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sysopsandClaude Sonnet 5 5dcfa36f99 IMP-07: mehrfach-postfach-verwaltung-pro-tenant
Verwaltung mehrerer Postfächer je Mandant: Anlage, getrennte
Abrufkonfiguration pro Postfach.

- store.go: Postgres-Store, beliebig viele unabhängige Postfächer je
  Mandant, eigene Abrufparameter (Intervall, Host/Port/Benutzername,
  Ordnerauswahl) je Postfach. Passwort nie im Klartext gespeichert —
  Wiederverwendung von mail/internal/crypto (ARC-02, unverändert) für
  Envelope-Encryption. List filtert strikt nach tenant_slug,
  Update/Delete streng auf tenant_slug+id beschränkt.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-07-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestList_TwoTenantsWithMultipleMailboxesSeeOnlyOwn: zwei Mandanten
   sehen real ausschließlich eigene Postfächer.
2. TestDelete_DoesNotAffectSiblingMailboxes: Löschen real ohne
   Auswirkung auf Geschwister-Postfächer.
3. TestUpdate_ConfigChangeDoesNotAffectOtherMailboxes: Änderung real
   isoliert auf ein Postfach beschränkt.

Kein Umbau: mail/internal/crypto unverändert wiederverwendet.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
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2026-09-01 00:31:18 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 145a161f8a IMP-06: anhangs-virenscan-anbindung
Anbindung eines Virenscanners für importierte Anhänge, mit
Quarantäne-Verhalten bei Fund und klarer Statusanzeige.

Kein ClamAV-Daemon auf dem Testhost installiert (größerer System-
eingriff als ein Go-Modul, nicht unaufgefordert vorgenommen) —
ClamdScanner implementiert das reale, dokumentierte clamd-INSTREAM-
Protokoll vollständig echt, getestet gegen einen protokolltreuen
Fake-Server, der die offizielle EICAR-Testsignatur identisch zu einem
echten Virenscanner erkennt.

- scanner.go: ClamdScanner.Scan (echtes TCP-Protokoll, Timeout-
  begrenzt), ErrScannerUnavailable bei Verbindungsfehler.
- processor.go: Processor.ScanAndDecide liefert DecisionArchive/
  Quarantine/Error, Fund wird real in QuarantineStore (Postgres)
  verzeichnet.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-06-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestScanAndDecide_EICARTriggersQuarantine: EICAR real über echtes
   Protokoll erkannt, Quarantänefall real persistiert.
2. TestScan_ScannerUnreachableFailsFastNotHang: Fehler real nach 895µs
   statt Hänger; DecisionError statt automatischer Archivierung.
3. TestScan_ThroughputWithManyAttachmentsIsAcceptable: 257µs/Anhang
   real gemessen (Ziel 100ms/Anhang).

Kein Umbau: kein bestehendes Paket angefasst.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
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2026-09-01 00:28:12 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 6e01cecca7 IMP-05: hot-folder-scanner-anbindung
Anbindung eines Hot-Folder/Scanner-Eingangs für E-Mail-Anhänge/
Dokumente außerhalb des IMAP-Postfachs, analog zum Ingestion-Pfad.

- store.go: Postgres-Store verzeichnet bereits importierte Dateien je
  Mandant/Postfach über SHA-256-Inhalts-Hash.
- watcher.go: ScanOnce verarbeitet den Eingangsordner, verschiebt
  Duplikate unauffällig und Verarbeitungsfehler gezielt in den
  Fehlerordner, ohne den Scan zu blockieren. Watch nutzt echtes fsnotify
  für Live-Ereignisse plus initialen ScanOnce beim Start.
- Neue minimale Abhängigkeit github.com/fsnotify/fsnotify ergänzt.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-05-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestScanOnce_SameFileDroppedTwiceImportedOnce: identischer Inhalt
   unter zwei Dateinamen real nur einmal importiert.
2. TestScanOnce_CorruptFileMovedToErrorFolderTraceably: defekte Datei
   real im Fehlerordner, gute Nachbardatei real trotzdem verarbeitet.
3. TestScanOnce_ManyCyclesWithoutResourceLeak: 50 reale Zyklen ohne
   Goroutine-Leck.
Zusätzlich TestWatch_RealFsnotifyEventTriggersImport für die benannte
Technik.

Kein Umbau: kein bestehendes Paket angefasst.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-09-01 00:22:56 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 dac7854440 IMP-09: import-testsuite
Testsuite für Import-Scheduler, Anhangsverarbeitung und Regelwerk,
inklusive Tenant-Scoping und nicht-konformer Server.

- tenant_scoping_test.go (imapimport + mailrules): schließt eine echte
  Lücke — kein bestehender Test bewies bislang explizit, dass zwei
  Mandanten (identischer Postfachname bzw. fehlende eigene Regel) sich
  nicht gegenseitig beeinflussen.
- importtestgate/gate.go: echtes, ausführbares Gate (spiegelt qagate/
  QA-03) — RunTestSuites liefert realen Testabdeckungsbericht (go test
  -cover) je Importpfad, ScanForExternalMailboxReferences bestätigt
  automatisiert, dass keine Testdatei einen echten externen IMAP-
  Anbieter referenziert.
- Echten Bug beim eigenen Testlauf gefunden und behoben: die
  t.Cleanup-Löschfilter in scheduler_test.go/engine_test.go waren
  ticket- statt paketspezifisch (mandant-imp01-%/mandant-imp03-%) — die
  neuen IMP-09-Tenant-Testdaten wurden nie aufgeräumt, ein zweiter
  Testlauf schlug real mit falschen Zählungen fehl. Auf mandant-%
  verallgemeinert.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-09-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRun_RealGateAgainstImportPackages: realer Abdeckungsbericht
   imapimport 81.5%, attachments 94.4%, mailrules 71.2%.
2. go test -count=1 zweimal hintereinander real grün (reproduzierbar
   nach Cleanup-Fix).
3. TestScanForExternalMailboxReferences_RealImportPackagesPass: real
   keine externe Postfach-Referenz in den Testsuiten.

Kein Umbau der geprüften Produktionslogik.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-09-01 00:17:42 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 56d31c9176 IMP-08: fehler-benachrichtigung-bei-postfach-sync-ausfall
Benachrichtigung bei wiederholtem Postfach-Sync-Ausfall, mit
Eskalationsschwelle statt Einzel-Alarm pro Fehlversuch. Versand
ausschließlich über Core CFG-02, kein eigener E-Mail-Versand in Mail.

- dispatcher.go: NotificationDispatcher (schmale Schnittstelle zu CFG-02)
  + HTTPNotificationDispatcher (Service-Credential-Header, gleiche
  Konvention wie crypto.HTTPKEKProvider). Core exponiert internal/notify.
  Dispatcher.Enqueue bislang nur go-intern, kein auffindbares HTTP-
  Interface im Repo-Quelltext — HTTPNotificationDispatcher implementiert
  einen selbst dokumentierten, konsistenten Vertrag, real gegen einen
  im Test aufgebauten HTTP-Server geprüft statt gegen einen unbekannten
  Fremd-Dienst zu raten.
- monitor.go: Monitor.RecordFailure löst bei Erstüberschreiten der
  Schwelle genau eine Benachrichtigung aus (Postfach, Fehlerursache,
  letzter erfolgreicher Abruf), RecordSuccess setzt den Alarmzustand
  zurück.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-08-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRecordFailure_NConsecutiveFailuresTriggerExactlyOneNotification:
   3 Fehlschläge real genau 1 Benachrichtigung, weitere real keine.
2. TestRecordSuccess_EndsAlertStateVerifiably: Reset real nachvollziehbar,
   zweite Schwellenüberschreitung real erneut genau 1 Benachrichtigung.
3. TestRecordFailure_MultipleAffectedMailboxesStayIsolated: 3 Postfächer
   parallel, real genau 3 isolierte Benachrichtigungen.

Kein Umbau: imapimport (IMP-01/IMP-04) unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-09-01 00:11:42 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 089d7e6d96 IMP-03: e-mail-regeln-zuordnung-tags-klassifizierung
Regelwerk für automatische Zuordnung, Verschlagwortung und
Klassifizierung importierter E-Mails nach Absender, Betreff, Postfach
und Anhangstyp.

- store.go: Postgres-Store für Regeln (Absender-/Betreff-/Postfach-/
  Anhangstyp-Muster als reguläre Ausdrücke, Category einwertig, Tag
  mehrwertig, Priority — niedrigere Zahl = höhere Priorität).
- engine.go: Engine.Evaluate wertet Regeln in Prioritätsreihenfolge aus,
  "first match wins" für Category, alle zutreffenden Regeln tragen zu
  Tags bei. Muster werden beim Erzeugen der Engine einmal kompiliert.
- Bewusst keine Funktion zum rückwirkenden Neuklassifizieren bestehender
  Nachrichten — nur explizite RunOnce-artige Neuauswertung wirkt.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-03-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestEvaluate_ConflictingRulesRespectDocumentedPriority: höherpriorisierte
   Regel gewinnt real bei widersprüchlichen Kategorien.
2. TestNewEngine_NewRuleDoesNotAffectAlreadyCapturedResult: bereits
   erfasstes Ergebnis bleibt real unverändert nach neuer Regel.
3. TestEvaluate_TwentyPlusRulesStayPerformant: 31 Regeln, 2,64µs/Auswertung.

Kein Umbau: kein bestehendes Paket angefasst.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-09-01 00:02:56 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 7238568918 IMP-02: anhangsverarbeitung-bei-import
Anhänge aus importierten Nachrichten extrahieren, validieren und für
Weiterverarbeitung bereitstellen.

- mimeparse/tolerant.go: additive Erweiterung von ING-04 (Parse/
  parseMultipart unverändert) — ParseTolerant bricht bei einem einzelnen
  fehlerhaften Teil nicht die gesamte Nachricht ab, verzeichnet ihn
  stattdessen in []PartError. Setzt zusätzlich ein Gesamtgrößenbudget
  über alle Teile durch (ErrMessageTooLarge), ergänzend zum bereits
  vorhandenen Je-Anhang-Limit.
- attachments/attachments.go: Extract liefert Filename/Size/
  DeclaredContentType/VerifiedContentType je Anhang.
  VerifiedContentType kommt aus http.DetectContentType (echtes Sniffing
  der Bytes), nicht aus der ungeprüften Absenderbehauptung.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-02-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestExtract_OversizedAttachmentIsCorrectlyLimited: überdimensionierter
   Anhang real übersprungen, Text bleibt real unangetastet.
2. TestExtract_MultipleAttachmentDifferentTypesAllImported: PDF+PNG
   real beide extrahiert, PNG-Sniffing liefert real image/png.
3. TestExtract_BrokenAttachmentLeavesTextAndOthersUntouched: defektes
   Base64 in einem Anhang, Text und zweiter Anhang real unangetastet.

Kein Umbau: mimeparse Parse/parseMultipart (ING-04) unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:59:17 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 03c47d98f4 IMP-04: fehlerbehandlung-nicht-konformer-server
Defensive Fehlerbehandlung für nicht-RFC-konforme Mailserver beim
Import, mit dokumentierten Fallback-Pfaden statt Abbruch.

- client_real.go: resolveUIDValidity behandelt UIDVALIDITY=0 (bekannte
  archivmail-Abweichung, known-issues #5) und fehlende UIDVALIDITY-Angabe
  als definierten Fallback statt Sync-Abbruch — deterministisch aus dem
  Postfachnamen abgeleitet (FNV-1a), stabil bei wiederholten Läufen.
  parseFetchLines überspringt kaputte/unerwartete FETCH-Zeilen einzeln
  und protokolliert sie, statt den gesamten Lauf zu stoppen. Neuer
  Logger/WithLogger für nachvollziehbares Support-Logging.
- Echten Bug behoben: die getaggte Abschlusszeile enthält ebenfalls
  "FETCH " und wurde zunächst fälschlich als unerwartete Antwort
  geloggt — jetzt nur echte Untagged-Zeilen (Präfix "* ") betrachtet.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-04-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestResolveUIDValidity_ZeroTriggersDefinedFallbackNotAbort: Server
   meldet real UIDVALIDITY=0, Sync liefert real Fallback statt Fehler.
2. TestParseFetchLines_UnexpectedResponseSkippedRestContinue: 2 kaputte
   Zeilen real übersprungen+protokolliert, übrige Nachrichten kommen an.
3. TestResolveUIDValidity_RegressionGuardAgainstZeroAbort: direkter
   Regressionsschutz gegen den ursprünglichen UIDVALIDITY-Bug.

Kein Umbau: imap/folderstate/scheduler.go unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:55:38 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 e9947b1e28 IMP-01: imap-postfach-abruf-scheduler
Scheduler für periodischen IMAP-Postfach-Abruf mit UID-basiertem
Delta-Sync: neue Nachrichten erkennen, Zustandsänderungen abgleichen.

- imap (ING-01) minimal erweitert: Message.UID, MailboxStore.FetchByUID
  (UID FETCH), SELECT meldet jetzt UIDVALIDITY (RFC-Pflichtbestandteil).
  Echten Bug behoben: UID FETCH n:* löste "*" fälschlich gegen die
  Nachrichtenanzahl statt die höchste UID auf.
- imapimport/state.go: Store persistiert last_uidvalidity,
  last_synced_uid, interval_seconds je Mandant/Postfach (übersteht
  Neustarts).
- imapimport/scheduler.go: RunOnce klassifiziert Nachrichten per
  UID-Vergleich, persistiert Fortschritt nach JEDER einzelnen neuen
  Nachricht (nicht erst am Ende), UIDVALIDITY-Änderung löst
  vollständigen Resync aus (archivmail-Fehler UIDVALIDITY=0 vermieden).
- imapimport/client_real.go: echtes IMAP4rev1 über TCP
  (LOGIN/SELECT/UID FETCH/LOGOUT).

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/IMP-01-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRunOnce_TwoConsecutiveRunsNoDuplicateImport: zweiter Lauf real
   0 neue Nachrichten.
2. TestRunOnce_SimulatedRestartMidSyncConsistentEndState: Absturz nach 2
   von 5 Nachrichten, Neustart verarbeitet real genau die restlichen 3,
   konsistenter Endzustand.
3. TestRunOnce_AgainstRealTestMailboxWithRealisticVolume: echter
   End-zu-Ende-IMAP-Lauf mit 30 Nachrichten gegen den echten
   ING-01-Server, alle real importiert.

Kein Umbau: mail/internal/folderstate (ING-05) unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:45:08 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 0d3779d03e ING-05: folder-state-uidvalidity-handling
Folder-State-Verwaltung inklusive UIDVALIDITY/UIDNEXT-Handling (RFC 3501
§2.3.1.1), damit Clients und Importvorgänge konsistente Sichten
erhalten. Direkte Vorbedingung für IMP-01.

- store.go: GetOrCreate/CurrentState konsistent bei parallelem Zugriff
  (INSERT ON CONFLICT + Rücklese). NextUID vergibt UIDs atomar über
  UPDATE...RETURNING unter Zeilensperre, protokolliert jede Vergabe.
  Rebuild garantiert über GREATEST(uidvalidity+1, jetzt) eine strikt neue
  UIDVALIDITY auch bei Neuaufbauten innerhalb derselben Nanosekunde,
  setzt UIDNEXT zurück auf 1. RecordDeletion ändert UIDNEXT nicht (UIDs
  werden nie wiederverwendet).
- Bekannten Fehler vermieden (archivmail: UIDVALIDITY=0 bricht Resync):
  UIDVALIDITY wird selbst erzeugt (Unix-Nanosekunden), nie von außen
  übernommen.
- Kein Umbau: mail/internal/imap (ING-01) unverändert, folderstate ist
  eigenständig und kann künftig (IMP-01) als MailboxStore-Implementierung
  dienen.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/ING-05-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRebuild_ChangesUIDValidityOnSimulatedFolderRebuild: UIDVALIDITY
   real geändert, UIDNEXT real zurückgesetzt, Ereignis real protokolliert.
2. TestNextUID_ConcurrentSessionsOnSameFolderNoInconsistency: 20 reale
   gleichzeitige Vergaben, 0 Dopplungen.
3. TestNextUID_MonotonicAcrossManyInsertDeleteCycles: 200 Zyklen real
   strikt monoton, Löschungen ohne Einfluss auf UIDNEXT.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:37:21 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 54c5f74778 ING-01: imap-server-grundgeruest
IMAP-Server-Grundgerüst: TCP-Listener, Command-Parser, Session-
Zustandsmaschine (Not Authenticated/Authenticated/Selected), Grundbefehle
CAPABILITY/LOGIN/SELECT/FETCH/LOGOUT.

- parser.go: Tag+Kommando+Argumente (Atome, zitierte Zeichenketten),
  keine IMAP-Literalsyntax (kleinste Lösung).
- response.go: sanitizeResponseText entfernt eingebettete CR/LF vor jeder
  Antwortzeile — bekannten archivmail-Fehler (Header-/Zeilen-Injection
  durch Stringkonkatenation ohne CRLF-Prüfung) strukturell vermieden.
- session.go/commands.go: strikte Zustandsprüfung je Kommando, verbotene
  Übergänge und fehlerhafte Zeilen liefern BAD/NO statt
  Verbindungsabbruch. maxCommandLineBytes begrenzt Pufferwachstum
  defensiv.
- server.go: TCP-Accept-Schleife, eine Goroutine je Verbindung.
- Authenticator/MailboxStore als schmale Schnittstellen — echte
  Benutzerverwaltungs-/Postfach-Anbindung ist Sache von IMP-01 u. a.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/ING-01-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. Manuelle Session mit Pythons imaplib gegen den echten laufenden
   Server: alle Grundbefehle real beantwortet, ungültiges SELECT liefert
   real NO ohne Verbindungsabbruch.
2. TestSession_StateTransitionsAndForbiddenTransitions: alle drei
   Zustandsübergänge und deren verbotene Übergänge real über TCP geprüft.
3. TestServer_50ParallelSessionsNoLeak: 50 reale parallele Sessions,
   0 Fehler.

Kein Umbau: alle bestehenden Pakete unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:33:00 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 acc2b0c5dd SRC-06: facetten-ui-filter-chips
Facetten-Oberfläche mit Filter-Chips: aktive Filter sichtbar, einzeln
entfernbar, Trefferzahl je Facettenwert live angezeigt.

- app/api/facets/route.ts: neue Backend-for-Frontend-Route, spiegelt
  mail/internal/search/facets.go minimal (nur Trefferzahl je
  Facettenwert).
- lib/manticoreQuery.ts: gemeinsamer statischer bool.must-Aufbau für
  Such- und Facetten-Route, kein Sprintf/Join-artiger Klauselbau.
- app/api/search/route.ts (SRC-04): akzeptiert jetzt wiederholbare
  ?filter=feld:wert-Parameter.
- app/FacetPanel.tsx: ActiveFilterChips (echte <button>-Elemente, nativ
  tastaturbedienbar) + FacetPanel (Klick fügt Filter hinzu) + "Alle
  Filter zurücksetzen".
- lib/filterState.ts: reine Filterzustandsfunktionen, ohne React.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/SRC-06-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. Manueller Test gegen echten next start + live Manticore auf
   192.168.1.131: Filterkombination reduziert Treffer UND
   Facettenzählungen real konsistent von 2 auf 1.
2. @testing-library/user-event: echte Tastatursimulation (Enter) löst
   Chip-Entfernung real aus.
3. 20 gleichzeitig aktive Filter erzeugen real 20 einzelne, nicht
   zusammengefasste Chips, kein Absturz.

Kein Umbau: mail/internal/*, web/shl, web/retention-admin unverändert,
bestehendes SRC-04-Verhalten unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:18:08 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 0065b959b3 QA-03: pruefgate-archivierung-suche
Prüfgate für Archivierung & Suche: verbindliche Kriterien für
Verschlüsselung, Speicherpfad-Konventionen und Suchqualität.

- qagate/gate.go: RunTestSuites führt go test real über storage/crypto/
  encstorage/search aus (inkl. ARC-08-Schlüsselrotation, SRC-10-OCR-
  Konfidenz). ScanSearchPathForDynamicSQL prüft jede Nicht-Test-Datei in
  mail/internal/search (außer reindex.go, dokumentierte DDL-Ausnahme)
  auf tatsächliche fmt.Sprintf(-Aufrufe — verallgemeinert die SRC-01-
  Prüfung auf den gesamten Suchpfad. GateResult.Report() liefert
  dokumentierten, zeitgestempelten Bericht.
- Echten Fehlalarm gefunden und behoben: Kommentartext in fields.go
  ("...fmt.Sprintf/strings.Join...") wurde fälschlich als Verstoß
  erkannt — Suchmuster auf "fmt.Sprintf(" präzisiert.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/QA-03-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRun_RealGateAgainstCurrentARC08SRC10State: echter Gate-Lauf,
   Bericht real "BESTANDEN" mit Zeitstempel.
2. TestScanSearchPathForDynamicSQL_RealSearchPackagePasses +
   Negativ-/Ausnahmetests: automatisierte Codereview-Stichprobe bestätigt
   real statischen Query-Builder.
3. Unabhängiger Subagent (frischer Kontext) hat den Gate-Testlauf real
   erneut ausgeführt und den Suchpfad-Scan mit eigenem grep unabhängig
   verifiziert — "BESTANDEN, unabhängig bestätigt".

Kein Umbau: storage/crypto/encstorage/search unverändert, QA-03 fügt
ausschließlich das Gate selbst hinzu.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 23:03:29 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 1a246abdb3 SRC-10: spracherkennung-ocr-qualitaetsbewertung
Spracherkennung für OCR-Texte und Qualitätsbewertung (Konfidenzwert), um
schlechte OCR-Ergebnisse kenntlich zu machen. Letztes Ticket vor QA-03.

- ocr/language.go: RecognizeWithLanguageAndConfidence erkennt ein Bild
  einzeln je Kandidatensprache (deu/eng) im Tesseract-TSV-Modus — die
  Sprache mit höherem Konfidenzwert gewinnt, derselbe Lauf liefert den
  Konfidenzwert direkt mit.
- search: neue Felder ocr_language/ocr_confidence (Migrationen 0006/0007,
  gleiches ALTER-Muster wie SRC-05), in Document/Result gespiegelt.
  Client.AttachmentsBelowConfidence filtert gezielt auf niedrige
  Konfidenz, schließt Dokumente ohne OCR-Anhang aus.
- Regressionsbug gefunden und behoben: reindex.go (SRC-09) kannte die
  neuen OCR-Spalten nicht, Reindex wäre mit "unknown column"
  fehlgeschlagen.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/SRC-10-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_MultilingualCorpus: deutsches
   und englisches Testbild real korrekt als deu/eng erkannt.
2. TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_DegradedImageLowersConfidence:
   künstliche Verschlechterung senkt Konfidenz real von 91,76 auf 28,21.
3. TestAttachmentsBelowConfidence_QueryReturnsExpectedResults: Abfrage
   unterhalb Schwelle liefert real genau die erwarteten 2 von 4 Treffern.

Kein Umbau: Search/Facets/SearchWithFilters/Index/Delete-Verhalten sonst
unverändert, dedup/indexworker/storage/crypto/encstorage/savedsearch
unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 22:16:26 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 bd37de529f SRC-07: ocr-fuer-anhaenge
OCR-Pipeline für Bild-/PDF-Anhänge, eigener Mail-OCR-Pfad unabhängig vom
DMS-Board. Direkte Vorbedingung für SRC-10.

- ocr.go: zustandsloses Paket (wie crypto/dedup), kennt weder Mandant
  noch Speicher. ExtractTextFromImage ruft tesseract (deu+eng) mit fester
  Argumentliste auf. HasTextLayer/ExtractTextFromPDF nutzen pdftotext zur
  Erkennung einer vorhandenen Textebene (direkt übernommen, kein
  unnötiges OCR) und rastern nur bei fehlender Textebene über pdftoppm
  (300dpi) jede Seite für Tesseract.
- Bekannten Fehler vermieden (archivmail-Sprintf-WHERE-Muster): keine
  SQL-Klauselbildung, ausschließlich exec.CommandContext mit fester
  Argumentliste, keine Shell.
- testpdf_test.go: Testfixtures (Vektor-Text-PDF, Bild-only-PDF mit
  eingebettetem JPEG) vollständig in Go erzeugt, keine externe
  Bibliothek, keine Testdateien im Repo.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/SRC-07-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestExtractTextFromImage_KnownTextRecognized: reales gerastertes Bild,
   Text real korrekt erkannt.
2. TestExtractTextFromPDF_SkipsOCRWhenTextLayerPresent: echtes Vektor-
   Text-PDF, OCR real übersprungen.
3. TestExtractTextFromPDF_ThroughputIsAcceptable: 3,48s/Anhang real
   gemessen (Ziel 8s/Anhang).
Zusätzlich TestExtractTextFromPDF_PerformsOCRWhenNoTextLayer für
Akzeptanzkriterium 1 (gescannte PDFs) end-zu-Ende.

Kein Umbau: search/dedup/indexworker/storage/crypto/encstorage/
savedsearch unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 22:10:16 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 ff4d716b94 SRC-08: gespeicherte-suchanfragen
Gespeicherte Suchanfragen: Suchkriterien inklusive aktiver Filter
benannt speichern und live wiederausführen.

- savedsearch/store.go: Postgres-Store, Save (Upsert über tenant_slug/
  user_id/name), List/Get streng auf Mandant+Benutzer beschränkt,
  Delete entfernt genau eine Zeile. Execute führt jede Ausführung LIVE
  gegen search.Client aus, kein eingefrorener Snapshot.
- search/facets.go: kleinste nötige Erweiterung — Client.SearchWithFilters
  (gemeinsame buildFilteredMust-Hilfsfunktion mit Facets extrahiert)
  liefert tatsächlich gefilterte Treffer statt nur Zählungen, sonst gäbe
  es keinen echten Weg, gespeicherte Filter beim Wiederausführen
  anzuwenden.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/SRC-08-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestExecute_SavedSearchWithMultipleFiltersReproducesCorrectly: 2
   kombinierte Filter liefern real genau das eine passende Dokument.
2. TestList_UserSeesNoOtherTenantsSavedSearches: Mandant B sieht real
   keine gespeicherten Suchen von Mandant A.
3. TestDelete_RemovesOnlyThatSavedSearch: Löschen entfernt real nur die
   eine gespeicherte Suche, die andere bleibt unverändert.

Kein Umbau: Search/Index/Delete-Verhalten sonst unverändert,
dedup/indexworker/storage/crypto/encstorage unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 13:31:19 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 6b5cefc20f ARC-08: verschluesselungsschluessel-rotation
Tenant-KEK-Rotation ohne Neuverschlüsselung des Archivbestands
(Envelope-Encryption bleibt aus ARC-02 unverändert, Objekt-DEKs werden
nicht angefasst).

Core (API-10, RotateTenantKEK) ersetzt den Tenant-KEK durch einen neuen
Wert und hält keine Historie vor — TenantKEKHandler liefert immer nur den
aktuellen Schlüssel. Damit Mail Altbestand nach einer Rotation weiterhin
lesen kann, versioniert Mail selbst jeden bezogenen Tenant-KEK:

- crypto/kekversions.go: KEKVersionStore, lokal verschlüsselt mit
  eigenem Wrap-Schlüssel (nur über Umgebungsvariable), erkennt Rotation
  automatisch (RecordIfNew), erlaubt gezieltes Sperren einer Version
  (Revoke).
- crypto/service.go: Service.WithVersionStore (optional, Open bleibt für
  Rückwärtskompatibilität unverändert), Seal zeichnet die verwendete
  KEK-Version auf, neue Methode OpenAtVersion liest mit historischer
  statt aktueller Version.
- encstorage.go: neuer .dek.version-Sidecar (gleiches Muster wie der
  bestehende .dek-Sidecar), GetDecrypted nutzt OpenAtVersion; fehlender
  Sidecar (Altobjekte vor ARC-08) fällt auf Version 0 zurück, identisches
  Verhalten wie vorher.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/ARC-08-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRotation_OldArchiveStaysReadableAfterMasterKeyRotation: Altbestand
   nach realer Rotation weiterhin lesbar über OpenAtVersion, naives Open
   mit dem neuen Schlüssel schlägt für das alte Objekt real fehl.
2. TestRotation_CompromisedOldKeyCanBeRevoked: gesperrte Version blockiert
   Lesezugriff real, andere Versionen bleiben unberührt.
3. Rotationsvorgang vollständig durchgespielt (siehe Prüfprotokoll).

Kein Umbau: storage/dedup/indexworker/search unverändert, bestehende
ARC-02-Tests (encstorage_test.go) unverändert weiterhin grün.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 11:17:23 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 86c4223855 SRC-09: suchindex-neuaufbau-reindexierung
Werkzeug für vollständigen Suchindex-Neuaufbau: neue Tabelle anlegen,
Dokumente aus der lebenden Tabelle kopieren, Trefferzahlen verifizieren,
erst dann per Manticore RENAME atomar umschalten.

- reindex.go: Reindexer.Rebuild mit Fortschritts-Callback, Cursor-
  Paginierung über id, strukturierte JSON-API (kein dynamischer
  SQL-Klauselbau). Bei Fehler vor dem Umschalten bleibt die lebende
  Tabelle unverändert, Zwischentabelle wird entfernt.
- Manticore-Verhalten entdeckt: frisch eingefügte Dokumente einer neuen
  RT-Tabelle sind für match_all-Zählungen erst nach FLUSH RAMCHUNK
  zuverlässig sichtbar — vor der Konsistenzprüfung eingebaut.
- Plattformgrenze entdeckt: kein atomares Mehrfach-RENAME in Manticore,
  Sub-Millisekunden-Fenster zwischen den zwei nötigen Einzel-RENAMEs.
  Client.Search bekam einen begrenzten Retry auf "unknown local table".
- Nebenbei echten latenten Bug in Search behoben: ohne explizites limit
  begrenzte Manticore Ergebnisse standardmäßig auf 20 Treffer, unbemerkt
  seit SRC-01 (bisherige Tests prüften nur Vorhandensein, nie Gesamtzahl).

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/SRC-09-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestRebuild_SearchKeepsWorkingDuringReindex: 0 fehlgeschlagene Suchen
   während parallelem Reindex.
2. TestRebuild_AbortedReindexLeavesNoInconsistentState: abgebrochener
   Kontext hinterlässt real weder Datenverlust noch verwaiste Tabellen.
3. TestRebuild_SampleComparisonMatchesOldAndNewIndex: Stichproben vor/
   nach Reindex real identisch.

Kein Umbau: Index/Delete/Facets-Verhalten sonst unverändert,
dedup/indexworker/storage/crypto/encstorage unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 11:01:45 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 db73aab0de SRC-05: facetten-filter-api
Facetten- und Filter-API für Suche (Absender, Zeitraum, Postfach,
Anhangstyp, Tag), mandantengetrennt, mit UND-Verknüpfung mehrerer Filter.

- migrations/0002..0005: vier nummerierte ALTER-Migrationen für die neuen
  Facettenfelder (Manticore erlaubt nur eine Spalte je ALTER-Anweisung),
  EnsureSchema wendet sie idempotent nach.
- fields.go: FacetFields-Whitelist, einzige zulässige Facettendimensionen.
- facets.go: Client.Facets nutzt Manticores strukturierte aggs.terms/
  aggs.range-API, kein dynamischer SQL-Klauselbau. Filter kombinieren als
  zusätzliche equals-Klauseln in derselben bool.must-Liste wie der
  Tenant-Filter. Zeitraum-Facette über feste Buckets via aggs.range.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/SRC-05-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestFacets_CountsMatchActualHits: Facettenzahlen stimmen real mit der
   tatsächlichen Treffermenge überein.
2. TestFacets_ThreeFiltersCombineWithAND: 3 kombinierte Filter schränken
   4 Dokumente real auf genau 1 verbleibenden Treffer ein.
3. TestFacets_TenantSeparation: Facetten eines Mandanten enthalten real
   keine Werte eines anderen.

Kein Umbau: Search/Delete/Index-Verhalten aus SRC-01/SRC-03 unverändert,
dedup/indexworker/storage/crypto/encstorage unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 10:49:52 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 d23438d3d0 SRC-04: such-oberflaeche-mit-hervorhebung
Such-Oberfläche (Next.js/React/TS) mit Live-Trefferliste und Hervorhebung
der Suchbegriffe im Kontext (Snippet), auf web/shl (SHL-01) aufbauend.

- app/api/search/route.ts: schlanke Backend-for-Frontend-Route gegen
  dieselbe Manticore-Instanz wie mail/internal/search (SRC-01/SRC-03),
  fordert Highlights mit eigenen Markern statt HTML an.
- lib/highlight.ts: zerlegt markierten Snippet-Text in reine
  Textsegmente, kein dangerouslySetInnerHTML — Mailinhalte werden nie
  als HTML interpretiert.
- app/page.tsx: Sucheingabe, Trefferliste mit <mark>-Hervorhebung,
  verständlicher Hinweis bei leerem Ergebnis.
- app/mail/[messageId]/page.tsx: öffnet mit Anker #fundstelle und
  hervorgehobenem Snippet (voller Mail-Inhaltsabruf folgt mit INT-01).
- lib/contrast.ts: reale WCAG-2.1-Kontrastberechnung.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/SRC-04-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. Manueller Test gegen echten next start + live Manticore auf
   192.168.1.131: Hervorhebung real bestätigt.
2. lib/highlightColors.test.ts: echte WCAG-Berechnung, Hell 14,29:1,
   Dunkel 6,43:1 (>= 4.5:1 AA).
3. Sonderzeichen-Anfrage real gegen laufenden Server: 200 OK, kein
   Absturz; zusätzlich automatisiert gegen Skript-Tags/Unicode.

Kein Umbau: mail/internal/*, web/shl, web/retention-admin unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 10:26:02 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 9748307f12 SRC-03: such-api-mit-ranking
Such-API mit Ranking (Relevanz, Datum, Anhangstreffer), mandantengetrennt,
mit Grundoperatoren (Phrase, Ausschluss).

- client.go: Search nutzt jetzt Manticores query_string-Klausel statt
  match — unterstützt Phrasensuche ("...") und Ausschluss (-wort) nativ,
  Wert bleibt reiner JSON-String ohne dynamischen Feldnamen.
- fieldWeights (statische Konstanten: subject=10, body=3,
  attachment_text=1) über die Manticore-Option field_weights — Ranking
  berücksichtigt Anhangstreffer, Result.Score macht es nachvollziehbar.
- Bestehenden SRC-01-Injection-Test an die neue query_string-Struktur
  angepasst (gleiche Funktion weiterentwickelt).

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/SRC-03-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestSearch_TenantIsolation (SRC-01, weiterhin gültig).
2. TestSearch_PhraseAndExclusionOperators: Phrase und Ausschluss liefern
   real erwartete Teilmengen.
3. TestSearch_PerformanceWithLargeCorpus: Suche über 1000 reale Dokumente
   in 775,8µs (Ziel 500ms) gegen echtes Manticore auf 192.168.1.131.
Zusätzlich TestSearch_RankingReflectsFieldWeightAndIsTraceable für
Akzeptanzkriterium 1.

Kein Umbau: dedup/indexworker/storage/crypto/encstorage unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 10:05:27 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 c5bdde0cc8 SRC-02: indexierungs-worker-synchronisierung
Indexierungs-Worker, der neu archivierte Mails asynchron in den
Manticore-Index (SRC-01) einpflegt und Löschungen nachzieht.

- indexworker/queue.go: Postgres-Jobqueue (mail_index_jobs), FOR UPDATE
  SKIP LOCKED, Stale-Lock-Wiedervorlage bei Worker-Absturz, arithmetischer
  Backoff bei Fail (kein String-Concat für Intervalle) — Konvention aus
  dms/internal/jobqueue (FDN-04), hier bewusst ohne DLQ (nicht Bestandteil
  der Akzeptanzkriterien dieser Kachel).
- indexworker/worker.go: RunOnce verarbeitet index-/delete-Jobs über
  search.Client.
- search: minimale Erweiterung um Client.Delete und deterministisches
  DocumentID(tenantSlug, messageID), damit Index/Delete für dieselbe Mail
  immer dasselbe Dokument treffen.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/SRC-02-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestDequeue_WorkerCrashMidRunLosesNoJob: simulierter Worker-Absturz,
   Job wird nach Ablauf der Stale-Lock-Frist real erneut zugestellt.
2. TestDeleteJob_RemovesMailFromSearchResults: Lösch-Job entfernt Mail
   nachweislich aus Suchtreffern.
3. TestConsistency_DatabaseAndIndexMatchOnSample: DB-Job-Status und
   Index-Inhalt stichprobenartig real abgeglichen.
Zusätzlich TestIndexJob_MakesMailSearchable für Akzeptanzkriterium 1.

Kein Umbau: storage/crypto/encstorage/dedup unverändert, bestehendes
SRC-01-Verhalten unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 09:47:50 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 c3bf8100b1 SRC-01: manticore-suchindex-fuer-mails
Manticore-RT-Index für Mail-Suchdokumente (Betreff, Text, Anhangstext,
Metadaten), statisches versioniertes Schema.

- fields.go: statische Feld-/Index-Namen-Whitelist, einzige Quelle für
  Feldnamen im Paket (vermeidet known-issues-archivmail.md #11/#12:
  Sprintf/Join-basierte SQL-Klauselbildung).
- migrations/0001_mail_documents.sql: statisches Schema, per go:embed
  eingebettet, über /sql?mode=raw angelegt (kein String-Zusammenbau).
- client.go: Index/Search über die strukturierte Manticore-HTTP-JSON-API,
  Tenant-Filter über strukturiertes equals-Feld statt WHERE-Interpolation.

Prüfungen (alle real durchgeführt, siehe mail/docs/SRC-01-PRUEFPROTOKOLL.md):
1. TestNoDynamicSQLClauseBuilding: automatisierter Quelltext-Scan bestätigt
   keine Sprintf/Join-SQL-Klauselbildung.
2. TestSearch_MaliciousInputDoesNotAlterFieldNames: Injection-artige
   Eingaben verändern nachweislich keine Feldnamen im gesendeten Payload.
3. TestSearch_FindsExpectedDocument: Funktionstest gegen echtes Manticore
   auf 192.168.1.131 liefert erwartete Treffer.
Zusätzlich TestSearch_TenantIsolation für Akzeptanzkriterium 3.

Kein Umbau: storage/crypto/encstorage/dedup unverändert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-08-31 09:40:29 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 704b64fe27 ARC-03: dublettenerkennung-e-mail
- mail/internal/dedup/hash.go: HashAndBuffer, SHA-256 auf Klartext VOR
  Verschluesselung (ARC-02), liefert erneut lesbaren Reader zurueck.
- mail/internal/dedup/store.go: Store (Postgres, tenant_slug fest im
  Primaerschluessel gebunden), Register: Duplikat referenziert Original
  statt redundant zu speichern.
- Alle 3 Pflichtpruefungen real bestanden (siehe
  mail/docs/ARC-03-PRUEFPROTOKOLL.md): Duplikat aus zwei Quellen
  erkannt, zwei Mandanten mit identischem Inhalt nicht verknuepft,
  knapp unterschiedliche Nachricht korrekt nicht erkannt.
- Kein Umbau: internal/storage, internal/crypto, internal/encstorage
  unveraendert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-31 00:12:43 +02:00
sysops cb5a9da701 ARC-02: verschluesselung-at-rest
- mail/internal/crypto: Envelope-Encryption (AES-256-GCM), DEK pro
  Objekt, HTTPKEKProvider bezieht Tenant-KEK ueber Core API-12 -
  bewaehrtes Muster aus DMS FDN-09, Neuimplementierung (Mail kann DMS
  nicht importieren)
- mail/internal/encstorage: verbindet ARC-01 (storage.Service) mit
  ARC-02 (crypto.Service) OHNE eines der beiden zu aendern (kein Diff
  an mail/internal/storage/) - Put verschluesselt vor dem Schreiben,
  GetDecrypted nutzt ARC-01s Pruefsummenverifikation mit
- 3 Tests real bestanden: Rohspeicher ohne Schluessel unlesbar,
  falscher Mandantenschluessel abgelehnt (ErrDecryptFailed), Performance
  (50x64KiB-Objekte in 910us/Objekt)
- zusaetzlich echter End-zu-Ende-Beweis gegen den laufenden
  nexarch-kek-api.service (API-12): vollstaendiger Put->GetDecrypted-
  Roundtrip ueber echten HTTP-KEK-Bezug, nicht-existenter Tenant real
  abgelehnt (404)
- offener Punkt ehrlich vermerkt: internal/crypto/internal/encstorage
  fehlen noch in QA-01s Pflichttest-Gate-Pfadmustern

Pruefungen siehe mail/docs/ARC-02-PRUEFPROTOKOLL.md
2026-08-30 23:58:44 +02:00
sysops ee98efb51e ARC-01: objekt-speicher-anbindung-fuer-mails-anhaenge
- mail/internal/storage: LocalDriver/S3Driver (bewaehrtes Muster aus
  DMS FDN-03, bewusste Neuimplementierung - Mail kann DMS nicht
  importieren), ObjectKey mit festem Pfadschema
- Service.Put/GetVerified: Pruefsummenverifikation AN DIESER SCHICHT
  (Erweiterung gegenueber FDN-03) - SHA-256-Sidecar, sofortige
  Ruecklese-Verifikation beim Schreiben, Erkennung manipulierter
  Objekte beim Lesen
- HTTPUsageReporter: meldet an Core API-11 (resync-api/LIC-05),
  identisches Muster wie DMS FDN-03
- 4 Tests real bestanden: byteidentischer Read-back, manipuliertes
  Objekt erkannt, Lasttest (500 Objekte, 105.8us/Objekt), Nutzungsmeldung
  bei Schreiben+Loeschen
- zusaetzlich echter End-zu-Ende-Beweis gegen den laufenden
  nexarch-resync-api.service: reales Service-Credential provisioniert,
  Put->GetVerified->Delete komplett durchlaufen, usage_counters zeigt
  reales +29/-29-Delta (beide Meldungen real angewendet)

Pruefungen siehe mail/docs/ARC-01-PRUEFPROTOKOLL.md
2026-08-30 23:43:12 +02:00
sysops dff6b8b7a4 ING-04: mime-anhang-parsing
- mail/internal/mimeparse.Parse: rekursive Multipart-Zerlegung,
  Zeichensatz-Reparatur (mime.WordDecoder mit htmlindex-CharsetReader,
  defensiv statt Abbruch), quoted-printable/base64-Dekodierung
- io.LimitReader fuer jeden Anhang (archivmail known-issues #3:
  Speicherbombe durch io.ReadAll ohne Limit vermieden) -
  ErrAttachmentTooLarge bei Ueberschreitung
- nur Parsing, keine Speicherung (ARC-01s Aufgabe, nicht dupliziert)
- 6 Tests + echtes Go-Fuzzing: 728.164 reale Fuzz-Durchlaeufe
  (go test -fuzz=FuzzParse -fuzztime=45s), 0 Abstuerze, 146
  coverage-erweiternde Eingaben gefunden
- alle 3 Pflichtpruefungen real bestanden (Speicherbombe abgewehrt,
  realitaetsnaher Testkorpus, Fuzz-Nachweis)

Pruefungen siehe mail/docs/ING-04-PRUEFPROTOKOLL.md
2026-08-30 23:31:02 +02:00
sysops 44b78b1554 QA-01: teststrategie-mail (mail-modul-grundstein)
- mail/go.mod: erstes eigenstaendiges Go-Modul fuer NEXARCH Mail
- mail/docs/TESTSTRATEGIE-MAIL.md: Testpyramide (Unit/Integration/
  Protokoll-Zustandsmaschinen/E2E/Vertragstests), Pflichttest-Merge-Gate,
  Bug-Tracking-Konvention (Gitea-Issues), analog Core QA-01
- mail/internal/example: ein reales, kleines Beispiel (Adress-
  Normalisierung) mit je einem Test pro Testart (Unit/Integration/E2E),
  6 Tests real bestanden
- mail/internal/pflichttestgate + cmd/pflichttestgate: Merge-Gate-CLI,
  echter End-zu-Ende-Beweis (Binary lehnt Verstoss ab, akzeptiert
  begleiteten Test), .gitea/workflows/mail-pflichttest-gate.yml
- Ehrlich dokumentiert: kein Gitea-API-Token verfuegbar, daher kein
  echter Issue angelegt - Bug-Tracking-Vorgehen stattdessen anhand
  eines realen, bereits dokumentierten Befunds (RET-10) durchgespielt,
  als offener Punkt vermerkt
- Gegenlesen durch zweite Person (Nutzer) noch ausstehend

Pruefungen siehe mail/docs/TESTSTRATEGIE-MAIL.md
2026-08-30 23:24:37 +02:00
180 changed files with 14760 additions and 889 deletions
@@ -0,0 +1,23 @@
name: Mail-Pflichttest-Gate
on:
pull_request:
paths:
- "mail/**"
jobs:
pflichttest-gate:
runs-on: ubuntu-latest
steps:
- uses: actions/checkout@v4
with:
fetch-depth: 0
- uses: actions/setup-go@v5
with:
go-version: "1.22"
- name: Gate bauen
working-directory: mail
run: go build -o /tmp/pflichttestgate ./cmd/pflichttestgate
- name: Geänderte Dateien gegen Pflichttest-Regel prüfen
run: |
git diff --name-only "origin/${{ github.base_ref }}...HEAD" | /tmp/pflichttestgate
-2
View File
@@ -1,4 +1,2 @@
*.log
.env
web/*/node_modules/
web/*/.next/
-38
View File
@@ -44,41 +44,3 @@ Keine Commits in dieser Session.
Keine Änderungen ermittelbar.
---
## 2026-08-28 21:44 21:44 (0m)
**Beschreibung:** Claude Code Session
**Projekt:** nexarch
### Commits
Keine Commits in dieser Session.
### Geänderte Dateien
- .gitignore | 2 ++
- web/shl/README.md | 45 +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
- web/shl/__tests__/Dialog.test.tsx | 38 ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
- web/shl/__tests__/tokens.test.ts | 39 +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
- web/shl/components/Dialog.tsx | 88 ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
- web/shl/components/FormElements.tsx | 98 ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
- web/shl/components/Shell.tsx | 62 ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
- web/shl/components/Table.tsx | 83 +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
- web/shl/components/Toast.tsx | 67 +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
- web/shl/i18n/i18n.tsx | 75 +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
- web/shl/index.ts | 25 +++++++++++++++++++++++++
- web/shl/package.json | 23 +++++++++++++++++++++++
- web/shl/theme/ThemeProvider.tsx | 81 +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
- web/shl/tokens/tokens.ts | 96 ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
- web/shl/tsconfig.json | 18 ++++++++++++++++++
---
## 2026-08-28 21:51 21:57 (5m)
**Beschreibung:** Claude Code Session
**Projekt:** nexarch
### Commits
- 3c226da SHL-01: fix — vitest jsdom-environment + jest-dom-Setup (3 Dialog-Tests schlugen ohne DOM fehl)
### Geänderte Dateien
- web/shl/package.json | 2 ++
- web/shl/vitest.config.ts | 8 ++++++++
- web/shl/vitest.setup.ts | 1 +
---
+39
View File
@@ -0,0 +1,39 @@
// Command pflichttestgate ist das CI-Gate aus docs/TESTSTRATEGIE-MAIL.md
// Abschnitt 4. Aufruf: pflichttestgate < geänderte-dateien.txt
package main
import (
"bufio"
"fmt"
"os"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/pflichttestgate"
)
func main() {
var changedFiles []string
scanner := bufio.NewScanner(os.Stdin)
for scanner.Scan() {
line := scanner.Text()
if line != "" {
changedFiles = append(changedFiles, line)
}
}
if err := scanner.Err(); err != nil {
fmt.Fprintf(os.Stderr, "pflichttestgate: eingabe konnte nicht gelesen werden: %v\n", err)
os.Exit(2)
}
violations := pflichttestgate.CheckDiff(changedFiles)
if len(violations) == 0 {
fmt.Println("pflichttestgate: bestanden — alle sicherheitskritischen Änderungen haben begleitende Tests.")
return
}
fmt.Fprintln(os.Stderr, "pflichttestgate: FEHLGESCHLAGEN — Pflichttest fehlt für:")
for _, v := range violations {
fmt.Fprintf(os.Stderr, " - Package %q (Datei %q hat keine begleitende _test.go-Änderung)\n", v.Package, v.ChangedFile)
}
fmt.Fprintln(os.Stderr, "\nSiehe docs/TESTSTRATEGIE-MAIL.md Abschnitt 4.")
os.Exit(1)
}
+54
View File
@@ -0,0 +1,54 @@
# ARC-01 Prüfprotokoll: Objekt-Speicher-Anbindung für Mails/Anhänge
Voraussetzung ING-04 bereits Fertig. ARC-01 ist der Startpunkt der
Foundation-Kette (analog DMS FDN-03), nicht nur eine Ergänzung — es
entsperrt ARC-02 bis ARC-10 sowie mehrere Ingestion-Tickets.
## Umsetzung
Bewährtes Muster aus DMS FDN-03 (LocalDriver/S3Driver-Abstraktion)
übernommen — bewusste Neuimplementierung statt Cross-Modul-Import
(Mail ist eigenständiges Go-Modul, kann DMS' `internal/` nicht
importieren):
- `mail/internal/storage.Driver``Put`/`Get`/`Delete`, zwei
Implementierungen (`LocalDriver`, `S3Driver`).
- `ObjectKey(messageID, partIndex)` — festes, dokumentiertes
Pfadschema `messages/<id>/parts/<n>` (Akzeptanzkriterium 1).
Lesezugriff hängt NUR von `messageID`+`partIndex` ab, nicht vom
ursprünglichen Importpfad (Akzeptanzkriterium 3).
- **Erweiterung gegenüber FDN-03** — Prüfsummenverifikation AN DIESER
SCHICHT (Akzeptanzkriterium 2, von ARC-01 explizit gefordert, anders
als FDN-03): `Service.Put` schreibt Inhalt + SHA-256-Sidecar-Objekt,
liest SOFORT zurück und verifiziert — ein fehlgeschlagener
Rücklese-Vergleich lässt `Put` selbst fehlschlagen, keine unbemerkt
fehlerhafte Ablage. `Service.GetVerified` wiederholt die Prüfung bei
jedem späteren Lesezugriff.
- `HTTPUsageReporter` — identisches Muster wie DMS FDN-03, meldet über
Core API-11 (`resync-api`, `internal/resync.Handler.UsageHandler`,
Service-Credential wie API-02) an LIC-05 (Akzeptanzkriterium 4).
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: geschriebenes Objekt liefert beim Lesen byteidentischen Inhalt | **bestanden** `TestPut_ReadBackIsByteIdentical`: `GetVerified` liefert exakt den geschriebenen Inhalt |
| 2 | Test: absichtlich beschädigtes Objekt wird bei Prüfsummenvergleich erkannt | **bestanden** `TestGetVerified_DetectsTamperedObject`: Objekt direkt am Dateisystem manipuliert (umgeht `Service` vollständig), `GetVerified` liefert real `ErrChecksumMismatch` |
| 3 | Lasttest mit vielen kleinen Objekten bestätigt akzeptable Latenz | **bestanden** `TestPut_ManySmallObjectsAcceptableLatency`: 500 reale `Put`-Aufrufe (inkl. Schreiben+Sidecar+Rücklese-Verifikation) in 52,9 ms — **105,8 µs/Objekt**, weit unter der 10-ms-Grenze |
| 4 | Melde-Aufruf an Core LIC-05 bei Schreib- und Löschvorgang nachweislich ausgelöst, mit korrekter Größenangabe | **bestanden** `TestPut_ReportsUsageOnWriteAndDelete` (Fake-Reporter, exakte Delta-Werte); ZUSÄTZLICH real auf 131 gegen den laufenden `nexarch-resync-api.service` (API-11) bewiesen: echtes Service-Credential provisioniert, `Put``GetVerified``Delete` komplett durchlaufen, `usage_counters` zeigt reales Delta `+29` dann `-29` (Nettosumme 0 — beide Meldungen real angewendet, nicht nur eine) |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test ./... -p 1 -> alle Mail-Pakete bestanden (storage, mimeparse, example, pflichttestgate)
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle vier Akzeptanzkriterien und alle vier
Pflichtprüfungen real erfüllt, inklusive eines echten End-zu-Ende-Laufs
gegen den live laufenden Core-API-11-Dienst (nicht nur einen Fake).
Entsperrt ARC-02ARC-10 sowie mehrere Ingestion-Tickets.
+71
View File
@@ -0,0 +1,71 @@
# ARC-02 Prüfprotokoll: Verschlüsselung at rest
Voraussetzung ARC-01 (Mail, Fertig), Core API-10 (Fertig) + API-12
(neu angelegt und fertig — API-10 war nicht als Dienst erreichbar,
siehe API-12-Prüfprotokoll).
## Umsetzung
Bewährtes Muster aus DMS FDN-09 übernommen (bewusste
Neuimplementierung, Mail kann DMS nicht importieren):
- `mail/internal/crypto``GenerateDEK`/`WrapDEK`/`UnwrapDEK`
(AES-256-GCM), `HTTPKEKProvider` (bezieht den Tenant-KEK über Core
API-12, `X-Nexarch-Client-Id/Secret`), `Service.Seal`/`Open`
(Envelope-Verfahren, KEK wird bei JEDEM Aufruf frisch bezogen, nie
zwischengespeichert).
- `mail/internal/encstorage` — verbindet ARC-01 (`storage.Service`) mit
ARC-02 (`crypto.Service`) OHNE eines der beiden Pakete zu ändern
(`git diff --stat mail/internal/storage/` bleibt leer): `Put`
verschlüsselt VOR dem Schreiben, legt Chiffretext + verpackten DEK
als zwei Objekte über `storage.Service` ab (Prüfsumme,
Nutzungsmeldung — ARC-01 unverändert mitgenutzt).
- **Reihenfolge beachtet** (Ticket "Bekannte Fehler vermeiden"):
`encstorage.Put` nimmt bereits fertigen Klartext entgegen — die
SHA-256-Dublettenerkennung (ARC-03) muss VOM AUFRUFER auf dem
Klartext berechnet werden, BEVOR er an `Put` übergeben wird; dieses
Paket verschlüsselt sofort und hält den Klartext nicht länger als
nötig im Speicher.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: Zugriff auf Rohspeicher ohne Schlüssel liefert keine lesbaren Inhalte | **bestanden** `TestPut_RawStorageAccessWithoutKeyYieldsNoReadableContent`: Objekt über `encstorage.Put` geschrieben, DANACH die Datei DIREKT am Dateisystem gelesen (umgeht Service/Entschlüsselung vollständig) — Klartext UND erkennbare Fragmente sind real NICHT im Rohspeicher auffindbar |
| 2 | Test: falscher Mandantenschlüssel verweigert Entschlüsselung | **bestanden** `TestGetDecrypted_WrongTenantKeyDeniesDecryption`: korrekter Tenant entschlüsselt erfolgreich, ein ANDERER Tenant-Slug (anderer KEK) liefert real `ErrDecryptFailed` (GCM-Auth-Tag-Prüfung schlägt fehl); ZUSÄTZLICH real gegen den laufenden `kek-api` (API-12) bewiesen: nicht-existenter Tenant wird bereits beim KEK-Bezug abgelehnt (404), Entschlüsselung damit strukturell unmöglich |
| 3 | Performance-Test bestätigt akzeptablen Overhead durch Verschlüsselung | **bestanden** `TestPut_AcceptableEncryptionOverhead`: 50 Objekte à 64 KiB (realistische Anhanggröße) in 45,5 ms — **910 µs/Objekt** (inkl. AES-256-GCM, Prüfsumme, Sidecar-Schreiben, Rücklese-Verifikation aus ARC-01), weit unter der 50-ms-Grenze |
## Echter End-zu-Ende-Beweis auf 192.168.1.131
Vollständiger Roundtrip gegen den ECHT laufenden `nexarch-kek-api.service`
(API-12, kein Fake): echtes Modul registriert+provisioniert, echter
Tenant + Tenant-KEK real angelegt, `encstorage.Put``GetDecrypted`
über HTTP gegen API-12 — Inhalt kommt byteidentisch zurück. Zusätzlich:
Entschlüsselungsversuch mit nicht-existentem Tenant-Slug real
abgelehnt (Core liefert 404, kein KEK verfügbar). Testdaten
anschließend entfernt.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test ./... -p 1 -> alle Mail-Pakete bestanden (encstorage, crypto indirekt getestet, storage, mimeparse, example, pflichttestgate)
```
**Hinweis (offener Punkt, ehrlich vermerkt):** `mail/internal/crypto`
selbst hat keine eigenen `_test.go`-Dateien — es wird vollständig
indirekt über `mail/internal/encstorage`s Tests abgedeckt. Zusätzlich:
`mail/internal/pflichttestgate`s Pfadmuster (`docs/TESTSTRATEGIE-MAIL.md`)
erfassen `internal/crypto/`/`internal/encstorage/` NICHT explizit als
"Compliance-kritisch" (nur `internal/arc/`) — sollte in einem
Folgeticket nachgezogen werden, da Verschlüsselungscode mindestens so
kritisch ist wie die dort bereits gelisteten Bereiche.
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei
Pflichtprüfungen real erfüllt, inklusive eines vollständigen
End-zu-Ende-Laufs gegen den live laufenden Core-API-12-Dienst.
Entsperrt ARC-08 (Schlüsselrotation).
+53
View File
@@ -0,0 +1,53 @@
# ARC-03 Prüfprotokoll: Dublettenerkennung E-Mail
Voraussetzung ARC-01 (Mail, Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/dedup/hash.go``HashAndBuffer(plaintext io.Reader)`:
SHA-256-Inhalts-Hash, gebildet auf dem KLARTEXT (Bekannter Fehler
vermeiden: muss VOR mail/internal/crypto passieren, siehe ARC-02 —
ein Hash auf dem Chiffretext wäre wegen des zufälligen DEK je Objekt
bei jedem Import anders). Liefert zusätzlich einen erneut lesbaren
Reader zurück, da der Original-Reader beim Hashen verbraucht wird.
- `mail/internal/dedup/store.go``Store.Register(ctx, contentHash, objectKey)`:
Postgres-Tabelle `mail_content_hashes`, Primärschlüssel
`(tenant_slug, content_hash)``tenant_slug` fest im Store gebunden
(`NewStore(pool, tenantSlug)`, gleiches Muster wie
`storage.Service`/`encstorage.Service`), nicht nur Konvention.
`ON CONFLICT DO NOTHING` + Rücklese entscheidet, ob der gefundene
Eintrag der gerade übergebene ist (kein Duplikat) oder ein älterer
(Duplikat, Original-`object_key` wird zurückgegeben statt erneut
gespeichert — Akzeptanzkriterium 2).
- Kein Umbau: `mail/internal/storage`/`mail/internal/crypto`/
`mail/internal/encstorage` unverändert (`git diff --stat` bleibt für
alle drei leer). `dedup` kennt keines der drei Pakete — der Aufrufer
(spätere Ingest-Tickets) ruft `HashAndBuffer` VOR `encstorage.Put`
auf.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: dieselbe Nachricht aus zwei Quellen wird als Duplikat erkannt | **bestanden** `TestRegister_SameMessageFromTwoSourcesIsDuplicate`: gleicher Hash, zwei verschiedene `object_key` ("quelle-1/objekt", "quelle-2/objekt") — zweite Registrierung liefert real `isDuplicate=true` und referenziert das Original `quelle-1/objekt` |
| 2 | Test: zwei Mandanten mit identischem Mailinhalt werden nicht fälschlich verknüpft | **bestanden** `TestRegister_SameContentTwoTenantsNotLinked`: zwei `Store`-Instanzen mit unterschiedlichem `tenantSlug`, IDENTISCHER Hash — beide Registrierungen liefern real `isDuplicate=false`, keine Verknüpfung über die Mandantengrenze |
| 3 | Test mit knapp unterschiedlichen Nachrichten bestätigt korrekte Nicht-Erkennung | **bestanden** `TestHashAndBuffer_SlightlyDifferentContentDifferentHash`: zwei Nachrichten, die sich nur im letzten Zeichen unterscheiden (`.` vs `,`) — real unterschiedlicher SHA-256-Hash |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=postgresql://nexarch_test:***@localhost:5432/tenant_acme?sslmode=disable \
go test ./... -v -p 1 -> alle Pakete bestanden, inkl. internal/dedup (5 Tests)
```
Testdaten (`mail_content_hashes`, Zeilen mit `tenant_slug` beginnend
`mandant-arc03-`) werden von den Tests selbst über `t.Cleanup`
entfernt.
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei
Pflichtprüfungen real erfüllt. Entsperrt SRC-01, SRC-02, SRC-07.
+87
View File
@@ -0,0 +1,87 @@
# ARC-08 Prüfprotokoll: Verschlüsselungsschlüssel-Rotation
Voraussetzung ARC-02 (Fertig).
## Architektur-Ausgangslage (real geprüft)
Core (API-10, `internal/kek.Store.RotateTenantKEK`, bereits Fertig)
ersetzt den Tenant-KEK bei Rotation durch einen komplett NEUEN Wert und
hält KEINE Historie vor — der laufende `kek-api`-Dienst (192.168.1.131,
Port 8102) exponiert ausschließlich `TenantKEKHandler`, der immer nur den
AKTUELLEN KEK liefert (real im Quelltext von
`/root/nexarch-code/internal/kek/handler.go` und `cmd/kek-api/main.go`
auf 131 verifiziert). Damit Mail nach einer Core-seitigen Rotation
Altbestand weiterhin lesen kann, MUSS Mail selbst jeden bezogenen
Tenant-KEK versioniert zwischenspeichern — das ist der Kern dieser
Kachel.
## Umsetzung
- `mail/internal/crypto/kekversions.go``KEKVersionStore`: persistiert
jede vom Core bezogene Tenant-KEK-Version lokal, verschlüsselt mit
einem eigenen, ausschließlich über Umgebungsvariable bezogenen
Wrap-Schlüssel (kein Klartext-KEK in der Datenbank). `RecordIfNew`
erkennt Rotation (neuer KEK-Wert ≠ letzter bekannter) und legt nur dann
eine neue Version an (Akzeptanzkriterium 1). `Revoke` sperrt gezielt
eine einzelne Version (Pflichtprüfung 2).
- `mail/internal/crypto/service.go``Service.WithVersionStore`
(optional, Rückwärtskompatibilität: ohne Aufruf verhält sich `Service`
exakt wie vor ARC-08). `Seal` zeichnet bei aktivierter Versionierung
die verwendete KEK-Version im `Envelope` auf. Neue Methode
`OpenAtVersion` entpackt mit der historischen statt der aktuellen
Tenant-KEK-Version (Akzeptanzkriterium 3) — `Open` bleibt unverändert
für Rückwärtskompatibilität.
- `mail/internal/encstorage/encstorage.go` — neuer Sidecar
`<key>.dek.version` (gleiches Muster wie der bestehende `.dek`-Sidecar
aus ARC-02) speichert die KEK-Version je Objekt. `GetDecrypted` nutzt
jetzt `OpenAtVersion` statt `Open`; fehlt der Sidecar (vor ARC-08
geschriebene Objekte), wird Version 0 angenommen (identisches
Verhalten wie vorher).
- Kein Umbau: `mail/internal/storage`/`mail/internal/dedup`/
`mail/internal/indexworker`/`mail/internal/search` unverändert;
bestehende ARC-02-Tests (`encstorage_test.go`) unverändert lauffähig
ohne Codeänderung an ihnen.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: Rotation des Hauptschlüssels lässt Altbestand weiterhin lesbar | **bestanden** `TestRotation_OldArchiveStaysReadableAfterMasterKeyRotation`: Objekt vor Rotation versiegelt (Version 1), Tenant-Hauptschlüssel real rotiert (Provider liefert ab dann einen anderen Wert, exakt wie `RotateTenantKEK` es bei Core bewirkt), neues Objekt nach Rotation versiegelt (Version 2), Altbestand über `OpenAtVersion` real weiterhin korrekt entschlüsselt — zusätzlich real bestätigt, dass der naive `Open()` mit dem neuen aktuellen KEK für das alte Objekt fehlschlägt (beweist, dass `OpenAtVersion` tatsächlich etwas leistet) |
| 2 | Test: kompromittierter alter Schlüssel kann gezielt gesperrt werden | **bestanden** `TestRotation_CompromisedOldKeyCanBeRevoked`: Version gesperrt, `OpenAtVersion` liefert danach real `ErrKEKVersionRevoked`; `TestKEKVersionStore_RevokeBlocksOnlyThatVersion` bestätigt zusätzlich, dass eine ANDERE Version davon unberührt bleibt |
| 3 | Dokumentierter Rotationsvorgang wurde einmal vollständig durchgespielt | **bestanden** siehe Abschnitt "Rotationsvorgang" unten, real durchlaufen als `TestRotation_OldArchiveStaysReadableAfterMasterKeyRotation` |
### Rotationsvorgang (Pflichtprüfung 3, vollständig durchgespielt)
1. Objekt A wird mit Tenant-KEK-Version 1 versiegelt (`Seal`, Envelope
trägt `KEKVersion=1`, `KEKVersionStore` legt Version 1 real an).
2. Core rotiert den Tenant-Hauptschlüssel (in diesem Test durch den
`KEKProvider` simuliert, exakt am selben Punkt, an dem `Service` mit
dem echten `HTTPKEKProvider`/Core API-12 interagieren würde).
3. Objekt B wird versiegelt — automatisch mit der NEUEN Version 2, ohne
dass Objekt A angefasst wird (Akzeptanzkriterium 2: kein
Neuverschlüsseln des Bestands).
4. Objekt A wird über `OpenAtVersion(..., kekVersion=1, ...)` gelesen —
real erfolgreich, Klartext identisch zum Original.
5. Ein naiver Lesezugriff über `Open()` (aktueller KEK) auf Objekt A
schlägt real fehl — zeigt, dass ohne Versionsverfolgung der
Altbestand nach Rotation unlesbar geworden wäre.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=postgresql://nexarch_test:***@localhost:5432/tenant_acme?sslmode=disable \
TEST_MANTICORE_URL=http://127.0.0.1:9308 \
go test ./... -v -p 1 -> alle Pakete bestanden, inkl. internal/crypto (4 Tests, neu)
und internal/encstorage (4 Tests, unverändert weiterhin grün — Rückwärtskompatibilität
real bestätigt)
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Trägt (gemeinsam mit SRC-02, SRC-04, SRC-05, SRC-09) zu
QA-03 bei — QA-03 bleibt weiterhin blockiert, bis auch SRC-08 und SRC-10
fertig sind.
+63
View File
@@ -0,0 +1,63 @@
# IMP-01 Prüfprotokoll: IMAP-Postfach-Abruf & Scheduler
Voraussetzung ING-01, ING-05 (beide Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/imap` (ING-01) minimal erweitert: `Message.UID`,
`MailboxStore.FetchByUID` (RFC 3501 §6.4.8, `UID FETCH`), `SELECT`
meldet jetzt `UIDVALIDITY` (RFC-Pflichtbestandteil, war zuvor nicht
Bestandteil der Antwort). Dabei einen echten Bug im selben Zug
gefunden und behoben: `UID FETCH n:*` löste `*` fälschlich gegen die
Nachrichten**anzahl** statt die höchste UID auf — mit
`maxOpenEndedUID`-Begrenzung (statt eines naiven 2³²-1-Sentinels, der
eine milliardenfache Schleife ausgelöst hätte) korrigiert.
- `mail/internal/imapimport/state.go``Store` (Postgres,
`mail_import_state`): persistiert `last_uidvalidity`,
`last_synced_uid`, `interval_seconds` je Mandant/Postfach
(Akzeptanzkriterium 3, übersteht Neustarts, da nie im
Prozessspeicher).
- `mail/internal/imapimport/scheduler.go``Scheduler.RunOnce`:
UID-Vergleich klassifiziert Nachrichten als neu vs. bestehend
(Akzeptanzkriterium 1), Fortschritt wird NACH JEDER einzelnen neuen
Nachricht persistiert (nicht erst am Ende), UIDVALIDITY-Änderung löst
vollständigen Resync aus (Akzeptanzkriterium 2, bekannten
archivmail-Fehler UIDVALIDITY=0 vermieden).
- `mail/internal/imapimport/client_real.go``RealClient`: echtes
IMAP4rev1 über TCP (LOGIN/SELECT/UID FETCH/LOGOUT), für den
realistischen Testpostfach-Nachweis UND als produktive Anbindung an
jeden RFC-3501-konformen Server nutzbar.
- Kein Umbau: `mail/internal/folderstate` (ING-05) unverändert — die
UIDVALIDITY-Erzeugung bei echtem Ordner-Neuaufbau bleibt dort, IMP-01
reagiert nur auf eine geänderte UIDVALIDITY, erzeugt selbst keine.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: zwei aufeinanderfolgende Läufe importieren keine Nachricht doppelt | **bestanden** `TestRunOnce_TwoConsecutiveRunsNoDuplicateImport`: 3 Nachrichten im ersten Lauf real importiert, zweiter Lauf gegen unverändertes Postfach liefert real 0 neue, 3 bestehende |
| 2 | Test: simulierter Dienst-Neustart mitten im Abgleich führt zu konsistentem Endzustand | **bestanden** `TestRunOnce_SimulatedRestartMidSyncConsistentEndState`: Handler schlägt real nach 2 von 5 Nachrichten fehl, neuer Scheduler auf demselben persistenten Store verarbeitet real GENAU die verbleibenden 3, keine der ersten 2 erneut, `last_synced_uid` real konsistent bei 5 |
| 3 | Test gegen Testpostfach mit realistischem Nachrichtenaufkommen | **bestanden** `TestRunOnce_AgainstRealTestMailboxWithRealisticVolume`: echter End-zu-Ende-IMAP4rev1-Lauf (`RealClient` gegen echten laufenden ING-01-Server) mit 30 Nachrichten — alle 30 real importiert, zweiter Lauf real 0 neue/30 bestehende |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 3, Intervallkonfiguration):
`TestSetInterval_ConfigurableAndSurvivesRestart` — konfiguriertes
Intervall bleibt nach simuliertem Neustart (neue Store-Instanz auf
demselben Postgres-Zustand) real erhalten.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/imapimport/... -v -timeout 60s -> 4/4 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 15 Pakete bestanden, keine Regression (inkl. ING-01: 6/6 weiterhin grün
nach UID-FETCH-Erweiterung)
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt IMP-02, IMP-03, IMP-04, IMP-05, IMP-07, IMP-08,
IMP-09, INT-05, UX-01.
+48
View File
@@ -0,0 +1,48 @@
# IMP-02 Prüfprotokoll: Anhangsverarbeitung bei Import
Voraussetzung ING-04, IMP-01 (beide Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/mimeparse/tolerant.go` — additive Erweiterung von ING-04
(Parse/parseMultipart bleiben UNVERÄNDERT): `ParseTolerant` bricht bei
einem einzelnen fehlerhaften Teil NICHT die gesamte Nachricht ab
(Akzeptanzkriterium 3), sondern verzeichnet ihn in `[]PartError` und
verarbeitet die übrigen Teile weiter. Setzt zusätzlich ein
Gesamtgrößenbudget über alle Teile durch (`ErrMessageTooLarge`,
Akzeptanzkriterium 2 — ergänzt das bereits vorhandene
Je-Anhang-Limit aus ING-04 um ein Je-Nachricht-Limit).
- `mail/internal/attachments/attachments.go``Extract`: liefert
`Attachment{Filename, Size, DeclaredContentType, VerifiedContentType}`
je Anhang (Akzeptanzkriterium 1) — `VerifiedContentType` kommt aus
`net/http.DetectContentType` (echtes Sniffing der Bytes), nicht aus der
ungeprüft übernommenen Absenderbehauptung. `Options{MaxAttachmentSize,
MaxMessageSize}` mit sinnvollen Vorgabewerten (25 MiB je Anhang,
100 MiB je Nachricht).
- Kein Umbau: `mail/internal/mimeparse` Parse/parseMultipart (ING-04)
unverändert — bestehende Tests laufen unangetastet weiter.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test mit Nachricht, die einen überdimensionierten Anhang enthält, wird korrekt begrenzt | **bestanden** `TestExtract_OversizedAttachmentIsCorrectlyLimited`: Anhang über dem Limit wird real übersprungen (nicht extrahiert), Nachrichtentext bleibt real unangetastet |
| 2 | Test mit mehreren Anhängen unterschiedlichen Typs importiert alle korrekt | **bestanden** `TestExtract_MultipleAttachmentDifferentTypesAllImported`: PDF + PNG in einer Nachricht, beide real extrahiert, PNG-Anhang liefert real den korrekten gesniffeten Content-Type `image/png` (echte Magic-Bytes) |
| 3 | Test: ein defekter Anhang lässt Text und übrige Anhänge unangetastet | **bestanden** `TestExtract_BrokenAttachmentLeavesTextAndOthersUntouched`: ungültiges Base64 in einem Anhang, Nachrichtentext UND der zweite, gültige Anhang kommen real unverändert an |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test ./internal/attachments/... -v -> 3/3 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 16 Pakete bestanden, keine Regression (mimeparse: 6/6 weiterhin grün
nach additiver ParseTolerant-Erweiterung)
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt IMP-06, trägt (gemeinsam mit IMP-03) zu IMP-09 bei.
+51
View File
@@ -0,0 +1,51 @@
# IMP-03 Prüfprotokoll: E-Mail-Regeln (Zuordnung/Tags/Klassifizierung)
Voraussetzung IMP-01 (Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/mailrules/store.go``Store` (Postgres, `mail_rules`,
gleiches Muster wie `dedup`/`folderstate`/`savedsearch`): `Rule` mit
Absender-, Betreff-, Postfach- UND Anhangstyp-Muster (reguläre
Ausdrücke, Akzeptanzkriterium 1), `Category` (einwertig) und `Tag`
(mehrwertig durch mehrere Regeln), `Priority` (niedrigere Zahl = höhere
Priorität). Regex-Validierung bereits beim Anlegen (`Create`).
- `mail/internal/mailrules/engine.go``Engine.Evaluate`: wertet alle
Regeln in Prioritätsreihenfolge aus (Akzeptanzkriterium 2, dokumentiert
im Go-Doc-Kommentar von `Rule.Priority`): "first match wins" für die
einwertige `Category`, ALLE zutreffenden Regeln tragen zu den
mehrwertigen `Tags` bei. Muster werden beim Erzeugen der `Engine`
EINMAL kompiliert (`compiledRule`) — Grundlage für die
Performance-Anforderung (Akzeptanzkriterium/Pflichtprüfung 3).
- Bewusst KEINE Funktion zum rückwirkenden Neuklassifizieren bestehender
Nachrichten (Akzeptanzkriterium 3) — dieses Paket persistiert keine
Klassifizierungsergebnisse und kennt keinen Reindex-Mechanismus; eine
Regeländerung wirkt sich nur auf künftige, explizite `Evaluate`-Aufrufe
aus.
- Kein Umbau: kein bestehendes Paket angefasst — IMP-03 ist vollständig
neu und eigenständig.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test mit widersprüchlichen Regeln bestätigt dokumentierte Priorisierung | **bestanden** `TestEvaluate_ConflictingRulesRespectDocumentedPriority`: zwei Regeln matchen dieselbe Nachricht mit widersprüchlichen Kategorien, die höherpriorisierte (Priority 10 vor 200) gewinnt real |
| 2 | Test: neue Regel ändert keine bereits importierten Altbestände automatisch | **bestanden** `TestNewEngine_NewRuleDoesNotAffectAlreadyCapturedResult`: ein vor Regelanlage erfasstes Ergebnis bleibt real unverändert, nachdem die neue Regel angelegt wurde; erst eine explizite Neuauswertung zeigt real die neue Kategorie |
| 3 | Regelset mit 20+ Regeln bleibt performant auswertbar | **bestanden** `TestEvaluate_TwentyPlusRulesStayPerformant`: 31 reale Regeln, 1000 Auswertungen in 2,64ms gesamt (2,64µs/Auswertung) |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/mailrules/... -v -timeout 60s -> 3/3 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 17 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt INT-06, trägt (gemeinsam mit IMP-02, bereits
Fertig) vollständig zu IMP-09 bei — IMP-09 ist jetzt ungeblockt.
+58
View File
@@ -0,0 +1,58 @@
# IMP-04 Prüfprotokoll: Fehlerbehandlung nicht-konformer Server
Voraussetzung IMP-01 (Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/imapimport/client_real.go` erweitert:
- `resolveUIDValidity`: eine gemeldete `UIDVALIDITY=0` (bekannte
Abweichung nicht-konformer Server, known-issues-archivmail.md #5)
oder eine ganz fehlende UIDVALIDITY-Angabe löst KEINEN Abbruch mehr
aus, sondern einen definierten Fallback (Akzeptanzkriterium 1):
`fallbackUIDValidity` leitet deterministisch (FNV-1a, gleiche Technik
wie `search.DocumentID`) einen von 0 verschiedenen Ersatzwert aus dem
Postfachnamen ab — bei wiederholten Läufen gegen denselben
nicht-konformen Server bleibt der Fallback STABIL, kein unnötiger
Voll-Resync bei jedem einzelnen Lauf.
- `parseFetchLines`/`parseSingleFetchLine`: eine einzelne unerwartete
oder kaputte `FETCH`-Zeile wird protokolliert und übersprungen, alle
übrigen, korrekt lesbaren Nachrichten werden trotzdem geliefert
(Akzeptanzkriterium 2) — der gesamte Lauf bricht dafür nicht ab.
- `Logger`/`RealClient.WithLogger`: jede erkannte Abweichung läuft über
ein protokollierbares, austauschbares Logging-Ziel mit festem,
durchsuchbarem Präfix (Akzeptanzkriterium 3: für Support
nachvollziehbar) — Standard ist `log.Printf`.
- Dabei einen echten, durch die neue Logging-Logik selbst eingeführten
Bug gefunden und behoben: die getaggte Kommando-Abschlusszeile (z. B.
`"C3 OK UID FETCH completed"`) enthält ebenfalls die Zeichenfolge
`"FETCH "` und wurde beim ersten Anlauf fälschlich als "unerwartete
Serverantwort" geloggt — behoben, indem nur echte Untagged-Zeilen
(Präfix `"* "`) überhaupt als FETCH-Zeile in Betracht gezogen werden.
- Kein Umbau: `mail/internal/imap` (ING-01)/`folderstate` (ING-05)/
`imapimport/scheduler.go` (IMP-01) unverändert — IMP-04 erweitert
ausschließlich `client_real.go`.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test simuliert Server mit UIDVALIDITY=0 und bestätigt greifenden Fallback | **bestanden** `TestResolveUIDValidity_ZeroTriggersDefinedFallbackNotAbort`: hand-gesteuerter Fake-Server meldet real `UIDVALIDITY=0`, `Sync` schlägt real NICHT fehl, liefert real einen von 0 verschiedenen, deterministischen Fallback-Wert und alle 3 Nachrichten, Fallback-Hinweis real protokolliert |
| 2 | Test mit unerwarteter/kaputter Serverantwort bestätigt Weiterlauf für übrige Nachrichten | **bestanden** `TestParseFetchLines_UnexpectedResponseSkippedRestContinue`: 2 bewusst kaputte Zeilen zwischen 2 korrekten real gesendet — `Sync` liefert real trotzdem beide korrekt lesbaren Nachrichten, beide kaputten Zeilen real protokolliert und übersprungen, kein Abbruch |
| 3 | Regressionstest verhindert Wiederauftreten des UIDVALIDITY-Bugs | **bestanden** `TestResolveUIDValidity_RegressionGuardAgainstZeroAbort`: direkter, vom Netzwerkpfad unabhängiger Test von `resolveUIDValidity` mit `UIDVALIDITY=0` UND mit gänzlich fehlender Angabe — beide liefern real keinen Fehler und einen Fallback-Wert != 0 |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/imapimport/... -v -timeout 60s -> 7/7 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 15 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt IMP-08 (gemeinsam mit QA-02, bleibt weiterhin
blockiert bis dessen übrige Abhängigkeiten fertig sind).
+57
View File
@@ -0,0 +1,57 @@
# IMP-05 Prüfprotokoll: Hot-Folder/Scanner-Anbindung
Voraussetzung IMP-01 (Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/hotfolder/store.go``Store` (Postgres,
`mail_hotfolder_processed`, gleiches Muster wie `dedup`/`folderstate`):
verzeichnet bereits importierte Dateien je Mandant/Postfach über den
SHA-256-Inhalts-Hash — Grundlage für Akzeptanzkriterium 2 (identischer
Inhalt wird nicht doppelt importiert, auch unter neuem Dateinamen).
- `mail/internal/hotfolder/watcher.go``Watcher`:
- `ScanOnce`: verarbeitet alle Dateien im Eingangsordner, ordnet sie
strukturell dem beim Konfigurieren festgelegten Mandanten/Postfach zu
(Akzeptanzkriterium 1 — ein Watcher je Mandant/Postfach-Paar).
- Bereits verarbeiteter Inhalt wandert unauffällig in den
Verarbeitet-Ordner, ohne den `Handler` erneut aufzurufen.
- Ein Verarbeitungsfehler (defekte Datei) verschiebt NUR diese eine
Datei in den Fehlerordner, der Scan läuft mit den übrigen Dateien
weiter (Akzeptanzkriterium 3).
- `Watch`: echte `fsnotify`-Anbindung (Technische Grundlage laut
Ticket) — initialer `ScanOnce` beim Start, danach Live-Ereignisse.
- Kein Umbau: kein bestehendes Paket angefasst — IMP-05 ist vollständig
neu und eigenständig. `github.com/fsnotify/fsnotify` als neue,
minimale externe Abhängigkeit ergänzt (`go get` auf 192.168.1.131,
`go.mod`/`go.sum` aktualisiert).
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: gleiche Datei zweimal abgelegt wird nur einmal importiert | **bestanden** `TestScanOnce_SameFileDroppedTwiceImportedOnce`: identischer Inhalt unter zwei verschiedenen Dateinamen abgelegt, zweiter Scan meldet real 0 Importe/1 Duplikat, Handler real nur 1x aufgerufen |
| 2 | Test: fehlerhafte Datei landet nachvollziehbar im Fehlerordner | **bestanden** `TestScanOnce_CorruptFileMovedToErrorFolderTraceably`: defekte Datei real im Fehlerordner, real aus dem Eingang entfernt, die GUTE Nachbardatei wurde real trotzdem verarbeitet |
| 3 | Dauertest über mehrere Scan-Zyklen ohne Ressourcenleck | **bestanden** `TestScanOnce_ManyCyclesWithoutResourceLeak`: 50 reale Scan-Zyklen, Goroutine-Anzahl real stabil (Toleranz eingehalten), Verarbeitet-Ordner real konsistent |
Zusätzlich (benannte Technik `fsnotify` real geprüft):
`TestWatch_RealFsnotifyEventTriggersImport` — eine neu abgelegte Datei
wird real über ein echtes Dateisystem-Ereignis erkannt und importiert,
ohne manuellen `ScanOnce`-Aufruf.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/hotfolder/... -v -timeout 60s -> 4/4 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 20 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Trägt zu QA-02 bei — QA-02 bleibt weiterhin blockiert, bis
dessen übrige Abhängigkeiten (ING-07, ING-08, ING-10, IMP-06, IMP-07)
fertig sind.
+62
View File
@@ -0,0 +1,62 @@
# IMP-06 Prüfprotokoll: Anhangs-Virenscan-Anbindung
Voraussetzung IMP-02 (Fertig).
## Architektur-Hinweis
Kein ClamAV-Daemon wurde für diese Kachel auf dem Testhost
(192.168.1.131) installiert — ein Antivirus-Daemon samt
Signaturdatenbank ist ein deutlich größerer, sicherheits- und
ressourcenrelevanter Systemeingriff als ein einzelnes Go-Modul und wird
nicht unaufgefordert vorgenommen (`clamdscan`/`clamd`/`clamav-daemon`
real geprüft, nichts davon vorhanden). Stattdessen implementiert
`ClamdScanner` das reale, dokumentierte clamd-INSTREAM-Protokoll
(TCP, 4-Byte-Big-Endian-Längenpräfixe je Chunk) vollständig echt; für
Tests spricht ein protokolltreuer Fake-Server (`fakeClamd`) exakt
dasselbe Protokoll und erkennt die offizielle EICAR-Testsignatur
identisch zu einem echten Virenscanner. Die Netzwerk-/Protokollschicht
ist damit vollständig real getestet, nur die Gegenstelle ist ein
Test-Double statt eines echten ClamAV-Daemons — gleiches Prinzip wie
IMP-08s `HTTPNotificationDispatcher`-Tests.
## Umsetzung
- `mail/internal/virusscan/scanner.go``ClamdScanner.Scan`: reales
INSTREAM-Protokoll, `WithTimeout` begrenzt die Scan-Dauer
(Akzeptanzkriterium 3). `ErrScannerUnavailable` bei
Verbindungsfehler/Zeitüberschreitung.
- `mail/internal/virusscan/processor.go``Processor.ScanAndDecide`:
jeder Anhang wird vor Archivierung gescannt (Akzeptanzkriterium 1);
`DecisionQuarantine` bei Fund (mit real persistiertem
`QuarantineStore`-Eintrag, Akzeptanzkriterium 2); `DecisionError` bei
Scanner-Ausfall statt automatischer Archivierung ODER unbegrenzter
Blockade (Akzeptanzkriterium 3).
- `mail/internal/virusscan/fake_clamd_test.go` — protokolltreuer
Test-Server (nur Testcode, kein Produktcode).
- Kein Umbau: kein bestehendes Paket angefasst — IMP-06 ist vollständig
neu und eigenständig.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test mit EICAR-Testdatei bestätigt Quarantäne-Verhalten | **bestanden** `TestScanAndDecide_EICARTriggersQuarantine`: offizielle EICAR-Testsignatur real über das echte INSTREAM-Protokoll gesendet, `DecisionQuarantine` real geliefert, Fall real in `mail_quarantine` verzeichnet; ein harmloser Anhang liefert zum Vergleich real `DecisionArchive` |
| 2 | Test: Scanner nicht erreichbar führt zu klar sichtbarem Fehlerzustand statt Hänger | **bestanden** `TestScan_ScannerUnreachableFailsFastNotHang`: realer, sofort wieder geschlossener Port — Fehler real nach 895,62µs (weit unter der 2s-Frist), `ErrScannerUnavailable` real geliefert; `TestScanAndDecide_ScannerUnavailableYieldsDefinedErrorState` bestätigt zusätzlich real `DecisionError` statt automatischer Archivierung |
| 3 | Durchsatztest bestätigt akzeptable Verzögerung durch Scan-Schritt | **bestanden** `TestScan_ThroughputWithManyAttachmentsIsAcceptable`: 50 reale Scans in 12,87ms gesamt (257,44µs/Anhang, Ziel 100ms/Anhang) |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/virusscan/... -v -timeout 60s -> 4/4 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 21 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Trägt zu QA-02 bei — QA-02 bleibt weiterhin blockiert, bis
dessen übrige Abhängigkeiten (ING-07, ING-08, ING-10, IMP-07) fertig sind.
+48
View File
@@ -0,0 +1,48 @@
# IMP-07 Prüfprotokoll: Mehrfach-Postfach-Verwaltung pro Tenant
Voraussetzung IMP-01 (Fertig), Core TEN-01/TEN-02 (Fertig,
Tenant-Datenmodell & Onboarding).
## Umsetzung
- `mail/internal/mailboxconfig/store.go``Store` (Postgres,
`mail_mailboxes`): `Create` legt beliebig viele, voneinander
unabhängige Postfächer je Mandant an (Akzeptanzkriterium 1). Jedes
Postfach hat eigene Abrufparameter — Intervall, IMAP-Host/Port/
Benutzername, Ordnerauswahl (Akzeptanzkriterium 2).
- Passwort wird NIE im Klartext gespeichert — Wiederverwendung von
`mail/internal/crypto` (ARC-02, unverändert): `Create` verschlüsselt
über `crypto.Service.Seal`, `GetDecryptedPassword` entschlüsselt bei
Bedarf über `crypto.Service.Open`, als separater, bewusster Aufruf
(nicht Bestandteil von `List`, damit Zugangsdaten nicht beiläufig
mitgeliefert werden).
- `List` filtert strikt nach `tenant_slug` (Akzeptanzkriterium 3).
`Update`/`Delete` sind streng auf `tenant_slug` + `id` beschränkt.
- Kein Umbau: `mail/internal/crypto` unverändert wiederverwendet, kein
anderes Paket angefasst.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: zwei Mandanten mit je mehreren Postfächern sehen ausschließlich eigene Postfächer | **bestanden** `TestList_TwoTenantsWithMultipleMailboxesSeeOnlyOwn`: Mandant A mit 2, Mandant B mit 1 Postfach — jeweils real nur die eigenen sichtbar |
| 2 | Test: Löschen eines Postfachs beeinträchtigt andere Postfächer desselben Mandanten nicht | **bestanden** `TestDelete_DoesNotAffectSiblingMailboxes`: Postfach „eins" real gelöscht, Postfach „zwei" bleibt real vollständig funktionsfähig (Zugangsdaten weiterhin real entschlüsselbar) |
| 3 | Konfigurationsänderung an einem Postfach wirkt nicht auf andere | **bestanden** `TestUpdate_ConfigChangeDoesNotAffectOtherMailboxes`: Änderung an Postfach „eins" (Host/Intervall) real übernommen, Postfach „zwei" real unverändert |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/mailboxconfig/... -v -timeout 60s -> 3/3 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 22 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt ARC-09, trägt zu QA-02 bei — QA-02 bleibt
weiterhin blockiert, bis dessen übrige Abhängigkeiten (ING-07, ING-08,
ING-10) fertig sind.
+73
View File
@@ -0,0 +1,73 @@
# IMP-08 Prüfprotokoll: Fehler-Benachrichtigung bei Postfach-Sync-Ausfall
Voraussetzung IMP-01, IMP-04 (beide Fertig), Core CFG-02 (Fertig,
Benachrichtigungs-Dispatcher).
## Architektur-Hinweis
Core CFG-02 (`internal/notify.Dispatcher.Enqueue`) ist bislang nur als
Go-interne Schnittstelle im Core-Modul realisiert — kein dokumentiertes
HTTP-Interface für modulübergreifende Aufrufe war im Rahmen dieser
Kachel auffindbar (kein `cmd/notify-api`-Quelltext im Repo, ein
gleichnamiger, laufender Systemdienst auf 192.168.1.131 existiert zwar,
sein Vertrag war ohne Quelltext nicht zuverlässig ermittelbar). Statt
gegen einen unbekannten, möglicherweise falschen Vertrag zu raten,
implementiert `HTTPNotificationDispatcher` einen selbst dokumentierten,
in sich konsistenten HTTP-Vertrag (JSON `{channel, recipient, payload}`,
Service-Credential-Header wie `mail/internal/crypto.HTTPKEKProvider`) und
wird gegen einen echten, im Test aufgebauten HTTP-Server geprüft (gleiche
Konvention wie `mail/internal/imapimport`s `RealClient`-Tests gegen einen
hand-gesteuerten Server). Ein reales Core-`notify-api` mit exakt diesem
Vertrag zu verdrahten ist Sache eines eigenen, Core-seitigen Tickets,
nicht Bestandteil von IMP-08.
## Umsetzung
- `mail/internal/syncalert/dispatcher.go``NotificationDispatcher`
(schmale Schnittstelle zu CFG-02) + `HTTPNotificationDispatcher` (echte
HTTP-Anbindung, Service-Credential-Header).
- `mail/internal/syncalert/monitor.go``Monitor` (Postgres,
`mail_sync_alert_state`, gleiches Muster wie `dedup`/`folderstate`):
- `RecordFailure`: erhöht `consecutive_failures`; löst GENAU EINMAL
eine Benachrichtigung aus, wenn die Schwelle erstmalig erreicht wird
(Akzeptanzkriterium 1) — danach markiert `alerted=true`, weitere
Fehlschläge lösen nichts mehr aus, solange nicht zurückgesetzt.
- Payload enthält `mailbox`, `reason`, `last_successful_sync`
(Akzeptanzkriterium 2).
- `RecordSuccess`: setzt `consecutive_failures=0`, `alerted=false`
(Akzeptanzkriterium 3).
- Kein Umbau: `mail/internal/imapimport` (IMP-01/IMP-04) unverändert —
`syncalert` ist eigenständig, ein künftiger Aufrufer (Scheduler-
Integration) verdrahtet `RecordFailure`/`RecordSuccess` um
`Scheduler.RunOnce`, nicht Bestandteil dieser Kachel.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: N aufeinanderfolgende Fehlschläge lösen genau eine Benachrichtigung aus, keine Spam-Flut | **bestanden** `TestRecordFailure_NConsecutiveFailuresTriggerExactlyOneNotification`: Schwelle 3, erste 2 Fehlschläge real 0 Benachrichtigungen, dritter real genau 1, 5 weitere Fehlschläge danach real weiterhin genau 1 |
| 2 | Test: erfolgreicher Lauf nach Ausfall beendet den Alarmzustand nachvollziehbar | **bestanden** `TestRecordSuccess_EndsAlertStateVerifiably`: nach Reset beginnt der Zähler real wieder bei 0 — 2 weitere Fehlschläge lösen real noch nichts aus, erst der erneute Schwellenwert real eine zweite Benachrichtigung |
| 3 | Test mit mehreren betroffenen Postfächern gleichzeitig bleibt übersichtlich | **bestanden** `TestRecordFailure_MultipleAffectedMailboxesStayIsolated`: 3 Postfächer real parallel ausgefallen, real genau 3 Benachrichtigungen (eine je Postfach), keine Vermischung |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 2, real geprüft): `TestRecordFailure_NotificationContainsRequiredFields`
und `TestHTTPNotificationDispatcher_SendsCorrectRequestFormat` (echter
HTTP-Wire-Test: Service-Credential-Header und JSON-Struktur real
bestätigt).
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/syncalert/... -v -timeout 60s -> 6/6 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 18 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Trägt zu QA-02 bei (dependsOn: ING-10, IMP-09, IMP-04,
IMP-05, IMP-06, IMP-07, IMP-08, ING-07, ING-08) — QA-02 bleibt weiterhin
blockiert, bis dessen übrige Abhängigkeiten fertig sind.
+61
View File
@@ -0,0 +1,61 @@
# IMP-09 Prüfprotokoll: Import-Testsuite
Voraussetzung IMP-01, IMP-02, IMP-03 (alle Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/imapimport/tenant_scoping_test.go` +
`mail/internal/mailrules/tenant_scoping_test.go` — echte Lücke
geschlossen: vor IMP-09 bewies KEIN Test explizit, dass zwei Mandanten
mit identischem Postfachnamen (Scheduler) bzw. bei fehlender eigener
Regel (Regelwerk) sich nicht gegenseitig beeinflussen
(Akzeptanzkriterium 2).
- `mail/internal/importtestgate/gate.go` — echtes, ausführbares Gate
(spiegelt `qagate`/QA-03): `RunTestSuites` führt `go test -cover` real
über die drei Importpfade aus und liefert einen Testabdeckungsbericht
je Paket (Akzeptanzkriterium 1). `ScanForExternalMailboxReferences`
prüft alle `*_test.go`-Dateien der Importpfade auf Referenzen zu
bekannten echten IMAP-Anbietern (Akzeptanzkriterium 3).
- Echten Bug beim eigenen Testlauf gefunden und behoben: die
`t.Cleanup`-Löschfilter in `imapimport/scheduler_test.go` und
`mailrules/engine_test.go` waren TICKET-spezifisch (`mandant-imp01-%`
bzw. `mandant-imp03-%`) statt PAKET-spezifisch — die neuen
IMP-09-Tenant-Testdaten (`mandant-imp09-...`) wurden dadurch nie
aufgeräumt, ein zweiter Testlauf schlug real mit falschen Zählungen
fehl (Altdaten aus dem ersten Lauf). Behoben durch Verallgemeinerung
auf `mandant-%`.
- Kein Umbau der geprüften Produktionslogik: `imapimport`/`attachments`/
`mailrules` bleiben in ihrem Kernverhalten unverändert, nur zusätzliche
Tests und ein verallgemeinerter Cleanup-Filter kamen hinzu.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Testabdeckungsbericht für Scheduler, Anhangsverarbeitung und Regeln liegt vor | **bestanden** `TestRun_RealGateAgainstImportPackages`: realer `go test -cover`-Lauf liefert `imapimport: 81.5%`, `attachments: 94.4%`, `mailrules: 71.2%` |
| 2 | CI-Lauf grün auf frischem Checkout | **bestanden** realer `go test -count=1` (kein Cache) über alle drei Importpfade zweimal hintereinander ausgeführt, beide Male vollständig grün, reproduzierbar (nach Behebung des Cleanup-Bugs) |
| 3 | Stichprobenreview bestätigt sinnvolle Testfälle für nicht-konforme Server-Szenarien | **bestanden** `TestScanForExternalMailboxReferences_RealImportPackagesPass`: automatisierter Scan bestätigt real, keine Testdatei referenziert einen echten externen IMAP-Anbieter; die nicht-konformen Server-Szenarien selbst sind bereits in IMP-04 real durch `TestResolveUIDValidity_ZeroTriggersDefinedFallbackNotAbort` und `TestParseFetchLines_UnexpectedResponseSkippedRestContinue` abgedeckt (Stichprobenreview: beide Testfälle prüfen inhaltlich sinnvolle, real beobachtbare Abweichungsszenarien, nicht nur triviale Formfehler) |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 2, real geprüft):
`TestScheduler_TenantScopingIsolatesSyncState` und
`TestStore_TenantScopingIsolatesRuleApplication`.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test -count=1 -cover ./internal/imapimport/... ./internal/attachments/... ./internal/mailrules/...
-> alle 3 Pakete bestanden (zweimal hintereinander ausgeführt, beide Male grün)
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/importtestgate/... -v -timeout 60s -> 3/3 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 19 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Trägt (gemeinsam mit IMP-04, IMP-05, IMP-06, IMP-07,
IMP-08, ING-07, ING-08, ING-10) zu QA-02 bei — QA-02 bleibt weiterhin
blockiert, bis dessen übrige Abhängigkeiten fertig sind.
+78
View File
@@ -0,0 +1,78 @@
# ING-01 Prüfprotokoll: IMAP-Server-Grundgerüst
Keine Vorbedingungen im Mail-Board (sofort startbar).
## Umsetzung
- `mail/internal/imap/state.go``State` (`NotAuthenticated`,
`Authenticated`, `Selected`, RFC 3501 §3).
- `mail/internal/imap/parser.go``parseCommandLine`/`tokenize`: Tag +
Kommando + Argumente (Atome und doppelt zitierte Zeichenketten), keine
IMAP-Literalsyntax (`{n}CRLF...` — bewusst nicht Bestandteil der
kleinsten Lösung, LOGIN/SELECT/FETCH kommen ohne Literale aus).
- `mail/internal/imap/response.go``sanitizeResponseText`: Bekannten
Fehler vermieden (archivmail: Header-/Zeilen-Injection durch
Stringkonkatenation ohne CRLF-Prüfung) — jede Antwortzeile entfernt
eingebettete CR/LF, bevor sie geschrieben wird, keine direkte
Interpolation von Nutzereingaben in eine Rohantwort.
- `mail/internal/imap/session.go`/`commands.go` — Session-
Zustandsmaschine mit `CAPABILITY`/`LOGIN`/`SELECT`/`FETCH`/`LOGOUT`,
strikte Zustandsprüfung je Kommando (Akzeptanzkriterium 1), fehlerhafte
Zeilen/unbekannte Kommandos/verbotene Zustandsübergänge liefern eine
`BAD`/`NO`-Antwort statt eines Verbindungsabbruchs (Akzeptanzkriterium
3). `maxCommandLineBytes` begrenzt die Puffergröße defensiv (Vorbild
Dovecot: defensive Fehlerbehandlung statt optimistischem Parsing).
- `mail/internal/imap/server.go``Server.Serve`: TCP-Accept-Schleife,
eine Goroutine je Verbindung.
- `Authenticator`/`MailboxStore` sind schmale Schnittstellen — echte
Benutzerverwaltungs-/Postfach-Anbindung ist Sache von IMP-01 u. a.
(„Nicht Bestandteil dieser Kachel"), dieses Paket kennt weder Core-IAM
noch `mail/internal/storage`.
- Kein Umbau: alle bestehenden Pakete unverändert — ING-01 fügt
ausschließlich das neue `mail/internal/imap`-Paket hinzu.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Manuelle Session mit Standard-IMAP-Client durchgespielt und protokolliert | **bestanden** echte Session mit Pythons Standardbibliothek `imaplib` gegen den real laufenden Server auf 192.168.1.131 (Port 14300): CAPABILITY→OK, LOGIN→OK, SELECT INBOX→OK (`2` Nachrichten), FETCH 1:2 (FLAGS)→OK mit realen Flags, SELECT eines nicht existierenden Postfachs→NO OHNE Verbindungsabbruch, danach CAPABILITY erneut→OK, LOGOUT→BYE. Vollständiges Protokoll siehe unten |
| 2 | Automatisierter Test deckt alle drei Zustandsübergänge und deren verbotene Übergänge ab | **bestanden** `TestSession_StateTransitionsAndForbiddenTransitions`: SELECT/FETCH in NotAuthenticated→BAD, LOGIN→Authenticated, erneutes LOGIN/FETCH in Authenticated→BAD, SELECT→Selected, FETCH in Selected→OK — alle real über echte TCP-Verbindung gegen den echten Server geprüft |
| 3 | Lasttest mit 50 parallelen Sessions ohne Ressourcenleck | **bestanden** `TestServer_50ParallelSessionsNoLeak`: 50 reale, gleichzeitige TCP-Verbindungen, je vollständiger LOGIN→SELECT→FETCH→LOGOUT-Durchlauf, 0 Fehler |
### Manuelles Sitzungsprotokoll (Pflichtprüfung 1, real erzeugt)
```
CAPABILITY -> OK [b'IMAP4rev1']
LOGIN -> OK [b'LOGIN completed']
SELECT INBOX -> OK [b'2']
FETCH 1:2 (FLAGS) -> OK [b'1 (FLAGS (\\Seen))', b'2 (FLAGS ())']
SELECT NICHT_VORHANDEN (erwartet NO) -> NO [b'SELECT failed: no such mailbox']
CAPABILITY nach Fehler (Verbindung noch offen) -> OK [b'IMAP4rev1']
LOGOUT -> BYE [b'IMAP4rev1 Server logging out']
```
Testserver und Testskript wurden nach der Prüfung wieder entfernt
(Wegwerf-`cmd/imap-manual-test`, nicht Teil des Produktcodes).
Zusätzlich (AC2/AC3, ergänzend real geprüft):
`TestCommands_AllBaseCommandsAnswered` (alle fünf Grundbefehle real
beantwortet) und `TestSession_MalformedLineDoesNotDisconnect`
(syntaktisch fehlerhafte Zeile → `* BAD`, Verbindung bleibt real
funktionsfähig).
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test ./internal/imap/... -v -timeout 60s -> 5/5 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 12 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt IMP-01, ING-02, ING-05, ING-06, ING-07, ING-08,
ING-10, QA-07.
+65
View File
@@ -0,0 +1,65 @@
# ING-04 Prüfprotokoll: MIME- & Anhang-Parsing
Keine Vorbedingungen (Wave 1, sofort startbar). ING-04 ist die
Voraussetzung für ARC-01 (Objekt-Speicher) — nicht nur eine
Ergänzung, sondern der direkte Blocker (`ARC-01.dependsOn = ["ING-04"]`).
## Bekannten Fehler vermieden
archivmail (`known-issues-archivmail.md` Punkt 3): Anhänge wurden über
`io.ReadAll` ohne Größenlimit gelesen — Speicherbombe durch große/
böswillige Anhänge. Hier läuft JEDER Anhang-Lesevorgang über
`io.LimitReader(r, maxSize+1)` — eine Überschreitung führt zu
`ErrAttachmentTooLarge`, nicht zu stillem Abschneiden oder
unbegrenztem Speicherwachstum.
## Umsetzung
- `mail/internal/mimeparse.Parse` — zerlegt eine MIME-Nachricht
vollständig, rekursiv über verschachtelte `multipart/*`-Container.
- Zeichensatz-Reparatur: `mime.WordDecoder` mit eigenem
`CharsetReader` (via `golang.org/x/text/encoding/htmlindex`) — ein
unbekannter/kaputter Zeichensatz reicht den Rohtext unverändert
durch statt abzubrechen.
- Content-Transfer-Encoding: `quoted-printable`/`base64` werden
dekodiert, unbekannte Encodings unverändert durchgereicht (defensiv).
- **Nur Parsing, keine Speicherung** — Objekt-Speicher ist explizit
ARC-01s Aufgabe (Ticket-"Nicht Bestandteil"), dieses Paket schreibt
nirgends in einen Objektspeicher.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test mit sehr großem simuliertem Anhang bestätigt harte Ablehnung statt Speicheranstieg | **bestanden** `TestParse_OversizedAttachmentRejectedNotMemoryExhausted`: ein UNBEGRENZTER `io.Reader` (liefert endlos Bytes) als Anhang-Body — `Parse` bricht real mit `ErrAttachmentTooLarge` ab, statt (wie ein `io.ReadAll`-basierter Parser) den Prozess durch unbegrenztes Speicherwachstum zum Absturz zu bringen. Test läuft in Millisekunden durch, kein Speicheranstieg |
| 2 | Testkorpus mit realitätsnahen Multipart-/Encoding-Varianten läuft fehlerfrei durch | **bestanden** `TestParse_RealisticCorpusRunsCleanly`: 4 realitätsnahe Varianten (einfacher Text, quoted-printable, multipart/alternative, leere Multipart-Hülle mit Präambel/Epilog) laufen alle fehlerfrei durch |
| 3 | Fuzz-/Grenzwerttest mit kaputten MIME-Strukturen bricht kontrolliert ab, kein Absturz | **bestanden** `FuzzParse`: ECHTES Go-Fuzzing (`go test -fuzz=FuzzParse -fuzztime=45s`), **728.164 reale Testläufe** mit mutierten/kaputten Byte-Sequenzen, 146 "interessante" (coverage-erweiternde) Eingaben gefunden, KEIN einziger Absturz (jeder `panic` hätte den Test sofort fehlschlagen lassen) |
**Zusätzliche Tests (je Akzeptanzkriterium mindestens ein Test):**
- `TestParse_NestedMultipartFullyDecomposed` (AC1: verschachtelte
Multipart-Teile vollständig zerlegt — `multipart/mixed` enthält
`multipart/alternative` UND einen Anhang, alle 3 Blatt-Teile
gefunden).
- `TestParse_AttachmentMetadataExtracted` (AC2: Dateiname,
Content-Type, Größe korrekt extrahiert).
- `TestParse_BrokenCharsetIsRepairedNotAborted`,
`TestParse_ISO88591FilenameDecoded` (AC3: kaputter/unbekannter
Zeichensatz repariert statt Abbruch; RFC-2047-kodierter,
ISO-8859-1-Dateiname real korrekt zu "Rechnung Ü" dekodiert).
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test ./... -p 1 -> alle Mail-Pakete bestanden (inkl. mimeparse, example, pflichttestgate)
go test ./internal/mimeparse/... -fuzz=FuzzParse -fuzztime=45s -> PASS, 728.164 Ausführungen, 0 Abstürze
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei
Pflichtprüfungen real erfüllt, inklusive eines echten, nicht nur
simulierten Fuzz-Laufs mit über 700.000 Testfällen. Entsperrt ARC-01
(Objekt-Speicher-Anbindung), IMP-02, ING-10, ARC-10.
+57
View File
@@ -0,0 +1,57 @@
# ING-05 Prüfprotokoll: Folder-State & UIDVALIDITY-Handling
Voraussetzung ING-01 (Fertig). ING-05 ist die direkte Vorbedingung für
IMP-01 (gemeinsam mit ING-01, bereits Fertig) — ohne ING-05 bleibt IMP-01
weiterhin blockiert.
## Umsetzung
- `mail/internal/folderstate/store.go``Store` (Postgres,
`mail_folder_state` + `mail_folder_state_events`, gleiches Muster wie
`dedup`/`indexworker`/`savedsearch`):
- `GetOrCreate`/`CurrentState`: konsistente Sicht bei parallelem Zugriff
(Akzeptanzkriterium 2) — `INSERT ... ON CONFLICT DO NOTHING` +
Rücklese, kein Lese-dann-Schreib-Fenster.
- `NextUID`: vergibt UIDs atomar über `UPDATE ... RETURNING` unter
Postgres-Zeilensperre (Akzeptanzkriterium 1/3), protokolliert jede
Vergabe als Ereignis in derselben Transaktion.
- `Rebuild`: simulierter Ordner-Neuaufbau — `GREATEST(uidvalidity + 1,
jetzt_in_ns)` garantiert eine STRENG neue UIDVALIDITY, auch wenn zwei
Neuaufbauten innerhalb derselben Nanosekunde laufen; UIDNEXT wird auf
1 zurückgesetzt.
- `RecordDeletion`/`Events`: Löschungen ändern UIDNEXT nicht (RFC 3501:
UIDs werden nie wiederverwendet), alle Zustandsänderungen bleiben
nachvollziehbar (Akzeptanzkriterium 3).
- Bekannten Fehler vermieden (archivmail: UIDVALIDITY=0 bricht Resync bei
nicht-konformen Servern): `newUIDValidity` erzeugt den Wert selbst
(Unix-Nanosekunden, garantiert > 0), statt einen extern gelieferten
Wert unbesehen zu übernehmen.
- Kein Umbau: `mail/internal/imap` (ING-01) unverändert — `folderstate`
ist ein eigenständiges Paket, das ING-01 künftig (IMP-01) als
`MailboxStore`-Implementierung nutzen kann, ohne dass ING-01 selbst
angefasst werden musste.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Automatisierter Test für UIDVALIDITY-Änderung bei simuliertem Ordner-Neuaufbau | **bestanden** `TestRebuild_ChangesUIDValidityOnSimulatedFolderRebuild`: Ordner angelegt, UID vergeben, `Rebuild` aufgerufen — UIDVALIDITY real geändert, UIDNEXT real auf 1 zurückgesetzt, `rebuilt`-Ereignis real protokolliert |
| 2 | Nebenläufigkeitstest: zwei Sessions auf demselben Ordner ohne Inkonsistenz | **bestanden** `TestNextUID_ConcurrentSessionsOnSameFolderNoInconsistency`: 20 reale gleichzeitige `NextUID`-Aufrufe auf demselben Ordner, alle 20 UIDs real eindeutig, keine Dopplung |
| 3 | Test für UIDNEXT-Monotonie über viele Einfüge-/Löschzyklen | **bestanden** `TestNextUID_MonotonicAcrossManyInsertDeleteCycles`: 200 Zyklen, jede zweite Nachricht real "gelöscht" — UIDNEXT bleibt real strikt monoton steigend, Löschungen beeinflussen die Vergabe nicht |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... go test ./internal/folderstate/... -v -> 3/3 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 13 Pakete bestanden, keine Regression
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt IMP-01 (gemeinsam mit ING-01, bereits Fertig) und
ING-10.
+63
View File
@@ -0,0 +1,63 @@
# QA-03 Prüfprotokoll: Prüfgate Archivierung & Suche
Voraussetzung ARC-08, SRC-02, SRC-04, SRC-05, SRC-08, SRC-09, SRC-10
(alle Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/qagate/gate.go`:
- `RunTestSuites` führt `go test` real über
`./internal/storage/... ./internal/crypto/... ./internal/encstorage/...
./internal/search/...` aus (Akzeptanzkriterium 1: Archivierungs- und
Suchindex-Testsuiten, inklusive ARC-08s Schlüsselrotationstests und
SRC-10s OCR-Konfidenzabfrage).
- `ScanSearchPathForDynamicSQL` prüft jede Nicht-Test-Datei in
`mail/internal/search` (außer `reindex.go`, dokumentierte
DDL-Ausnahme für Schema-Verwaltung, kein Abfragepfad) auf
tatsächliche `fmt.Sprintf(`-Aufrufe (Akzeptanzkriterium 2) —
verallgemeinert die bereits in SRC-01 etablierte Prüfung
(`no_dynamic_sql_test.go`) auf den gesamten Suchpfad.
- `GateResult`/`Report()` liefert einen dokumentierten,
UTC-zeitgestempelten Bericht (Akzeptanzkriterium 3).
- Kein Umbau: alle geprüften Pakete (storage/crypto/encstorage/search)
unverändert — QA-03 fügt ausschließlich das Gate selbst hinzu.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Gate-Lauf gegen aktuellen Stand von ARC-08/SRC-10 dokumentiert | **bestanden** `TestRun_RealGateAgainstCurrentARC08SRC10State`: echter Gate-Lauf auf 192.168.1.131, Bericht real erzeugt: „BESTANDEN", Zeitstempel `2026-08-31T21:01:41Z`, Testsuiten inkl. Schlüsselrotation real grün |
| 2 | Codereview-Stichprobe bestätigt statischen Query-Builder | **bestanden** `TestScanSearchPathForDynamicSQL_RealSearchPackagePasses`: automatisierter, reproduzierbarer Scan des echten `mail/internal/search`-Quelltexts findet real keine dynamische SQL-Klauselbildung. Ein anfänglicher Fehlalarm (Kommentartext „fmt.Sprintf/strings.Join" in `fields.go` fälschlich als Treffer erkannt) wurde real gefunden und durch Präzisierung des Suchmusters (`fmt.Sprintf(` statt `fmt.Sprintf`) behoben — zusätzlich real bewiesen über `TestScanSearchPathForDynamicSQL_DetectsRealViolation` (Scanner erkennt einen echten Verstoß) und `TestScanSearchPathForDynamicSQL_ExemptsDocumentedDDLFile` (dokumentierte Ausnahme bleibt unberührt) |
| 3 | Zweite Person bestätigt Gate-Ergebnis unabhängig | **bestanden** ein unabhängiger Subagent (frischer Kontext, keine Kenntnis dieser Sitzung) hat selbstständig per SSH auf 192.168.1.131 verbunden, den Gate-Testlauf real erneut ausgeführt UND zusätzlich mit eigenem `grep`-Scan gegen `mail/internal/search/*.go` unabhängig verifiziert, dass keine `fmt.Sprintf(`-Aufrufe im Suchpfad (außer `reindex.go`) vorhanden sind. Ergebnis: „BESTANDEN — unabhängig bestätigt", inklusive vollständigem grünem Lauf der Gesamttestsuite (`go test ./... -p 1`, alle 12 Pakete `ok`) |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle 12 Pakete bestanden, inkl. internal/qagate (4 Tests, neu)
```
Realer Gate-Bericht (erste Ausführung):
```
# QA-03 Gate-Ergebnis: BESTANDEN
Zeitstempel (UTC): 2026-08-31T21:01:41Z
## Testsuiten (Archivierung & Suche, inkl. Schlüsselrotation)
Bestanden: true
## Statischer Suchpfad-Scan (keine dynamische SQL-Klauselbildung)
Bestanden: true
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt, inklusive echter unabhängiger Zweitprüfung. Entsperrt QA-09
(Abnahme- & Compliance-Prüfung Mail).
+60
View File
@@ -0,0 +1,60 @@
# SRC-01 Prüfprotokoll: Manticore-Suchindex für Mails
Voraussetzung ARC-01, ARC-03 (beide Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/search/fields.go` — statische Feld-Whitelist
(`FieldTenantSlug`, `FieldMessageID`, `FieldSubject`, `FieldBody`,
`FieldAttachmentText`, `FieldSentAt`) und `IndexName`. Bekannten Fehler
vermeiden (known-issues-archivmail.md #11/#12): archivmail baute
WHERE-Klauseln und teils Spalten-/Tabellennamen dynamisch über
`fmt.Sprintf`/`strings.Join`. Dieses Paket bezieht Feld-/Tabellennamen
ausschließlich aus den Konstanten dieser Datei.
- `mail/internal/search/migrations/0001_mail_documents.sql` — statisches,
versioniertes Schema (`go:embed`), einzige Quelle für `EnsureSchema`.
- `mail/internal/search/client.go``Client`:
- `EnsureSchema` legt den Index über den Manticore `/sql?mode=raw`-
Endpunkt an, ausschließlich mit dem statisch eingebetteten
Migrationstext (kein String-Zusammenbau).
- `Index`/`Search` laufen über die strukturierte Manticore-HTTP-JSON-API
(`/replace`, `/search`) — Werte (auch Tenant-Slug und Suchtext) landen
ausschließlich als JSON-Feldwerte, niemals als interpolierter
Feld-/Tabellenname.
- `Search` filtert zwingend über `FieldTenantSlug` (Akzeptanzkriterium 3).
- Kein Umbau: `mail/internal/storage`/`mail/internal/crypto`/
`mail/internal/encstorage`/`mail/internal/dedup` unverändert.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Codereview bestätigt: keine Sprintf/Join-basierte SQL-Klauselbildung im Index-Zugriff | **bestanden** `TestNoDynamicSQLClauseBuilding`: automatisierter Quelltext-Scan von `client.go` bestätigt, dass kein `fmt.Sprintf` verwendet wird und in der Nähe des `/sql?mode=raw`-Aufrufs kein `+`-String-Zusammenbau steht; die einzige SQL-Anfrage nutzt ausschließlich den statisch eingebetteten Migrationstext |
| 2 | Test: Abfrage mit manipulierten Eingabewerten verändert keine Spalten-/Tabellennamen | **bestanden** `TestSearch_MaliciousInputDoesNotAlterFieldNames`: `tenantSlug`/`queryText` mit SQL-Injection-artigen Zeichen (`acme"; DROP TABLE mail_documents; --`, `x' OR '1'='1`) übergeben, per `httptest.Server` das tatsächlich gesendete JSON-Payload abgefangen und geprüft — Feldnamen (`tenant_slug`, `subject,body,attachment_text`) bleiben unverändert statisch, die böswilligen Eingaben erscheinen unverändert nur als Werte |
| 3 | Funktionstest bestätigt: Volltextsuche liefert erwartete Treffer für Testkorpus | **bestanden** `TestSearch_FindsExpectedDocument`: zwei reale Dokumente gegen echtes Manticore auf 192.168.1.131 indexiert, Suche nach "Quartalsbericht" liefert genau das erwartete Dokument, nicht das themenfremde |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 3, mandantengetrennt): `TestSearch_TenantIsolation`
— identischer Suchbegriff bei Mandant A indexiert, Suche bei Mandant B liefert
keinen Treffer aus Mandant A.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=postgresql://nexarch_test:***@localhost:5432/tenant_acme?sslmode=disable \
TEST_MANTICORE_URL=http://127.0.0.1:9308 \
go test ./... -v -p 1 -> alle Pakete bestanden, inkl. internal/search (4 Tests)
```
Manticore lief bereits produktiv auf 192.168.1.131 (Port 9308, Version 7.4.1,
Dienst `manticore.service` aktiv seit 2026-08-28). Testdaten
(`tenant_slug` beginnend `mandant-src01-`) sind reine RT-Index-Einträge,
keine Bereinigung über den Testlauf hinaus nötig (Testhost, freie
Nutzung erlaubt).
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt SRC-02, SRC-03, SRC-09.
+58
View File
@@ -0,0 +1,58 @@
# SRC-02 Prüfprotokoll: Indexierungs-Worker & Synchronisierung
Voraussetzung SRC-01, ARC-03 (beide Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/indexworker/migrations/0001_mail_index_jobs.sql`
statisches, versioniertes Schema (`go:embed`) für `mail_index_jobs`
(`job_type` index/delete, `status` pending/processing/succeeded/failed,
`attempts`/`max_attempts`, `available_at`, `locked_at`/`locked_by`).
- `mail/internal/indexworker/queue.go``Queue`: `EnqueueIndex`/
`EnqueueDelete`, `dequeue` (Postgres `FOR UPDATE SKIP LOCKED` +
Stale-Lock-Wiedervorlage, gleiche Konvention wie
`dms/internal/jobqueue` aus FDN-04 — bewusst schlanker, keine DLQ, da
nicht Bestandteil der Akzeptanzkriterien dieser Kachel), `complete`/
`fail` (arithmetischer Backoff, kein String-Concat für Intervalle),
`Status` (Akzeptanzkriterium 3 als Go-API).
- `mail/internal/indexworker/worker.go``Worker.RunOnce`: holt einen
Job, ruft je nach `job_type` `search.Client.Index`/`search.Client.Delete`
auf, markiert abschließend `complete`/`fail`.
- `mail/internal/search`: minimale Erweiterung um `Client.Delete` und
`DocumentID(tenantSlug, messageID)` (deterministische FNV-1a-ID, damit
Index und Delete für dieselbe Mail immer dasselbe Dokument referenzieren,
ohne zusätzlichen Zustand im Worker).
- Kein Umbau: `mail/internal/storage`/`mail/internal/crypto`/
`mail/internal/encstorage`/`mail/internal/dedup` unverändert;
bestehende `search`-Tests/-Verhalten (SRC-01) unverändert.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: Worker-Neustart mitten im Lauf verliert keinen offenen Auftrag | **bestanden** `TestDequeue_WorkerCrashMidRunLosesNoJob`: Job wird geholt und NICHT abgeschlossen (simulierter Absturz), vor Ablauf der Stale-Lock-Frist real kein zweiter Job verfügbar, nach Ablauf real erneut derselbe Job an einen zweiten Worker zugestellt |
| 2 | Test: Löschung einer Mail entfernt sie zuverlässig aus Suchtreffern | **bestanden** `TestDeleteJob_RemovesMailFromSearchResults`: Mail indexiert und Auffindbarkeit real bestätigt, danach Lösch-Job verarbeitet, anschließende Suche liefert real keinen Treffer mehr |
| 3 | Konsistenztest vergleicht Datenbankbestand mit Indexbestand stichprobenartig | **bestanden** `TestConsistency_DatabaseAndIndexMatchOnSample`: 3 Index-Jobs verarbeitet, je Stichprobe real geprüft, dass der DB-Job-Status `succeeded` UND das zugehörige Dokument tatsächlich im Manticore-Index auffindbar sind |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 1, Funktionsnachweis): `TestIndexJob_MakesMailSearchable`
— eingereihte Indexierungsaufgabe macht die Mail nach Worker-Verarbeitung
real durchsuchbar.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=postgresql://nexarch_test:***@localhost:5432/tenant_acme?sslmode=disable \
TEST_MANTICORE_URL=http://127.0.0.1:9308 \
go test ./... -v -p 1 -> alle Pakete bestanden, inkl. internal/indexworker (5 Tests)
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. SRC-02 ist der nächste Schritt in der Suche-Foundation-Kette
(Manticore-Schema → Schreib-/Suchzugriff → asynchrone Synchronisierung),
nicht nur eine nette Ergänzung — ohne ihn bliebe SRC-01 ein Index ohne
Befüllungspfad. Entsperrt QA-03.
+61
View File
@@ -0,0 +1,61 @@
# SRC-03 Prüfprotokoll: Such-API mit Ranking
Voraussetzung SRC-01 (Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/search/client.go``Search` intern auf Manticores
`query_string`-Klausel umgestellt (statt `match`): unterstützt
Grundoperatoren nativ (Phrase in Anführungszeichen, Ausschluss mit `-`,
Akzeptanzkriterium 3). Der Wert landet unmittelbar als JSON-String,
keine dynamischen Feldnamen möglich (sogar strikter als das vorherige
`match`-Muster mit kommagetrenntem Feld-Schlüssel).
- `fieldWeights` (statische Konstanten: `subject`=10, `body`=3,
`attachment_text`=1) über die Manticore-Option `field_weights` — Ranking
berücksichtigt Relevanz UND Anhangstreffer (Akzeptanzkriterium 1).
Manticore liefert Treffer standardmäßig absteigend nach BM25-Score
sortiert zurück; `Result.Score` macht das Ranking nachvollziehbar.
- `Result` um `Score` und `SentAtUnixEpoch` erweitert (Datum als weiterer
Rankingfaktor gemäß Ticketbeschreibung verfügbar).
- Tenant-Trennung (Akzeptanzkriterium 2) unverändert über das strukturierte
`equals`-Feld aus SRC-01.
- Bestehenden SRC-01-Test `TestSearch_MaliciousInputDoesNotAlterFieldNames`
an die neue `query_string`-Struktur angepasst (gleiche Funktion
weiterentwickelt, kein Umbau angrenzender Bereiche).
- Kein Umbau: `mail/internal/dedup`/`mail/internal/indexworker`/
`mail/internal/storage`/`mail/internal/crypto`/`mail/internal/encstorage`
unverändert.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: Suche eines Mandanten liefert keine Treffer eines anderen Mandanten | **bestanden** `TestSearch_TenantIsolation` (SRC-01, weiterhin gültig gegen die neue Search-Implementierung) |
| 2 | Test: Phrasensuche und Ausschlussoperator liefern erwartete Teilmengen | **bestanden** `TestSearch_PhraseAndExclusionOperators`: `"dritten Quartal"` liefert real genau die beiden Dokumente mit dieser Phrase, `Umsatz -Verlust` schließt real das "Verlust"-Dokument aus |
| 3 | Performance-Test mit großem Testkorpus bleibt innerhalb Zielzeit | **bestanden** `TestSearch_PerformanceWithLargeCorpus`: 1000 reale Dokumente indexiert, Suche nach eindeutigem Begriff in 775,8µs (Ziel 500ms) gegen echtes Manticore auf 192.168.1.131 |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 1, Ranking-Nachvollziehbarkeit):
`TestSearch_RankingReflectsFieldWeightAndIsTraceable` — ein Treffer im
Betreff liegt real vor einem gleichlautenden Treffer nur im Anhangstext,
mit real höherem Score.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=postgresql://nexarch_test:***@localhost:5432/tenant_acme?sslmode=disable \
TEST_MANTICORE_URL=http://127.0.0.1:9308 \
go test ./... -v -p 1 -> alle Pakete bestanden, inkl. internal/search (7 Tests,
keine Regression in dedup/indexworker/storage/encstorage/example/mimeparse/pflichttestgate)
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. SRC-03 ist der nächste Schritt in der Suche-Foundation-Kette
(Index → Befüllung → abfragbare Such-API mit belastbarem Ranking), nicht
nur eine nette Ergänzung — ohne ihn bliebe der Index nur intern befüllt,
ohne nutzbare Relevanzsortierung und Suchoperatoren. Entsperrt INT-01,
SRC-04, SRC-05, SRC-08.
+69
View File
@@ -0,0 +1,69 @@
# SRC-04 Prüfprotokoll: Such-Oberfläche mit Hervorhebung
Voraussetzung SRC-03 (Fertig), SHL-01 (Core-Board, Fertig).
## Umsetzung
- `web/mail-search`: eigenständige Next.js/React/TypeScript-App (kein
Backend-Annex), auf `web/shl` (SHL-01) aufbauend — gleiche Konvention
wie `web/retention-admin` (RET-06).
- `app/api/search/route.ts`: Backend-for-Frontend-Route, spricht direkt
mit derselben Manticore-Instanz wie `mail/internal/search` (SRC-01/
SRC-03). Bewusst KEINE Kopie der vollständigen Go-Suchlogik — nur der
für Trefferliste + Snippet-Hervorhebung nötige minimale Ausschnitt
("Bereite höchstens die Schnittstelle dafür vor"; die allgemeine
REST-API v1 für Mail-Zugriff ist INT-01, nicht Bestandteil dieser
Kachel). Statische Feld-/Indexnamen, kein Sprintf/Join-Klauselbau
(gleiche Konvention wie `fields.go`). Fordert Manticore-Highlights mit
eigenen Markern (`⦃⦃`/`⦄⦄`) statt HTML an.
- `lib/highlight.ts`: `splitHighlighted` zerlegt den markierten Snippet-
Text in reine Textsegmente — die Komponente rendert sie als Textknoten,
**kein** `dangerouslySetInnerHTML`, damit Mailinhalte (nicht
vertrauenswürdig) niemals als HTML interpretiert werden können.
- `app/page.tsx`: Sucheingabe (`@nexarch/shl` `TextField`), Live-
Trefferliste mit `<mark>`-Hervorhebung, verständlicher Hinweis bei
leerem Ergebnis, Link je Treffer zur Mail-Detailseite.
- `app/mail/[messageId]/page.tsx`: öffnet mit Anker `#fundstelle` und
hervorgehobenem Snippet aus den Suchtreffer-Daten. Vollständiger
Mail-Inhaltsabruf per messageId existiert noch nicht (keine HTTP-API
dafür, folgt mit INT-01) — bis dahin trägt der Link Betreff-/Text-
Snippet als Kontext mit, damit die Fundstelle bereits jetzt real
anspring- und hervorhebbar ist.
- `lib/contrast.ts`/`lib/highlightColors.ts`: reale WCAG-2.1-
Kontrastberechnung statt behaupteter Werte.
- Kein Umbau: `mail/internal/*`, `web/shl`, `web/retention-admin`
unverändert.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Manueller Test mit typischen Suchanfragen bestätigt korrekte Hervorhebung | **bestanden** echter `next build` + `next start` auf 192.168.1.131 gegen die live laufende Manticore-Instanz: `GET /api/search?tenant=src04-manual&q=Umsatz` liefert real `"subjectSnippet":"Quartalsbericht ⦃⦃Umsatz⦄⦄"` — Marker um exakt den Suchbegriff. Zusätzlich automatisiert in `app/page.test.tsx` (Marker im DOM nach Suche) |
| 2 | Barrierefreiheits-Kontrastprüfung der Hervorhebung | **bestanden** `lib/highlightColors.test.ts`: echte WCAG-2.1-Berechnung, Hell-Modus 14,29:1, Dunkel-Modus 6,43:1 (beide ≥ 4.5:1 AA-Grenzwert für Fließtext) |
| 3 | Test mit Sonderzeichen in der Suchanfrage bricht die Anzeige nicht | **bestanden** real gegen den laufenden Server getestet: Anfrage mit `"dritten Quartal" -Verlust <script>` liefert `200 OK` mit `{"hits":[]}`, kein Absturz. Zusätzlich automatisiert `lib/highlight.test.ts` (Skript-Tags/Unicode/unvollständige Marker als reiner Text) und `app/page.test.tsx` (kein `<script>`-Element im DOM, da kein `dangerouslySetInnerHTML`) |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 2/3, real geprüft): `GET /mail/m-manual-1?subject=...`
liefert `200 OK`; automatisiert `app/page.test.tsx` bestätigt Link-Struktur
(`/mail/<id>?...#fundstelle`) und den "Keine Treffer"-Hinweis bei leerem
Ergebnis.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
npx tsc --noEmit -> clean
npx next build -> Compiled successfully (4 Routen)
npx vitest run -> 3 Testdateien, 12/12 bestanden
next start (real) + curl gegen Manticore live -> Hervorhebung, leeres Ergebnis,
Sonderzeichen alle real bestätigt
```
Testprozess (`next start -p 4711`) und Testdokument (`mail_documents`-ID
992001) nach Prüfung entfernt.
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. SRC-04 ist der nächste Schritt in der Suche-Foundation-Kette
(Index → Befüllung → Such-API → nutzbare Oberfläche), nicht nur eine nette
Ergänzung — ohne ihn bliebe die Such-API ohne für Anwenderinnen und
Anwender erreichbaren Zugang. Entsperrt QA-03 (gemeinsam mit SRC-02).
+54
View File
@@ -0,0 +1,54 @@
# SRC-05 Prüfprotokoll: Facetten- & Filter-API
Voraussetzung SRC-03 (Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/search/migrations/0002..0005_*.sql`: vier eigene,
nummerierte `ALTER TABLE ADD COLUMN`-Migrationen für die neuen
Facettenfelder (`sender`, `mailbox`, `attachment_type`, `tag`) — Manticore
erlaubt nur eine Spalte je ALTER-Anweisung. `EnsureSchema` wendet sie
idempotent nach (Fehlertext `"already in schema"` gilt als bereits
angewendet, kein Fehlerzustand).
- `fields.go`: neue statische Feldkonstanten + `FacetFields`-Whitelist
(`sender`, `mailbox`, `attachment_type`, `tag`) — einzige Quelle
zulässiger Facettendimensionen, kein beliebiger Client-Feldname möglich.
- `facets.go``Client.Facets(ctx, tenantSlug, queryText, filters)`:
nutzt Manticores strukturierte `aggs.terms`/`aggs.range`-API (kein
dynamischer SQL-Klauselbau). Tenant-Filter + optionale
`FacetFilter`-Liste laufen als zusätzliche `equals`-Klauseln in
derselben `bool.must`-Liste (Akzeptanzkriterium 2: UND-Verknüpfung).
Zeitraum-Facette über feste Buckets (letzte 7 Tage/30 Tage/Jahr/älter)
via `aggs.range` auf `sent_at`.
- `Document` um optionale Facettenfelder erweitert (`Sender`, `Mailbox`,
`AttachmentType`, `Tag`).
- Kein Umbau: `Search`/`Delete`/`Index`-Verhalten aus SRC-01/SRC-03
unverändert, `mail/internal/dedup`/`indexworker`/`storage`/`crypto`/
`encstorage` unverändert.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: Facettenzahlen stimmen mit tatsächlicher Treffermenge überein | **bestanden** `TestFacets_CountsMatchActualHits`: 3 reale Dokumente indexiert, Facette `sender` liefert real `alice@example.com`→2, `bob@example.com`→1, Facette `attachment_type` liefert real `pdf`→2 |
| 2 | Test: Kombination von drei Filtern liefert korrekt eingeschränkte Treffer | **bestanden** `TestFacets_ThreeFiltersCombineWithAND`: 4 Dokumente, von denen 3 je genau einen der drei Filter (Sender/Postfach/Anhangstyp) verletzen — nach Kombination aller drei Filter bleibt real genau 1 Treffer übrig |
| 3 | Test: Facetten eines Mandanten enthalten keine Werte eines anderen | **bestanden** `TestFacets_TenantSeparation`: identische Feldstruktur bei zwei Mandanten, Facette bei Mandant B enthält real keinen Wert von Mandant A |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=postgresql://nexarch_test:***@localhost:5432/tenant_acme?sslmode=disable \
TEST_MANTICORE_URL=http://127.0.0.1:9308 \
go test ./... -p 1 -> alle Pakete bestanden, inkl. internal/search (10 Tests,
keine Regression in dedup/indexworker/storage/encstorage/example/mimeparse/pflichttestgate)
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt SRC-06, trägt (gemeinsam mit ARC-08, SRC-02,
SRC-04, SRC-08, SRC-09, SRC-10) zu QA-03 bei — QA-03 bleibt weiterhin
blockiert, bis auch die übrigen vier Tickets fertig sind.
+60
View File
@@ -0,0 +1,60 @@
# SRC-06 Prüfprotokoll: Facetten-UI & Filter-Chips
Voraussetzung SRC-05 (Fertig), SHL-01 (Core-Board, Fertig).
## Umsetzung
- `web/mail-search/app/api/facets/route.ts`: neue Backend-for-Frontend-
Route, spiegelt `mail/internal/search/facets.go` (`Client.Facets`)
minimal — nur Trefferzahl je Facettenwert (Akzeptanzkriterium 2), keine
Zeitraum-Buckets (nicht Bestandteil dieser Kachel).
- `web/mail-search/lib/manticoreQuery.ts`: gemeinsamer, statischer
`bool.must`-Aufbau für Such- und Facetten-Route (`buildMust`,
`parseFilterParams`) — dieselbe Konvention wie
`mail/internal/search/facets.go` `buildFilteredMust`, kein
Sprintf/Join-artiger Klauselbau.
- `app/api/search/route.ts` (SRC-04) minimal erweitert: akzeptiert jetzt
wiederholbare `?filter=feld:wert`-Parameter, damit Trefferliste und
Facettenzählungen bei aktiven Filtern konsistent bleiben.
- `app/FacetPanel.tsx`: `ActiveFilterChips` (Akzeptanzkriterium 1: aktive
Filter als entfernbare Chips, echte `<button>`-Elemente — nativ per
Tastatur fokussier-/auslösbar, keine zusätzliche Tastaturbehandlung
nötig) + `FacetPanel` (Facettenwerte mit Live-Zählung, Klick fügt
Filter hinzu) + „Alle Filter zurücksetzen"-Button (Akzeptanzkriterium
3).
- `app/page.tsx`: Filterzustand ausgelagert nach `lib/filterState.ts`
(reine Funktionen, ohne React), jede Filteränderung löst Such- UND
Facettenabfrage parallel neu aus (Akzeptanzkriterium 2: live).
- Kein Umbau: `mail/internal/*`, `web/shl`, `web/retention-admin`
unverändert; bestehendes SRC-04-Verhalten (Hervorhebung, leere
Ergebnisse, Fundstellen-Link) unverändert, nur um Filter-Parameter
erweitert.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Manueller Test: Filterkombination und Einzelentfernung funktionieren wie erwartet | **bestanden** echter `next build` + `next start` auf 192.168.1.131 gegen die live laufende Manticore-Instanz: `GET /api/search` + `/api/facets` ohne Filter liefern real 2 Treffer mit Facettenzählungen (`alice`→1, `bob`→1, `inbox`→2 usw.), mit `filter=sender:alice@example.com` liefern beide Routen real konsistent genau 1 Treffer und auf 1 reduzierte Facettenzählungen |
| 2 | Tastaturbedienbarkeit der Filter-Chips geprüft | **bestanden** automatisiert mit `@testing-library/user-event` (echte Tastatursimulation, kein bloßer Klick): Chip fokussieren (`Tab`-Ziel), `{Enter}` löst real dieselbe Entfernung wie ein Klick aus |
| 3 | Test mit vielen aktiven Filtern bleibt die Ansicht übersichtlich | **bestanden** 20 gleichzeitig aktivierte Filter real erzeugen real 20 einzeln erkennbare, nicht zusammengefasste Chips im DOM, kein Absturz, `flexWrap` verhindert horizontales Überlaufen |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
npx tsc --noEmit -> clean
npx next build -> Compiled successfully (5 Routen)
npx vitest run -> 4 Testdateien, 19/19 bestanden (8 in app/page.test.tsx,
davon 4 neu für SRC-06)
next start (real) + curl gegen Manticore live -> Filterkombination, Facettenzählungen, Einschränkung
auf 1 Treffer alle real bestätigt
```
Testprozess (`next start -p 4712`) und Testdokumente
(`mail_documents`-IDs 993001/993002) nach Prüfung entfernt.
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt (gemeinsam mit den übrigen QA-09-Abhängigkeiten)
einen Teil des Wegs zu QA-09 — QA-09 bleibt weiterhin blockiert (QA-02,
QA-04..QA-08 noch offen).
+69
View File
@@ -0,0 +1,69 @@
# SRC-07 Prüfprotokoll: OCR für Anhänge
Voraussetzung ARC-01, ARC-03 (beide Fertig). SRC-07 ist die direkte
Vorbedingung für SRC-10 (Spracherkennung & OCR-Qualitätsbewertung), nicht
nur eine nette Ergänzung — ohne SRC-07 gibt es keinen erkannten Text, den
SRC-10 mit Sprache/Konfidenz bewerten könnte.
## Umsetzung
- `mail/internal/ocr/ocr.go` — zustandsloses Paket, kennt weder Mandant
noch Speicher (dieselbe Bauart wie `mail/internal/crypto`/`dedup`):
nimmt Anhangs-Bytes entgegen, liefert erkannten Text zurück. Kein
geteilter Zustand zwischen Aufrufen (jeder Aufruf bekommt ein eigenes
Temp-Verzeichnis) — Tenant-Trennung ist dadurch strukturell gegeben,
nicht nur konventionell: ein Mandant kann prinzipbedingt nie Zwischen-
daten eines anderen sehen. Zuordnung des erkannten Textes zum
Mail-Suchdokument (Akzeptanzkriterium 2) erfolgt beim Aufrufer über das
bereits vorhandene `search.Document.AttachmentText`-Feld (SRC-01) — kein
neues Feld nötig.
- `ExtractTextFromImage`: ruft `tesseract` (Sprachen `deu+eng`) mit
fester Argumentliste auf, kein Shell-String-Zusammenbau.
- `HasTextLayer`/`ExtractTextFromPDF`: nutzt `pdftotext`, um eine
vorhandene Textebene zu erkennen und direkt zu übernehmen
(Akzeptanzkriterium 3) — nur wenn keine Textebene vorhanden ist
(< 10 Zeichen), wird über `pdftoppm` (300dpi) jede Seite gerastert und
per Tesseract erkannt (Akzeptanzkriterium 1).
- Bekannten Fehler vermieden (dupliziertes Sprintf-WHERE-Muster aus
archivmail, siehe repos-analyse-mail-reuse.md): dieses Paket baut keine
SQL-Klauseln — ausschließlich externe Kommandozeilenwerkzeuge mit
festen Argumentlisten (`exec.CommandContext`, keine Shell).
- Kein Umbau: `mail/internal/search`/`dedup`/`indexworker`/`storage`/
`crypto`/`encstorage`/`savedsearch` unverändert.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: Bildanhang mit bekanntem Text liefert erwartete Texterkennung | **bestanden** `TestExtractTextFromImage_KnownTextRecognized`: reales, über `pdftoppm` gerastertes Bild mit dem Text "Rechnungsnummer 4711", `ExtractTextFromImage` erkennt real beide Wortbestandteile |
| 2 | Test: PDF mit vorhandener Textebene wird korrekt übersprungen | **bestanden** `TestExtractTextFromPDF_SkipsOCRWhenTextLayerPresent`: real erzeugtes Vektor-Text-PDF (echte PDF-Textebene, kein Bild), `ExtractTextFromPDF` liefert `OCRPerformed=false` und den Text direkt aus der Textebene |
| 3 | Durchsatztest bestätigt akzeptable Verarbeitungszeit je Anhang | **bestanden** `TestExtractTextFromPDF_ThroughputIsAcceptable`: 3 reale Anhänge (Rasterung 300dpi + OCR) in durchschnittlich 3,48s/Anhang (Ziel 8s/Anhang) |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 1, gescannte PDFs end-zu-Ende):
`TestExtractTextFromPDF_PerformsOCRWhenNoTextLayer` — ein reales,
ausschließlich rasterbildbasiertes PDF (kein Textelement, JPEG-Bild via
`/DCTDecode` eingebettet) wird real per OCR erkannt, `OCRPerformed=true`.
Testfixtures (`testpdf_test.go`) werden vollständig in Go erzeugt (Hand-
gebautes PDF mit Helvetica-Textebene bzw. eingebettetem JPEG) — keine
externe Bibliothek, keine Testdateien im Repository, reproduzierbar.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test ./internal/ocr/... -v -> 4/4 bestanden (14,99s gesamt)
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle Pakete bestanden, keine Regression
```
Werkzeugversionen auf 192.168.1.131: `tesseract 5.5.0` (Sprachpakete
`deu`, `eng`), `pdftotext`/`pdftoppm` (poppler-utils) — bereits vorhanden,
keine Installation durch diese Sitzung nötig.
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt SRC-10.
+59
View File
@@ -0,0 +1,59 @@
# SRC-08 Prüfprotokoll: Gespeicherte Suchanfragen
Voraussetzung SRC-03 (Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/savedsearch/store.go``Store` (Postgres,
`mail_saved_searches`): `Save` (Upsert über `UNIQUE(tenant_slug,
user_id, name)`, Akzeptanzkriterium 1), `List`/`Get` streng auf
Mandant UND Benutzer beschränkt (Akzeptanzkriterium 3), `Delete`
löscht genau eine Zeile über `tenant_slug + user_id + id`.
„Benutzer" ist bis zu einer zentralen Session-/IAM-Anbindung
(Core-Board-Scope) ein vom Aufrufer mitgegebener opaker
`userID`-String — dieselbe Konvention wie der Tenant-Kontext in
`web/mail-search` (SRC-04).
- `Execute(ctx, client, saved)` führt die gespeicherte Suche LIVE gegen
`search.Client` aus — speichert selbst keine Treffer, jeder Aufruf
fragt Manticore neu ab (Akzeptanzkriterium 2).
- `mail/internal/search/facets.go` — kleinste nötige Erweiterung: neue
Methode `Client.SearchWithFilters` (gemeinsame `buildFilteredMust`-
Hilfsfunktion mit `Facets` extrahiert) liefert TATSÄCHLICH gefilterte
Treffer statt nur Facettenzählungen — ohne dies gäbe es keinen echten
Weg, gespeicherte Filter beim Wiederausführen anzuwenden.
- Kein Umbau: `Search`/`Facets`/`Index`/`Delete`-Verhalten sonst
unverändert, `mail/internal/dedup`/`indexworker`/`storage`/`crypto`/
`encstorage` unverändert.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: gespeicherte Suche mit mehreren Filtern wird korrekt reproduziert | **bestanden** `TestExecute_SavedSearchWithMultipleFiltersReproducesCorrectly`: 3 Dokumente, 2 Filter (Sender+Postfach) gespeichert, `Execute` liefert real genau das eine Dokument, das beide Filter erfüllt |
| 2 | Test: Benutzer sieht keine gespeicherten Suchen anderer Mandanten | **bestanden** `TestList_UserSeesNoOtherTenantsSavedSearches`: zwei Mandanten mit je einer gespeicherten Suche, `List` bei Mandant B liefert real nur die eigene, nicht die von Mandant A |
| 3 | Test: Löschen einer gespeicherten Suche entfernt nur diese | **bestanden** `TestDelete_RemovesOnlyThatSavedSearch`: zwei gespeicherte Suchen, eine gelöscht, `Get` liefert für die gelöschte real `ErrNotFound`, die andere bleibt real unverändert abrufbar |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 2, kein eingefrorener Snapshot):
`TestExecute_ReturnsCurrentResultsNotFrozenSnapshot` — Ausführung vor
einer neuen Indexierung liefert real 0 Treffer, danach real 1 Treffer,
ohne dass die gespeicherte Suche selbst verändert wurde.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=postgresql://nexarch_test:***@localhost:5432/tenant_acme?sslmode=disable \
TEST_MANTICORE_URL=http://127.0.0.1:9308 \
go test ./... -p 1 -> alle Pakete bestanden, inkl. internal/savedsearch (4 Tests, neu),
keine Regression in dedup/indexworker/storage/encstorage/example/mimeparse/pflichttestgate/
crypto/search
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Trägt (gemeinsam mit ARC-08, SRC-02, SRC-04, SRC-05,
SRC-09) zu QA-03 bei — QA-03 bleibt weiterhin blockiert, bis auch
SRC-10 fertig ist.
+72
View File
@@ -0,0 +1,72 @@
# SRC-09 Prüfprotokoll: Suchindex-Neuaufbau/Reindexierung
Voraussetzung SRC-01 (Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/search/reindex.go``Reindexer.Rebuild(ctx, onProgress)`:
1. legt eine neue physische Manticore-Tabelle an (Name aus striktem
Muster `mail_documents_reindex_<Ziffern>`, per Regex validiert —
Verteidigung in der Tiefe, obwohl der Wert ausschließlich
paketintern erzeugt wird),
2. kopiert alle Dokumente aus der lebenden Tabelle seitenweise
(Cursor-Paginierung über `id`, strukturierte JSON-API, kein
dynamischer SQL-Klauselbau) — die lebende Tabelle wird dabei nur
gelesen, nie verändert (Akzeptanzkriterium 1),
3. meldet Fortschritt über einen `onProgress`-Callback
(Akzeptanzkriterium 2),
4. vergleicht Trefferzahlen alt/neu — bei Abweichung kein Umschalten,
5. schaltet erst danach per Manticore `ALTER TABLE ... RENAME`
(reine Metadaten-Operation) atomar um. Schlägt ein Schritt vor dem
Umschalten fehl, wird die Zwischentabelle entfernt, die lebende
Tabelle bleibt unverändert (Akzeptanzkriterium 3 / Pflichtprüfung 2).
- Echtes Manticore-Verhalten entdeckt und behandelt: frisch eingefügte
Dokumente einer neu angelegten RT-Tabelle sind für `match_all`-Zählungen
erst nach explizitem `FLUSH RAMCHUNK` zuverlässig sichtbar (SQL-`SELECT`
sah sie sofort, `/search`-Zählung zeigte 0) — vor der
Konsistenzprüfung eingebaut.
- Echte Plattformgrenze gefunden und abgefangen: Manticore unterstützt kein
atomares Mehrfach-`RENAME` in einer Anweisung — zwischen den zwei
nötigen Einzel-`RENAME`s existiert ein Sub-Millisekunden-Fenster ohne
`mail_documents`-Tabelle. `Client.Search` bekam dafür einen begrenzten
Retry (bis zu 2 Wiederholungen, 20ms Pause) speziell auf den
Manticore-Fehler `"unknown local table"` — real durch eine parallele
Suchlast während des Umschaltens nachgewiesen (Pflichtprüfung 1).
- Nebenbei einen echten, latenten Fehler in `Search` gefunden und behoben:
ohne explizites `limit` begrenzte Manticore Ergebnisse standardmäßig auf
20 Treffer — unbemerkt, weil bisherige Tests (SRC-01/03/05) nur auf das
Vorhandensein einzelner Treffer prüften, nie auf die Gesamtzahl. Jetzt
`searchResultLimit = 1000`.
- Kein Umbau: `Index`/`Delete`/`Facets`-Verhalten sonst unverändert,
`mail/internal/dedup`/`indexworker`/`storage`/`crypto`/`encstorage`
unverändert.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test: Reindex während laufender Suchanfragen unterbricht die Suche nicht | **bestanden** `TestRebuild_SearchKeepsWorkingDuringReindex`: 30 reale Dokumente indexiert, parallele Sucher-Goroutine (alle 2ms) läuft während `Rebuild` mit — 0 fehlgeschlagene Suchen über den gesamten Umschaltvorgang, danach weiterhin real alle 30 Treffer auffindbar |
| 2 | Test: abgebrochener Reindex hinterlässt keinen inkonsistenten Zustand | **bestanden** `TestRebuild_AbortedReindexLeavesNoInconsistentState`: Kontext vor `Rebuild` abgebrochen, Fehler kommt real zurück, lebende Tabelle bleibt danach unverändert (weiterhin 1 Treffer real auffindbar), keine verwaisten Zwischentabellen über `SHOW TABLES` real bestätigt |
| 3 | Stichprobenvergleich Alt-/Neuindex bestätigt gleiche Trefferzahlen | **bestanden** `TestRebuild_SampleComparisonMatchesOldAndNewIndex`: 3 unterschiedliche Suchbegriffe vor und nach Reindex real verglichen, identische Trefferzahlen je Stichprobe |
Zusätzlich (Akzeptanzkriterium 2): `TestRebuild_ReportsProgress` bestätigt
reale Fortschrittsmeldungen bis zum vollständigen Abschluss.
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
TEST_TENANT_DSN=postgresql://nexarch_test:***@localhost:5432/tenant_acme?sslmode=disable \
TEST_MANTICORE_URL=http://127.0.0.1:9308 \
go test ./... -v -p 1 -> alle Pakete bestanden, inkl. internal/search (14 Tests,
keine Regression in dedup/indexworker/storage/encstorage/example/mimeparse/pflichttestgate)
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Trägt (gemeinsam mit ARC-08, SRC-02, SRC-04, SRC-05,
SRC-08, SRC-10) zu QA-03 bei — QA-03 bleibt weiterhin blockiert, bis auch
ARC-08, SRC-08 und SRC-10 fertig sind.
+57
View File
@@ -0,0 +1,57 @@
# SRC-10 Prüfprotokoll: Spracherkennung & OCR-Qualitätsbewertung
Voraussetzung SRC-07 (Fertig).
## Umsetzung
- `mail/internal/ocr/language.go``RecognizeWithLanguageAndConfidence`:
Tesseract erkennt bei kombinierten Sprachpaketen (`deu+eng`) nicht,
WELCHE Sprache vorlag — daher wird das Bild bewusst EINZELN mit jedem
Kandidaten (`deu`, `eng`) im TSV-Ausgabemodus erkannt; die Sprache mit
dem höheren durchschnittlichen Worterkennungs-Konfidenzwert gewinnt
(Akzeptanzkriterium 1). Derselbe Tesseract-TSV-Lauf liefert den
Konfidenzwert direkt mit (Akzeptanzkriterium 2, 0100, Mittelwert über
alle erkannten Wörter) — keine zweite externe Bibliothek nötig.
- `mail/internal/search`: neue Felder `ocr_language`/`ocr_confidence`
(Migrationen 0006/0007, gleiches ALTER-Muster wie SRC-05), in
`Document`/`Result` gespiegelt (Akzeptanzkriterium 1: für Anzeige
nutzbar). Neue Methode `Client.AttachmentsBelowConfidence(ctx,
tenantSlug, threshold)` (Akzeptanzkriterium 3: gezielt für manuelle
Nachbearbeitung auffindbar) — filtert `ocr_confidence < threshold`,
schließt Dokumente ohne OCR-Anhang (`ocr_confidence` bleibt 0) explizit
aus.
- Echten Regressionsbug beim eigenen Testlauf gefunden und behoben:
`reindex.go`s `buildCreateTableSQL` (SRC-09) kannte die neuen
OCR-Spalten nicht — ein Reindex nach dieser Kachel wäre mit "unknown
column" fehlgeschlagen. Jetzt ergänzt, mit Wartungshinweis im
Quelltext für künftige Schema-Erweiterungen.
- Kein Umbau: `Search`/`Facets`/`SearchWithFilters`/`Index`/`Delete`-
Verhalten sonst unverändert, `mail/internal/dedup`/`indexworker`/
`storage`/`crypto`/`encstorage`/`savedsearch` unverändert.
## Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Test mit mehrsprachigem Testkorpus bestätigt korrekte Spracherkennung | **bestanden** `TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_MultilingualCorpus`: reales deutsches Testbild ("Rechnung ueber Lieferung...") real als `deu` erkannt, reales englisches Testbild ("Invoice for delivery...") real als `eng` erkannt |
| 2 | Test: künstlich verschlechtertes Bild erzeugt niedrigeren Konfidenzwert | **bestanden** `TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_DegradedImageLowersConfidence`: reproduzierbare Pixelierung + Kontrastreduktion (reiner Go-Standardbibliothekscode, kein externes Werkzeug) senkt den real gemessenen Konfidenzwert von 91,76 auf 28,21 |
| 3 | Abfrage aller Anhänge unterhalb einer Konfidenzschwelle liefert erwartete Treffer | **bestanden** `TestAttachmentsBelowConfidence_QueryReturnsExpectedResults`: 4 Dokumente (2 niedrig-, 1 hoch-konfident, 1 ohne OCR-Anhang), Abfrage mit Schwelle 50 liefert real genau die 2 niedrig-konfidenten, weder den hoch-konfidenten noch den ohne OCR-Anhang |
## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
```
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test ./internal/ocr/... -v -run 'Language|Degraded' -> 2/2 bestanden
TEST_TENANT_DSN=... TEST_MANTICORE_URL=... go test ./... -p 1
-> alle Pakete bestanden (Regressionsbug in reindex.go vor diesem
Protokoll gefunden und behoben, danach vollständig grün)
```
## Gesamtergebnis
**Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen
real erfüllt. Entsperrt QA-03 (gemeinsam mit ARC-08, SRC-02, SRC-04,
SRC-05, SRC-08, SRC-09 — alle jetzt Fertig, letzte fehlende
Abhängigkeit).
+110
View File
@@ -0,0 +1,110 @@
# NEXARCH Mail Teststrategie
Stand: 2026-08-30. Ticket: QA-01. Vorbild: Core `QA-01` (`docs/TESTSTRATEGIE-CORE.md`,
Fertig) — dieselbe Struktur, für das Mail-Modul übernommen, wo sinnvoll um
protokollspezifische Aspekte (IMAP/SMTP/MIME) ergänzt.
## 1. Warum dieses Dokument existiert
archivmail (Vorgängerprojekt) testete 2 von 18 Modulen trotz hoher Kritikalität
(Compliance-/Protokoll-Logik). Kein zentrales Issue-Tracking — Bugs wurden nur als
`BUG-N`-Kommentare im Code festgehalten (`known-issues-archivmail.md`). NEXARCH Mail
übernimmt denselben Grundsatz wie Core: **Testpflicht für Auth, Tenant-Scoping und
Protokoll-/Compliance-kritische Logik ist ein Merge-Gate, keine Nachrüstung.**
## 2. Testpyramide
| Ebene | Werkzeug | Umfang |
|---|---|---|
| Unit | `go test` (Standardbibliothek) | Einzelne Funktionen/Typen, keine externe Abhängigkeit (DB, Netzwerk, IMAP/SMTP-Socket) |
| Integration | `go test` gegen echte PostgreSQL-Instanz (`nexarch_test`-Rolle) | Repository-/Handler-Schicht, Tenant-Scoping, Objekt-Speicher |
| Protokoll-Zustandsmaschinen | `go test` gegen echten IMAP-/SMTP-Client-Roundtrip (kein reiner Parser-Unit-Test) | ING-01/ING-02/ING-03: Login-Zustände, Befehlssequenzen, Fehlerpfade |
| E2E | Echter HTTP-Roundtrip (`httptest.Server`) bis zum ersten Mail-Frontend-Ticket, danach Playwright/Jest gegen die echte UI | Vollständiger Request-Response-Zyklus, kein reiner Funktionsaufruf |
| Vertragstests | Analog Core `QA-07`/DMS-Äquivalent, sobald Mail öffentliche Modul-Adapter-Schnittstellen (RET-05-Konsument, siehe `ARC-11`) hat | Wire-Contract-Stabilität |
**E2E-Zwischenlösung begründet:** Mail hat aktuell kein Frontend-Ticket (0/66 Board).
Playwright/Jest bräuchte eine echte Browser-UI zum Testen — bis zum ersten
Mail-Frontend-Ticket ist ein echter HTTP-Roundtrip (kein reiner In-Process-Funktionsaufruf)
die ehrliche, tatsächlich verfügbare Untergrenze für "E2E". Siehe Beispiel in
Abschnitt 3.
## 3. Beispieltests je Testart (Akzeptanzkriterium/Pflichtprüfung 2)
`mail/internal/example` — kein Wegwerf-Demo, sondern eine kleine, tatsächlich nützliche
Funktion (E-Mail-Adress-Normalisierung), die spätere Ticket ohnehin brauchen:
- **Unit:** `normalize_test.go``TestNormalizeAddress_*`, keine externe Abhängigkeit.
- **Integration:** `store_integration_test.go``TestAddressStore_SaveAndCheckExists`,
echte Postgres-Instanz, `TEST_TENANT_DSN`, `t.Cleanup`.
- **E2E:** `handler_e2e_test.go``TestNormalizeHandler_RealHTTPRoundTrip`, echter
`httptest.Server`-Roundtrip (TCP, nicht nur Funktionsaufruf).
Alle sechs Tests real ausgeführt (siehe Prüfungen, Abschnitt 6).
## 4. Pflichttests als Merge-Gate (Akzeptanzkriterium 3/4)
Verbindlich für jeden Pull Request, der Dateien in einem der folgenden Bereiche ändert:
- **Auth** (`mail/internal/auth/` — sobald durch ein späteres Ticket angelegt)
- **Tenant-Scoping** (`mail/internal/tenant/`, jede Repository-Schicht mit Mandanten-Bezug)
- **Protokoll-kritisch** (`mail/internal/ingest/`, `mail/internal/imap/`,
`mail/internal/smtp/` — Zustandsmaschinen, Auth-Handshakes der Protokolle selbst)
- **Compliance-kritisch** (`mail/internal/arc/` oder gleichwertig — RET-05-Konsument,
Löschung/Archivierung, siehe `ARC-11`)
Regel (identisch zu Core `QA-01`): **jede geänderte `.go`-Datei in einem dieser
Bereiche muss von einer geänderten oder neuen `_test.go`-Datei im selben Package
begleitet sein.**
`mail/internal/pflichttestgate` implementiert das Gate (Code-Kopie des Musters aus
Core `internal/pflichttestgate`, mit mail-spezifischen Pfadmustern statt Core-Pfaden
— bewusst keine Cross-Modul-Abhängigkeit, da Mail als eigenständiges Go-Modul Core
nicht importieren kann). `.gitea/workflows/mail-pflichttest-gate.yml` führt es gegen
jeden PR-Diff aus.
Negativtest des Gates selbst (Prüfung 1 dieses Tickets):
`mail/internal/pflichttestgate/gate_test.go` simuliert einen Diff mit geänderter
`mail/internal/auth/login.go` ohne begleitende Testdatei und erwartet, dass das Gate
das als Verstoß erkennt.
## 5. Bug-Tracking (Akzeptanzkriterium 3)
**Konvention: Gitea-Issues** auf `gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch`, Label `mail`
plus Schweregrad-Label (`bug-kritisch`/`bug-normal`/`bug-kosmetisch`). Durchsuchbar
über Gitea-Suche/Label-Filter — explizit KEIN Code-Kommentar-Tracking (`BUG-N` wie in
archivmail), das laut `known-issues-archivmail.md` genau diese Sichtbarkeitslücke
verursacht hat.
**Realer Durchspiel-Nachweis (Prüfung 3):** Diese Session (nicht Mail-spezifisch, aber
derselbe reale Vorgang) fand mehrere echte Bugs, dokumentiert nach exakt diesem
Muster in den jeweiligen `*-PRUEFPROTOKOLL.md`-Dateien statt als Code-Kommentar, z. B.
`archive/docs/RET-10-PRUEFPROTOKOLL.md`: fehlende CORS-Header bei RET-06-API,
gefunden bei einer Sichtprüfung, Symptom (Browser hätte Fetch blockiert), Ursache
(kein `Access-Control-Allow-Origin`), Fix (RET-10-Ticket), Nachweis (curl-Test vorher/
nachher) — alles durchsuchbar in der Protokolldatei, nicht im Quelltext verstreut.
**Ehrlich vermerkt:** Ein ECHTER Gitea-Issue konnte in dieser Session nicht angelegt
werden (kein Gitea-API-Token verfügbar, nur Git-SSH/HTTPS-Push-Zugriff). Das oben
verlinkte Beispiel demonstriert das Vorgehen strukturell (Symptom → Ursache → Fix →
Nachweis, durchsuchbar abgelegt), aber NICHT über die Gitea-Issue-Oberfläche selbst.
Sobald ein Gitea-Zugriffstoken verfügbar ist, sollte mindestens ein Test-Issue real
angelegt werden, um die Konvention vollständig nachzuweisen — offener Punkt, siehe
Abschnitt 7.
## 6. Prüfungen (real durchgeführt)
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Dokument liegt vor und wurde von zweiter Person gegengelesen | **bestanden** — Dokument von der Nutzerin/dem Nutzer (zweite Person) gegengelesen und freigegeben (2026-08-30) |
| 2 | Stichprobe: mindestens ein Beispieltest je benannter Testart ist umgesetzt | **bestanden** — 6 Tests real ausgeführt auf 131: `go test ./mail/internal/example/... -v -p 1`, alle grün (3 Unit, 1 Integration, 2 E2E) |
| 3 | Bug-Tracking-Vorgehen wurde einmal exemplarisch für einen realen Befund durchgespielt | **teilweise bestanden** — Vorgehen strukturell durchgespielt anhand eines realen, bereits dokumentierten Befunds (RET-10), aber NICHT über die echte Gitea-Issue-Oberfläche (kein API-Token verfügbar). Siehe Abschnitt 5, offener Punkt in Abschnitt 7 |
## 7. Offene Punkte
- Echter Gitea-Issue als Nachweis der Bug-Tracking-Konvention noch nicht angelegt
(fehlendes API-Token in dieser Session). Sollte nachgeholt werden, sobald Zugriff
besteht.
- `mail/internal/auth/`, `mail/internal/tenant/`, `mail/internal/ingest/` etc. existieren
noch nicht — die Pflichttest-Gate-Pfadmuster sind auf Basis der geplanten
Modulstruktur vordefiniert, nicht an echtem Code verifiziert. Erste Nagelprobe: das
erste Ticket, das einen dieser Pfade tatsächlich anlegt (voraussichtlich `ING-01`).
+38
View File
@@ -0,0 +1,38 @@
module gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail
go 1.24
toolchain go1.24.4
require (
github.com/aws/aws-sdk-go-v2 v1.45.1
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/config v1.33.1
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/credentials v1.20.1
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/s3 v1.109.1
github.com/aws/smithy-go v1.28.1
github.com/jackc/pgx/v5 v5.6.0
golang.org/x/text v0.14.0
)
require (
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/aws/protocol/eventstream v1.7.20 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/feature/ec2/imds v1.19.1 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/internal/configsources v1.5.1 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/internal/endpoints/v2 v2.8.1 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/internal/v4a v1.5.1 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/internal/accept-encoding v1.13.19 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/internal/checksum v1.11.1 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/internal/presigned-url v1.14.1 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/internal/s3shared v1.20.1 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/signin v1.7.1 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/sso v1.35.1 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/ssooidc v1.40.1 // indirect
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/sts v1.47.1 // indirect
github.com/fsnotify/fsnotify v1.10.1 // indirect
github.com/jackc/pgpassfile v1.0.0 // indirect
github.com/jackc/pgservicefile v0.0.0-20221227161230-091c0ba34f0a // indirect
github.com/jackc/puddle/v2 v2.2.1 // indirect
golang.org/x/crypto v0.17.0 // indirect
golang.org/x/sync v0.1.0 // indirect
golang.org/x/sys v0.15.0 // indirect
)
+68
View File
@@ -0,0 +1,68 @@
github.com/aws/aws-sdk-go-v2 v1.45.1 h1:iIoG3NaLhV6UZpPXyPXlDj2I9oS8tV/nMcMnITCC6Ks=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2 v1.45.1/go.mod h1:bttEH6JqnUL8LepvDVfdrds/fZ5bCIxzpe3abyUrhDU=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/aws/protocol/eventstream v1.7.20 h1:GPRlPwz40I2B2VrBEASOA3Bi77NyeqejNLkifosX0rs=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/aws/protocol/eventstream v1.7.20/go.mod h1:g7PNzKcsOKWb4fkSRBA7BZVAS6Y8IcxzN+nRohhQ1Q8=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/config v1.33.1 h1:bq9jze1hQ5YTCLoVxNnbp0T7rglrlOE7N9YsHqjGkEw=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/config v1.33.1/go.mod h1:2A3HQwG4zaL5Tm80rc6RZj8LmWWv4WYT5v8raSz/L7A=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/credentials v1.20.1 h1:Z8GRNEx0u9sDkZOq4PUnN8mjGwbUQGRzMSXpvt3d8xQ=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/credentials v1.20.1/go.mod h1:uBIK00kFo95dnemqfFMTWx0X8YRqsh6ecIoCjjOkZqM=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/feature/ec2/imds v1.19.1 h1:YIEBqcqRnpi4Pfv0YHImtgi6czGCwKHANC7SwmUAVD0=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/feature/ec2/imds v1.19.1/go.mod h1:imEf0oufgAo8KAkCHhrOdqGEC0YWx1PPBQH82shSxGw=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/internal/configsources v1.5.1 h1:pc138gM1CW+XPc60rEwUlwwuwWFQK16CI1T7v1F9Oec=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/internal/configsources v1.5.1/go.mod h1:1+koxpPIbfBdfzP6vojm5/zTpTQ/micYwlxIiNB3TxI=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/internal/endpoints/v2 v2.8.1 h1:K0JsbZQj+1h208Ro1zHeA4l7bMp0NvRffHQ91q8Ol1s=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/internal/endpoints/v2 v2.8.1/go.mod h1:W3/vL6EtCIatICGy9ab29QhMuae+cOKPWcMxv02CO+Q=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/internal/v4a v1.5.1 h1:yhw5KD1phVyP9vijxOUzDfEtJx+bt+L63k+VfuiYFAA=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/internal/v4a v1.5.1/go.mod h1:ZW2e0d7DYlRxlS9hEiMXE47gTdX5KRN4byUiNbUpG+Q=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/internal/accept-encoding v1.13.19 h1:bAdDl/HkGCcGPoe25ToSHEw23VIxt6CT5fLcg111BKg=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/internal/accept-encoding v1.13.19/go.mod h1:KaUzbLxv4CeSxh6ZCl9B4m7CuFenS8kUEaDs+f/DQr4=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/internal/checksum v1.11.1 h1:s67hBfG5t9rn1NCvDuB4E3QIep3UFhHPtaIqFDjV3N8=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/internal/checksum v1.11.1/go.mod h1:FpvjBMXtSNMLPmDJsWwcY5cRnqJlpS2y1R6n4pvzs4k=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/internal/presigned-url v1.14.1 h1:RmmWQPREQdk9U+PfqeHW3MqZaBaNK7TpV9W3RY+b+7g=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/internal/presigned-url v1.14.1/go.mod h1:0A3W4F+68ZnNk5XcNL/e9HFMwnP8RlEicFfy6eOEDyw=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/internal/s3shared v1.20.1 h1:ZMbtPZZQRca+3+XYQne9PBvRiYpHZlNJJOZfE9WNfT0=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/internal/s3shared v1.20.1/go.mod h1:YAGWQdCYlVCoqrzvfv3RLxO6zKwti7gsAULOGWPLYv4=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/s3 v1.109.1 h1:kVpzaDBzOdRtOftmiSpTdQbWVqRg0kONLXijktiwXnk=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/s3 v1.109.1/go.mod h1:CUr46sCpGAg/rHaclRyhJX0LJAmH73uWSJPPSaMUrSk=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/signin v1.7.1 h1:mdMtSVKdQ3+mzBh+l0ogrFYZVQUCg6pJZOirA2ARsYE=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/signin v1.7.1/go.mod h1:9IqUlsJDbUPcg6cgx3WEzXdjrbWzLDQrak0aaSqlTcI=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/sso v1.35.1 h1:B6WFn91tobD6gG4724ONHaqrpKsoETGnv98LHe/yIGM=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/sso v1.35.1/go.mod h1:tWuiVBUtPBr8/rgRiYS8Uf85sHcAN+G7XS3D3CEoUh8=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/ssooidc v1.40.1 h1:6yeYCWFvgbI2TI3K6jr9LtBNhXgJ7g4xqD+DEiaDDmM=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/ssooidc v1.40.1/go.mod h1:naFe83jSMuYkH+QjQPX8n1MLhBkeCFM5Lsnh5m5wz3c=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/sts v1.47.1 h1:Sv2xPnRHlThSUtVujYuUBPI/Il8si6UPHXL8DMiB/F0=
github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/sts v1.47.1/go.mod h1:mKo/CzaCz8qytGW70NG4vIIGAx1HXTlb5lHNkC5k3lk=
github.com/aws/smithy-go v1.28.1 h1:R/nXH00c8qcfCzQVELtRw+eLQWtzv+VAIEFJ1/xxXlQ=
github.com/aws/smithy-go v1.28.1/go.mod h1:YE2RhdIuDbA5E5bTdciG9KrW3+TiEONeUWCqxX9i1Fc=
github.com/davecgh/go-spew v1.1.0/go.mod h1:J7Y8YcW2NihsgmVo/mv3lAwl/skON4iLHjSsI+c5H38=
github.com/davecgh/go-spew v1.1.1 h1:vj9j/u1bqnvCEfJOwUhtlOARqs3+rkHYY13jYWTU97c=
github.com/davecgh/go-spew v1.1.1/go.mod h1:J7Y8YcW2NihsgmVo/mv3lAwl/skON4iLHjSsI+c5H38=
github.com/fsnotify/fsnotify v1.10.1 h1:b0/UzAf9yR5rhf3RPm9gf3ehBPpf0oZKIjtpKrx59Ho=
github.com/fsnotify/fsnotify v1.10.1/go.mod h1:TLheqan6HD6GBK6PrDWyDPBaEV8LspOxvPSjC+bVfgo=
github.com/jackc/pgpassfile v1.0.0 h1:/6Hmqy13Ss2zCq62VdNG8tM1wchn8zjSGOBJ6icpsIM=
github.com/jackc/pgpassfile v1.0.0/go.mod h1:CEx0iS5ambNFdcRtxPj5JhEz+xB6uRky5eyVu/W2HEg=
github.com/jackc/pgservicefile v0.0.0-20221227161230-091c0ba34f0a h1:bbPeKD0xmW/Y25WS6cokEszi5g+S0QxI/d45PkRi7Nk=
github.com/jackc/pgservicefile v0.0.0-20221227161230-091c0ba34f0a/go.mod h1:5TJZWKEWniPve33vlWYSoGYefn3gLQRzjfDlhSJ9ZKM=
github.com/jackc/pgx/v5 v5.6.0 h1:SWJzexBzPL5jb0GEsrPMLIsi/3jOo7RHlzTjcAeDrPY=
github.com/jackc/pgx/v5 v5.6.0/go.mod h1:DNZ/vlrUnhWCoFGxHAG8U2ljioxukquj7utPDgtQdTw=
github.com/jackc/puddle/v2 v2.2.1 h1:RhxXJtFG022u4ibrCSMSiu5aOq1i77R3OHKNJj77OAk=
github.com/jackc/puddle/v2 v2.2.1/go.mod h1:vriiEXHvEE654aYKXXjOvZM39qJ0q+azkZFrfEOc3H4=
github.com/pmezard/go-difflib v1.0.0 h1:4DBwDE0NGyQoBHbLQYPwSUPoCMWR5BEzIk/f1lZbAQM=
github.com/pmezard/go-difflib v1.0.0/go.mod h1:iKH77koFhYxTK1pcRnkKkqfTogsbg7gZNVY4sRDYZ/4=
github.com/stretchr/objx v0.1.0/go.mod h1:HFkY916IF+rwdDfMAkV7OtwuqBVzrE8GR6GFx+wExME=
github.com/stretchr/testify v1.3.0/go.mod h1:M5WIy9Dh21IEIfnGCwXGc5bZfKNJtfHm1UVUgZn+9EI=
github.com/stretchr/testify v1.7.0/go.mod h1:6Fq8oRcR53rry900zMqJjRRixrwX3KX962/h/Wwjteg=
github.com/stretchr/testify v1.8.1 h1:w7B6lhMri9wdJUVmEZPGGhZzrYTPvgJArz7wNPgYKsk=
github.com/stretchr/testify v1.8.1/go.mod h1:w2LPCIKwWwSfY2zedu0+kehJoqGctiVI29o6fzry7u4=
golang.org/x/crypto v0.17.0 h1:r8bRNjWL3GshPW3gkd+RpvzWrZAwPS49OmTGZ/uhM4k=
golang.org/x/crypto v0.17.0/go.mod h1:gCAAfMLgwOJRpTjQ2zCCt2OcSfYMTeZVSRtQlPC7Nq4=
golang.org/x/sync v0.1.0 h1:wsuoTGHzEhffawBOhz5CYhcrV4IdKZbEyZjBMuTp12o=
golang.org/x/sync v0.1.0/go.mod h1:RxMgew5VJxzue5/jJTE5uejpjVlOe/izrB70Jof72aM=
golang.org/x/sys v0.15.0 h1:h48lPFYpsTvQJZF4EKyI4aLHaev3CxivZmv7yZig9pc=
golang.org/x/sys v0.15.0/go.mod h1:/VUhepiaJMQUp4+oa/7Zr1D23ma6VTLIYjOOTFZPUcA=
golang.org/x/text v0.14.0 h1:ScX5w1eTa3QqT8oi6+ziP7dTV1S2+ALU0bI+0zXKWiQ=
golang.org/x/text v0.14.0/go.mod h1:18ZOQIKpY8NJVqYksKHtTdi31H5itFRjB5/qKTNYzSU=
gopkg.in/check.v1 v0.0.0-20161208181325-20d25e280405/go.mod h1:Co6ibVJAznAaIkqp8huTwlJQCZ016jof/cbN4VW5Yz0=
gopkg.in/yaml.v3 v3.0.0-20200313102051-9f266ea9e77c/go.mod h1:K4uyk7z7BCEPqu6E+C64Yfv1cQ7kz7rIZviUmN+EgEM=
gopkg.in/yaml.v3 v3.0.1 h1:fxVm/GzAzEWqLHuvctI91KS9hhNmmWOoWu0XTYJS7CA=
gopkg.in/yaml.v3 v3.0.1/go.mod h1:K4uyk7z7BCEPqu6E+C64Yfv1cQ7kz7rIZviUmN+EgEM=
+109
View File
@@ -0,0 +1,109 @@
// Package attachments implementiert IMP-02: Anhänge aus importierten
// Nachrichten extrahieren, validieren und für die Weiterverarbeitung
// (Speicherung, Virenscan — beides spätere Kacheln, siehe "Nicht
// Bestandteil dieser Kachel") bereitstellen. Baut auf ING-04
// (mail/internal/mimeparse) auf, unverändert wiederverwendet über die
// additive Erweiterung mimeparse.ParseTolerant — kein Umbau der
// bestehenden, fertigen ING-04-Logik.
package attachments
import (
"io"
"net/http"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/mimeparse"
)
// Attachment ist EIN extrahierter, validierter Anhang
// (Akzeptanzkriterium 1: Originaldateiname, Größe, geprüfter
// Content-Type).
type Attachment struct {
Filename string
Size int64
Content []byte
// DeclaredContentType kommt unverändert aus dem MIME-Header des
// Absenders — NICHT vertrauenswürdig, ein Absender kann hier
// beliebiges behaupten.
DeclaredContentType string
// VerifiedContentType wird aus den tatsächlichen Bytes gesniffed
// (net/http.DetectContentType, RFC-basierte Inhaltserkennung) —
// Akzeptanzkriterium 1: "geprüfter Content-Type", unabhängig von der
// Absenderbehauptung.
VerifiedContentType string
}
// SkippedPart beschreibt einen Anhang/Teil, der NICHT extrahiert werden
// konnte — der Rest der Nachricht (Text und übrige Anhänge) bleibt davon
// unangetastet (Akzeptanzkriterium 3).
type SkippedPart struct {
Filename string
Reason error
}
// Result ist das Ergebnis einer Anhangsextraktion.
type Result struct {
Attachments []Attachment
// TextParts sind die Nicht-Anhang-Teile (Nachrichtentext) —
// unverändert aus mimeparse übernommen, diese Kachel fasst sie nicht
// an.
TextParts []mimeparse.Part
Skipped []SkippedPart
}
// DefaultMaxAttachmentSize/DefaultMaxMessageSize sind Vorgabewerte,
// überschreibbar über Options — großzügig für typische Geschäftspost
// (kleinste Lösung, keine Konfigurationsoberfläche in dieser Kachel).
const (
DefaultMaxAttachmentSize = 25 * 1024 * 1024 // 25 MiB je Anhang
DefaultMaxMessageSize = 100 * 1024 * 1024 // 100 MiB je Nachricht gesamt
)
// Options steuert die Größenlimits (Akzeptanzkriterium 2).
type Options struct {
MaxAttachmentSize int64
MaxMessageSize int64
}
func (o Options) withDefaults() Options {
if o.MaxAttachmentSize <= 0 {
o.MaxAttachmentSize = DefaultMaxAttachmentSize
}
if o.MaxMessageSize <= 0 {
o.MaxMessageSize = DefaultMaxMessageSize
}
return o
}
// Extract zerlegt eine E-Mail (RFC 5322 + MIME) in Anhänge und
// Textteile. Ein einzelner fehlerhafter oder überdimensionierter Anhang
// blockiert NICHT die Verarbeitung der übrigen Teile
// (Akzeptanzkriterium 3) — nur eine strukturell unlesbare Nachricht
// (kaputte Kopfzeilen) liefert einen echten Fehler.
func Extract(r io.Reader, opts Options) (Result, error) {
opts = opts.withDefaults()
msg, partErrors, err := mimeparse.ParseTolerant(r, opts.MaxAttachmentSize, opts.MaxMessageSize)
if err != nil {
return Result{}, err
}
var result Result
for _, pe := range partErrors {
result.Skipped = append(result.Skipped, SkippedPart{Filename: pe.Filename, Reason: pe.Err})
}
for _, part := range msg.Parts {
if !part.IsAttachment {
result.TextParts = append(result.TextParts, part)
continue
}
result.Attachments = append(result.Attachments, Attachment{
Filename: part.Filename,
Size: part.Size,
Content: part.Content,
DeclaredContentType: part.ContentType,
VerifiedContentType: http.DetectContentType(part.Content),
})
}
return result, nil
}
@@ -0,0 +1,139 @@
package attachments
import (
"encoding/base64"
"strings"
"testing"
)
// TestExtract_OversizedAttachmentIsCorrectlyLimited ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1: Nachricht mit überdimensioniertem Anhang wird
// korrekt begrenzt.
func TestExtract_OversizedAttachmentIsCorrectlyLimited(t *testing.T) {
oversized := strings.Repeat("A", 200)
raw := "From: a@example.com\r\n" +
"To: b@example.com\r\n" +
"Subject: Test\r\n" +
"MIME-Version: 1.0\r\n" +
"Content-Type: multipart/mixed; boundary=\"b\"\r\n\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: text/plain; charset=utf-8\r\n\r\n" +
"Kurzer Nachrichtentext\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: application/octet-stream\r\n" +
"Content-Disposition: attachment; filename=\"riesig.bin\"\r\n\r\n" +
oversized + "\r\n" +
"--b--\r\n"
result, err := Extract(strings.NewReader(raw), Options{MaxAttachmentSize: 50, MaxMessageSize: DefaultMaxMessageSize})
if err != nil {
t.Fatalf("extract: %v", err)
}
if len(result.Attachments) != 0 {
t.Fatalf("erwartete 0 extrahierte anhänge (überdimensioniert), habe %d", len(result.Attachments))
}
if len(result.Skipped) != 1 || result.Skipped[0].Filename != "riesig.bin" {
t.Fatalf("erwartete genau 1 übersprungenen anhang 'riesig.bin', habe: %+v", result.Skipped)
}
if len(result.TextParts) != 1 || string(result.TextParts[0].Content) != "Kurzer Nachrichtentext" {
t.Fatalf("erwartete unangetasteten text trotz überdimensioniertem anhang, habe: %+v", result.TextParts)
}
}
// TestExtract_MultipleAttachmentDifferentTypesAllImported ist die
// geforderte Pflichtprüfung 2: mehrere Anhänge unterschiedlichen Typs
// werden alle korrekt importiert.
func TestExtract_MultipleAttachmentDifferentTypesAllImported(t *testing.T) {
pdfContent := base64.StdEncoding.EncodeToString([]byte("%PDF-1.4 fake pdf bytes"))
pngContent := base64.StdEncoding.EncodeToString([]byte{0x89, 'P', 'N', 'G', 0x0D, 0x0A, 0x1A, 0x0A, 0, 0, 0})
raw := "From: a@example.com\r\n" +
"To: b@example.com\r\n" +
"Subject: Test\r\n" +
"MIME-Version: 1.0\r\n" +
"Content-Type: multipart/mixed; boundary=\"b\"\r\n\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: text/plain; charset=utf-8\r\n\r\n" +
"Anbei zwei Anhänge\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: application/pdf\r\n" +
"Content-Disposition: attachment; filename=\"rechnung.pdf\"\r\n" +
"Content-Transfer-Encoding: base64\r\n\r\n" +
pdfContent + "\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: image/png\r\n" +
"Content-Disposition: attachment; filename=\"logo.png\"\r\n" +
"Content-Transfer-Encoding: base64\r\n\r\n" +
pngContent + "\r\n" +
"--b--\r\n"
result, err := Extract(strings.NewReader(raw), Options{})
if err != nil {
t.Fatalf("extract: %v", err)
}
if len(result.Attachments) != 2 {
t.Fatalf("erwartete 2 extrahierte anhänge, habe %d: %+v", len(result.Attachments), result.Attachments)
}
byName := map[string]Attachment{}
for _, a := range result.Attachments {
byName[a.Filename] = a
}
pdf, ok := byName["rechnung.pdf"]
if !ok || pdf.DeclaredContentType != "application/pdf" {
t.Fatalf("pdf-anhang fehlt oder falscher deklarierter typ: %+v", byName)
}
if !strings.Contains(pdf.VerifiedContentType, "text/plain") && !strings.Contains(pdf.VerifiedContentType, "application/") {
// http.DetectContentType erkennt unser Fake-PDF (kein echter PDF-
// Header) plausibel als Text — hier zählt nur, dass überhaupt ein
// echter, aus dem Inhalt gesniffter Wert vorliegt (Akzeptanz-
// kriterium 1: geprüfter statt blind übernommener Content-Type).
t.Fatalf("erwartete real gesniffeden content-type, habe: %q", pdf.VerifiedContentType)
}
png, ok := byName["logo.png"]
if !ok || png.DeclaredContentType != "image/png" {
t.Fatalf("png-anhang fehlt oder falscher deklarierter typ: %+v", byName)
}
if png.VerifiedContentType != "image/png" {
t.Fatalf("erwartete real gesniffeten content-type image/png (echte PNG-Magic-Bytes), habe: %q", png.VerifiedContentType)
}
}
// TestExtract_BrokenAttachmentLeavesTextAndOthersUntouched ist die
// geforderte Pflichtprüfung 3: ein defekter Anhang lässt Text und übrige
// Anhänge unangetastet.
func TestExtract_BrokenAttachmentLeavesTextAndOthersUntouched(t *testing.T) {
goodContent := base64.StdEncoding.EncodeToString([]byte("echter anhangsinhalt"))
raw := "From: a@example.com\r\n" +
"To: b@example.com\r\n" +
"Subject: Test\r\n" +
"MIME-Version: 1.0\r\n" +
"Content-Type: multipart/mixed; boundary=\"b\"\r\n\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: text/plain; charset=utf-8\r\n\r\n" +
"Wichtiger Nachrichtentext\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: application/octet-stream\r\n" +
"Content-Disposition: attachment; filename=\"kaputt.bin\"\r\n" +
"Content-Transfer-Encoding: base64\r\n\r\n" +
"DAS_IST_KEIN_GUELTIGES_BASE64!!!\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: application/octet-stream\r\n" +
"Content-Disposition: attachment; filename=\"gut.bin\"\r\n" +
"Content-Transfer-Encoding: base64\r\n\r\n" +
goodContent + "\r\n" +
"--b--\r\n"
result, err := Extract(strings.NewReader(raw), Options{})
if err != nil {
t.Fatalf("extract: %v", err)
}
if len(result.TextParts) != 1 || string(result.TextParts[0].Content) != "Wichtiger Nachrichtentext" {
t.Fatalf("erwartete unangetasteten text trotz defektem anhang, habe: %+v", result.TextParts)
}
if len(result.Attachments) != 1 || result.Attachments[0].Filename != "gut.bin" {
t.Fatalf("erwartete den guten anhang unangetastet, habe: %+v", result.Attachments)
}
if string(result.Attachments[0].Content) != "echter anhangsinhalt" {
t.Fatalf("guter anhang hat unerwarteten inhalt: %q", result.Attachments[0].Content)
}
}
+118
View File
@@ -0,0 +1,118 @@
// Package crypto implementiert ARC-02: Envelope-Encryption für Objekte
// at rest. Jedes Objekt bekommt einen eigenen, zufälligen
// Datenverschlüsselungsschlüssel (DEK, Akzeptanzkriterium 1), der mit
// dem Tenant-Hauptschlüssel (KEK) verpackt wird — der KEK selbst kommt
// AUSSCHLIESSLICH von Core API-10/API-12 (Akzeptanzkriterium 2), wird
// hier nie persistiert, nur flüchtig für eine Wrap-/Unwrap-Operation
// gehalten. Bewusste Neuimplementierung des bewährten DMS-FDN-09-
// Musters (Mail kann DMS' internal/ nicht importieren, eigenständiges
// Go-Modul).
package crypto
import (
"bytes"
"crypto/aes"
"crypto/cipher"
"crypto/rand"
"errors"
"fmt"
"io"
)
const (
DEKSize = 32
KEKSize = 32
)
// ErrDecryptFailed wird geliefert, wenn ein Chiffretext nicht
// entschlüsselt werden kann — falscher Schlüssel ODER manipulierte
// Daten (Pflichtprüfung 2: GCM-Auth-Tag erkennt Manipulation
// zuverlässig, AEAD unterscheidet die beiden Ursachen bewusst nicht).
var ErrDecryptFailed = errors.New("crypto: entschlüsselung fehlgeschlagen (falscher schlüssel oder manipulierte daten)")
func GenerateDEK() ([]byte, error) {
dek := make([]byte, DEKSize)
if _, err := rand.Read(dek); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: dek erzeugen: %w", err)
}
return dek, nil
}
func seal(key, plaintext []byte) ([]byte, error) {
block, err := aes.NewCipher(key)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: aes-cipher erstellen: %w", err)
}
gcm, err := cipher.NewGCM(block)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: gcm erstellen: %w", err)
}
nonce := make([]byte, gcm.NonceSize())
if _, err := rand.Read(nonce); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: nonce erzeugen: %w", err)
}
return gcm.Seal(nonce, nonce, plaintext, nil), nil
}
func open(key, sealed []byte) ([]byte, error) {
block, err := aes.NewCipher(key)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: aes-cipher erstellen: %w", err)
}
gcm, err := cipher.NewGCM(block)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: gcm erstellen: %w", err)
}
if len(sealed) < gcm.NonceSize() {
return nil, ErrDecryptFailed
}
nonce, ciphertext := sealed[:gcm.NonceSize()], sealed[gcm.NonceSize():]
plaintext, err := gcm.Open(nil, nonce, ciphertext, nil)
if err != nil {
return nil, ErrDecryptFailed
}
return plaintext, nil
}
func WrapDEK(kek, dek []byte) ([]byte, error) {
wrapped, err := seal(kek, dek)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: dek verpacken: %w", err)
}
return wrapped, nil
}
func UnwrapDEK(kek, wrappedDEK []byte) ([]byte, error) {
return open(kek, wrappedDEK)
}
// EncryptStream verschlüsselt den gesamten Inhalt von r mit dek
// (AES-256-GCM). Liest r vollständig in den Speicher — dasselbe Muster
// wie mail/internal/storage.S3Driver.Put (ARC-01), das S3-PutObject
// ebenfalls vollständig puffert; ein segmentiertes AEAD-Verfahren für
// sehr große Anhänge ist bewusst nicht Teil der "kleinsten Lösung".
func EncryptStream(dek []byte, r io.Reader) (io.Reader, error) {
plaintext, err := io.ReadAll(r)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: klartext lesen: %w", err)
}
ciphertext, err := seal(dek, plaintext)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: verschlüsseln: %w", err)
}
return bytes.NewReader(ciphertext), nil
}
// DecryptStream entschlüsselt einen zuvor mit EncryptStream erzeugten
// Chiffretext-Stream.
func DecryptStream(dek []byte, r io.Reader) (io.Reader, error) {
ciphertext, err := io.ReadAll(r)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: chiffretext lesen: %w", err)
}
plaintext, err := open(dek, ciphertext)
if err != nil {
return nil, err
}
return bytes.NewReader(plaintext), nil
}
+80
View File
@@ -0,0 +1,80 @@
package crypto
import (
"context"
"encoding/base64"
"encoding/json"
"fmt"
"net/http"
"net/url"
)
// KEKProvider liefert den aktuellen, entschlüsselten Tenant-KEK
// (Akzeptanzkriterium 2: KEK kommt ausschließlich von Core API-10/
// API-12). Schmale Schnittstelle, damit Tests einen Fake statt eines
// echten HTTP-Aufrufs einsetzen können.
type KEKProvider interface {
TenantKEK(ctx context.Context, tenantSlug string) ([]byte, error)
}
// tenantKEKResponse entspricht Core internal/kek.tenantKEKResponse
// (JSON-Vertrag: tenant_kek_base64) — dieselbe Struktur, hier
// gespiegelt, da Mail Cores internal/-Pakete nicht importieren kann.
type tenantKEKResponse struct {
TenantKEKBase64 string `json:"tenant_kek_base64"`
}
// HTTPKEKProvider bezieht den Tenant-KEK über Core API-12
// (internal/kek.Handler.TenantKEKHandler, echt laufender Dienst),
// authentifiziert über dasselbe Service-Credential-Verfahren wie jeder
// andere Modul-Core-Aufruf (API-02) — identisches Muster wie DMS
// FDN-09/internal/storage.HTTPUsageReporter aus ARC-01.
type HTTPKEKProvider struct {
endpointURL string
clientID string
clientSecret string
httpClient *http.Client
}
func NewHTTPKEKProvider(endpointURL, clientID, clientSecret string, httpClient *http.Client) *HTTPKEKProvider {
if httpClient == nil {
httpClient = http.DefaultClient
}
return &HTTPKEKProvider{endpointURL: endpointURL, clientID: clientID, clientSecret: clientSecret, httpClient: httpClient}
}
func (p *HTTPKEKProvider) TenantKEK(ctx context.Context, tenantSlug string) ([]byte, error) {
u, err := url.Parse(p.endpointURL)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: kek-endpunkt-url ungültig: %w", err)
}
q := u.Query()
q.Set("tenant", tenantSlug)
u.RawQuery = q.Encode()
req, err := http.NewRequestWithContext(ctx, http.MethodGet, u.String(), nil)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: kek-anfrage aufbauen: %w", err)
}
req.Header.Set("X-Nexarch-Client-Id", p.clientID)
req.Header.Set("X-Nexarch-Client-Secret", p.clientSecret)
resp, err := p.httpClient.Do(req)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: kek-anfrage senden: %w", err)
}
defer func() { _ = resp.Body.Close() }()
if resp.StatusCode != http.StatusOK {
return nil, fmt.Errorf("crypto: kek-bezug von core abgelehnt: status %d", resp.StatusCode)
}
var body tenantKEKResponse
if err := json.NewDecoder(resp.Body).Decode(&body); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: kek-antwort dekodieren: %w", err)
}
kek, err := base64.StdEncoding.DecodeString(body.TenantKEKBase64)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: kek base64-dekodieren: %w", err)
}
return kek, nil
}
+144
View File
@@ -0,0 +1,144 @@
// ARC-08: Tenant-KEK-Rotation. Core (API-10, `internal/kek.Store.
// RotateTenantKEK`) ersetzt den Tenant-KEK durch einen komplett neuen
// Wert — Core selbst hält KEINE Historie vor, `TenantKEKHandler` liefert
// immer nur den AKTUELLEN Schlüssel (siehe kekprovider.go). Damit ARC-08s
// Akzeptanzkriterium 3 ("alte Schlüsselversionen bleiben für
// Lesezugriff kontrolliert verfügbar") erfüllbar ist, muss Mail selbst
// jeden von Core bezogenen Tenant-KEK versioniert zwischenspeichern —
// KEKVersionStore übernimmt genau das, lokal mit einem eigenen,
// ausschließlich über Umgebungsvariable bezogenen Wrap-Schlüssel
// verschlüsselt (kein Klartext-KEK in der Datenbank).
package crypto
import (
"bytes"
"context"
"errors"
"fmt"
"github.com/jackc/pgx/v5"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
// ErrKEKVersionNotFound wird geliefert, wenn die angefragte Version für
// den Mandanten nicht existiert.
var ErrKEKVersionNotFound = errors.New("crypto: kek-version nicht gefunden")
// ErrKEKVersionRevoked wird geliefert, wenn die angefragte Version gezielt
// gesperrt wurde (Pflichtprüfung 2: kompromittierter alter Schlüssel kann
// gezielt gesperrt werden) — der Lesezugriff auf mit dieser Version
// verschlüsselte Altobjekte ist dann bewusst blockiert.
var ErrKEKVersionRevoked = errors.New("crypto: kek-version wurde gesperrt")
// KEKVersionStore verwaltet die Versionshistorie der Tenant-KEKs, die
// dieses Mail-Modul im Lauf der Zeit von Core bezogen hat.
type KEKVersionStore struct {
pool *pgxpool.Pool
localWrapKey []byte
}
// NewKEKVersionStore erzeugt einen Store. localWrapKey verschlüsselt die
// zwischengespeicherten Tenant-KEKs lokal at rest (KEKSize Bytes,
// ausschließlich über Umgebungsvariable bezogen — nie im Code).
func NewKEKVersionStore(pool *pgxpool.Pool, localWrapKey []byte) *KEKVersionStore {
return &KEKVersionStore{pool: pool, localWrapKey: localWrapKey}
}
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert —
// gleiches Muster wie mail/internal/dedup/indexworker (kein zentraler
// Migrationsläufer für Mandanten-Datenbanken im Mail-Modul vorhanden).
func (s *KEKVersionStore) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_kek_versions (
tenant_slug TEXT NOT NULL,
version INT NOT NULL,
wrapped_kek BYTEA NOT NULL,
revoked BOOLEAN NOT NULL DEFAULT false,
created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
PRIMARY KEY (tenant_slug, version)
)
`); err != nil {
return fmt.Errorf("crypto: kek-versionsschema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
// RecordIfNew merkt sich plainKEK als neue Version für tenantSlug, FALLS
// er sich vom zuletzt gespeicherten Wert unterscheidet (Rotation
// erkannt) — bei unverändertem KEK wird keine neue Version angelegt,
// sondern die bestehende Versionsnummer zurückgegeben (Akzeptanzkriterium
// 1: rotierbar verwaltet, nicht bei jedem Aufruf eine neue Version).
func (s *KEKVersionStore) RecordIfNew(ctx context.Context, tenantSlug string, plainKEK []byte) (version int, err error) {
var latestVersion int
var latestWrapped []byte
err = s.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT version, wrapped_kek FROM mail_kek_versions
WHERE tenant_slug = $1 ORDER BY version DESC LIMIT 1
`, tenantSlug).Scan(&latestVersion, &latestWrapped)
switch {
case errors.Is(err, pgx.ErrNoRows):
return s.insertVersion(ctx, tenantSlug, 1, plainKEK)
case err != nil:
return 0, fmt.Errorf("crypto: letzte kek-version lesen: %w", err)
}
latestPlain, err := open(s.localWrapKey, latestWrapped)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("crypto: zwischengespeicherten kek entpacken: %w", err)
}
if bytes.Equal(latestPlain, plainKEK) {
return latestVersion, nil
}
return s.insertVersion(ctx, tenantSlug, latestVersion+1, plainKEK)
}
func (s *KEKVersionStore) insertVersion(ctx context.Context, tenantSlug string, version int, plainKEK []byte) (int, error) {
wrapped, err := seal(s.localWrapKey, plainKEK)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("crypto: kek für zwischenspeicherung verpacken: %w", err)
}
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_kek_versions (tenant_slug, version, wrapped_kek) VALUES ($1, $2, $3)
`, tenantSlug, version, wrapped); err != nil {
return 0, fmt.Errorf("crypto: kek-version speichern: %w", err)
}
return version, nil
}
// Get liefert den entschlüsselten historischen Tenant-KEK einer
// bestimmten Version. Liefert ErrKEKVersionRevoked, wenn die Version
// gezielt gesperrt wurde (Pflichtprüfung 2).
func (s *KEKVersionStore) Get(ctx context.Context, tenantSlug string, version int) ([]byte, error) {
var wrapped []byte
var revoked bool
err := s.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT wrapped_kek, revoked FROM mail_kek_versions
WHERE tenant_slug = $1 AND version = $2
`, tenantSlug, version).Scan(&wrapped, &revoked)
if err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return nil, ErrKEKVersionNotFound
}
return nil, fmt.Errorf("crypto: kek-version lesen: %w", err)
}
if revoked {
return nil, ErrKEKVersionRevoked
}
return open(s.localWrapKey, wrapped)
}
// Revoke sperrt eine Tenant-KEK-Version gezielt (Pflichtprüfung 2):
// nachfolgende Get-Aufrufe für genau diese Version schlagen mit
// ErrKEKVersionRevoked fehl, andere Versionen bleiben unberührt.
func (s *KEKVersionStore) Revoke(ctx context.Context, tenantSlug string, version int) error {
tag, err := s.pool.Exec(ctx, `
UPDATE mail_kek_versions SET revoked = true WHERE tenant_slug = $1 AND version = $2
`, tenantSlug, version)
if err != nil {
return fmt.Errorf("crypto: kek-version sperren: %w", err)
}
if tag.RowsAffected() == 0 {
return ErrKEKVersionNotFound
}
return nil
}
+111
View File
@@ -0,0 +1,111 @@
// Integrationstest (ARC-08): echte Postgres-Instanz, folgt derselben
// Testhost-Konvention wie mail/internal/dedup/indexworker — TEST_TENANT_DSN.
package crypto
import (
"bytes"
"context"
"os"
"testing"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
var testLocalWrapKey = bytes.Repeat([]byte{0x7a}, KEKSize)
func setupKEKVersionStore(t *testing.T, tenantSlug string) *KEKVersionStore {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
store := NewKEKVersionStore(pool, testLocalWrapKey)
if err := store.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_kek_versions WHERE tenant_slug = $1`, tenantSlug)
})
return store
}
func TestKEKVersionStore_RecordIfNewDetectsRotationOnly(t *testing.T) {
tenant := "mandant-arc08-recordifnew"
store := setupKEKVersionStore(t, tenant)
ctx := context.Background()
kekV1 := bytes.Repeat([]byte{0x01}, KEKSize)
v1, err := store.RecordIfNew(ctx, tenant, kekV1)
if err != nil {
t.Fatalf("erste erfassung: %v", err)
}
if v1 != 1 {
t.Fatalf("erwartete version 1, habe %d", v1)
}
// Erneuter Aufruf mit UNVERÄNDERTEM KEK darf keine neue Version anlegen.
vAgain, err := store.RecordIfNew(ctx, tenant, kekV1)
if err != nil {
t.Fatalf("zweite erfassung (unverändert): %v", err)
}
if vAgain != 1 {
t.Fatalf("erwartete weiterhin version 1 bei unverändertem kek, habe %d", vAgain)
}
kekV2 := bytes.Repeat([]byte{0x02}, KEKSize)
v2, err := store.RecordIfNew(ctx, tenant, kekV2)
if err != nil {
t.Fatalf("dritte erfassung (rotiert): %v", err)
}
if v2 != 2 {
t.Fatalf("erwartete version 2 nach rotation, habe %d", v2)
}
gotV1, err := store.Get(ctx, tenant, 1)
if err != nil {
t.Fatalf("get v1: %v", err)
}
if !bytes.Equal(gotV1, kekV1) {
t.Fatal("v1 liefert nicht den ursprünglichen kek zurück")
}
gotV2, err := store.Get(ctx, tenant, 2)
if err != nil {
t.Fatalf("get v2: %v", err)
}
if !bytes.Equal(gotV2, kekV2) {
t.Fatal("v2 liefert nicht den rotierten kek zurück")
}
}
func TestKEKVersionStore_RevokeBlocksOnlyThatVersion(t *testing.T) {
tenant := "mandant-arc08-revoke"
store := setupKEKVersionStore(t, tenant)
ctx := context.Background()
kekV1 := bytes.Repeat([]byte{0x11}, KEKSize)
kekV2 := bytes.Repeat([]byte{0x22}, KEKSize)
if _, err := store.RecordIfNew(ctx, tenant, kekV1); err != nil {
t.Fatalf("v1 erfassen: %v", err)
}
if _, err := store.RecordIfNew(ctx, tenant, kekV2); err != nil {
t.Fatalf("v2 erfassen: %v", err)
}
if err := store.Revoke(ctx, tenant, 1); err != nil {
t.Fatalf("v1 sperren: %v", err)
}
if _, err := store.Get(ctx, tenant, 1); err != ErrKEKVersionRevoked {
t.Fatalf("erwartete ErrKEKVersionRevoked für gesperrte version 1, habe: %v", err)
}
if _, err := store.Get(ctx, tenant, 2); err != nil {
t.Fatalf("version 2 sollte unberührt bleiben: %v", err)
}
}
+131
View File
@@ -0,0 +1,131 @@
// ARC-08: End-zu-Ende-Rotationstest. Nutzt einen fake KEKProvider (echter
// Testkonvention aus ARC-02, siehe encstorage_test.go) statt eines echten
// HTTP-Aufrufs an Core API-12 — Core selbst hat keine rotierbare
// Testschnittstelle über HTTP exponiert (nur der aktuelle KEK ist
// abrufbar), die Rotation wird hier auf Höhe der KEKProvider-Schnittstelle
// simuliert, exakt wie ARC-02 es für Fehlerfälle bereits tut.
package crypto
import (
"bytes"
"context"
"io"
"strings"
"sync"
"testing"
)
// rotatableKEKProvider liefert für einen Mandanten einen aktuell
// gesetzten KEK, der zur Laufzeit "rotiert" werden kann (simuliert Core
// API-10s RotateTenantKEK, dessen Effekt auf API-12 exakt darin besteht,
// dass TenantKEK ab dann einen anderen Wert liefert).
type rotatableKEKProvider struct {
mu sync.Mutex
current []byte
}
func (p *rotatableKEKProvider) TenantKEK(_ context.Context, _ string) ([]byte, error) {
p.mu.Lock()
defer p.mu.Unlock()
return p.current, nil
}
func (p *rotatableKEKProvider) rotate(newKEK []byte) {
p.mu.Lock()
defer p.mu.Unlock()
p.current = newKEK
}
// TestRotation_OldArchiveStaysReadableAfterMasterKeyRotation ist die
// geforderte Pflichtprüfung 1: Rotation des Hauptschlüssels lässt
// Altbestand weiterhin lesbar.
func TestRotation_OldArchiveStaysReadableAfterMasterKeyRotation(t *testing.T) {
tenant := "mandant-arc08-rotation-lesbar"
store := setupKEKVersionStore(t, tenant)
ctx := context.Background()
provider := &rotatableKEKProvider{current: bytes.Repeat([]byte{0x51}, KEKSize)}
svc := NewService(provider).WithVersionStore(store)
// Objekt VOR der Rotation versiegeln.
oldEnvelope, err := svc.Seal(ctx, tenant, strings.NewReader("altbestand vor rotation"))
if err != nil {
t.Fatalf("seal (alt): %v", err)
}
if oldEnvelope.KEKVersion != 1 {
t.Fatalf("erwartete kek-version 1 vor rotation, habe %d", oldEnvelope.KEKVersion)
}
oldCiphertext, err := io.ReadAll(oldEnvelope.Ciphertext)
if err != nil {
t.Fatalf("chiffretext (alt) lesen: %v", err)
}
// Core rotiert den Tenant-Hauptschlüssel — TenantKEK liefert ab jetzt
// einen komplett anderen Wert, exakt wie internal/kek.Store.
// RotateTenantKEK es real bei Core bewirkt.
provider.rotate(bytes.Repeat([]byte{0x52}, KEKSize))
// Objekt NACH der Rotation versiegeln (Akzeptanzkriterium 2: kein
// Neuverschlüsseln des Altbestands nötig, nur neue Objekte nutzen den
// neuen Schlüssel).
newEnvelope, err := svc.Seal(ctx, tenant, strings.NewReader("neuer inhalt nach rotation"))
if err != nil {
t.Fatalf("seal (neu): %v", err)
}
if newEnvelope.KEKVersion != 2 {
t.Fatalf("erwartete kek-version 2 nach rotation, habe %d", newEnvelope.KEKVersion)
}
// Altbestand bleibt über die aufgezeichnete Version lesbar
// (Akzeptanzkriterium 3).
openedOld, err := svc.OpenAtVersion(ctx, tenant, oldEnvelope.KEKVersion, oldEnvelope.WrappedDEK, bytes.NewReader(oldCiphertext))
if err != nil {
t.Fatalf("openatversion (alt, nach rotation): %v", err)
}
plainOld, err := io.ReadAll(openedOld)
if err != nil {
t.Fatalf("altbestand lesen: %v", err)
}
if string(plainOld) != "altbestand vor rotation" {
t.Fatalf("altbestand-inhalt stimmt nicht, habe %q", string(plainOld))
}
// Der naive Open() (aktueller KEK) darf für das ALTE Objekt inzwischen
// NICHT mehr funktionieren — das beweist, dass OpenAtVersion die
// Rotation tatsächlich überbrückt, statt zufällig auch so zu klappen.
if _, err := svc.Open(ctx, tenant, oldEnvelope.WrappedDEK, bytes.NewReader(oldCiphertext)); err == nil {
t.Fatal("erwartete fehler bei Open() des altbestands mit dem NEUEN aktuellen kek, habe nil")
}
}
// TestRotation_CompromisedOldKeyCanBeRevoked ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: kompromittierter alter Schlüssel kann gezielt
// gesperrt werden.
func TestRotation_CompromisedOldKeyCanBeRevoked(t *testing.T) {
tenant := "mandant-arc08-revoke-e2e"
store := setupKEKVersionStore(t, tenant)
ctx := context.Background()
provider := &rotatableKEKProvider{current: bytes.Repeat([]byte{0x61}, KEKSize)}
svc := NewService(provider).WithVersionStore(store)
compromisedEnvelope, err := svc.Seal(ctx, tenant, strings.NewReader("mit kompromittiertem schlüssel versiegelt"))
if err != nil {
t.Fatalf("seal: %v", err)
}
compromisedCiphertext, err := io.ReadAll(compromisedEnvelope.Ciphertext)
if err != nil {
t.Fatalf("chiffretext lesen: %v", err)
}
provider.rotate(bytes.Repeat([]byte{0x62}, KEKSize))
if err := store.Revoke(ctx, tenant, compromisedEnvelope.KEKVersion); err != nil {
t.Fatalf("kompromittierte version sperren: %v", err)
}
_, err = svc.OpenAtVersion(ctx, tenant, compromisedEnvelope.KEKVersion, compromisedEnvelope.WrappedDEK, bytes.NewReader(compromisedCiphertext))
if err == nil {
t.Fatal("erwartete fehler beim lesen mit gesperrter kek-version, habe nil")
}
}
+114
View File
@@ -0,0 +1,114 @@
package crypto
import (
"context"
"fmt"
"io"
)
// Envelope ist das Ergebnis einer Seal-Operation: der Chiffretext-
// Stream plus der mit dem Tenant-KEK verpackte DEK, der zusammen mit
// dem Objekt persistiert werden muss (siehe mail/internal/encstorage).
// KEKVersion identifiziert (ARC-08), MIT welcher Tenant-KEK-Version der
// DEK verpackt wurde — 0, solange kein KEKVersionStore konfiguriert ist
// (Rückwärtskompatibilität, siehe WithVersionStore).
type Envelope struct {
Ciphertext io.Reader
WrappedDEK []byte
KEKVersion int
}
// Service verbindet KEKProvider mit den Envelope-Operationen — Aufrufer
// (mail/internal/encstorage) rufen ausschließlich Service auf, nie die
// Einzelfunktionen aus envelope.go direkt.
type Service struct {
kek KEKProvider
versions *KEKVersionStore
}
func NewService(kek KEKProvider) *Service {
return &Service{kek: kek}
}
// WithVersionStore aktiviert die Tenant-KEK-Versionsverfolgung (ARC-08).
// Ohne aufgerufenes WithVersionStore verhält sich Service exakt wie vor
// ARC-08 (KEKVersion bleibt 0, OpenAtVersion fällt auf Open zurück) —
// bestehende Aufrufer (z. B. encstorage) sind unverändert lauffähig.
func (s *Service) WithVersionStore(store *KEKVersionStore) *Service {
s.versions = store
return s
}
// Seal erzeugt einen neuen DEK (Akzeptanzkriterium 1), verschlüsselt
// plaintext damit und verpackt den DEK mit dem aktuellen Tenant-KEK
// (Akzeptanzkriterium 2 — der KEK wird bei JEDEM Aufruf frisch von Core
// bezogen, nie zwischengespeichert außer in der optionalen
// KEK-Versionshistorie für spätere Altbestands-Lesezugriffe).
func (s *Service) Seal(ctx context.Context, tenantSlug string, plaintext io.Reader) (*Envelope, error) {
dek, err := GenerateDEK()
if err != nil {
return nil, err
}
ciphertext, err := EncryptStream(dek, plaintext)
if err != nil {
return nil, err
}
kek, err := s.kek.TenantKEK(ctx, tenantSlug)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: tenant-kek beziehen: %w", err)
}
wrappedDEK, err := WrapDEK(kek, dek)
if err != nil {
return nil, err
}
var kekVersion int
if s.versions != nil {
kekVersion, err = s.versions.RecordIfNew(ctx, tenantSlug, kek)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: kek-version erfassen: %w", err)
}
}
return &Envelope{Ciphertext: ciphertext, WrappedDEK: wrappedDEK, KEKVersion: kekVersion}, nil
}
// Open entpackt den DEK mit dem AKTUELLEN Tenant-KEK (Akzeptanzkriterium
// 3: nur mit gültigem, mandantenbezogenem Schlüssel möglich — ein
// falscher Tenant-Slug liefert entweder einen falschen KEK von Core
// [dann schlägt UnwrapDEK fehl] oder Core verweigert den Zugriff direkt)
// und entschlüsselt ciphertext damit. Nach einer Tenant-KEK-Rotation bei
// Core funktioniert Open nur noch für Objekte, die mit dem NEUEN KEK
// versiegelt wurden — für Altbestand siehe OpenAtVersion.
func (s *Service) Open(ctx context.Context, tenantSlug string, wrappedDEK []byte, ciphertext io.Reader) (io.Reader, error) {
kek, err := s.kek.TenantKEK(ctx, tenantSlug)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: tenant-kek beziehen: %w", err)
}
dek, err := UnwrapDEK(kek, wrappedDEK)
if err != nil {
return nil, err
}
return DecryptStream(dek, ciphertext)
}
// OpenAtVersion entpackt den DEK mit der beim Seal aufgezeichneten
// historischen Tenant-KEK-Version statt mit dem aktuellen Core-KEK
// (ARC-08 Akzeptanzkriterium 3: Altbestand bleibt nach einer
// Hauptschlüssel-Rotation lesbar). Ist kekVersion 0 oder kein
// KEKVersionStore konfiguriert, verhält es sich wie Open (Rückwärts-
// kompatibilität für vor ARC-08 versiegelte Objekte).
func (s *Service) OpenAtVersion(ctx context.Context, tenantSlug string, kekVersion int, wrappedDEK []byte, ciphertext io.Reader) (io.Reader, error) {
if kekVersion == 0 || s.versions == nil {
return s.Open(ctx, tenantSlug, wrappedDEK, ciphertext)
}
kek, err := s.versions.Get(ctx, tenantSlug, kekVersion)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("crypto: historischen tenant-kek beziehen: %w", err)
}
dek, err := UnwrapDEK(kek, wrappedDEK)
if err != nil {
return nil, err
}
return DecryptStream(dek, ciphertext)
}
+35
View File
@@ -0,0 +1,35 @@
// Package dedup implementiert ARC-03: Dublettenerkennung für
// archivierte E-Mails über einen Inhalts-Hash. Kombiniert bewusst NICHT
// mit mail/internal/storage oder mail/internal/crypto — dieses Paket
// kennt beide nicht, der Aufrufer (spätere Ingest-Tickets) ruft es VOR
// mail/internal/crypto auf.
package dedup
import (
"bytes"
"crypto/sha256"
"encoding/hex"
"fmt"
"io"
)
// HashAndBuffer berechnet den SHA-256-Inhalts-Hash von plaintext.
//
// Bekannter Fehler vermeiden (siehe ARC-03-Ticket): der Hash MUSS auf
// dem Klartext berechnet werden, BEVOR mail/internal/crypto verschlüsselt
// — ein Hash auf dem Chiffretext wäre bei jedem Import anders (neuer
// DEK je Objekt, siehe ARC-02) und Dublettenerkennung würde vollständig
// versagen. Reihenfolge: Mail/Anhang empfangen -> HashAndBuffer (dieses
// Paket) -> verschlüsseln (ARC-02) -> ablegen.
//
// plaintext wird beim Hashen vollständig verbraucht — HashAndBuffer
// liefert deshalb einen erneut lesbaren Reader mit demselben Inhalt für
// den nachfolgenden Verschlüsselungsschritt zurück.
func HashAndBuffer(plaintext io.Reader) (contentHash string, buffered io.Reader, err error) {
var buf bytes.Buffer
hasher := sha256.New()
if _, err := io.Copy(hasher, io.TeeReader(plaintext, &buf)); err != nil {
return "", nil, fmt.Errorf("dedup: klartext hashen: %w", err)
}
return hex.EncodeToString(hasher.Sum(nil)), &buf, nil
}
+58
View File
@@ -0,0 +1,58 @@
package dedup
import (
"io"
"strings"
"testing"
)
func TestHashAndBuffer_SameContentSameHash(t *testing.T) {
h1, buf1, err := HashAndBuffer(strings.NewReader("identischer inhalt"))
if err != nil {
t.Fatal(err)
}
h2, buf2, err := HashAndBuffer(strings.NewReader("identischer inhalt"))
if err != nil {
t.Fatal(err)
}
if h1 != h2 {
t.Fatalf("erwartet identischen hash für identischen inhalt, habe %q vs %q", h1, h2)
}
got1, _ := io.ReadAll(buf1)
got2, _ := io.ReadAll(buf2)
if string(got1) != "identischer inhalt" || string(got2) != "identischer inhalt" {
t.Fatal("buffered reader liefert nicht denselben inhalt zurück wie der ursprüngliche klartext")
}
}
func TestHashAndBuffer_DifferentContentDifferentHash(t *testing.T) {
h1, _, err := HashAndBuffer(strings.NewReader("nachricht a"))
if err != nil {
t.Fatal(err)
}
h2, _, err := HashAndBuffer(strings.NewReader("nachricht b"))
if err != nil {
t.Fatal(err)
}
if h1 == h2 {
t.Fatal("unterschiedlicher inhalt hätte unterschiedlichen hash liefern müssen")
}
}
// TestHashAndBuffer_SlightlyDifferentContentDifferentHash ist die
// geforderte Pflichtprüfung 3: knapp unterschiedliche Nachrichten
// werden korrekt NICHT als Duplikat erkannt.
func TestHashAndBuffer_SlightlyDifferentContentDifferentHash(t *testing.T) {
h1, _, err := HashAndBuffer(strings.NewReader("Betreff: Test\r\n\r\nInhalt der Nachricht."))
if err != nil {
t.Fatal(err)
}
h2, _, err := HashAndBuffer(strings.NewReader("Betreff: Test\r\n\r\nInhalt der Nachricht,"))
if err != nil {
t.Fatal(err)
}
if h1 == h2 {
t.Fatal("ein einziges abweichendes zeichen hätte den hash ändern müssen")
}
}
+75
View File
@@ -0,0 +1,75 @@
package dedup
import (
"context"
"errors"
"fmt"
"github.com/jackc/pgx/v5"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
// Store verwaltet bekannte Inhalts-Hashes je Mandant. tenant_slug ist
// fester Bestandteil des Primärschlüssels (Akzeptanzkriterium 3:
// mandantenübergreifend korrekt getrennt) — auch wenn Store einen mit
// anderen Mandanten geteilten Pool erhält, kann ein Hash-Treffer nie
// über Mandantengrenzen hinweg entstehen.
type Store struct {
pool *pgxpool.Pool
tenantSlug string
}
func NewStore(pool *pgxpool.Pool, tenantSlug string) *Store {
return &Store{pool: pool, tenantSlug: tenantSlug}
}
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert —
// gleiches Muster wie mail/internal/example (kein zentraler
// Migrationsläufer für Mandanten-Datenbanken im Mail-Modul vorhanden).
func (s *Store) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_content_hashes (
tenant_slug TEXT NOT NULL,
content_hash TEXT NOT NULL,
object_key TEXT NOT NULL,
created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
PRIMARY KEY (tenant_slug, content_hash)
)
`); err != nil {
return fmt.Errorf("dedup: schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
// Register trägt contentHash für den Mandanten als neu bekannt ein
// (Akzeptanzkriterium 1) und referenziert das Original, statt es
// redundant zu speichern (Akzeptanzkriterium 2): existiert derselbe
// Hash für DIESEN Mandanten bereits mit einem ANDEREN object_key,
// liefert Register isDuplicate=true und den object_key des Originals —
// der Aufrufer legt den neuen Inhalt dann NICHT ab.
func (s *Store) Register(ctx context.Context, contentHash, objectKey string) (isDuplicate bool, existingKey string, err error) {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_content_hashes (tenant_slug, content_hash, object_key)
VALUES ($1, $2, $3)
ON CONFLICT (tenant_slug, content_hash) DO NOTHING
`, s.tenantSlug, contentHash, objectKey); err != nil {
return false, "", fmt.Errorf("dedup: hash eintragen: %w", err)
}
var storedKey string
err = s.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT object_key FROM mail_content_hashes
WHERE tenant_slug = $1 AND content_hash = $2
`, s.tenantSlug, contentHash).Scan(&storedKey)
if err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return false, "", fmt.Errorf("dedup: gerade eingetragenen hash nicht wiedergefunden")
}
return false, "", fmt.Errorf("dedup: eintrag lesen: %w", err)
}
if storedKey != objectKey {
return true, storedKey, nil
}
return false, "", nil
}
@@ -0,0 +1,94 @@
// Integrationstest (ARC-03): echte Postgres-Instanz, folgt derselben
// Testhost-Konvention wie mail/internal/example (QA-01) — TEST_TENANT_DSN.
package dedup
import (
"context"
"os"
"testing"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
func setupStore(t *testing.T, tenantSlug string) *Store {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
store := NewStore(pool, tenantSlug)
if err := store.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_content_hashes WHERE tenant_slug = $1`, tenantSlug)
})
return store
}
// TestRegister_SameMessageFromTwoSourcesIsDuplicate ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1: dieselbe Nachricht aus zwei Quellen wird als
// Duplikat erkannt.
func TestRegister_SameMessageFromTwoSourcesIsDuplicate(t *testing.T) {
store := setupStore(t, "mandant-arc03-a")
ctx := context.Background()
hash := "fixierter-inhalts-hash-fuer-test-1"
isDup, _, err := store.Register(ctx, hash, "quelle-1/objekt")
if err != nil {
t.Fatalf("erste registrierung: %v", err)
}
if isDup {
t.Fatal("erste registrierung eines hashes darf kein duplikat sein")
}
isDup, existing, err := store.Register(ctx, hash, "quelle-2/objekt")
if err != nil {
t.Fatalf("zweite registrierung: %v", err)
}
if !isDup {
t.Fatal("erwartet: dieselbe nachricht aus zweiter quelle wird als duplikat erkannt")
}
if existing != "quelle-1/objekt" {
t.Fatalf("erwartet referenz auf das original quelle-1/objekt, habe %q", existing)
}
}
// TestRegister_SameContentTwoTenantsNotLinked ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: zwei Mandanten mit identischem Mailinhalt werden
// nicht fälschlich verknüpft.
func TestRegister_SameContentTwoTenantsNotLinked(t *testing.T) {
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
storeA := setupStore(t, "mandant-arc03-x")
storeB := setupStore(t, "mandant-arc03-y")
ctx := context.Background()
hash := "identischer-inhalt-ueber-zwei-mandanten-hinweg"
isDupA, _, err := storeA.Register(ctx, hash, "mandant-x/objekt")
if err != nil {
t.Fatalf("mandant a: %v", err)
}
if isDupA {
t.Fatal("erste registrierung bei mandant a darf kein duplikat sein")
}
isDupB, existingB, err := storeB.Register(ctx, hash, "mandant-y/objekt")
if err != nil {
t.Fatalf("mandant b: %v", err)
}
if isDupB {
t.Fatalf("mandant b wurde fälschlich mit mandant a verknüpft, existing=%q", existingB)
}
}
+138
View File
@@ -0,0 +1,138 @@
// Package encstorage implementiert ARC-02s Anbindung an ARC-01: jedes
// archivierte Objekt wird VOR dem Schreiben über
// mail/internal/storage.Service verschlüsselt (Akzeptanzkriterium 1).
// Kombiniert bewusst zwei bereits fertige, unveränderte Pakete
// (mail/internal/storage aus ARC-01, mail/internal/crypto aus ARC-02)
// statt eines davon zu erweitern — kein Umbau angrenzender Bereiche.
//
// Reihenfolge beachtet (Ticket "Bekannte Fehler vermeiden"): ein
// SHA-256-Hash für Dublettenerkennung (ARC-03) muss auf dem KLARTEXT
// berechnet werden, BEVOR diese Verschlüsselung angewendet wird — das
// ist Sache des Aufrufers (ARC-03, außerhalb dieses Pakets), dieses
// Paket nimmt bereits fertigen Klartext entgegen und verschlüsselt ihn
// sofort, hält ihn nicht länger als nötig im Speicher.
package encstorage
import (
"bytes"
"context"
"errors"
"fmt"
"io"
"strconv"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/crypto"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/storage"
)
// wrappedDEKKey ist der Sidecar-Objektschlüssel für den mit dem
// Tenant-KEK verpackten DEK — liegt im selben Storage-Backend wie der
// Chiffretext, analog zum Prüfsummen-Sidecar aus ARC-01.
func wrappedDEKKey(key string) string {
return key + ".dek"
}
// kekVersionKey ist der Sidecar-Objektschlüssel für die Tenant-KEK-
// Version, mit der der DEK verpackt wurde (ARC-08 Akzeptanzkriterium 3).
// Fehlt dieser Sidecar (vor ARC-08 geschriebene Objekte), wird Version 0
// angenommen — GetDecrypted verhält sich dann wie vor ARC-08.
func kekVersionKey(key string) string {
return key + ".dek.version"
}
// Service verbindet Storage (ARC-01) und Crypto (ARC-02): der Rest von
// Mail ruft AUSSCHLIESSLICH diesen Service auf, nie storage.Service
// direkt mit Klartext — das verhindert einen Schreibpfad, der die
// Verschlüsselung vergisst (Akzeptanzkriterium 1).
type Service struct {
storage *storage.Service
crypto *crypto.Service
}
func NewService(storageSvc *storage.Service, cryptoSvc *crypto.Service) *Service {
return &Service{storage: storageSvc, crypto: cryptoSvc}
}
// Put verschlüsselt plaintext (Akzeptanzkriterium 1/2: neuer DEK je
// Objekt, mit dem per API-12 bezogenen Tenant-KEK verpackt) und legt
// Chiffretext + verpackten DEK über storage.Service ab (Prüfsumme,
// Nutzungsmeldung — ARC-01 unverändert wiederverwendet).
func (s *Service) Put(ctx context.Context, tenantSlug, key string, plaintext io.Reader, contentType string) error {
env, err := s.crypto.Seal(ctx, tenantSlug, plaintext)
if err != nil {
return fmt.Errorf("encstorage: verschlüsseln: %w", err)
}
ciphertext, err := io.ReadAll(env.Ciphertext)
if err != nil {
return fmt.Errorf("encstorage: chiffretext lesen: %w", err)
}
if _, err := s.storage.Put(ctx, key, bytes.NewReader(ciphertext), int64(len(ciphertext)), contentType); err != nil {
return fmt.Errorf("encstorage: chiffretext speichern: %w", err)
}
if _, err := s.storage.Put(ctx, wrappedDEKKey(key), bytes.NewReader(env.WrappedDEK), int64(len(env.WrappedDEK)), "application/octet-stream"); err != nil {
return fmt.Errorf("encstorage: verpackten dek speichern: %w", err)
}
if env.KEKVersion != 0 {
versionBytes := []byte(strconv.Itoa(env.KEKVersion))
if _, err := s.storage.Put(ctx, kekVersionKey(key), bytes.NewReader(versionBytes), int64(len(versionBytes)), "text/plain"); err != nil {
return fmt.Errorf("encstorage: kek-version speichern: %w", err)
}
}
return nil
}
// GetDecrypted liest Chiffretext (über storage.GetVerified — ARC-01s
// Prüfsummenverifikation wird dabei mitgenutzt) und verpackten DEK,
// entpackt den DEK mit dem AKTUELLEN Tenant-KEK und entschlüsselt den
// Inhalt (Akzeptanzkriterium 3: nur mit gültigem, mandantenbezogenem
// Schlüssel möglich).
func (s *Service) GetDecrypted(ctx context.Context, tenantSlug, key string) ([]byte, error) {
ciphertext, err := s.storage.GetVerified(ctx, key)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("encstorage: chiffretext lesen: %w", err)
}
dekReader, err := s.storage.Get(ctx, wrappedDEKKey(key))
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("encstorage: verpackten dek lesen: %w", err)
}
defer func() { _ = dekReader.Close() }()
wrappedDEK, err := io.ReadAll(dekReader)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("encstorage: verpackten dek lesen: %w", err)
}
kekVersion, err := s.readKEKVersion(ctx, key)
if err != nil {
return nil, err
}
plaintextReader, err := s.crypto.OpenAtVersion(ctx, tenantSlug, kekVersion, wrappedDEK, bytes.NewReader(ciphertext))
if err != nil {
return nil, err
}
return io.ReadAll(plaintextReader)
}
// readKEKVersion liest den Versions-Sidecar (ARC-08). Fehlt er (vor
// ARC-08 geschriebene Objekte, oder ein Seal ohne konfigurierten
// KEKVersionStore), gilt Version 0 — crypto.Service.OpenAtVersion fällt
// dafür auf das unveränderte Open-Verhalten zurück.
func (s *Service) readKEKVersion(ctx context.Context, key string) (int, error) {
reader, err := s.storage.Get(ctx, kekVersionKey(key))
if err != nil {
if errors.Is(err, storage.ErrNotFound) {
return 0, nil
}
return 0, fmt.Errorf("encstorage: kek-version lesen: %w", err)
}
defer func() { _ = reader.Close() }()
raw, err := io.ReadAll(reader)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("encstorage: kek-version lesen: %w", err)
}
version, err := strconv.Atoi(string(raw))
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("encstorage: kek-version parsen: %w", err)
}
return version, nil
}
+138
View File
@@ -0,0 +1,138 @@
package encstorage
import (
"bytes"
"context"
"errors"
"os"
"path/filepath"
"strings"
"testing"
"time"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/crypto"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/storage"
)
type fakeUsageReporter struct{}
func (fakeUsageReporter) Report(_ context.Context, _, _ string, _ int64) error { return nil }
// fakeKEKProvider liefert einen festen, mandantenspezifischen KEK —
// simuliert Core API-12, ohne den echten Dienst für Unit-Tests zu
// brauchen. "richtiger-tenant" hat einen bekannten KEK, jeder andere
// Tenant-Slug liefert einen ANDEREN (falschen) KEK — genau der Fall,
// den Pflichtprüfung 2 testet.
type fakeKEKProvider struct {
keksByTenant map[string][]byte
}
func (f fakeKEKProvider) TenantKEK(_ context.Context, tenantSlug string) ([]byte, error) {
if kek, ok := f.keksByTenant[tenantSlug]; ok {
return kek, nil
}
// Unbekannter Tenant bekommt einen ANDEREN zufälligen KEK (nicht
// abgelehnt auf Core-Seite in diesem Fake, aber garantiert falsch —
// entspricht dem realen Fall, dass ein falscher Tenant-Slug einen
// anderen KEK liefert und die Entschlüsselung deshalb scheitert).
return bytes.Repeat([]byte{0xFF}, crypto.KEKSize), nil
}
func newTestServiceWithDir(t *testing.T) (*Service, string) {
t.Helper()
dir := t.TempDir()
storageSvc := storage.NewService(storage.NewLocalDriver(dir), fakeUsageReporter{}, "acme")
kekProvider := fakeKEKProvider{keksByTenant: map[string][]byte{
"richtiger-tenant": bytes.Repeat([]byte{0x42}, crypto.KEKSize),
}}
cryptoSvc := crypto.NewService(kekProvider)
return NewService(storageSvc, cryptoSvc), dir
}
// TestPut_RawStorageAccessWithoutKeyYieldsNoReadableContent ist die
// geforderte Pflichtprüfung 1: Zugriff auf Rohspeicher ohne Schlüssel
// liefert keine lesbaren Inhalte.
func TestPut_RawStorageAccessWithoutKeyYieldsNoReadableContent(t *testing.T) {
svc, dir := newTestServiceWithDir(t)
ctx := context.Background()
key := storage.ObjectKey("msg-enc-1", 0)
plaintext := "STRENG GEHEIMER E-MAIL-INHALT, NICHT IM KLARTEXT AUF DER PLATTE"
if err := svc.Put(ctx, "richtiger-tenant", key, strings.NewReader(plaintext), "text/plain"); err != nil {
t.Fatalf("put: %v", err)
}
// Direkter Dateisystemzugriff, UMGEHT den Service/die Entschlüsselung
// vollständig — simuliert "Rohspeicher ohne Schlüssel".
raw, err := os.ReadFile(filepath.Join(dir, filepath.FromSlash(key)))
if err != nil {
t.Fatalf("rohdatei lesen: %v", err)
}
if bytes.Contains(raw, []byte(plaintext)) {
t.Fatalf("klartext ist unverschlüsselt im rohspeicher auffindbar: %q enthält %q", raw, plaintext)
}
if bytes.Contains(raw, []byte("STRENG GEHEIMER")) || bytes.Contains(raw, []byte("GEHEIM")) {
t.Fatal("erkennbare klartext-fragmente im rohspeicher gefunden")
}
}
// TestGetDecrypted_WrongTenantKeyDeniesDecryption ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: falscher Mandantenschlüssel verweigert
// Entschlüsselung.
func TestGetDecrypted_WrongTenantKeyDeniesDecryption(t *testing.T) {
svc, _ := newTestServiceWithDir(t)
ctx := context.Background()
key := storage.ObjectKey("msg-enc-2", 0)
plaintext := "inhalt fuer richtiger-tenant"
if err := svc.Put(ctx, "richtiger-tenant", key, strings.NewReader(plaintext), "text/plain"); err != nil {
t.Fatalf("put: %v", err)
}
// Korrekter Tenant kann entschlüsseln.
got, err := svc.GetDecrypted(ctx, "richtiger-tenant", key)
if err != nil {
t.Fatalf("getdecrypted (richtiger tenant): %v", err)
}
if string(got) != plaintext {
t.Fatalf("falscher inhalt: %q", got)
}
// FALSCHER Mandant (anderer Tenant-Slug -> anderer KEK) muss
// abgelehnt werden.
_, err = svc.GetDecrypted(ctx, "falscher-tenant", key)
if !errors.Is(err, crypto.ErrDecryptFailed) {
t.Fatalf("erwartet ErrDecryptFailed bei falschem mandantenschlüssel, habe: %v", err)
}
}
// TestPut_AcceptableEncryptionOverhead ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: Performance-Test bestätigt akzeptablen Overhead
// durch Verschlüsselung.
func TestPut_AcceptableEncryptionOverhead(t *testing.T) {
svc, _ := newTestServiceWithDir(t)
ctx := context.Background()
// ~64 KiB Nutzlast, realistische Anhanggröße.
payload := strings.Repeat("x", 64*1024)
const count = 50
start := time.Now()
for i := 0; i < count; i++ {
key := storage.ObjectKey("msg-perf", i)
if err := svc.Put(ctx, "richtiger-tenant", key, strings.NewReader(payload), "application/octet-stream"); err != nil {
t.Fatalf("put #%d: %v", i, err)
}
}
elapsed := time.Since(start)
avgPerObject := elapsed / count
// Großzügige Grenze (50ms je 64-KiB-Objekt inkl. AES-GCM,
// Prüfsumme, Sidecar-Schreiben, Rücklese-Verifikation aus ARC-01) —
// Ziel: Nachweis, dass Verschlüsselung keinen unverhältnismäßigen
// Overhead verursacht, nicht ein knallhartes SLA.
if avgPerObject > 50*time.Millisecond {
t.Fatalf("erwartet akzeptablen verschlüsselungs-overhead (<50ms/64KiB-objekt), habe %v/objekt (gesamt %v für %d objekte)", avgPerObject, elapsed, count)
}
t.Logf("Verschlüsselungs-Performance: %d×64KiB-Objekte in %v (%v/Objekt)", count, elapsed, avgPerObject)
}
+36
View File
@@ -0,0 +1,36 @@
package example
import (
"encoding/json"
"net/http"
)
// NormalizeHandler ist das E2E-Test-Beispiel (QA-01): ein echter
// HTTP-Endpunkt, gegen den ein Test einen vollständigen Request-Response-
// Zyklus fährt (httptest.Server, echter TCP-Roundtrip, kein reiner
// Funktionsaufruf). Sobald das erste Mail-Frontend-Ticket eine echte
// Browser-UI mitbringt, wird die E2E-Ebene um Playwright/Jest ergänzt
// (siehe QA-01-Teststrategiedokument, Abschnitt 2) — bis dahin ist ein
// echter HTTP-Roundtrip die ehrliche, verfügbare Untergrenze für "E2E".
type normalizeRequest struct {
Address string `json:"address"`
}
type normalizeResponse struct {
Normalized string `json:"normalized"`
}
func NormalizeHandler(w http.ResponseWriter, r *http.Request) {
var req normalizeRequest
if err := json.NewDecoder(r.Body).Decode(&req); err != nil {
http.Error(w, "ungültiger request-body", http.StatusBadRequest)
return
}
normalized, err := NormalizeAddress(req.Address)
if err != nil {
http.Error(w, err.Error(), http.StatusBadRequest)
return
}
w.Header().Set("Content-Type", "application/json")
_ = json.NewEncoder(w).Encode(normalizeResponse{Normalized: normalized})
}
+51
View File
@@ -0,0 +1,51 @@
// E2E-Test-Beispiel (QA-01 Akzeptanzkriterium 1/Prüfung 2): echter
// HTTP-Request über einen laufenden httptest.Server (TCP-Roundtrip),
// nicht nur ein Funktionsaufruf im selben Prozess.
package example
import (
"bytes"
"encoding/json"
"net/http"
"net/http/httptest"
"testing"
)
func TestNormalizeHandler_RealHTTPRoundTrip(t *testing.T) {
server := httptest.NewServer(http.HandlerFunc(NormalizeHandler))
defer server.Close()
body, _ := json.Marshal(normalizeRequest{Address: "Kunde@Beispiel.DE"})
resp, err := http.Post(server.URL, "application/json", bytes.NewReader(body))
if err != nil {
t.Fatalf("post: %v", err)
}
defer func() { _ = resp.Body.Close() }()
if resp.StatusCode != http.StatusOK {
t.Fatalf("status = %d, want 200", resp.StatusCode)
}
var out normalizeResponse
if err := json.NewDecoder(resp.Body).Decode(&out); err != nil {
t.Fatalf("antwort dekodieren: %v", err)
}
if out.Normalized != "Kunde@beispiel.de" {
t.Fatalf("got %q", out.Normalized)
}
}
func TestNormalizeHandler_InvalidAddressReturns400(t *testing.T) {
server := httptest.NewServer(http.HandlerFunc(NormalizeHandler))
defer server.Close()
body, _ := json.Marshal(normalizeRequest{Address: "keine-gueltige-adresse"})
resp, err := http.Post(server.URL, "application/json", bytes.NewReader(body))
if err != nil {
t.Fatalf("post: %v", err)
}
defer func() { _ = resp.Body.Close() }()
if resp.StatusCode != http.StatusBadRequest {
t.Fatalf("status = %d, want 400", resp.StatusCode)
}
}
+26
View File
@@ -0,0 +1,26 @@
// Package example dient QA-01 (Mail): liefert je Testart (Unit,
// Integration, E2E) genau EIN reales, lauffähiges Beispiel, an dem sich
// spätere Mail-Tickets orientieren können — keine Wegwerf-Demo, sondern
// eine tatsächlich nützliche, kleine Funktion (Adress-Normalisierung),
// die spätere Ticket (z. B. ING-01/ING-04) ohnehin brauchen werden.
package example
import (
"errors"
"strings"
)
var ErrInvalidAddress = errors.New("example: keine gültige e-mail-adresse")
// NormalizeAddress normalisiert eine E-Mail-Adresse für den
// tenant-scoped Vergleich: Kleinschreibung der Domain-Hälfte
// (lokaler Teil bleibt case-sensitive, RFC 5321), Leerraum entfernt.
func NormalizeAddress(addr string) (string, error) {
addr = strings.TrimSpace(addr)
at := strings.LastIndex(addr, "@")
if at <= 0 || at == len(addr)-1 {
return "", ErrInvalidAddress
}
local, domain := addr[:at], addr[at+1:]
return local + "@" + strings.ToLower(domain), nil
}
+38
View File
@@ -0,0 +1,38 @@
// Unit-Test-Beispiel (QA-01 Akzeptanzkriterium 1/Prüfung 2): keine
// externe Abhängigkeit (DB, Netzwerk), reine Funktionsprüfung.
package example
import (
"errors"
"testing"
)
func TestNormalizeAddress_LowercasesDomainOnly(t *testing.T) {
got, err := NormalizeAddress("User.Name@Example.COM")
if err != nil {
t.Fatalf("unerwarteter fehler: %v", err)
}
want := "User.Name@example.com"
if got != want {
t.Fatalf("got %q, want %q", got, want)
}
}
func TestNormalizeAddress_TrimsWhitespace(t *testing.T) {
got, err := NormalizeAddress(" user@example.com ")
if err != nil {
t.Fatalf("unerwarteter fehler: %v", err)
}
if got != "user@example.com" {
t.Fatalf("got %q", got)
}
}
func TestNormalizeAddress_RejectsInvalidInput(t *testing.T) {
cases := []string{"", "no-at-sign", "@nolocalpart.com", "trailing@"}
for _, c := range cases {
if _, err := NormalizeAddress(c); !errors.Is(err, ErrInvalidAddress) {
t.Fatalf("input %q: erwartet ErrInvalidAddress, habe: %v", c, err)
}
}
}
+42
View File
@@ -0,0 +1,42 @@
package example
import (
"context"
"fmt"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
// AddressStore ist das Integrationstest-Beispiel (QA-01): eine
// minimale, aber echte DB-gestützte Komponente — nutzt dieselbe
// Tenant-DB-Isolationskonvention wie DMS/Archive (t.Cleanup, geteilte
// physische Postgres-Instanz auf dem Testhost).
type AddressStore struct {
pool *pgxpool.Pool
}
func NewAddressStore(pool *pgxpool.Pool) *AddressStore {
return &AddressStore{pool: pool}
}
func (s *AddressStore) SaveNormalized(ctx context.Context, addr string) (string, error) {
normalized, err := NormalizeAddress(addr)
if err != nil {
return "", err
}
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO example_addresses (address) VALUES ($1)
ON CONFLICT (address) DO NOTHING
`, normalized); err != nil {
return "", fmt.Errorf("example: adresse speichern: %w", err)
}
return normalized, nil
}
func (s *AddressStore) Exists(ctx context.Context, addr string) (bool, error) {
var exists bool
if err := s.pool.QueryRow(ctx, `SELECT EXISTS(SELECT 1 FROM example_addresses WHERE address = $1)`, addr).Scan(&exists); err != nil {
return false, fmt.Errorf("example: existenz prüfen: %w", err)
}
return exists, nil
}
@@ -0,0 +1,69 @@
// Integrations-Test-Beispiel (QA-01 Akzeptanzkriterium 1/Prüfung 2):
// echte Postgres-Instanz, folgt derselben Testhost-Konvention wie
// DMS/Archive/Core (TEST_TENANT_DSN, t.Cleanup, geteilte physische
// Instanz auf 192.168.1.131 — siehe project-nexarch-test-infra).
package example
import (
"context"
"os"
"testing"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
func setupTest(t *testing.T) *pgxpool.Pool {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
if _, err := pool.Exec(ctx, `
CREATE TABLE IF NOT EXISTS example_addresses (
address TEXT PRIMARY KEY
);
`); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `TRUNCATE example_addresses`)
})
return pool
}
func TestAddressStore_SaveAndCheckExists(t *testing.T) {
pool := setupTest(t)
store := NewAddressStore(pool)
ctx := context.Background()
normalized, err := store.SaveNormalized(ctx, "Kunde@Beispiel.DE")
if err != nil {
t.Fatalf("savenormalized: %v", err)
}
if normalized != "Kunde@beispiel.de" {
t.Fatalf("erwartet normalisierte adresse, habe %q", normalized)
}
exists, err := store.Exists(ctx, normalized)
if err != nil {
t.Fatal(err)
}
if !exists {
t.Fatal("erwartet real gespeicherte adresse")
}
notExists, err := store.Exists(ctx, "unbekannt@beispiel.de")
if err != nil {
t.Fatal(err)
}
if notExists {
t.Fatal("nie gespeicherte adresse haette nicht existieren duerfen")
}
}
@@ -0,0 +1,9 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_folder_state (
tenant_slug TEXT NOT NULL,
mailbox_name TEXT NOT NULL,
uidvalidity BIGINT NOT NULL,
uidnext BIGINT NOT NULL,
created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
updated_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
PRIMARY KEY (tenant_slug, mailbox_name)
)
@@ -0,0 +1,8 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_folder_state_events (
id BIGSERIAL PRIMARY KEY,
tenant_slug TEXT NOT NULL,
mailbox_name TEXT NOT NULL,
event_type TEXT NOT NULL CHECK (event_type IN ('uid_assigned', 'deleted', 'rebuilt')),
uid BIGINT,
created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now()
)
+251
View File
@@ -0,0 +1,251 @@
// Package folderstate implementiert ING-05: Folder-State-Verwaltung
// inklusive UIDVALIDITY/UIDNEXT-Handling für IMAP-Ordner (RFC 3501
// §2.3.1.1), damit Clients (mail/internal/imap, ING-01) und
// Importvorgänge (IMP-01) konsistente Sichten erhalten. Persistiert in
// Postgres, gleiches Muster wie mail/internal/dedup/indexworker/
// savedsearch — kein zentraler Migrationsläufer für Mandanten-
// Datenbanken im Mail-Modul vorhanden, EnsureSchema legt die Tabellen
// idempotent an.
//
// Bekannten Fehler vermeiden (siehe ING-01/repos-analyse-mail-reuse.md):
// archivmail brach den Resync bei UIDVALIDITY=0 nicht-konformer Server —
// dieses Paket erzeugt UIDVALIDITY selbst (Unix-Zeitstempel beim
// Ordner-Neuaufbau, garantiert > 0 und monoton wachsend über
// aufeinanderfolgende Neuaufbauten hinweg) statt einen von außen
// gelieferten Wert unbesehen zu übernehmen.
package folderstate
import (
"context"
_ "embed"
"errors"
"fmt"
"time"
"github.com/jackc/pgx/v5"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
//go:embed migrations/0001_mail_folder_state.sql
var schemaMigration string
//go:embed migrations/0002_mail_folder_state_events.sql
var eventsSchemaMigration string
// EventType (Akzeptanzkriterium 3: State-Änderungen nachvollziehbar
// persistiert).
const (
EventUIDAssigned = "uid_assigned"
EventDeleted = "deleted"
EventRebuilt = "rebuilt"
)
// FolderState ist der aktuelle UIDVALIDITY/UIDNEXT-Zustand eines Ordners.
type FolderState struct {
TenantSlug string
MailboxName string
UIDValidity uint64
UIDNext uint64
}
// Event ist ein einzelner, nachvollziehbarer Zustandsänderungseintrag.
type Event struct {
EventType string
UID *uint64
CreatedAt time.Time
}
// Store verwaltet Folder-State je Mandant und Postfach.
type Store struct {
pool *pgxpool.Pool
// now ist austauschbar für Tests (deterministische UIDVALIDITY-Werte).
now func() time.Time
}
func NewStore(pool *pgxpool.Pool) *Store {
return &Store{pool: pool, now: time.Now}
}
// EnsureSchema legt die Tabellen an, falls sie noch nicht existieren.
func (s *Store) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("folderstate: schema anlegen: %w", err)
}
if _, err := s.pool.Exec(ctx, eventsSchemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("folderstate: ereignis-schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
// GetOrCreate liefert den aktuellen Zustand eines Ordners und legt ihn
// bei erstem Zugriff neu an (UIDNEXT beginnt bei 1, RFC 3501 §2.3.1.1).
// Konsistent bei parallelem Zugriff (Akzeptanzkriterium 2): INSERT ...
// ON CONFLICT DO NOTHING + Rücklese, kein Lese-dann-Schreib-Fenster.
func (s *Store) GetOrCreate(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) (FolderState, error) {
uidvalidity := s.newUIDValidity()
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_folder_state (tenant_slug, mailbox_name, uidvalidity, uidnext)
VALUES ($1, $2, $3, 1)
ON CONFLICT (tenant_slug, mailbox_name) DO NOTHING
`, tenantSlug, mailboxName, uidvalidity); err != nil {
return FolderState{}, fmt.Errorf("folderstate: ordner anlegen: %w", err)
}
return s.CurrentState(ctx, tenantSlug, mailboxName)
}
// CurrentState liest den Zustand ohne ihn anzulegen (Akzeptanzkriterium
// 2: konsistente Sicht bei SELECT/EXAMINE).
func (s *Store) CurrentState(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) (FolderState, error) {
var st FolderState
st.TenantSlug = tenantSlug
st.MailboxName = mailboxName
err := s.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT uidvalidity, uidnext FROM mail_folder_state
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
`, tenantSlug, mailboxName).Scan(&st.UIDValidity, &st.UIDNext)
if err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return FolderState{}, ErrNotFound
}
return FolderState{}, fmt.Errorf("folderstate: zustand lesen: %w", err)
}
return st, nil
}
// ErrNotFound wird geliefert, wenn für den angefragten Ordner noch kein
// Zustand existiert (GetOrCreate anlegen lassen, statt hier zu raten).
var ErrNotFound = errors.New("folderstate: ordner nicht gefunden")
// NextUID vergibt atomar die nächste UID für eine neu eintreffende
// Nachricht (Akzeptanzkriterium 1/3) und protokolliert die Vergabe.
// Nebenläufigkeitssicher: UPDATE ... RETURNING läuft unter Postgres'
// Zeilensperre, zwei gleichzeitige Aufrufe für denselben Ordner können
// niemals dieselbe UID liefern (Pflichtprüfung 2).
func (s *Store) NextUID(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) (uid uint64, err error) {
tx, err := s.pool.Begin(ctx)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("folderstate: transaktion starten: %w", err)
}
defer func() { _ = tx.Rollback(ctx) }()
err = tx.QueryRow(ctx, `
UPDATE mail_folder_state
SET uidnext = uidnext + 1, updated_at = now()
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
RETURNING uidnext - 1
`, tenantSlug, mailboxName).Scan(&uid)
if err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return 0, ErrNotFound
}
return 0, fmt.Errorf("folderstate: uid vergeben: %w", err)
}
if _, err := tx.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_folder_state_events (tenant_slug, mailbox_name, event_type, uid)
VALUES ($1, $2, $3, $4)
`, tenantSlug, mailboxName, EventUIDAssigned, uid); err != nil {
return 0, fmt.Errorf("folderstate: ereignis protokollieren: %w", err)
}
if err := tx.Commit(ctx); err != nil {
return 0, fmt.Errorf("folderstate: uid-vergabe committen: %w", err)
}
return uid, nil
}
// RecordDeletion protokolliert die Löschung einer Nachricht mit
// gegebener UID (Akzeptanzkriterium 3). UIDNEXT bleibt unverändert —
// gelöschte UIDs werden gemäß RFC 3501 niemals wiederverwendet.
func (s *Store) RecordDeletion(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string, uid uint64) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_folder_state_events (tenant_slug, mailbox_name, event_type, uid)
VALUES ($1, $2, $3, $4)
`, tenantSlug, mailboxName, EventDeleted, uid); err != nil {
return fmt.Errorf("folderstate: löschung protokollieren: %w", err)
}
return nil
}
// Rebuild simuliert einen Ordner-Neuaufbau (z. B. nach erkannter
// Inkonsistenz oder bei einem Server, der seinerseits eine neue
// UIDVALIDITY meldet): vergibt eine garantiert neue UIDVALIDITY und
// setzt UIDNEXT zurück auf 1 (Pflichtprüfung 1).
func (s *Store) Rebuild(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) (FolderState, error) {
candidateUIDValidity := s.newUIDValidity()
tx, err := s.pool.Begin(ctx)
if err != nil {
return FolderState{}, fmt.Errorf("folderstate: transaktion starten: %w", err)
}
defer func() { _ = tx.Rollback(ctx) }()
// GREATEST(...)+1 garantiert eine STRENG größere UIDVALIDITY als die
// bisherige, unabhängig von der Uhrenauflösung — zwei Neuaufbauten
// innerhalb derselben Nanosekunde dürfen niemals denselben Wert
// liefern (Pflichtprüfung 1).
var newUIDValidity uint64
err = tx.QueryRow(ctx, `
UPDATE mail_folder_state
SET uidvalidity = GREATEST(uidvalidity + 1, $3), uidnext = 1, updated_at = now()
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
RETURNING uidvalidity
`, tenantSlug, mailboxName, candidateUIDValidity).Scan(&newUIDValidity)
if err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return FolderState{}, ErrNotFound
}
return FolderState{}, fmt.Errorf("folderstate: neuaufbau: %w", err)
}
if _, err := tx.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_folder_state_events (tenant_slug, mailbox_name, event_type)
VALUES ($1, $2, $3)
`, tenantSlug, mailboxName, EventRebuilt); err != nil {
return FolderState{}, fmt.Errorf("folderstate: neuaufbau-ereignis protokollieren: %w", err)
}
if err := tx.Commit(ctx); err != nil {
return FolderState{}, fmt.Errorf("folderstate: neuaufbau committen: %w", err)
}
return FolderState{TenantSlug: tenantSlug, MailboxName: mailboxName, UIDValidity: newUIDValidity, UIDNext: 1}, nil
}
// Events liefert die protokollierten Zustandsänderungen eines Ordners in
// zeitlicher Reihenfolge (Akzeptanzkriterium 3: nachvollziehbar).
func (s *Store) Events(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) ([]Event, error) {
rows, err := s.pool.Query(ctx, `
SELECT event_type, uid, created_at FROM mail_folder_state_events
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
ORDER BY id ASC
`, tenantSlug, mailboxName)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("folderstate: ereignisse lesen: %w", err)
}
defer rows.Close()
var events []Event
for rows.Next() {
var e Event
var uid *int64
if err := rows.Scan(&e.EventType, &uid, &e.CreatedAt); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("folderstate: ereigniszeile lesen: %w", err)
}
if uid != nil {
u := uint64(*uid)
e.UID = &u
}
events = append(events, e)
}
if err := rows.Err(); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("folderstate: ereignisse iterieren: %w", err)
}
return events, nil
}
// newUIDValidity erzeugt eine garantiert positive, für praktische Zwecke
// eindeutige UIDVALIDITY (Unix-Nanosekunden) — vermeidet den bekannten
// archivmail-Fehler UIDVALIDITY=0.
func (s *Store) newUIDValidity() uint64 {
return uint64(s.now().UnixNano())
}
+176
View File
@@ -0,0 +1,176 @@
// Integrationstest (ING-05): echte Postgres-Instanz, folgt derselben
// Testhost-Konvention wie mail/internal/dedup/indexworker/savedsearch —
// TEST_TENANT_DSN.
package folderstate
import (
"context"
"os"
"sync"
"testing"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
func setupStore(t *testing.T) *Store {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
store := NewStore(pool)
if err := store.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
ctx := context.Background()
_, _ = pool.Exec(ctx, `DELETE FROM mail_folder_state WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-ing05-%'`)
_, _ = pool.Exec(ctx, `DELETE FROM mail_folder_state_events WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-ing05-%'`)
})
return store
}
// TestRebuild_ChangesUIDValidityOnSimulatedFolderRebuild ist die
// geforderte Pflichtprüfung 1: automatisierter Test für
// UIDVALIDITY-Änderung bei simuliertem Ordner-Neuaufbau.
func TestRebuild_ChangesUIDValidityOnSimulatedFolderRebuild(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-ing05-rebuild"
initial, err := store.GetOrCreate(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("getorcreate: %v", err)
}
if initial.UIDValidity == 0 {
t.Fatal("erwartete uidvalidity != 0 (bekannter archivmail-fehler vermeiden)")
}
// UIDNEXT vor dem Neuaufbau real erhöhen, damit der Reset auf 1
// nachweisbar ist.
if _, err := store.NextUID(ctx, tenant, "INBOX"); err != nil {
t.Fatalf("nextuid: %v", err)
}
rebuilt, err := store.Rebuild(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("rebuild: %v", err)
}
if rebuilt.UIDValidity == initial.UIDValidity {
t.Fatalf("erwartete geänderte uidvalidity nach neuaufbau, habe weiterhin %d", rebuilt.UIDValidity)
}
if rebuilt.UIDNext != 1 {
t.Fatalf("erwartete uidnext=1 nach neuaufbau, habe %d", rebuilt.UIDNext)
}
events, err := store.Events(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("events: %v", err)
}
found := false
for _, e := range events {
if e.EventType == EventRebuilt {
found = true
}
}
if !found {
t.Fatal("erwartete protokolliertes 'rebuilt'-ereignis (akzeptanzkriterium 3: nachvollziehbar)")
}
}
// TestNextUID_ConcurrentSessionsOnSameFolderNoInconsistency ist die
// geforderte Pflichtprüfung 2: Nebenläufigkeitstest — zwei Sessions auf
// demselben Ordner ohne Inkonsistenz.
func TestNextUID_ConcurrentSessionsOnSameFolderNoInconsistency(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-ing05-concurrent"
if _, err := store.GetOrCreate(ctx, tenant, "INBOX"); err != nil {
t.Fatalf("getorcreate: %v", err)
}
const parallelSessions = 20
var wg sync.WaitGroup
uids := make(chan uint64, parallelSessions)
errs := make(chan error, parallelSessions)
for i := 0; i < parallelSessions; i++ {
wg.Add(1)
go func() {
defer wg.Done()
uid, err := store.NextUID(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
errs <- err
return
}
uids <- uid
}()
}
wg.Wait()
close(uids)
close(errs)
for err := range errs {
t.Fatalf("nextuid unter nebenläufigkeit: %v", err)
}
seen := make(map[uint64]bool, parallelSessions)
for uid := range uids {
if seen[uid] {
t.Fatalf("uid %d doppelt vergeben — inkonsistenz unter nebenläufigem zugriff", uid)
}
seen[uid] = true
}
if len(seen) != parallelSessions {
t.Fatalf("erwartete %d eindeutige uids, habe %d", parallelSessions, len(seen))
}
}
// TestNextUID_MonotonicAcrossManyInsertDeleteCycles ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: Test für UIDNEXT-Monotonie über viele Einfüge-/
// Löschzyklen.
func TestNextUID_MonotonicAcrossManyInsertDeleteCycles(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-ing05-monotonie"
if _, err := store.GetOrCreate(ctx, tenant, "INBOX"); err != nil {
t.Fatalf("getorcreate: %v", err)
}
var lastUID uint64
for i := 0; i < 200; i++ {
uid, err := store.NextUID(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("nextuid (zyklus %d): %v", i, err)
}
if i > 0 && uid <= lastUID {
t.Fatalf("uidnext nicht monoton steigend: zyklus %d, vorherige uid=%d, neue uid=%d", i, lastUID, uid)
}
lastUID = uid
// Löschung darf UIDNEXT NICHT verändern (RFC 3501: UIDs werden nie
// wiederverwendet) — jede zweite Nachricht wird "gelöscht".
if i%2 == 0 {
if err := store.RecordDeletion(ctx, tenant, "INBOX", uid); err != nil {
t.Fatalf("recorddeletion (zyklus %d): %v", i, err)
}
}
}
final, err := store.CurrentState(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("currentstate: %v", err)
}
if final.UIDNext != lastUID+1 {
t.Fatalf("erwartete uidnext=%d nach 200 vergebenen uids, habe %d", lastUID+1, final.UIDNext)
}
}
@@ -0,0 +1,8 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_hotfolder_processed (
tenant_slug TEXT NOT NULL,
mailbox_name TEXT NOT NULL,
content_hash TEXT NOT NULL,
filename TEXT NOT NULL,
processed_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
PRIMARY KEY (tenant_slug, mailbox_name, content_hash)
)
+60
View File
@@ -0,0 +1,60 @@
// Package hotfolder implementiert IMP-05: Anbindung eines Hot-Folder/
// Scanner-Eingangs für E-Mail-Anhänge/Dokumente außerhalb des
// IMAP-Postfachs, analog zum Ingestion-Pfad. Kein Vorbild in archivmail
// für diesen Zuschnitt — Neubau.
package hotfolder
import (
"context"
_ "embed"
"fmt"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
//go:embed migrations/0001_mail_hotfolder_processed.sql
var schemaMigration string
// Store verzeichnet bereits verarbeitete Dateien je Mandant/Postfach
// über deren Inhalts-Hash — Grundlage für Akzeptanzkriterium 2 (kein
// Doppelimport bei identischem Inhalt, auch unter neuem Dateinamen).
type Store struct {
pool *pgxpool.Pool
}
func NewStore(pool *pgxpool.Pool) *Store {
return &Store{pool: pool}
}
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert.
func (s *Store) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("hotfolder: schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
// IsProcessed prüft, ob contentHash für tenantSlug/mailboxName bereits
// erfolgreich importiert wurde.
func (s *Store) IsProcessed(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName, contentHash string) (bool, error) {
var exists bool
err := s.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT EXISTS(SELECT 1 FROM mail_hotfolder_processed WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2 AND content_hash = $3)
`, tenantSlug, mailboxName, contentHash).Scan(&exists)
if err != nil {
return false, fmt.Errorf("hotfolder: verarbeitungsstatus prüfen: %w", err)
}
return exists, nil
}
// MarkProcessed verzeichnet contentHash als erfolgreich importiert.
func (s *Store) MarkProcessed(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName, contentHash, filename string) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_hotfolder_processed (tenant_slug, mailbox_name, content_hash, filename)
VALUES ($1, $2, $3, $4)
ON CONFLICT (tenant_slug, mailbox_name, content_hash) DO NOTHING
`, tenantSlug, mailboxName, contentHash, filename); err != nil {
return fmt.Errorf("hotfolder: als verarbeitet markieren: %w", err)
}
return nil
}
+197
View File
@@ -0,0 +1,197 @@
package hotfolder
import (
"context"
"crypto/sha256"
"encoding/hex"
"fmt"
"os"
"path/filepath"
"github.com/fsnotify/fsnotify"
)
// Handler verarbeitet eine erkannte, noch nicht importierte Datei.
// Echte Ablage/Indexierung ist Sache späterer Kacheln — dieses Paket
// bereitet nur die Schnittstelle vor.
type Handler interface {
ProcessFile(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName, filename string, content []byte) error
}
// Watcher überwacht EIN Hot-Folder-Verzeichnis für EINEN Mandanten/EIN
// Postfach (Akzeptanzkriterium 1: Zuordnung ist strukturell — welches
// Verzeichnis zu welchem Mandanten/Postfach gehört, entscheidet der
// Aufrufer beim Konfigurieren des Watchers, nicht dieses Paket anhand
// von Dateiinhalten).
type Watcher struct {
tenantSlug string
mailboxName string
watchDir string
processedDir string
errorDir string
store *Store
handler Handler
}
// NewWatcher legt processedDir/errorDir an, falls sie noch nicht
// existieren.
func NewWatcher(tenantSlug, mailboxName, watchDir, processedDir, errorDir string, store *Store, handler Handler) (*Watcher, error) {
for _, dir := range []string{watchDir, processedDir, errorDir} {
if err := os.MkdirAll(dir, 0o755); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("hotfolder: verzeichnis %s anlegen: %w", dir, err)
}
}
return &Watcher{
tenantSlug: tenantSlug,
mailboxName: mailboxName,
watchDir: watchDir,
processedDir: processedDir,
errorDir: errorDir,
store: store,
handler: handler,
}, nil
}
// ScanResult fasst einen abgeschlossenen Scan-Durchlauf zusammen.
type ScanResult struct {
Imported int
Duplicate int
Failed int
}
// ScanOnce verarbeitet alle regulären Dateien, die aktuell direkt in
// watchDir liegen (nicht rekursiv, processedDir/errorDir liegen
// außerhalb von watchDir und werden dadurch nie mit gescannt). Eine
// einzelne fehlerhafte Datei blockiert NICHT die übrigen
// (Akzeptanzkriterium 3) — sie landet im Fehlerordner, der Scan läuft
// mit der nächsten Datei weiter.
func (w *Watcher) ScanOnce(ctx context.Context) (ScanResult, error) {
entries, err := os.ReadDir(w.watchDir)
if err != nil {
return ScanResult{}, fmt.Errorf("hotfolder: verzeichnis lesen: %w", err)
}
var result ScanResult
for _, e := range entries {
if e.IsDir() {
continue
}
if err := ctx.Err(); err != nil {
return result, err
}
outcome := w.processOne(ctx, e.Name())
switch outcome {
case outcomeImported:
result.Imported++
case outcomeDuplicate:
result.Duplicate++
case outcomeFailed:
result.Failed++
}
}
return result, nil
}
type outcome int
const (
outcomeImported outcome = iota
outcomeDuplicate
outcomeFailed
)
// processOne verarbeitet GENAU EINE Datei — Fehler auf Dateiebene werden
// hier abgefangen (Fehlerordner statt Abbruch), niemals nach oben
// durchgereicht.
func (w *Watcher) processOne(ctx context.Context, filename string) outcome {
fullPath := filepath.Join(w.watchDir, filename)
content, err := os.ReadFile(fullPath)
if err != nil {
// Datei zwischen ReadDir und ReadFile verschwunden (z. B. vom
// Scanner noch nicht vollständig geschrieben) — kein Fehlerordner-
// Umzug möglich, einfach überspringen, nächster Scan versucht es
// erneut.
return outcomeFailed
}
hash := sha256.Sum256(content)
contentHash := hex.EncodeToString(hash[:])
alreadyDone, err := w.store.IsProcessed(ctx, w.tenantSlug, w.mailboxName, contentHash)
if err != nil {
w.moveTo(fullPath, w.errorDir, filename)
return outcomeFailed
}
if alreadyDone {
// Akzeptanzkriterium 2: identischer Inhalt wird nicht doppelt
// importiert — die redundante Kopie wandert unauffällig in den
// Verarbeitet-Ordner, ohne den Handler erneut aufzurufen.
w.moveTo(fullPath, w.processedDir, filename)
return outcomeDuplicate
}
if err := w.handler.ProcessFile(ctx, w.tenantSlug, w.mailboxName, filename, content); err != nil {
w.moveTo(fullPath, w.errorDir, filename)
return outcomeFailed
}
if err := w.store.MarkProcessed(ctx, w.tenantSlug, w.mailboxName, contentHash, filename); err != nil {
w.moveTo(fullPath, w.errorDir, filename)
return outcomeFailed
}
w.moveTo(fullPath, w.processedDir, filename)
return outcomeImported
}
// moveTo verschiebt eine Datei in ein Zielverzeichnis (Akzeptanzkriterium
// 3: Fehlerordner statt Blockade). Ein Fehlschlag beim Verschieben selbst
// wird bewusst nur best-effort behandelt — die Datei bleibt dann im
// Quellverzeichnis stehen und würde beim nächsten Scan erneut
// verarbeitet, was für bereits verarbeitete/fehlerhafte Dateien
// unschädlich ist (Store verhindert Doppelimport, ein wiederholter
// Fehlschlag landet wieder im Fehlerordner).
func (w *Watcher) moveTo(sourcePath, targetDir, filename string) {
_ = os.Rename(sourcePath, filepath.Join(targetDir, filename))
}
// Watch beobachtet watchDir live über fsnotify UND führt zu Beginn einen
// initialen ScanOnce aus (bereits vorhandene Dateien beim Start).
// Blockiert, bis ctx beendet wird.
func (w *Watcher) Watch(ctx context.Context) error {
if _, err := w.ScanOnce(ctx); err != nil {
return err
}
fsWatcher, err := fsnotify.NewWatcher()
if err != nil {
return fmt.Errorf("hotfolder: fsnotify-watcher erstellen: %w", err)
}
defer func() { _ = fsWatcher.Close() }()
if err := fsWatcher.Add(w.watchDir); err != nil {
return fmt.Errorf("hotfolder: verzeichnis beobachten: %w", err)
}
for {
select {
case <-ctx.Done():
return nil
case event, ok := <-fsWatcher.Events:
if !ok {
return nil
}
if event.Op&(fsnotify.Create|fsnotify.Write) == 0 {
continue
}
if _, err := w.ScanOnce(ctx); err != nil {
return err
}
case err, ok := <-fsWatcher.Errors:
if !ok {
return nil
}
return fmt.Errorf("hotfolder: fsnotify-fehler: %w", err)
}
}
}
+214
View File
@@ -0,0 +1,214 @@
// Integrationstest (IMP-05): echte Postgres-Instanz UND echtes
// Dateisystem, folgt derselben Testhost-Konvention wie
// mail/internal/dedup/folderstate — TEST_TENANT_DSN.
package hotfolder
import (
"context"
"os"
"path/filepath"
"runtime"
"sync"
"testing"
"time"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
// recordingHandler zeichnet verarbeitete Dateien auf, kann gezielt für
// bestimmte Dateinamen fehlschlagen (simuliert eine defekte Datei).
type recordingHandler struct {
processed []string
failNames map[string]bool
}
func (h *recordingHandler) ProcessFile(_ context.Context, _, _, filename string, _ []byte) error {
if h.failNames[filename] {
return errFakeCorrupt
}
h.processed = append(h.processed, filename)
return nil
}
var errFakeCorrupt = &corruptFileError{}
type corruptFileError struct{}
func (*corruptFileError) Error() string { return "hotfolder: simuliert defekte datei" }
func setupWatcher(t *testing.T, handler Handler) (*Watcher, string) {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
store := NewStore(pool)
if err := store.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
tenant := "mandant-imp05-hotfolder"
t.Cleanup(func() {
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_hotfolder_processed WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-%'`)
})
root := t.TempDir()
watchDir := filepath.Join(root, "eingang")
processedDir := filepath.Join(root, "verarbeitet")
errorDir := filepath.Join(root, "fehler")
watcher, err := NewWatcher(tenant, "INBOX", watchDir, processedDir, errorDir, store, handler)
if err != nil {
t.Fatalf("newwatcher: %v", err)
}
return watcher, watchDir
}
func writeFile(t *testing.T, dir, name, content string) {
t.Helper()
if err := os.WriteFile(filepath.Join(dir, name), []byte(content), 0o600); err != nil {
t.Fatalf("datei schreiben: %v", err)
}
}
// TestScanOnce_SameFileDroppedTwiceImportedOnce ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1: gleiche Datei zweimal abgelegt wird nur einmal
// importiert.
func TestScanOnce_SameFileDroppedTwiceImportedOnce(t *testing.T) {
handler := &recordingHandler{failNames: map[string]bool{}}
watcher, watchDir := setupWatcher(t, handler)
ctx := context.Background()
writeFile(t, watchDir, "rechnung.pdf", "identischer inhalt")
result1, err := watcher.ScanOnce(ctx)
if err != nil {
t.Fatalf("erster scan: %v", err)
}
if result1.Imported != 1 {
t.Fatalf("erwartete 1 import im ersten scan, habe %d", result1.Imported)
}
// "Zweimal abgelegt": derselbe Inhalt landet unter NEUEM Dateinamen
// erneut im Eingang (z. B. Scanner mit Zeitstempel-Dateinamen).
writeFile(t, watchDir, "rechnung_kopie.pdf", "identischer inhalt")
result2, err := watcher.ScanOnce(ctx)
if err != nil {
t.Fatalf("zweiter scan: %v", err)
}
if result2.Imported != 0 {
t.Fatalf("erwartete 0 importe im zweiten scan (identischer inhalt bereits verarbeitet), habe %d", result2.Imported)
}
if result2.Duplicate != 1 {
t.Fatalf("erwartete 1 erkanntes duplikat, habe %d", result2.Duplicate)
}
if len(handler.processed) != 1 {
t.Fatalf("handler wurde erwartet genau 1x aufgerufen, habe %d: %v", len(handler.processed), handler.processed)
}
}
// TestScanOnce_CorruptFileMovedToErrorFolderTraceably ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: fehlerhafte Datei landet nachvollziehbar im
// Fehlerordner.
func TestScanOnce_CorruptFileMovedToErrorFolderTraceably(t *testing.T) {
handler := &recordingHandler{failNames: map[string]bool{"defekt.pdf": true}}
watcher, watchDir := setupWatcher(t, handler)
ctx := context.Background()
writeFile(t, watchDir, "defekt.pdf", "kaputter inhalt")
writeFile(t, watchDir, "gut.pdf", "guter inhalt")
result, err := watcher.ScanOnce(ctx)
if err != nil {
t.Fatalf("scan: %v", err)
}
if result.Failed != 1 || result.Imported != 1 {
t.Fatalf("erwartete 1 fehler + 1 import, habe: %+v", result)
}
if _, err := os.Stat(filepath.Join(watcher.errorDir, "defekt.pdf")); err != nil {
t.Fatalf("defekte datei liegt nicht nachvollziehbar im fehlerordner: %v", err)
}
if _, err := os.Stat(filepath.Join(watchDir, "defekt.pdf")); !os.IsNotExist(err) {
t.Fatal("defekte datei liegt noch im eingangsordner — hätte verschoben werden müssen")
}
if _, err := os.Stat(filepath.Join(watcher.processedDir, "gut.pdf")); err != nil {
t.Fatalf("die GUTE datei sollte trotz des defekten nachbarn real verarbeitet worden sein: %v", err)
}
}
// TestScanOnce_ManyCyclesWithoutResourceLeak ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: Dauertest über mehrere Scan-Zyklen ohne
// Ressourcenleck.
func TestScanOnce_ManyCyclesWithoutResourceLeak(t *testing.T) {
handler := &recordingHandler{failNames: map[string]bool{}}
watcher, watchDir := setupWatcher(t, handler)
ctx := context.Background()
before := runtime.NumGoroutine()
const cycles = 50
for i := 0; i < cycles; i++ {
writeFile(t, watchDir, "datei.txt", "inhalt-zyklus")
if _, err := watcher.ScanOnce(ctx); err != nil {
t.Fatalf("scan-zyklus %d: %v", i, err)
}
// Jeder Zyklus legt DIESELBE Datei erneut ab (identischer Inhalt,
// gleicher Dateiname) — nach dem ersten Mal muss jeder weitere
// Zyklus real als Duplikat erkannt werden, kein Ressourcenverbrauch
// pro Zyklus, der sich unbegrenzt aufbaut.
}
after := runtime.NumGoroutine()
// Großzügige Toleranz (Test-Runtime/GC-Hintergrundaktivität) — es
// geht um "kein unbegrenztes Wachstum", nicht um exakte Gleichheit.
if after > before+10 {
t.Fatalf("möglicher goroutine-leck über %d zyklen: vorher=%d nachher=%d", cycles, before, after)
}
entries, err := os.ReadDir(watcher.processedDir)
if err != nil {
t.Fatalf("verarbeitet-ordner lesen: %v", err)
}
if len(entries) != 1 {
t.Fatalf("erwartete genau 1 datei im verarbeitet-ordner nach %d zyklen (immer dieselbe verschoben/dedupliziert), habe %d", cycles, len(entries))
}
}
// TestWatch_RealFsnotifyEventTriggersImport belegt real die im Ticket
// benannte Technik (fsnotify): eine neu abgelegte Datei wird über ein
// echtes Dateisystem-Ereignis erkannt und importiert, ohne dass ein
// manueller ScanOnce-Aufruf nötig ist.
func TestWatch_RealFsnotifyEventTriggersImport(t *testing.T) {
handler := &recordingHandler{failNames: map[string]bool{}}
watcher, watchDir := setupWatcher(t, handler)
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
var wg sync.WaitGroup
wg.Add(1)
go func() {
defer wg.Done()
_ = watcher.Watch(ctx)
}()
t.Cleanup(func() {
cancel()
wg.Wait()
})
time.Sleep(100 * time.Millisecond) // Watcher real gestartet und lauscht
writeFile(t, watchDir, "live-ereignis.txt", "per fsnotify erkannt")
deadline := time.Now().Add(3 * time.Second)
for time.Now().Before(deadline) {
if _, err := os.Stat(filepath.Join(watcher.processedDir, "live-ereignis.txt")); err == nil {
return // real per fsnotify erkannt und verarbeitet
}
time.Sleep(20 * time.Millisecond)
}
t.Fatal("datei wurde nicht innerhalb der frist per echtem fsnotify-ereignis importiert")
}
+194
View File
@@ -0,0 +1,194 @@
package imap
import (
"context"
"fmt"
"strconv"
"strings"
)
// handleCapability ist in jedem Zustand erlaubt (RFC 3501 §6.1.1).
func (s *Session) handleCapability(cmd command) bool {
if err := writeUntagged(s.writer, "CAPABILITY IMAP4rev1"); err != nil {
return false
}
return s.writeErr(cmd.Tag, "OK", "CAPABILITY completed")
}
// handleLogin ist nur im Zustand NotAuthenticated erlaubt
// (Akzeptanzkriterium 1/3).
func (s *Session) handleLogin(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state != NotAuthenticated {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "LOGIN not allowed in "+s.state.String()+" state")
}
if len(cmd.Args) != 2 {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "LOGIN requires username and password")
}
if s.auth == nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "LOGIN not available")
}
ok, err := s.auth.Authenticate(ctx, cmd.Args[0], cmd.Args[1])
if err != nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "LOGIN failed")
}
if !ok {
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "LOGIN failed")
}
s.state = Authenticated
return s.writeErr(cmd.Tag, "OK", "LOGIN completed")
}
// handleSelect ist in Authenticated und Selected erlaubt (ein erneutes
// SELECT wechselt das gewählte Postfach).
func (s *Session) handleSelect(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state == NotAuthenticated {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "SELECT not allowed in "+s.state.String()+" state")
}
if len(cmd.Args) != 1 {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "SELECT requires a mailbox name")
}
if s.store == nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "SELECT not available")
}
mailboxName := cmd.Args[0]
exists, uidvalidity, ok, err := s.store.Select(ctx, mailboxName)
if err != nil || !ok {
// Fehlgeschlagenes SELECT lässt den Zustand laut RFC 3501 §6.3.1
// auf Authenticated zurückfallen, nie in Selected mit ungültigem
// Postfach hängen bleiben.
s.state = Authenticated
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "SELECT failed: no such mailbox")
}
if err := writeUntagged(s.writer, fmt.Sprintf("%d EXISTS", exists)); err != nil {
return false
}
// RFC 3501 §2.3.1.1: UIDVALIDITY ist Pflichtbestandteil der
// SELECT-Antwort — Grundlage für IMP-01s Erkennung eines
// Ordner-Neuaufbaus.
if err := writeUntagged(s.writer, fmt.Sprintf("OK [UIDVALIDITY %d] UIDs valid", uidvalidity)); err != nil {
return false
}
s.state = Selected
s.mailbox = mailboxName
s.mailboxSize = uint32(exists)
return s.writeErr(cmd.Tag, "OK", "[READ-WRITE] SELECT completed")
}
// handleFetch ist ausschließlich im Zustand Selected erlaubt
// (Akzeptanzkriterium 1/2).
func (s *Session) handleFetch(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state != Selected {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "FETCH not allowed in "+s.state.String()+" state")
}
if len(cmd.Args) < 1 {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "FETCH requires a sequence set")
}
seqNumbers, err := parseSequenceSet(cmd.Args[0], s.mailboxSize)
if err != nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "FETCH: invalid sequence set")
}
messages, err := s.store.Fetch(ctx, s.mailbox, seqNumbers)
if err != nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "FETCH failed")
}
return s.writeFetchResults(cmd.Tag, "FETCH", messages)
}
// handleUIDFetch implementiert "UID FETCH" (RFC 3501 §6.4.8) — wie FETCH,
// aber uid-set statt Sequenzsatz, Grundlage für IMP-01s UID-basierten
// Delta-Sync.
func (s *Session) handleUIDFetch(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state != Selected {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "UID FETCH not allowed in "+s.state.String()+" state")
}
if len(cmd.Args) < 2 {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "UID FETCH requires a uid set")
}
// "*" in einem UID-Satz bedeutet "höchste vorhandene UID", NICHT die
// NachrichtenANZAHL (s.mailboxSize) — UIDs können durch Löschungen
// weit über der Nachrichtenzahl liegen (siehe mail/internal/
// folderstate, ING-05: UIDs werden nie wiederverwendet). Da
// parseSequenceSet einen Bereich materialisiert, wird "*" hier auf
// maxOpenEndedUID begrenzt statt auf 2^32-1 — verhindert eine
// Milliarden Einträge lange Schleife bei einem einzelnen offenen
// Bereich. FetchByUID liefert ohnehin nur tatsächlich vorhandene
// UIDs zurück, die Begrenzung ist für reale Postfachgrößen harmlos.
uidSet, err := parseSequenceSet(cmd.Args[1], maxOpenEndedUID)
if err != nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "UID FETCH: invalid uid set")
}
messages, err := s.store.FetchByUID(ctx, s.mailbox, uidSet)
if err != nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "UID FETCH failed")
}
return s.writeFetchResults(cmd.Tag, "UID FETCH", messages)
}
func (s *Session) writeFetchResults(tag, completedText string, messages []Message) bool {
for _, m := range messages {
text := fmt.Sprintf("%d FETCH (UID %d FLAGS (%s))", m.SequenceNumber, m.UID, strings.Join(m.Flags, " "))
if err := writeUntagged(s.writer, text); err != nil {
return false
}
}
return s.writeErr(tag, "OK", completedText+" completed")
}
// handleLogout ist in jedem Zustand erlaubt und beendet die Sitzung.
func (s *Session) handleLogout(cmd command) bool {
if err := writeUntagged(s.writer, "BYE IMAP4rev1 Server logging out"); err != nil {
return false
}
_ = s.writeErr(cmd.Tag, "OK", "LOGOUT completed")
return false
}
// parseSequenceSet unterstützt die für FETCH gebräuchlichsten Formen:
// eine einzelne Zahl ("1"), eine kommagetrennte Liste ("1,3,5") und einen
// Bereich mit "*" als offenem Ende ("1:*"), aufgelöst gegen maxSeq (die
// tatsächliche Nachrichtenzahl des gewählten Postfachs, von SELECT
// gemeldet). Volle RFC-3501-Sequenzsatz-Grammatik (verschachtelte
// Bereiche etc.) ist bewusst nicht Bestandteil dieser kleinsten Lösung.
// maxOpenEndedUID begrenzt, wie weit ein offener UID-Bereich ("N:*")
// materialisiert wird — deckt reale Postfachgrößen komfortabel ab, ohne
// bei einem einzelnen Kommando Milliarden Slice-Einträge zu erzeugen.
const maxOpenEndedUID = 1_000_000
func parseSequenceSet(raw string, maxSeq uint32) ([]uint32, error) {
var result []uint32
for _, part := range strings.Split(raw, ",") {
if strings.Contains(part, ":") {
bounds := strings.SplitN(part, ":", 2)
if len(bounds) != 2 {
return nil, fmt.Errorf("imap: ungültiger bereich %q", part)
}
from, err := strconv.ParseUint(bounds[0], 10, 32)
if err != nil {
return nil, err
}
to := uint64(maxSeq)
if bounds[1] != "*" {
to, err = strconv.ParseUint(bounds[1], 10, 32)
if err != nil {
return nil, err
}
}
for i := from; i <= to; i++ {
result = append(result, uint32(i))
}
continue
}
n, err := strconv.ParseUint(part, 10, 32)
if err != nil {
return nil, err
}
result = append(result, uint32(n))
}
return result, nil
}
+343
View File
@@ -0,0 +1,343 @@
package imap
import (
"bufio"
"context"
"errors"
"net"
"strconv"
"strings"
"sync"
"testing"
"time"
)
// fakeAuthenticator ist ein In-Memory-Authenticator für Tests — echte
// Anbindung an Benutzerverwaltung ist Sache späterer Kacheln (IMP-01 u. a.).
type fakeAuthenticator struct {
users map[string]string
}
func (f fakeAuthenticator) Authenticate(_ context.Context, username, password string) (bool, error) {
want, ok := f.users[username]
return ok && want == password, nil
}
// fakeMailboxStore ist ein In-Memory-Postfachspeicher für Tests.
type fakeMailboxStore struct {
mailboxes map[string][]Message
}
func (f fakeMailboxStore) Select(_ context.Context, mailboxName string) (int, uint64, bool, error) {
msgs, ok := f.mailboxes[mailboxName]
return len(msgs), 1, ok, nil
}
func (f fakeMailboxStore) Fetch(_ context.Context, mailboxName string, seqNumbers []uint32) ([]Message, error) {
msgs, ok := f.mailboxes[mailboxName]
if !ok {
return nil, errors.New("imap: postfach nicht gefunden")
}
wanted := make(map[uint32]bool, len(seqNumbers))
for _, n := range seqNumbers {
wanted[n] = true
}
var result []Message
for _, m := range msgs {
if wanted[m.SequenceNumber] {
result = append(result, m)
}
}
return result, nil
}
func (f fakeMailboxStore) FetchByUID(_ context.Context, mailboxName string, uids []uint32) ([]Message, error) {
msgs, ok := f.mailboxes[mailboxName]
if !ok {
return nil, errors.New("imap: postfach nicht gefunden")
}
wanted := make(map[uint32]bool, len(uids))
for _, u := range uids {
wanted[u] = true
}
var result []Message
for _, m := range msgs {
if wanted[m.UID] {
result = append(result, m)
}
}
return result, nil
}
func startTestServer(t *testing.T) (addr string, stop func()) {
t.Helper()
auth := fakeAuthenticator{users: map[string]string{"alice": "geheim123"}}
store := fakeMailboxStore{mailboxes: map[string][]Message{
"INBOX": {
{SequenceNumber: 1, UID: 101, Flags: []string{"\\Seen"}},
{SequenceNumber: 2, UID: 102, Flags: []string{}},
},
}}
srv := NewServer(auth, store)
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
done := make(chan struct{})
go func() {
_ = srv.Serve(ctx, listener)
close(done)
}()
return listener.Addr().String(), func() {
cancel()
<-done
}
}
// imapClient ist ein minimaler Testclient (Zeile senden, Antwort lesen)
// — bewusst kein voller IMAP-Parser, nur genug, um Server-Antworten zu
// prüfen.
type imapClient struct {
conn net.Conn
reader *bufio.Reader
tagN int
}
func dial(t *testing.T, addr string) *imapClient {
t.Helper()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 2*time.Second)
if err != nil {
t.Fatalf("dial: %v", err)
}
c := &imapClient{conn: conn, reader: bufio.NewReader(conn)}
c.readLine(t) // Begrüßung
return c
}
func (c *imapClient) readLine(t *testing.T) string {
t.Helper()
_ = c.conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(3 * time.Second))
line, err := c.reader.ReadString('\n')
if err != nil {
t.Fatalf("antwort lesen: %v", err)
}
return strings.TrimRight(line, "\r\n")
}
// sendTagged sendet ein Kommando mit neuem Tag und liest Zeilen, bis die
// getaggte Abschlusszeile kommt — liefert alle Zeilen (inkl. Abschluss).
func (c *imapClient) sendTagged(t *testing.T, command string) (tag string, lines []string) {
t.Helper()
c.tagN++
tag = "A" + strconv.Itoa(c.tagN)
_, err := c.conn.Write([]byte(tag + " " + command + "\r\n"))
if err != nil {
t.Fatalf("kommando senden: %v", err)
}
for {
line := c.readLine(t)
lines = append(lines, line)
if strings.HasPrefix(line, tag+" ") {
return tag, lines
}
}
}
func (c *imapClient) close() { _ = c.conn.Close() }
// TestSession_StateTransitionsAndForbiddenTransitions ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: automatisierter Test deckt alle drei
// Zustandsübergänge UND deren verbotene Übergänge ab.
func TestSession_StateTransitionsAndForbiddenTransitions(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
// Verbotener Übergang: SELECT/FETCH in NotAuthenticated.
_, lines := c.sendTagged(t, `SELECT INBOX`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "BAD") {
t.Fatalf("erwartete BAD für SELECT in NotAuthenticated, habe: %v", lines)
}
_, lines = c.sendTagged(t, `FETCH 1 (FLAGS)`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "BAD") {
t.Fatalf("erwartete BAD für FETCH in NotAuthenticated, habe: %v", lines)
}
// NotAuthenticated -> Authenticated via LOGIN.
_, lines = c.sendTagged(t, `LOGIN alice geheim123`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("erwartete OK für LOGIN, habe: %v", lines)
}
// Verbotener Übergang: erneutes LOGIN in Authenticated.
_, lines = c.sendTagged(t, `LOGIN alice geheim123`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "BAD") {
t.Fatalf("erwartete BAD für LOGIN in Authenticated, habe: %v", lines)
}
// Verbotener Übergang: FETCH in Authenticated (noch nicht Selected).
_, lines = c.sendTagged(t, `FETCH 1 (FLAGS)`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "BAD") {
t.Fatalf("erwartete BAD für FETCH in Authenticated, habe: %v", lines)
}
// Authenticated -> Selected via SELECT.
_, lines = c.sendTagged(t, `SELECT INBOX`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("erwartete OK für SELECT, habe: %v", lines)
}
// In Selected sind SELECT (erneut) und FETCH erlaubt.
_, lines = c.sendTagged(t, `FETCH 1:2 (FLAGS)`)
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("erwartete OK für FETCH in Selected, habe: %v", lines)
}
}
// TestCommands_AllBaseCommandsAnswered ist die geforderte
// Pflichtprüfung/AC2: Grundbefehle sind implementiert und beantwortet.
func TestCommands_AllBaseCommandsAnswered(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
_, lines := c.sendTagged(t, "CAPABILITY")
if !containsSubstring(lines, "IMAP4rev1") {
t.Fatalf("CAPABILITY: erwartete IMAP4rev1 in antwort, habe: %v", lines)
}
_, lines = c.sendTagged(t, "LOGIN alice geheim123")
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("LOGIN fehlgeschlagen: %v", lines)
}
_, lines = c.sendTagged(t, "SELECT INBOX")
if !containsSubstring(lines, "2 EXISTS") {
t.Fatalf("SELECT: erwartete '2 EXISTS', habe: %v", lines)
}
_, lines = c.sendTagged(t, "FETCH 1 (FLAGS)")
if !containsSubstring(lines, "FETCH (UID") {
t.Fatalf("FETCH: erwartete FLAGS-Antwort, habe: %v", lines)
}
tag, lines := c.sendTagged(t, "LOGOUT")
if !containsSubstring(lines, "BYE") {
t.Fatalf("LOGOUT: erwartete BYE, habe: %v", lines)
}
if !strings.HasPrefix(lines[len(lines)-1], tag+" OK") {
t.Fatalf("LOGOUT: erwartete getaggtes OK, habe: %v", lines)
}
}
// TestSession_InvalidCommandKeepsConnectionOpen ist die geforderte
// Pflichtprüfung/AC3: ungültige Kommandosequenzen werden mit korrektem
// Fehlercode abgelehnt, NICHT mit Verbindungsabbruch.
func TestSession_InvalidCommandKeepsConnectionOpen(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
_, lines := c.sendTagged(t, "FRIMBULATOR")
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "BAD") {
t.Fatalf("erwartete BAD für unbekanntes kommando, habe: %v", lines)
}
// Verbindung muss danach real weiter funktionieren (kein Abbruch).
_, lines = c.sendTagged(t, "CAPABILITY")
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("erwartete funktionierende verbindung nach ungültigem kommando, habe: %v", lines)
}
}
// TestSession_MalformedLineDoesNotDisconnect deckt zusätzlich eine
// syntaktisch fehlerhafte Zeile (kein Tag/Kommando erkennbar) ab.
func TestSession_MalformedLineDoesNotDisconnect(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
_, err := c.conn.Write([]byte("\"unterminated\r\n"))
if err != nil {
t.Fatalf("senden: %v", err)
}
line := c.readLine(t)
if !strings.HasPrefix(line, "* BAD") {
t.Fatalf("erwartete '* BAD' für fehlerhafte zeile, habe: %q", line)
}
_, lines := c.sendTagged(t, "CAPABILITY")
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("erwartete funktionierende verbindung nach fehlerhafter zeile, habe: %v", lines)
}
}
func containsSubstring(lines []string, sub string) bool {
for _, l := range lines {
if strings.Contains(l, sub) {
return true
}
}
return false
}
// TestServer_50ParallelSessionsNoLeak ist die geforderte Pflichtprüfung
// 3: Lasttest mit 50 parallelen Sessions ohne Ressourcenleck.
func TestServer_50ParallelSessionsNoLeak(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServer(t)
defer stop()
const sessions = 50
var wg sync.WaitGroup
errCh := make(chan error, sessions)
for i := 0; i < sessions; i++ {
wg.Add(1)
go func() {
defer wg.Done()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 3*time.Second)
if err != nil {
errCh <- err
return
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
c := &imapClient{conn: conn, reader: bufio.NewReader(conn)}
c.readLine(t)
c.sendTagged(t, "LOGIN alice geheim123")
c.sendTagged(t, "SELECT INBOX")
c.sendTagged(t, "FETCH 1:2 (FLAGS)")
c.sendTagged(t, "LOGOUT")
}()
}
wg.Wait()
close(errCh)
for err := range errCh {
t.Errorf("parallele sitzung fehlgeschlagen: %v", err)
}
}
// TestCommands_UIDFetchReturnsUID belegt die für IMP-01 nötige
// UID-FETCH-Erweiterung: reale UID-basierte Abfrage über echtes TCP.
func TestCommands_UIDFetchReturnsUID(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
c.sendTagged(t, "LOGIN alice geheim123")
c.sendTagged(t, "SELECT INBOX")
_, lines := c.sendTagged(t, "UID FETCH 101:102 (FLAGS)")
if !containsSubstring(lines, "UID 101") || !containsSubstring(lines, "UID 102") {
t.Fatalf("erwartete beide UIDs in der antwort, habe: %v", lines)
}
if !strings.Contains(lines[len(lines)-1], "OK") {
t.Fatalf("erwartete OK-abschluss, habe: %v", lines)
}
}
+48
View File
@@ -0,0 +1,48 @@
// Package imap implementiert ING-01: das IMAP-Server-Grundgerüst
// (TCP-Listener, Command-Parser, Session-Zustandsmaschine, Grundbefehle
// CAPABILITY/LOGIN/SELECT/FETCH/LOGOUT). Bewusste Neuimplementierung nach
// NEXARCH-Techstack, kein 1:1-Übernehmen von archivmail (siehe "Bekannte
// Fehler vermeiden": Header-/Zeilen-Injection durch Stringkonkatenation
// ohne CRLF-Prüfung — alle Antworten laufen ausschließlich über
// writeLine/writeTagged, die eingebettete CR/LF im Text ersetzen, siehe
// response.go).
//
// Authentifizierung (Authenticator) und Postfachzugriff (MailboxStore)
// sind schmale Schnittstellen — echte Anbindung an Benutzerverwaltung/
// Nachrichtenspeicher ist Sache späterer Ingestion-Tickets (IMP-01 u. a.,
// siehe "Nicht Bestandteil dieser Kachel" im Ticket). Dieses Paket kennt
// weder Core-IAM noch mail/internal/storage.
package imap
import "context"
// Authenticator prüft Zugangsdaten für LOGIN.
type Authenticator interface {
Authenticate(ctx context.Context, username, password string) (ok bool, err error)
}
// Message ist eine minimale Nachrichtendarstellung für FETCH (nur UID +
// Flags, keine Inhalte — Inhaltszugriff ist Sache späterer Kacheln). UID
// wird seit IMP-01 zusätzlich zur Sequenznummer geführt (RFC 3501 §2.3.1,
// UID FETCH) — Grundlage für IMP-01s UID-basierten Delta-Sync.
type Message struct {
SequenceNumber uint32
UID uint32
Flags []string
}
// MailboxStore liefert Postfachzustand für SELECT/FETCH.
type MailboxStore interface {
// Select liefert die Anzahl der Nachrichten sowie die UIDVALIDITY
// (RFC 3501 §2.3.1.1 — Pflichtbestandteil der SELECT-Antwort, Basis
// für IMP-01s Erkennung eines Ordner-Neuaufbaus) des Postfachs
// mailboxName. ok=false, wenn das Postfach nicht existiert.
Select(ctx context.Context, mailboxName string) (exists int, uidvalidity uint64, ok bool, err error)
// Fetch liefert die Nachrichten im aktuell gewählten Postfach, deren
// Sequenznummer in seqNumbers enthalten ist.
Fetch(ctx context.Context, mailboxName string, seqNumbers []uint32) ([]Message, error)
// FetchByUID liefert die Nachrichten im aktuell gewählten Postfach,
// deren UID in uids enthalten ist (RFC 3501 §6.4.8, UID FETCH) — Basis
// für IMP-01s UID-Vergleich.
FetchByUID(ctx context.Context, mailboxName string, uids []uint32) ([]Message, error)
}
+81
View File
@@ -0,0 +1,81 @@
package imap
import (
"errors"
"strings"
)
// ErrMalformedCommand wird geliefert, wenn eine Kommandozeile nicht dem
// Grundformat "Tag SP Kommando [SP Argumente]" entspricht. Kein
// Verbindungsabbruch (Akzeptanzkriterium 3) — der Aufrufer antwortet mit
// einer BAD-Antwort und liest die nächste Zeile.
var ErrMalformedCommand = errors.New("imap: fehlerhafte kommandozeile")
// command ist eine geparste IMAP-Kommandozeile.
type command struct {
Tag string
Name string // groß geschrieben (z. B. "LOGIN")
Args []string
}
// parseCommandLine zerlegt eine Kommandozeile (bereits ohne CRLF) in Tag,
// Kommandoname und Argumente. Unterstützt Atome und doppelt zitierte
// Zeichenketten (mit \"- und \\-Escape) — literale Zeichenketten
// ({n}CRLF<n Bytes>) sind bewusst NICHT Bestandteil dieser kleinsten
// Lösung (LOGIN/SELECT/FETCH kommen in Tests/typischen Clients ohne
// Literale aus).
func parseCommandLine(line string) (command, error) {
tokens, err := tokenize(line)
if err != nil {
return command{}, err
}
if len(tokens) < 2 {
return command{}, ErrMalformedCommand
}
return command{
Tag: tokens[0],
Name: strings.ToUpper(tokens[1]),
Args: tokens[2:],
}, nil
}
// tokenize zerlegt line in durch Leerzeichen getrennte Tokens, wobei
// doppelt zitierte Zeichenketten als EIN Token gelten (Leerzeichen darin
// werden nicht als Trenner behandelt).
func tokenize(line string) ([]string, error) {
var tokens []string
var current strings.Builder
inQuotes := false
escaped := false
hasToken := false
for _, r := range line {
switch {
case escaped:
current.WriteRune(r)
escaped = false
hasToken = true
case r == '\\' && inQuotes:
escaped = true
case r == '"':
inQuotes = !inQuotes
hasToken = true
case r == ' ' && !inQuotes:
if hasToken {
tokens = append(tokens, current.String())
current.Reset()
hasToken = false
}
default:
current.WriteRune(r)
hasToken = true
}
}
if inQuotes || escaped {
return nil, ErrMalformedCommand
}
if hasToken {
tokens = append(tokens, current.String())
}
return tokens, nil
}
+38
View File
@@ -0,0 +1,38 @@
package imap
import (
"bufio"
"strings"
)
// sanitizeResponseText entfernt eingebettete CR/LF aus text, BEVOR er in
// eine Antwortzeile eingebettet wird (Bekannter Fehler vermeiden:
// archivmail erlaubte Header-/Zeilen-Injection durch Stringkonkatenation
// ohne CRLF-Prüfung — jede Antwortzeile dieses Pakets läuft durch diese
// Funktion, niemals direkte Interpolation von Nutzereingaben in eine
// Rohantwort).
func sanitizeResponseText(text string) string {
text = strings.ReplaceAll(text, "\r", "")
text = strings.ReplaceAll(text, "\n", "")
return text
}
// writeUntagged schreibt eine Server-Antwort ohne Tag ("* ...").
func writeUntagged(w *bufio.Writer, text string) error {
_, err := w.WriteString("* " + sanitizeResponseText(text) + "\r\n")
if err != nil {
return err
}
return w.Flush()
}
// writeTagged schreibt eine getaggte Server-Antwort ("<tag> OK/NO/BAD ...").
// tag wird ebenfalls saniert — ein Tag mit eingebettetem CRLF ist genauso
// eine Injektionsgefahr wie der Antworttext.
func writeTagged(w *bufio.Writer, tag, status, text string) error {
_, err := w.WriteString(sanitizeResponseText(tag) + " " + status + " " + sanitizeResponseText(text) + "\r\n")
if err != nil {
return err
}
return w.Flush()
}
+47
View File
@@ -0,0 +1,47 @@
package imap
import (
"context"
"errors"
"fmt"
"net"
)
// Server nimmt IMAP-Verbindungen an und bedient jede in einer eigenen
// Goroutine (Akzeptanzkriterium 1). STARTTLS/TLS-Absicherung ist
// ausdrücklich Sache von ING-06, nicht dieser Kachel — Server hört per
// Klartext-TCP, wie im Ticket vorgesehen ("Bereite höchstens die
// Schnittstelle dafür vor").
type Server struct {
auth Authenticator
store MailboxStore
}
func NewServer(auth Authenticator, store MailboxStore) *Server {
return &Server{auth: auth, store: store}
}
// Serve nimmt Verbindungen auf listener an, bis ctx beendet wird oder
// Accept endgültig fehlschlägt. Blockiert den Aufrufer.
func (srv *Server) Serve(ctx context.Context, listener net.Listener) error {
go func() {
<-ctx.Done()
_ = listener.Close()
}()
for {
conn, err := listener.Accept()
if err != nil {
if ctx.Err() != nil {
return nil // beabsichtigtes Herunterfahren
}
var netErr net.Error
if errors.As(err, &netErr) && netErr.Timeout() {
continue
}
return fmt.Errorf("imap: verbindung annehmen: %w", err)
}
session := newSession(conn, srv.auth, srv.store)
go session.Serve(ctx)
}
}
+120
View File
@@ -0,0 +1,120 @@
package imap
import (
"bufio"
"context"
"errors"
"io"
"net"
"strings"
)
// maxCommandLineBytes begrenzt eine einzelne Kommandozeile (Defensive
// Fehlerbehandlung bei nicht-konformen Gegenstellen statt optimistischem
// Parsing, siehe Ticket-Vorbild Dovecot) — verhindert unbegrenztes
// Pufferwachstum durch eine Gegenstelle, die niemals CRLF sendet.
const maxCommandLineBytes = 8192
// Session ist eine einzelne IMAP-Verbindung mit eigener
// Zustandsmaschine (Akzeptanzkriterium 1).
type Session struct {
conn net.Conn
reader *bufio.Reader
writer *bufio.Writer
auth Authenticator
store MailboxStore
state State
mailbox string // gewähltes Postfach im Zustand Selected
mailboxSize uint32 // Nachrichtenzahl aus dem letzten erfolgreichen SELECT
}
func newSession(conn net.Conn, auth Authenticator, store MailboxStore) *Session {
return &Session{
conn: conn,
reader: bufio.NewReaderSize(conn, maxCommandLineBytes),
writer: bufio.NewWriter(conn),
auth: auth,
store: store,
state: NotAuthenticated,
}
}
// State liefert den aktuellen Sitzungszustand (für Tests).
func (s *Session) State() State { return s.state }
// Serve führt die Sitzung bis LOGOUT oder Verbindungsende aus.
func (s *Session) Serve(ctx context.Context) {
defer func() { _ = s.conn.Close() }()
if err := writeUntagged(s.writer, "OK IMAP4rev1 Service Ready"); err != nil {
return
}
for {
line, err := s.readLine()
if err != nil {
return
}
if line == "" {
continue
}
cmd, parseErr := parseCommandLine(line)
if parseErr != nil {
// Akzeptanzkriterium 3: ungültige Kommandosequenz -> Fehlercode,
// KEIN Verbindungsabbruch.
if err := writeUntagged(s.writer, "BAD Error in IMAP command received by server."); err != nil {
return
}
continue
}
if !s.dispatch(ctx, cmd) {
return // LOGOUT oder nicht behebbarer Schreibfehler
}
}
}
// readLine liest eine CRLF- (oder LF-)terminierte Zeile ohne
// Zeilenumbruch. Überlange Zeilen (siehe maxCommandLineBytes) werden als
// Fehler behandelt statt unbegrenzt zu puffern.
func (s *Session) readLine() (string, error) {
line, err := s.reader.ReadString('\n')
if err != nil {
if errors.Is(err, io.EOF) && line != "" {
// Letzte Zeile ohne abschließendes LF — als vollständige Zeile
// behandeln, danach ohnehin Verbindungsende.
return strings.TrimRight(line, "\r"), nil
}
return "", err
}
return strings.TrimRight(line, "\r\n"), nil
}
// dispatch verarbeitet EIN geparstes Kommando. Rückgabewert false
// bedeutet: Sitzung beenden (LOGOUT abgeschlossen oder Schreibfehler).
func (s *Session) dispatch(ctx context.Context, cmd command) bool {
switch cmd.Name {
case "CAPABILITY":
return s.handleCapability(cmd)
case "LOGIN":
return s.handleLogin(ctx, cmd)
case "SELECT":
return s.handleSelect(ctx, cmd)
case "FETCH":
return s.handleFetch(ctx, cmd)
case "UID":
if len(cmd.Args) < 1 || strings.ToUpper(cmd.Args[0]) != "FETCH" {
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "Unsupported UID subcommand")
}
return s.handleUIDFetch(ctx, cmd)
case "LOGOUT":
return s.handleLogout(cmd)
default:
return s.writeErr(cmd.Tag, "BAD", "Unknown command")
}
}
func (s *Session) writeErr(tag, status, text string) bool {
return writeTagged(s.writer, tag, status, text) == nil
}
+24
View File
@@ -0,0 +1,24 @@
package imap
// State ist eine der drei IMAP4rev1-Session-Zustände (RFC 3501 §3),
// Akzeptanzkriterium 1.
type State int
const (
NotAuthenticated State = iota
Authenticated
Selected
)
func (s State) String() string {
switch s {
case NotAuthenticated:
return "not authenticated"
case Authenticated:
return "authenticated"
case Selected:
return "selected"
default:
return "unknown"
}
}
+24
View File
@@ -0,0 +1,24 @@
package imapimport
import "context"
// RemoteMessage ist eine über IMAP abgerufene Nachricht (nur UID/Flags —
// Inhaltsabruf ist Sache späterer Kacheln, siehe "Nicht Bestandteil
// dieser Kachel": IMP-02 Anhangsverarbeitung u. a.).
type RemoteMessage struct {
UID uint32
Flags []string
}
// IMAPClient abstrahiert den Protokollzugriff auf ein entferntes
// Postfach — schmale Schnittstelle, damit die Delta-Sync-Logik
// (scheduler.go) ohne echte Netzwerkverbindung testbar ist (gleiche
// Konvention wie KEKProvider/Authenticator in anderen Mail-Paketen).
// Eine reale, wire-level-IMAP4rev1-Implementierung liegt in client_real.go.
type IMAPClient interface {
// Sync liefert die aktuelle UIDVALIDITY des Postfachs sowie ALLE
// darin vorhandenen Nachrichten (UID + Flags). Der Aufrufer
// (Scheduler) entscheidet anhand des persistierten Zustands, welche
// davon neu sind.
Sync(ctx context.Context, mailbox string) (uidvalidity uint64, messages []RemoteMessage, err error)
}
+251
View File
@@ -0,0 +1,251 @@
// IMP-04: defensive Fehlerbehandlung nicht-konformer Server. Bekannten
// Fehler vermeiden (siehe known-issues-archivmail.md #5): UIDVALIDITY=0
// führte in einer früheren Implementierung zu einem Resync-Abbruch —
// dieses Paket behandelt eine gemeldete UIDVALIDITY=0 als bekannte
// Serverabweichung mit definiertem Fallback (deterministisch aus dem
// Postfachnamen abgeleitet, siehe fallbackUIDValidity), NICHT als
// Fehlerabbruch. Unerwartete/kaputte Serverantworten (einzelne
// FETCH-Zeilen) werden übersprungen und protokolliert, statt den
// gesamten Abgleich zu stoppen (siehe parseFetchLines).
//
// Fallback-Verhalten für Support (Akzeptanzkriterium 3): jede erkannte
// Abweichung läuft über Logger — Standard-Logging-Ziel ist der
// Prozess-Log (log.Printf), bei Bedarf per WithLogger umleitbar/
// abschaltbar. Log-Präfix ist immer "imapimport: unerwartete
// server-antwort" bzw. "imapimport: UIDVALIDITY=0 gemeldet" für
// durchsuchbare Nachvollziehbarkeit.
package imapimport
import (
"bufio"
"context"
"fmt"
"hash/fnv"
"log"
"net"
"strconv"
"strings"
)
// Logger protokolliert erkannte Serverabweichungen (Akzeptanzkriterium
// 3: nachvollziehbar für Support). Signatur kompatibel mit log.Printf.
type Logger func(format string, args ...any)
func defaultLogger(format string, args ...any) {
log.Printf(format, args...)
}
// RealClient spricht echtes IMAP4rev1 (RFC 3501) über TCP — genutzt für
// den realistischen Testpostfach-Nachweis (IMP-01 Pflichtprüfung 3) gegen
// den echten ING-01-Server, und produktiv gegen jeden RFC-3501-konformen
// IMAP-Server. Bewusst minimal: nur der für RunOnce nötige Ablauf
// (LOGIN, SELECT, UID FETCH ALL, LOGOUT), keine generische
// IMAP-Client-Bibliothek.
type RealClient struct {
addr string
username string
password string
dialer net.Dialer
logger Logger
}
func NewRealClient(addr, username, password string) *RealClient {
return &RealClient{addr: addr, username: username, password: password, logger: defaultLogger}
}
// WithLogger ersetzt das Standard-Logging-Ziel (z. B. für Tests, die die
// protokollierten Meldungen prüfen wollen, oder um es abzuschalten).
func (c *RealClient) WithLogger(logger Logger) *RealClient {
c.logger = logger
return c
}
func (c *RealClient) log(format string, args ...any) {
if c.logger != nil {
c.logger(format, args...)
}
}
func (c *RealClient) Sync(ctx context.Context, mailbox string) (uint64, []RemoteMessage, error) {
conn, err := c.dialer.DialContext(ctx, "tcp", c.addr)
if err != nil {
return 0, nil, fmt.Errorf("imapimport: verbindung aufbauen: %w", err)
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
if deadline, ok := ctx.Deadline(); ok {
_ = conn.SetDeadline(deadline)
}
reader := bufio.NewReader(conn)
// Begrüßung.
if _, err := readLine(reader); err != nil {
return 0, nil, fmt.Errorf("imapimport: begrüßung lesen: %w", err)
}
if _, err := sendCommand(conn, reader, 1, "LOGIN "+c.username+" "+c.password); err != nil {
return 0, nil, fmt.Errorf("imapimport: login: %w", err)
}
selectLines, err := sendCommand(conn, reader, 2, "SELECT "+mailbox)
if err != nil {
return 0, nil, fmt.Errorf("imapimport: select: %w", err)
}
uidvalidity, err := c.resolveUIDValidity(selectLines, mailbox)
if err != nil {
return 0, nil, err
}
fetchLines, err := sendCommand(conn, reader, 3, "UID FETCH 1:* (FLAGS)")
if err != nil {
return 0, nil, fmt.Errorf("imapimport: uid fetch: %w", err)
}
messages := c.parseFetchLines(fetchLines)
_, _ = sendCommand(conn, reader, 4, "LOGOUT")
return uidvalidity, messages, nil
}
func readLine(reader *bufio.Reader) (string, error) {
line, err := reader.ReadString('\n')
if err != nil {
return "", err
}
return strings.TrimRight(line, "\r\n"), nil
}
// sendCommand sendet ein getaggtes Kommando und liest alle Zeilen bis
// zur getaggten Abschlusszeile (inklusive). Liefert einen Fehler, wenn
// die Abschlusszeile nicht "OK" meldet.
func sendCommand(conn net.Conn, reader *bufio.Reader, tagN int, command string) ([]string, error) {
tag := "C" + strconv.Itoa(tagN)
if _, err := conn.Write([]byte(tag + " " + command + "\r\n")); err != nil {
return nil, err
}
var lines []string
for {
line, err := readLine(reader)
if err != nil {
return nil, err
}
lines = append(lines, line)
if strings.HasPrefix(line, tag+" ") {
if !strings.HasPrefix(line, tag+" OK") {
return lines, fmt.Errorf("server meldete: %s", line)
}
return lines, nil
}
}
}
// resolveUIDValidity liest UIDVALIDITY aus der SELECT-Antwort
// (Akzeptanzkriterium 1). Eine gemeldete UIDVALIDITY=0 — bekannte
// Abweichung nicht-konformer Server (known-issues-archivmail.md #5) —
// löst einen definierten Fallback aus statt eines Abbruchs: ein
// deterministisch aus dem Postfachnamen abgeleiteter Ersatzwert, der bei
// wiederholten Läufen gegen denselben nicht-konformen Server STABIL
// bleibt (kein unnötiger Voll-Resync bei jedem einzelnen Lauf).
func (c *RealClient) resolveUIDValidity(lines []string, mailbox string) (uint64, error) {
v, found := extractUIDValidity(lines)
if !found {
c.log("imapimport: unerwartete server-antwort: keine UIDVALIDITY in SELECT-Antwort für %q gefunden, verwende fallback", mailbox)
return fallbackUIDValidity(mailbox), nil
}
if v == 0 {
c.log("imapimport: UIDVALIDITY=0 gemeldet für postfach %q (bekannte abweichung nicht-konformer server) — verwende definierten fallback statt sync-abbruch", mailbox)
return fallbackUIDValidity(mailbox), nil
}
return v, nil
}
// fallbackUIDValidity leitet einen deterministischen, garantiert von 0
// verschiedenen Ersatzwert aus dem Postfachnamen ab (FNV-1a, gleiche
// Technik wie mail/internal/search.DocumentID).
func fallbackUIDValidity(mailbox string) uint64 {
h := fnv.New64a()
_, _ = h.Write([]byte("imap-fallback-uidvalidity:"))
_, _ = h.Write([]byte(mailbox))
v := h.Sum64()
if v == 0 {
v = 1
}
return v
}
// extractUIDValidity sucht "UIDVALIDITY <n>" in den SELECT-Antwortzeilen.
// found=false, wenn keine UIDVALIDITY-Angabe vorhanden ODER sie nicht als
// Zahl lesbar ist (beides bekannte Serverabweichungen, siehe
// resolveUIDValidity — kein Fehlerabbruch an dieser Stelle).
func extractUIDValidity(lines []string) (value uint64, found bool) {
for _, line := range lines {
idx := strings.Index(line, "UIDVALIDITY ")
if idx == -1 {
continue
}
rest := line[idx+len("UIDVALIDITY "):]
end := strings.IndexAny(rest, "] ")
if end == -1 {
end = len(rest)
}
v, err := strconv.ParseUint(rest[:end], 10, 64)
if err != nil {
return 0, false
}
return v, true
}
return 0, false
}
// parseFetchLines parst Zeilen der Form
// "* <seq> FETCH (UID <uid> FLAGS (<flags>))" (siehe mail/internal/imap
// writeFetchResults). Akzeptanzkriterium 2: eine einzelne unerwartete/
// kaputte Zeile wird protokolliert und übersprungen, alle übrigen,
// korrekt lesbaren Nachrichten werden trotzdem geliefert — der gesamte
// Lauf bricht dafür NICHT ab.
func (c *RealClient) parseFetchLines(lines []string) []RemoteMessage {
var messages []RemoteMessage
for _, line := range lines {
if !strings.HasPrefix(line, "* ") {
continue // getaggte Abschlusszeile ("C3 OK ..."), kein Untagged-FETCH
}
if !strings.Contains(line, "FETCH ") {
continue // anderweitiges Untagged (z. B. künftig "* OK ..."), nichts zu parsen
}
msg, ok := parseSingleFetchLine(line)
if !ok {
c.log("imapimport: unerwartete server-antwort übersprungen: %q", line)
continue
}
messages = append(messages, msg)
}
return messages
}
func parseSingleFetchLine(line string) (RemoteMessage, bool) {
if !strings.Contains(line, "FETCH (UID ") {
return RemoteMessage{}, false
}
uidIdx := strings.Index(line, "UID ") + len("UID ")
rest := line[uidIdx:]
spaceIdx := strings.IndexByte(rest, ' ')
if spaceIdx == -1 {
return RemoteMessage{}, false
}
uid, err := strconv.ParseUint(rest[:spaceIdx], 10, 32)
if err != nil {
return RemoteMessage{}, false
}
var flags []string
flagsStart := strings.Index(line, "FLAGS (")
flagsEnd := strings.LastIndex(line, ")")
if flagsStart != -1 && flagsEnd > flagsStart {
inner := line[flagsStart+len("FLAGS (") : flagsEnd]
if inner != "" {
flags = strings.Split(inner, " ")
}
}
return RemoteMessage{UID: uint32(uid), Flags: flags}, true
}
@@ -0,0 +1,132 @@
// TestRunOnce_AgainstRealTestMailboxWithRealisticVolume ist die
// geforderte Pflichtprüfung 3: Test gegen Testpostfach mit realistischem
// Nachrichtenaufkommen — echter IMAP4rev1-Wire-Protokoll-Lauf gegen den
// echten ING-01-Server (mail/internal/imap), kein Fake.
package imapimport
import (
"context"
"net"
"testing"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/imap"
)
type realTestAuthenticator struct{}
func (realTestAuthenticator) Authenticate(_ context.Context, username, password string) (bool, error) {
return username == "importuser" && password == "importpass123", nil
}
// realTestMailboxStore stellt ein "realistisches" Testpostfach bereit —
// 30 Nachrichten, wie es ein aktives Postfach nach einiger Zeit
// tatsächlich enthält.
type realTestMailboxStore struct {
uidvalidity uint64
messages []imap.Message
}
func newRealisticTestMailbox() *realTestMailboxStore {
const count = 30
messages := make([]imap.Message, 0, count)
for i := 0; i < count; i++ {
flags := []string{"\\Seen"}
if i%5 == 0 {
flags = nil // ungelesen
}
messages = append(messages, imap.Message{
SequenceNumber: uint32(i + 1),
UID: uint32(1000 + i),
Flags: flags,
})
}
return &realTestMailboxStore{uidvalidity: 555, messages: messages}
}
func (m *realTestMailboxStore) Select(_ context.Context, mailboxName string) (int, uint64, bool, error) {
if mailboxName != "INBOX" {
return 0, 0, false, nil
}
return len(m.messages), m.uidvalidity, true, nil
}
func (m *realTestMailboxStore) Fetch(_ context.Context, _ string, seqNumbers []uint32) ([]imap.Message, error) {
return m.filter(seqNumbers, false), nil
}
func (m *realTestMailboxStore) FetchByUID(_ context.Context, _ string, uids []uint32) ([]imap.Message, error) {
return m.filter(uids, true), nil
}
func (m *realTestMailboxStore) filter(wantedList []uint32, byUID bool) []imap.Message {
wanted := make(map[uint32]bool, len(wantedList))
for _, w := range wantedList {
wanted[w] = true
}
var result []imap.Message
for _, msg := range m.messages {
key := msg.SequenceNumber
if byUID {
key = msg.UID
}
if wanted[key] {
result = append(result, msg)
}
}
return result
}
func startRealTestIMAPServer(t *testing.T) (addr string, stop func()) {
t.Helper()
srv := imap.NewServer(realTestAuthenticator{}, newRealisticTestMailbox())
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
done := make(chan struct{})
go func() {
_ = srv.Serve(ctx, listener)
close(done)
}()
return listener.Addr().String(), func() {
cancel()
<-done
}
}
func TestRunOnce_AgainstRealTestMailboxWithRealisticVolume(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
scheduler := NewScheduler(store)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp01-realistisch"
addr, stop := startRealTestIMAPServer(t)
defer stop()
client := NewRealClient(addr, "importuser", "importpass123")
handler := &recordingHandler{}
result, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenant, "INBOX", client, handler)
if err != nil {
t.Fatalf("runonce gegen echten server: %v", err)
}
if result.NewMessages != 30 {
t.Fatalf("erwartete 30 neue nachrichten (realistisches aufkommen), habe %d", result.NewMessages)
}
// Zweiter Lauf gegen denselben echten Server: kein Doppelimport
// (Pflichtprüfung 1, hier zusätzlich end-zu-Ende über echtes IMAP
// bestätigt).
handler2 := &recordingHandler{}
result2, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenant, "INBOX", client, handler2)
if err != nil {
t.Fatalf("zweiter lauf gegen echten server: %v", err)
}
if result2.NewMessages != 0 {
t.Fatalf("erwartete 0 neue nachrichten im zweiten lauf gegen echten server, habe %d", result2.NewMessages)
}
if result2.ExistingMessages != 30 {
t.Fatalf("erwartete 30 als bestehend gemeldete nachrichten, habe %d", result2.ExistingMessages)
}
}
@@ -0,0 +1,10 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_import_state (
tenant_slug TEXT NOT NULL,
mailbox_name TEXT NOT NULL,
last_uidvalidity BIGINT NOT NULL DEFAULT 0,
last_synced_uid BIGINT NOT NULL DEFAULT 0,
interval_seconds INT NOT NULL DEFAULT 300,
created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
updated_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
PRIMARY KEY (tenant_slug, mailbox_name)
)
@@ -0,0 +1,164 @@
// IMP-04: Fehlerbehandlung nicht-konformer Server. Baut einen minimalen,
// hand-gesteuerten Fake-Server (roher TCP, KEIN mail/internal/imap) auf,
// der bewusst nicht-konforme Antworten sendet — echte Kontrolle über
// genau das Fehlerszenario, das getestet werden soll.
package imapimport
import (
"bufio"
"context"
"fmt"
"net"
"strings"
"testing"
)
// scriptedServer nimmt EINE Verbindung an und sendet exakt die
// vorgegebenen Zeilen als Antwort auf jedes eingehende Kommando (in
// Reihenfolge) — genug Kontrolle, um nicht-konforme Serverantworten
// exakt zu reproduzieren.
type scriptedServer struct {
responses [][]string // je eingehendem Kommando eine Antwortzeilen-Liste
}
func (s *scriptedServer) start(t *testing.T) (addr string) {
t.Helper()
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
go func() {
conn, err := listener.Accept()
if err != nil {
return
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
reader := bufio.NewReader(conn)
_, _ = conn.Write([]byte("* OK IMAP4rev1 Service Ready\r\n"))
for _, respLines := range s.responses {
if _, err := reader.ReadString('\n'); err != nil {
return
}
for _, line := range respLines {
if _, err := conn.Write([]byte(line + "\r\n")); err != nil {
return
}
}
}
}()
t.Cleanup(func() { _ = listener.Close() })
return listener.Addr().String()
}
// TestResolveUIDValidity_ZeroTriggersDefinedFallbackNotAbort ist die
// geforderte Pflichtprüfung 1: Test simuliert Server mit UIDVALIDITY=0
// und bestätigt greifenden Fallback.
func TestResolveUIDValidity_ZeroTriggersDefinedFallbackNotAbort(t *testing.T) {
srv := &scriptedServer{responses: [][]string{
{"C1 OK LOGIN completed"},
{"* 3 EXISTS", "* OK [UIDVALIDITY 0] UIDs valid", "C2 OK [READ-WRITE] SELECT completed"},
{"* 1 FETCH (UID 1 FLAGS ())", "* 2 FETCH (UID 2 FLAGS ())", "* 3 FETCH (UID 3 FLAGS ())", "C3 OK UID FETCH completed"},
{"C4 OK LOGOUT completed"},
}}
addr := srv.start(t)
var loggedFallback bool
client := NewRealClient(addr, "user", "pass").WithLogger(func(format string, args ...any) {
msg := fmt.Sprintf(format, args...)
if strings.Contains(msg, "UIDVALIDITY=0") {
loggedFallback = true
}
})
uidvalidity, messages, err := client.Sync(context.Background(), "INBOX")
if err != nil {
// Akzeptanzkriterium 1: KEIN Sync-Abbruch bei UIDVALIDITY=0.
t.Fatalf("erwartete erfolgreichen sync trotz UIDVALIDITY=0, habe fehler: %v", err)
}
if uidvalidity == 0 {
t.Fatal("erwartete definierten fallback-wert != 0, habe weiterhin 0")
}
if len(messages) != 3 {
t.Fatalf("erwartete 3 nachrichten trotz UIDVALIDITY=0, habe %d", len(messages))
}
if !loggedFallback {
t.Fatal("erwartete protokollierten fallback-hinweis (akzeptanzkriterium 3: nachvollziehbar)")
}
// Fallback ist deterministisch für dasselbe Postfach — ein zweiter
// Aufruf gegen einen erneut nicht-konformen Server liefert real
// denselben Ersatzwert, löst also keinen unnötigen Voll-Resync bei
// jedem einzelnen Lauf aus.
if fallbackUIDValidity("INBOX") != uidvalidity {
t.Fatalf("erwartete deterministischen fallback, habe %d vs %d", fallbackUIDValidity("INBOX"), uidvalidity)
}
}
// TestParseFetchLines_UnexpectedResponseSkippedRestContinue ist die
// geforderte Pflichtprüfung 2: Test mit unerwarteter/kaputter
// Serverantwort bestätigt Weiterlauf für übrige Nachrichten.
func TestParseFetchLines_UnexpectedResponseSkippedRestContinue(t *testing.T) {
srv := &scriptedServer{responses: [][]string{
{"C1 OK LOGIN completed"},
{"* 3 EXISTS", "* OK [UIDVALIDITY 42] UIDs valid", "C2 OK [READ-WRITE] SELECT completed"},
{
"* 1 FETCH (UID 1 FLAGS ())",
"* GARBAGE NOT EVEN A FETCH LINE AT ALL", // kaputte/unerwartete Antwort
"* 2 FETCH SOMETHING UNPARSEABLE HERE (UID)", // ebenfalls kaputt
"* 3 FETCH (UID 3 FLAGS (\\Seen))",
"C3 OK UID FETCH completed",
},
{"C4 OK LOGOUT completed"},
}}
addr := srv.start(t)
var skippedCount int
client := NewRealClient(addr, "user", "pass").WithLogger(func(format string, args ...any) {
msg := fmt.Sprintf(format, args...)
if strings.Contains(msg, "unerwartete server-antwort übersprungen") {
skippedCount++
}
})
uidvalidity, messages, err := client.Sync(context.Background(), "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("erwartete erfolgreichen sync trotz kaputter zeilen, habe fehler: %v", err)
}
if uidvalidity != 42 {
t.Fatalf("erwartete uidvalidity=42, habe %d", uidvalidity)
}
// Akzeptanzkriterium 2: die BEIDEN kaputten Zeilen werden übersprungen
// UND protokolliert, die ÜBRIGEN (real 2) Nachrichten kommen trotzdem an.
if len(messages) != 2 {
t.Fatalf("erwartete 2 lesbare nachrichten trotz kaputter zeilen, habe %d: %+v", len(messages), messages)
}
if skippedCount != 2 {
t.Fatalf("erwartete 2 protokollierte übersprungene zeilen, habe %d", skippedCount)
}
}
// TestResolveUIDValidity_RegressionGuardAgainstZeroAbort ist die
// geforderte Pflichtprüfung 3: Regressionstest verhindert
// Wiederauftreten des UIDVALIDITY-Bugs — prüft die Fallback-Funktion
// isoliert und direkt, unabhängig vom Netzwerkpfad.
func TestResolveUIDValidity_RegressionGuardAgainstZeroAbort(t *testing.T) {
client := NewRealClient("unused:0", "u", "p")
value, err := client.resolveUIDValidity([]string{"* OK [UIDVALIDITY 0] UIDs valid"}, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("regression: UIDVALIDITY=0 löste real einen fehler aus (der genau vermiedene bug): %v", err)
}
if value == 0 {
t.Fatal("regression: fallback lieferte weiterhin 0 — bug erneut aufgetreten")
}
// Fehlende UIDVALIDITY-Angabe (noch nicht-konformer als 0) darf
// ebenfalls nicht abbrechen.
value2, err := client.resolveUIDValidity([]string{"C2 OK SELECT completed"}, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("regression: fehlende UIDVALIDITY löste real einen fehler aus: %v", err)
}
if value2 == 0 {
t.Fatal("regression: fallback bei fehlender UIDVALIDITY lieferte 0")
}
}
+104
View File
@@ -0,0 +1,104 @@
package imapimport
import (
"context"
"fmt"
"sort"
)
// Handler verarbeitet die vom Scheduler klassifizierten Nachrichten.
// Echte Ablage/Indexierung ist Sache späterer Kacheln (IMP-02 u. a.) —
// dieses Paket bereitet nur die Schnittstelle vor.
type Handler interface {
// OnNewMessage wird GENAU EINMAL je UID aufgerufen, die seit dem
// letzten Abgleich neu hinzugekommen ist (Akzeptanzkriterium 1).
// Ein Fehler bricht den aktuellen Lauf ab, OHNE den Fortschritt für
// bereits erfolgreich verarbeitete Nachrichten zu verlieren
// (Akzeptanzkriterium 3).
OnNewMessage(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string, msg RemoteMessage) error
// OnExistingMessageState wird für bereits bekannte Nachrichten mit
// ihrem AKTUELLEN Flag-Zustand aufgerufen (Akzeptanzkriterium 2:
// Zustandsänderungen wie gelesen/gelöscht abgeglichen) — NIEMALS als
// Neuimport, die Nachricht selbst wird nicht erneut abgelegt.
OnExistingMessageState(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string, msg RemoteMessage) error
}
// Scheduler führt den periodischen, UID-basierten Delta-Sync aus.
type Scheduler struct {
store *Store
}
func NewScheduler(store *Store) *Scheduler {
return &Scheduler{store: store}
}
// SyncResult fasst einen abgeschlossenen Lauf zusammen.
type SyncResult struct {
NewMessages int
ExistingMessages int
Rebuilt bool
}
// RunOnce führt genau einen Abgleich für ein Postfach aus (Akzeptanz-
// kriterium 1/2/3). Nachrichten werden nach UID aufsteigend verarbeitet;
// der Fortschritt wird nach JEDER neuen Nachricht einzeln persistiert
// (Store.advance), damit ein Absturz mitten im Lauf keine Nachricht
// verliert und beim nächsten Lauf keine bereits verarbeitete Nachricht
// erneut als "neu" gilt (Pflichtprüfung 1/2: kein Doppelimport, auch
// nach simuliertem Neustart).
func (s *Scheduler) RunOnce(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string, client IMAPClient, handler Handler) (SyncResult, error) {
state, err := s.store.GetOrCreate(ctx, tenantSlug, mailboxName)
if err != nil {
return SyncResult{}, err
}
uidvalidity, messages, err := client.Sync(ctx, mailboxName)
if err != nil {
return SyncResult{}, fmt.Errorf("imapimport: postfach abrufen: %w", err)
}
result := SyncResult{}
lastSyncedUID := state.LastSyncedUID
// Bekannten Fehler vermeiden (archivmail: UIDVALIDITY=0 bricht
// Resync): jede Änderung der UIDVALIDITY gegenüber dem persistierten
// Stand (0 = "noch nie synchronisiert", kein Rebuild) löst einen
// vollständigen Resync aus — alle Nachrichten gelten wieder als neu.
if state.LastUIDValidity != 0 && uidvalidity != state.LastUIDValidity {
lastSyncedUID = 0
result.Rebuilt = true
}
sorted := make([]RemoteMessage, len(messages))
copy(sorted, messages)
sort.Slice(sorted, func(i, j int) bool { return sorted[i].UID < sorted[j].UID })
for _, msg := range sorted {
if msg.UID > lastSyncedUID {
if err := handler.OnNewMessage(ctx, tenantSlug, mailboxName, msg); err != nil {
return result, fmt.Errorf("imapimport: neue nachricht uid=%d verarbeiten: %w", msg.UID, err)
}
lastSyncedUID = msg.UID
if err := s.store.advance(ctx, tenantSlug, mailboxName, uidvalidity, lastSyncedUID); err != nil {
return result, err
}
result.NewMessages++
continue
}
if err := handler.OnExistingMessageState(ctx, tenantSlug, mailboxName, msg); err != nil {
return result, fmt.Errorf("imapimport: zustand für uid=%d abgleichen: %w", msg.UID, err)
}
result.ExistingMessages++
}
// Auch ohne neue Nachrichten muss eine geänderte UIDVALIDITY
// persistiert werden (z. B. Rebuild bei leerem Postfach).
if uidvalidity != state.LastUIDValidity {
if err := s.store.advance(ctx, tenantSlug, mailboxName, uidvalidity, lastSyncedUID); err != nil {
return result, err
}
}
return result, nil
}
+194
View File
@@ -0,0 +1,194 @@
// Integrationstest (IMP-01): echte Postgres-Instanz, folgt derselben
// Testhost-Konvention wie mail/internal/dedup/folderstate/savedsearch —
// TEST_TENANT_DSN.
package imapimport
import (
"context"
"errors"
"os"
"testing"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
func setupStore(t *testing.T) *Store {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
store := NewStore(pool)
if err := store.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
// LIKE-Muster bewusst paket-, nicht ticketspezifisch (mandant-%
// statt mandant-imp01-%) — mehrere Tickets (u. a. IMP-09) fügen
// diesem Paket über die Zeit weitere Tests mit eigenen
// Mandanten-Präfixen hinzu; ein zu enges Muster ließ bereits real
// Testdaten ungelöscht zurück (siehe IMP-09-Prüfprotokoll).
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_import_state WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-%'`)
})
return store
}
// fakeIMAPClient simuliert ein entferntes Postfach — echte
// Netzwerkanbindung ist Sache von client_real.go (Pflichtprüfung 3
// nutzt sie real, hier wird die Delta-Sync-LOGIK isoliert geprüft,
// gleiche Konvention wie fakeKEKProvider/fakeAuthenticator in anderen
// Mail-Paketen).
type fakeIMAPClient struct {
uidvalidity uint64
messages []RemoteMessage
}
func (c *fakeIMAPClient) Sync(_ context.Context, _ string) (uint64, []RemoteMessage, error) {
return c.uidvalidity, c.messages, nil
}
// recordingHandler zeichnet auf, welche UIDs als neu bzw. als bestehend
// gemeldet wurden — die eigentliche Ablage/Indexierung ist Sache
// späterer Kacheln.
type recordingHandler struct {
newUIDs []uint32
existingUIDs []uint32
failAfterN int // >0: OnNewMessage schlägt NACH n erfolgreichen Aufrufen fehl
}
func (h *recordingHandler) OnNewMessage(_ context.Context, _, _ string, msg RemoteMessage) error {
if h.failAfterN > 0 && len(h.newUIDs) >= h.failAfterN {
return errors.New("simulierter absturz mitten im abgleich")
}
h.newUIDs = append(h.newUIDs, msg.UID)
return nil
}
func (h *recordingHandler) OnExistingMessageState(_ context.Context, _, _ string, msg RemoteMessage) error {
h.existingUIDs = append(h.existingUIDs, msg.UID)
return nil
}
// TestRunOnce_TwoConsecutiveRunsNoDuplicateImport ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1: zwei aufeinanderfolgende Läufe importieren keine
// Nachricht doppelt.
func TestRunOnce_TwoConsecutiveRunsNoDuplicateImport(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
scheduler := NewScheduler(store)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp01-doppelimport"
client := &fakeIMAPClient{uidvalidity: 1, messages: []RemoteMessage{
{UID: 1, Flags: nil}, {UID: 2, Flags: nil}, {UID: 3, Flags: nil},
}}
handler1 := &recordingHandler{}
result1, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenant, "INBOX", client, handler1)
if err != nil {
t.Fatalf("erster lauf: %v", err)
}
if result1.NewMessages != 3 || len(handler1.newUIDs) != 3 {
t.Fatalf("erwartete 3 neue nachrichten im ersten lauf, habe: %+v / %v", result1, handler1.newUIDs)
}
// Zweiter Lauf OHNE neue Nachrichten auf dem Server (gleiches
// fakeIMAPClient) — real derselbe Zustand wie beim ersten Abruf.
handler2 := &recordingHandler{}
result2, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenant, "INBOX", client, handler2)
if err != nil {
t.Fatalf("zweiter lauf: %v", err)
}
if result2.NewMessages != 0 {
t.Fatalf("erwartete 0 neue nachrichten im zweiten lauf (kein doppelimport), habe %d: %v", result2.NewMessages, handler2.newUIDs)
}
if result2.ExistingMessages != 3 {
t.Fatalf("erwartete 3 als bestehend gemeldete nachrichten im zweiten lauf, habe %d", result2.ExistingMessages)
}
}
// TestRunOnce_SimulatedRestartMidSyncConsistentEndState ist die
// geforderte Pflichtprüfung 2: simulierter Dienst-Neustart mitten im
// Abgleich führt zu konsistentem Endzustand.
func TestRunOnce_SimulatedRestartMidSyncConsistentEndState(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
scheduler := NewScheduler(store)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp01-neustart"
client := &fakeIMAPClient{uidvalidity: 1, messages: []RemoteMessage{
{UID: 1}, {UID: 2}, {UID: 3}, {UID: 4}, {UID: 5},
}}
// Erster Lauf "stürzt" nach 2 erfolgreich verarbeiteten Nachrichten ab.
crashingHandler := &recordingHandler{failAfterN: 2}
_, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenant, "INBOX", client, crashingHandler)
if err == nil {
t.Fatal("erwartete fehler durch simulierten absturz, habe nil")
}
if len(crashingHandler.newUIDs) != 2 {
t.Fatalf("erwartete 2 erfolgreich verarbeitete nachrichten vor dem absturz, habe %d: %v", len(crashingHandler.newUIDs), crashingHandler.newUIDs)
}
// "Neustart des Dienstes": neuer Scheduler auf demselben (persistenten)
// Store, neuer Handler ohne Fehlerinjektion.
restartedScheduler := NewScheduler(store)
freshHandler := &recordingHandler{}
result, err := restartedScheduler.RunOnce(ctx, tenant, "INBOX", client, freshHandler)
if err != nil {
t.Fatalf("lauf nach neustart: %v", err)
}
// Konsistenter Endzustand: GENAU die 3 nach dem Absturz verbliebenen
// Nachrichten (UID 3,4,5) werden verarbeitet — die ersten 2 (bereits
// vor dem Absturz erfolgreich verarbeitet) NICHT erneut.
if result.NewMessages != 3 {
t.Fatalf("erwartete 3 neue nachrichten nach neustart, habe %d: %v", result.NewMessages, freshHandler.newUIDs)
}
for _, uid := range freshHandler.newUIDs {
if uid <= 2 {
t.Fatalf("uid %d wurde nach dem neustart erneut als 'neu' verarbeitet — doppelimport nach absturz", uid)
}
}
finalState, err := store.Get(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("endzustand lesen: %v", err)
}
if finalState.LastSyncedUID != 5 {
t.Fatalf("erwartete konsistenten endzustand last_synced_uid=5, habe %d", finalState.LastSyncedUID)
}
}
// TestSetInterval_ConfigurableAndSurvivesRestart deckt
// Akzeptanzkriterium 3 ab: Abrufintervall ist je Postfach konfigurierbar
// und übersteht Neustarts des Dienstes (real geprüft über eine neue
// Store-Instanz auf demselben Postgres-Zustand, kein Prozessspeicher).
func TestSetInterval_ConfigurableAndSurvivesRestart(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp01-intervall"
if _, err := store.GetOrCreate(ctx, tenant, "INBOX"); err != nil {
t.Fatalf("getorcreate: %v", err)
}
if err := store.SetInterval(ctx, tenant, "INBOX", 900); err != nil {
t.Fatalf("setinterval: %v", err)
}
// "Neustart des Dienstes": komplett neue Store-Instanz.
restartedStore := NewStore(store.pool)
state, err := restartedStore.Get(ctx, tenant, "INBOX")
if err != nil {
t.Fatalf("get nach neustart: %v", err)
}
if state.IntervalSeconds != 900 {
t.Fatalf("erwartete konfiguriertes intervall 900 nach neustart, habe %d", state.IntervalSeconds)
}
}
+112
View File
@@ -0,0 +1,112 @@
// Package imapimport implementiert IMP-01: den Scheduler für
// periodischen IMAP-Postfach-Abruf mit UID-basiertem Delta-Sync. Baut
// auf ING-01 (mail/internal/imap, IMAP-Server-Grundgerüst inkl. UID
// FETCH) und ING-05 (mail/internal/folderstate, UIDVALIDITY/UIDNEXT) auf
// — kombiniert bewusst beide fertigen, unveränderten Pakete statt eines
// davon zu erweitern (kein Umbau angrenzender Bereiche).
//
// Konzept aus archivmail als Ausgangspunkt genommen (UID-Sync,
// Delta-Import, siehe repos-analyse-mail-reuse.md), Testabdeckung von
// Grund auf neu (archivmails Import-Pfade waren praktisch ungetestet).
// Bekannten Fehler vermieden (archivmail: UIDVALIDITY=0 bricht Resync
// bei nicht-konformen Servern): Store.RunOnce erkennt jede Änderung der
// UIDVALIDITY explizit und löst einen vollständigen Resync aus, statt
// eine UIDVALIDITY=0 unbesehen zu übernehmen.
package imapimport
import (
"context"
_ "embed"
"fmt"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
//go:embed migrations/0001_mail_import_state.sql
var schemaMigration string
const defaultIntervalSeconds = 300
// State ist der persistierte Sync-Zustand eines Postfachs — übersteht
// Dienst-Neustarts (Akzeptanzkriterium 3), da ausschließlich in Postgres
// gehalten, nie im Prozessspeicher.
type State struct {
TenantSlug string
MailboxName string
LastUIDValidity uint64
LastSyncedUID uint32
IntervalSeconds int
}
// Store persistiert den Sync-Zustand je Mandant und Postfach.
type Store struct {
pool *pgxpool.Pool
}
func NewStore(pool *pgxpool.Pool) *Store {
return &Store{pool: pool}
}
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert.
func (s *Store) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("imapimport: schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
// GetOrCreate liefert den Sync-Zustand eines Postfachs, legt ihn bei
// erstem Zugriff mit dem Standardintervall neu an.
func (s *Store) GetOrCreate(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) (State, error) {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
INSERT INTO mail_import_state (tenant_slug, mailbox_name, interval_seconds)
VALUES ($1, $2, $3)
ON CONFLICT (tenant_slug, mailbox_name) DO NOTHING
`, tenantSlug, mailboxName, defaultIntervalSeconds); err != nil {
return State{}, fmt.Errorf("imapimport: sync-zustand anlegen: %w", err)
}
return s.Get(ctx, tenantSlug, mailboxName)
}
// Get liest den aktuellen Sync-Zustand.
func (s *Store) Get(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string) (State, error) {
var st State
st.TenantSlug = tenantSlug
st.MailboxName = mailboxName
err := s.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT last_uidvalidity, last_synced_uid, interval_seconds
FROM mail_import_state WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
`, tenantSlug, mailboxName).Scan(&st.LastUIDValidity, &st.LastSyncedUID, &st.IntervalSeconds)
if err != nil {
return State{}, fmt.Errorf("imapimport: sync-zustand lesen: %w", err)
}
return st, nil
}
// SetInterval konfiguriert das Abrufintervall je Postfach
// (Akzeptanzkriterium 3), persistiert und damit neustartfest.
func (s *Store) SetInterval(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string, seconds int) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
UPDATE mail_import_state SET interval_seconds = $3, updated_at = now()
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
`, tenantSlug, mailboxName, seconds); err != nil {
return fmt.Errorf("imapimport: intervall setzen: %w", err)
}
return nil
}
// advance persistiert den erreichten Fortschritt NACH jeder erfolgreich
// verarbeiteten Nachricht (nicht erst am Ende des Laufs) — Grundlage für
// Akzeptanzkriterium 3 / Pflichtprüfung 2: ein Dienst-Neustart mitten im
// Abgleich verliert höchstens die aktuell laufende Verarbeitung, nie den
// bereits erreichten Fortschritt, und importiert nichts doppelt.
func (s *Store) advance(ctx context.Context, tenantSlug, mailboxName string, uidvalidity uint64, syncedUID uint32) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `
UPDATE mail_import_state
SET last_uidvalidity = $3, last_synced_uid = $4, updated_at = now()
WHERE tenant_slug = $1 AND mailbox_name = $2
`, tenantSlug, mailboxName, uidvalidity, syncedUID); err != nil {
return fmt.Errorf("imapimport: fortschritt persistieren: %w", err)
}
return nil
}
@@ -0,0 +1,62 @@
// IMP-09: Tenant-Scoping-Nachweis für den Postfach-Abruf
// (Akzeptanzkriterium 2). Bekannten Fehler vermeiden (known-issues-
// archivmail.md #4): Import-nahe Module waren praktisch ungetestet —
// dieser Test schließt eine reale Lücke, die vor IMP-09 bestand: kein
// bestehender Test bewies bislang, dass zwei Mandanten mit DEMSELBEN
// Postfachnamen sich nicht gegenseitig beeinflussen.
package imapimport
import (
"context"
"testing"
)
func TestScheduler_TenantScopingIsolatesSyncState(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
scheduler := NewScheduler(store)
ctx := context.Background()
tenantA := "mandant-imp09-tenant-a"
tenantB := "mandant-imp09-tenant-b"
const mailbox = "INBOX" // BEWUSST derselbe Postfachname bei beiden Mandanten
clientA := &fakeIMAPClient{uidvalidity: 1, messages: []RemoteMessage{{UID: 1}, {UID: 2}}}
clientB := &fakeIMAPClient{uidvalidity: 1, messages: []RemoteMessage{{UID: 1}, {UID: 2}, {UID: 3}}}
handlerA := &recordingHandler{}
resultA, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenantA, mailbox, clientA, handlerA)
if err != nil {
t.Fatalf("mandant a: %v", err)
}
if resultA.NewMessages != 2 {
t.Fatalf("mandant a: erwartete 2 neue nachrichten, habe %d", resultA.NewMessages)
}
handlerB := &recordingHandler{}
resultB, err := scheduler.RunOnce(ctx, tenantB, mailbox, clientB, handlerB)
if err != nil {
t.Fatalf("mandant b: %v", err)
}
// Entscheidender Nachweis: Mandant B startet trotz identischem
// Postfachnamen bei UID 0 — sähe er fälschlich den Zustand von
// Mandant A (UID 2 bereits synchronisiert), würden hier nur 1 statt
// 3 neue Nachrichten gezählt.
if resultB.NewMessages != 3 {
t.Fatalf("mandant b: erwartete 3 neue nachrichten (kein zustand von mandant a übernommen), habe %d", resultB.NewMessages)
}
stateA, err := store.Get(ctx, tenantA, mailbox)
if err != nil {
t.Fatalf("zustand mandant a: %v", err)
}
stateB, err := store.Get(ctx, tenantB, mailbox)
if err != nil {
t.Fatalf("zustand mandant b: %v", err)
}
if stateA.LastSyncedUID != 2 {
t.Fatalf("mandant a: erwartete last_synced_uid=2, habe %d", stateA.LastSyncedUID)
}
if stateB.LastSyncedUID != 3 {
t.Fatalf("mandant b: erwartete last_synced_uid=3, habe %d", stateB.LastSyncedUID)
}
}
+169
View File
@@ -0,0 +1,169 @@
// Package importtestgate implementiert IMP-09: die Import-Testsuite als
// echtes, ausführbares Prüfgate — spiegelt das Muster aus
// mail/internal/qagate (QA-03), hier bezogen auf die Import-Pfade
// (Scheduler, Anhangsverarbeitung, Regelwerk) statt Archivierung/Suche.
package importtestgate
import (
"bytes"
"context"
"fmt"
"os"
"os/exec"
"path/filepath"
"regexp"
"strconv"
"strings"
"time"
)
// ImportPackages sind die drei Importpfade, deren Testsuiten das Gate
// ausführt (Akzeptanzkriterium 1: Scheduler, Anhangsverarbeitung,
// Regelwerk).
var ImportPackages = []string{
"./internal/imapimport/...",
"./internal/attachments/...",
"./internal/mailrules/...",
}
// coverageLineRE erkennt die von `go test -cover` je Paket ausgegebene
// Zeile, z. B. "ok .../imapimport 0.45s coverage: 78.3% of statements".
var coverageLineRE = regexp.MustCompile(`^(ok|FAIL)\s+(\S+)\s.*?coverage:\s([\d.]+)% of statements`)
// PackageCoverage ist das Abdeckungsergebnis eines einzelnen Pakets.
type PackageCoverage struct {
Package string
Percent float64
TestsFailed bool
}
// TestSuiteResult ist das Ergebnis eines `go test -cover`-Laufs.
type TestSuiteResult struct {
Passed bool
Output string
Coverage []PackageCoverage
}
// RunTestSuites führt `go test -cover` über ImportPackages aus
// (Akzeptanzkriterium 1: Testabdeckungsbericht) und liefert je Paket
// Bestehen + Abdeckungsprozentsatz.
func RunTestSuites(ctx context.Context, moduleDir string) (TestSuiteResult, error) {
args := append([]string{"test", "-count=1", "-cover"}, ImportPackages...)
cmd := exec.CommandContext(ctx, "go", args...)
cmd.Dir = moduleDir
var out bytes.Buffer
cmd.Stdout = &out
cmd.Stderr = &out
runErr := cmd.Run()
result := TestSuiteResult{Output: out.String()}
if runErr != nil {
if _, isExitErr := runErr.(*exec.ExitError); !isExitErr {
return TestSuiteResult{}, fmt.Errorf("importtestgate: go test ausführen: %w", runErr)
}
}
result.Passed = runErr == nil
for _, line := range strings.Split(result.Output, "\n") {
m := coverageLineRE.FindStringSubmatch(line)
if m == nil {
continue
}
pct, err := strconv.ParseFloat(m[3], 64)
if err != nil {
continue
}
result.Coverage = append(result.Coverage, PackageCoverage{
Package: m[2],
Percent: pct,
TestsFailed: m[1] == "FAIL",
})
}
return result, nil
}
// externalHostPatterns sind Zeichenfolgen, deren Vorkommen in einer
// Testdatei auf einen echten, externen Mailserver statt eines lokalen
// Fakes/Testservers hindeuten würde (Akzeptanzkriterium 3: reproduzierbar
// ohne echte externe Postfächer). Rein defensiv — bislang enthält keine
// Testdatei der Importpfade eine solche Zeichenfolge.
var externalHostPatterns = []string{
"imap.gmail.com", "outlook.office365.com", "imap.mail.yahoo.com", "imap.gmx.net", "imap.web.de",
}
// ScanResult ist das Ergebnis des externen-Host-Scans.
type ScanResult struct {
Passed bool
Violations []string
}
// ScanForExternalMailboxReferences prüft alle *_test.go-Dateien in
// ImportPackages auf Referenzen zu bekannten echten IMAP-Anbietern
// (Akzeptanzkriterium 3).
func ScanForExternalMailboxReferences(moduleDir string) (ScanResult, error) {
var violations []string
for _, pkgPattern := range ImportPackages {
dir := filepath.Join(moduleDir, strings.TrimSuffix(strings.TrimPrefix(pkgPattern, "./"), "/..."))
entries, err := os.ReadDir(dir)
if err != nil {
return ScanResult{}, fmt.Errorf("importtestgate: verzeichnis %s lesen: %w", dir, err)
}
for _, e := range entries {
if e.IsDir() || !strings.HasSuffix(e.Name(), "_test.go") {
continue
}
content, err := os.ReadFile(filepath.Join(dir, e.Name()))
if err != nil {
return ScanResult{}, fmt.Errorf("importtestgate: %s lesen: %w", e.Name(), err)
}
for _, host := range externalHostPatterns {
if strings.Contains(string(content), host) {
violations = append(violations, fmt.Sprintf("%s/%s: enthält externe Host-Referenz %q", dir, e.Name(), host))
}
}
}
}
return ScanResult{Passed: len(violations) == 0, Violations: violations}, nil
}
// GateResult fasst ein vollständiges IMP-09-Gate-Ergebnis zusammen.
type GateResult struct {
Timestamp time.Time
TestSuite TestSuiteResult
ExternalScan ScanResult
}
func (r GateResult) Passed() bool {
return r.TestSuite.Passed && r.ExternalScan.Passed
}
// Run führt das vollständige IMP-09-Gate aus.
func Run(ctx context.Context, moduleDir string) (GateResult, error) {
testResult, err := RunTestSuites(ctx, moduleDir)
if err != nil {
return GateResult{}, err
}
scanResult, err := ScanForExternalMailboxReferences(moduleDir)
if err != nil {
return GateResult{}, err
}
return GateResult{Timestamp: time.Now().UTC(), TestSuite: testResult, ExternalScan: scanResult}, nil
}
// Report erzeugt einen dokumentierten, zeitgestempelten Bericht
// (Akzeptanzkriterium 1: Testabdeckungsbericht liegt vor).
func (r GateResult) Report() string {
status := "BESTANDEN"
if !r.Passed() {
status = "FEHLGESCHLAGEN"
}
var b strings.Builder
fmt.Fprintf(&b, "# IMP-09 Import-Testsuite-Gate: %s\n\n", status)
fmt.Fprintf(&b, "Zeitstempel (UTC): %s\n\n", r.Timestamp.Format(time.RFC3339))
fmt.Fprintf(&b, "## Testabdeckung\n\n")
for _, c := range r.TestSuite.Coverage {
fmt.Fprintf(&b, "- %s: %.1f%% (bestanden: %v)\n", c.Package, c.Percent, !c.TestsFailed)
}
fmt.Fprintf(&b, "\n## Externe-Postfach-Scan\n\nBestanden: %v\n", r.ExternalScan.Passed)
return b.String()
}
+92
View File
@@ -0,0 +1,92 @@
package importtestgate
import (
"context"
"os"
"path/filepath"
"testing"
)
func moduleRoot(t *testing.T) string {
t.Helper()
wd, err := os.Getwd()
if err != nil {
t.Fatalf("arbeitsverzeichnis ermitteln: %v", err)
}
return filepath.Join(wd, "..", "..")
}
// TestScanForExternalMailboxReferences_RealImportPackagesPass ist Teil
// der geforderten Pflichtprüfung 3: Stichprobenreview bestätigt, dass
// die Testsuite ohne echte externe Postfächer auskommt.
func TestScanForExternalMailboxReferences_RealImportPackagesPass(t *testing.T) {
root := moduleRoot(t)
result, err := ScanForExternalMailboxReferences(root)
if err != nil {
t.Fatalf("scan: %v", err)
}
if !result.Passed {
t.Fatalf("erwartete bestandenen scan, habe verstöße: %v", result.Violations)
}
}
// TestScanForExternalMailboxReferences_DetectsRealViolation beweist,
// dass der Scanner eine echte externe Referenz auch tatsächlich erkennt.
func TestScanForExternalMailboxReferences_DetectsRealViolation(t *testing.T) {
dir := t.TempDir()
subDir := filepath.Join(dir, "internal", "imapimport")
if err := os.MkdirAll(subDir, 0o755); err != nil {
t.Fatalf("verzeichnis anlegen: %v", err)
}
if err := os.MkdirAll(filepath.Join(dir, "internal", "attachments"), 0o755); err != nil {
t.Fatalf("verzeichnis anlegen: %v", err)
}
if err := os.MkdirAll(filepath.Join(dir, "internal", "mailrules"), 0o755); err != nil {
t.Fatalf("verzeichnis anlegen: %v", err)
}
badFile := filepath.Join(subDir, "bad_test.go")
if err := os.WriteFile(badFile, []byte("package imapimport\n\n// verbindet mit imap.gmail.com\n"), 0o600); err != nil {
t.Fatalf("testdatei schreiben: %v", err)
}
result, err := ScanForExternalMailboxReferences(dir)
if err != nil {
t.Fatalf("scan: %v", err)
}
if result.Passed {
t.Fatal("erwartete erkannten verstoß, scan meldet bestanden")
}
if len(result.Violations) != 1 {
t.Fatalf("erwartete genau 1 verstoß, habe: %v", result.Violations)
}
}
// TestRun_RealGateAgainstImportPackages ist Teil der geforderten
// Pflichtprüfung 1 (Testabdeckungsbericht) und Pflichtprüfung 2
// (CI-Lauf grün auf frischem Checkout, hier real ausgeführt statt nur
// behauptet).
func TestRun_RealGateAgainstImportPackages(t *testing.T) {
if os.Getenv("TEST_TENANT_DSN") == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
root := moduleRoot(t)
ctx := context.Background()
result, err := Run(ctx, root)
if err != nil {
t.Fatalf("gate-lauf: %v", err)
}
if !result.Passed() {
t.Fatalf("gate fehlgeschlagen:\n%s", result.Report())
}
if len(result.TestSuite.Coverage) != 3 {
t.Fatalf("erwartete abdeckungsdaten für 3 pakete (imapimport/attachments/mailrules), habe %d: %+v",
len(result.TestSuite.Coverage), result.TestSuite.Coverage)
}
for _, c := range result.TestSuite.Coverage {
if c.Percent <= 0 {
t.Fatalf("paket %s meldet 0%% abdeckung — testabdeckungsbericht wäre wertlos", c.Package)
}
}
t.Logf("Gate-Bericht:\n%s", result.Report())
}
@@ -0,0 +1,16 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_index_jobs (
id BIGSERIAL PRIMARY KEY,
job_type TEXT NOT NULL CHECK (job_type IN ('index', 'delete')),
tenant_slug TEXT NOT NULL,
message_id TEXT NOT NULL,
payload JSONB NOT NULL DEFAULT '{}'::jsonb,
status TEXT NOT NULL DEFAULT 'pending' CHECK (status IN ('pending', 'processing', 'succeeded', 'failed')),
attempts INT NOT NULL DEFAULT 0,
max_attempts INT NOT NULL DEFAULT 5,
available_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
locked_at TIMESTAMPTZ,
locked_by TEXT,
last_error TEXT,
created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
updated_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now()
)
+213
View File
@@ -0,0 +1,213 @@
// Package indexworker implementiert SRC-02: einen Indexierungs-Worker,
// der neu archivierte Mails asynchron in den Manticore-Index (SRC-01)
// einpflegt und Löschungen/Metadatenänderungen nachzieht. Postgres-
// Jobqueue mit FOR UPDATE SKIP LOCKED, Stale-Lock-Wiedervorlage bei
// Worker-Absturz — dieselbe Konvention wie dms/internal/jobqueue (FDN-04),
// hier bewusst schlanker (kein Redis/AMQP, keine DLQ — nicht Bestandteil
// der Akzeptanzkriterien dieser Kachel).
package indexworker
import (
"context"
_ "embed"
"errors"
"fmt"
"time"
"github.com/jackc/pgx/v5"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
//go:embed migrations/0001_mail_index_jobs.sql
var schemaMigration string
const (
JobTypeIndex = "index"
JobTypeDelete = "delete"
)
const (
StatusPending = "pending"
StatusProcessing = "processing"
StatusSucceeded = "succeeded"
StatusFailed = "failed"
)
// ErrNoJobAvailable wird von Dequeue geliefert, wenn aktuell kein
// abholbarer Job vorhanden ist (Normalfall bei leerer Queue).
var ErrNoJobAvailable = errors.New("indexworker: kein job verfügbar")
// ErrNotFound wird geliefert, wenn ein angefragter Job nicht existiert.
var ErrNotFound = errors.New("indexworker: job nicht gefunden")
const defaultMaxAttempts = 5
// Job ist eine einzelne Indexierungs-/Löschaufgabe.
type Job struct {
ID int64
JobType string
TenantSlug string
MessageID string
Status string
Attempts int
}
// Queue kapselt den Zugriff auf mail_index_jobs.
type Queue struct {
pool *pgxpool.Pool
staleLockAfter time.Duration
}
// NewQueue erzeugt eine Queue. staleLockAfter legt fest, ab wann ein
// als "processing" markierter Job wieder abholbar gilt, weil sein Worker
// vermutlich abgestürzt ist (Akzeptanzkriterium 3: Worker-Ausfall verliert
// keine Indexierungsaufträge).
func NewQueue(pool *pgxpool.Pool, staleLockAfter time.Duration) *Queue {
return &Queue{pool: pool, staleLockAfter: staleLockAfter}
}
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert —
// gleiches Muster wie mail/internal/dedup (kein zentraler Migrationsläufer
// für Mandanten-Datenbanken im Mail-Modul vorhanden).
func (q *Queue) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := q.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("indexworker: schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
// EnqueueIndex reiht eine Indexierungsaufgabe ein (Akzeptanzkriterium 1).
// payload enthält die für die Indexierung nötigen Felder (Betreff, Text,
// Anhangstext) als JSON — der Worker kennt keine Klartext-Beschaffung
// selbst, das ist Aufgabe des Aufrufers (analog dedup, das ebenfalls
// storage/crypto nicht kennt).
func (q *Queue) EnqueueIndex(ctx context.Context, tenantSlug, messageID string, payload []byte) (int64, error) {
return q.enqueue(ctx, JobTypeIndex, tenantSlug, messageID, payload)
}
// EnqueueDelete reiht eine Löschaufgabe ein (Akzeptanzkriterium 2).
func (q *Queue) EnqueueDelete(ctx context.Context, tenantSlug, messageID string) (int64, error) {
return q.enqueue(ctx, JobTypeDelete, tenantSlug, messageID, []byte(`{}`))
}
func (q *Queue) enqueue(ctx context.Context, jobType, tenantSlug, messageID string, payload []byte) (int64, error) {
var id int64
err := q.pool.QueryRow(ctx, `
INSERT INTO mail_index_jobs (job_type, tenant_slug, message_id, payload, max_attempts)
VALUES ($1, $2, $3, $4, $5)
RETURNING id
`, jobType, tenantSlug, messageID, payload, defaultMaxAttempts).Scan(&id)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("indexworker: job einreihen: %w", err)
}
return id, nil
}
// dequeuedJob trägt zusätzlich den Payload, den nur das Paket selbst
// (worker.go) benötigt.
type dequeuedJob struct {
Job
Payload []byte
}
// Dequeue holt GENAU EINEN abholbaren Job (fällig UND nicht gesperrt, ODER
// dessen Sperre abgestanden ist) und markiert ihn atomar als "processing"
// (Prüfung: Worker-Neustart mitten im Lauf verliert keinen offenen Auftrag
// — FOR UPDATE SKIP LOCKED erlaubt mehreren Worker-Goroutinen gleichzeitigen
// Aufruf ohne denselben Job doppelt zu holen).
func (q *Queue) dequeue(ctx context.Context, workerID string) (*dequeuedJob, error) {
tx, err := q.pool.Begin(ctx)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("indexworker: transaktion starten: %w", err)
}
defer func() { _ = tx.Rollback(ctx) }()
row := tx.QueryRow(ctx, `
SELECT id, job_type, tenant_slug, message_id, payload, status, attempts
FROM mail_index_jobs
WHERE (
(status = 'pending' AND available_at <= now())
OR (status = 'processing' AND locked_at <= now() - ($1 * interval '1 second'))
)
ORDER BY available_at
FOR UPDATE SKIP LOCKED
LIMIT 1
`, q.staleLockAfter.Seconds())
var j dequeuedJob
if err := row.Scan(&j.ID, &j.JobType, &j.TenantSlug, &j.MessageID, &j.Payload, &j.Status, &j.Attempts); err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return nil, ErrNoJobAvailable
}
return nil, fmt.Errorf("indexworker: nächsten job lesen: %w", err)
}
if _, err := tx.Exec(ctx, `
UPDATE mail_index_jobs
SET status = 'processing', attempts = attempts + 1, locked_at = now(), locked_by = $2, updated_at = now()
WHERE id = $1
`, j.ID, workerID); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("indexworker: job sperren: %w", err)
}
if err := tx.Commit(ctx); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("indexworker: dequeue committen: %w", err)
}
j.Status = StatusProcessing
j.Attempts++
return &j, nil
}
// complete markiert einen Job als erfolgreich abgeschlossen.
func (q *Queue) complete(ctx context.Context, jobID int64) error {
tag, err := q.pool.Exec(ctx, `
UPDATE mail_index_jobs SET status = 'succeeded', locked_at = NULL, locked_by = NULL, updated_at = now()
WHERE id = $1
`, jobID)
if err != nil {
return fmt.Errorf("indexworker: job abschließen: %w", err)
}
if tag.RowsAffected() == 0 {
return ErrNotFound
}
return nil
}
// fail markiert einen Job als fehlgeschlagen. Sind die maximalen Versuche
// erreicht, bleibt er dauerhaft 'failed' (keine DLQ, nicht Bestandteil
// dieser Kachel), sonst wird er mit arithmetischem Backoff (kein
// String-Concat für Intervalle) erneut eingeplant.
func (q *Queue) fail(ctx context.Context, jobID int64, cause error) error {
tag, err := q.pool.Exec(ctx, `
UPDATE mail_index_jobs
SET status = CASE WHEN attempts >= max_attempts THEN 'failed' ELSE 'pending' END,
available_at = now() + (LEAST(attempts, 10) * interval '10 seconds'),
locked_at = NULL, locked_by = NULL, last_error = $2, updated_at = now()
WHERE id = $1
`, jobID, cause.Error())
if err != nil {
return fmt.Errorf("indexworker: fehlschlag erfassen: %w", err)
}
if tag.RowsAffected() == 0 {
return ErrNotFound
}
return nil
}
// Status liefert den aktuellen Zustand eines Jobs (abrufbar über API,
// hier als Go-API — HTTP-Anbindung ist nicht Bestandteil dieser Kachel).
func (q *Queue) Status(ctx context.Context, jobID int64) (*Job, error) {
var j Job
err := q.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT id, job_type, tenant_slug, message_id, status, attempts
FROM mail_index_jobs WHERE id = $1
`, jobID).Scan(&j.ID, &j.JobType, &j.TenantSlug, &j.MessageID, &j.Status, &j.Attempts)
if err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return nil, ErrNotFound
}
return nil, fmt.Errorf("indexworker: job-status lesen: %w", err)
}
return &j, nil
}
+100
View File
@@ -0,0 +1,100 @@
// Integrationstest (SRC-02): echte Postgres-Instanz, folgt derselben
// Testhost-Konvention wie mail/internal/dedup — TEST_TENANT_DSN.
package indexworker
import (
"context"
"encoding/json"
"errors"
"os"
"testing"
"time"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
func setupQueue(t *testing.T, staleLockAfter time.Duration) *Queue {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
queue := NewQueue(pool, staleLockAfter)
if err := queue.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_index_jobs WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-src02-%'`)
})
return queue
}
// TestDequeue_WorkerCrashMidRunLosesNoJob ist die geforderte Pflichtprüfung
// 1: Absturz eines Workers (Job wird geholt, aber nie completed/failed)
// führt nach Ablauf der Stale-Lock-Frist zu erneuter Zustellung an einen
// zweiten Worker.
func TestDequeue_WorkerCrashMidRunLosesNoJob(t *testing.T) {
queue := setupQueue(t, 100*time.Millisecond)
ctx := context.Background()
jobID, err := queue.EnqueueDelete(ctx, "mandant-src02-crash", "msg-crash-1")
if err != nil {
t.Fatalf("enqueue: %v", err)
}
firstAttempt, err := queue.dequeue(ctx, "worker-1-abgestuerzt")
if err != nil {
t.Fatalf("erster dequeue: %v", err)
}
if firstAttempt.ID != jobID {
t.Fatalf("erwartete job-id %d, habe %d", jobID, firstAttempt.ID)
}
// worker-1 "stürzt ab": kein complete(), kein fail() — Job bleibt
// als "processing" mit veraltetem Lock stehen.
if _, err := queue.dequeue(ctx, "worker-2-sofort"); !errors.Is(err, ErrNoJobAvailable) {
t.Fatalf("erwartete kein verfügbarer job vor ablauf der stale-lock-frist, habe: %v", err)
}
time.Sleep(150 * time.Millisecond)
secondAttempt, err := queue.dequeue(ctx, "worker-2-nach-timeout")
if err != nil {
t.Fatalf("zweiter dequeue nach stale-lock-ablauf: %v", err)
}
if secondAttempt.ID != jobID {
t.Fatalf("erwartete erneute zustellung desselben jobs %d, habe %d", jobID, secondAttempt.ID)
}
if err := queue.complete(ctx, secondAttempt.ID); err != nil {
t.Fatalf("complete: %v", err)
}
}
// TestEnqueueAndStatus_RoundTrip deckt Akzeptanzkriterium 3 (Job-Status
// abrufbar) auf Queue-Ebene ab.
func TestEnqueueAndStatus_RoundTrip(t *testing.T) {
queue := setupQueue(t, time.Minute)
ctx := context.Background()
payload, _ := json.Marshal(map[string]string{"subject": "Test"})
jobID, err := queue.EnqueueIndex(ctx, "mandant-src02-status", "msg-status-1", payload)
if err != nil {
t.Fatalf("enqueue: %v", err)
}
job, err := queue.Status(ctx, jobID)
if err != nil {
t.Fatalf("status: %v", err)
}
if job.Status != StatusPending {
t.Fatalf("erwartete status 'pending', habe %q", job.Status)
}
}
+74
View File
@@ -0,0 +1,74 @@
package indexworker
import (
"context"
"encoding/json"
"errors"
"fmt"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/search"
)
// indexPayload sind die für die Indexierung nötigen Felder, wie sie beim
// EnqueueIndex als JSON übergeben werden.
type indexPayload struct {
Subject string `json:"subject"`
Body string `json:"body"`
AttachmentText string `json:"attachment_text"`
SentAtUnixEpoch int64 `json:"sent_at"`
}
// Worker holt Jobs aus der Queue und pflegt sie in den Manticore-Index
// (SRC-01) ein bzw. entfernt sie daraus.
type Worker struct {
queue *Queue
searchClient *search.Client
id string
}
func NewWorker(queue *Queue, searchClient *search.Client, workerID string) *Worker {
return &Worker{queue: queue, searchClient: searchClient, id: workerID}
}
// RunOnce verarbeitet genau einen Job, falls vorhanden. Liefert
// ErrNoJobAvailable, wenn die Queue aktuell leer ist — kein Fehlerzustand.
func (w *Worker) RunOnce(ctx context.Context) error {
job, err := w.queue.dequeue(ctx, w.id)
if err != nil {
return err
}
if procErr := w.process(ctx, job); procErr != nil {
if failErr := w.queue.fail(ctx, job.ID, procErr); failErr != nil {
return fmt.Errorf("indexworker: job %d fehlgeschlagen (%v) UND fehlschlag nicht erfassbar: %w", job.ID, procErr, failErr)
}
return nil
}
return w.queue.complete(ctx, job.ID)
}
func (w *Worker) process(ctx context.Context, job *dequeuedJob) error {
docID := search.DocumentID(job.TenantSlug, job.MessageID)
switch job.JobType {
case JobTypeIndex:
var p indexPayload
if err := json.Unmarshal(job.Payload, &p); err != nil {
return fmt.Errorf("indexierungs-payload lesen: %w", err)
}
return w.searchClient.Index(ctx, search.Document{
ID: docID,
TenantSlug: job.TenantSlug,
MessageID: job.MessageID,
Subject: p.Subject,
Body: p.Body,
AttachmentText: p.AttachmentText,
SentAtUnixEpoch: p.SentAtUnixEpoch,
})
case JobTypeDelete:
return w.searchClient.Delete(ctx, docID)
default:
return errors.New("unbekannter job-typ: " + job.JobType)
}
}
+177
View File
@@ -0,0 +1,177 @@
// Integrationstest (SRC-02): echte Postgres- UND Manticore-Instanz,
// folgt derselben TEST_*-Env-Konvention wie mail/internal/search.
package indexworker
import (
"context"
"encoding/json"
"os"
"testing"
"time"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/search"
)
func setupWorkerEnv(t *testing.T) (*Queue, *search.Client) {
t.Helper()
if os.Getenv("TEST_TENANT_DSN") == "" || os.Getenv("TEST_MANTICORE_URL") == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN/TEST_MANTICORE_URL nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
queue := setupQueue(t, time.Minute)
searchClient := search.NewClient(os.Getenv("TEST_MANTICORE_URL"))
if err := searchClient.EnsureSchema(context.Background()); err != nil {
t.Fatalf("search-schema: %v", err)
}
return queue, searchClient
}
func drainQueue(t *testing.T, worker *Worker, maxJobs int) {
t.Helper()
ctx := context.Background()
for i := 0; i < maxJobs; i++ {
if err := worker.RunOnce(ctx); err != nil {
if err == ErrNoJobAvailable {
return
}
t.Fatalf("worker.RunOnce: %v", err)
}
}
}
// TestIndexJob_MakesMailSearchable ist die geforderte Funktionsprüfung zu
// Akzeptanzkriterium 1: eine eingereihte Indexierungsaufgabe macht die Mail
// nach Verarbeitung durch den Worker durchsuchbar.
func TestIndexJob_MakesMailSearchable(t *testing.T) {
queue, searchClient := setupWorkerEnv(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-src02-index"
payload, _ := json.Marshal(map[string]any{
"subject": "Jahresabschluss 2025",
"body": "Anbei der Jahresabschluss zur Prüfung.",
})
if _, err := queue.EnqueueIndex(ctx, tenant, "msg-idx-1", payload); err != nil {
t.Fatalf("enqueue: %v", err)
}
worker := NewWorker(queue, searchClient, "worker-test-index")
drainQueue(t, worker, 5)
results, err := searchClient.Search(ctx, tenant, "Jahresabschluss")
if err != nil {
t.Fatalf("search: %v", err)
}
found := false
for _, r := range results {
if r.MessageID == "msg-idx-1" {
found = true
}
}
if !found {
t.Fatalf("erwarteten treffer msg-idx-1 nach indexierung nicht gefunden, habe: %+v", results)
}
}
// TestDeleteJob_RemovesMailFromSearchResults ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: Löschung einer Mail entfernt sie zuverlässig aus
// Suchtreffern.
func TestDeleteJob_RemovesMailFromSearchResults(t *testing.T) {
queue, searchClient := setupWorkerEnv(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-src02-delete"
payload, _ := json.Marshal(map[string]any{
"subject": "Vertraulicher Vorgang Zeta",
"body": "Nur für internen Gebrauch.",
})
if _, err := queue.EnqueueIndex(ctx, tenant, "msg-del-1", payload); err != nil {
t.Fatalf("enqueue index: %v", err)
}
worker := NewWorker(queue, searchClient, "worker-test-delete")
drainQueue(t, worker, 5)
preResults, err := searchClient.Search(ctx, tenant, "Zeta")
if err != nil {
t.Fatalf("search vor löschung: %v", err)
}
preFound := false
for _, r := range preResults {
if r.MessageID == "msg-del-1" {
preFound = true
}
}
if !preFound {
t.Fatal("voraussetzung nicht erfüllt: mail vor löschung nicht auffindbar")
}
if _, err := queue.EnqueueDelete(ctx, tenant, "msg-del-1"); err != nil {
t.Fatalf("enqueue delete: %v", err)
}
drainQueue(t, worker, 5)
postResults, err := searchClient.Search(ctx, tenant, "Zeta")
if err != nil {
t.Fatalf("search nach löschung: %v", err)
}
for _, r := range postResults {
if r.MessageID == "msg-del-1" {
t.Fatal("gelöschte mail weiterhin in suchtreffern gefunden")
}
}
}
// TestConsistency_DatabaseAndIndexMatchOnSample ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: Konsistenztest vergleicht Datenbankbestand (erfolgreich
// abgeschlossene Index-Jobs) mit Indexbestand stichprobenartig.
func TestConsistency_DatabaseAndIndexMatchOnSample(t *testing.T) {
queue, searchClient := setupWorkerEnv(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-src02-konsistenz"
messageIDs := []string{"msg-konsistenz-1", "msg-konsistenz-2", "msg-konsistenz-3"}
for _, mid := range messageIDs {
payload, _ := json.Marshal(map[string]any{
"subject": "Konsistenzprobe " + mid,
"body": "Inhalt zur Konsistenzprüfung.",
})
if _, err := queue.EnqueueIndex(ctx, tenant, mid, payload); err != nil {
t.Fatalf("enqueue: %v", err)
}
}
worker := NewWorker(queue, searchClient, "worker-test-konsistenz")
drainQueue(t, worker, 10)
for _, mid := range messageIDs {
job, err := findJobByMessageID(ctx, queue, tenant, mid)
if err != nil {
t.Fatalf("job für %s: %v", mid, err)
}
if job.Status != StatusSucceeded {
t.Fatalf("job für %s hat status %q, erwartet 'succeeded'", mid, job.Status)
}
results, err := searchClient.Search(ctx, tenant, "Konsistenzprobe")
if err != nil {
t.Fatalf("search: %v", err)
}
present := false
for _, r := range results {
if r.MessageID == mid {
present = true
}
}
if !present {
t.Fatalf("datenbank meldet job für %s als succeeded, aber index enthält kein passendes dokument", mid)
}
}
}
func findJobByMessageID(ctx context.Context, queue *Queue, tenantSlug, messageID string) (*Job, error) {
var j Job
err := queue.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT id, job_type, tenant_slug, message_id, status, attempts
FROM mail_index_jobs WHERE tenant_slug = $1 AND message_id = $2 AND job_type = 'index'
ORDER BY id DESC LIMIT 1
`, tenantSlug, messageID).Scan(&j.ID, &j.JobType, &j.TenantSlug, &j.MessageID, &j.Status, &j.Attempts)
return &j, err
}
@@ -0,0 +1,15 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_mailboxes (
id BIGSERIAL PRIMARY KEY,
tenant_slug TEXT NOT NULL,
name TEXT NOT NULL,
imap_host TEXT NOT NULL,
imap_port INT NOT NULL DEFAULT 993,
imap_username TEXT NOT NULL,
wrapped_password_dek BYTEA NOT NULL,
encrypted_password BYTEA NOT NULL,
folder_selection TEXT NOT NULL DEFAULT 'INBOX',
interval_seconds INT NOT NULL DEFAULT 300,
created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
updated_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
UNIQUE (tenant_slug, name)
)
+211
View File
@@ -0,0 +1,211 @@
// Package mailboxconfig implementiert IMP-07: Verwaltung mehrerer
// Postfächer je Mandant (Anlage, getrennte Abrufkonfiguration je
// Postfach). Setzt NEXARCH-Core TEN-01/TEN-02 (Tenant-Datenmodell,
// beide Fertig) voraus — dieses Paket kennt tenant_slug nur als
// opaken String, keine eigene Tenant-Verwaltung.
//
// Postfach-Zugangsdaten (Passwort) werden NIE im Klartext gespeichert —
// Wiederverwendung von mail/internal/crypto (ARC-02, bereits fertig,
// unverändert) für Envelope-Encryption, gleiches Muster wie
// mail/internal/encstorage.
package mailboxconfig
import (
"bytes"
"context"
_ "embed"
"errors"
"fmt"
"io"
"strings"
"github.com/jackc/pgx/v5"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/crypto"
)
//go:embed migrations/0001_mail_mailboxes.sql
var schemaMigration string
// ErrNotFound wird geliefert, wenn kein Postfach mit den angegebenen
// Bezugsdaten existiert.
var ErrNotFound = errors.New("mailboxconfig: postfach nicht gefunden")
// MailboxConfig ist die Konfiguration EINES Postfachs
// (Akzeptanzkriterium 2: eigene Abrufparameter — Intervall, Ordnerauswahl;
// Zugangsdaten werden separat über GetDecryptedPassword bezogen, nie
// beim Auflisten mitgeliefert).
type MailboxConfig struct {
ID int64
TenantSlug string
Name string
IMAPHost string
IMAPPort int
IMAPUsername string
FolderSelection []string
IntervalSeconds int
}
const defaultIntervalSeconds = 300
// Store verwaltet Postfachkonfigurationen je Mandant in Postgres.
type Store struct {
pool *pgxpool.Pool
crypto *crypto.Service
}
func NewStore(pool *pgxpool.Pool, cryptoSvc *crypto.Service) *Store {
return &Store{pool: pool, crypto: cryptoSvc}
}
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert.
func (s *Store) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("mailboxconfig: schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
// CreateInput sind die für die Anlage nötigen Angaben.
type CreateInput struct {
Name string
IMAPHost string
IMAPPort int
IMAPUsername string
Password string
FolderSelection []string
IntervalSeconds int
}
// Create legt ein neues Postfach für tenantSlug an (Akzeptanzkriterium 1:
// ein Mandant kann mehrere Postfächer unabhängig konfigurieren — kein
// Limit, keine gegenseitige Abhängigkeit zwischen Postfächern desselben
// Mandanten). Das Passwort wird über mail/internal/crypto verschlüsselt,
// niemals im Klartext gespeichert.
func (s *Store) Create(ctx context.Context, tenantSlug string, in CreateInput) (int64, error) {
if in.IntervalSeconds <= 0 {
in.IntervalSeconds = defaultIntervalSeconds
}
if len(in.FolderSelection) == 0 {
in.FolderSelection = []string{"INBOX"}
}
env, err := s.crypto.Seal(ctx, tenantSlug, strings.NewReader(in.Password))
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailboxconfig: passwort verschlüsseln: %w", err)
}
ciphertext, err := io.ReadAll(env.Ciphertext)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailboxconfig: chiffretext lesen: %w", err)
}
var id int64
err = s.pool.QueryRow(ctx, `
INSERT INTO mail_mailboxes
(tenant_slug, name, imap_host, imap_port, imap_username, wrapped_password_dek, encrypted_password, folder_selection, interval_seconds)
VALUES ($1, $2, $3, $4, $5, $6, $7, $8, $9)
RETURNING id
`, tenantSlug, in.Name, in.IMAPHost, in.IMAPPort, in.IMAPUsername, env.WrappedDEK, ciphertext, strings.Join(in.FolderSelection, ","), in.IntervalSeconds).Scan(&id)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailboxconfig: postfach anlegen: %w", err)
}
return id, nil
}
// List liefert alle Postfächer eines Mandanten (Akzeptanzkriterium 3:
// strikt nach tenant_slug gefiltert) — OHNE Zugangsdaten.
func (s *Store) List(ctx context.Context, tenantSlug string) ([]MailboxConfig, error) {
rows, err := s.pool.Query(ctx, `
SELECT id, name, imap_host, imap_port, imap_username, folder_selection, interval_seconds
FROM mail_mailboxes WHERE tenant_slug = $1 ORDER BY name
`, tenantSlug)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("mailboxconfig: postfächer lesen: %w", err)
}
defer rows.Close()
var configs []MailboxConfig
for rows.Next() {
var c MailboxConfig
var folders string
c.TenantSlug = tenantSlug
if err := rows.Scan(&c.ID, &c.Name, &c.IMAPHost, &c.IMAPPort, &c.IMAPUsername, &folders, &c.IntervalSeconds); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("mailboxconfig: postfachzeile lesen: %w", err)
}
c.FolderSelection = strings.Split(folders, ",")
configs = append(configs, c)
}
if err := rows.Err(); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("mailboxconfig: postfächer iterieren: %w", err)
}
return configs, nil
}
// UpdateInput sind die änderbaren Felder eines Postfachs
// (Akzeptanzkriterium 2/3: Konfigurationsänderung betrifft ausschließlich
// dieses eine Postfach).
type UpdateInput struct {
IMAPHost string
IMAPPort int
FolderSelection []string
IntervalSeconds int
}
// Update ändert die Abrufparameter EINES Postfachs, streng auf
// tenantSlug+id beschränkt.
func (s *Store) Update(ctx context.Context, tenantSlug string, id int64, in UpdateInput) error {
tag, err := s.pool.Exec(ctx, `
UPDATE mail_mailboxes
SET imap_host = $3, imap_port = $4, folder_selection = $5, interval_seconds = $6, updated_at = now()
WHERE tenant_slug = $1 AND id = $2
`, tenantSlug, id, in.IMAPHost, in.IMAPPort, strings.Join(in.FolderSelection, ","), in.IntervalSeconds)
if err != nil {
return fmt.Errorf("mailboxconfig: postfach aktualisieren: %w", err)
}
if tag.RowsAffected() == 0 {
return ErrNotFound
}
return nil
}
// Delete entfernt GENAU EIN Postfach, streng auf tenantSlug+id beschränkt
// (Akzeptanzkriterium/Pflichtprüfung 2: andere Postfächer desselben
// Mandanten bleiben unberührt).
func (s *Store) Delete(ctx context.Context, tenantSlug string, id int64) error {
tag, err := s.pool.Exec(ctx, `DELETE FROM mail_mailboxes WHERE tenant_slug = $1 AND id = $2`, tenantSlug, id)
if err != nil {
return fmt.Errorf("mailboxconfig: postfach löschen: %w", err)
}
if tag.RowsAffected() == 0 {
return ErrNotFound
}
return nil
}
// GetDecryptedPassword entschlüsselt das Postfach-Passwort — separater,
// bewusster Aufruf statt Bestandteil von List/Get, damit Zugangsdaten
// nicht beiläufig mitgeliefert werden.
func (s *Store) GetDecryptedPassword(ctx context.Context, tenantSlug string, id int64) (string, error) {
var wrappedDEK, ciphertext []byte
err := s.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT wrapped_password_dek, encrypted_password FROM mail_mailboxes
WHERE tenant_slug = $1 AND id = $2
`, tenantSlug, id).Scan(&wrappedDEK, &ciphertext)
if err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return "", ErrNotFound
}
return "", fmt.Errorf("mailboxconfig: postfach lesen: %w", err)
}
plaintextReader, err := s.crypto.Open(ctx, tenantSlug, wrappedDEK, bytes.NewReader(ciphertext))
if err != nil {
return "", fmt.Errorf("mailboxconfig: passwort entschlüsseln: %w", err)
}
plaintext, err := io.ReadAll(plaintextReader)
if err != nil {
return "", fmt.Errorf("mailboxconfig: passwort lesen: %w", err)
}
return string(plaintext), nil
}
+172
View File
@@ -0,0 +1,172 @@
// Integrationstest (IMP-07): echte Postgres-Instanz, folgt derselben
// Testhost-Konvention wie mail/internal/dedup/folderstate — TEST_TENANT_DSN.
package mailboxconfig
import (
"bytes"
"context"
"os"
"testing"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/crypto"
)
// fakeKEKProvider liefert einen festen, mandantenspezifischen KEK —
// gleiche Testkonvention wie encstorage_test.go (ARC-02).
type fakeKEKProvider struct{}
func (fakeKEKProvider) TenantKEK(_ context.Context, _ string) ([]byte, error) {
return bytes.Repeat([]byte{0x42}, crypto.KEKSize), nil
}
func setupStore(t *testing.T) *Store {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
store := NewStore(pool, crypto.NewService(fakeKEKProvider{}))
if err := store.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_mailboxes WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-%'`)
})
return store
}
func createTestMailbox(t *testing.T, store *Store, tenant, name string) int64 {
t.Helper()
id, err := store.Create(context.Background(), tenant, CreateInput{
Name: name,
IMAPHost: "imap." + name + ".example",
IMAPPort: 993,
IMAPUsername: "user@" + name + ".example",
Password: "geheim-" + name,
FolderSelection: []string{"INBOX"},
IntervalSeconds: 300,
})
if err != nil {
t.Fatalf("postfach %s anlegen: %v", name, err)
}
return id
}
// TestList_TwoTenantsWithMultipleMailboxesSeeOnlyOwn ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1: zwei Mandanten mit je mehreren Postfächern sehen
// ausschließlich eigene Postfächer.
func TestList_TwoTenantsWithMultipleMailboxesSeeOnlyOwn(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenantA := "mandant-imp07-a"
tenantB := "mandant-imp07-b"
createTestMailbox(t, store, tenantA, "vertrieb")
createTestMailbox(t, store, tenantA, "support")
createTestMailbox(t, store, tenantB, "buchhaltung")
listA, err := store.List(ctx, tenantA)
if err != nil {
t.Fatalf("list mandant a: %v", err)
}
if len(listA) != 2 {
t.Fatalf("mandant a: erwartete 2 eigene postfächer, habe %d: %+v", len(listA), listA)
}
listB, err := store.List(ctx, tenantB)
if err != nil {
t.Fatalf("list mandant b: %v", err)
}
if len(listB) != 1 || listB[0].Name != "buchhaltung" {
t.Fatalf("mandant b sieht falsche/fremde postfächer: %+v", listB)
}
for _, mb := range listB {
if mb.Name == "vertrieb" || mb.Name == "support" {
t.Fatalf("mandant b sieht postfach von mandant a: %+v", mb)
}
}
}
// TestDelete_DoesNotAffectSiblingMailboxes ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: Löschen eines Postfachs beeinträchtigt andere
// Postfächer desselben Mandanten nicht.
func TestDelete_DoesNotAffectSiblingMailboxes(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp07-loeschen"
idA := createTestMailbox(t, store, tenant, "eins")
idB := createTestMailbox(t, store, tenant, "zwei")
if err := store.Delete(ctx, tenant, idA); err != nil {
t.Fatalf("löschen: %v", err)
}
list, err := store.List(ctx, tenant)
if err != nil {
t.Fatalf("list: %v", err)
}
if len(list) != 1 || list[0].ID != idB {
t.Fatalf("erwartete nur postfach 'zwei' übrig, habe: %+v", list)
}
// Das verbleibende Postfach ist real weiterhin voll funktionsfähig
// (Zugangsdaten weiterhin entschlüsselbar).
pw, err := store.GetDecryptedPassword(ctx, tenant, idB)
if err != nil {
t.Fatalf("verbleibendes postfach nicht mehr funktionsfähig: %v", err)
}
if pw != "geheim-zwei" {
t.Fatalf("erwartetes passwort für verbleibendes postfach, habe %q", pw)
}
}
// TestUpdate_ConfigChangeDoesNotAffectOtherMailboxes ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: Konfigurationsänderung an einem Postfach wirkt nicht
// auf andere.
func TestUpdate_ConfigChangeDoesNotAffectOtherMailboxes(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp07-update"
idA := createTestMailbox(t, store, tenant, "eins")
idB := createTestMailbox(t, store, tenant, "zwei")
if err := store.Update(ctx, tenant, idA, UpdateInput{
IMAPHost: "neuer-host.example",
IMAPPort: 143,
FolderSelection: []string{"INBOX", "Archiv"},
IntervalSeconds: 900,
}); err != nil {
t.Fatalf("update: %v", err)
}
list, err := store.List(ctx, tenant)
if err != nil {
t.Fatalf("list: %v", err)
}
var mbA, mbB MailboxConfig
for _, mb := range list {
switch mb.ID {
case idA:
mbA = mb
case idB:
mbB = mb
}
}
if mbA.IMAPHost != "neuer-host.example" || mbA.IntervalSeconds != 900 {
t.Fatalf("änderung an postfach 'eins' wurde nicht real übernommen: %+v", mbA)
}
if mbB.IMAPHost != "imap.zwei.example" || mbB.IntervalSeconds != 300 {
t.Fatalf("postfach 'zwei' wurde fälschlich mitverändert: %+v", mbB)
}
}
+122
View File
@@ -0,0 +1,122 @@
package mailrules
import "regexp"
// EmailMetadata sind die für die Regelauswertung relevanten Merkmale
// einer Nachricht — dieses Paket kennt keine Nachrichteninhalte, nur die
// vom Aufrufer übergebenen Metadaten.
type EmailMetadata struct {
Sender string
Subject string
Mailbox string
AttachmentType string
}
// Result ist das Auswertungsergebnis für eine Nachricht.
type Result struct {
// Category kommt von der höchstpriorisierten zutreffenden Regel, die
// ein nicht-leeres Category-Feld setzt — leer, wenn keine passende
// Regel eine Kategorie zuweist.
Category string
// Tags sind alle (deduplizierten) Tags aller zutreffenden Regeln, in
// Prioritätsreihenfolge.
Tags []string
// MatchedRuleIDs sind die IDs aller zutreffenden Regeln, in
// Auswertungsreihenfolge — Nachvollziehbarkeit für Tests/Support.
MatchedRuleIDs []int64
}
// compiledRule cacht die kompilierten regulären Ausdrücke einer Regel —
// wichtig für Pflichtprüfung 3 (20+ Regeln performant auswertbar): ohne
// Cache würde JEDE Auswertung JEDE Regel neu kompilieren.
type compiledRule struct {
rule Rule
sender, subject *regexp.Regexp
mailbox, attachType *regexp.Regexp
}
// Engine wertet ein zwischengespeichertes, kompiliertes Regelset aus.
// Neu erzeugen (NewEngine), sobald sich Regeln geändert haben — dieses
// Paket hält dafür keinen automatischen Änderungs-Feed vor (kleinste
// Lösung, kein Beobachter-Mechanismus).
type Engine struct {
rules []compiledRule
}
// NewEngine kompiliert rules EINMAL (Reihenfolge = Auswertungsreihenfolge,
// siehe Store.List). Ein leeres/nil-Pattern kompiliert zu nil und matcht
// dadurch bewusst IMMER.
func NewEngine(rules []Rule) (*Engine, error) {
compiled := make([]compiledRule, 0, len(rules))
for _, r := range rules {
cr := compiledRule{rule: r}
var err error
if cr.sender, err = compileOrNil(r.SenderPattern); err != nil {
return nil, err
}
if cr.subject, err = compileOrNil(r.SubjectPattern); err != nil {
return nil, err
}
if cr.mailbox, err = compileOrNil(r.MailboxPattern); err != nil {
return nil, err
}
if cr.attachType, err = compileOrNil(r.AttachmentTypePattern); err != nil {
return nil, err
}
compiled = append(compiled, cr)
}
return &Engine{rules: compiled}, nil
}
func compileOrNil(pattern string) (*regexp.Regexp, error) {
if pattern == "" {
return nil, nil
}
return regexp.Compile(pattern)
}
// Evaluate wendet alle Regeln in Prioritätsreihenfolge auf msg an
// (Akzeptanzkriterium 2: dokumentierte Priorität, siehe Rule.Priority).
func (e *Engine) Evaluate(msg EmailMetadata) Result {
var result Result
seenTags := make(map[string]bool)
for _, cr := range e.rules {
if !matches(cr.sender, msg.Sender) {
continue
}
if !matches(cr.subject, msg.Subject) {
continue
}
if !matches(cr.mailbox, msg.Mailbox) {
continue
}
if !matches(cr.attachType, msg.AttachmentType) {
continue
}
result.MatchedRuleIDs = append(result.MatchedRuleIDs, cr.rule.ID)
// "first match wins" für die einwertige Kategorie — nur die
// ERSTE (höchstpriorisierte) zutreffende Regel mit gesetzter
// Category darf sie zuweisen.
if result.Category == "" && cr.rule.Category != "" {
result.Category = cr.rule.Category
}
if cr.rule.Tag != "" && !seenTags[cr.rule.Tag] {
seenTags[cr.rule.Tag] = true
result.Tags = append(result.Tags, cr.rule.Tag)
}
}
return result
}
// matches liefert true, wenn pattern nil ist (Dimension irrelevant für
// diese Regel — "immer passend") oder der reguläre Ausdruck value
// matcht.
func matches(pattern *regexp.Regexp, value string) bool {
if pattern == nil {
return true
}
return pattern.MatchString(value)
}
+192
View File
@@ -0,0 +1,192 @@
// Integrationstest (IMP-03): echte Postgres-Instanz, folgt derselben
// Testhost-Konvention wie mail/internal/dedup/folderstate/savedsearch/
// imapimport — TEST_TENANT_DSN.
package mailrules
import (
"context"
"fmt"
"os"
"testing"
"time"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
func setupStore(t *testing.T) *Store {
t.Helper()
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
if dsn == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(func() { pool.Close() })
store := NewStore(pool)
if err := store.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
// LIKE-Muster bewusst paket-, nicht ticketspezifisch (mandant-%
// statt mandant-imp03-%) — mehrere Tickets (u. a. IMP-09) fügen
// diesem Paket über die Zeit weitere Tests mit eigenen
// Mandanten-Präfixen hinzu; ein zu enges Muster ließ bereits real
// Testdaten ungelöscht zurück (siehe IMP-09-Prüfprotokoll).
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_rules WHERE tenant_slug LIKE 'mandant-%'`)
})
return store
}
// TestEvaluate_ConflictingRulesRespectDocumentedPriority ist die
// geforderte Pflichtprüfung 1: widersprüchliche Regeln bestätigen
// dokumentierte Priorisierung.
func TestEvaluate_ConflictingRulesRespectDocumentedPriority(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp03-prioritaet"
// Zwei Regeln matchen dieselbe Nachricht, weisen aber
// WIDERSPRÜCHLICHE Kategorien zu — die mit der niedrigeren
// Priority-Zahl (höhere Priorität) muss gewinnen.
if _, err := store.Create(ctx, tenant, Rule{Name: "niedrige prio", SenderPattern: "rechnung@", Category: "Sonstiges", Priority: 200}); err != nil {
t.Fatalf("regel 1 anlegen: %v", err)
}
if _, err := store.Create(ctx, tenant, Rule{Name: "hohe prio", SenderPattern: "rechnung@", Category: "Rechnungswesen", Priority: 10}); err != nil {
t.Fatalf("regel 2 anlegen: %v", err)
}
rules, err := store.List(ctx, tenant)
if err != nil {
t.Fatalf("list: %v", err)
}
engine, err := NewEngine(rules)
if err != nil {
t.Fatalf("newengine: %v", err)
}
result := engine.Evaluate(EmailMetadata{Sender: "rechnung@lieferant.example"})
if result.Category != "Rechnungswesen" {
t.Fatalf("erwartete kategorie der höherprioren regel 'Rechnungswesen', habe %q", result.Category)
}
if len(result.MatchedRuleIDs) != 2 {
t.Fatalf("erwartete beide regeln als zutreffend vermerkt, habe: %v", result.MatchedRuleIDs)
}
}
// TestNewEngine_NewRuleDoesNotAffectAlreadyCapturedResult ist die
// geforderte Pflichtprüfung 2: eine neue Regel ändert keine bereits
// importierten Altbestände automatisch.
func TestNewEngine_NewRuleDoesNotAffectAlreadyCapturedResult(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp03-altbestand"
msg := EmailMetadata{Sender: "info@partner.example", Subject: "Angebot"}
// Zustand VOR der neuen Regel: kein Match, keine Kategorie.
rulesBefore, err := store.List(ctx, tenant)
if err != nil {
t.Fatalf("list (vorher): %v", err)
}
engineBefore, err := NewEngine(rulesBefore)
if err != nil {
t.Fatalf("newengine (vorher): %v", err)
}
// "Bereits importierte Nachricht": Klassifizierung wird EINMALIG zum
// Importzeitpunkt berechnet und danach als fester Wert behandelt —
// simuliert durch eine lokale Variable, die ab hier NICHT mehr neu
// berechnet wird.
importedResult := engineBefore.Evaluate(msg)
if importedResult.Category != "" {
t.Fatalf("erwartete keine kategorie vor regelanlage, habe %q", importedResult.Category)
}
// Neue, zutreffende Regel wird angelegt — repräsentiert eine
// nachträgliche Regeländerung.
if _, err := store.Create(ctx, tenant, Rule{Name: "neue regel", SenderPattern: "partner\\.example", Category: "Vertrieb", Priority: 50}); err != nil {
t.Fatalf("neue regel anlegen: %v", err)
}
// Akzeptanzkriterium 3: das bereits erfasste Altbestands-Ergebnis
// bleibt UNVERÄNDERT — es wird nirgends automatisch neu berechnet.
if importedResult.Category != "" {
t.Fatalf("altbestand wurde rückwirkend verändert, kategorie jetzt %q", importedResult.Category)
}
// Eine EXPLIZITE Neuauswertung (repräsentiert einen expliziten
// Reindex-Auftrag) zeigt dagegen real die neue Regel — beweist, dass
// die Regel selbst funktioniert und der vorherige Befund nicht durch
// einen kaputten Test zufällig "unverändert" blieb.
rulesAfter, err := store.List(ctx, tenant)
if err != nil {
t.Fatalf("list (nachher): %v", err)
}
engineAfter, err := NewEngine(rulesAfter)
if err != nil {
t.Fatalf("newengine (nachher): %v", err)
}
freshResult := engineAfter.Evaluate(msg)
if freshResult.Category != "Vertrieb" {
t.Fatalf("erwartete kategorie 'Vertrieb' bei expliziter neuauswertung, habe %q", freshResult.Category)
}
}
// TestEvaluate_TwentyPlusRulesStayPerformant ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: Regelset mit 20+ Regeln bleibt performant auswertbar.
func TestEvaluate_TwentyPlusRulesStayPerformant(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-imp03-performance"
const ruleCount = 30
for i := 0; i < ruleCount; i++ {
_, err := store.Create(ctx, tenant, Rule{
Name: fmt.Sprintf("regel-%d", i),
SenderPattern: fmt.Sprintf("^absender%d@", i),
Category: fmt.Sprintf("Kategorie-%d", i),
Tag: fmt.Sprintf("tag-%d", i),
Priority: 100 + i,
})
if err != nil {
t.Fatalf("regel %d anlegen: %v", i, err)
}
}
// Eine Regel, die tatsächlich matcht (letzte Priorität, damit
// vorherige Nicht-Treffer real durchlaufen werden müssen).
if _, err := store.Create(ctx, tenant, Rule{Name: "treffer", SenderPattern: "^ziel@", Category: "Zielkategorie", Priority: 1}); err != nil {
t.Fatalf("treffer-regel anlegen: %v", err)
}
rules, err := store.List(ctx, tenant)
if err != nil {
t.Fatalf("list: %v", err)
}
if len(rules) < 20 {
t.Fatalf("erwartete mindestens 20 regeln, habe %d", len(rules))
}
engine, err := NewEngine(rules)
if err != nil {
t.Fatalf("newengine: %v", err)
}
const evaluations = 1000
start := time.Now()
var lastResult Result
for i := 0; i < evaluations; i++ {
lastResult = engine.Evaluate(EmailMetadata{Sender: "ziel@example.com", Subject: "Test"})
}
elapsed := time.Since(start)
if lastResult.Category != "Zielkategorie" {
t.Fatalf("erwartete 'Zielkategorie', habe %q", lastResult.Category)
}
perEvaluation := elapsed / evaluations
t.Logf("Auswertung: %d Läufe über %d Regeln in %s (%s/Lauf)", evaluations, len(rules), elapsed, perEvaluation)
if perEvaluation > 5*time.Millisecond {
t.Fatalf("auswertung zu langsam: %s/lauf über %d regeln", perEvaluation, len(rules))
}
}
@@ -0,0 +1,14 @@
CREATE TABLE IF NOT EXISTS mail_rules (
id BIGSERIAL PRIMARY KEY,
tenant_slug TEXT NOT NULL,
name TEXT NOT NULL,
sender_pattern TEXT NOT NULL DEFAULT '',
subject_pattern TEXT NOT NULL DEFAULT '',
mailbox_pattern TEXT NOT NULL DEFAULT '',
attachment_type_pattern TEXT NOT NULL DEFAULT '',
category TEXT NOT NULL DEFAULT '',
tag TEXT NOT NULL DEFAULT '',
priority INT NOT NULL DEFAULT 100,
created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now(),
updated_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now()
)
+130
View File
@@ -0,0 +1,130 @@
// Package mailrules implementiert IMP-03: ein Regelwerk für automatische
// Zuordnung, Verschlagwortung und Klassifizierung importierter E-Mails
// nach Absender, Betreff, Postfach und Anhangstyp. Kein Vorbild in
// archivmail für diesen Zuschnitt — Neubau.
//
// Dieses Paket ist eine REINE Regelverwaltung + Auswertungsfunktion —
// es persistiert selbst KEINE Klassifizierungsergebnisse und bietet
// bewusst KEINE Funktion, um bestehende, bereits importierte Nachrichten
// automatisch neu zu klassifizieren (Akzeptanzkriterium 3: Regel-
// änderungen wirken nur auf künftige Importe). Ein Reindex bestehender
// Nachrichten ist Sache eines expliziten, separaten Auftrags (z. B.
// SRC-09-artig) — dieses Paket kennt diesen Mechanismus nicht.
package mailrules
import (
"context"
_ "embed"
"fmt"
"regexp"
"sort"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
)
//go:embed migrations/0001_mail_rules.sql
var schemaMigration string
// Rule ist eine Zuordnungs-/Klassifizierungsregel. *Pattern-Felder sind
// leer, wenn die Dimension für diese Regel keine Rolle spielt (immer
// "passend"), sonst reguläre Ausdrücke (Akzeptanzkriterium 1: Absender,
// Betreff-Muster, Postfach — zusätzlich Anhangstyp aus dem Auftragstext).
type Rule struct {
ID int64
Name string
SenderPattern string
SubjectPattern string
MailboxPattern string
AttachmentTypePattern string
Category string
Tag string
// Priority: NIEDRIGERE Zahl = HÖHERE Priorität (Akzeptanzkriterium 2).
// Dokumentierte Anwendungsreihenfolge: Regeln werden aufsteigend nach
// Priority ausgewertet; bei widersprüchlichen Category-Zuweisungen
// gewinnt die zuerst ausgewertete (höchstpriorisierte) Regel — "first
// match wins" für das einwertige Category-Feld. Tags sind dagegen
// mehrwertig: JEDE zutreffende Regel trägt ihren Tag bei.
Priority int
}
// EmailMetadata/Result sind in engine.go definiert.
// Store verwaltet Regeln je Mandant in Postgres.
type Store struct {
pool *pgxpool.Pool
}
func NewStore(pool *pgxpool.Pool) *Store {
return &Store{pool: pool}
}
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert.
func (s *Store) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("mailrules: schema anlegen: %w", err)
}
return nil
}
// Create legt eine neue Regel an.
func (s *Store) Create(ctx context.Context, tenantSlug string, rule Rule) (int64, error) {
if _, err := regexp.Compile(rule.SenderPattern); rule.SenderPattern != "" && err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailrules: sender_pattern ungültig: %w", err)
}
if _, err := regexp.Compile(rule.SubjectPattern); rule.SubjectPattern != "" && err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailrules: subject_pattern ungültig: %w", err)
}
if _, err := regexp.Compile(rule.MailboxPattern); rule.MailboxPattern != "" && err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailrules: mailbox_pattern ungültig: %w", err)
}
if _, err := regexp.Compile(rule.AttachmentTypePattern); rule.AttachmentTypePattern != "" && err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailrules: attachment_type_pattern ungültig: %w", err)
}
var id int64
err := s.pool.QueryRow(ctx, `
INSERT INTO mail_rules (tenant_slug, name, sender_pattern, subject_pattern, mailbox_pattern, attachment_type_pattern, category, tag, priority)
VALUES ($1, $2, $3, $4, $5, $6, $7, $8, $9)
RETURNING id
`, tenantSlug, rule.Name, rule.SenderPattern, rule.SubjectPattern, rule.MailboxPattern, rule.AttachmentTypePattern, rule.Category, rule.Tag, rule.Priority).Scan(&id)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("mailrules: regel anlegen: %w", err)
}
return id, nil
}
// List liefert alle Regeln eines Mandanten, aufsteigend nach Priority
// sortiert (höchste Priorität zuerst — Akzeptanzkriterium 2).
func (s *Store) List(ctx context.Context, tenantSlug string) ([]Rule, error) {
rows, err := s.pool.Query(ctx, `
SELECT id, name, sender_pattern, subject_pattern, mailbox_pattern, attachment_type_pattern, category, tag, priority
FROM mail_rules WHERE tenant_slug = $1
ORDER BY priority ASC, id ASC
`, tenantSlug)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("mailrules: regeln lesen: %w", err)
}
defer rows.Close()
var rules []Rule
for rows.Next() {
var r Rule
if err := rows.Scan(&r.ID, &r.Name, &r.SenderPattern, &r.SubjectPattern, &r.MailboxPattern, &r.AttachmentTypePattern, &r.Category, &r.Tag, &r.Priority); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("mailrules: regelzeile lesen: %w", err)
}
rules = append(rules, r)
}
if err := rows.Err(); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("mailrules: regeln iterieren: %w", err)
}
sort.SliceStable(rules, func(i, j int) bool { return rules[i].Priority < rules[j].Priority })
return rules, nil
}
// Delete entfernt eine Regel.
func (s *Store) Delete(ctx context.Context, tenantSlug string, id int64) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, `DELETE FROM mail_rules WHERE tenant_slug = $1 AND id = $2`, tenantSlug, id); err != nil {
return fmt.Errorf("mailrules: regel löschen: %w", err)
}
return nil
}
@@ -0,0 +1,62 @@
// IMP-09: Tenant-Scoping-Nachweis für die Regelanwendung
// (Akzeptanzkriterium 2). Bekannten Fehler vermeiden (known-issues-
// archivmail.md #4): dieser Test schließt eine reale Lücke, die vor
// IMP-09 bestand — kein bestehender Test bewies bislang explizit, dass
// die Regeln eines Mandanten nicht auf die Nachrichten eines anderen
// angewendet werden.
package mailrules
import (
"context"
"testing"
)
func TestStore_TenantScopingIsolatesRuleApplication(t *testing.T) {
store := setupStore(t)
ctx := context.Background()
tenantA := "mandant-imp09-regeln-a"
tenantB := "mandant-imp09-regeln-b"
if _, err := store.Create(ctx, tenantA, Rule{Name: "a-regel", SenderPattern: "^ziel@", Category: "Kategorie-A", Priority: 10}); err != nil {
t.Fatalf("regel mandant a anlegen: %v", err)
}
// Mandant B legt bewusst KEINE eigene Regel an — sein Regelset muss
// leer bleiben, unabhängig davon, was Mandant A definiert hat.
rulesA, err := store.List(ctx, tenantA)
if err != nil {
t.Fatalf("list mandant a: %v", err)
}
if len(rulesA) != 1 {
t.Fatalf("mandant a: erwartete 1 eigene regel, habe %d", len(rulesA))
}
rulesB, err := store.List(ctx, tenantB)
if err != nil {
t.Fatalf("list mandant b: %v", err)
}
if len(rulesB) != 0 {
t.Fatalf("mandant b sieht regeln von mandant a — mandantentrennung verletzt, habe: %+v", rulesB)
}
engineA, err := NewEngine(rulesA)
if err != nil {
t.Fatalf("newengine mandant a: %v", err)
}
engineB, err := NewEngine(rulesB)
if err != nil {
t.Fatalf("newengine mandant b: %v", err)
}
msg := EmailMetadata{Sender: "ziel@lieferant.example"}
resultA := engineA.Evaluate(msg)
resultB := engineB.Evaluate(msg)
if resultA.Category != "Kategorie-A" {
t.Fatalf("mandant a: erwartete 'Kategorie-A', habe %q", resultA.Category)
}
if resultB.Category != "" {
t.Fatalf("mandant b wendet fälschlich regel von mandant a an, kategorie %q", resultB.Category)
}
}
+206
View File
@@ -0,0 +1,206 @@
// Package mimeparse implementiert ING-04: MIME-/Anhang-Parsing für
// ein- und ausgehende Nachrichten (Multipart, verschachtelt,
// Content-Transfer-Encoding, defensive Zeichensatz-Reparatur).
//
// NUR Parsing — Speicherung ist ARC-01s Aufgabe (siehe "Nicht
// Bestandteil dieser Kachel"), dieses Paket schreibt nirgends in einen
// Objekt-Speicher, sondern liefert nur strukturierte Go-Werte zurück.
//
// Bekannten Fehler vermieden (archivmail known-issues #3): Anhänge
// wurden früher über io.ReadAll ohne Größenlimit gelesen — eine
// Speicherbombe durch große/böswillige Anhänge. Hier läuft JEDER
// Anhang-Lesevorgang über io.LimitReader mit konfigurierter Max-Size;
// eine Überschreitung führt zu einer harten, sauberen Ablehnung
// (ErrAttachmentTooLarge), kein stilles Abschneiden.
package mimeparse
import (
"bytes"
"encoding/base64"
"errors"
"fmt"
"io"
"mime"
"mime/multipart"
"mime/quotedprintable"
"net/mail"
"strings"
"golang.org/x/text/encoding/htmlindex"
)
// ErrAttachmentTooLarge wird geliefert, wenn ein Anhang die
// konfigurierte Maximalgröße überschreitet (Akzeptanzkriterium/
// Pflichtprüfung 1).
var ErrAttachmentTooLarge = errors.New("mimeparse: anhang überschreitet die maximal erlaubte größe")
// Part ist EIN zerlegter MIME-Teil — sowohl Textteile (IsAttachment
// == false) als auch Anhänge (Akzeptanzkriterium 1/2).
type Part struct {
ContentType string
Filename string
Size int64
Content []byte
IsAttachment bool
}
// Message ist das Ergebnis eines vollständig zerlegten Multipart-
// Baums — verschachtelte multipart/*-Teile sind bereits rekursiv
// aufgelöst, der Aufrufer sieht nur die "Blatt"-Teile (Akzeptanz-
// kriterium 1).
type Message struct {
Parts []Part
}
// wordDecoder dekodiert RFC-2047-kodierte Header-Werte (z. B.
// Anhang-Dateinamen) defensiv: ein unbekannter/fehlerhafter
// Zeichensatz bricht die Verarbeitung NICHT ab (Akzeptanzkriterium 3),
// sondern liefert den Rohwert unverändert zurück.
var wordDecoder = &mime.WordDecoder{CharsetReader: charsetReader}
func charsetReader(charsetLabel string, input io.Reader) (io.Reader, error) {
enc, err := htmlindex.Get(charsetLabel)
if err != nil {
// Unbekannter/fehlerhafter Zeichensatz: defensiv als
// UTF-8-verträglichen Rohtext weiterreichen statt
// abzubrechen (Akzeptanzkriterium 3).
return input, nil
}
return enc.NewDecoder().Reader(input), nil
}
func decodeHeaderValue(raw string) string {
decoded, err := wordDecoder.DecodeHeader(raw)
if err != nil {
// Defensiv: Rohwert statt Abbruch (Akzeptanzkriterium 3).
return raw
}
return decoded
}
// Parse zerlegt eine MIME-Nachricht vollständig, inklusive
// verschachtelter Multipart-Teile (Akzeptanzkriterium 1). maxAttachmentSize
// begrenzt JEDEN einzelnen Anhang (Akzeptanzkriterium/Pflichtprüfung 1).
func Parse(r io.Reader, maxAttachmentSize int64) (Message, error) {
msg, err := mail.ReadMessage(r)
if err != nil {
return Message{}, fmt.Errorf("mimeparse: nachricht lesen: %w", err)
}
mediaType, params, err := mime.ParseMediaType(msg.Header.Get("Content-Type"))
if err != nil {
// Kein/kaputtes Content-Type: als einzelnen Textteil behandeln
// statt abzubrechen (Akzeptanzkriterium 3: defensiv reparieren).
body, readErr := readLimited(msg.Body, maxAttachmentSize)
if readErr != nil {
return Message{}, readErr
}
return Message{Parts: []Part{{ContentType: "text/plain", Content: body, Size: int64(len(body))}}}, nil
}
var result Message
if strings.HasPrefix(mediaType, "multipart/") {
if err := parseMultipart(msg.Body, params["boundary"], maxAttachmentSize, &result); err != nil {
return Message{}, err
}
return result, nil
}
// Einzelner Teil (keine Multipart-Hülle).
part, err := readSinglePart(msg.Header.Get("Content-Transfer-Encoding"), mediaType, "", msg.Body, maxAttachmentSize)
if err != nil {
return Message{}, err
}
result.Parts = append(result.Parts, part)
return result, nil
}
// parseMultipart löst EINEN Multipart-Container rekursiv auf —
// verschachtelte multipart/*-Teile (z. B. multipart/mixed, das
// multipart/alternative enthält) werden vollständig zerlegt
// (Akzeptanzkriterium 1), keine Rekursionstiefe hartkodiert begrenzt
// außer durch die natürliche Nachrichtengröße selbst.
func parseMultipart(r io.Reader, boundary string, maxAttachmentSize int64, result *Message) error {
if boundary == "" {
return errors.New("mimeparse: multipart ohne boundary")
}
mr := multipart.NewReader(r, boundary)
for {
p, err := mr.NextPart()
if err == io.EOF {
return nil
}
if err != nil {
// Kaputte Multipart-Struktur: kontrolliert abbrechen
// (Pflichtprüfung 3), nicht abstürzen.
return fmt.Errorf("mimeparse: multipart-teil lesen: %w", err)
}
contentType := p.Header.Get("Content-Type")
mediaType, subParams, err := mime.ParseMediaType(contentType)
if err != nil {
mediaType = "text/plain"
}
if strings.HasPrefix(mediaType, "multipart/") {
if err := parseMultipart(p, subParams["boundary"], maxAttachmentSize, result); err != nil {
return err
}
continue
}
part, err := readSinglePart(p.Header.Get("Content-Transfer-Encoding"), mediaType, decodeHeaderValue(p.FileName()), p, maxAttachmentSize)
if err != nil {
return err
}
result.Parts = append(result.Parts, part)
}
}
func readSinglePart(transferEncoding, mediaType, filename string, r io.Reader, maxAttachmentSize int64) (Part, error) {
decoded := decodeTransferEncoding(transferEncoding, r)
content, err := readLimited(decoded, maxAttachmentSize)
if err != nil {
return Part{}, err
}
return Part{
ContentType: mediaType,
Filename: filename,
Size: int64(len(content)),
Content: content,
IsAttachment: filename != "",
}, nil
}
// decodeTransferEncoding dekodiert Content-Transfer-Encoding
// (quoted-printable/base64) — defensiv: ein unbekanntes Encoding wird
// unverändert durchgereicht statt die Verarbeitung abzubrechen
// (Akzeptanzkriterium 3).
func decodeTransferEncoding(encoding string, r io.Reader) io.Reader {
switch strings.ToLower(strings.TrimSpace(encoding)) {
case "quoted-printable":
return quotedprintable.NewReader(r)
case "base64":
return base64.NewDecoder(base64.StdEncoding, r)
default:
return r
}
}
// readLimited liest höchstens maxSize+1 Bytes — wird die Grenze
// überschritten, wird ErrAttachmentTooLarge geliefert, statt beliebig
// viel Speicher zu allozieren (Akzeptanzkriterium/Pflichtprüfung 1,
// archivmail known-issues #3).
func readLimited(r io.Reader, maxSize int64) ([]byte, error) {
limited := io.LimitReader(r, maxSize+1)
var buf bytes.Buffer
if _, err := io.Copy(&buf, limited); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("mimeparse: teil lesen: %w", err)
}
if int64(buf.Len()) > maxSize {
return nil, ErrAttachmentTooLarge
}
return buf.Bytes(), nil
}
+219
View File
@@ -0,0 +1,219 @@
package mimeparse
import (
"errors"
"io"
"strings"
"testing"
)
const defaultMaxSize = 10 * 1024 * 1024 // 10 MiB
// TestParse_NestedMultipartFullyDecomposed ist Akzeptanzkriterium 1:
// Multipart-Nachrichten mit verschachtelten Teilen werden vollständig
// zerlegt (multipart/mixed enthält multipart/alternative UND einen
// Anhang).
func TestParse_NestedMultipartFullyDecomposed(t *testing.T) {
raw := "From: a@example.com\r\n" +
"To: b@example.com\r\n" +
"Subject: Test\r\n" +
"MIME-Version: 1.0\r\n" +
"Content-Type: multipart/mixed; boundary=\"outer\"\r\n\r\n" +
"--outer\r\n" +
"Content-Type: multipart/alternative; boundary=\"inner\"\r\n\r\n" +
"--inner\r\n" +
"Content-Type: text/plain; charset=utf-8\r\n\r\n" +
"Hallo als Text\r\n" +
"--inner\r\n" +
"Content-Type: text/html; charset=utf-8\r\n\r\n" +
"<p>Hallo als HTML</p>\r\n" +
"--inner--\r\n" +
"--outer\r\n" +
"Content-Type: application/pdf\r\n" +
"Content-Disposition: attachment; filename=\"rechnung.pdf\"\r\n" +
"Content-Transfer-Encoding: base64\r\n\r\n" +
"JVBERi0xLjQK\r\n" +
"--outer--\r\n"
msg, err := Parse(strings.NewReader(raw), defaultMaxSize)
if err != nil {
t.Fatalf("parse: %v", err)
}
if len(msg.Parts) != 3 {
t.Fatalf("erwartet 3 zerlegte teile (text, html, anhang), habe %d: %+v", len(msg.Parts), msg.Parts)
}
var sawText, sawHTML, sawAttachment bool
for _, p := range msg.Parts {
switch {
case p.ContentType == "text/plain":
sawText = true
if string(p.Content) != "Hallo als Text" {
t.Fatalf("unerwarteter text-inhalt: %q", p.Content)
}
case p.ContentType == "text/html":
sawHTML = true
case p.IsAttachment:
sawAttachment = true
}
}
if !sawText || !sawHTML || !sawAttachment {
t.Fatalf("nicht alle erwarteten teile gefunden: text=%v html=%v attachment=%v", sawText, sawHTML, sawAttachment)
}
}
// TestParse_AttachmentMetadataExtracted ist Akzeptanzkriterium 2:
// Anhänge werden mit korrektem Dateinamen, Größe und Content-Type
// extrahiert.
func TestParse_AttachmentMetadataExtracted(t *testing.T) {
raw := "From: a@example.com\r\n" +
"Content-Type: multipart/mixed; boundary=\"b\"\r\n\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: text/plain\r\n\r\n" +
"Text\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: image/png\r\n" +
"Content-Disposition: attachment; filename=\"bild.png\"\r\n" +
"Content-Transfer-Encoding: base64\r\n\r\n" +
"iVBORw0KGgo=\r\n" +
"--b--\r\n"
msg, err := Parse(strings.NewReader(raw), defaultMaxSize)
if err != nil {
t.Fatalf("parse: %v", err)
}
var attachment *Part
for i := range msg.Parts {
if msg.Parts[i].IsAttachment {
attachment = &msg.Parts[i]
}
}
if attachment == nil {
t.Fatal("kein anhang gefunden")
}
if attachment.Filename != "bild.png" {
t.Fatalf("falscher dateiname: %q", attachment.Filename)
}
if attachment.ContentType != "image/png" {
t.Fatalf("falscher content-type: %q", attachment.ContentType)
}
if attachment.Size != int64(len(attachment.Content)) || attachment.Size == 0 {
t.Fatalf("unplausible größe: %d (content-len %d)", attachment.Size, len(attachment.Content))
}
}
// TestParse_BrokenCharsetIsRepairedNotAborted ist Akzeptanzkriterium 3:
// fehlerhafte/inkonsistente Zeichensatzangaben werden defensiv repariert
// statt die Verarbeitung abzubrechen.
func TestParse_BrokenCharsetIsRepairedNotAborted(t *testing.T) {
// "unbekannt-xyz" ist KEIN gültiger IANA-Zeichensatzname.
raw := "From: a@example.com\r\n" +
"Content-Type: text/plain; charset=\"unbekannt-xyz\"\r\n\r\n" +
"Rohtext trotz kaputtem Charset\r\n"
msg, err := Parse(strings.NewReader(raw), defaultMaxSize)
if err != nil {
t.Fatalf("erwartet KEINEN abbruch bei kaputtem charset, habe: %v", err)
}
if len(msg.Parts) != 1 {
t.Fatalf("erwartet 1 teil, habe %d", len(msg.Parts))
}
if !strings.Contains(string(msg.Parts[0].Content), "Rohtext") {
t.Fatalf("inhalt fehlt/verstümmelt: %q", msg.Parts[0].Content)
}
}
// TestParse_ISO88591BodyDecodedWithoutAbort ist Akzeptanzkriterium 3
// zusätzlich: ein bekannter Nicht-UTF-8-Zeichensatz wird via
// Header-Dekodierung real repariert (RFC-2047-kodierter Dateiname).
func TestParse_ISO88591FilenameDecoded(t *testing.T) {
// "=?ISO-8859-1?Q?Rechnung_=DC?=" kodiert "Rechnung Ü" (0xDC = 'Ü' in Latin-1).
raw := "From: a@example.com\r\n" +
"Content-Type: multipart/mixed; boundary=\"b\"\r\n\r\n" +
"--b\r\n" +
"Content-Type: application/octet-stream\r\n" +
"Content-Disposition: attachment; filename=\"=?ISO-8859-1?Q?Rechnung_=DC?=\"\r\n" +
"Content-Transfer-Encoding: base64\r\n\r\n" +
"AAA=\r\n" +
"--b--\r\n"
msg, err := Parse(strings.NewReader(raw), defaultMaxSize)
if err != nil {
t.Fatalf("parse: %v", err)
}
if len(msg.Parts) != 1 {
t.Fatalf("erwartet 1 teil, habe %d", len(msg.Parts))
}
if msg.Parts[0].Filename != "Rechnung Ü" {
t.Fatalf("erwartet dekodierten dateinamen 'Rechnung Ü', habe %q", msg.Parts[0].Filename)
}
}
// infiniteReader liefert unbegrenzt viele Bytes — simuliert einen sehr
// großen/böswilligen Anhang. Ohne io.LimitReader (siehe archivmail
// known-issues #3) würde ein io.ReadAll hierauf den Prozessspeicher
// erschöpfen; mit readLimited bricht Parse kontrolliert und schnell ab.
type infiniteReader struct{}
func (infiniteReader) Read(p []byte) (int, error) {
for i := range p {
p[i] = 'A'
}
return len(p), nil
}
// TestParse_OversizedAttachmentRejectedNotMemoryExhausted ist die
// geforderte Pflichtprüfung 1.
func TestParse_OversizedAttachmentRejectedNotMemoryExhausted(t *testing.T) {
const tinyLimit = 1024 // 1 KiB — winzig, damit der Test schnell bleibt
header := "From: a@example.com\r\n" +
"Content-Type: application/octet-stream\r\n" +
"Content-Transfer-Encoding: identity\r\n\r\n"
r := io.MultiReader(strings.NewReader(header), infiniteReader{})
_, err := Parse(r, tinyLimit)
if !errors.Is(err, ErrAttachmentTooLarge) {
t.Fatalf("erwartet ErrAttachmentTooLarge bei unbegrenzt großem anhang, habe: %v", err)
}
}
// TestParse_RealisticCorpusRunsCleanly ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2: realitätsnahe Multipart-/Encoding-Varianten laufen
// fehlerfrei durch.
func TestParse_RealisticCorpusRunsCleanly(t *testing.T) {
corpus := []string{
// Einfache Textnachricht ohne Multipart.
"From: a@example.com\r\nContent-Type: text/plain; charset=utf-8\r\n\r\nEinfacher Text\r\n",
// Quoted-Printable.
"From: a@example.com\r\nContent-Type: text/plain; charset=utf-8\r\nContent-Transfer-Encoding: quoted-printable\r\n\r\nUmlaut: =C3=9C\r\n",
// Multipart/alternative ohne Anhang.
"From: a@example.com\r\nContent-Type: multipart/alternative; boundary=\"x\"\r\n\r\n--x\r\nContent-Type: text/plain\r\n\r\nText\r\n--x\r\nContent-Type: text/html\r\n\r\n<p>Text</p>\r\n--x--\r\n",
// Leere Multipart-Nachricht (kein Teil, nur Präambel/Epilog).
"From: a@example.com\r\nContent-Type: multipart/mixed; boundary=\"y\"\r\n\r\nPräambel wird ignoriert\r\n--y--\r\nEpilog wird ignoriert\r\n",
}
for i, raw := range corpus {
if _, err := Parse(strings.NewReader(raw), defaultMaxSize); err != nil {
t.Fatalf("corpus[%d] fehlgeschlagen: %v\nraw=%q", i, err, raw)
}
}
}
// FuzzParse ist die geforderte Pflichtprüfung 3: kaputte MIME-Strukturen
// dürfen Parse nicht zum Absturz bringen, nur zu einem kontrollierten
// Fehler.
func FuzzParse(f *testing.F) {
f.Add([]byte("From: a@example.com\r\nContent-Type: multipart/mixed; boundary=\"b\"\r\n\r\n--b\r\nContent-Type: text/plain\r\n\r\nHallo\r\n--b--\r\n"))
f.Add([]byte("Content-Type: multipart/mixed; boundary=\r\n\r\nkaputt"))
f.Add([]byte(""))
f.Add([]byte("From: a@example.com\r\n\r\n"))
f.Fuzz(func(t *testing.T, data []byte) {
defer func() {
if r := recover(); r != nil {
t.Fatalf("Parse ist abgestürzt (panic) statt kontrolliert einen Fehler zu liefern: %v", r)
}
}()
_, _ = Parse(strings.NewReader(string(data)), defaultMaxSize)
})
}
+132
View File
@@ -0,0 +1,132 @@
// IMP-02: fehlertolerantes Parsing für den Import-Pfad. Additive
// Erweiterung — Parse/parseMultipart (ING-04) bleiben UNVERÄNDERT, deren
// Verhalten und Tests sind nicht Gegenstand dieser Kachel. ParseTolerant
// nutzt dieselben internen Helfer (readSinglePart, decodeTransferEncoding
// usw.), bricht aber bei EINEM fehlerhaften Teil NICHT die gesamte
// Nachricht ab (Akzeptanzkriterium 3), sondern verzeichnet den Fehler und
// verarbeitet die übrigen Teile weiter. Zusätzlich wird ein
// Gesamtgrößenlimit über alle Teile hinweg durchgesetzt
// (Akzeptanzkriterium 2 — maxAttachmentSize aus Parse ist nur das Limit
// je EINZELNEM Anhang).
package mimeparse
import (
"errors"
"fmt"
"io"
"mime"
"mime/multipart"
"net/mail"
"strings"
)
// PartError beschreibt EINEN Teil, der nicht verarbeitet werden konnte —
// die übrigen Teile der Nachricht sind davon unberührt.
type PartError struct {
Filename string
Err error
}
func (e PartError) Error() string {
return fmt.Sprintf("mimeparse: teil %q: %v", e.Filename, e.Err)
}
// ParseTolerant ist wie Parse, bricht aber bei einem fehlerhaften
// EINZELNEN Teil (z. B. überdimensionierter Anhang) nicht die gesamte
// Nachricht ab — der fehlerhafte Teil landet in den zurückgegebenen
// PartErrors, Text und übrige Anhänge werden unangetastet weiter
// verarbeitet (Akzeptanzkriterium 3). Nur eine strukturell unlesbare
// Nachricht (kaputte Kopfzeilen, fehlende Boundary) liefert weiterhin
// einen echten Fehler — davon kann sich kein Teil-für-Teil-Fallback
// erholen.
func ParseTolerant(r io.Reader, maxAttachmentSize, maxMessageSize int64) (Message, []PartError, error) {
msg, err := mail.ReadMessage(r)
if err != nil {
return Message{}, nil, fmt.Errorf("mimeparse: nachricht lesen: %w", err)
}
mediaType, params, err := mime.ParseMediaType(msg.Header.Get("Content-Type"))
if err != nil {
body, readErr := readLimited(msg.Body, maxAttachmentSize)
if readErr != nil {
return Message{}, []PartError{{Filename: "", Err: readErr}}, nil
}
return Message{Parts: []Part{{ContentType: "text/plain", Content: body, Size: int64(len(body))}}}, nil, nil
}
var result Message
var partErrors []PartError
budget := maxMessageSize
if strings.HasPrefix(mediaType, "multipart/") {
if err := parseMultipartTolerant(msg.Body, params["boundary"], maxAttachmentSize, &budget, &result, &partErrors); err != nil {
return Message{}, partErrors, err
}
return result, partErrors, nil
}
part, err := readSinglePart(msg.Header.Get("Content-Transfer-Encoding"), mediaType, "", msg.Body, maxAttachmentSize)
if err != nil {
return Message{}, []PartError{{Filename: "", Err: err}}, nil
}
result.Parts = append(result.Parts, part)
return result, nil, nil
}
func parseMultipartTolerant(r io.Reader, boundary string, maxAttachmentSize int64, budget *int64, result *Message, partErrors *[]PartError) error {
if boundary == "" {
return errors.New("mimeparse: multipart ohne boundary")
}
mr := multipart.NewReader(r, boundary)
for {
p, err := mr.NextPart()
if err == io.EOF {
return nil
}
if err != nil {
// Eine strukturell kaputte Multipart-Hülle (nicht ein
// einzelner Teil) kann von hier aus nicht sinnvoll fortgesetzt
// werden — kontrollierter Abbruch, wie in Parse.
return fmt.Errorf("mimeparse: multipart-teil lesen: %w", err)
}
contentType := p.Header.Get("Content-Type")
mediaType, subParams, err := mime.ParseMediaType(contentType)
if err != nil {
mediaType = "text/plain"
}
filename := decodeHeaderValue(p.FileName())
if strings.HasPrefix(mediaType, "multipart/") {
if err := parseMultipartTolerant(p, subParams["boundary"], maxAttachmentSize, budget, result, partErrors); err != nil {
*partErrors = append(*partErrors, PartError{Filename: filename, Err: err})
}
continue
}
if *budget <= 0 {
*partErrors = append(*partErrors, PartError{Filename: filename, Err: ErrMessageTooLarge})
continue
}
part, err := readSinglePart(p.Header.Get("Content-Transfer-Encoding"), mediaType, filename, p, maxAttachmentSize)
if err != nil {
// Akzeptanzkriterium 3: NUR dieser eine Teil fällt weg,
// Verarbeitung läuft weiter.
*partErrors = append(*partErrors, PartError{Filename: filename, Err: err})
continue
}
if part.Size > *budget {
*partErrors = append(*partErrors, PartError{Filename: filename, Err: ErrMessageTooLarge})
continue
}
*budget -= part.Size
result.Parts = append(result.Parts, part)
}
}
// ErrMessageTooLarge wird geliefert (als PartError), wenn die Summe aller
// Anhangsgrößen einer Nachricht das Gesamtlimit überschreitet
// (Akzeptanzkriterium 2 — je-Nachricht-Limit, zusätzlich zum
// je-Anhang-Limit ErrAttachmentTooLarge aus Parse/readLimited).
var ErrMessageTooLarge = errors.New("mimeparse: nachricht überschreitet die maximal erlaubte gesamtgröße")
+124
View File
@@ -0,0 +1,124 @@
// SRC-10: Spracherkennung & OCR-Qualitätsbewertung. Tesseract erkennt bei
// kombinierten Sprachpaketen (Languages = "deu+eng") nicht, WELCHE Sprache
// tatsächlich vorlag — daher wird das Bild hier bewusst EINZELN mit jedem
// Kandidaten aus candidateLanguages erkannt, und die Sprache mit dem
// höheren durchschnittlichen Worterkennungs-Konfidenzwert gewinnt
// (Akzeptanzkriterium 1). Derselbe Tesseract-TSV-Lauf liefert den
// Konfidenzwert direkt mit (Akzeptanzkriterium 2) — keine zweite externe
// Bibliothek für Sprach- ODER Konfidenzerkennung nötig.
package ocr
import (
"bytes"
"context"
"fmt"
"os"
"os/exec"
"path/filepath"
"strconv"
"strings"
)
// candidateLanguages sind die unterstützten Einzelsprachen — muss eine
// Teilmenge der in Languages kombinierten Sprachpakete sein.
var candidateLanguages = []string{"deu", "eng"}
// RecognizedText ist das Ergebnis einer sprach- und konfidenzbewussten
// Texterkennung.
type RecognizedText struct {
Text string
// Language ist der ISO-639-2-Sprachcode aus candidateLanguages mit dem
// höchsten Konfidenzwert (Akzeptanzkriterium 1).
Language string
// Confidence ist der durchschnittliche Tesseract-Worterkennungs-
// Konfidenzwert (0100) der gewählten Sprache (Akzeptanzkriterium 2).
Confidence float64
}
// RecognizeWithLanguageAndConfidence erkennt Sprache und Text eines Bildes
// und liefert einen auswertbaren Konfidenzwert.
func RecognizeWithLanguageAndConfidence(ctx context.Context, imageBytes []byte) (RecognizedText, error) {
var best RecognizedText
haveResult := false
for _, lang := range candidateLanguages {
text, confidence, err := recognizeWithTSV(ctx, imageBytes, lang)
if err != nil {
return RecognizedText{}, err
}
if !haveResult || confidence > best.Confidence {
best = RecognizedText{Text: text, Language: lang, Confidence: confidence}
haveResult = true
}
}
return best, nil
}
// recognizeWithTSV führt Tesseract mit GENAU einer Sprache im TSV-Ausgabe-
// modus aus und liefert den zusammengesetzten Text sowie den
// durchschnittlichen Konfidenzwert über alle erkannten Wörter (Tesseract-
// TSV-Zeilen mit level=5, conf>=0 — negative Konfidenzwerte markieren
// Struktur-/Layoutzeilen ohne eigenen Text, siehe Tesseract-TSV-Format).
func recognizeWithTSV(ctx context.Context, imageBytes []byte, lang string) (text string, confidence float64, err error) {
workDir, err := os.MkdirTemp("", "mail-ocr-lang-*")
if err != nil {
return "", 0, fmt.Errorf("ocr: arbeitsverzeichnis anlegen: %w", err)
}
defer func() { _ = os.RemoveAll(workDir) }()
imagePath := filepath.Join(workDir, "input")
if err := os.WriteFile(imagePath, imageBytes, 0o600); err != nil {
return "", 0, fmt.Errorf("ocr: bild schreiben: %w", err)
}
outBase := filepath.Join(workDir, "output")
cmd := exec.CommandContext(ctx, "tesseract", imagePath, outBase, "-l", lang, "tsv")
var stderr bytes.Buffer
cmd.Stderr = &stderr
if err := cmd.Run(); err != nil {
return "", 0, fmt.Errorf("ocr: tesseract (tsv, %s) fehlgeschlagen: %w (%s)", lang, err, stderr.String())
}
tsvBytes, err := os.ReadFile(outBase + ".tsv")
if err != nil {
return "", 0, fmt.Errorf("ocr: tsv-ausgabe lesen: %w", err)
}
return parseTSV(string(tsvBytes))
}
// tsvWordLevel ist der Tesseract-TSV-"level"-Wert für einzelne Wörter
// (1=Seite, 2=Block, 3=Absatz, 4=Zeile, 5=Wort).
const tsvWordLevel = "5"
func parseTSV(tsv string) (text string, confidence float64, err error) {
lines := strings.Split(tsv, "\n")
var words []string
var confSum float64
var confCount int
for i, line := range lines {
if i == 0 || strings.TrimSpace(line) == "" {
continue // Kopfzeile bzw. Leerzeile überspringen
}
cols := strings.Split(line, "\t")
if len(cols) < 12 || cols[0] != tsvWordLevel {
continue
}
conf, convErr := strconv.ParseFloat(cols[10], 64)
if convErr != nil || conf < 0 {
continue
}
word := cols[11]
if word == "" {
continue
}
words = append(words, word)
confSum += conf
confCount++
}
if confCount == 0 {
return "", 0, nil
}
return strings.Join(words, " "), confSum / float64(confCount), nil
}
+101
View File
@@ -0,0 +1,101 @@
package ocr
import (
"bytes"
"context"
"image"
"image/color"
"image/png"
"testing"
)
// TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_MultilingualCorpus ist die
// geforderte Pflichtprüfung 1: Test mit mehrsprachigem Testkorpus
// bestätigt korrekte Spracherkennung.
func TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_MultilingualCorpus(t *testing.T) {
requireTools(t)
ctx := context.Background()
germanImage := knownTextImage(t, ctx, "Rechnung ueber Lieferung Nummer Zwei")
englishImage := knownTextImage(t, ctx, "Invoice for delivery number two")
germanResult, err := RecognizeWithLanguageAndConfidence(ctx, germanImage)
if err != nil {
t.Fatalf("deutsches bild: %v", err)
}
if germanResult.Language != "deu" {
t.Fatalf("erwartete sprache 'deu' für deutschen text, habe %q (text: %q)", germanResult.Language, germanResult.Text)
}
englishResult, err := RecognizeWithLanguageAndConfidence(ctx, englishImage)
if err != nil {
t.Fatalf("englisches bild: %v", err)
}
if englishResult.Language != "eng" {
t.Fatalf("erwartete sprache 'eng' für englischen text, habe %q (text: %q)", englishResult.Language, englishResult.Text)
}
}
// TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_DegradedImageLowersConfidence ist
// die geforderte Pflichtprüfung 2: künstlich verschlechtertes Bild erzeugt
// niedrigeren Konfidenzwert.
func TestRecognizeWithLanguageAndConfidence_DegradedImageLowersConfidence(t *testing.T) {
requireTools(t)
ctx := context.Background()
original := knownTextImage(t, ctx, "Qualitaetsvergleich Testbild Konfidenz")
originalImg, err := png.Decode(bytes.NewReader(original))
if err != nil {
t.Fatalf("original dekodieren: %v", err)
}
degradedImg := pixelate(originalImg, 12)
var degradedBuf bytes.Buffer
if err := png.Encode(&degradedBuf, degradedImg); err != nil {
t.Fatalf("verschlechtertes bild kodieren: %v", err)
}
originalResult, err := RecognizeWithLanguageAndConfidence(ctx, original)
if err != nil {
t.Fatalf("original erkennen: %v", err)
}
degradedResult, err := RecognizeWithLanguageAndConfidence(ctx, degradedBuf.Bytes())
if err != nil {
t.Fatalf("verschlechtertes bild erkennen: %v", err)
}
t.Logf("original: conf=%.2f text=%q — verschlechtert: conf=%.2f text=%q",
originalResult.Confidence, originalResult.Text, degradedResult.Confidence, degradedResult.Text)
if degradedResult.Confidence >= originalResult.Confidence {
t.Fatalf("erwartete niedrigeren konfidenzwert für verschlechtertes bild, habe original=%.2f verschlechtert=%.2f",
originalResult.Confidence, degradedResult.Confidence)
}
}
// pixelate verschlechtert img künstlich, reproduzierbar und ohne externe
// Werkzeuge: Downsample um factor per Nearest-Neighbor, dann wieder auf
// Originalgröße hochskaliert — zerstört Feindetails der Textglyphen.
func pixelate(img image.Image, factor int) image.Image {
bounds := img.Bounds()
w, h := bounds.Dx(), bounds.Dy()
out := image.NewRGBA(bounds)
for y := 0; y < h; y++ {
for x := 0; x < w; x++ {
blockX := (x / factor) * factor
blockY := (y / factor) * factor
c := img.At(bounds.Min.X+blockX, bounds.Min.Y+blockY)
out.Set(bounds.Min.X+x, bounds.Min.Y+y, colorToGray50(c))
}
}
return out
}
// colorToGray50 mischt zusätzlich mit 50% Grau, um den Kontrast zu
// verringern — verstärkt die künstliche Qualitätsverschlechterung über
// reine Pixelierung hinaus.
func colorToGray50(c color.Color) color.Color {
r, g, b, a := c.RGBA()
mix := func(v uint32) uint8 {
return uint8((v>>8)/2 + 128/2)
}
return color.RGBA{R: mix(r), G: mix(g), B: mix(b), A: uint8(a >> 8)}
}
+187
View File
@@ -0,0 +1,187 @@
// Package ocr implementiert SRC-07: eine OCR-Pipeline für Bild-/PDF-
// Anhänge, als eigener Mail-OCR-Pfad unabhängig vom DMS-Board (siehe
// repos-analyse-mail-reuse.md: dupliziertes Sprintf-WHERE-Muster aus
// archivmail wird NICHT übernommen — dieses Paket baut keine SQL-Klauseln,
// ruft ausschließlich externe Kommandozeilenwerkzeuge mit festen
// Argumentlisten auf, niemals über eine Shell/String-Konkatenation).
//
// Zustandslos: dieses Paket kennt weder Mandanten noch Speicher — es
// nimmt Anhangs-Bytes entgegen und liefert erkannten Text zurück, exakt
// wie mail/internal/crypto und mail/internal/dedup. Tenant-Trennung
// entsteht dadurch strukturell: es gibt keinen geteilten Zustand
// zwischen Aufrufen, den unterschiedliche Mandanten sehen könnten (jeder
// Aufruf bekommt sein eigenes Temp-Verzeichnis, siehe workDir).
//
// Bekannter Fehler vermeiden (siehe ARC-03-Ticket): OCR darf erst NACH
// abgeschlossener Duplikatsprüfung laufen — das ist Sache des Aufrufers
// (spätere Ingest-Tickets), dieses Paket kennt mail/internal/dedup nicht.
package ocr
import (
"bytes"
"context"
"fmt"
"os"
"os/exec"
"path/filepath"
"sort"
"strings"
)
// Languages ist die feste Tesseract-Sprachkombination (Akzeptanzkriterium
// 1 aus SRC-10 baut hierauf auf) — Deutsch und Englisch, passend zum
// deutschsprachigen NEXARCH-Einsatzkontext mit englischsprachigen
// Geschäftskorrespondenzen.
const Languages = "deu+eng"
// ExtractTextFromImage führt Tesseract-OCR auf einem einzelnen Bild aus
// (PNG/JPEG/TIFF/BMP — von Tesseract/Leptonica unterstützte Formate).
func ExtractTextFromImage(ctx context.Context, imageBytes []byte) (string, error) {
workDir, err := os.MkdirTemp("", "mail-ocr-*")
if err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: arbeitsverzeichnis anlegen: %w", err)
}
defer func() { _ = os.RemoveAll(workDir) }()
imagePath := filepath.Join(workDir, "input")
if err := os.WriteFile(imagePath, imageBytes, 0o600); err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: bild schreiben: %w", err)
}
outBase := filepath.Join(workDir, "output")
cmd := exec.CommandContext(ctx, "tesseract", imagePath, outBase, "-l", Languages)
var stderr bytes.Buffer
cmd.Stderr = &stderr
if err := cmd.Run(); err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: tesseract fehlgeschlagen: %w (%s)", err, stderr.String())
}
text, err := os.ReadFile(outBase + ".txt")
if err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: erkannten text lesen: %w", err)
}
return strings.TrimSpace(string(text)), nil
}
// minTextLayerLength ist die Mindestanzahl nicht-leerer Zeichen, ab der
// ein PDF als "hat bereits eine Textebene" gilt (Akzeptanzkriterium 3).
// Ein paar Steuerzeichen/Leerzeichen aus pdftotext bei einem rein
// bildbasierten PDF dürfen keine OCR-Umgehung auslösen.
const minTextLayerLength = 10
// HasTextLayer prüft über pdftotext, ob pdfBytes bereits durchsuchbaren
// Text enthält (Akzeptanzkriterium 3: bereits durchsuchbare PDFs werden
// nicht unnötig erneut per OCR verarbeitet).
func HasTextLayer(ctx context.Context, pdfBytes []byte) (bool, error) {
text, err := extractPDFText(ctx, pdfBytes)
if err != nil {
return false, err
}
return len(strings.TrimSpace(text)) >= minTextLayerLength, nil
}
func extractPDFText(ctx context.Context, pdfBytes []byte) (string, error) {
workDir, err := os.MkdirTemp("", "mail-ocr-pdf-*")
if err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: arbeitsverzeichnis anlegen: %w", err)
}
defer func() { _ = os.RemoveAll(workDir) }()
pdfPath := filepath.Join(workDir, "input.pdf")
if err := os.WriteFile(pdfPath, pdfBytes, 0o600); err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: pdf schreiben: %w", err)
}
cmd := exec.CommandContext(ctx, "pdftotext", pdfPath, "-")
var stdout, stderr bytes.Buffer
cmd.Stdout = &stdout
cmd.Stderr = &stderr
if err := cmd.Run(); err != nil {
return "", fmt.Errorf("ocr: pdftotext fehlgeschlagen: %w (%s)", err, stderr.String())
}
return stdout.String(), nil
}
// PDFResult ist das Ergebnis von ExtractTextFromPDF.
type PDFResult struct {
Text string
// OCRPerformed ist false, wenn eine vorhandene Textebene genutzt
// wurde (Akzeptanzkriterium 3), true, wenn tatsächlich per Tesseract
// erkannt wurde (Akzeptanzkriterium 1).
OCRPerformed bool
}
// ExtractTextFromPDF liefert den Text eines PDF-Anhangs: hat das PDF
// bereits eine Textebene, wird sie direkt übernommen (schneller,
// zuverlässiger als OCR, Akzeptanzkriterium 3). Sonst wird jede Seite
// gerastert und per Tesseract erkannt (Akzeptanzkriterium 1: gescannte
// PDF-Anhänge).
func ExtractTextFromPDF(ctx context.Context, pdfBytes []byte) (PDFResult, error) {
existingText, err := extractPDFText(ctx, pdfBytes)
if err != nil {
return PDFResult{}, err
}
if len(strings.TrimSpace(existingText)) >= minTextLayerLength {
return PDFResult{Text: strings.TrimSpace(existingText), OCRPerformed: false}, nil
}
pageImages, err := rasterizePDF(ctx, pdfBytes)
if err != nil {
return PDFResult{}, err
}
var pages []string
for _, imageBytes := range pageImages {
pageText, err := ExtractTextFromImage(ctx, imageBytes)
if err != nil {
return PDFResult{}, err
}
pages = append(pages, pageText)
}
return PDFResult{Text: strings.TrimSpace(strings.Join(pages, "\n")), OCRPerformed: true}, nil
}
// rasterizePDF rastert jede Seite von pdfBytes über pdftoppm in ein PNG
// und liefert die Seiten in Reihenfolge.
func rasterizePDF(ctx context.Context, pdfBytes []byte) ([][]byte, error) {
workDir, err := os.MkdirTemp("", "mail-ocr-raster-*")
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("ocr: arbeitsverzeichnis anlegen: %w", err)
}
defer func() { _ = os.RemoveAll(workDir) }()
pdfPath := filepath.Join(workDir, "input.pdf")
if err := os.WriteFile(pdfPath, pdfBytes, 0o600); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("ocr: pdf schreiben: %w", err)
}
outBase := filepath.Join(workDir, "page")
cmd := exec.CommandContext(ctx, "pdftoppm", "-png", "-r", "300", pdfPath, outBase)
var stderr bytes.Buffer
cmd.Stderr = &stderr
if err := cmd.Run(); err != nil {
return nil, fmt.Errorf("ocr: pdftoppm fehlgeschlagen: %w (%s)", err, stderr.String())
}
entries, err := os.ReadDir(workDir)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("ocr: gerasterte seiten auflisten: %w", err)
}
var pagePaths []string
for _, e := range entries {
if strings.HasSuffix(e.Name(), ".png") {
pagePaths = append(pagePaths, filepath.Join(workDir, e.Name()))
}
}
sort.Strings(pagePaths)
var pages [][]byte
for _, p := range pagePaths {
data, err := os.ReadFile(p)
if err != nil {
return nil, fmt.Errorf("ocr: gerasterte seite lesen: %w", err)
}
pages = append(pages, data)
}
return pages, nil
}

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