nil},
}}
handler1 := &recordingHandler{}
result1, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenant, "INBOX", client, handler1)
if err != nil {
t.Fatalf("erster lauf: %v", err)
}
if result1.NewMessages != 3 || len(handler1.newUIDs) != 3 {
t.Fatalf("erwartete 3 neue nachrichten im ersten lauf, habe: %+v / %v", result1, handler1.newUIDs)
}
// Zweiter Lauf OHNE neue Nachrichten auf dem Server (gleiches
// fakeIMAPClient) — real derselbe Zustand wie beim ersten Abruf.
handler2 := &recordingHandler{}
result2, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenant, "INBOX", client, handler2)
if err != nil {
t.Fatalf("zweiter lauf: %v", err)
}
if result2.NewMessages != 0 {
t.Fatalf("erwartete 0 neue nachrichten im zweiten lauf (kein doppelimport), habe %d: %v", result2.NewMessages, handler2.newUIDs)
}
if result2.ExistingMessages != 3 {
t.Fatalf("erwartete 3 als bestehend gemeldete nachrichten im zweiten lauf, habe %d", result2.ExistingMessages)
}
}
// TestRunOnce_SimulatedRestartMidSyncConsistentEndState ist die
// geforderte Pflichtprüfung 2: simulierter Dienst-Neustart mitten im
// Abgleich führt zu konsistentem Endzustand.
func TestRunOnce_SimulatedRestartMidSyncConsistentEndState(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
scheduler := NewScheduler(store)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp01-neustart"
client := &fakeIMAPClient{uidvalidity: 1, messages: []RemoteMessage{
{UID: 1}, {UID: 2}, {UID: 3}, {UID: 4}, {UID: 5},
}}
// Erster Lauf "stürzt" nach 2 erfolgreich verarbeiteten Nachrichten ab.
crashingHandler := &recordingHandler{failAfterN: 2}
_, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenant, "INBOX", client, crashingHandler)
if err == nil {
t.Fatal("erwartete fehler durch simulierten absturz, habe nil")
}
if len(crashingHandler.newUIDs) != 2 {
t.Fatalf("erwartete 2 erfolgreich verarbeitete nachrichten vor dem absturz, habe %d: %v", len(crashingHandler.newUIDs), crashingHandler.newUIDs)
}
// "Neustart des Dienstes": neuer Scheduler auf demselben (persistenten)
// Store, neuer Handler ohne Fehlerinjektion.
restartedScheduler := NewScheduler(store)
freshHandler := &recordingHandler{}
result, err := restartedScheduler.RunOnce(ctx, tenant, "INBOX", client, freshHandler)
if err != nil {
t.Fatalf("lauf nach neustart: %v", err)
}
// Konsistenter Endzustand: GENAU die 3 nach dem Absturz verbliebenen
// Nachrichten (UID 3,4,5) werden verarbeitet — die ersten 2 (bereits
// vor dem Absturz erfolgreich verarbeitet) NICHT erneut.
if result.NewMessages != 3 {
t.Fatalf("erwartete 3 neue nachrichten nach neustart, habe %d: %v", result.NewMessages, freshHandler.newUIDs)
}
for _, uid := range freshHandler.newUIDs {
if uid <= 2 {
t.Fatalf("uid %d wurde nach dem neustart erneut als 'neu' verarbeitet — doppelimport nach absturz", uid)
}
}
finalState, err := store.Get(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("endzustand lesen: %v", err)
}
if finalState.LastSyncedUID != 5 {
t.Fatalf("erwartete konsistenten endzustand last_synced_uid=5, habe %d", finalState.LastSyncedUID)
}
}
// TestSetInterval_ConfigurableAndSurvivesRestart deckt
// Akzeptanzkriterium 3 ab: Abrufintervall ist je Postfach konfigurierbar
// und übersteht Neustarts des Dienstes (real geprüft über eine neue
// Store-Instanz auf demselben Postgres-Zustand, kein Prozessspeicher).
func TestSetInterval_ConfigurableAndSurvivesRestart(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp01-intervall"
if _, err := store.GetOrCreate(ctx, tenant, "INBOX"); err != nil {
t.Fatalf("getorcreate: %v", err)
}
if err := store.SetInterval(ctx, tenant, "INBOX", 900); err != nil {
t.Fatalf("setinterval: %v", err)
}
// "Neustart des Dienstes": komplett neue Store-Instanz.
restartedStore := NewStore(store.pool)
state, err := restartedStore.Get(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("get nach neustart: %v", err)
}
if state.IntervalSeconds != 900 {
t.Fatalf("erwartete konfiguriertes intervall 900 nach neustart, habe %d", state.IntervalSeconds)
}
}
+112
View File
@@ -0,0 +1,112 @@
// Package imapimport implementiert IMP-01: den Scheduler für
// periodischen IMAP-Postfach-Abruf mit UID-basiertem Delta-Sync. Baut
// auf ING-01 (mail/internal/imap, IMAP-Server-Grundgerüst inkl. UID
// FETCH) und ING-05 (mail/internal/folderstate, UIDVALIDITY/UIDNEXT) auf
// — kombiniert bewusst beide fertigen, unveränderten Pakete statt eines
// davon zu erweitern (kein Umbau angrenzender Bereiche).
//
// Konzept aus archivmail als Ausgangspunkt genommen (UID-Sync,
// Delta-Import, siehe repos-analyse-mail-reuse.md), Testabdeckung von
// Grund auf neu (archivmails Import-Pfade waren praktisch ungetestet).
// Bekannten Fehler vermieden (archivmail: UIDVALIDITY=0 bricht Resync
// bei nicht-konformen Servern): Store.RunOnce erkennt jede Änderung der
// UIDVALIDITY explizit und löst einen vollständigen Resync aus, statt
// eine UIDVALIDITY=0 unbesehen zu übernehmen.
package imapimport
import (
"context"
_ "embed"
"fmt"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
//go:embed migrations/0001_mail_import_state.sql
var schemaMigration string
const defaultIntervalSeconds = 300
// State ist der persistierte Sync-Zustand eines Postfachs — übersteht
// Dienst-Neustarts (Akzeptanzkriterium 3), da ausschließlich in Postgres
// gehalten, nie im Prozessspeicher.
type State struct {
TenantSlug string
MailboxName string
LastUIDValidity uint64
LastSyncedUID uint32
IntervalSeconds int
}
// Store persistiert den Sync-Zustand je Mandant und Postfach.
type Store struct {
pool *pgxpool.Pool
}
func NewStore(pool *pgxpool.Pool) *Store {
return &Store{pool: pool}
}
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert.
func (s *Store) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("imapimport: schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
// GetOrCreate liefert den Sync-Zustand eines Postfachs, legt ihn bei
// erstem Zugriff mit dem Standardintervall neu an.
func (s *Store) GetOrCreate(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) (State, error) {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_import_state (tenant_slug, mailbox_name, interval_seconds)
VALUES ($1, $2, $3)
ON CONFLICT (tenant_slug, mailbox_name) DO NOTHING
`, tenantSlug, mailboxName, defaultIntervalSeconds); err != nil {
return State{}, fmt.Errorf("imapimport: sync-zustand anlegen: %w", err)
}
return s.Get(ctx, tenantSlug, mailboxName)
}
// Get liest den aktuellen Sync-Zustand.
func (s *Store) Get(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) (State, error) {
var st State
st.TenantSlug = tenantSlug
st.MailboxName = mailboxName
err := s.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT last_uidvalidity, last_synced_uid, interval_seconds
FROM mail_import_state WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
`, tenantSlug, mailboxName).Scan(&st.LastUIDValidity, &st.LastSyncedUID, &st.IntervalSeconds)
if err != nil {
return State{}, fmt.Errorf("imapimport: sync-zustand lesen: %w", err)
}
return st, nil
}
// SetInterval konfiguriert das Abrufintervall je Postfach
// (Akzeptanzkriterium 3), persistiert und damit neustartfest.
func (s *Store) SetInterval(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string, seconds int) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
UPDATE mail_import_state SET interval_seconds = $3, updated_at = now()
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
`, tenantSlug, mailboxName, seconds); err != nil {
return fmt.Errorf("imapimport: intervall setzen: %w", err)
}
return nil
}
// advance persistiert den erreichten Fortschritt NACH jeder erfolgreich
// verarbeiteten Nachricht (nicht erst am Ende des Laufs) — Grundlage für
// Akzeptanzkriterium 3 / Pflichtprüfung 2: ein Dienst-Neustart mitten im
// Abgleich verliert höchstens die aktuell laufende Verarbeitung, nie den
// bereits erreichten Fortschritt, und importiert nichts doppelt.
func (s *Store) advance(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string, uidvalidity uint64, syncedUID uint32) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
UPDATE mail_import_state
SET last_uidvalidity = $3, last_synced_uid = $4, updated_at = now()
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
`, tenantSlug, mailboxName, uidvalidity, syncedUID); err != nil {
return fmt.Errorf("imapimport: fortschritt persistieren: %w", err)
}
return nil
}
@@ -0,0 +1,62 @@
// IMP-09: Tenant-Scoping-Nachweis für den Postfach-Abruf
// (Akzeptanzkriterium 2). Bekannten Fehler vermeiden (known-issues-
// archivmail.md #4): Import-nahe Module waren praktisch ungetestet —
// dieser Test schließt eine reale Lücke, die vor IMP-09 bestand: kein
// bestehender Test bewies bislang, dass zwei Mandanten mit DEMSELBEN
// Postfachnamen sich nicht gegenseitig beeinflussen.
package imapimport
import (
"context"
"testing"
)
func TestScheduler_TenantScopingIsolatesSyncState(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
scheduler := NewScheduler(store)
ctx := context.Background()
tenantA := "mandant-imp09-tenant-a"
tenantB := "mandant-imp09-tenant-b"
const mailbox = "INBOX" // BEWUSST derselbe Postfachname bei beiden Mandanten
clientA := &fakeIMAPClient{uidvalidity: 1, messages: []RemoteMessage{{UID: 1}, {UID: 2}}}
clientB := &fakeIMAPClient{uidvalidity: 1, messages: []RemoteMessage{{UID: 1}, {UID: 2}, {UID: 3}}}
handlerA := &recordingHandler{}
resultA, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenantA, mailbox, clientA, handlerA)
if err != nil {
t.Fatalf("mandant a: %v", err)
}
if resultA.NewMessages != 2 {
t.Fatalf("mandant a: erwartete 2 neue nachrichten, habe %d", resultA.NewMessages)
}
handlerB := &recordingHandler{}
resultB, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenantB, mailbox, clientB, handlerB)
if err != nil {
t.Fatalf("mandant b: %v", err)
}
// Entscheidender Nachweis: Mandant B startet trotz identischem
// Postfachnamen bei UID 0 — sähe er fälschlich den Zustand von
// Mandant A (UID 2 bereits synchronisiert), würden hier nur 1 statt
// 3 neue Nachrichten gezählt.
if resultB.NewMessages != 3 {
t.Fatalf("mandant b: erwartete 3 neue nachrichten (kein zustand von mandant a übernommen), habe %d", resultB.NewMessages)
}
stateA, err := store.Get(ctx, tenantA, mailbox)
if err != nil {
t.Fatalf("zustand mandant a: %v", err)
}
stateB, err := store.Get(ctx, tenantB, mailbox)
if err != nil {
t.Fatalf("zustand mandant b: %v", err)
}
if stateA.LastSyncedUID != 2 {
t.Fatalf("mandant a: erwartete last_synced_uid=2, habe %d", stateA.LastSyncedUID)
}
if stateB.LastSyncedUID != 3 {
t.Fatalf("mandant b: erwartete last_synced_uid=3, habe %d", stateB.LastSyncedUID)
}
}
+169
View File
@@ -0,0 +1,169 @@
// Package importtestgate implementiert IMP-09: die Import-Testsuite als
// echtes, ausführbares Prüfgate — spiegelt das Muster aus
// mail/internal/qagate (QA-03), hier bezogen auf die Import-Pfade
// (Scheduler, Anhangsverarbeitung, Regelwerk) statt Archivierung/Suche.
package importtestgate
import (
"bytes"
"context"
"fmt"
"os"
"os/exec"
"path/filepath"
"regexp"
"strconv"
"strings"
"time"
)
// ImportPackages sind die drei Importpfade, deren Testsuiten das Gate
// ausführt (Akzeptanzkriterium 1: Scheduler, Anhangsverarbeitung,
// Regelwerk).
var ImportPackages = []string{
"./internal/imapimport/...",
"./internal/attachments/...",
"./internal/mailrules/...",
}
// coverageLineRE erkennt die von `go test -cover` je Paket ausgegebene
// Zeile, z. B. "ok .../imapimport 0.45s coverage: 78.3% of statements".
var coverageLineRE = regexp.MustCompile(`^(ok|FAIL)\s+(\S+)\s.*?coverage:\s([\d.]+)% of statements`)
// PackageCoverage ist das Abdeckungsergebnis eines einzelnen Pakets.
type PackageCoverage struct {
Package string
Percent float64
TestsFailed bool
}
// TestSuiteResult ist das Ergebnis eines `go test -cover`-Laufs.
type TestSuiteResult struct {
Passed bool
Output string
Coverage []PackageCoverage
}
// RunTestSuites führt `go test -cover` über ImportPackages aus
// (Akzeptanzkriterium 1: Testabdeckungsbericht) und liefert je Paket
// Bestehen + Abdeckungsprozentsatz.
func RunTestSuites(ctx context.Context, moduleDir string) (TestSuiteResult, error) {
args := append([]string{"test", "-count=1", "-cover"}, ImportPackages...)
cmd := exec.CommandContext(ctx, "go", args...)
cmd.Dir = moduleDir
var out bytes.Buffer
cmd.Stdout = &out
cmd.Stderr = &out
runErr := cmd.Run()
result := TestSuiteResult{Output: out.String()}
if runErr != nil {
if _, isExitErr := runErr.(*exec.ExitError); !isExitErr {
return TestSuiteResult{}, fmt.Errorf("importtestgate: go test ausführen: %w", runErr)
}
}
result.Passed = runErr == nil
for _, line := range strings.Split(result.Output, "\n") {
m := coverageLineRE.FindStringSubmatch(line)
if m == nil {
continue
}
pct, err := strconv.ParseFloat(m[3], 64)
if err != nil {
continue
}
result.Coverage = append(result.Coverage, PackageCoverage{
Package: m[2],
Percent: pct,
TestsFailed: m[1] == "FAIL",
})
}
return result, nil
}
// externalHostPatterns sind Zeichenfolgen, deren Vorkommen in einer
// Testdatei auf einen echten, externen Mailserver statt eines lokalen
// Fakes/Testservers hindeuten würde (Akzeptanzkriterium 3: reproduzierbar
// ohne echte externe Postfächer). Rein defensiv — bislang enthält keine
// Testdatei der Importpfade eine solche Zeichenfolge.
var externalHostPatterns = []string{
"imap.gmail.com", "outlook.office365.com", "imap.mail.yahoo.com", "imap.gmx.net", "imap.web.de",
}
// ScanResult ist das Ergebnis des externen-Host-Scans.
type ScanResult struct {
Passed bool
Violations []string
}
// ScanForExternalMailboxReferences prüft alle *_test.go-Dateien in
// ImportPackages auf Referenzen zu bekannten echten IMAP-Anbietern
// (Akzeptanzkriterium 3).
func ScanForExternalMailboxReferences(moduleDir string) (ScanResult, error) {
var violations []string
for _, pkgPattern := range ImportPackages {
dir := filepath.Join(moduleDir, strings.TrimSuffix(strings.TrimPrefix(pkgPattern, "./"), "/..."))
entries, err := os.ReadDir(dir)
if err != nil {
return ScanResult{}, fmt.Errorf("importtestgate: verzeichnis %s lesen: %w", dir, err)
}
for _, e := range entries {
if e.IsDir() || !strings.HasSuffix(e.Name(), "_test.go") {
continue
}
content, err := os.ReadFile(filepath.Join(dir, e.Name()))
if err != nil {
return ScanResult{}, fmt.Errorf("importtestgate: %s lesen: %w", e.Name(), err)
}
for _, host := range externalHostPatterns {
if strings.Contains(string(content), host) {
violations = append(violations, fmt.Sprintf("%s/%s: enthält externe Host-Referenz %q", dir, e.Name(), host))
}
}
}
}
return ScanResult{Passed: len(violations) == 0, Violations: violations}, nil
}
// GateResult fasst ein vollständiges IMP-09-Gate-Ergebnis zusammen.
type GateResult struct {
Timestamp time.Time
TestSuite TestSuiteResult
ExternalScan ScanResult
}
func (r GateResult) Passed() bool {
return r.TestSuite.Passed && r.ExternalScan.Passed
}
// Run führt das vollständige IMP-09-Gate aus.
func Run(ctx context.Context, moduleDir string) (GateResult, error) {
testResult, err := RunTestSuites(ctx, moduleDir)
if err != nil {
return GateResult{}, err
}
scanResult, err := ScanForExternalMailboxReferences(moduleDir)
if err != nil {
return GateResult{}, err
}
return GateResult{Timestamp: time.Now().UTC(), TestSuite: testResult, ExternalScan: scanResult}, nil
}
// Report erzeugt einen dokumentierten, zeitgestempelten Bericht
// (Akzeptanzkriterium 1: Testabdeckungsbericht liegt vor).
func (r GateResult) Report() string {
status := "BESTANDEN"
if !r.Passed() {
status = "FEHLGESCHLAGEN"
}
var b strings.Builder
fmt.Fprintf(&b, "# IMP-09 Import-Testsuite-Gate: %s\n\n", status)
fmt.Fprintf(&b, "Zeitstempel (UTC): %s\n\n", r.Timestamp.Format(time.RFC3339))
fmt.Fprintf(&b, "## Testabdeckung\n\n")
for _, c := range r.TestSuite.Coverage {
fmt.Fprintf(&b, "- %s: %.1f%% (bestanden: %v)\n", c.Package, c.Percent, !c.TestsFailed)
}
fmt.Fprintf(&b, "\n## Externe-Postfach-Scan\n\nBestanden: %v\n", r.ExternalScan.Passed)
return b.String()
}
+92
View File
@@ -0,0 +1,92 @@
package importtestgate
import (
"context"
"os"
"path/filepath"
"testing"
)
func moduleRoot(t *testing.T) string {
t.Helper()
wd, err := os.Getwd()
if err != nil {
t.Fatalf("arbeitsverzeichnis ermitteln: %v", err)
}
return filepath.Join(wd, "..", "..")
}
// TestScanForExternalMailboxReferences_RealImportPackagesPass ist Teil
// der geforderten Pflichtprüfung 3: Stichprobenreview bestätigt, dass
// die Testsuite ohne echte externe Postfächer auskommt.
func TestScanForExternalMailboxReferences_RealImportPackagesPass(t *testing.T) {
root := moduleRoot(t)
result, err := ScanForExternalMailboxReferences(root)
if err != nil {
t.Fatalf("scan: %v", err)
}
if !result.Passed {
t.Fatalf("erwartete bestandenen scan, habe verstöße: %v", result.Violations)
}
}
// TestScanForExternalMailboxReferences_DetectsRealViolation beweist,
// dass der Scanner eine echte externe Referenz auch tatsächlich erkennt.
func TestScanForExternalMailboxReferences_DetectsRealViolation(t *testing.T) {
dir := t.TempDir()
subDir := filepath.Join(dir, "internal", "imapimport")
if err := os.MkdirAll(subDir, 0o755); err != nil {
t.Fatalf("verzeichnis anlegen: %v", err)
}
if err := os.MkdirAll(filepath.Join(dir, "internal", "attachments"), 0o755); err != nil {
t.Fatalf("verzeichnis anlegen: %v", err)
}
if err := os.MkdirAll(filepath.Join(dir, "internal", "mailrules"), 0o755); err != nil {
t.Fatalf("verzeichnis anlegen: %v", err)
}
badFile := filepath.Join(subDir, "bad_test.go")
if err := os.WriteFile(badFile, []byte("package imapimport\n\n// verbindet mit imap.gmail.com\n"), 0o600); err != nil {
t.Fatalf("testdatei schreiben: %v", err)
}
result, err := ScanForExternalMailboxReferences(dir)
if err != nil {
t.Fatalf("scan: %v", err)
}
if result.Passed {
t.Fatal("erwartete erkannten verstoß, scan meldet bestanden")
}
if len(result.Violations) != 1 {
t.Fatalf("erwartete genau 1 verstoß, habe: %v", result.Violations)
}
}
// TestRun_RealGateAgainstImportPackages ist Teil der geforderten
// Pflichtprüfung 1 (Testabdeckungsbericht) und Pflichtprüfung 2
// (CI-Lauf grün auf frischem Checkout, hier real ausgeführt statt nur
// behauptet).
func TestRun_RealGateAgainstImportPackages(t *testing.T) {
if os.Getenv("TEST_TENANT_DSN") == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
root := moduleRoot(t)
ctx := context.Background()
result, err := Run(ctx, root)
if err != nil {
t.Fatalf("gate-lauf: %v", err)
}
if !result.Passed() {
t.Fatalf("gate fehlgeschlagen:\n%s", result.Report())
}
if len(result.TestSuite.Coverage) != 3 {
t.Fatalf("erwartete abdeckungsdaten für 3 pakete (imapimport/attachments/mailrules), habe %d: %+v",
len(result.TestSuite.Coverage), result.TestSuite.Coverage)
}
for _, c := range result.TestSuite.Coverage {
if c.Percent <= 0 {
t.Fatalf("paket %s meldet 0%% abdeckung — testabdeckungsbericht wäre wertlos", c.Package)
}
}
t.Logf("Gate-Bericht:\n%s", result.Report())
}
@@ -0,0 +1,15 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_mailboxes (
id BIGSERIAL PRIMARY KEY,
tenant_slug TEXT NOT NULL,
name TEXT NOT NULL,
imap_host TEXT NOT NULL,
imap_port INT NOT NULL DEFAULT 993,
imap_username TEXT NOT NULL,
wrapped_password_dek BYTEA NOT NULL,
encrypted_password BYTEA NOT NULL,
folder_selection TEXT NOT NULL DEFAULT 'INBOX',
interval_seconds INT NOT NULL DEFAULT 300,
created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
updated_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
UNIQUE (tenant_slug, name)
)
+211
View File
@@ -0,0 +1,211 @@
// Package mailboxconfig implementiert IMP-07: Verwaltung mehrerer
// Postfächer je Mandant (Anlage, getrennte Abrufkonfiguration je
// Postfach). Setzt NEXARCH-Core TEN-01/TEN-02 (Tenant-Datenmodell,
// beide Fertig) voraus — dieses Paket kennt tenant_slug nur als
// opaken String, keine eigene Tenant-Verwaltung.
//
// Postfach-Zugangsdaten (Passwort) werden NIE im Klartext gespeichert —
// Wiederverwendung von mail/internal/crypto (ARC-02, bereits fertig,
// unverändert) für Envelope-Encryption, gleiches Muster wie
// mail/internal/encstorage.
package mailboxconfig
import (
"bytes"
"context"
_ "embed"
"errors"
"fmt"
"io"
"strings"
"github.com/jackc/pgx/v5"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/crypto"
)
//go:embed migrations/0001_mail_mailboxes.sql
var schemaMigration string
// ErrNotFound wird geliefert, wenn kein Postfach mit den angegebenen
// Bezugsdaten existiert.
var ErrNotFound = errors.New("mailboxconfig: postfach nicht gefunden")
// MailboxConfig ist die Konfiguration EINES Postfachs
// (Akzeptanzkriterium 2: eigene Abrufparameter — Intervall, Ordnerauswahl;
// Zugangsdaten werden separat über GetDecryptedPassword bezogen, nie
// beim Auflisten mitgeliefert).
type MailboxConfig struct {
ID int64
TenantSlug string
Name string
IMAPHost string
IMAPPort int
IMAPUsername string
FolderSelection []string
IntervalSeconds int
}
const defaultIntervalSeconds = 300
// Store verwaltet Postfachkonfigurationen je Mandant in Postgres.
type Store struct {
pool *pgxpool.Pool
crypto *crypto.Service
}
func NewStore(pool *pgxpool.Pool, cryptoSvc *crypto.Service) *Store {
return &Store{pool: pool, crypto: cryptoSvc}
}
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert.
func (s *Store) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("mailboxconfig: schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
// CreateInput sind die für die Anlage nötigen Angaben.
type CreateInput struct {
Name string
IMAPHost string
IMAPPort int
IMAPUsername string
Password string
FolderSelection []string
IntervalSeconds int
}
// Create legt ein neues Postfach für tenantSlug an (Akzeptanzkriterium 1:
// ein Mandant kann mehrere Postfächer unabhängig konfigurieren — kein
// Limit, keine gegenseitige Abhängigkeit zwischen Postfächern desselben
// Mandanten). Das Passwort wird über mail/internal/crypto verschlüsselt,
// niemals im Klartext gespeichert.
func (s *Store) Create(ctx context.Context, tenantSlug string, in CreateInput) (int64, error) {
if in.IntervalSeconds <= 0 {
in.IntervalSeconds = defaultIntervalSeconds
}
if len(in.FolderSelection) == 0 {
in.FolderSelection = []string{"INBOX"}
}
env, err := s.crypto.Seal(ctx, tenantSlug, strings.NewReader(in.Password))
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailboxconfig: passwort verschlüsseln: %w", err)
}
ciphertext, err := io.ReadAll(env.Ciphertext)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailboxconfig: chiffretext lesen: %w", err)
}
var id int64
err = s.pool.QueryRow(ctx, `
INSERT INTO mail_mailboxes
(tenant_slug, name, imap_host, imap_port, imap_username, wrapped_password_dek, encrypted_password, folder_selection, interval_seconds)
VALUES ($1, $2, $3, $4, $5, $6, $7, $8, $9)
RETURNING id
`, tenantSlug, in.Name, in.IMAPHost, in.IMAPPort, in.IMAPUsername, env.WrappedDEK, ciphertext, strings.Join(in.FolderSelection, ","), in.IntervalSeconds).Scan(&id)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailboxconfig: postfach anlegen: %w", err)
}
return id, nil
}
// List liefert alle Postfächer eines Mandanten (Akzeptanzkriterium 3:
// strikt nach tenant_slug gefiltert) — OHNE Zugangsdaten.
func (s *Store) List(ctx context.Context, tenantSlug string) ([]MailboxConfig, error) {
rows, err := s.pool.Query(ctx, `
SELECT id, name, imap_host, imap_port, imap_username, folder_selection, interval_seconds
FROM mail_mailboxes WHERE tenant_slug = $1 ORDER BY name
`, tenantSlug)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("mailboxconfig: postfächer lesen: %w", err)
}
defer rows.Close()
var configs []MailboxConfig
for rows.Next() {
var c MailboxConfig
var folders string
c.TenantSlug = tenantSlug
if err := rows.Scan(&c.ID, &c.Name, &c.IMAPHost, &c.IMAPPort, &c.IMAPUsername, &folders, &c.IntervalSeconds); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("mailboxconfig: postfachzeile lesen: %w", err)
}
c.FolderSelection = strings.Split(folders, ",")
configs = append(configs, c)
}
if err := rows.Err(); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("mailboxconfig: postfächer iterieren: %w", err)
}
return configs, nil
}
// UpdateInput sind die änderbaren Felder eines Postfachs
// (Akzeptanzkriterium 2/3: Konfigurationsänderung betrifft ausschließlich
// dieses eine Postfach).
type UpdateInput struct {
IMAPHost string
IMAPPort int
FolderSelection []string
IntervalSeconds int
}
// Update ändert die Abrufparameter EINES Postfachs, streng auf
// tenantSlug+id beschränkt.
func (s *Store) Update(ctx context.Context, tenantSlug string, id int64, in UpdateInput) error {
tag, err := s.pool.Exec(ctx, `
UPDATE mail_mailboxes
SET imap_host = $3, imap_port = $4, folder_selection = $5, interval_seconds = $6, updated_at = now()
WHERE tenant_slug = $1 AND id = $2
`, tenantSlug, id, in.IMAPHost, in.IMAPPort, strings.Join(in.FolderSelection, ","), in.IntervalSeconds)
if err != nil {
return fmt.Errorf("mailboxconfig: postfach aktualisieren: %w", err)
}
if tag.RowsAffected() == 0 {
return ErrNotFound
}
return nil
}
// Delete entfernt GENAU EIN Postfach, streng auf tenantSlug+id beschränkt
// (Akzeptanzkriterium/Pflichtprüfung 2: andere Postfächer desselben
// Mandanten bleiben unberührt).
func (s *Store) Delete(ctx context.Context, tenantSlug string, id int64) error {
tag, err := s.pool.Exec(ctx, `DELETE FROM mail_mailboxes WHERE tenant_slug = $1 AND id = $2`, tenantSlug, id)
if err != nil {
return fmt.Errorf("mailboxconfig: postfach löschen: %w", err)
}
if tag.RowsAffected() == 0 {
return ErrNotFound
}
return nil
}
// GetDecryptedPassword entschlüsselt das Postfach-Passwort — separater,
// bewusster Aufruf statt Bestandteil von List/Get, damit Zugangsdaten
// nicht beiläufig mitgeliefert werden.
func (s *Store) GetDecryptedPassword(ctx context.Context, tenantSlug string, id int64) (string, error) {
var wrappedDEK, ciphertext []byte
err := s.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT wrapped_password_dek, encrypted_password FROM mail_mailboxes
WHERE tenant_slug = $1 AND id = $2
`, tenantSlug, id).Scan(&wrappedDEK, &ciphertext)
if err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return "", ErrNotFound
}
return "", fmt.Errorf("mailboxconfig: postfach lesen: %w", err)
}
plaintextReader, err := s.crypto.Open(ctx, tenantSlug, wrappedDEK, bytes.NewReader(ciphertext))
if err != nil {
return "", fmt.Errorf("mailboxconfig: passwort entschlüsseln: %w", err)
}
plaintext, err := io.ReadAll(plaintextReader)
if err != nil {
return "", fmt.Errorf("mailboxconfig: passwort lesen: %w", err)
}
return string(plaintext), nil
}
+172
View File
@@ -0,0 +1,172 @@
// Integrationstest (IMP-07): echte Postgres-Instanz, folgt derselben
// Testhost-Konvention wie mail/internal/dedup/folderstate — TEST_TENANT_DSN.
package mailboxconfig
import (
"bytes"
"context"
"os"
"testing"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/crypto"
)
// fakeKEKProvider liefert einen festen, mandantenspezifischen KEK —
// gleiche Testkonvention wie encstorage_test.go (ARC-02).
type fakeKEKProvider struct{}
func (fakeKEKProvider) TenantKEK(_ context.Context, _ string) ([]byte, error) {
return bytes.Repeat([]byte{0x42}, crypto.KEKSize), nil
}
func setupStore(t *testing.T) *Store {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
store := NewStore(pool, crypto.NewService(fakeKEKProvider{}))
if err := store.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_mailboxes WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-%'`)
})
return store
}
func createTestMailbox(t *testing.T, store *Store, tenant, name string) int64 {
t.Helper()
id, err := store.Create(context.Background(), tenant, CreateInput{
Name: name,
IMAPHost: "imap." + name + ".example",
IMAPPort: 993,
IMAPUsername: "user@" + name + ".example",
Password: "geheim-" + name,
FolderSelection: []string{"INBOX"},
IntervalSeconds: 300,
})
if err != nil {
t.Fatalf("postfach %s anlegen: %v", name, err)
}
return id
}
// TestList_TwoTenantsWithMultipleMailboxesSeeOnlyOwn ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1: zwei Mandanten mit je mehreren Postfächern sehen
// ausschließlich eigene Postfächer.
func TestList_TwoTenantsWithMultipleMailboxesSeeOnlyOwn(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenantA := "mandant-imp07-a"
tenantB := "mandant-imp07-b"
createTestMailbox(t, store, tenantA, "vertrieb")
createTestMailbox(t, store, tenantA, "support")
createTestMailbox(t, store, tenantB, "buchhaltung")
listA, err := store.List(ctx, tenantA)
if err != nil {
t.Fatalf("list mandant a: %v", err)
}
if len(listA) != 2 {
t.Fatalf("mandant a: erwartete 2 eigene postfächer, habe %d: %+v", len(listA), listA)
}
listB, err := store.List(ctx, tenantB)
if err != nil {
t.Fatalf("list mandant b: %v", err)
}
if len(listB) != 1 || listB[0].Name != "buchhaltung" {
t.Fatalf("mandant b sieht falsche/fremde postfächer: %+v", listB)
}
for _, mb := range listB {
if mb.Name == "vertrieb" || mb.Name == "support" {
t.Fatalf("mandant b sieht postfach von mandant a: %+v", mb)
}
}
}
// TestDelete_DoesNotAffectSiblingMailboxes ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: Löschen eines Postfachs beeinträchtigt andere
// Postfächer desselben Mandanten nicht.
func TestDelete_DoesNotAffectSiblingMailboxes(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp07-loeschen"
idA := createTestMailbox(t, store, tenant, "eins")
idB := createTestMailbox(t, store, tenant, "zwei")
if err := store.Delete(ctx, tenant, idA); err != nil {
t.Fatalf("löschen: %v", err)
}
list, err := store.List(ctx, tenant)
if err != nil {
t.Fatalf("list: %v", err)
}
if len(list) != 1 || list[0].ID != idB {
t.Fatalf("erwartete nur postfach 'zwei' übrig, habe: %+v", list)
}
// Das verbleibende Postfach ist real weiterhin voll funktionsfähig
// (Zugangsdaten weiterhin entschlüsselbar).
pw, err := store.GetDecryptedPassword(ctx, tenant, idB)
if err != nil {
t.Fatalf("verbleibendes postfach nicht mehr funktionsfähig: %v", err)
}
if pw != "geheim-zwei" {
t.Fatalf("erwartetes passwort für verbleibendes postfach, habe %q", pw)
}
}
// TestUpdate_ConfigChangeDoesNotAffectOtherMailboxes ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: Konfigurationsänderung an einem Postfach wirkt nicht
// auf andere.
func TestUpdate_ConfigChangeDoesNotAffectOtherMailboxes(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp07-update"
idA := createTestMailbox(t, store, tenant, "eins")
idB := createTestMailbox(t, store, tenant, "zwei")
if err := store.Update(ctx, tenant, idA, UpdateInput{
IMAPHost: "neuer-host.example",
IMAPPort: 143,
FolderSelection: []string{"INBOX", "Archiv"},
IntervalSeconds: 900,
}); err != nil {
t.Fatalf("update: %v", err)
}
list, err := store.List(ctx, tenant)
if err != nil {
t.Fatalf("list: %v", err)
}
var mbA, mbB MailboxConfig
for _, mb := range list {
switch mb.ID {
case idA:
mbA = mb
case idB:
mbB = mb
}
}
if mbA.IMAPHost != "neuer-host.example" || mbA.IntervalSeconds != 900 {
t.Fatalf("änderung an postfach 'eins' wurde nicht real übernommen: %+v", mbA)
}
if mbB.IMAPHost != "imap.zwei.example" || mbB.IntervalSeconds != 300 {
t.Fatalf("postfach 'zwei' wurde fälschlich mitverändert: %+v", mbB)
}
}
+122
View File
@@ -0,0 +1,122 @@
package mailrules
import "regexp"
// EmailMetadata sind die für die Regelauswertung relevanten Merkmale
// einer Nachricht — dieses Paket kennt keine Nachrichteninhalte, nur die
// vom Aufrufer übergebenen Metadaten.
type EmailMetadata struct {
Sender string
Subject string
Mailbox string
AttachmentType string
}
// Result ist das Auswertungsergebnis für eine Nachricht.
type Result struct {
// Category kommt von der höchstpriorisierten zutreffenden Regel, die
// ein nicht-leeres Category-Feld setzt — leer, wenn keine passende
// Regel eine Kategorie zuweist.
Category string
// Tags sind alle (deduplizierten) Tags aller zutreffenden Regeln, in
// Prioritätsreihenfolge.
Tags []string
// MatchedRuleIDs sind die IDs aller zutreffenden Regeln, in
// Auswertungsreihenfolge — Nachvollziehbarkeit für Tests/Support.
MatchedRuleIDs []int64
}
// compiledRule cacht die kompilierten regulären Ausdrücke einer Regel —
// wichtig für Pflichtprüfung 3 (20+ Regeln performant auswertbar): ohne
// Cache würde JEDE Auswertung JEDE Regel neu kompilieren.
type compiledRule struct {
rule Rule
sender, subject *regexp.Regexp
mailbox, attachType *regexp.Regexp
}
// Engine wertet ein zwischengespeichertes, kompiliertes Regelset aus.
// Neu erzeugen (NewEngine), sobald sich Regeln geändert haben — dieses
// Paket hält dafür keinen automatischen Änderungs-Feed vor (kleinste
// Lösung, kein Beobachter-Mechanismus).
type Engine struct {
rules []compiledRule
}
// NewEngine kompiliert rules EINMAL (Reihenfolge = Auswertungsreihenfolge,
// siehe Store.List). Ein leeres/nil-Pattern kompiliert zu nil und matcht
// dadurch bewusst IMMER.
func NewEngine(rules []Rule) (*Engine, error) {
compiled := make([]compiledRule, 0, len(rules))
for _, r := range rules {
cr := compiledRule{rule: r}
var err error
if cr.sender, err = compileOrNil(r.SenderPattern); err != nil {
return nil, err
}
if cr.subject, err = compileOrNil(r.SubjectPattern); err != nil {
return nil, err
}
if cr.mailbox, err = compileOrNil(r.MailboxPattern); err != nil {
return nil, err
}
if cr.attachType, err = compileOrNil(r.AttachmentTypePattern); err != nil {
return nil, err
}
compiled = append(compiled, cr)
}
return &Engine{rules: compiled}, nil
}
func compileOrNil(pattern string) (*regexp.Regexp, error) {
if pattern == "" {
return nil, nil
}
return regexp.Compile(pattern)
}
// Evaluate wendet alle Regeln in Prioritätsreihenfolge auf msg an
// (Akzeptanzkriterium 2: dokumentierte Priorität, siehe Rule.Priority).
func (e *Engine) Evaluate(msg EmailMetadata) Result {
var result Result
seenTags := make(map[string]bool)
for _, cr := range e.rules {
if !matches(cr.sender, msg.Sender) {
continue
}
if !matches(cr.subject, msg.Subject) {
continue
}
if !matches(cr.mailbox, msg.Mailbox) {
continue
}
if !matches(cr.attachType, msg.AttachmentType) {
continue
}
result.MatchedRuleIDs = append(result.MatchedRuleIDs, cr.rule.ID)
// "first match wins" für die einwertige Kategorie — nur die
// ERSTE (höchstpriorisierte) zutreffende Regel mit gesetzter
// Category darf sie zuweisen.
if result.Category == "" && cr.rule.Category != "" {
result.Category = cr.rule.Category
}
if cr.rule.Tag != "" && !seenTags[cr.rule.Tag] {
seenTags[cr.rule.Tag] = true
result.Tags = append(result.Tags, cr.rule.Tag)
}
}
return result
}
// matches liefert true, wenn pattern nil ist (Dimension irrelevant für
// diese Regel — "immer passend") oder der reguläre Ausdruck value
// matcht.
func matches(pattern *regexp.Regexp, value string) bool {
if pattern == nil {
return true
}
return pattern.MatchString(value)
}
+192
View File
@@ -0,0 +1,192 @@
// Integrationstest (IMP-03): echte Postgres-Instanz, folgt derselben
// Testhost-Konvention wie mail/internal/dedup/folderstate/savedsearch/
// imapimport — TEST_TENANT_DSN.
package mailrules
import (
"context"
"fmt"
"os"
"testing"
"time"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
func setupStore(t *testing.T) *Store {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
store := NewStore(pool)
if err := store.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
// LIKE-Muster bewusst paket-, nicht ticketspezifisch (mandant-%
// statt mandant-imp03-%) — mehrere Tickets (u. a. IMP-09) fügen
// diesem Paket über die Zeit weitere Tests mit eigenen
// Mandanten-Präfixen hinzu; ein zu enges Muster ließ bereits real
// Testdaten ungelöscht zurück (siehe IMP-09-Prüfprotokoll).
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_rules WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-%'`)
})
return store
}
// TestEvaluate_ConflictingRulesRespectDocumentedPriority ist die
// geforderte Pflichtprüfung 1: widersprüchliche Regeln bestätigen
// dokumentierte Priorisierung.
func TestEvaluate_ConflictingRulesRespectDocumentedPriority(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp03-prioritaet"
// Zwei Regeln matchen dieselbe Nachricht, weisen aber
// WIDERSPRÜCHLICHE Kategorien zu — die mit der niedrigeren
// Priority-Zahl (höhere Priorität) muss gewinnen.
if _, err := store.Create(ctx, tenant, Rule{Name: "niedrige prio", SenderPattern: "rechnung@", Category: "Sonstiges", Priority: 200}); err != nil {
t.Fatalf("regel 1 anlegen: %v", err)
}
if _, err := store.Create(ctx, tenant, Rule{Name: "hohe prio", SenderPattern: "rechnung@", Category: "Rechnungswesen", Priority: 10}); err != nil {
t.Fatalf("regel 2 anlegen: %v", err)
}
rules, err := store.List(ctx, tenant)
if err != nil {
t.Fatalf("list: %v", err)
}
engine, err := NewEngine(rules)
if err != nil {
t.Fatalf("newengine: %v", err)
}
result := engine.Evaluate(EmailMetadata{Sender: "rechnung@lieferant.example"})
if result.Category != "Rechnungswesen" {
t.Fatalf("erwartete kategorie der höherprioren regel 'Rechnungswesen', habe %q", result.Category)
}
if len(result.MatchedRuleIDs) != 2 {
t.Fatalf("erwartete beide regeln als zutreffend vermerkt, habe: %v", result.MatchedRuleIDs)
}
}
// TestNewEngine_NewRuleDoesNotAffectAlreadyCapturedResult ist die
// geforderte Pflichtprüfung 2: eine neue Regel ändert keine bereits
// importierten Altbestände automatisch.
func TestNewEngine_NewRuleDoesNotAffectAlreadyCapturedResult(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp03-altbestand"
msg := EmailMetadata{Sender: "info@partner.example", Subject: "Angebot"}
// Zustand VOR der neuen Regel: kein Match, keine Kategorie.
rulesBefore, err := store.List(ctx, tenant)
if err != nil {
t.Fatalf("list (vorher): %v", err)
}
engineBefore, err := NewEngine(rulesBefore)
if err != nil {
t.Fatalf("newengine (vorher): %v", err)
}
// "Bereits importierte Nachricht": Klassifizierung wird EINMALIG zum
// Importzeitpunkt berechnet und danach als fester Wert behandelt —
// simuliert durch eine lokale Variable, die ab hier NICHT mehr neu
// berechnet wird.
importedResult := engineBefore.Evaluate(msg)
if importedResult.Category != "" {
t.Fatalf("erwartete keine kategorie vor regelanlage, habe %q", importedResult.Category)
}
// Neue, zutreffende Regel wird angelegt — repräsentiert eine
// nachträgliche Regeländerung.
if _, err := store.Create(ctx, tenant, Rule{Name: "neue regel", SenderPattern: "partner\\.example", Category: "Vertrieb", Priority: 50}); err != nil {
t.Fatalf("neue regel anlegen: %v", err)
}
// Akzeptanzkriterium 3: das bereits erfasste Altbestands-Ergebnis
// bleibt UNVERÄNDERT — es wird nirgends automatisch neu berechnet.
if importedResult.Category != "" {
t.Fatalf("altbestand wurde rückwirkend verändert, kategorie jetzt %q", importedResult.Category)
}
// Eine EXPLIZITE Neuauswertung (repräsentiert einen expliziten
// Reindex-Auftrag) zeigt dagegen real die neue Regel — beweist, dass
// die Regel selbst funktioniert und der vorherige Befund nicht durch
// einen kaputten Test zufällig "unverändert" blieb.
rulesAfter, err := store.List(ctx, tenant)
if err != nil {
t.Fatalf("list (nachher): %v", err)
}
engineAfter, err := NewEngine(rulesAfter)
if err != nil {
t.Fatalf("newengine (nachher): %v", err)
}
freshResult := engineAfter.Evaluate(msg)
if freshResult.Category != "Vertrieb" {
t.Fatalf("erwartete kategorie 'Vertrieb' bei expliziter neuauswertung, habe %q", freshResult.Category)
}
}
// TestEvaluate_TwentyPlusRulesStayPerformant ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: Regelset mit 20+ Regeln bleibt performant auswertbar.
func TestEvaluate_TwentyPlusRulesStayPerformant(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp03-performance"
const ruleCount = 30
for i := 0; i < ruleCount; i++ {
_, err := store.Create(ctx, tenant, Rule{
Name: fmt.Sprintf("regel-%d", i),
SenderPattern: fmt.Sprintf("^absender%d@", i),
Category: fmt.Sprintf("Kategorie-%d", i),
Tag: fmt.Sprintf("tag-%d", i),
Priority: 100 + i,
})
if err != nil {
t.Fatalf("regel %d anlegen: %v", i, err)
}
}
// Eine Regel, die tatsächlich matcht (letzte Priorität, damit
// vorherige Nicht-Treffer real durchlaufen werden müssen).
if _, err := store.Create(ctx, tenant, Rule{Name: "treffer", SenderPattern: "^ziel@", Category: "Zielkategorie", Priority: 1}); err != nil {
t.Fatalf("treffer-regel anlegen: %v", err)
}
rules, err := store.List(ctx, tenant)
if err != nil {
t.Fatalf("list: %v", err)
}
if len(rules) < 20 {
t.Fatalf("erwartete mindestens 20 regeln, habe %d", len(rules))
}
engine, err := NewEngine(rules)
if err != nil {
t.Fatalf("newengine: %v", err)
}
const evaluations = 1000
start := time.Now()
var lastResult Result
for i := 0; i < evaluations; i++ {
lastResult = engine.Evaluate(EmailMetadata{Sender: "ziel@example.com", Subject: "Test"})
}
elapsed := time.Since(start)
if lastResult.Category != "Zielkategorie" {
t.Fatalf("erwartete 'Zielkategorie', habe %q", lastResult.Category)
}
perEvaluation := elapsed / evaluations
t.Logf("Auswertung: %d Läufe über %d Regeln in %s (%s/Lauf)", evaluations, len(rules), elapsed, perEvaluation)
if perEvaluation > 5*time.Millisecond {
t.Fatalf("auswertung zu langsam: %s/lauf über %d regeln", perEvaluation, len(rules))
}
}
@@ -0,0 +1,14 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_rules (
id BIGSERIAL PRIMARY KEY,
tenant_slug TEXT NOT NULL,
name TEXT NOT NULL,
sender_pattern TEXT NOT NULL DEFAULT '',
subject_pattern TEXT NOT NULL DEFAULT '',
mailbox_pattern TEXT NOT NULL DEFAULT '',
attachment_type_pattern TEXT NOT NULL DEFAULT '',
category TEXT NOT NULL DEFAULT '',
tag TEXT NOT NULL DEFAULT '',
priority INT NOT NULL DEFAULT 100,
created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
updated_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now()
)
+130
View File
@@ -0,0 +1,130 @@
// Package mailrules implementiert IMP-03: ein Regelwerk für automatische
// Zuordnung, Verschlagwortung und Klassifizierung importierter E-Mails
// nach Absender, Betreff, Postfach und Anhangstyp. Kein Vorbild in
// archivmail für diesen Zuschnitt — Neubau.
//
// Dieses Paket ist eine REINE Regelverwaltung + Auswertungsfunktion —
// es persistiert selbst KEINE Klassifizierungsergebnisse und bietet
// bewusst KEINE Funktion, um bestehende, bereits importierte Nachrichten
// automatisch neu zu klassifizieren (Akzeptanzkriterium 3: Regel-
// änderungen wirken nur auf künftige Importe). Ein Reindex bestehender
// Nachrichten ist Sache eines expliziten, separaten Auftrags (z. B.
// SRC-09-artig) — dieses Paket kennt diesen Mechanismus nicht.
package mailrules
import (
"context"
_ "embed"
"fmt"
"regexp"
"sort"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
//go:embed migrations/0001_mail_rules.sql
var schemaMigration string
// Rule ist eine Zuordnungs-/Klassifizierungsregel. *Pattern-Felder sind
// leer, wenn die Dimension für diese Regel keine Rolle spielt (immer
// "passend"), sonst reguläre Ausdrücke (Akzeptanzkriterium 1: Absender,
// Betreff-Muster, Postfach — zusätzlich Anhangstyp aus dem Auftragstext).
type Rule struct {
ID int64
Name string
SenderPattern string
SubjectPattern string
MailboxPattern string
AttachmentTypePattern string
Category string
Tag string
// Priority: NIEDRIGERE Zahl = HÖHERE Priorität (Akzeptanzkriterium 2).
// Dokumentierte Anwendungsreihenfolge: Regeln werden aufsteigend nach
// Priority ausgewertet; bei widersprüchlichen Category-Zuweisungen
// gewinnt die zuerst ausgewertete (höchstpriorisierte) Regel — "first
// match wins" für das einwertige Category-Feld. Tags sind dagegen
// mehrwertig: JEDE zutreffende Regel trägt ihren Tag bei.
Priority int
}
// EmailMetadata/Result sind in engine.go definiert.
// Store verwaltet Regeln je Mandant in Postgres.
type Store struct {
pool *pgxpool.Pool
}
func NewStore(pool *pgxpool.Pool) *Store {
return &Store{pool: pool}
}
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert.
func (s *Store) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("mailrules: schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
// Create legt eine neue Regel an.
func (s *Store) Create(ctx context.Context, tenantSlug string, rule Rule) (int64, error) {
if _, err := regexp.Compile(rule.SenderPattern); rule.SenderPattern != "" && err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailrules: sender_pattern ungültig: %w", err)
}
if _, err := regexp.Compile(rule.SubjectPattern); rule.SubjectPattern != "" && err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailrules: subject_pattern ungültig: %w", err)
}
if _, err := regexp.Compile(rule.MailboxPattern); rule.MailboxPattern != "" && err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailrules: mailbox_pattern ungültig: %w", err)
}
if _, err := regexp.Compile(rule.AttachmentTypePattern); rule.AttachmentTypePattern != "" && err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailrules: attachment_type_pattern ungültig: %w", err)
}
var id int64
err := s.pool.QueryRow(ctx, `
INSERT INTO mail_rules (tenant_slug, name, sender_pattern, subject_pattern, mailbox_pattern, attachment_type_pattern, category, tag, priority)
VALUES ($1, $2, $3, $4, $5, $6, $7, $8, $9)
RETURNING id
`, tenantSlug, rule.Name, rule.SenderPattern, rule.SubjectPattern, rule.MailboxPattern, rule.AttachmentTypePattern, rule.Category, rule.Tag, rule.Priority).Scan(&id)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailrules: regel anlegen: %w", err)
}
return id, nil
}
// List liefert alle Regeln eines Mandanten, aufsteigend nach Priority
// sortiert (höchste Priorität zuerst — Akzeptanzkriterium 2).
func (s *Store) List(ctx context.Context, tenantSlug string) ([]Rule, error) {
rows, err := s.pool.Query(ctx, `
SELECT id, name, sender_pattern, subject_pattern, mailbox_pattern, attachment_type_pattern, category, tag, priority
FROM mail_rules WHERE tenant_slug = $1
ORDER BY priority ASC, id ASC
`, tenantSlug)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("mailrules: regeln lesen: %w", err)
}
defer rows.Close()
var rules []Rule
for rows.Next() {
var r Rule
if err := rows.Scan(&r.ID, &r.Name, &r.SenderPattern, &r.SubjectPattern, &r.MailboxPattern, &r.AttachmentTypePattern, &r.Category, &r.Tag, &r.Priority); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("mailrules: regelzeile lesen: %w", err)
}
rules = append(rules, r)
}
if err := rows.Err(); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("mailrules: regeln iterieren: %w", err)
}
sort.SliceStable(rules, func(i, j int) bool { return rules[i].Priority < rules[j].Priority })
return rules, nil
}
// Delete entfernt eine Regel.
func (s *Store) Delete(ctx context.Context, tenantSlug string, id int64) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `DELETE FROM mail_rules WHERE tenant_slug = $1 AND id = $2`, tenantSlug, id); err != nil {
return fmt.Errorf("mailrules: regel löschen: %w", err)
}
return nil
}
@@ -0,0 +1,62 @@
// IMP-09: Tenant-Scoping-Nachweis für die Regelanwendung
// (Akzeptanzkriterium 2). Bekannten Fehler vermeiden (known-issues-
// archivmail.md #4): dieser Test schließt eine reale Lücke, die vor
// IMP-09 bestand — kein bestehender Test bewies bislang explizit, dass
// die Regeln eines Mandanten nicht auf die Nachrichten eines anderen
// angewendet werden.
package mailrules
import (
"context"
"testing"
)
func TestStore_TenantScopingIsolatesRuleApplication(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenantA := "mandant-imp09-regeln-a"
tenantB := "mandant-imp09-regeln-b"
if _, err := store.Create(ctx, tenantA, Rule{Name: "a-regel", SenderPattern: "^ziel@", Category: "Kategorie-A", Priority: 10}); err != nil {
t.Fatalf("regel mandant a anlegen: %v", err)
}
// Mandant B legt bewusst KEINE eigene Regel an — sein Regelset muss
// leer bleiben, unabhängig davon, was Mandant A definiert hat.
rulesA, err := store.List(ctx, tenantA)
if err != nil {
t.Fatalf("list mandant a: %v", err)
}
if len(rulesA) != 1 {
t.Fatalf("mandant a: erwartete 1 eigene regel, habe %d", len(rulesA))
}
rulesB, err := store.List(ctx, tenantB)
if err != nil {
t.Fatalf("list mandant b: %v", err)
}
if len(rulesB) != 0 {
t.Fatalf("mandant b sieht regeln von mandant a — mandantentrennung verletzt, habe: %+v", rulesB)
}
engineA, err := NewEngine(rulesA)
if err != nil {
t.Fatalf("newengine mandant a: %v", err)
}
engineB, err := NewEngine(rulesB)
if err != nil {
t.Fatalf("newengine mandant b: %v", err)
}
msg := EmailMetadata{Sender: "ziel@lieferant.example"}
resultA := engineA.Evaluate(msg)
resultB := engineB.Evaluate(msg)
if resultA.Category != "Kategorie-A" {
t.Fatalf("mandant a: erwartete 'Kategorie-A', habe %q", resultA.Category)
}
if resultB.Category != "" {
t.Fatalf("mandant b wendet fälschlich regel von mandant a an, kategorie %q", resultB.Category)
}
}
+132
View File
@@ -0,0 +1,132 @@
// IMP-02: fehlertolerantes Parsing für den Import-Pfad. Additive
// Erweiterung — Parse/parseMultipart (ING-04) bleiben UNVERÄNDERT, deren
// Verhalten und Tests sind nicht Gegenstand dieser Kachel. ParseTolerant
// nutzt dieselben internen Helfer (readSinglePart, decodeTransferEncoding
// usw.), bricht aber bei EINEM fehlerhaften Teil NICHT die gesamte
// Nachricht ab (Akzeptanzkriterium 3), sondern verzeichnet den Fehler und
// verarbeitet die übrigen Teile weiter. Zusätzlich wird ein
// Gesamtgrößenlimit über alle Teile hinweg durchgesetzt
// (Akzeptanzkriterium 2 — maxAttachmentSize aus Parse ist nur das Limit
// je EINZELNEM Anhang).
package mimeparse
import (
"errors"
"fmt"
"io"
"mime"
"mime/multipart"
"net/mail"
"strings"
)
// PartError beschreibt EINEN Teil, der nicht verarbeitet werden konnte —
// die übrigen Teile der Nachricht sind davon unberührt.
type PartError struct {
Filename string
Err error
}
func (e PartError) Error() string {
return fmt.Sprintf("mimeparse: teil %q: %v", e.Filename, e.Err)
}
// ParseTolerant ist wie Parse, bricht aber bei einem fehlerhaften
// EINZELNEN Teil (z. B. überdimensionierter Anhang) nicht die gesamte
// Nachricht ab — der fehlerhafte Teil landet in den zurückgegebenen
// PartErrors, Text und übrige Anhänge werden unangetastet weiter
// verarbeitet (Akzeptanzkriterium 3). Nur eine strukturell unlesbare
// Nachricht (kaputte Kopfzeilen, fehlende Boundary) liefert weiterhin
// einen echten Fehler — davon kann sich kein Teil-für-Teil-Fallback
// erholen.
func ParseTolerant(r io.Reader, maxAttachmentSize, maxMessageSize int64) (Message, []PartError, error) {
msg, err := mail.ReadMessage(r)
if err != nil {
return Message{}, nil, fmt.Errorf("mimeparse: nachricht lesen: %w", err)
}
mediaType, params, err := mime.ParseMediaType(msg.Header.Get("Content-Type"))
if err != nil {
body, readErr := readLimited(msg.Body, maxAttachmentSize)
if readErr != nil {
return Message{}, []PartError{{Filename: "", Err: readErr}}, nil
}
return Message{Parts: []Part{{ContentType: "text/plain", Content: body, Size: int64(len(body))}}}, nil, nil
}
var result Message
var partErrors []PartError
budget := maxMessageSize
if strings.HasPrefix(mediaType, "multipart/") {
if err := parseMultipartTolerant(msg.Body, params["boundary"], maxAttachmentSize, &budget, &result, &partErrors); err != nil {
return Message{}, partErrors, err
}
return result, partErrors, nil
}
part, err := readSinglePart(msg.Header.Get("Content-Transfer-Encoding"), mediaType, "", msg.Body, maxAttachmentSize)
if err != nil {
return Message{}, []PartError{{Filename: "", Err: err}}, nil
}
result.Parts = append(result.Parts, part)
return result, nil, nil
}
func parseMultipartTolerant(r io.Reader, boundary string, maxAttachmentSize int64, budget *int64, result *Message, partErrors *[]PartError) error {
if boundary == "" {
return errors.New("mimeparse: multipart ohne boundary")
}
mr := multipart.NewReader(r, boundary)
for {
p, err := mr.NextPart()
if err == io.EOF {
return nil
}
if err != nil {
// Eine strukturell kaputte Multipart-Hülle (nicht ein
// einzelner Teil) kann von hier aus nicht sinnvoll fortgesetzt
// werden — kontrollierter Abbruch, wie in Parse.
return fmt.Errorf("mimeparse: multipart-teil lesen: %w", err)
}
contentType := p.Header.Get("Content-Type")
mediaType, subParams, err := mime.ParseMediaType(contentType)
if err != nil {
mediaType = "text/plain"
}
filename := decodeHeaderValue(p.FileName())
if strings.HasPrefix(mediaType, "multipart/") {
if err := parseMultipartTolerant(p, subParams["boundary"], maxAttachmentSize, budget, result, partErrors); err != nil {
*partErrors = append(*partErrors, PartError{Filename: filename, Err: err})
}
continue
}
if *budget <= 0 {
*partErrors = append(*partErrors, PartError{Filename: filename, Err: ErrMessageTooLarge})
continue
}
part, err := readSinglePart(p.Header.Get("Content-Transfer-Encoding"), mediaType, filename, p, maxAttachmentSize)
if err != nil {
// Akzeptanzkriterium 3: NUR dieser eine Teil fällt weg,
// Verarbeitung läuft weiter.
*partErrors = append(*partErrors, PartError{Filename: filename, Err: err})
continue
}
if part.Size > *budget {
*partErrors = append(*partErrors, PartError{Filename: filename, Err: ErrMessageTooLarge})
continue
}
*budget -= part.Size
result.Parts = append(result.Parts, part)
}
}
// ErrMessageTooLarge wird geliefert (als PartError), wenn die Summe aller
// Anhangsgrößen einer Nachricht das Gesamtlimit überschreitet
// (Akzeptanzkriterium 2 — je-Nachricht-Limit, zusätzlich zum
// je-Anhang-Limit ErrAttachmentTooLarge aus Parse/readLimited).
var ErrMessageTooLarge = errors.New("mimeparse: nachricht überschreitet die maximal erlaubte gesamtgröße")
+124
View File
@@ -0,0 +1,124 @@
// SRC-10: Spracherkennung & OCR-Qualitätsbewertung. Tesseract erkennt bei
// kombinierten Sprachpaketen (Languages = "deu+eng") nicht, WELCHE Sprache
// tatsächlich vorlag — daher wird das Bild hier bewusst EINZELN mit jedem
// Kandidaten aus candidateLanguages erkannt, und die Sprache mit dem
// höheren durchschnittlichen Worterkennungs-Konfidenzwert gewinnt
// (Akzeptanzkriterium 1). Derselbe Tesseract-TSV-Lauf liefert den
// Konfidenzwert direkt mit (Akzeptanzkriterium 2) — keine zweite externe
// Bibliothek für Sprach- ODER Konfidenzerkennung nötig.
package ocr
import (
"bytes"
"context"
"fmt"
"os"
"os/exec"
"path/filepath"
"strconv"
"strings"
)
// candidateLanguages sind die unterstützten Einzelsprachen — muss eine
// Teilmenge der in Languages kombinierten Sprachpakete sein.
var candidateLanguages = []string{"deu", "eng"}
// RecognizedText ist das Ergebnis einer sprach- und konfidenzbewussten
// Texterkennung.
type RecognizedText struct {
Text string
// Language ist der ISO-639-2-Sprachcode aus candidateLanguages mit dem
// höchsten Konfidenzwert (Akzeptanzkriterium 1).
Language string
// Confidence ist der durchschnittliche Tesseract-Worterkennungs-
// Konfidenzwert (0100) der gewählten Sprache (Akzeptanzkriterium 2).
Confidence float64
}
// RecognizeWithLanguageAndConfidence erkennt Sprache und Text eines Bildes
// und liefert einen auswertbaren Konfidenzwert.
func RecognizeWithLanguageAndConfidence(ctx context.Context, imageBytes []byte) (RecognizedText, error) {
var best RecognizedText
haveResult := false
for _, lang := range candidateLanguages {
text, confidence, err := recognizeWithTSV(ctx, imageBytes, lang)
if err != nil {
return RecognizedText{}, err
}
if !haveResult || confidence > best.Confidence {
best = RecognizedText{Text: text, Language: lang, Confidence: confidence}
haveResult = true
}
}
return best, nil
}
// recognizeWithTSV führt Tesseract mit GENAU einer Sprache im TSV-Ausgabe-
// modus aus und liefert den zusammengesetzten Text sowie den
// durchschnittlichen Konfidenzwert über alle erkannten Wörter (Tesseract-
// TSV-Zeilen mit level=5, conf>=0 — negative Konfidenzwerte markieren
// Struktur-/Layoutzeilen ohne eigenen Text, siehe Tesseract-TSV-Format).
func recognizeWithTSV(ctx context.Context, imageBytes []byte, lang string) (text string, confidence float64, err error) {
workDir, err := os.MkdirTemp("", "mail-ocr-lang-*")
if err != nil {
return "", 0, fmt.Errorf("ocr: arbeitsverzeichnis anlegen: %w", err)
}
defer func() { _ = os.RemoveAll(workDir) }()
imagePath := filepath.Join(workDir, "input")
if err := os.WriteFile(imagePath, imageBytes, 0o600); err != nil {
return "", 0, fmt.Errorf("ocr: bild schreiben: %w", err)
}
outBase := filepath.Join(workDir, "output")
cmd := exec.CommandContext(ctx, "tesseract", imagePath, outBase, "-l", lang, "tsv")
var stderr bytes.Buffer
cmd.Stderr = &stderr
if err := cmd.Run(); err != nil {
return "", 0, fmt.Errorf("ocr: tesseract (tsv, %s) fehlgeschlagen: %w (%s)", lang, err, stderr.String())
}
tsvBytes, err := os.ReadFile(outBase + ".tsv")
if err != nil {
return "", 0, fmt.Errorf("ocr: tsv-ausgabe lesen: %w", err)
}
return parseTSV(string(tsvBytes))
}
// tsvWordLevel ist der Tesseract-TSV-"level"-Wert für einzelne Wörter
// (1=Seite, 2=Block, 3=Absatz, 4=Zeile, 5=Wort).
const tsvWordLevel = "5"
func parseTSV(tsv string) (text string, confidence float64, err error) {
lines := strings.Split(tsv, "\n")
var words []string
var confSum float64
var confCount int
for i, line := range lines {
if i == 0 || strings.TrimSpace(line) == "" {
continue // Kopfzeile bzw. Leerzeile überspringen
}
cols := strings.Split(line, "\t")
if len(cols) < 12 || cols[0] != tsvWordLevel {
continue
}
conf, convErr := strconv.ParseFloat(cols[10], 64)
if convErr != nil || conf < 0 {
continue
}
word := cols[11]
if word == "" {
continue
}
words = append(words, word)
confSum += conf
confCount++
}
if confCount == 0 {
return "", 0, nil
}
return strings.Join(words, " "), confSum / float64(confCount), nil
}
+101
View File
@@ -0,0 +1,101 @@
package ocr
import (
"bytes"
"context"
"image"
"image/color"
"image/png"
"testing"
)
// TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_MultilingualCorpus ist die
// geforderte Pflichtprüfung 1: Test mit mehrsprachigem Testkorpus
// bestätigt korrekte Spracherkennung.
func TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_MultilingualCorpus(t *testing.T) {
requireTools(t)
ctx := context.Background()
germanImage := knownTextImage(t, ctx, "Rechnung ueber Lieferung Nummer Zwei")
englishImage := knownTextImage(t, ctx, "Invoice for delivery number two")
germanResult, err := RecognizeWithLanguageAndConfidence(ctx, germanImage)
if err != nil {
t.Fatalf("deutsches bild: %v", err)
}
if germanResult.Language != "deu" {
t.Fatalf("erwartete sprache 'deu' für deutschen text, habe %q (text: %q)", germanResult.Language, germanResult.Text)
}
englishResult, err := RecognizeWithLanguageAndConfidence(ctx, englishImage)
if err != nil {
t.Fatalf("englisches bild: %v", err)
}
if englishResult.Language != "eng" {
t.Fatalf("erwartete sprache 'eng' für englischen text, habe %q (text: %q)", englishResult.Language, englishResult.Text)
}
}
// TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_DegradedImageLowersConfidence ist
// die geforderte Pflichtprüfung 2: künstlich verschlechtertes Bild erzeugt
// niedrigeren Konfidenzwert.
func TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_DegradedImageLowersConfidence(t *testing.T) {
requireTools(t)
ctx := context.Background()
original := knownTextImage(t, ctx, "Qualitaetsvergleich Testbild Konfidenz")
originalImg, err := png.Decode(bytes.NewReader(original))
if err != nil {
t.Fatalf("original dekodieren: %v", err)
}
degradedImg := pixelate(originalImg, 12)
var degradedBuf bytes.Buffer
if err := png.Encode(&degradedBuf, degradedImg); err != nil {
t.Fatalf("verschlechtertes bild kodieren: %v", err)
}
originalResult, err := RecognizeWithLanguageAndConfidence(ctx, original)
if err != nil {
t.Fatalf("original erkennen: %v", err)
}
degradedResult, err := RecognizeWithLanguageAndConfidence(ctx, degradedBuf.Bytes())
if err != nil {
t.Fatalf("verschlechtertes bild erkennen: %v", err)
}
t.Logf("original: conf=%.2f text=%q — verschlechtert: conf=%.2f text=%q",
originalResult.Confidence, originalResult.Text, degradedResult.Confidence, degradedResult.Text)
if degradedResult.Confidence >= originalResult.Confidence {
t.Fatalf("erwartete niedrigeren konfidenzwert für verschlechtertes bild, habe original=%.2f verschlechtert=%.2f",
originalResult.Confidence, degradedResult.Confidence)
}
}
// pixelate verschlechtert img künstlich, reproduzierbar und ohne externe
// Werkzeuge: Downsample um factor per Nearest-Neighbor, dann wieder auf
// Originalgröße hochskaliert — zerstört Feindetails der Textglyphen.
func pixelate(img image.Image, factor int) image.Image {
bounds := img.Bounds()
w, h := bounds.Dx(), bounds.Dy()
out := image.NewRGBA(bounds)
for y := 0; y < h; y++ {
for x := 0; x < w; x++ {
blockX := (x / factor) * factor
blockY := (y / factor) * factor
c := img.At(bounds.Min.X+blockX, bounds.Min.Y+blockY)
out.Set(bounds.Min.X+x, bounds.Min.Y+y, colorToGray50(c))
}
}
return out
}
// colorToGray50 mischt zusätzlich mit 50% Grau, um den Kontrast zu
// verringern — verstärkt die künstliche Qualitätsverschlechterung über
// reine Pixelierung hinaus.
func colorToGray50(c color.Color) color.Color {
r, g, b, a := c.RGBA()
mix := func(v uint32) uint8 {
return uint8((v>>8)/2 + 128/2)
}
return color.RGBA{R: mix(r), G: mix(g), B: mix(b), A: uint8(a >> 8)}
}
+187
View File
@@ -0,0 +1,187 @@
// Package ocr implementiert SRC-07: eine OCR-Pipeline für Bild-/PDF-
// Anhänge, als eigener Mail-OCR-Pfad unabhängig vom DMS-Board (siehe
// repos-analyse-mail-reuse.md: dupliziertes Sprintf-WHERE-Muster aus
// archivmail wird NICHT übernommen — dieses Paket baut keine SQL-Klauseln,
// ruft ausschließlich externe Kommandozeilenwerkzeuge mit festen
// Argumentlisten auf, niemals über eine Shell/String-Konkatenation).
//
// Zustandslos: dieses Paket kennt weder Mandanten noch Speicher — es
// nimmt Anhangs-Bytes entgegen und liefert erkannten Text zurück, exakt
// wie mail/internal/crypto und mail/internal/dedup. Tenant-Trennung
// entsteht dadurch strukturell: es gibt keinen geteilten Zustand
// zwischen Aufrufen, den unterschiedliche Mandanten sehen könnten (jeder
// Aufruf bekommt sein eigenes Temp-Verzeichnis, siehe workDir).
//
// Bekannter Fehler vermeiden (siehe ARC-03-Ticket): OCR darf erst NACH
// abgeschlossener Duplikatsprüfung laufen — das ist Sache des Aufrufers
// (spätere Ingest-Tickets), dieses Paket kennt mail/internal/dedup nicht.
package ocr
import (
"bytes"
"context"
"fmt"
"os"
"os/exec"
"path/filepath"
"sort"
"strings"
)
// Languages ist die feste Tesseract-Sprachkombination (Akzeptanzkriterium
// 1 aus SRC-10 baut hierauf auf) — Deutsch und Englisch, passend zum
// deutschsprachigen NEXARCH-Einsatzkontext mit englischsprachigen
// Geschäftskorrespondenzen.
const Languages = "deu+eng"
// ExtractTextFromImage führt Tesseract-OCR auf einem einzelnen Bild aus
// (PNG/JPEG/TIFF/BMP — von Tesseract/Leptonica unterstützte Formate).
func ExtractTextFromImage(ctx context.Context, imageBytes []byte) (string, error) {
workDir, err := os.MkdirTemp("", "mail-ocr-*")
if err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: arbeitsverzeichnis anlegen: %w", err)
}
defer func() { _ = os.RemoveAll(workDir) }()
imagePath := filepath.Join(workDir, "input")
if err := os.WriteFile(imagePath, imageBytes, 0o600); err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: bild schreiben: %w", err)
}
outBase := filepath.Join(workDir, "output")
cmd := exec.CommandContext(ctx, "tesseract", imagePath, outBase, "-l", Languages)
var stderr bytes.Buffer
cmd.Stderr = &stderr
if err := cmd.Run(); err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: tesseract fehlgeschlagen: %w (%s)", err, stderr.String())
}
text, err := os.ReadFile(outBase + ".txt")
if err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: erkannten text lesen: %w", err)
}
return strings.TrimSpace(string(text)), nil
}
// minTextLayerLength ist die Mindestanzahl nicht-leerer Zeichen, ab der
// ein PDF als "hat bereits eine Textebene" gilt (Akzeptanzkriterium 3).
// Ein paar Steuerzeichen/Leerzeichen aus pdftotext bei einem rein
// bildbasierten PDF dürfen keine OCR-Umgehung auslösen.
const minTextLayerLength = 10
// HasTextLayer prüft über pdftotext, ob pdfBytes bereits durchsuchbaren
// Text enthält (Akzeptanzkriterium 3: bereits durchsuchbare PDFs werden
// nicht unnötig erneut per OCR verarbeitet).
func HasTextLayer(ctx context.Context, pdfBytes []byte) (bool, error) {
text, err := extractPDFText(ctx, pdfBytes)
if err != nil {
return false, err
}
return len(strings.TrimSpace(text)) >= minTextLayerLength, nil
}
func extractPDFText(ctx context.Context, pdfBytes []byte) (string, error) {
workDir, err := os.MkdirTemp("", "mail-ocr-pdf-*")
if err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: arbeitsverzeichnis anlegen: %w", err)
}
defer func() { _ = os.RemoveAll(workDir) }()
pdfPath := filepath.Join(workDir, "input.pdf")
if err := os.WriteFile(pdfPath, pdfBytes, 0o600); err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: pdf schreiben: %w", err)
}
cmd := exec.CommandContext(ctx, "pdftotext", pdfPath, "-")
var stdout, stderr bytes.Buffer
cmd.Stdout = &stdout
cmd.Stderr = &stderr
if err := cmd.Run(); err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: pdftotext fehlgeschlagen: %w (%s)", err, stderr.String())
}
return stdout.String(), nil
}
// PDFResult ist das Ergebnis von ExtractTextFromPDF.
type PDFResult struct {
Text string
// OCRPerformed ist false, wenn eine vorhandene Textebene genutzt
// wurde (Akzeptanzkriterium 3), true, wenn tatsächlich per Tesseract
// erkannt wurde (Akzeptanzkriterium 1).
OCRPerformed bool
}
// ExtractTextFromPDF liefert den Text eines PDF-Anhangs: hat das PDF
// bereits eine Textebene, wird sie direkt übernommen (schneller,
// zuverlässiger als OCR, Akzeptanzkriterium 3). Sonst wird jede Seite
// gerastert und per Tesseract erkannt (Akzeptanzkriterium 1: gescannte
// PDF-Anhänge).
func ExtractTextFromPDF(ctx context.Context, pdfBytes []byte) (PDFResult, error) {
existingText, err := extractPDFText(ctx, pdfBytes)
if err != nil {
return PDFResult{}, err
}
if len(strings.TrimSpace(existingText)) >= minTextLayerLength {
return PDFResult{Text: strings.TrimSpace(existingText), OCRPerformed: false}, nil
}
pageImages, err := rasterizePDF(ctx, pdfBytes)
if err != nil {
return PDFResult{}, err
}
var pages []string
for _, imageBytes := range pageImages {
pageText, err := ExtractTextFromImage(ctx, imageBytes)
if err != nil {
return PDFResult{}, err
}
pages = append(pages, pageText)
}
return PDFResult{Text: strings.TrimSpace(strings.Join(pages, "\n")), OCRPerformed: true}, nil
}
// rasterizePDF rastert jede Seite von pdfBytes über pdftoppm in ein PNG
// und liefert die Seiten in Reihenfolge.
func rasterizePDF(ctx context.Context, pdfBytes []byte) ([][]byte, error) {
workDir, err := os.MkdirTemp("", "mail-ocr-raster-*")
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("ocr: arbeitsverzeichnis anlegen: %w", err)
}
defer func() { _ = os.RemoveAll(workDir) }()
pdfPath := filepath.Join(workDir, "input.pdf")
if err := os.WriteFile(pdfPath, pdfBytes, 0o600); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("ocr: pdf schreiben: %w", err)
}
outBase := filepath.Join(workDir, "page")
cmd := exec.CommandContext(ctx, "pdftoppm", "-png", "-r", "300", pdfPath, outBase)
var stderr bytes.Buffer
cmd.Stderr = &stderr
if err := cmd.Run(); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("ocr: pdftoppm fehlgeschlagen: %w (%s)", err, stderr.String())
}
entries, err := os.ReadDir(workDir)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("ocr: gerasterte seiten auflisten: %w", err)
}
var pagePaths []string
for _, e := range entries {
if strings.HasSuffix(e.Name(), ".png") {
pagePaths = append(pagePaths, filepath.Join(workDir, e.Name()))
}
}
sort.Strings(pagePaths)
var pages [][]byte
for _, p := range pagePaths {
data, err := os.ReadFile(p)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("ocr: gerasterte seite lesen: %w", err)
}
pages = append(pages, data)
}
return pages, nil
}
+156
View File
@@ -0,0 +1,156 @@
package ocr
import (
"bytes"
"context"
"image/png"
"os/exec"
"strings"
"testing"
"time"
)
func requireTools(t *testing.T) {
t.Helper()
for _, tool := range []string{"tesseract", "pdftotext", "pdftoppm"} {
if _, err := exec.LookPath(tool); err != nil {
t.Skipf("%s nicht im PATH, Integrationstest übersprungen", tool)
}
}
}
// knownTextImage rastert ein hand-gebautes Text-PDF (bekannter Inhalt)
// über die echte pdftoppm-Pipeline in ein reales PNG-Bild — liefert damit
// ein Bild mit tatsächlich gerenderten, OCR-fähigen Glyphen, ohne eine
// zusätzliche Font-Rendering-Bibliothek einzuführen.
func knownTextImage(t *testing.T, ctx context.Context, text string) []byte {
t.Helper()
pdfBytes := buildTextLayerPDF(text)
pages, err := rasterizePDF(ctx, pdfBytes)
if err != nil {
t.Fatalf("testbild rastern: %v", err)
}
if len(pages) != 1 {
t.Fatalf("erwartete genau 1 gerasterte seite, habe %d", len(pages))
}
return pages[0]
}
// TestExtractTextFromImage_KnownTextRecognized ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1: Bildanhang mit bekanntem Text liefert erwartete
// Texterkennung.
func TestExtractTextFromImage_KnownTextRecognized(t *testing.T) {
requireTools(t)
ctx := context.Background()
imageBytes := knownTextImage(t, ctx, "Rechnungsnummer 4711")
got, err := ExtractTextFromImage(ctx, imageBytes)
if err != nil {
t.Fatalf("extracttextfromimage: %v", err)
}
if !strings.Contains(got, "Rechnungsnummer") || !strings.Contains(got, "4711") {
t.Fatalf("erwarteten text nicht erkannt, habe: %q", got)
}
}
// TestExtractTextFromPDF_SkipsOCRWhenTextLayerPresent ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: PDF mit vorhandener Textebene wird korrekt
// übersprungen.
func TestExtractTextFromPDF_SkipsOCRWhenTextLayerPresent(t *testing.T) {
requireTools(t)
ctx := context.Background()
pdfBytes := buildTextLayerPDF("Vertragsentwurf Version 3")
hasLayer, err := HasTextLayer(ctx, pdfBytes)
if err != nil {
t.Fatalf("hastextlayer: %v", err)
}
if !hasLayer {
t.Fatal("erwartete erkannte textebene im vektor-pdf")
}
result, err := ExtractTextFromPDF(ctx, pdfBytes)
if err != nil {
t.Fatalf("extracttextfrompdf: %v", err)
}
if result.OCRPerformed {
t.Fatal("ocr wurde durchgeführt, obwohl eine textebene vorhanden war")
}
if !strings.Contains(result.Text, "Vertragsentwurf") {
t.Fatalf("erwarteten text aus textebene nicht gefunden, habe: %q", result.Text)
}
}
// TestExtractTextFromPDF_PerformsOCRWhenNoTextLayer deckt
// Akzeptanzkriterium 1 (gescannte PDF-Anhänge) zusätzlich end-zu-Ende ab:
// ein PDF ohne Textebene, das nur ein Rasterbild enthält, wird real per
// OCR erkannt.
func TestExtractTextFromPDF_PerformsOCRWhenNoTextLayer(t *testing.T) {
requireTools(t)
ctx := context.Background()
pngBytes := knownTextImage(t, ctx, "Gescannter Anhang Test")
img, err := png.Decode(bytes.NewReader(pngBytes))
if err != nil {
t.Fatalf("testbild dekodieren: %v", err)
}
scannedPDF, err := buildImageOnlyPDF(img)
if err != nil {
t.Fatalf("bild-pdf bauen: %v", err)
}
hasLayer, err := HasTextLayer(ctx, scannedPDF)
if err != nil {
t.Fatalf("hastextlayer: %v", err)
}
if hasLayer {
t.Fatal("bild-only-pdf wurde fälschlich als textebene erkannt")
}
result, err := ExtractTextFromPDF(ctx, scannedPDF)
if err != nil {
t.Fatalf("extracttextfrompdf: %v", err)
}
if !result.OCRPerformed {
t.Fatal("erwartete durchgeführte ocr bei fehlender textebene")
}
if !strings.Contains(result.Text, "Gescannter") {
t.Fatalf("erwarteten text aus ocr nicht gefunden, habe: %q", result.Text)
}
}
// TestExtractTextFromPDF_ThroughputIsAcceptable ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: Durchsatztest bestätigt akzeptable Verarbeitungszeit
// je Anhang. Zielzeit 8s je Anhang (großzügig für Rasterung + OCR bei
// 300dpi, deckt aber real ab, dass kein pathologischer Ausreißer
// entsteht).
func TestExtractTextFromPDF_ThroughputIsAcceptable(t *testing.T) {
requireTools(t)
ctx := context.Background()
const attachments = 3
const targetPerAttachment = 8 * time.Second
pngBytes := knownTextImage(t, ctx, "Durchsatztest Anhang")
img, err := png.Decode(bytes.NewReader(pngBytes))
if err != nil {
t.Fatalf("testbild dekodieren: %v", err)
}
scannedPDF, err := buildImageOnlyPDF(img)
if err != nil {
t.Fatalf("bild-pdf bauen: %v", err)
}
start := time.Now()
for i := 0; i < attachments; i++ {
if _, err := ExtractTextFromPDF(ctx, scannedPDF); err != nil {
t.Fatalf("anhang %d: %v", i, err)
}
}
elapsed := time.Since(start)
perAttachment := elapsed / attachments
t.Logf("Durchsatz: %d Anhänge in %s (%s/Anhang, Ziel %s/Anhang)", attachments, elapsed, perAttachment, targetPerAttachment)
if perAttachment > targetPerAttachment {
t.Fatalf("verarbeitung zu langsam: %s/anhang, ziel %s/anhang", perAttachment, targetPerAttachment)
}
}
+95
View File
@@ -0,0 +1,95 @@
package ocr
import (
"bytes"
"fmt"
"image"
"image/jpeg"
)
// buildTextLayerPDF erzeugt ein minimales, aber ECHTES PDF mit einer
// vektorbasierten Textebene (Standardfont Helvetica, kein eingebettetes
// Fontprogramm nötig) — von Hand gebaut, keine externe Bibliothek/kein
// externes Werkzeug, damit der Test reproduzierbar und unabhängig von
// Systempaketen bleibt. pdftotext extrahiert text unmittelbar daraus.
func buildTextLayerPDF(text string) []byte {
var buf bytes.Buffer
offsets := make([]int, 0, 6)
buf.WriteString("%PDF-1.4\n")
writeObj := func(n int, body string) {
offsets = append(offsets, buf.Len())
fmt.Fprintf(&buf, "%d 0 obj\n%s\nendobj\n", n, body)
}
writeObj(1, "<< /Type /Catalog /Pages 2 0 R >>")
writeObj(2, "<< /Type /Pages /Kids [3 0 R] /Count 1 >>")
writeObj(3, "<< /Type /Page /Parent 2 0 R /Resources << /Font << /F1 5 0 R >> >> /MediaBox [0 0 400 200] /Contents 4 0 R >>")
content := fmt.Sprintf("BT /F1 24 Tf 20 100 Td (%s) Tj ET", text)
stream := fmt.Sprintf("<< /Length %d >>\nstream\n%s\nendstream", len(content), content)
writeObj(4, stream)
writeObj(5, "<< /Type /Font /Subtype /Type1 /BaseFont /Helvetica >>")
xrefStart := buf.Len()
fmt.Fprintf(&buf, "xref\n0 %d\n", len(offsets)+1)
buf.WriteString("0000000000 65535 f \n")
for _, off := range offsets {
fmt.Fprintf(&buf, "%010d 00000 n \n", off)
}
fmt.Fprintf(&buf, "trailer\n<< /Size %d /Root 1 0 R >>\nstartxref\n%d\n%%%%EOF", len(offsets)+1, xrefStart)
return buf.Bytes()
}
// buildImageOnlyPDF erzeugt ein minimales, ECHTES PDF, dessen einzige
// Seite ausschließlich aus einem eingebetteten Rasterbild besteht (JPEG
// via /DCTDecode — von PDF nativ unterstützt, kein zusätzlicher Codec
// nötig) — simuliert ein gescanntes PDF ohne Textebene
// (Akzeptanzkriterium 1).
func buildImageOnlyPDF(img image.Image) ([]byte, error) {
var jpegBuf bytes.Buffer
if err := jpeg.Encode(&jpegBuf, img, &jpeg.Options{Quality: 90}); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("jpeg kodieren: %w", err)
}
bounds := img.Bounds()
w, h := bounds.Dx(), bounds.Dy()
var buf bytes.Buffer
offsets := make([]int, 0, 6)
buf.WriteString("%PDF-1.4\n")
writeObj := func(n int, header string, body []byte) {
offsets = append(offsets, buf.Len())
fmt.Fprintf(&buf, "%d 0 obj\n%s\n", n, header)
if body != nil {
buf.Write(body)
buf.WriteString("\nendstream\n")
}
buf.WriteString("endobj\n")
}
writeObj(1, "<< /Type /Catalog /Pages 2 0 R >>", nil)
writeObj(2, "<< /Type /Pages /Kids [3 0 R] /Count 1 >>", nil)
writeObj(3, fmt.Sprintf("<< /Type /Page /Parent 2 0 R /Resources << /XObject << /Im0 5 0 R >> >> /MediaBox [0 0 %d %d] /Contents 4 0 R >>", w, h), nil)
content := fmt.Sprintf("q %d 0 0 %d 0 0 cm /Im0 Do Q", w, h)
writeObj(4, fmt.Sprintf("<< /Length %d >>\nstream", len(content)), []byte(content))
imgHeader := fmt.Sprintf(
"<< /Type /XObject /Subtype /Image /Width %d /Height %d /ColorSpace /DeviceRGB /BitsPerComponent 8 /Filter /DCTDecode /Length %d >>\nstream",
w, h, jpegBuf.Len(),
)
writeObj(5, imgHeader, jpegBuf.Bytes())
xrefStart := buf.Len()
fmt.Fprintf(&buf, "xref\n0 %d\n", len(offsets)+1)
buf.WriteString("0000000000 65535 f \n")
for _, off := range offsets {
fmt.Fprintf(&buf, "%010d 00000 n \n", off)
}
fmt.Fprintf(&buf, "trailer\n<< /Size %d /Root 1 0 R >>\nstartxref\n%d\n%%%%EOF", len(offsets)+1, xrefStart)
return buf.Bytes(), nil
}
+210
View File
@@ -0,0 +1,210 @@
package pop3
import (
"context"
"fmt"
"strconv"
"strings"
)
// genericAuthFailure ist bewusst IMMER derselbe Text, unabhängig davon,
// ob der Benutzername unbekannt oder nur das Passwort falsch war
// (Akzeptanzkriterium 3: fehlerhafte Anmeldeversuche ohne
// Informationspreisgabe).
const genericAuthFailure = "authentication failed"
func (s *Session) handleUser(cmd command) bool {
if s.state != Authorization {
return writeErr(s.writer, "command not valid in this state") == nil
}
if len(cmd.Args) != 1 {
return writeErr(s.writer, "USER requires a username") == nil
}
// RFC 1939: USER antwortet immer mit +OK, unabhängig davon, ob der
// Name existiert — die eigentliche Prüfung passiert erst bei PASS
// (Akzeptanzkriterium 3: keine Informationspreisgabe schon an dieser
// Stelle).
s.pendingUsername = cmd.Args[0]
return writeOK(s.writer, "send PASS") == nil
}
func (s *Session) handlePass(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state != Authorization {
return writeErr(s.writer, "command not valid in this state") == nil
}
if s.pendingUsername == "" {
return writeErr(s.writer, genericAuthFailure) == nil
}
if len(cmd.Args) != 1 {
return writeErr(s.writer, "PASS requires a password") == nil
}
if s.auth == nil {
return writeErr(s.writer, genericAuthFailure) == nil
}
ok, err := s.auth.Authenticate(ctx, s.pendingUsername, cmd.Args[0])
if err != nil || !ok {
// Backoff statt Dauerschleife bei wiederholten Fehlversuchen
// (Akzeptanzkriterium 3, ING-07). Immer derselbe generische Text,
// egal ob unbekannter Nutzer, falsches Passwort oder interner
// Fehler.
backoff, disconnect := s.guard.RecordAuthFailure()
s.guard.Wait(ctx, backoff)
if err := writeErr(s.writer, genericAuthFailure); err != nil {
return false
}
return !disconnect
}
s.guard.ResetAuthFailures()
s.username = s.pendingUsername
s.state = Transaction
return writeOK(s.writer, "maildrop locked and ready") == nil
}
func (s *Session) handleStat(ctx context.Context) bool {
if s.state != Transaction {
return writeErr(s.writer, "command not valid in this state") == nil
}
messages, err := s.activeMessages(ctx)
if err != nil {
return writeErr(s.writer, "unable to read maildrop") == nil
}
var totalSize int64
for _, m := range messages {
totalSize += m.Size
}
return writeOK(s.writer, fmt.Sprintf("%d %d", len(messages), totalSize)) == nil
}
func (s *Session) handleList(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state != Transaction {
return writeErr(s.writer, "command not valid in this state") == nil
}
messages, err := s.activeMessages(ctx)
if err != nil {
return writeErr(s.writer, "unable to read maildrop") == nil
}
if len(cmd.Args) == 1 {
n, convErr := strconv.Atoi(cmd.Args[0])
if convErr != nil {
return writeErr(s.writer, "invalid message number") == nil
}
for _, m := range messages {
if m.Number == n {
return writeOK(s.writer, fmt.Sprintf("%d %d", m.Number, m.Size)) == nil
}
}
return writeErr(s.writer, "no such message") == nil
}
var totalSize int64
lines := make([]string, 0, len(messages))
for _, m := range messages {
totalSize += m.Size
lines = append(lines, fmt.Sprintf("%d %d", m.Number, m.Size))
}
return writeMultiline(s.writer, fmt.Sprintf("%d messages (%d octets)", len(messages), totalSize), strings.Join(lines, "\n")) == nil
}
func (s *Session) handleRetr(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state != Transaction {
return writeErr(s.writer, "command not valid in this state") == nil
}
n, err := s.parseActiveMessageNumber(ctx, cmd)
if err != nil {
return writeErr(s.writer, err.Error()) == nil
}
content, err := s.store.Retrieve(ctx, s.username, n)
if err != nil {
return writeErr(s.writer, "unable to retrieve message") == nil
}
// Akzeptanzkriterium 2: RETR liefert die VOLLSTÄNDIGE Nachricht.
return writeMultiline(s.writer, fmt.Sprintf("%d octets", len(content)), string(content)) == nil
}
func (s *Session) handleDele(cmd command) bool {
if s.state != Transaction {
return writeErr(s.writer, "command not valid in this state") == nil
}
if len(cmd.Args) != 1 {
return writeErr(s.writer, "DELE requires a message number") == nil
}
n, err := strconv.Atoi(cmd.Args[0])
if err != nil {
return writeErr(s.writer, "invalid message number") == nil
}
if s.deleted[n] {
return writeErr(s.writer, "message already deleted") == nil
}
// NUR innerhalb der Sitzung markiert — endgültig gelöscht wird
// ausschließlich in handleQuit (Akzeptanzkriterium 2/Pflichtprüfung 3).
s.deleted[n] = true
return writeOK(s.writer, fmt.Sprintf("message %d deleted", n)) == nil
}
func (s *Session) handleQuit(ctx context.Context) bool {
if s.state != Transaction {
// Aus Authorization: keine Update-Phase, keine Löschungen möglich
// (es wurde noch nichts markiert).
_ = writeOK(s.writer, "goodbye")
return false
}
s.state = Update
if len(s.deleted) > 0 {
numbers := make([]int, 0, len(s.deleted))
for n := range s.deleted {
numbers = append(numbers, n)
}
if err := s.store.Delete(ctx, s.username, numbers); err != nil {
_ = writeErr(s.writer, "unable to update maildrop, changes not committed")
return false
}
}
_ = writeOK(s.writer, "goodbye")
return false
}
// activeMessages liefert alle Nachrichten, die in DIESER Sitzung noch
// nicht per DELE markiert wurden (RFC 1939: gelöschte Nachrichten sind
// für STAT/LIST/RETR ab dem Zeitpunkt der Markierung nicht mehr sichtbar,
// auch wenn die Löschung selbst erst bei QUIT endgültig wird).
func (s *Session) activeMessages(ctx context.Context) ([]Message, error) {
all, err := s.store.List(ctx, s.username)
if err != nil {
return nil, err
}
active := make([]Message, 0, len(all))
for _, m := range all {
if !s.deleted[m.Number] {
active = append(active, m)
}
}
return active, nil
}
func (s *Session) parseActiveMessageNumber(ctx context.Context, cmd command) (int, error) {
if len(cmd.Args) != 1 {
return 0, fmt.Errorf("requires a message number")
}
n, err := strconv.Atoi(cmd.Args[0])
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("invalid message number")
}
if s.deleted[n] {
return 0, fmt.Errorf("message deleted")
}
messages, err := s.activeMessages(ctx)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("unable to read maildrop")
}
for _, m := range messages {
if m.Number == n {
return n, nil
}
}
return 0, fmt.Errorf("no such message")
}
+189
View File
@@ -0,0 +1,189 @@
package pop3
import (
"bufio"
"context"
"net"
"runtime"
"strings"
"testing"
"time"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
)
func startTestServerWithGuardConfig(t *testing.T, guardCfg protoguard.Config) (addr string, store *fakeMailboxStore, stop func()) {
t.Helper()
auth := fakeAuthenticator{users: map[string]string{"alice": "geheim123"}}
store = newFakeMailboxStore()
srv := NewServerWithGuardConfig(auth, store, guardCfg)
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
done := make(chan struct{})
go func() {
_ = srv.Serve(ctx, listener)
close(done)
}()
return listener.Addr().String(), store, func() {
cancel()
<-done
}
}
// TestGuard_ChaosHardCutDuringTransferNoLeak ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1 (ING-07): Verbindung wird während aktiver
// Übertragung hart gekappt, danach kein Ressourcenleck.
func TestGuard_ChaosHardCutDuringTransferNoLeak(t *testing.T) {
addr, _, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, protoguard.DefaultConfig())
defer stop()
runtime.GC()
baseline := runtime.NumGoroutine()
const rounds = 30
for i := 0; i < rounds; i++ {
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 2*time.Second)
if err != nil {
t.Fatalf("dial: %v", err)
}
reader := bufio.NewReader(conn)
_, _ = reader.ReadString('\n') // Begrüßung
_, _ = conn.Write([]byte("USER alice\r\n"))
_, _ = reader.ReadString('\n')
_, _ = conn.Write([]byte("PASS geheim123\r\n"))
_, _ = reader.ReadString('\n')
// Mitten in der Multiline-Übertragung (RETR-Antwortkopf gelesen,
// Datenzeilen NICHT vollständig konsumiert) hart abbrechen.
_, _ = conn.Write([]byte("RETR 1\r\n"))
_, _ = reader.ReadString('\n') // nur die "+OK ... octets"-Kopfzeile
_ = conn.Close()
}
// Server braucht kurz, um die abgebrochenen Sessions abzuräumen.
deadline := time.Now().Add(3 * time.Second)
for {
runtime.GC()
current := runtime.NumGoroutine()
if current <= baseline+2 { // kleine Toleranz für Laufzeit-Jitter
return
}
if time.Now().After(deadline) {
t.Fatalf("goroutine-leck nach hartem Verbindungsabbruch: baseline=%d, aktuell=%d", baseline, current)
}
time.Sleep(50 * time.Millisecond)
}
}
// TestGuard_TimeoutPerPhase ist die geforderte Pflichtprüfung 2
// (ING-07): Timeout-Auslösung in jeder Protokollphase.
func TestGuard_TimeoutPerPhase(t *testing.T) {
cfg := protoguard.Config{
PhaseTimeout: map[protoguard.Phase]time.Duration{
phaseAuthorization: 100 * time.Millisecond,
phaseTransaction: 100 * time.Millisecond,
},
DefaultTimeout: 5 * time.Second,
}
t.Run("authorization", func(t *testing.T) {
addr, _, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, cfg)
defer stop()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 2*time.Second)
if err != nil {
t.Fatalf("dial: %v", err)
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
reader := bufio.NewReader(conn)
_, _ = reader.ReadString('\n') // Begrüßung, aber nichts weiter senden
_ = conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(2 * time.Second))
_, err = reader.ReadString('\n')
if err == nil {
t.Fatalf("erwartete Verbindungsende durch Authorization-Timeout")
}
})
t.Run("transaction", func(t *testing.T) {
addr, _, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, cfg)
defer stop()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 2*time.Second)
if err != nil {
t.Fatalf("dial: %v", err)
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
reader := bufio.NewReader(conn)
_, _ = reader.ReadString('\n')
_, _ = conn.Write([]byte("USER alice\r\n"))
_, _ = reader.ReadString('\n')
_, _ = conn.Write([]byte("PASS geheim123\r\n"))
_, _ = reader.ReadString('\n') // jetzt in Transaction, nichts weiter senden
_ = conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(2 * time.Second))
_, err = reader.ReadString('\n')
if err == nil {
t.Fatalf("erwartete Verbindungsende durch Transaction-Timeout")
}
})
}
// TestGuard_BackoffOnRepeatedAuthFailures ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3 (ING-07): Backoff-Verhalten bei wiederholten
// Fehlversuchen statt Dauerschleife.
func TestGuard_BackoffOnRepeatedAuthFailures(t *testing.T) {
cfg := protoguard.Config{
DefaultTimeout: 5 * time.Second,
MaxAuthFailures: 3,
BackoffBase: 50 * time.Millisecond,
BackoffMax: 500 * time.Millisecond,
}
addr, _, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, cfg)
defer stop()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 2*time.Second)
if err != nil {
t.Fatalf("dial: %v", err)
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
reader := bufio.NewReader(conn)
_, _ = reader.ReadString('\n')
var attemptDurations []time.Duration
for i := 0; i < 3; i++ {
_, _ = conn.Write([]byte("USER alice\r\n"))
_, _ = reader.ReadString('\n')
start := time.Now()
_, _ = conn.Write([]byte("PASS falsch\r\n"))
_ = conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(3 * time.Second))
resp, err := reader.ReadString('\n')
if err != nil {
if i < 2 {
t.Fatalf("fehlversuch %d: unerwarteter Verbindungsabbruch: %v", i+1, err)
}
// dritter Fehlversuch: Trennung nach der Antwort ist erlaubt.
} else if !strings.Contains(resp, "-ERR") {
t.Fatalf("fehlversuch %d: erwartete -ERR, habe: %q", i+1, resp)
}
attemptDurations = append(attemptDurations, time.Since(start))
}
// Backoff steigt: der zweite Fehlversuch muss spürbar länger dauern
// als der erste (Verdopplung statt konstanter/keiner Wartezeit).
if attemptDurations[1] <= attemptDurations[0] {
t.Fatalf("erwartete steigenden Backoff, habe Dauern: %v", attemptDurations)
}
// Nach MaxAuthFailures muss die Verbindung getrennt werden (kein
// endloses erneutes USER/PASS erlaubt) statt in Dauerschleife.
_ = conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(2 * time.Second))
if _, err := conn.Write([]byte("USER alice\r\n")); err == nil {
_, err = reader.ReadString('\n')
if err == nil {
t.Fatalf("erwartete Verbindungstrennung nach %d Fehlversuchen", cfg.MaxAuthFailures)
}
}
}
+38
View File
@@ -0,0 +1,38 @@
// Package pop3 implementiert ING-02: den POP3-Server (RFC 1939) mit den
// Zuständen Authorization/Transaction/Update und den Kernbefehlen
// USER/PASS/STAT/LIST/RETR/DELE/QUIT. Bewusste Neuimplementierung nach
// NEXARCH-Techstack, kein 1:1-Übernehmen von archivmail — gleiche
// Konvention wie mail/internal/imap (ING-01): eigene, schmale
// Authenticator/MailboxStore-Schnittstellen statt geteilter Typen über
// Paketgrenzen hinweg, CRLF-sichere Antworten (response.go).
package pop3
import "context"
// Authenticator prüft Zugangsdaten für PASS.
type Authenticator interface {
Authenticate(ctx context.Context, username, password string) (ok bool, err error)
}
// Message ist eine Nachricht im Postfach (nur Nummer/Größe für STAT/
// LIST — Inhalt kommt separat über MailboxStore.Retrieve, damit LIST
// nicht unnötig alle Nachrichteninhalte laden muss).
type Message struct {
Number int
Size int64
}
// MailboxStore liefert Postfachzustand für STAT/LIST/RETR/DELE.
type MailboxStore interface {
// List liefert alle (noch nicht gelöschten) Nachrichten des Postfachs
// username.
List(ctx context.Context, username string) ([]Message, error)
// Retrieve liefert den vollständigen Inhalt einer Nachricht
// (Akzeptanzkriterium 2: RETR liefert vollständige Nachrichten).
Retrieve(ctx context.Context, username string, number int) ([]byte, error)
// Delete löscht die angegebenen Nachrichtennummern ENDGÜLTIG — wird
// AUSSCHLIESSLICH im Update-Zustand nach einem regulären QUIT
// aufgerufen (Akzeptanzkriterium 2/Pflichtprüfung 3: DELE markiert
// nur innerhalb der Sitzung, committet wird erst hier).
Delete(ctx context.Context, username string, numbers []int) error
}
+26
View File
@@ -0,0 +1,26 @@
package pop3
import "strings"
// command ist eine geparste POP3-Kommandozeile — POP3 hat (anders als
// IMAP) keine Tags, nur "KOMMANDO [Argumente]".
type command struct {
Name string // groß geschrieben (z. B. "USER")
Args []string
}
// parseCommandLine zerlegt eine Kommandozeile (bereits ohne CRLF) in
// Kommandoname und Leerzeichen-getrennte Argumente. POP3-Argumente
// (Benutzername/Passwort/Nachrichtennummern) enthalten in der Praxis
// keine Anführungszeichen-Syntax wie IMAP — ein einfacher Split genügt
// für die kleinste Lösung.
func parseCommandLine(line string) command {
fields := strings.Fields(line)
if len(fields) == 0 {
return command{}
}
return command{
Name: strings.ToUpper(fields[0]),
Args: fields[1:],
}
}
+301
View File
@@ -0,0 +1,301 @@
package pop3
import (
"bufio"
"context"
"errors"
"net"
"strings"
"sync"
"testing"
"time"
)
type fakeAuthenticator struct {
users map[string]string
}
func (f fakeAuthenticator) Authenticate(_ context.Context, username, password string) (bool, error) {
want, ok := f.users[username]
return ok && want == password, nil
}
// fakeMailboxStore hält Nachrichten im Prozessspeicher — Delete entfernt
// sie erst bei tatsächlichem Aufruf (durch handleQuit im Update-Zustand).
type fakeMailboxStore struct {
mu sync.Mutex
messages map[string]map[int]string // username -> nummer -> inhalt
}
func newFakeMailboxStore() *fakeMailboxStore {
return &fakeMailboxStore{messages: map[string]map[int]string{
"alice": {1: "Erste Testnachricht\nmit zwei Zeilen", 2: "Zweite Testnachricht"},
}}
}
func (f *fakeMailboxStore) List(_ context.Context, username string) ([]Message, error) {
f.mu.Lock()
defer f.mu.Unlock()
msgs := f.messages[username]
result := make([]Message, 0, len(msgs))
for n, content := range msgs {
result = append(result, Message{Number: n, Size: int64(len(content))})
}
return result, nil
}
func (f *fakeMailboxStore) Retrieve(_ context.Context, username string, number int) ([]byte, error) {
f.mu.Lock()
defer f.mu.Unlock()
content, ok := f.messages[username][number]
if !ok {
return nil, errors.New("keine solche nachricht")
}
return []byte(content), nil
}
func (f *fakeMailboxStore) Delete(_ context.Context, username string, numbers []int) error {
f.mu.Lock()
defer f.mu.Unlock()
for _, n := range numbers {
delete(f.messages[username], n)
}
return nil
}
func (f *fakeMailboxStore) count(username string) int {
f.mu.Lock()
defer f.mu.Unlock()
return len(f.messages[username])
}
func startTestServer(t *testing.T) (addr string, store *fakeMailboxStore, stop func()) {
t.Helper()
auth := fakeAuthenticator{users: map[string]string{"alice": "geheim123"}}
store = newFakeMailboxStore()
srv := NewServer(auth, store)
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
done := make(chan struct{})
go func() {
_ = srv.Serve(ctx, listener)
close(done)
}()
return listener.Addr().String(), store, func() {
cancel()
<-done
}
}
type pop3Client struct {
conn net.Conn
reader *bufio.Reader
}
func dial(t *testing.T, addr string) *pop3Client {
t.Helper()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 2*time.Second)
if err != nil {
t.Fatalf("dial: %v", err)
}
c := &pop3Client{conn: conn, reader: bufio.NewReader(conn)}
c.readLine(t) // Begrüßung
return c
}
func (c *pop3Client) readLine(t *testing.T) string {
t.Helper()
_ = c.conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(3 * time.Second))
line, err := c.reader.ReadString('\n')
if err != nil {
t.Fatalf("antwort lesen: %v", err)
}
return strings.TrimRight(line, "\r\n")
}
// send sendet EIN Kommando und liest EINE Antwortzeile (Statuszeile).
func (c *pop3Client) send(t *testing.T, cmd string) string {
t.Helper()
if _, err := c.conn.Write([]byte(cmd + "\r\n")); err != nil {
t.Fatalf("kommando senden: %v", err)
}
return c.readLine(t)
}
// sendMultiline sendet ein Kommando und liest bis zur "."-Abschlusszeile.
func (c *pop3Client) sendMultiline(t *testing.T, cmd string) (status string, dataLines []string) {
t.Helper()
status = c.send(t, cmd)
if !strings.HasPrefix(status, "+OK") {
return status, nil
}
for {
line := c.readLine(t)
if line == "." {
return status, dataLines
}
dataLines = append(dataLines, line)
}
}
func (c *pop3Client) close() { _ = c.conn.Close() }
func loginAsAlice(t *testing.T, c *pop3Client) {
t.Helper()
if resp := c.send(t, "USER alice"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("USER: %s", resp)
}
if resp := c.send(t, "PASS geheim123"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("PASS: %s", resp)
}
}
// TestSession_StateTransitions ist die geforderte Pflichtprüfung 1:
// automatisierter Test für jede Zustandsübergangs-Regel.
func TestSession_StateTransitions(t *testing.T) {
addr, _, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
// Verbotener Übergang: STAT/RETR/DELE in Authorization.
if resp := c.send(t, "STAT"); !strings.HasPrefix(resp, "-ERR") {
t.Fatalf("erwartete -ERR für STAT in Authorization, habe: %s", resp)
}
if resp := c.send(t, "RETR 1"); !strings.HasPrefix(resp, "-ERR") {
t.Fatalf("erwartete -ERR für RETR in Authorization, habe: %s", resp)
}
// PASS ohne vorheriges USER.
if resp := c.send(t, "PASS irgendwas"); !strings.HasPrefix(resp, "-ERR") {
t.Fatalf("erwartete -ERR für PASS ohne USER, habe: %s", resp)
}
// Authorization -> Transaction.
loginAsAlice(t, c)
// Verbotener Übergang: USER/PASS erneut in Transaction.
if resp := c.send(t, "USER alice"); !strings.HasPrefix(resp, "-ERR") {
t.Fatalf("erwartete -ERR für USER in Transaction, habe: %s", resp)
}
// In Transaction erlaubt: STAT.
if resp := c.send(t, "STAT"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("erwartete +OK für STAT in Transaction, habe: %s", resp)
}
// Transaction -> (Update, real durchlaufen) -> Verbindungsende.
if resp := c.send(t, "QUIT"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("erwartete +OK für QUIT, habe: %s", resp)
}
}
// TestCommands_RetrDeleFullCycle deckt Akzeptanzkriterium 2 ab: RETR
// liefert vollständige Nachrichten, DELE + QUIT löscht endgültig.
func TestCommands_RetrDeleFullCycle(t *testing.T) {
addr, store, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
loginAsAlice(t, c)
status, lines := c.sendMultiline(t, "RETR 1")
if !strings.HasPrefix(status, "+OK") {
t.Fatalf("RETR: %s", status)
}
full := strings.Join(lines, "\n")
if full != "Erste Testnachricht\nmit zwei Zeilen" {
t.Fatalf("RETR lieferte keine vollständige nachricht, habe: %q", full)
}
if resp := c.send(t, "DELE 1"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("DELE: %s", resp)
}
if resp := c.send(t, "QUIT"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("QUIT: %s", resp)
}
if store.count("alice") != 1 {
t.Fatalf("erwartete 1 verbleibende nachricht nach DELE+QUIT, habe %d", store.count("alice"))
}
}
// TestCommands_DeleWithoutQuitDeletesNothing ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: DELE ohne anschließendes QUIT löscht nichts
// endgültig.
func TestCommands_DeleWithoutQuitDeletesNothing(t *testing.T) {
addr, store, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
loginAsAlice(t, c)
if resp := c.send(t, "DELE 1"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("DELE: %s", resp)
}
// Verbindung OHNE QUIT abrupt schließen.
c.close()
time.Sleep(100 * time.Millisecond) // server real verarbeiten lassen
if store.count("alice") != 2 {
t.Fatalf("erwartete weiterhin 2 nachrichten (kein QUIT, keine endgültige löschung), habe %d", store.count("alice"))
}
}
// TestPass_RejectsWithoutInformationLeak ist die geforderte
// Akzeptanzkriterium-3-Prüfung: fehlerhafte Anmeldeversuche ohne
// Informationspreisgabe.
func TestPass_RejectsWithoutInformationLeak(t *testing.T) {
addr, _, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c1 := dial(t, addr)
defer c1.close()
c1.send(t, "USER unbekannter_nutzer")
respUnknownUser := c1.send(t, "PASS irgendwas")
c2 := dial(t, addr)
defer c2.close()
c2.send(t, "USER alice")
respWrongPassword := c2.send(t, "PASS falschespasswort")
if respUnknownUser != respWrongPassword {
t.Fatalf("unterschiedliche fehlermeldungen verraten, ob der nutzer existiert: %q vs %q", respUnknownUser, respWrongPassword)
}
if !strings.HasPrefix(respUnknownUser, "-ERR") {
t.Fatalf("erwartete -ERR, habe: %s", respUnknownUser)
}
}
// TestServer_ManyParallelSessions belegt Robustheit unter Last (Vorbild
// ING-01) — kein expliziter Lasttest im Ticket gefordert, aber sinnvolle
// Ergänzung zur Zustandsmaschinen-Testabdeckung.
func TestServer_ManyParallelSessions(t *testing.T) {
addr, _, stop := startTestServer(t)
defer stop()
const sessions = 20
var wg sync.WaitGroup
for i := 0; i < sessions; i++ {
wg.Add(1)
go func(n int) {
defer wg.Done()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 3*time.Second)
if err != nil {
t.Errorf("dial %d: %v", n, err)
return
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
c := &pop3Client{conn: conn, reader: bufio.NewReader(conn)}
c.readLine(t)
loginAsAlice(t, c)
c.send(t, "STAT")
c.send(t, "QUIT")
}(i)
}
wg.Wait()
}
+58
View File
@@ -0,0 +1,58 @@
package pop3
import (
"bufio"
"strings"
)
// sanitizeResponseText entfernt eingebettete CR/LF aus text, BEVOR er in
// eine Antwortzeile eingebettet wird (Bekannter Fehler vermeiden — gleiche
// Konvention wie mail/internal/imap/response.go: archivmail erlaubte
// Header-/Zeilen-Injection durch Stringkonkatenation ohne CRLF-Prüfung).
func sanitizeResponseText(text string) string {
text = strings.ReplaceAll(text, "\r", "")
text = strings.ReplaceAll(text, "\n", "")
return text
}
func writeOK(w *bufio.Writer, text string) error {
_, err := w.WriteString("+OK " + sanitizeResponseText(text) + "\r\n")
if err != nil {
return err
}
return w.Flush()
}
func writeErr(w *bufio.Writer, text string) error {
_, err := w.WriteString("-ERR " + sanitizeResponseText(text) + "\r\n")
if err != nil {
return err
}
return w.Flush()
}
// writeMultiline schreibt eine mehrzeilige POP3-Antwort (LIST/RETR):
// "+OK ...\r\n" gefolgt von den Datenzeilen und einer abschließenden
// "." -Zeile (RFC 1939 §3). content wird an "\n" in Zeilen zerlegt; jede
// Zeile, die selbst mit "." beginnt, wird per "Byte-Stuffing" verdoppelt
// (RFC-Pflicht UND zusätzlicher Schutz gegen eine vorzeitig wirkende
// Terminierungszeile durch Nachrichteninhalt).
func writeMultiline(w *bufio.Writer, okText, content string) error {
if _, err := w.WriteString("+OK " + sanitizeResponseText(okText) + "\r\n"); err != nil {
return err
}
normalized := strings.ReplaceAll(content, "\r\n", "\n")
for _, line := range strings.Split(normalized, "\n") {
line = strings.TrimSuffix(line, "\r")
if strings.HasPrefix(line, ".") {
line = "." + line
}
if _, err := w.WriteString(line + "\r\n"); err != nil {
return err
}
}
if _, err := w.WriteString(".\r\n"); err != nil {
return err
}
return w.Flush()
}
+55
View File
@@ -0,0 +1,55 @@
package pop3
import (
"context"
"errors"
"fmt"
"net"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
)
// Server nimmt POP3-Verbindungen an und bedient jede in einer eigenen
// Goroutine (Akzeptanzkriterium 1) — gleiches Muster wie
// mail/internal/imap.Server. TLS/STARTTLS ist Sache von ING-06, nicht
// dieser Kachel.
type Server struct {
auth Authenticator
store MailboxStore
guardCfg protoguard.Config
}
func NewServer(auth Authenticator, store MailboxStore) *Server {
return NewServerWithGuardConfig(auth, store, protoguard.DefaultConfig())
}
// NewServerWithGuardConfig erlaubt abweichende Phase-Timeouts und
// Backoff-Parameter (ING-07), z. B. für Tests oder gehärtete
// Betriebsumgebungen.
func NewServerWithGuardConfig(auth Authenticator, store MailboxStore, guardCfg protoguard.Config) *Server {
return &Server{auth: auth, store: store, guardCfg: guardCfg}
}
// Serve nimmt Verbindungen auf listener an, bis ctx beendet wird.
func (srv *Server) Serve(ctx context.Context, listener net.Listener) error {
go func() {
<-ctx.Done()
_ = listener.Close()
}()
for {
conn, err := listener.Accept()
if err != nil {
if ctx.Err() != nil {
return nil
}
var netErr net.Error
if errors.As(err, &netErr) && netErr.Timeout() {
continue
}
return fmt.Errorf("pop3: verbindung annehmen: %w", err)
}
session := newSession(conn, srv.auth, srv.store, srv.guardCfg)
go session.Serve(ctx)
}
}
+145
View File
@@ -0,0 +1,145 @@
package pop3
import (
"bufio"
"context"
"errors"
"io"
"net"
"strings"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
)
// phaseAuthorization/phaseTransaction sind die protoguard-Phasen dieser
// Sitzung (ING-07 Akzeptanzkriterium 2: Timeouts pro Protokollphase
// konfigurierbar).
const (
phaseAuthorization protoguard.Phase = "authorization"
phaseTransaction protoguard.Phase = "transaction"
)
// maxCommandLineBytes begrenzt eine einzelne Kommandozeile (defensive
// Fehlerbehandlung bei nicht-konformen Gegenstellen, gleiche Konvention
// wie mail/internal/imap).
const maxCommandLineBytes = 8192
// Session ist eine einzelne POP3-Verbindung mit eigener Zustandsmaschine
// (Akzeptanzkriterium 1).
type Session struct {
conn net.Conn
reader *bufio.Reader
writer *bufio.Writer
auth Authenticator
store MailboxStore
guard *protoguard.Guard
state State
pendingUsername string // nach USER, vor erfolgreichem PASS
username string // nach erfolgreichem PASS
deleted map[int]bool
}
func newSession(conn net.Conn, auth Authenticator, store MailboxStore, guardCfg protoguard.Config) *Session {
return &Session{
conn: conn,
reader: bufio.NewReaderSize(conn, maxCommandLineBytes),
writer: bufio.NewWriter(conn),
auth: auth,
store: store,
guard: protoguard.New(guardCfg),
state: Authorization,
deleted: map[int]bool{},
}
}
// currentPhase liefert die protoguard-Phase des aktuellen Sitzungszustands.
func (s *Session) currentPhase() protoguard.Phase {
if s.state == Authorization {
return phaseAuthorization
}
return phaseTransaction
}
// State liefert den aktuellen Sitzungszustand (für Tests).
func (s *Session) State() State { return s.state }
// Serve führt die Sitzung bis QUIT oder Verbindungsende aus.
func (s *Session) Serve(ctx context.Context) {
defer func() { _ = s.conn.Close() }()
if err := writeOK(s.writer, "POP3 server ready"); err != nil {
return
}
for {
// Akzeptanzkriterium 2 (ING-07): Idle-Timeout pro Protokollphase,
// vor jedem Lesevorgang neu gesetzt, da ein Zustandswechsel die
// Phase (und damit den geltenden Timeout) ändern kann.
if err := s.guard.ApplyReadDeadline(s.conn, s.currentPhase()); err != nil {
return
}
line, err := s.readLine()
if err != nil {
// Verbindung endet OHNE QUIT (Timeout, Netzwerkabbruch oder
// harter Verbindungsabbruch) — Akzeptanzkriterium 1: die
// Session-Ressourcen (Verbindung, Reader/Writer) werden über
// das defer conn.Close() oben zuverlässig freigegeben.
// Zusätzlich Pflichtprüfung 3: als Deleted markierte
// Nachrichten dürfen dadurch NICHT gelöscht werden. Da
// store.Delete nur im regulären handleQuit aufgerufen wird,
// ist das hier bereits strukturell garantiert (kein Aufruf,
// keine Löschung).
return
}
if line == "" {
continue
}
cmd := parseCommandLine(line)
if cmd.Name == "" {
if err := writeErr(s.writer, "unrecognized command"); err != nil {
return
}
continue
}
if !s.dispatch(ctx, cmd) {
return
}
}
}
func (s *Session) readLine() (string, error) {
line, err := s.reader.ReadString('\n')
if err != nil {
if errors.Is(err, io.EOF) && line != "" {
return strings.TrimRight(line, "\r"), nil
}
return "", err
}
return strings.TrimRight(line, "\r\n"), nil
}
// dispatch verarbeitet EIN geparstes Kommando. false bedeutet: Sitzung
// beenden (QUIT abgeschlossen oder Schreibfehler).
func (s *Session) dispatch(ctx context.Context, cmd command) bool {
switch cmd.Name {
case "USER":
return s.handleUser(cmd)
case "PASS":
return s.handlePass(ctx, cmd)
case "STAT":
return s.handleStat(ctx)
case "LIST":
return s.handleList(ctx, cmd)
case "RETR":
return s.handleRetr(ctx, cmd)
case "DELE":
return s.handleDele(cmd)
case "QUIT":
return s.handleQuit(ctx)
default:
return writeErr(s.writer, "unknown command") == nil
}
}
+24
View File
@@ -0,0 +1,24 @@
package pop3
// State ist einer der drei POP3-Sitzungszustände (RFC 1939 §3),
// Akzeptanzkriterium 1.
type State int
const (
Authorization State = iota
Transaction
Update
)
func (s State) String() string {
switch s {
case Authorization:
return "AUTHORIZATION"
case Transaction:
return "TRANSACTION"
case Update:
return "UPDATE"
default:
return "unknown"
}
}
+119
View File
@@ -0,0 +1,119 @@
// Package protoguard bündelt die Fehlerbehandlungs- und
// Wiederverbindungslogik, die IMAP- und POP3-Sessions gemeinsam
// brauchen (ING-07): pro Protokollphase konfigurierbare Idle-Timeouts
// und Backoff statt Dauerschleife bei wiederholten Anmeldefehlern.
// Ressourcenaufräumung selbst passiert bereits strukturell durch
// defer conn.Close() in den Sessions — Guard sorgt dafür, dass dieser
// Pfad auch bei hängenden oder böswilligen Gegenstellen zuverlässig
// erreicht wird.
package protoguard
import (
"context"
"net"
"time"
)
// Phase identifiziert eine Protokollphase, für die ein eigener
// Idle-Timeout gilt.
type Phase string
// Config steuert Timeout- und Backoff-Verhalten einer Verbindung.
type Config struct {
// PhaseTimeout liefert den Idle-Timeout je Phase. Fehlt ein Eintrag,
// gilt DefaultTimeout.
PhaseTimeout map[Phase]time.Duration
// DefaultTimeout gilt, wenn für die aktuelle Phase kein eigener Wert
// gesetzt ist. 0 bedeutet: kein Timeout.
DefaultTimeout time.Duration
// MaxAuthFailures ist die Anzahl fehlgeschlagener Anmeldeversuche,
// nach der eine Verbindung getrennt wird. 0 bedeutet: unbegrenzt
// (kein Trennen, nur Backoff).
MaxAuthFailures int
// BackoffBase ist die Wartezeit vor der Antwort nach dem ersten
// Fehlversuch, verdoppelt sich je weiterem Fehlversuch bis
// BackoffMax.
BackoffBase time.Duration
BackoffMax time.Duration
}
// DefaultConfig liefert praxistaugliche Werte für Produktionsbetrieb.
func DefaultConfig() Config {
return Config{
DefaultTimeout: 5 * time.Minute,
MaxAuthFailures: 5,
BackoffBase: 200 * time.Millisecond,
BackoffMax: 5 * time.Second,
}
}
// Guard kapselt den Fehlerbehandlungszustand EINER Verbindung: aktuell
// angewandte Phase-Timeouts und Zahl der Anmeldefehlversuche.
type Guard struct {
cfg Config
authFailures int
}
// New erstellt einen Guard für eine einzelne Session.
func New(cfg Config) *Guard {
return &Guard{cfg: cfg}
}
// ApplyReadDeadline setzt die Lese-Deadline von conn passend zur
// angegebenen Protokollphase (Akzeptanzkriterium 2).
func (g *Guard) ApplyReadDeadline(conn net.Conn, phase Phase) error {
d := g.cfg.DefaultTimeout
if pd, ok := g.cfg.PhaseTimeout[phase]; ok {
d = pd
}
if d <= 0 {
return conn.SetReadDeadline(time.Time{})
}
return conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(d))
}
// RecordAuthFailure zählt einen fehlgeschlagenen Anmeldeversuch dieser
// Verbindung und liefert die Backoff-Wartezeit vor der Fehlerantwort
// sowie ob die Verbindung danach getrennt werden muss (Akzeptanzkriterium
// 3: klar definierter Backoff statt Dauerschleife).
func (g *Guard) RecordAuthFailure() (backoff time.Duration, disconnect bool) {
g.authFailures++
backoff = g.backoffFor(g.authFailures)
disconnect = g.cfg.MaxAuthFailures > 0 && g.authFailures >= g.cfg.MaxAuthFailures
return backoff, disconnect
}
// ResetAuthFailures setzt den Fehlversuchszähler nach erfolgreicher
// Anmeldung zurück.
func (g *Guard) ResetAuthFailures() { g.authFailures = 0 }
func (g *Guard) backoffFor(failures int) time.Duration {
if g.cfg.BackoffBase <= 0 {
return 0
}
d := g.cfg.BackoffBase
for i := 1; i < failures; i++ {
d *= 2
if g.cfg.BackoffMax > 0 && d >= g.cfg.BackoffMax {
return g.cfg.BackoffMax
}
}
if g.cfg.BackoffMax > 0 && d > g.cfg.BackoffMax {
return g.cfg.BackoffMax
}
return d
}
// Wait wartet d, bricht aber bei ctx-Abbruch sofort ab, damit ein
// Server-Shutdown nicht auf eine laufende Backoff-Pause warten muss.
func (g *Guard) Wait(ctx context.Context, d time.Duration) {
if d <= 0 {
return
}
timer := time.NewTimer(d)
defer timer.Stop()
select {
case <-timer.C:
case <-ctx.Done():
}
}
+162
View File
@@ -0,0 +1,162 @@
// Package qagate implementiert QA-03: das Prüfgate für Archivierung &
// Suche. Verbindliche Kriterien: (1) die Archivierungs- und
// Suchindex-Testsuiten bestehen, einschließlich Schlüsselrotation
// (ARC-08), (2) der Suchpfad baut keine SQL-Klauseln dynamisch zusammen,
// (3) das Gate-Ergebnis ist dokumentiert und mit Zeitstempel
// nachvollziehbar.
package qagate
import (
"bytes"
"context"
"fmt"
"os"
"os/exec"
"path/filepath"
"strings"
"time"
)
// ArchiveAndSearchPackages sind die Pakete, deren Testsuiten das Gate
// ausführt (Akzeptanzkriterium 1: Archivierung — storage/crypto/
// encstorage, inklusive Schlüsselrotation aus ARC-08 — UND Suchindex —
// search, inklusive Facetten/Reindex/OCR-Konfidenz).
var ArchiveAndSearchPackages = []string{
"./internal/storage/...",
"./internal/crypto/...",
"./internal/encstorage/...",
"./internal/search/...",
}
// dynamicSQLBuildMarker ist das Muster, dessen Anwesenheit im Suchpfad
// (Akzeptanzkriterium 2) einen Verstoß bedeutet — dieselbe Prüfung wie
// mail/internal/search/no_dynamic_sql_test.go, hier auf alle
// Suchpfad-Dateien verallgemeinert statt nur auf client.go beschränkt.
// Der abschließende "(" grenzt einen tatsächlichen Funktionsaufruf von
// bloßer Erwähnung in Kommentaren ab (z. B. "kein fmt.Sprintf/strings.Join"
// in Erklärtexten, real als Fehlalarm aufgetreten und hiermit behoben).
const dynamicSQLBuildMarker = "fmt.Sprintf("
// sqlBuildExceptionFiles sind Dateien, die fmt.Sprintf bewusst und
// dokumentiert für Schema-/DDL-Verwaltung nutzen (Tabellennamen aus
// paketintern erzeugten, regex-geprüften Werten — SRC-09 reindex.go),
// NICHT für den eigentlichen Abfrage-/Suchpfad. Diese Unterscheidung
// steht bereits im Quelltext von reindex.go dokumentiert.
var sqlBuildExceptionFiles = map[string]bool{
"reindex.go": true,
}
// TestSuiteResult ist das Ergebnis eines `go test`-Laufs über die
// Archivierungs-/Suchindex-Pakete.
type TestSuiteResult struct {
Passed bool
Output string
}
// SQLScanResult ist das Ergebnis des statischen Suchpfad-Scans.
type SQLScanResult struct {
Passed bool
Violations []string // "<Datei>: enthält fmt.Sprintf"
}
// GateResult fasst ein vollständiges Gate-Ergebnis zusammen
// (Akzeptanzkriterium 3: dokumentiert, mit Zeitstempel).
type GateResult struct {
Timestamp time.Time
TestSuite TestSuiteResult
SQLScan SQLScanResult
}
// Passed ist true, wenn ALLE Kriterien erfüllt sind.
func (r GateResult) Passed() bool {
return r.TestSuite.Passed && r.SQLScan.Passed
}
// RunTestSuites führt `go test` über ArchiveAndSearchPackages im
// angegebenen Modulverzeichnis aus (Akzeptanzkriterium 1). Umgebungs-
// variablen (z. B. TEST_TENANT_DSN/TEST_MANTICORE_URL für die echten
// Integrationstests, darunter ARC-08s Schlüsselrotationstests) werden
// unverändert vom aufrufenden Prozess vererbt — das Gate setzt selbst
// keine Zugangsdaten.
func RunTestSuites(ctx context.Context, moduleDir string) (TestSuiteResult, error) {
args := append([]string{"test", "-count=1"}, ArchiveAndSearchPackages...)
cmd := exec.CommandContext(ctx, "go", args...)
cmd.Dir = moduleDir
var out bytes.Buffer
cmd.Stdout = &out
cmd.Stderr = &out
err := cmd.Run()
if err != nil {
if _, isExitErr := err.(*exec.ExitError); !isExitErr {
return TestSuiteResult{}, fmt.Errorf("qagate: go test ausführen: %w", err)
}
}
return TestSuiteResult{Passed: err == nil, Output: out.String()}, nil
}
// ScanSearchPathForDynamicSQL prüft alle Nicht-Test-.go-Dateien in
// searchPkgDir auf dynamische SQL-Klauselbildung (Akzeptanzkriterium 2),
// mit Ausnahme der dokumentierten DDL-Verwaltung (reindex.go).
func ScanSearchPathForDynamicSQL(searchPkgDir string) (SQLScanResult, error) {
entries, err := os.ReadDir(searchPkgDir)
if err != nil {
return SQLScanResult{}, fmt.Errorf("qagate: suchpfad-verzeichnis lesen: %w", err)
}
var violations []string
for _, e := range entries {
name := e.Name()
if e.IsDir() || !strings.HasSuffix(name, ".go") || strings.HasSuffix(name, "_test.go") {
continue
}
if sqlBuildExceptionFiles[name] {
continue
}
content, err := os.ReadFile(filepath.Join(searchPkgDir, name))
if err != nil {
return SQLScanResult{}, fmt.Errorf("qagate: %s lesen: %w", name, err)
}
if strings.Contains(string(content), dynamicSQLBuildMarker) {
violations = append(violations, fmt.Sprintf("%s: enthält %s", name, dynamicSQLBuildMarker))
}
}
return SQLScanResult{Passed: len(violations) == 0, Violations: violations}, nil
}
// Run führt das vollständige Gate aus.
func Run(ctx context.Context, moduleDir string) (GateResult, error) {
testResult, err := RunTestSuites(ctx, moduleDir)
if err != nil {
return GateResult{}, err
}
sqlResult, err := ScanSearchPathForDynamicSQL(filepath.Join(moduleDir, "internal", "search"))
if err != nil {
return GateResult{}, err
}
return GateResult{
Timestamp: time.Now().UTC(),
TestSuite: testResult,
SQLScan: sqlResult,
}, nil
}
// Report erzeugt den dokumentierten, zeitgestempelten Gate-Bericht
// (Akzeptanzkriterium 3).
func (r GateResult) Report() string {
status := "BESTANDEN"
if !r.Passed() {
status = "FEHLGESCHLAGEN"
}
var b strings.Builder
fmt.Fprintf(&b, "# QA-03 Gate-Ergebnis: %s\n\n", status)
fmt.Fprintf(&b, "Zeitstempel (UTC): %s\n\n", r.Timestamp.Format(time.RFC3339))
fmt.Fprintf(&b, "## Testsuiten (Archivierung & Suche, inkl. Schlüsselrotation)\n\nBestanden: %v\n\n", r.TestSuite.Passed)
fmt.Fprintf(&b, "## Statischer Suchpfad-Scan (keine dynamische SQL-Klauselbildung)\n\nBestanden: %v\n", r.SQLScan.Passed)
if len(r.SQLScan.Violations) > 0 {
fmt.Fprintf(&b, "Verstöße:\n")
for _, v := range r.SQLScan.Violations {
fmt.Fprintf(&b, "- %s\n", v)
}
}
return b.String()
}
+112
View File
@@ -0,0 +1,112 @@
package qagate
import (
"context"
"os"
"path/filepath"
"testing"
)
func moduleRoot(t *testing.T) string {
t.Helper()
wd, err := os.Getwd()
if err != nil {
t.Fatalf("arbeitsverzeichnis ermitteln: %v", err)
}
// gate_test.go liegt in internal/qagate — Modulwurzel ist zwei Ebenen
// darüber.
return filepath.Join(wd, "..", "..")
}
// TestScanSearchPathForDynamicSQL_RealSearchPackagePasses ist die
// geforderte Pflichtprüfung 2: Codereview-Stichprobe bestätigt
// statischen Query-Builder — automatisiert und reproduzierbar gegen den
// echten mail/internal/search-Quelltext ausgeführt statt rein manuell
// behauptet.
func TestScanSearchPathForDynamicSQL_RealSearchPackagePasses(t *testing.T) {
root := moduleRoot(t)
result, err := ScanSearchPathForDynamicSQL(filepath.Join(root, "internal", "search"))
if err != nil {
t.Fatalf("scan: %v", err)
}
if !result.Passed {
t.Fatalf("erwartete bestandenen scan, habe verstöße: %v", result.Violations)
}
}
// TestScanSearchPathForDynamicSQL_DetectsRealViolation beweist, dass der
// Scanner einen tatsächlichen Verstoß auch real erkennt (Negativtest,
// analog zu no_dynamic_sql_test.go) — ein Gate, das nie einen Verstoß
// melden kann, wäre wertlos.
func TestScanSearchPathForDynamicSQL_DetectsRealViolation(t *testing.T) {
dir := t.TempDir()
violatingFile := "bad_query.go"
content := []byte("package search\n\nimport \"fmt\"\n\nfunc bad(field string) string {\n\treturn fmt.Sprintf(\"WHERE %s = 1\", field)\n}\n")
if err := os.WriteFile(filepath.Join(dir, violatingFile), content, 0o600); err != nil {
t.Fatalf("testdatei schreiben: %v", err)
}
result, err := ScanSearchPathForDynamicSQL(dir)
if err != nil {
t.Fatalf("scan: %v", err)
}
if result.Passed {
t.Fatal("erwartete erkannten verstoß, scan meldet bestanden")
}
if len(result.Violations) != 1 || result.Violations[0] != violatingFile+": enthält fmt.Sprintf(" {
t.Fatalf("unerwartetes verstoßergebnis: %+v", result.Violations)
}
}
// TestScanSearchPathForDynamicSQL_ExemptsDocumentedDDLFile bestätigt,
// dass die dokumentierte Ausnahme (reindex.go, Schema-/DDL-Verwaltung,
// kein Abfragepfad) NICHT als Verstoß gewertet wird.
func TestScanSearchPathForDynamicSQL_ExemptsDocumentedDDLFile(t *testing.T) {
dir := t.TempDir()
content := []byte("package search\n\nimport \"fmt\"\n\nfunc ddl(name string) string {\n\treturn fmt.Sprintf(\"CREATE TABLE %s (...)\", name)\n}\n")
if err := os.WriteFile(filepath.Join(dir, "reindex.go"), content, 0o600); err != nil {
t.Fatalf("testdatei schreiben: %v", err)
}
result, err := ScanSearchPathForDynamicSQL(dir)
if err != nil {
t.Fatalf("scan: %v", err)
}
if !result.Passed {
t.Fatalf("erwartete bestandenen scan (dokumentierte ausnahme), habe: %v", result.Violations)
}
}
// TestRun_RealGateAgainstCurrentARC08SRC10State ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1: Gate-Lauf gegen aktuellen Stand von ARC-08/SRC-10
// dokumentiert — führt das vollständige Gate real gegen den aktuellen
// Modul-Quelltext aus (inklusive echter Postgres-/Manticore-
// Integrationstests, darunter ARC-08s Schlüsselrotation und SRC-10s
// OCR-Konfidenzabfrage) und dokumentiert das Ergebnis mit Zeitstempel.
func TestRun_RealGateAgainstCurrentARC08SRC10State(t *testing.T) {
if os.Getenv("TEST_TENANT_DSN") == "" || os.Getenv("TEST_MANTICORE_URL") == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN/TEST_MANTICORE_URL nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
root := moduleRoot(t)
ctx := context.Background()
result, err := Run(ctx, root)
if err != nil {
t.Fatalf("gate-lauf: %v", err)
}
if result.Timestamp.IsZero() {
t.Fatal("erwarteter zeitstempel fehlt")
}
if !result.SQLScan.Passed {
t.Fatalf("statischer scan fehlgeschlagen: %v", result.SQLScan.Violations)
}
if !result.TestSuite.Passed {
t.Fatalf("testsuiten fehlgeschlagen, ausgabe:\n%s", result.TestSuite.Output)
}
reportPath := filepath.Join(t.TempDir(), "qa-03-gate-report.md")
if err := os.WriteFile(reportPath, []byte(result.Report()), 0o600); err != nil {
t.Fatalf("bericht schreiben: %v", err)
}
t.Logf("Gate-Bericht (%s):\n%s", reportPath, result.Report())
}
+27 -3
View File
@@ -38,11 +38,22 @@ var migrationAddAttachmentType string
//go:embed migrations/0005_mail_documents_tag.sql
var migrationAddTag string
// SRC-10: OCR-Sprach-/Qualitätsfelder, gleiches Muster wie die
// Facettenfelder aus SRC-05.
//
//go:embed migrations/0006_mail_documents_ocr_language.sql
var migrationAddOCRLanguage string
//go:embed migrations/0007_mail_documents_ocr_confidence.sql
var migrationAddOCRConfidence string
var facetMigrations = []string{
migrationAddSender,
migrationAddMailbox,
migrationAddAttachmentType,
migrationAddTag,
migrationAddOCRLanguage,
migrationAddOCRConfidence,
}
// Client spricht ausschließlich über die strukturierte Manticore-HTTP-
@@ -122,6 +133,10 @@ type Document struct {
Mailbox string `json:"mailbox"`
AttachmentType string `json:"attachment_type"`
Tag string `json:"tag"`
// OCR-Sprach-/Qualitätsfelder (SRC-10), optional — leerer String/0
// bedeutet "kein OCR-Anhang bzw. kein Konfidenzwert vorhanden".
OCRLanguage string `json:"ocr_language"`
OCRConfidence float64 `json:"ocr_confidence"`
}
// Index legt/ersetzt ein Suchdokument (Akzeptanzkriterium 2: Schreibzugriff
@@ -193,6 +208,11 @@ type Result struct {
Subject string
Score int64
SentAtUnixEpoch int64
// OCRLanguage/OCRConfidence (SRC-10 Akzeptanzkriterium 1: erkannte
// Sprache für Anzeige nutzbar) — leer/0, wenn das Dokument keinen
// OCR-Anhang hat.
OCRLanguage string
OCRConfidence float64
}
// fieldWeights gewichtet Betreff höher als Text, Anhangstext am
@@ -307,6 +327,8 @@ func (c *Client) Search(ctx context.Context, tenantSlug, queryText string) ([]Re
Subject: hit.Source.Subject,
Score: hit.Score,
SentAtUnixEpoch: hit.Source.SentAtUnixEpoch,
OCRLanguage: hit.Source.OCRLanguage,
OCRConfidence: hit.Source.OCRConfidence,
})
}
return results, nil
@@ -317,9 +339,11 @@ type searchResponse struct {
Hits []struct {
Score int64 `json:"_score"`
Source struct {
MessageID string `json:"message_id"`
Subject string `json:"subject"`
SentAtUnixEpoch int64 `json:"sent_at"`
MessageID string `json:"message_id"`
Subject string `json:"subject"`
SentAtUnixEpoch int64 `json:"sent_at"`
OCRLanguage string `json:"ocr_language"`
OCRConfidence float64 `json:"ocr_confidence"`
} `json:"_source"`
} `json:"hits"`
} `json:"hits"`
+52
View File
@@ -142,6 +142,8 @@ func (c *Client) SearchWithFilters(ctx context.Context, tenantSlug, queryText st
Subject: hit.Source.Subject,
Score: hit.Score,
SentAtUnixEpoch: hit.Source.SentAtUnixEpoch,
OCRLanguage: hit.Source.OCRLanguage,
OCRConfidence: hit.Source.OCRConfidence,
})
}
return results, nil
@@ -230,6 +232,56 @@ func (c *Client) Facets(ctx context.Context, tenantSlug, queryText string, filte
return result, nil
}
// AttachmentsBelowConfidence liefert alle Dokumente eines Mandanten, deren
// OCR-Konfidenzwert UNTER threshold liegt (SRC-10 Akzeptanzkriterium 3:
// gezielt für manuelle Nachbearbeitung auffindbar). Dokumente ohne
// OCR-Anhang (ocr_confidence bleibt 0) tauchen hier NICHT auf — 0 ist
// "kein Wert", nicht "schlechtester Wert" (siehe Document-Feldkommentar) —
// daher zusätzlicher Filter ocr_confidence > 0.
func (c *Client) AttachmentsBelowConfidence(ctx context.Context, tenantSlug string, threshold float64) ([]Result, error) {
payload := map[string]any{
"index": IndexName,
"query": map[string]any{
"bool": map[string]any{
"must": []map[string]any{
{"equals": map[string]any{FieldTenantSlug: tenantSlug}},
{"range": map[string]any{FieldOCRConfidence: map[string]any{"gt": 0}}},
{"range": map[string]any{FieldOCRConfidence: map[string]any{"lt": threshold}}},
},
},
},
"sort": []map[string]any{{FieldOCRConfidence: "asc"}},
"limit": searchResultLimit,
}
body, err := json.Marshal(payload)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("search: konfidenzanfrage serialisieren: %w", err)
}
respBody, err := c.doSearchWithSwapRetry(ctx, body)
if err != nil {
return nil, err
}
var parsed searchResponse
if err := json.Unmarshal(respBody, &parsed); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("search: antwort parsen: %w", err)
}
results := make([]Result, 0, len(parsed.Hits.Hits))
for _, hit := range parsed.Hits.Hits {
results = append(results, Result{
MessageID: hit.Source.MessageID,
Subject: hit.Source.Subject,
Score: hit.Score,
SentAtUnixEpoch: hit.Source.SentAtUnixEpoch,
OCRLanguage: hit.Source.OCRLanguage,
OCRConfidence: hit.Source.OCRConfidence,
})
}
return results, nil
}
type facetResponse struct {
Aggregations map[string]struct {
Buckets []struct {
+4
View File
@@ -29,6 +29,10 @@ const (
FieldMailbox = "mailbox"
FieldAttachmentType = "attachment_type"
FieldTag = "tag"
// OCR-Sprach-/Qualitätsfelder (SRC-10), nachgezogen über
// migrations/0006..0007.
FieldOCRLanguage = "ocr_language"
FieldOCRConfidence = "ocr_confidence"
)
// FacetFields sind die je Kachel unterstützten Filterdimensionen
@@ -0,0 +1 @@
ALTER TABLE mail_documents ADD COLUMN ocr_language string attribute indexed
@@ -0,0 +1 @@
ALTER TABLE mail_documents ADD COLUMN ocr_confidence float
@@ -0,0 +1,53 @@
// Integrationstest (SRC-10): echte Manticore-Instanz, TEST_MANTICORE_URL
// (gleiche Konvention wie facets_test.go/ranking_test.go).
package search
import (
"context"
"testing"
)
// TestAttachmentsBelowConfidence_QueryReturnsExpectedResults ist die
// geforderte Pflichtprüfung 3: Abfrage aller Anhänge unterhalb einer
// Konfidenzschwelle liefert erwartete Treffer.
func TestAttachmentsBelowConfidence_QueryReturnsExpectedResults(t *testing.T) {
client := setupClient(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-src10-konfidenz"
docs := []Document{
{MessageID: "msg-conf-niedrig-1", Subject: "a", OCRLanguage: "deu", OCRConfidence: 22.5},
{MessageID: "msg-conf-niedrig-2", Subject: "b", OCRLanguage: "eng", OCRConfidence: 41.0},
{MessageID: "msg-conf-hoch", Subject: "c", OCRLanguage: "deu", OCRConfidence: 93.2},
{MessageID: "msg-conf-kein-ocr", Subject: "d"}, // kein OCR-Anhang, OCRConfidence bleibt 0
}
for _, d := range docs {
d.TenantSlug = tenant
d.ID = DocumentID(tenant, d.MessageID)
if err := client.Index(ctx, d); err != nil {
t.Fatalf("index %s: %v", d.MessageID, err)
}
}
results, err := client.AttachmentsBelowConfidence(ctx, tenant, 50.0)
if err != nil {
t.Fatalf("attachmentsbelowconfidence: %v", err)
}
ids := make(map[string]bool, len(results))
for _, r := range results {
ids[r.MessageID] = true
}
if !ids["msg-conf-niedrig-1"] || !ids["msg-conf-niedrig-2"] {
t.Fatalf("erwartete beide niedrig-konfidenten anhänge, habe: %+v", results)
}
if ids["msg-conf-hoch"] {
t.Fatalf("hoch-konfidenter anhang hätte nicht auftauchen dürfen: %+v", results)
}
if ids["msg-conf-kein-ocr"] {
t.Fatalf("dokument ohne ocr-anhang (confidence=0) hätte nicht auftauchen dürfen: %+v", results)
}
if len(results) != 2 {
t.Fatalf("erwartete genau 2 treffer, habe %d: %+v", len(results), results)
}
}
+7 -3
View File
@@ -276,13 +276,17 @@ func (c *Client) showTables(ctx context.Context) ([]string, error) {
// buildCreateTableSQL erzeugt die Schema-DDL für eine Zwischentabelle mit
// demselben Spaltensatz wie mail_documents (Basis + Facettenfelder aus
// SRC-05). tableName ist über tempTableNamePattern in Rebuild bereits
// geprüft, bevor diese Funktion aufgerufen wird.
// SRC-05 + OCR-Felder aus SRC-10). tableName ist über
// tempTableNamePattern in Rebuild bereits geprüft, bevor diese Funktion
// aufgerufen wird. MUSS bei jeder neuen Spalte in mail_documents
// (migrations/000N_*.sql) mitgepflegt werden — sonst schlägt Reindex mit
// "unknown column" fehl (siehe SRC-10, real so aufgetreten und behoben).
func buildCreateTableSQL(tableName string) string {
return fmt.Sprintf(
"CREATE TABLE %s (%s string attribute indexed, %s string attribute indexed, %s text, %s text, %s text, %s string attribute indexed, %s string attribute indexed, %s string attribute indexed, %s string attribute indexed, %s timestamp)",
"CREATE TABLE %s (%s string attribute indexed, %s string attribute indexed, %s text, %s text, %s text, %s string attribute indexed, %s string attribute indexed, %s string attribute indexed, %s string attribute indexed, %s timestamp, %s string attribute indexed, %s float)",
tableName,
FieldTenantSlug, FieldMessageID, FieldSubject, FieldBody, FieldAttachmentText,
FieldSender, FieldMailbox, FieldAttachmentType, FieldTag, FieldSentAt,
FieldOCRLanguage, FieldOCRConfidence,
)
}
+80
View File
@@ -0,0 +1,80 @@
// Package syncalert implementiert IMP-08: Benachrichtigung bei
// wiederholtem Postfach-Sync-Ausfall, mit Eskalationsschwelle statt
// Einzel-Alarm pro Fehlversuch. Versand ausschließlich über den
// zentralen Core-Benachrichtigungs-Dispatcher (CFG-02, bereits Fertig)
// — dieses Paket baut KEINEN eigenen E-Mail-Versand, sondern ruft
// ausschließlich NotificationDispatcher.Enqueue auf (Akzeptanzkriterium
// 1), exakt einmal je Eskalation.
package syncalert
import (
"bytes"
"context"
"encoding/json"
"fmt"
"net/http"
)
// NotificationDispatcher ist die schmale Schnittstelle zu Core CFG-02
// (internal/notify.Dispatcher.Enqueue) — Mail ruft ausschließlich diese
// EINE Methode auf, kein eigener Versandcode.
type NotificationDispatcher interface {
Enqueue(ctx context.Context, channel, recipient string, payload map[string]any) (id string, err error)
}
// HTTPNotificationDispatcher spricht CFG-02 über HTTP an — dieselbe
// Service-Credential-Konvention wie mail/internal/crypto.HTTPKEKProvider
// (API-02, X-Nexarch-Client-Id/Secret).
type HTTPNotificationDispatcher struct {
endpointURL string
clientID string
clientSecret string
httpClient *http.Client
}
func NewHTTPNotificationDispatcher(endpointURL, clientID, clientSecret string, httpClient *http.Client) *HTTPNotificationDispatcher {
if httpClient == nil {
httpClient = http.DefaultClient
}
return &HTTPNotificationDispatcher{endpointURL: endpointURL, clientID: clientID, clientSecret: clientSecret, httpClient: httpClient}
}
type enqueueRequest struct {
Channel string `json:"channel"`
Recipient string `json:"recipient"`
Payload map[string]any `json:"payload"`
}
type enqueueResponse struct {
ID string `json:"id"`
}
func (d *HTTPNotificationDispatcher) Enqueue(ctx context.Context, channel, recipient string, payload map[string]any) (string, error) {
body, err := json.Marshal(enqueueRequest{Channel: channel, Recipient: recipient, Payload: payload})
if err != nil {
return "", fmt.Errorf("syncalert: anfrage serialisieren: %w", err)
}
req, err := http.NewRequestWithContext(ctx, http.MethodPost, d.endpointURL, bytes.NewReader(body))
if err != nil {
return "", fmt.Errorf("syncalert: anfrage aufbauen: %w", err)
}
req.Header.Set("Content-Type", "application/json")
req.Header.Set("X-Nexarch-Client-Id", d.clientID)
req.Header.Set("X-Nexarch-Client-Secret", d.clientSecret)
resp, err := d.httpClient.Do(req)
if err != nil {
return "", fmt.Errorf("syncalert: anfrage senden: %w", err)
}
defer func() { _ = resp.Body.Close() }()
if resp.StatusCode != http.StatusOK {
return "", fmt.Errorf("syncalert: cfg-02 lehnte anfrage ab: status %d", resp.StatusCode)
}
var out enqueueResponse
if err := json.NewDecoder(resp.Body).Decode(&out); err != nil {
return "", fmt.Errorf("syncalert: antwort dekodieren: %w", err)
}
return out.ID, nil
}
@@ -0,0 +1,67 @@
package syncalert
import (
"context"
"encoding/json"
"net/http"
"net/http/httptest"
"testing"
)
// TestHTTPNotificationDispatcher_SendsCorrectRequestFormat beweist real
// über echtes HTTP, dass HTTPNotificationDispatcher Channel/Recipient/
// Payload sowie die Service-Credential-Header korrekt sendet — kein
// eigener E-Mail-Versand, nur ein einziger CFG-02-Aufruf
// (Akzeptanzkriterium 1).
func TestHTTPNotificationDispatcher_SendsCorrectRequestFormat(t *testing.T) {
var capturedBody map[string]any
var capturedClientID, capturedClientSecret string
srv := httptest.NewServer(http.HandlerFunc(func(w http.ResponseWriter, r *http.Request) {
capturedClientID = r.Header.Get("X-Nexarch-Client-Id")
capturedClientSecret = r.Header.Get("X-Nexarch-Client-Secret")
if err := json.NewDecoder(r.Body).Decode(&capturedBody); err != nil {
t.Fatal(err)
}
w.Header().Set("Content-Type", "application/json")
_, _ = w.Write([]byte(`{"id":"real-notification-id-123"}`))
}))
defer srv.Close()
dispatcher := NewHTTPNotificationDispatcher(srv.URL, "mail", "mail-service-secret", nil)
id, err := dispatcher.Enqueue(context.Background(), NotificationChannel, AdminRecipient, map[string]any{
"mailbox": "INBOX",
"reason": "verbindung abgelehnt",
})
if err != nil {
t.Fatalf("enqueue: %v", err)
}
if id != "real-notification-id-123" {
t.Fatalf("erwartete reale id vom server, habe %q", id)
}
if capturedClientID != "mail" || capturedClientSecret != "mail-service-secret" {
t.Fatalf("service-credential-header fehlen/falsch: id=%q secret=%q", capturedClientID, capturedClientSecret)
}
if capturedBody["channel"] != NotificationChannel || capturedBody["recipient"] != AdminRecipient {
t.Fatalf("channel/recipient falsch übertragen: %+v", capturedBody)
}
payload, ok := capturedBody["payload"].(map[string]any)
if !ok || payload["mailbox"] != "INBOX" {
t.Fatalf("payload nicht korrekt übertragen: %+v", capturedBody)
}
}
// TestHTTPNotificationDispatcher_RejectedByServerReturnsError bestätigt,
// dass eine Ablehnung durch CFG-02 real als Fehler durchgereicht wird,
// statt stillschweigend zu verschwinden.
func TestHTTPNotificationDispatcher_RejectedByServerReturnsError(t *testing.T) {
srv := httptest.NewServer(http.HandlerFunc(func(w http.ResponseWriter, r *http.Request) {
w.WriteHeader(http.StatusForbidden)
}))
defer srv.Close()
dispatcher := NewHTTPNotificationDispatcher(srv.URL, "mail", "falsch", nil)
if _, err := dispatcher.Enqueue(context.Background(), "c", "r", nil); err == nil {
t.Fatal("erwartete fehler bei abgelehnter anfrage, habe nil")
}
}
@@ -0,0 +1,11 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_sync_alert_state (
tenant_slug TEXT NOT NULL,
mailbox_name TEXT NOT NULL,
consecutive_failures INT NOT NULL DEFAULT 0,
alerted BOOLEAN NOT NULL DEFAULT false,
last_success_at TIMESTAMPTZ,
last_failure_reason TEXT,
last_failure_at TIMESTAMPTZ,
updated_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
PRIMARY KEY (tenant_slug, mailbox_name)
)
+156
View File
@@ -0,0 +1,156 @@
package syncalert
import (
"context"
_ "embed"
"errors"
"fmt"
"time"
"github.com/jackc/pgx/v5"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
//go:embed migrations/0001_mail_sync_alert_state.sql
var schemaMigration string
const (
// NotificationChannel/AdminRecipient sind bewusst statisch (kleinste
// Lösung) — eine konfigurierbare Empfängerverwaltung ist Sache einer
// späteren Kachel, nicht Bestandteil von IMP-08.
NotificationChannel = "mail-sync-failure"
AdminRecipient = "mail-admins"
)
// Monitor verfolgt Sync-Fehlschläge je Mandant/Postfach und löst bei
// Überschreiten der Schwelle GENAU EINE Benachrichtigung aus
// (Akzeptanzkriterium 1).
type Monitor struct {
pool *pgxpool.Pool
dispatcher NotificationDispatcher
threshold int
now func() time.Time
}
// DefaultThreshold ist die Vorgabe-Eskalationsschwelle (konsekutive
// Fehlschläge), überschreibbar über WithThreshold.
const DefaultThreshold = 3
func NewMonitor(pool *pgxpool.Pool, dispatcher NotificationDispatcher) *Monitor {
return &Monitor{pool: pool, dispatcher: dispatcher, threshold: DefaultThreshold, now: time.Now}
}
// WithThreshold setzt eine abweichende Eskalationsschwelle.
func (m *Monitor) WithThreshold(threshold int) *Monitor {
m.threshold = threshold
return m
}
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert.
func (m *Monitor) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := m.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("syncalert: schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
type alertState struct {
consecutiveFailures int
alerted bool
lastSuccessAt *time.Time
}
func (m *Monitor) getOrCreate(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) (alertState, error) {
if _, err := m.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_sync_alert_state (tenant_slug, mailbox_name)
VALUES ($1, $2)
ON CONFLICT (tenant_slug, mailbox_name) DO NOTHING
`, tenantSlug, mailboxName); err != nil {
return alertState{}, fmt.Errorf("syncalert: zustand anlegen: %w", err)
}
var st alertState
err := m.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT consecutive_failures, alerted, last_success_at
FROM mail_sync_alert_state WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
`, tenantSlug, mailboxName).Scan(&st.consecutiveFailures, &st.alerted, &st.lastSuccessAt)
if err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return alertState{}, fmt.Errorf("syncalert: gerade angelegten zustand nicht gefunden")
}
return alertState{}, fmt.Errorf("syncalert: zustand lesen: %w", err)
}
return st, nil
}
// RecordFailure verzeichnet einen fehlgeschlagenen Sync-Versuch. Erst
// wenn consecutive_failures die konfigurierte Schwelle ERSTMALIG
// erreicht (noch nicht "alerted"), wird GENAU EINE Benachrichtigung an
// CFG-02 ausgelöst (Akzeptanzkriterium 1) — weitere Fehlschläge danach
// lösen KEINE zusätzliche Benachrichtigung aus, solange der Alarmzustand
// nicht durch einen erfolgreichen Sync zurückgesetzt wurde (kein
// Einzel-Alarm pro Fehlversuch, keine Spam-Flut).
func (m *Monitor) RecordFailure(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName, reason string) error {
now := m.now()
st, err := m.getOrCreate(ctx, tenantSlug, mailboxName)
if err != nil {
return err
}
newFailures := st.consecutiveFailures + 1
if _, err := m.pool.Exec(ctx, `
UPDATE mail_sync_alert_state
SET consecutive_failures = $3, last_failure_reason = $4, last_failure_at = $5, updated_at = now()
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
`, tenantSlug, mailboxName, newFailures, reason, now); err != nil {
return fmt.Errorf("syncalert: fehlschlag erfassen: %w", err)
}
if newFailures < m.threshold || st.alerted {
return nil
}
// Akzeptanzkriterium 2: Benachrichtigung enthält Postfach,
// Fehlerursache und Zeitpunkt des letzten erfolgreichen Abrufs.
payload := map[string]any{
"tenant_slug": tenantSlug,
"mailbox": mailboxName,
"reason": reason,
"consecutive_failures": newFailures,
"last_successful_sync": formatOptionalTime(st.lastSuccessAt),
}
if _, err := m.dispatcher.Enqueue(ctx, NotificationChannel, AdminRecipient, payload); err != nil {
return fmt.Errorf("syncalert: benachrichtigung auslösen: %w", err)
}
if _, err := m.pool.Exec(ctx, `
UPDATE mail_sync_alert_state SET alerted = true, updated_at = now()
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
`, tenantSlug, mailboxName); err != nil {
return fmt.Errorf("syncalert: alarmzustand markieren: %w", err)
}
return nil
}
// RecordSuccess verzeichnet einen erfolgreichen Sync und setzt den
// Alarmzustand zurück (Akzeptanzkriterium 3) — der nächste Fehlschlag
// nach einem Erfolg beginnt wieder bei 0 konsekutiven Fehlschlägen.
func (m *Monitor) RecordSuccess(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) error {
now := m.now()
if _, err := m.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_sync_alert_state (tenant_slug, mailbox_name, consecutive_failures, alerted, last_success_at)
VALUES ($1, $2, 0, false, $3)
ON CONFLICT (tenant_slug, mailbox_name) DO UPDATE
SET consecutive_failures = 0, alerted = false, last_success_at = $3, updated_at = now()
`, tenantSlug, mailboxName, now); err != nil {
return fmt.Errorf("syncalert: erfolg erfassen: %w", err)
}
return nil
}
func formatOptionalTime(t *time.Time) string {
if t == nil {
return ""
}
return t.UTC().Format(time.RFC3339)
}
+220
View File
@@ -0,0 +1,220 @@
// Integrationstest (IMP-08): echte Postgres-Instanz, folgt derselben
// Testhost-Konvention wie mail/internal/dedup/folderstate/imapimport —
// TEST_TENANT_DSN.
package syncalert
import (
"context"
"fmt"
"os"
"sync"
"testing"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
// fakeDispatcher zeichnet jeden Enqueue-Aufruf auf — echte HTTP-
// Anbindung ist Sache von dispatcher_http_test.go, hier wird die
// Eskalationslogik isoliert geprüft (gleiche Konvention wie
// fakeAuthenticator/fakeKEKProvider in anderen Mail-Paketen).
type fakeDispatcher struct {
mu sync.Mutex
calls []map[string]any
}
func (f *fakeDispatcher) Enqueue(_ context.Context, channel, recipient string, payload map[string]any) (string, error) {
f.mu.Lock()
defer f.mu.Unlock()
call := map[string]any{"channel": channel, "recipient": recipient}
for k, v := range payload {
call[k] = v
}
f.calls = append(f.calls, call)
return fmt.Sprintf("notif-%d", len(f.calls)), nil
}
func (f *fakeDispatcher) count() int {
f.mu.Lock()
defer f.mu.Unlock()
return len(f.calls)
}
func setupMonitor(t *testing.T, dispatcher NotificationDispatcher) *Monitor {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
monitor := NewMonitor(pool, dispatcher).WithThreshold(3)
if err := monitor.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_sync_alert_state WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-imp08-%'`)
})
return monitor
}
// TestRecordFailure_NConsecutiveFailuresTriggerExactlyOneNotification
// ist die geforderte Pflichtprüfung 1: N aufeinanderfolgende
// Fehlschläge lösen genau eine Benachrichtigung aus, keine Spam-Flut.
func TestRecordFailure_NConsecutiveFailuresTriggerExactlyOneNotification(t *testing.T) {
dispatcher := &fakeDispatcher{}
monitor := setupMonitor(t, dispatcher)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp08-schwelle"
// Schwelle ist 3 — die ersten 2 Fehlschläge dürfen NICHTS auslösen.
for i := 0; i < 2; i++ {
if err := monitor.RecordFailure(ctx, tenant, "INBOX", "verbindung abgelehnt"); err != nil {
t.Fatalf("recordfailure %d: %v", i, err)
}
}
if dispatcher.count() != 0 {
t.Fatalf("erwartete 0 benachrichtigungen vor erreichen der schwelle, habe %d", dispatcher.count())
}
// Dritter Fehlschlag erreicht die Schwelle — GENAU EINE Benachrichtigung.
if err := monitor.RecordFailure(ctx, tenant, "INBOX", "verbindung abgelehnt"); err != nil {
t.Fatalf("recordfailure 3: %v", err)
}
if dispatcher.count() != 1 {
t.Fatalf("erwartete genau 1 benachrichtigung bei erreichen der schwelle, habe %d", dispatcher.count())
}
// Weitere Fehlschläge DANACH dürfen KEINE zusätzliche Benachrichtigung
// auslösen (kein Einzel-Alarm pro Fehlversuch, keine Spam-Flut).
for i := 0; i < 5; i++ {
if err := monitor.RecordFailure(ctx, tenant, "INBOX", "verbindung abgelehnt"); err != nil {
t.Fatalf("weiterer fehlschlag %d: %v", i, err)
}
}
if dispatcher.count() != 1 {
t.Fatalf("erwartete weiterhin genau 1 benachrichtigung nach 5 weiteren fehlschlägen, habe %d", dispatcher.count())
}
}
// TestRecordSuccess_EndsAlertStateVerifiably ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: erfolgreicher Lauf nach Ausfall beendet den
// Alarmzustand nachvollziehbar.
func TestRecordSuccess_EndsAlertStateVerifiably(t *testing.T) {
dispatcher := &fakeDispatcher{}
monitor := setupMonitor(t, dispatcher)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp08-reset"
for i := 0; i < 3; i++ {
if err := monitor.RecordFailure(ctx, tenant, "INBOX", "timeout"); err != nil {
t.Fatalf("recordfailure %d: %v", i, err)
}
}
if dispatcher.count() != 1 {
t.Fatalf("erwartete 1 benachrichtigung nach 3 fehlschlägen, habe %d", dispatcher.count())
}
if err := monitor.RecordSuccess(ctx, tenant, "INBOX"); err != nil {
t.Fatalf("recordsuccess: %v", err)
}
// Nachvollziehbar zurückgesetzt: der NÄCHSTE Fehlschlags-Zyklus muss
// real wieder bei 0 beginnen und erneut die volle Schwelle
// durchlaufen, bevor eine ZWEITE Benachrichtigung ausgelöst wird.
for i := 0; i < 2; i++ {
if err := monitor.RecordFailure(ctx, tenant, "INBOX", "timeout"); err != nil {
t.Fatalf("recordfailure nach reset %d: %v", i, err)
}
}
if dispatcher.count() != 1 {
t.Fatalf("erwartete weiterhin nur 1 benachrichtigung (schwelle nach reset noch nicht erreicht), habe %d", dispatcher.count())
}
if err := monitor.RecordFailure(ctx, tenant, "INBOX", "timeout"); err != nil {
t.Fatalf("dritter fehlschlag nach reset: %v", err)
}
if dispatcher.count() != 2 {
t.Fatalf("erwartete 2. benachrichtigung nach erneutem erreichen der schwelle, habe %d", dispatcher.count())
}
}
// TestRecordFailure_MultipleAffectedMailboxesStayIsolated ist die
// geforderte Pflichtprüfung 3: Test mit mehreren betroffenen
// Postfächern gleichzeitig bleibt übersichtlich (korrekt isoliert).
func TestRecordFailure_MultipleAffectedMailboxesStayIsolated(t *testing.T) {
dispatcher := &fakeDispatcher{}
monitor := setupMonitor(t, dispatcher)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp08-mehrere"
mailboxes := []string{"INBOX", "Archiv", "Vertrieb"}
var wg sync.WaitGroup
for _, mailbox := range mailboxes {
wg.Add(1)
go func(mb string) {
defer wg.Done()
for i := 0; i < 3; i++ {
_ = monitor.RecordFailure(ctx, tenant, mb, "gleichzeitiger ausfall")
}
}(mailbox)
}
wg.Wait()
if dispatcher.count() != len(mailboxes) {
t.Fatalf("erwartete genau 1 benachrichtigung je betroffenem postfach (%d), habe %d", len(mailboxes), dispatcher.count())
}
seenMailboxes := map[string]bool{}
dispatcher.mu.Lock()
for _, call := range dispatcher.calls {
mb, _ := call["mailbox"].(string)
if seenMailboxes[mb] {
t.Fatalf("postfach %q hat mehr als eine benachrichtigung erhalten", mb)
}
seenMailboxes[mb] = true
}
dispatcher.mu.Unlock()
for _, mb := range mailboxes {
if !seenMailboxes[mb] {
t.Fatalf("postfach %q fehlt unter den benachrichtigten, habe: %v", mb, seenMailboxes)
}
}
}
// TestRecordFailure_NotificationContainsRequiredFields deckt
// Akzeptanzkriterium 2 ab: Benachrichtigung enthält Postfach,
// Fehlerursache und Zeitpunkt des letzten erfolgreichen Abrufs.
func TestRecordFailure_NotificationContainsRequiredFields(t *testing.T) {
dispatcher := &fakeDispatcher{}
monitor := setupMonitor(t, dispatcher)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp08-inhalt"
if err := monitor.RecordSuccess(ctx, tenant, "INBOX"); err != nil {
t.Fatalf("initialer erfolg: %v", err)
}
for i := 0; i < 3; i++ {
if err := monitor.RecordFailure(ctx, tenant, "INBOX", "authentifizierung fehlgeschlagen"); err != nil {
t.Fatalf("recordfailure %d: %v", i, err)
}
}
if dispatcher.count() != 1 {
t.Fatalf("erwartete 1 benachrichtigung, habe %d", dispatcher.count())
}
call := dispatcher.calls[0]
if call["mailbox"] != "INBOX" {
t.Fatalf("erwartete postfach 'INBOX' in der benachrichtigung, habe: %v", call["mailbox"])
}
if call["reason"] != "authentifizierung fehlgeschlagen" {
t.Fatalf("erwartete fehlerursache in der benachrichtigung, habe: %v", call["reason"])
}
lastSuccess, _ := call["last_successful_sync"].(string)
if lastSuccess == "" {
t.Fatal("erwartete zeitpunkt des letzten erfolgreichen abrufs in der benachrichtigung")
}
}
@@ -0,0 +1,70 @@
// fakeClamd implementiert das reale clamd-INSTREAM-Protokoll
// protokolltreu (kein echter ClamAV-Daemon auf dem Testhost installiert
// — siehe Paket-Dokumentation in scanner.go). Erkennt die offizielle
// EICAR-Testsignatur exakt wie ein echter Virenscanner es täte.
package virusscan
import (
"encoding/binary"
"io"
"net"
"strings"
"testing"
)
// eicarTestString ist die offizielle, von allen Antivirus-Herstellern
// gemeinsam definierte, VOLLKOMMEN UNGEFÄHRLICHE Testsignatur (EICAR
// Institute) — kein echter Schadcode, universeller Standardtest für
// Virenscanner-Integrationen.
const eicarTestString = `X5O!P%@AP[4\PZX54(P^)7CC)7}$EICAR-STANDARD-ANTIVIRUS-TEST-FILE!$H+H*`
func startFakeClamd(t *testing.T) (addr string) {
t.Helper()
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
go func() {
for {
conn, err := listener.Accept()
if err != nil {
return
}
go handleFakeClamdConn(conn)
}
}()
t.Cleanup(func() { _ = listener.Close() })
return listener.Addr().String()
}
func handleFakeClamdConn(conn net.Conn) {
defer func() { _ = conn.Close() }()
header := make([]byte, len("zINSTREAM\x00"))
if _, err := io.ReadFull(conn, header); err != nil {
return
}
var content []byte
for {
var lenBuf [4]byte
if _, err := io.ReadFull(conn, lenBuf[:]); err != nil {
return
}
chunkLen := binary.BigEndian.Uint32(lenBuf[:])
if chunkLen == 0 {
break
}
chunk := make([]byte, chunkLen)
if _, err := io.ReadFull(conn, chunk); err != nil {
return
}
content = append(content, chunk...)
}
if strings.Contains(string(content), "EICAR-STANDARD-ANTIVIRUS-TEST-FILE") {
_, _ = conn.Write([]byte("stream: Eicar-Test-Signature FOUND\x00"))
return
}
_, _ = conn.Write([]byte("stream: OK\x00"))
}
@@ -0,0 +1,8 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_quarantine (
id BIGSERIAL PRIMARY KEY,
tenant_slug TEXT NOT NULL,
filename TEXT NOT NULL,
content_hash TEXT NOT NULL,
signature_name TEXT NOT NULL,
quarantined_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now()
)
+127
View File
@@ -0,0 +1,127 @@
package virusscan
import (
"context"
"crypto/sha256"
_ "embed"
"encoding/hex"
"errors"
"fmt"
"time"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
//go:embed migrations/0001_mail_quarantine.sql
var schemaMigration string
// Decision ist das Ergebnis der Scan-Entscheidung für einen Anhang
// (Akzeptanzkriterium 1/2/3).
type Decision int
const (
// DecisionArchive: sauber, darf archiviert werden.
DecisionArchive Decision = iota
// DecisionQuarantine: Fund, Archivierung unterbleibt, Anhang
// gequarantänt (Akzeptanzkriterium 2).
DecisionQuarantine
// DecisionError: Scanner nicht erreichbar/Fehler — definierter
// Fehlerzustand statt automatischer Archivierung ODER unbegrenzter
// Blockade (Akzeptanzkriterium 3).
DecisionError
)
// QuarantineStore persistiert Quarantänefälle je Mandant.
type QuarantineStore struct {
pool *pgxpool.Pool
}
func NewQuarantineStore(pool *pgxpool.Pool) *QuarantineStore {
return &QuarantineStore{pool: pool}
}
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert.
func (s *QuarantineStore) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("virusscan: schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
func (s *QuarantineStore) record(ctx context.Context, tenantSlug, filename, contentHash, signatureName string) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_quarantine (tenant_slug, filename, content_hash, signature_name)
VALUES ($1, $2, $3, $4)
`, tenantSlug, filename, contentHash, signatureName); err != nil {
return fmt.Errorf("virusscan: quarantänefall speichern: %w", err)
}
return nil
}
// List liefert alle Quarantänefälle eines Mandanten — Nachvollziehbarkeit
// (klare Statusanzeige, Akzeptanzkriterium 1).
func (s *QuarantineStore) List(ctx context.Context, tenantSlug string) ([]QuarantineEntry, error) {
rows, err := s.pool.Query(ctx, `
SELECT filename, content_hash, signature_name, quarantined_at
FROM mail_quarantine WHERE tenant_slug = $1 ORDER BY quarantined_at DESC
`, tenantSlug)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("virusscan: quarantänefälle lesen: %w", err)
}
defer rows.Close()
var entries []QuarantineEntry
for rows.Next() {
var e QuarantineEntry
if err := rows.Scan(&e.Filename, &e.ContentHash, &e.SignatureName, &e.QuarantinedAt); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("virusscan: quarantänezeile lesen: %w", err)
}
entries = append(entries, e)
}
if err := rows.Err(); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("virusscan: quarantänefälle iterieren: %w", err)
}
return entries, nil
}
// QuarantineEntry ist ein einzelner Quarantänefall.
type QuarantineEntry struct {
Filename string
ContentHash string
SignatureName string
QuarantinedAt time.Time
}
// Processor verbindet Scanner mit QuarantineStore
// (Akzeptanzkriterium 1: jeder Anhang wird vor Archivierung geprüft).
type Processor struct {
scanner Scanner
quarantine *QuarantineStore
}
func NewProcessor(scanner Scanner, quarantine *QuarantineStore) *Processor {
return &Processor{scanner: scanner, quarantine: quarantine}
}
// ScanAndDecide prüft content und liefert die Archivierungsentscheidung.
// Bei DecisionQuarantine wurde der Fall bereits real in QuarantineStore
// verzeichnet, bevor ScanAndDecide zurückkehrt.
func (p *Processor) ScanAndDecide(ctx context.Context, tenantSlug, filename string, content []byte) (Decision, Result, error) {
result, err := p.scanner.Scan(ctx, content)
if err != nil {
if errors.Is(err, ErrScannerUnavailable) {
return DecisionError, Result{}, err
}
return DecisionError, Result{}, fmt.Errorf("virusscan: scan fehlgeschlagen: %w", err)
}
if result.Clean {
return DecisionArchive, result, nil
}
hash := sha256.Sum256(content)
if err := p.quarantine.record(ctx, tenantSlug, filename, hex.EncodeToString(hash[:]), result.SignatureName); err != nil {
return DecisionError, result, err
}
return DecisionQuarantine, result, nil
}
+164
View File
@@ -0,0 +1,164 @@
// Integrationstest (IMP-06): echte Postgres-Instanz, folgt derselben
// Testhost-Konvention wie mail/internal/dedup/folderstate —
// TEST_TENANT_DSN. Der Virenscanner selbst ist der protokolltreue
// fakeClamd (siehe fake_clamd_test.go), die Netzwerk-/Protokollschicht
// (ClamdScanner) ist vollständig real.
package virusscan
import (
"context"
"errors"
"fmt"
"net"
"os"
"testing"
"time"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
func setupProcessor(t *testing.T, scanner Scanner) (*Processor, *QuarantineStore, string) {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
quarantine := NewQuarantineStore(pool)
if err := quarantine.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
tenant := "mandant-imp06-virenscan"
t.Cleanup(func() {
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_quarantine WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-%'`)
})
return NewProcessor(scanner, quarantine), quarantine, tenant
}
// TestScanAndDecide_EICARTriggersQuarantine ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1: Test mit EICAR-Testdatei bestätigt
// Quarantäne-Verhalten.
func TestScanAndDecide_EICARTriggersQuarantine(t *testing.T) {
addr := startFakeClamd(t)
scanner := NewClamdScanner(addr)
processor, quarantine, tenant := setupProcessor(t, scanner)
ctx := context.Background()
decision, result, err := processor.ScanAndDecide(ctx, tenant, "eicar.txt", []byte(eicarTestString))
if err != nil {
t.Fatalf("scanandDecide: %v", err)
}
if decision != DecisionQuarantine {
t.Fatalf("erwartete DecisionQuarantine für EICAR, habe %v", decision)
}
if result.SignatureName == "" {
t.Fatal("erwartete gemeldeten signaturnamen bei fund")
}
entries, err := quarantine.List(ctx, tenant)
if err != nil {
t.Fatalf("list: %v", err)
}
if len(entries) != 1 || entries[0].Filename != "eicar.txt" {
t.Fatalf("erwartete real verzeichneten quarantänefall für eicar.txt, habe: %+v", entries)
}
// Saubere Datei zum Vergleich: DARF archiviert werden.
decision2, _, err := processor.ScanAndDecide(ctx, tenant, "harmlos.txt", []byte("ganz normaler anhangsinhalt"))
if err != nil {
t.Fatalf("scanandDecide (harmlos): %v", err)
}
if decision2 != DecisionArchive {
t.Fatalf("erwartete DecisionArchive für harmlosen inhalt, habe %v", decision2)
}
}
// TestScan_ScannerUnreachableFailsFastNotHang ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: Scanner nicht erreichbar führt zu klar sichtbarem
// Fehlerzustand statt Hänger.
func TestScan_ScannerUnreachableFailsFastNotHang(t *testing.T) {
// Ein real geschlossener Port (nichts lauscht) — kein Hänger, sofortige
// Verbindungsablehnung durch das Betriebssystem.
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
unreachableAddr := listener.Addr().String()
_ = listener.Close() // sofort wieder geschlossen -> Verbindung wird real abgelehnt
scanner := NewClamdScanner(unreachableAddr).WithTimeout(2 * time.Second)
start := time.Now()
_, err = scanner.Scan(context.Background(), []byte("beliebiger inhalt"))
elapsed := time.Since(start)
if err == nil {
t.Fatal("erwartete fehler bei nicht erreichbarem scanner, habe nil")
}
if !errors.Is(err, ErrScannerUnavailable) {
t.Fatalf("erwartete ErrScannerUnavailable, habe: %v", err)
}
if elapsed > 2*time.Second {
t.Fatalf("scan hing über die konfigurierte frist hinaus: %s", elapsed)
}
t.Logf("nicht erreichbarer scanner meldete real nach %s: %v", elapsed, err)
}
// TestScanAndDecide_ScannerUnavailableYieldsDefinedErrorState ergänzt
// Pflichtprüfung 2 auf Processor-Ebene: ScanAndDecide liefert
// DecisionError statt automatischer Archivierung.
func TestScanAndDecide_ScannerUnavailableYieldsDefinedErrorState(t *testing.T) {
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
unreachableAddr := listener.Addr().String()
_ = listener.Close()
scanner := NewClamdScanner(unreachableAddr).WithTimeout(1 * time.Second)
processor, _, tenant := setupProcessor(t, scanner)
decision, _, err := processor.ScanAndDecide(context.Background(), tenant, "irgendwas.pdf", []byte("inhalt"))
if err == nil {
t.Fatal("erwartete fehler, habe nil")
}
if decision != DecisionError {
t.Fatalf("erwartete DecisionError (NICHT automatische archivierung) bei nicht erreichbarem scanner, habe %v", decision)
}
}
// TestScan_ThroughputWithManyAttachmentsIsAcceptable ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: Durchsatztest bestätigt akzeptable Verzögerung durch
// den Scan-Schritt.
func TestScan_ThroughputWithManyAttachmentsIsAcceptable(t *testing.T) {
addr := startFakeClamd(t)
scanner := NewClamdScanner(addr)
const attachments = 50
const targetPerScan = 100 * time.Millisecond
start := time.Now()
for i := 0; i < attachments; i++ {
content := []byte(fmt.Sprintf("anhangsinhalt nummer %d, harmlos", i))
result, err := scanner.Scan(context.Background(), content)
if err != nil {
t.Fatalf("scan %d: %v", i, err)
}
if !result.Clean {
t.Fatalf("scan %d: erwartete sauberes ergebnis, habe fund %q", i, result.SignatureName)
}
}
elapsed := time.Since(start)
perScan := elapsed / attachments
t.Logf("Durchsatz: %d Anhänge in %s (%s/Anhang, Ziel %s/Anhang)", attachments, elapsed, perScan, targetPerScan)
if perScan > targetPerScan {
t.Fatalf("scan zu langsam: %s/anhang, ziel %s/anhang", perScan, targetPerScan)
}
}
+146
View File
@@ -0,0 +1,146 @@
// Package virusscan implementiert IMP-06: Anbindung eines Virenscanners
// für importierte Anhänge, mit Quarantäne-Verhalten bei Fund und klarer
// Statusanzeige. Kein Vorbild in archivmail für diesen Zuschnitt — Neubau.
//
// ClamdScanner spricht das reale, dokumentierte clamd-INSTREAM-Protokoll
// (TCP, Längen-präfixierte Chunks) — kein ClamAV-Daemon wurde für diese
// Kachel auf dem Testhost installiert (ein Antivirus-Daemon samt
// Signaturdatenbank ist ein deutlich größerer, sicherheitsrelevanter
// Eingriff als ein einzelnes Go-Modul und wird nicht unaufgefordert
// vorgenommen). Stattdessen wird ein protokolltreuer Fake-Server für
// Tests verwendet (gleiches Prinzip wie IMP-08s
// HTTPNotificationDispatcher-Tests) — der reale Netzwerkpfad
// (ClamdScanner) ist vollständig echt und real getestet, nur die
// Gegenstelle ist ein Test-Double statt eines echten ClamAV-Daemons.
package virusscan
import (
"bufio"
"context"
"encoding/binary"
"errors"
"fmt"
"net"
"strings"
"time"
)
// Result ist das Ergebnis eines Scans (Akzeptanzkriterium 1).
type Result struct {
Clean bool
SignatureName string
}
// ErrScannerUnavailable wird geliefert, wenn der Virenscanner nicht
// erreichbar ist oder innerhalb der Frist nicht antwortet
// (Akzeptanzkriterium 3: definierter Fehlerzustand statt unbegrenzter
// Blockade).
var ErrScannerUnavailable = errors.New("virusscan: scanner nicht erreichbar")
// Scanner prüft Anhangsinhalte auf Schadsoftware.
type Scanner interface {
Scan(ctx context.Context, content []byte) (Result, error)
}
// ClamdScanner spricht das clamd-INSTREAM-Protokoll über TCP.
type ClamdScanner struct {
addr string
dialer net.Dialer
timeout time.Duration
}
// DefaultScanTimeout begrenzt einen einzelnen Scan-Vorgang
// (Akzeptanzkriterium 3).
const DefaultScanTimeout = 10 * time.Second
func NewClamdScanner(addr string) *ClamdScanner {
return &ClamdScanner{addr: addr, timeout: DefaultScanTimeout}
}
// WithTimeout überschreibt die Standard-Scan-Zeitüberschreitung (Tests
// nutzen eine kürzere Frist, um Nicht-Erreichbarkeit real zügig zu
// beweisen).
func (c *ClamdScanner) WithTimeout(d time.Duration) *ClamdScanner {
c.timeout = d
return c
}
const clamdChunkSize = 4096
// Scan überträgt content per INSTREAM (RFC-artiges, dokumentiertes
// clamd-Protokoll: "zINSTREAM\0" gefolgt von 4-Byte-Big-Endian-
// Längenpräfixen je Chunk, abgeschlossen durch ein Null-Längen-Chunk) und
// interpretiert die Antwortzeile.
func (c *ClamdScanner) Scan(ctx context.Context, content []byte) (Result, error) {
scanCtx := ctx
var cancel context.CancelFunc
if c.timeout > 0 {
scanCtx, cancel = context.WithTimeout(ctx, c.timeout)
defer cancel()
}
conn, err := c.dialer.DialContext(scanCtx, "tcp", c.addr)
if err != nil {
return Result{}, fmt.Errorf("%w: %v", ErrScannerUnavailable, err)
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
if deadline, ok := scanCtx.Deadline(); ok {
_ = conn.SetDeadline(deadline)
}
if _, err := conn.Write([]byte("zINSTREAM\x00")); err != nil {
return Result{}, fmt.Errorf("%w: %v", ErrScannerUnavailable, err)
}
for offset := 0; offset < len(content); offset += clamdChunkSize {
end := offset + clamdChunkSize
if end > len(content) {
end = len(content)
}
chunk := content[offset:end]
var lenBuf [4]byte
binary.BigEndian.PutUint32(lenBuf[:], uint32(len(chunk)))
if _, err := conn.Write(lenBuf[:]); err != nil {
return Result{}, fmt.Errorf("%w: %v", ErrScannerUnavailable, err)
}
if _, err := conn.Write(chunk); err != nil {
return Result{}, fmt.Errorf("%w: %v", ErrScannerUnavailable, err)
}
}
// Null-Längen-Chunk signalisiert Ende des Streams.
var zero [4]byte
if _, err := conn.Write(zero[:]); err != nil {
return Result{}, fmt.Errorf("%w: %v", ErrScannerUnavailable, err)
}
reader := bufio.NewReader(conn)
line, err := reader.ReadString('\x00')
if err != nil {
return Result{}, fmt.Errorf("%w: antwort lesen: %v", ErrScannerUnavailable, err)
}
line = strings.TrimRight(line, "\x00\r\n")
return parseClamdResponse(line)
}
// parseClamdResponse interpretiert eine clamd-Antwortzeile, z. B.
// "stream: OK" oder "stream: Eicar-Test-Signature FOUND".
func parseClamdResponse(line string) (Result, error) {
switch {
case strings.HasSuffix(line, "OK"):
return Result{Clean: true}, nil
case strings.HasSuffix(line, "FOUND"):
// Format: "stream: <Signaturname> FOUND"
trimmed := strings.TrimSuffix(line, "FOUND")
trimmed = strings.TrimSpace(trimmed)
signature := trimmed
if idx := strings.LastIndex(trimmed, ":"); idx != -1 {
signature = strings.TrimSpace(trimmed[idx+1:])
}
return Result{Clean: false, SignatureName: signature}, nil
default:
return Result{}, fmt.Errorf("virusscan: unerwartete scanner-antwort: %q", line)
}
}
+100
View File
@@ -0,0 +1,100 @@
"use client";
import type { CSSProperties } from "react";
import { FACET_FIELDS, FACET_FIELD_LABELS } from "../lib/facetFields";
import type { AppliedFilter, FacetsResponse } from "../lib/api";
import { isFilterActive } from "../lib/filterState";
interface FacetPanelProps {
facetsData: FacetsResponse | null;
appliedFilters: AppliedFilter[];
onAddFilter: (filter: AppliedFilter) => void;
onRemoveFilter: (filter: AppliedFilter) => void;
onClearFilters: () => void;
}
const chipStyle: CSSProperties = {
display: "inline-flex",
alignItems: "center",
gap: 4,
padding: "4px 10px",
borderRadius: 999,
border: "1px solid var(--shl-color-border, #d7dbe0)",
background: "var(--shl-color-surface, #f5f6f8)",
marginRight: 8,
marginBottom: 8,
cursor: "pointer",
font: "inherit",
};
// SRC-06 Akzeptanzkriterium 1: aktive Filter erscheinen als entfernbare
// Chips oberhalb der Trefferliste. Echte <button>-Elemente statt <div
// onClick> — nativ per Tastatur fokussier- und auslösbar (Pflichtprüfung
// 2), keine zusätzliche Tastaturbehandlung nötig.
export function ActiveFilterChips({ appliedFilters, onRemoveFilter, onClearFilters }: FacetPanelProps) {
if (appliedFilters.length === 0) {
return null;
}
return (
<div style={{ marginTop: 16 }} aria-label="Aktive Filter">
<div style={{ display: "flex", flexWrap: "wrap", alignItems: "center" }}>
{appliedFilters.map((f) => (
<button
key={`${f.field}:${f.value}`}
type="button"
style={chipStyle}
onClick={() => onRemoveFilter(f)}
aria-label={`Filter ${FACET_FIELD_LABELS[f.field]}: ${f.value} entfernen`}
>
{FACET_FIELD_LABELS[f.field]}: {f.value}
</button>
))}
</div>
{/* Akzeptanzkriterium 3: Zurücksetzen aller Filter mit einem Klick. */}
<button type="button" onClick={onClearFilters}>
Alle Filter zurücksetzen
</button>
</div>
);
}
// SRC-06 Akzeptanzkriterium 2: Trefferzahl je Facettenwert live
// aktualisiert (facetsData kommt bei jeder Such-/Filteränderung neu vom
// Server).
export function FacetPanel({ facetsData, appliedFilters, onAddFilter }: FacetPanelProps) {
if (!facetsData) {
return null;
}
return (
<div style={{ marginTop: 16 }}>
{FACET_FIELDS.map((field) => {
const values = facetsData.values[field] ?? [];
if (values.length === 0) {
return null;
}
return (
<div key={field} style={{ marginBottom: 12 }}>
<strong>{FACET_FIELD_LABELS[field]}</strong>
<ul style={{ listStyle: "none", padding: 0, margin: 0 }}>
{values.map((v) => {
const active = isFilterActive(appliedFilters, field, v.value);
return (
<li key={v.value}>
<button
type="button"
disabled={active}
onClick={() => onAddFilter({ field, value: v.value })}
style={{ background: "none", border: "none", padding: "2px 0", cursor: active ? "default" : "pointer", opacity: active ? 0.5 : 1 }}
>
{v.value} ({v.count})
</button>
</li>
);
})}
</ul>
</div>
);
})}
</div>
);
}
+68
View File
@@ -0,0 +1,68 @@
// SRC-06: Backend-for-Frontend-Route für Facettenzählungen. Spiegelt
// mail/internal/search/facets.go (Client.Facets) minimal — nur die
// Trefferzahl je Facettenwert (Akzeptanzkriterium 2), keine Zeitraum-
// Buckets (nicht Bestandteil dieser Kachel). Statische Feldnamen, keine
// dynamische SQL-/Klauselbildung (siehe lib/manticoreQuery.ts).
import { NextRequest, NextResponse } from "next/server";
import { FACET_FIELDS } from "../../../lib/facetFields";
import { buildMust, parseFilterParams } from "../../../lib/manticoreQuery";
const INDEX_NAME = "mail_documents";
function manticoreURL(): string {
const base = process.env.MANTICORE_URL;
if (!base) {
throw new Error("MANTICORE_URL ist nicht gesetzt (Umgebungsvariable erforderlich)");
}
return base.replace(/\/$/, "");
}
interface ManticoreFacetResponse {
aggregations?: Record<string, { buckets?: { key: string; doc_count: number }[] }>;
error?: string;
}
export async function GET(request: NextRequest) {
const tenantSlug = request.nextUrl.searchParams.get("tenant");
const query = request.nextUrl.searchParams.get("q") ?? "";
if (!tenantSlug) {
return NextResponse.json({ error: "'tenant' ist erforderlich" }, { status: 400 });
}
const filters = parseFilterParams(request.nextUrl.searchParams.getAll("filter"));
const aggs: Record<string, unknown> = {};
for (const field of FACET_FIELDS) {
aggs[field] = { terms: { field, size: 100 } };
}
const manticorePayload = {
index: INDEX_NAME,
query: { bool: { must: buildMust(tenantSlug, query, filters) } },
aggs,
limit: 0,
};
let manticoreResponse: Response;
try {
manticoreResponse = await fetch(`${manticoreURL()}/search`, {
method: "POST",
headers: { "Content-Type": "application/json" },
body: JSON.stringify(manticorePayload),
});
} catch (err) {
return NextResponse.json({ error: `Facetten nicht erreichbar: ${(err as Error).message}` }, { status: 502 });
}
const parsed: ManticoreFacetResponse = await manticoreResponse.json().catch(() => ({}));
if (!manticoreResponse.ok || parsed.error) {
return NextResponse.json({ error: parsed.error ?? "Facetten fehlgeschlagen" }, { status: 502 });
}
const values: Record<string, { value: string; count: number }[]> = {};
for (const field of FACET_FIELDS) {
const buckets = parsed.aggregations?.[field]?.buckets ?? [];
values[field] = buckets.filter((b) => b.key !== "").map((b) => ({ value: b.key, count: b.doc_count }));
}
return NextResponse.json({ values });
}
+4 -2
View File
@@ -9,9 +9,9 @@
// Konvention wie mail/internal/search/fields.go).
import { NextRequest, NextResponse } from "next/server";
import { HIGHLIGHT_AFTER, HIGHLIGHT_BEFORE } from "../../../lib/highlight";
import { buildMust, parseFilterParams } from "../../../lib/manticoreQuery";
const INDEX_NAME = "mail_documents";
const FIELD_TENANT_SLUG = "tenant_slug";
function manticoreURL(): string {
const base = process.env.MANTICORE_URL;
@@ -39,11 +39,13 @@ export async function GET(request: NextRequest) {
return NextResponse.json({ error: "'tenant' und 'q' sind erforderlich" }, { status: 400 });
}
const filters = parseFilterParams(request.nextUrl.searchParams.getAll("filter"));
const manticorePayload = {
index: INDEX_NAME,
query: {
bool: {
must: [{ equals: { [FIELD_TENANT_SLUG]: tenantSlug } }, { query_string: query }],
must: buildMust(tenantSlug, query, filters),
},
},
highlight: {
+122 -3
View File
@@ -1,5 +1,6 @@
import { afterEach, beforeEach, describe, expect, it, vi } from "vitest";
import { render, screen, fireEvent, waitFor } from "@testing-library/react";
import { render, screen, fireEvent, waitFor, within } from "@testing-library/react";
import userEvent from "@testing-library/user-event";
import SearchPage from "./page";
const ORIGINAL_ENV = process.env;
@@ -13,10 +14,18 @@ afterEach(() => {
vi.restoreAllMocks();
});
function mockSearchResponse(hits: unknown[]) {
// SRC-06: SearchPage ruft jetzt sowohl /api/search als auch /api/facets
// auf (Promise.all) — der Fake muss beide unterscheiden, sonst würde
// facets() versuchen, {hits:[...]} als FacetsResponse zu lesen.
function mockSearchResponse(hits: unknown[], facetValues: Record<string, unknown[]> = {}) {
vi.stubGlobal(
"fetch",
vi.fn().mockResolvedValue(new Response(JSON.stringify({ hits }), { status: 200 }))
vi.fn().mockImplementation((url: string) => {
if (url.includes("/api/facets")) {
return Promise.resolve(new Response(JSON.stringify({ values: facetValues }), { status: 200 }));
}
return Promise.resolve(new Response(JSON.stringify({ hits }), { status: 200 }));
})
);
}
@@ -104,3 +113,113 @@ describe("SearchPage — Trefferliste mit Hervorhebung", () => {
});
});
});
// SRC-06: Facetten-UI & Filter-Chips.
describe("SearchPage — Facetten-UI & Filter-Chips", () => {
it("Klick auf Facettenwert fügt einen entfernbaren Chip hinzu und aktualisiert Trefferzahlen live (AC1/AC2)", async () => {
mockSearchResponse(
[{ messageId: "msg-1", subjectSnippet: "Betreff", bodySnippet: "Text", score: 1 }],
{ sender: [{ value: "alice@example.com", count: 3 }], mailbox: [], attachment_type: [], tag: [] }
);
render(<SearchPage />);
fireEvent.change(screen.getByLabelText("Suchbegriff"), { target: { value: "Betreff" } });
fireEvent.submit(screen.getByLabelText("Suchbegriff").closest("form")!);
const facetButton = await screen.findByRole("button", { name: /alice@example\.com \(3\)/ });
fireEvent.click(facetButton);
const chip = await screen.findByRole("button", { name: /Filter Absender: alice@example\.com entfernen/ });
expect(chip).toHaveTextContent("Absender: alice@example.com");
// Trefferzahl-Update live: nach dem Filtern liefert der (gemockte)
// Server jetzt einen anderen Wert für denselben Facettenwert.
mockSearchResponse(
[{ messageId: "msg-1", subjectSnippet: "Betreff", bodySnippet: "Text", score: 1 }],
{ sender: [{ value: "alice@example.com", count: 1 }], mailbox: [], attachment_type: [], tag: [] }
);
fireEvent.click(chip);
fireEvent.change(screen.getByLabelText("Suchbegriff"), { target: { value: "Betreff" } });
fireEvent.submit(screen.getByLabelText("Suchbegriff").closest("form")!);
await screen.findByRole("button", { name: /alice@example\.com \(1\)/ });
});
it("Zurücksetzen aller Filter entfernt alle Chips mit einem Klick (AC3)", async () => {
mockSearchResponse(
[{ messageId: "msg-1", subjectSnippet: "Betreff", bodySnippet: "Text", score: 1 }],
{
sender: [{ value: "alice@example.com", count: 2 }],
mailbox: [{ value: "inbox", count: 2 }],
attachment_type: [],
tag: [],
}
);
render(<SearchPage />);
fireEvent.change(screen.getByLabelText("Suchbegriff"), { target: { value: "Betreff" } });
fireEvent.submit(screen.getByLabelText("Suchbegriff").closest("form")!);
fireEvent.click(await screen.findByRole("button", { name: /alice@example\.com \(2\)/ }));
fireEvent.click(await screen.findByRole("button", { name: /inbox \(2\)/ }));
await screen.findByRole("button", { name: /Filter Absender: alice@example\.com entfernen/ });
await screen.findByRole("button", { name: /Filter Postfach: inbox entfernen/ });
fireEvent.click(screen.getByRole("button", { name: "Alle Filter zurücksetzen" }));
await waitFor(() => {
expect(screen.queryByRole("button", { name: /Filter Absender/ })).toBeNull();
expect(screen.queryByRole("button", { name: /Filter Postfach/ })).toBeNull();
});
});
// Pflichtprüfung 2: Tastaturbedienbarkeit der Filter-Chips.
it("Filter-Chip ist per Tastatur (Tab + Enter) auslösbar", async () => {
const user = userEvent.setup();
mockSearchResponse(
[{ messageId: "msg-1", subjectSnippet: "Betreff", bodySnippet: "Text", score: 1 }],
{ sender: [{ value: "alice@example.com", count: 1 }], mailbox: [], attachment_type: [], tag: [] }
);
render(<SearchPage />);
fireEvent.change(screen.getByLabelText("Suchbegriff"), { target: { value: "Betreff" } });
fireEvent.submit(screen.getByLabelText("Suchbegriff").closest("form")!);
await user.click(await screen.findByRole("button", { name: /alice@example\.com \(1\)/ }));
const chip = await screen.findByRole("button", { name: /Filter Absender: alice@example\.com entfernen/ });
chip.focus();
expect(document.activeElement).toBe(chip);
await user.keyboard("{Enter}");
await waitFor(() => {
expect(screen.queryByRole("button", { name: /Filter Absender/ })).toBeNull();
});
});
// Pflichtprüfung 3: Test mit vielen aktiven Filtern bleibt die Ansicht
// übersichtlich — real mit 20 gleichzeitig aktiven Filtern geprüft,
// jeder bleibt einzeln als eigener, erkennbarer Chip vorhanden (keine
// Zusammenfassung/Verlust von Einträgen), kein Absturz.
it("bleibt mit vielen aktiven Filtern übersichtlich (je eigener Chip, kein Absturz)", async () => {
const manyValues = Array.from({ length: 20 }, (_, i) => ({ value: `tag-${i}`, count: i + 1 }));
mockSearchResponse(
[{ messageId: "msg-1", subjectSnippet: "Betreff", bodySnippet: "Text", score: 1 }],
{ sender: [], mailbox: [], attachment_type: [], tag: manyValues }
);
render(<SearchPage />);
fireEvent.change(screen.getByLabelText("Suchbegriff"), { target: { value: "Betreff" } });
fireEvent.submit(screen.getByLabelText("Suchbegriff").closest("form")!);
for (let i = 0; i < manyValues.length; i++) {
const facetButton = await screen.findByRole("button", { name: new RegExp(`tag-${i} \\(${i + 1}\\)`) });
fireEvent.click(facetButton);
}
const chipRegion = await screen.findByLabelText("Aktive Filter");
await waitFor(() => {
const chips = within(chipRegion).getAllByRole("button", { name: /^Filter Tag: /i });
expect(chips).toHaveLength(20);
});
});
});
+74 -23
View File
@@ -1,11 +1,13 @@
"use client";
import { useState, type FormEvent } from "react";
import { useState, useEffect, useCallback, type FormEvent } from "react";
import Link from "next/link";
import { TextField } from "@nexarch/shl";
import { search, ApiError, type SearchHit } from "../lib/api";
import { search, facets, ApiError, type SearchHit, type AppliedFilter, type FacetsResponse } from "../lib/api";
import { splitHighlighted } from "../lib/highlight";
import { HIGHLIGHT_BG_LIGHT, HIGHLIGHT_FG_LIGHT } from "../lib/highlightColors";
import { ActiveFilterChips, FacetPanel } from "./FacetPanel";
import { addFilter, removeFilter } from "../lib/filterState";
function tenantSlug(): string {
return process.env.NEXT_PUBLIC_MAIL_TENANT_SLUG ?? "";
@@ -43,37 +45,70 @@ function resultHref(hit: SearchHit): string {
export default function SearchPage() {
const [query, setQuery] = useState("");
const [appliedFilters, setAppliedFilters] = useState<AppliedFilter[]>([]);
const [hits, setHits] = useState<SearchHit[] | null>(null);
const [facetsData, setFacetsData] = useState<FacetsResponse | null>(null);
const [error, setError] = useState<string | null>(null);
const [loading, setLoading] = useState(false);
async function runSearch(e?: FormEvent) {
e?.preventDefault();
if (!query.trim()) {
setHits(null);
const runSearch = useCallback(
async (q: string, filters: AppliedFilter[]) => {
if (!q.trim() && filters.length === 0) {
setHits(null);
setFacetsData(null);
setError(null);
return;
}
setLoading(true);
setError(null);
return;
}
setLoading(true);
setError(null);
try {
const result = await search(tenantSlug(), query);
setHits(result.hits);
} catch (err) {
// Akzeptanzkriterium 3 (sinngemäß auf Fehlerfall übertragen): auch
// ein Suchfehler zeigt einen verständlichen Hinweis statt einer
// leeren Fläche.
setHits([]);
setError(err instanceof ApiError ? err.message : "Suche konnte nicht ausgeführt werden.");
} finally {
setLoading(false);
}
try {
const [searchResult, facetsResult] = await Promise.all([
search(tenantSlug(), q, filters),
facets(tenantSlug(), q, filters),
]);
setHits(searchResult.hits);
setFacetsData(facetsResult);
} catch (err) {
// Akzeptanzkriterium 3 (SRC-04, sinngemäß auf Fehlerfall
// übertragen): auch ein Suchfehler zeigt einen verständlichen
// Hinweis statt einer leeren Fläche.
setHits([]);
setFacetsData(null);
setError(err instanceof ApiError ? err.message : "Suche konnte nicht ausgeführt werden.");
} finally {
setLoading(false);
}
},
[]
);
function onSubmit(e: FormEvent) {
e.preventDefault();
void runSearch(query, appliedFilters);
}
// SRC-06 Akzeptanzkriterium 2: Trefferzahl je Facettenwert live
// aktualisiert — jede Filteränderung löst Such- UND Facettenabfrage
// erneut aus.
useEffect(() => {
void runSearch(query, appliedFilters);
// eslint-disable-next-line react-hooks/exhaustive-deps
}, [appliedFilters]);
function onAddFilter(filter: AppliedFilter) {
setAppliedFilters((prev) => addFilter(prev, filter));
}
function onRemoveFilter(filter: AppliedFilter) {
setAppliedFilters((prev) => removeFilter(prev, filter));
}
function onClearFilters() {
setAppliedFilters([]);
}
return (
<main style={{ maxWidth: 720, margin: "40px auto", padding: "0 16px" }}>
<h1>Mail-Suche</h1>
<form onSubmit={runSearch}>
<form onSubmit={onSubmit}>
<TextField
label="Suchbegriff"
value={query}
@@ -85,6 +120,14 @@ export default function SearchPage() {
</button>
</form>
<ActiveFilterChips
facetsData={facetsData}
appliedFilters={appliedFilters}
onAddFilter={onAddFilter}
onRemoveFilter={onRemoveFilter}
onClearFilters={onClearFilters}
/>
{error && (
<p role="alert" style={{ marginTop: 16 }}>
{error}
@@ -97,6 +140,14 @@ export default function SearchPage() {
</p>
)}
<FacetPanel
facetsData={facetsData}
appliedFilters={appliedFilters}
onAddFilter={onAddFilter}
onRemoveFilter={onRemoveFilter}
onClearFilters={onClearFilters}
/>
{hits !== null && hits.length > 0 && (
<ul style={{ listStyle: "none", padding: 0, marginTop: 16 }}>
{hits.map((hit) => (
+35 -2
View File
@@ -3,6 +3,8 @@
// externe Mail-API vom Client aus (Rolle: "Datenzugriff ausschließlich
// über die bereitgestellte API").
import type { FacetField } from "./facetFields";
export class ApiError extends Error {}
export interface SearchHit {
@@ -16,12 +18,21 @@ export interface SearchResponse {
hits: SearchHit[];
}
export interface AppliedFilter {
field: FacetField;
value: string;
}
function filterParams(filters: AppliedFilter[]): [string, string][] {
return filters.map((f) => ["filter", `${f.field}:${f.value}`]);
}
// tenantSlug: bis zu einer zentralen Session-/IAM-Anbindung (Core-Board-
// Scope, nicht Bestandteil dieser Kachel) wird der Mandant vom Aufrufer
// mitgegeben. Die eigentliche Mandantentrennung passiert serverseitig in
// mail/internal/search (SRC-01/SRC-03), nicht im Frontend.
export async function search(tenantSlug: string, query: string): Promise<SearchResponse> {
const params = new URLSearchParams({ tenant: tenantSlug, q: query });
export async function search(tenantSlug: string, query: string, filters: AppliedFilter[] = []): Promise<SearchResponse> {
const params = new URLSearchParams([["tenant", tenantSlug], ["q", query], ...filterParams(filters)]);
const res = await fetch(`/api/search?${params.toString()}`);
if (!res.ok) {
const body = await res.json().catch(() => ({}));
@@ -29,3 +40,25 @@ export async function search(tenantSlug: string, query: string): Promise<SearchR
}
return res.json();
}
export interface FacetValue {
value: string;
count: number;
}
export interface FacetsResponse {
values: Record<string, FacetValue[]>;
}
// SRC-06: Facettenzählungen (Akzeptanzkriterium 2: Trefferzahl je
// Facettenwert live aktualisiert) — läuft mit denselben Filtern wie
// search, damit Zählungen und Trefferliste konsistent bleiben.
export async function facets(tenantSlug: string, query: string, filters: AppliedFilter[] = []): Promise<FacetsResponse> {
const params = new URLSearchParams([["tenant", tenantSlug], ["q", query], ...filterParams(filters)]);
const res = await fetch(`/api/facets?${params.toString()}`);
if (!res.ok) {
const body = await res.json().catch(() => ({}));
throw new ApiError(body.error ?? `Facetten fehlgeschlagen (${res.status})`);
}
return res.json();
}
+17
View File
@@ -0,0 +1,17 @@
// SRC-06: statische Facettendimensionen-Whitelist, gespiegelt aus
// mail/internal/search/fields.go (FacetFields, SRC-05) — nur diese
// Feldnamen sind als Filterdimension zulässig, kein beliebiger
// Client-Feldname.
export const FACET_FIELDS = ["sender", "mailbox", "attachment_type", "tag"] as const;
export type FacetField = (typeof FACET_FIELDS)[number];
export function isFacetField(value: string): value is FacetField {
return (FACET_FIELDS as readonly string[]).includes(value);
}
export const FACET_FIELD_LABELS: Record<FacetField, string> = {
sender: "Absender",
mailbox: "Postfach",
attachment_type: "Anhangstyp",
tag: "Tag",
};
+28
View File
@@ -0,0 +1,28 @@
import { describe, expect, it } from "vitest";
import { addFilter, isFilterActive, removeFilter } from "./filterState";
describe("filterState", () => {
it("addFilter fügt hinzu, dedupliziert aber identische Filter", () => {
let filters = addFilter([], { field: "sender", value: "alice@example.com" });
expect(filters).toHaveLength(1);
filters = addFilter(filters, { field: "sender", value: "alice@example.com" });
expect(filters).toHaveLength(1);
filters = addFilter(filters, { field: "mailbox", value: "inbox" });
expect(filters).toHaveLength(2);
});
it("removeFilter entfernt nur genau den einen Filter", () => {
const filters = [
{ field: "sender" as const, value: "alice@example.com" },
{ field: "mailbox" as const, value: "inbox" },
];
const result = removeFilter(filters, { field: "sender", value: "alice@example.com" });
expect(result).toEqual([{ field: "mailbox", value: "inbox" }]);
});
it("isFilterActive erkennt aktive Filter korrekt", () => {
const filters = [{ field: "tag" as const, value: "wichtig" }];
expect(isFilterActive(filters, "tag", "wichtig")).toBe(true);
expect(isFilterActive(filters, "tag", "unwichtig")).toBe(false);
});
});

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