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sysops c04ce818ec ARC-10: signatur-zeitstempelerhalt-bsi-tr-03125 2026-09-03 00:08:44 +02:00
sysops 1825387603 feat(mail): ARC-09 Postfach-Quota (unabhängig von Core LIC-05)
mailboxconfig (IMP-07) bekommt eine quota_bytes-Spalte statt einer
eigenen Tabelle — ein Postfach ist bereits eindeutig über
(tenant_slug, name) identifiziert. SetQuotaBytes/LimitBytes, 0 =
unbegrenzt (Standardwert, keine Migration bestehender Postfächer
nötig). LimitBytes erfüllt strukturell quota.LimitProvider.

storage.ArchiveMailboxPrefix (ARC-04-Ergänzung, Präfix ALLER Jahre
eines Postfachs) und storage.UsageCounter: realer Speicherverbrauch
durch echtes S3-Listing im physisch getrennten Mandanten-Bucket
(ARC-06) — kein separat gepflegter Zählerstand.

Neues Paket mail/internal/quota: Checker verbindet LimitProvider und
UsageProvider. Kein konfiguriertes Limit = immer erlaubt (Core-LIC-05-
Quota läuft unabhängig weiter — beide Ebenen bewusst unabhängig
durchgesetzt, bekannter Fehler vermieden).

smtp.QuotaChecker (schmale Schnittstelle, keine Paketkopplung an
quota) wird in handleRcptTo geprüft, VOR der Datenübertragung: 552
(RFC 5321 "exceeded storage allocation") bei Überschreitung, Session
bleibt nutzbar. nil-Checker erhält bisheriges Verhalten unverändert.

Alle drei Pflichtprüfungen mit echten Nachweisen: Quota-Überschreitung
liefert 552, Session bleibt funktionsfähig; ein anderes Postfach
desselben Tenants läuft währenddessen vollständig normal durch;
vollständiger Ende-zu-Ende-Integrationstest gegen reale Postgres- und
MinIO-Instanzen — 5000 echte Bytes abgelegt, real gemessen, Limit
knapp darunter/darüber gesetzt, SMTP reagiert jeweils korrekt auf den
tatsächlichen gemessenen Wert. Dabei einen echten Cleanup-Fehler
gefunden und behoben (defer schloss den Pool vor dem zugehörigen
t.Cleanup, verwaiste Testdaten blieben zurück).

go build/go vet/golangci-lint clean, gesamtes Mail-Modul
regressionsfrei getestet.
2026-09-02 23:47:32 +02:00
sysops c344fa938b feat(mail): ARC-04 Aufbewahrungsstruktur (Mandant/Postfach/Jahr)
Neue Datei storage/archivekey.go: ArchiveKey(mailbox, sentAt,
messageID, partIndex) liefert den Objektschlüssel nach dem Schema
Postfach/Jahr innerhalb des bereits mandantenspezifischen Buckets
(ARC-06) — additiv neben dem bestehenden, flachen ObjectKey (ARC-01),
das für bestehende Aufrufer (mailapi/INT-01) unverändert bleibt.
ArchiveYearPrefix(mailbox, year) ist der eigenständig berechenbare
Präfix eines Postfach-Jahrs — Grundlage für spätere Retention-Regeln
ohne Migration. Fehlendes Postfach bzw. Null-Sendedatum führen zu
dokumentierten Fallback-Segmenten statt einem Ablagefehler; ArchiveKey
liefert bewusst keinen error, da es strukturell keinen Fehlerfall gibt.

Alle drei Pflichtprüfungen: mehrjähriger Import erzeugt nachweislich
getrennte Jahresordner, fehlendes Postfach/Sendedatum nutzt den
dokumentierten Fallback (inkl. Test gegen mehrere ungewöhnliche
Eingaben), sowie ergänzend ein Nachweis für Akzeptanzkriterium 2
(Retention-Präfix trifft exakt die zuvor abgelegten Schlüssel
desselben Postfach-Jahrs). Pflichtprüfung 3 (Stichprobenreview durch
zweite Person) bleibt strukturell offen, im Prüfprotokoll dokumentiert
(analog zu ING-10/QA-04/QA-02).

go build/go vet/golangci-lint clean, gesamtes Mail-Modul
regressionsfrei getestet.
2026-09-01 20:17:11 +02:00
19 changed files with 1734 additions and 5 deletions
+95
View File
@@ -0,0 +1,95 @@
# ARC-04 — Aufbewahrungsstruktur (Mandant/Postfach/Jahr): Prüfprotokoll
Datum: 2026-09-01
Host: 192.168.1.131 (Build/Test/Lint), rsync + ssh
Paket: `mail/internal/storage` (`archivekey.go`, neu)
## Umsetzung
Mandant ist bereits durch den physisch getrennten Bucket (ARC-06)
abgebildet — `ArchiveKey(mailbox, sentAt, messageID, partIndex)` deckt
Postfach und Jahr INNERHALB des Buckets ab, additiv neben dem
bestehenden, flachen `ObjectKey` (ARC-01). `ObjectKey` bleibt für
bestehende Aufrufer (u. a. `mail/internal/mailapi`s
Anhang-Download-Endpunkt, INT-01) unverändert — kein Umbau eines
bereits ausgelieferten, getesteten Bereichs; `ArchiveKey` ist die
Konvention für künftige archivierende Schreibvorgänge.
`ArchiveYearPrefix(mailbox, year)` ist der eigenständig berechenbare
Präfix EINES Postfach-Jahrs (Akzeptanzkriterium 2: Grundlage für
spätere Retention-Regeln OHNE Migration) — ein Retention-Job kann alle
Objekte eines Postfachs/Jahrs über diesen Präfix direkt auflisten, ohne
bereits abgelegte Schlüssel umzubenennen oder neu zu strukturieren.
Fallback (Akzeptanzkriterium 3): leeres/nur-Leerzeichen `mailbox`
`FallbackMailboxSegment`; Null-Zeitwert `sentAt`
`FallbackYearSegment`. `ArchiveKey` liefert bewusst keinen
`error`-Rückgabewert — es gibt strukturell keinen Fehlerfall, jede
Eingabe (auch ein Postfachname mit `/`, per `sanitizeSegment`
neutralisiert) liefert einen gültigen Schlüssel.
## Pflichtprüfung 1: Import über mehrere Jahre erzeugt korrekt getrennte Jahresordner
`TestArchiveKey_MultipleYearsProduceSeparateYearFolders`: zwei
Nachrichten desselben Postfachs mit `sentAt` 2019 bzw. 2024 liefern
Schlüssel unter `postfach/INBOX/2019/` bzw. `postfach/INBOX/2024/`
unterschiedliche, korrekt getrennte Jahresordner.
Ergebnis: **BESTANDEN**.
## Pflichtprüfung 2: fehlendes Postfach-Attribut nutzt dokumentierten Fallback
`TestArchiveKey_MissingMailboxUsesDocumentedFallback` (leeres
`mailbox`) und `TestArchiveKey_MissingSentAtUsesDocumentedFallback`
(Null-`sentAt`): beide liefern den jeweils dokumentierten
Fallback-Segmentnamen, kein Fehler. `TestArchiveKey_
NeverErrorsOnAnyInput` bestätigt zusätzlich für mehrere ungewöhnliche
Eingaben (Postfachname mit `/`, reine Leerzeichen), dass `ArchiveKey`
strukturell nie fehlschlägt.
Ergebnis: **BESTANDEN**.
## Pflichtprüfung 3: Stichprobenprüfung der Struktur durch zweite Person
**Nicht durchführbar durch diese Sitzung**, aus demselben strukturellen
Grund wie bereits bei ING-10, QA-04 und QA-02 dokumentiert: eine
einzelne KI-Sitzung kann keine unabhängige ZWEITE Person sein. **Offen
— erfordert Bestätigung durch den Nutzer oder eine weitere Person.**
Grundlage für dieses Review: `ArchiveKey`/`ArchiveYearPrefix` in
`storage/archivekey.go`, fünf reale Tests in
`storage/archivekey_test.go`, sowie die ergänzende, real ausgeführte
Pflichtprüfung "Grundlage für Retention ohne Migration"
(`TestArchiveYearPrefix_FoundationForRetentionWithoutMigration`) als
zusätzlicher, über die drei geforderten Prüfungen hinausgehender
Nachweis für Akzeptanzkriterium 2.
## Akzeptanzkriterien
1. **Ablagestruktur folgt durchgängig dem Schema Mandant/Postfach/Jahr**:
Mandant über den ARC-06-Bucket, Postfach/Jahr über `ArchiveKey`,
durch Pflichtprüfung 1 belegt.
2. **Struktur ist Grundlage für spätere Retention-Regeln ohne
Migration**: `ArchiveYearPrefix`, durch
`TestArchiveYearPrefix_FoundationForRetentionWithoutMigration`
belegt (siehe oben).
3. **Abweichende oder fehlende Metadaten führen zu definiertem
Fallback-Pfad, nicht zu Ablagefehler**: durch Pflichtprüfung 2
belegt.
## Build/Vet/Lint/Test — Gesamtmodul
```
go build ./... → OK
go vet ./... → OK
golangci-lint run ./... → 0 issues
go test ./... -p 1 (TEST_TENANT_DSN, TEST_MANTICORE_URL, TEST_S3_ENDPOINT/TEST_S3_ACCESS_KEY/TEST_S3_SECRET_KEY gesetzt) → alle Pakete ok
```
Keine Regression.
## Ergebnis
ARC-04 erfüllt alle Akzeptanzkriterien mit echten, ausgeführten
Nachweisen. Pflichtprüfung 3 (Zweitperson) bleibt strukturell offen —
im Entscheidungsverlauf vermerkt. Freigeschaltet: QA-05 (zusammen mit
ARC-07/09/10/INT-08, ARC-05 weiterhin extern blockiert durch RET-03).
+112
View File
@@ -0,0 +1,112 @@
# ARC-09 — Postfach-Quota: Prüfprotokoll
Datum: 2026-09-02
Host: 192.168.1.131 (Build/Test/Lint), rsync + ssh
Pakete: `mail/internal/quota` (neu), `mail/internal/storage` (`usagecounter.go`, `archivekey.go` erweitert), `mail/internal/mailboxconfig` (erweitert), `mail/internal/smtp` (erweitert)
## Umsetzung
**Konfiguriertes Limit** (Akzeptanzkriterium 1): `mailboxconfig`
(IMP-07) bekommt eine neue Spalte `quota_bytes` (Migration
`0002_mail_mailboxes_quota.sql`, idempotent nachgezogen) statt einer
eigenen Tabelle — ein Postfach ist bereits eindeutig über
`(tenant_slug, name)` identifiziert. `Store.SetQuotaBytes`/`LimitBytes`
(`0` = unbegrenzt, Standardwert, keine Migration bestehender
Postfächer nötig). `LimitBytes` erfüllt strukturell `quota.
LimitProvider` — eigenständig von der tenant-weiten Core-LIC-05-Quota.
**Realer Verbrauch** (Pflichtprüfung 3): `storage.UsageCounter`
summiert die TATSÄCHLICHE Objektgröße aller Objekte unter
`storage.ArchiveMailboxPrefix(mailbox)` (neu, ARC-04-Ergänzung — Präfix
ALLER Jahre eines Postfachs) im physisch getrennten Mandanten-Bucket
(ARC-06) — kein separat gepflegter Zählerstand, der von der
tatsächlichen Ablage abweichen könnte. Erfüllt strukturell `quota.
UsageProvider`.
**Verknüpfung**: `quota.Checker` (neues Paket) verbindet
`LimitProvider` und `UsageProvider`: kein konfiguriertes Limit =
immer erlaubt (Core-LIC-05-Quota läuft unabhängig weiter, bekannter
Fehler bewusst vermieden — beide Ebenen unabhängig durchgesetzt).
**SMTP-Durchsetzung** (Akzeptanzkriterium 2): `smtp.QuotaChecker`
(schmale Schnittstelle, keine Paketkopplung an `quota`) wird in
`handleRcptTo` geprüft — VOR der Datenübertragung, nicht erst nach
vollständigem DATA-Empfang. Bei Überschreitung: `552` (RFC 5321
"exceeded storage allocation"), Session bleibt nutzbar. Der Empfänger
(RCPT-TO-Adresse) ist der Postfachbezug — dasselbe `mailbox`-Feld wie
`storage.ArchiveKey`/`mailboxconfig`. `quotaChecker == nil` erhält das
bisherige Verhalten unverändert (Rückwärtskompatibilität zu
ING-01..QA-04).
## Pflichtprüfung 1: Postfach-Quota erreicht, neue eingehende Mail wird mit korrekter SMTP-Fehlermeldung abgelehnt
`TestRcptTo_QuotaExceededRejectedWithCorrectSMTPError`: RCPT TO an ein
als "am Limit" markiertes Postfach liefert `552` mit erkennbarer
Quota-Fehlermeldung; Session bleibt danach funktionsfähig (`NOOP`
`250`); der Sink bekommt keine Nachricht.
Ergebnis: **BESTANDEN**.
## Pflichtprüfung 2: anderes Postfach desselben Tenants empfängt weiterhin normal, während eines am Limit ist
`TestRcptTo_OtherMailboxUnaffectedWhenOneAtLimit`: zwei unabhängige
SMTP-Transaktionen desselben Tenants — die erste (Postfach am Limit)
wird mit `552` abgelehnt, die zweite (anderes Postfach, kein Limit)
läuft vollständig durch (`250`/`354`/`250`), die Nachricht kommt real
beim Sink an.
Ergebnis: **BESTANDEN**.
## Pflichtprüfung 3: Verbrauchsanzeige je Postfach im Test korrekt gegen tatsächliche Größe geprüft
`TestIntegration_UsageDisplayMatchesRealSizeAndEnforcesQuota`
(vollständiger Ende-zu-Ende-Integrationstest, echte Postgres- und
MinIO-Instanz): 5000 Bytes real in den ARC-06-Bucket eines real
provisionierten Mandanten geschrieben, `storage.UsageCounter.
UsageBytes` gemessen — der gemessene Wert liegt bei/über der
tatsächlich geschriebenen Größe (das Prüfsummen-Sidecar-Objekt aus
ARC-01 zählt strukturell mit, daher `>=` statt `==` geprüft). Limit
knapp UNTER dem real gemessenen Verbrauch gesetzt → `RCPT TO` liefert
real `552`; Limit anschließend großzügig ÜBER den Verbrauch erhöht →
dieselbe Adresse liefert danach real `250` — die Quota-Durchsetzung
reagiert korrekt auf den ECHTEN, gemessenen Wert, nicht auf einen
angenommenen.
Ergebnis: **BESTANDEN** (inklusive eines während der Testentwicklung
gefundenen und behobenen Cleanup-Fehlers: `defer pool.Close()` schloss
die Postgres-Verbindung VOR den zugehörigen `t.Cleanup`-Löschungen,
wodurch verwaiste Registry-/Postfach-Zeilen zurückblieben — behoben
durch `t.Cleanup(pool.Close)` statt `defer`, LIFO-Reihenfolge stellt
sicher, dass Löschungen vor dem Verbindungsschluss laufen; durch zwei
aufeinanderfolgende reale Testläufe bestätigt).
## Akzeptanzkriterien
1. **Speicherlimit ist je Postfach konfigurierbar, unabhängig von der
Tenant-weiten Quota aus Core LIC-05**: `mailboxconfig.
SetQuotaBytes`/`LimitBytes`, durch Pflichtprüfung 3 belegt.
2. **Postfach am Limit lehnt neue eingehende Mail mit klarer,
protokollgerechter SMTP-Fehlermeldung ab**: `552` bei `RCPT TO`,
durch Pflichtprüfung 1 belegt.
3. **Ein Postfach am Limit beeinträchtigt keine anderen Postfächer
desselben Tenants**: durch Pflichtprüfung 2 belegt.
## Build/Vet/Lint/Test — Gesamtmodul
```
go build ./... → OK
go vet ./... → OK
golangci-lint run ./... → 0 issues
go test ./... -p 1 (TEST_TENANT_DSN, TEST_MANTICORE_URL, TEST_S3_ENDPOINT/TEST_S3_ACCESS_KEY/TEST_S3_SECRET_KEY gesetzt) → alle Pakete ok, inkl. neuem internal/quota
```
Keine Regression — insbesondere bestehende `mailboxconfig`-Tests
(IMP-07) bleiben nach der neuen `quota_bytes`-Spalte unverändert grün.
## Ergebnis
ARC-09 erfüllt alle Akzeptanzkriterien mit echten, ausgeführten
Nachweisen — inklusive eines vollständigen Ende-zu-Ende-Integrations-
tests gegen reale Postgres- und MinIO-Instanzen. Freigeschaltet: QA-05
(zusammen mit ARC-07/10/INT-08, ARC-05 weiterhin extern blockiert
durch RET-03).
+172
View File
@@ -0,0 +1,172 @@
# ARC-10 — Signatur- und Zeitstempelerhalt (BSI TR-03125): Prüfprotokoll
Datum: 2026-09-03
Host: 192.168.1.131 (Build/Test/Lint), rsync + ssh
Paket: `mail/internal/sigcheck` (neu)
Neue Abhängigkeit: `go.mozilla.org/pkcs7 v0.10.0` (`go get` + `go mod tidy`, `go.mod`-Direktive `go 1.24` unverändert)
## Umsetzung
**Erkennung** (Akzeptanzkriterium 1): `sigcheck.Detect(raw)` prüft
NUR den `Content-Type`-Header (billig, keine Kryptographie) und
unterscheidet drei Fälle: S/MIME opaque
(`application/pkcs7-mime; smime-type=signed-data`), S/MIME cleartext
(`multipart/signed; protocol=application/pkcs7-signature`) und
PGP/MIME (`multipart/signed; protocol=application/pgp-signature`).
Unsignierte Nachrichten liefern `detected=false` und durchlaufen keine
weitere Prüfung.
**Kryptographische Prüfung** (Akzeptanzkriterium 2): `sigcheck.
Verify(raw, kind, now)` — für S/MIME echte PKCS7-Signaturprüfung
(`go.mozilla.org/pkcs7`, Parse + Verify: Inhaltsintegrität und
Signatur gegen das eingebettete Zertifikat, kein externer
Vertrauensanker nötig — passend für ein KMU-Mailarchiv ohne
qualifiziertes elektronisches Archiv nach eIDAS) plus einer
zusätzlichen, expliziten Gültigkeitsfensterprüfung des
Signaturzertifikats gegen den ÜBERGEBENEN Prüfzeitpunkt `now` (nicht
gegen die reale Systemzeit — Grundlage für Pflichtprüfung 3). Ergebnis
ist einer von drei Zuständen: `gueltig`, `ungueltig`,
`pruefung_nicht_moeglich`. PGP/MIME wird erkannt, aber bewusst NICHT
kryptographisch geprüft (Scope-Grenze, siehe unten) — liefert immer
`pruefung_nicht_moeglich` mit erklärendem `Reason`, kein stiller
Fallback.
**Erhalt der Rohdaten**: Die Archivierung (ARC-01/04) legt die
RFC822-Rohbytes bereits unverändert ab (`storage.ArchiveKey`, keine
Re-Serialisierung). `sigcheck` fügt dem NICHTS hinzu, das die
Originalbytes verändert — der Prüfnachweis wird als eigenständiges
Sidecar-Objekt (`SidecarKey`, `archiveKey + ".sigcheck.json"`)
abgelegt, exakt dieselbe Konvention wie ARC-01s
Prüfsummen-Sidecar-Objekt. `SaveResult`/`LoadResult` schreiben/lesen
dieses Sidecar über eine schmale `Store`-Schnittstelle
(`Put`/`GetVerified`), strukturell erfüllt von `*storage.Service` ohne
Paketkopplung.
**Zertifikatsdaten im Prüfnachweis** (Akzeptanzkriterium 2, wörtlich
"Ergebnis, Zertifikatsdaten, Prüfzeitpunkt"): `Result` enthält
`SignerSubject`, `CertNotBefore`, `CertNotAfter`, `CheckedAt`,
`Reason`.
## Abweichung von der Ausgangslage: Ablage als Sidecar statt im Core-Audit-Log
Das Ticket sieht vor, den Prüfnachweis im zentralen, unveränderlichen
Core-Audit-Log (`AUD-01`/`AUD-02`) abzulegen ("kein zweites
Protokoll"). `AUD-01` existiert nur als eigener Branch auf dem
Core-Board (`feature/aud-01-zentrales-audit-log-modell`), ist von
diesem Mail-Board-Ticket aus nicht ansprechbar — gleiche Situation wie
ARC-06/Core TEN-01: dieses Ticket implementiert stattdessen ein
eigenständiges, unveränderliches Sidecar-Objekt im
Objektspeicher (gleiche Unveränderlichkeitsgarantie wie ARC-01s
Prüfsummen-Sidecar). Sobald `AUD-01`/`AUD-02` in diesem Repository real
integrierbar ist, kann der Prüfnachweis zusätzlich oder stattdessen
dorthin gespiegelt werden — als offener Punkt vermerkt, kein Neubau
eines zweiten Protokolls in der Zwischenzeit.
## Bewusste Scope-Grenzen (bei Ticketübernahme mit Nutzer abgestimmt)
- **PGP/MIME**: nur Erkennung, keine kryptographische Prüfung —
`pruefung_nicht_moeglich` ist einer der von Akzeptanzkriterium 2
ausdrücklich vorgesehenen drei Ergebniszustände, kein
Implementierungsdefizit. Folgeticket bei Bedarf.
- **Kein ArchiSig-artiges Langzeitarchivierungsverfahren** mit
periodischer Hashwert-/Zeitstempel-Erneuerung: für ein
"Einfach"-Ticket und ein KMU-Mailarchiv ohne qualifiziertes
elektronisches Archiv nach eIDAS unverhältnismäßig. Ein einmaliger,
bei Archivierung erzeugter Prüfnachweis (dieses Ticket) reicht aus.
Eigenes Folgeticket, falls künftig benötigt.
- **RFC-3161-Zeitstempel-Token**: keine gesonderten TSA-Token in den
Testfixturen verwendet (kein RFC-3161-Client im Baukasten
vorhanden) — die Zeitstempel-Beweiswerterhaltung wird hier über den
unveränderten Rohbyte-Erhalt (ARC-01) plus das im Prüfnachweis
dokumentierte `CheckedAt` sichergestellt, nicht über eine eigene
TSA-Integration.
## Pflichtprüfung 1: Testnachricht mit S/MIME-Signatur → Ergebnis "gültig" korrekt erkannt
`TestVerify_ValidSMIMESignatureRecognizedAsValid`: echte, real
signierte S/MIME-Testnachricht (selbstsigniertes RSA-2048-Zertifikat
per `crypto/x509`, `go.mozilla.org/pkcs7` `NewSignedData`/`AddSigner`/
`Finish`) — `Detect` erkennt `KindSMIME`, `Verify` liefert
`StatusValid` mit befülltem `SignerSubject`. Archivierung +
Abruf des Prüfnachweises über echten `storage.Service`
(`LocalDriver`) geprüft — Rundtrip liefert identisches Ergebnis.
Ergebnis: **BESTANDEN**.
## Pflichtprüfung 2: signierte Nachricht mit manipuliertem Inhalt → Ergebnis "ungültig" korrekt erkannt
`TestVerify_TamperedContentDetectedAsInvalid`: reale PKCS7-DER-Bytes
signiert, anschließend der signierte Klartext DIREKT in den finalen
DER-Bytes durch einen gleich langen, anderen Text ersetzt (ASN.1-
Längenpräfixe bleiben syntaktisch gültig, Inhalt weicht vom
signierten Digest ab — realistische Nachbildung nachträglicher
Manipulation). `Verify` liefert `StatusInvalid` mit erklärendem
`Reason`.
Ergebnis: **BESTANDEN**.
## Pflichtprüfung 3: simulierter Zertifikatsablauf nach Archivierung → archivierter Prüfnachweis bleibt unverändert
`TestVerify_ArchivedResultUnaffectedBySimulatedLaterCertificateExpiry`:
Testzertifikat mit engem Gültigkeitsfenster um den
Archivierungszeitpunkt. Erste Prüfung + Archivierung ZUM
Archivierungszeitpunkt liefert `StatusValid`, wird als Sidecar
gespeichert. Eine SIMULIERTE, NICHT persistierte spätere Live-Prüfung
derselben Rohdaten mit einem `now` weit nach `CertNotAfter` liefert
korrekt `StatusInvalid` (abgelaufenes Gültigkeitsfenster). Der BEREITS
ARCHIVIERTE Prüfnachweis wird davon nicht berührt: `LoadResult` liefert
weiterhin `StatusValid` mit unverändertem `CheckedAt` — die spätere
Prüfung schreibt nie über einen bestehenden archivierten Nachweis.
Ergebnis: **BESTANDEN**.
## Ergänzend geprüft (Akzeptanzkriterium 1, PGP/MIME-Erkennung ohne Verifikation)
`TestDetect_PGPMIMEDetectedButNotCryptographicallyVerified`: PGP/MIME-
Nachricht wird korrekt als `KindPGP` erkannt; `Verify` liefert
`StatusUnverifiable` mit erklärendem `Reason` statt eines stillen
Fallbacks oder Fehlers.
`TestDetect_UnsignedMessageNotDetected`: unsignierte Nachricht wird
korrekt NICHT erkannt, durchläuft keine Prüfung.
## Akzeptanzkriterien
1. **Signierte Nachrichten (S/MIME, PGP/MIME) werden bei Archivierung
erkannt**: `Detect`, durch alle Detect-Tests belegt.
2. **Signaturprüfung liefert einen von drei Ergebniszuständen
(gültig/ungültig/Prüfung nicht möglich) inkl. Zertifikatsdaten und
Prüfzeitpunkt, als Nachweis archiviert**: `Verify` + `Result` +
`SaveResult`, durch Pflichtprüfung 13 belegt.
3. **Prüfnachweis über die Detailansicht abrufbar, Original-Mail
unverändert**: `LoadResult` liest ein eigenständiges
Sidecar-Objekt, rührt die archivierten RFC822-Rohbytes nicht an;
durch Pflichtprüfung 1 und 3 (Rundtrip) belegt.
## Build/Vet/Lint/Test — Gesamtmodul
```
gofmt -l internal/sigcheck → keine Ausgabe (sauber formatiert)
go build ./... → OK
go vet ./... → OK
golangci-lint run ./internal/sigcheck/... → 0 issues
go test ./internal/sigcheck/... -v -count=1 → alle 6 Tests bestanden
go test ./... -p 1 -count=1 (TEST_TENANT_DSN, TEST_MANTICORE_URL, TEST_S3_ENDPOINT/TEST_S3_ACCESS_KEY/TEST_S3_SECRET_KEY gesetzt) → alle Pakete ok, inkl. neuem internal/sigcheck
```
Ein Fehlschlag von `internal/pop3`
(`TestProtolog_SessionFullyReconstructableByCorrelationID`, erwartete
6 Log-Einträge, real 5 in dem konkreten Lauf) trat während des
Gesamtlaufs auf — bei isolierter Wiederholung (`-count=3`) dreimal in
Folge bestanden. Bereits bestehender, von ARC-10 unabhängiger,
zeitkritischer Flake im Protokoll-Logging-Test (`internal/protolog`/
`internal/pop3`, ING-08), keine Regression durch dieses Ticket.
## Ergebnis
ARC-10 erfüllt alle Akzeptanzkriterien mit echten, ausgeführten
Nachweisen — inklusive real erzeugter, real signierter S/MIME-
Testnachrichten (selbstsigniertes Zertifikat, keine externe CA) und
einer realen Manipulationserkennung auf PKCS7-DER-Byte-Ebene.
Freigeschaltet: Beitrag zu QA-05 (zusammen mit ARC-07/09/INT-08,
ARC-05 weiterhin extern blockiert durch RET-03).
+1
View File
@@ -11,6 +11,7 @@ require (
github.com/fsnotify/fsnotify v1.10.1 github.com/fsnotify/fsnotify v1.10.1
github.com/getkin/kin-openapi v0.135.0 github.com/getkin/kin-openapi v0.135.0
github.com/jackc/pgx/v5 v5.6.0 github.com/jackc/pgx/v5 v5.6.0
go.mozilla.org/pkcs7 v0.10.0
golang.org/x/text v0.14.0 golang.org/x/text v0.14.0
) )
+2
View File
@@ -86,6 +86,8 @@ github.com/ugorji/go/codec v1.2.7 h1:YPXUKf7fYbp/y8xloBqZOw2qaVggbfwMlI8WM3wZUJ0
github.com/ugorji/go/codec v1.2.7/go.mod h1:WGN1fab3R1fzQlVQTkfxVtIBhWDRqOviHU95kRgeqEY= github.com/ugorji/go/codec v1.2.7/go.mod h1:WGN1fab3R1fzQlVQTkfxVtIBhWDRqOviHU95kRgeqEY=
github.com/woodsbury/decimal128 v1.3.0 h1:8pffMNWIlC0O5vbyHWFZAt5yWvWcrHA+3ovIIjVWss0= github.com/woodsbury/decimal128 v1.3.0 h1:8pffMNWIlC0O5vbyHWFZAt5yWvWcrHA+3ovIIjVWss0=
github.com/woodsbury/decimal128 v1.3.0/go.mod h1:C5UTmyTjW3JftjUFzOVhC20BEQa2a4ZKOB5I6Zjb+ds= github.com/woodsbury/decimal128 v1.3.0/go.mod h1:C5UTmyTjW3JftjUFzOVhC20BEQa2a4ZKOB5I6Zjb+ds=
go.mozilla.org/pkcs7 v0.10.0 h1:jmljzDzNYFzaP1dFlgmCiQml9e+iEMmv8/NNs4evQbg=
go.mozilla.org/pkcs7 v0.10.0/go.mod h1:SNgMg+EgDFwmvSmLRTNKC5fegJjB7v23qTQ0XLGUNHk=
golang.org/x/crypto v0.17.0 h1:r8bRNjWL3GshPW3gkd+RpvzWrZAwPS49OmTGZ/uhM4k= golang.org/x/crypto v0.17.0 h1:r8bRNjWL3GshPW3gkd+RpvzWrZAwPS49OmTGZ/uhM4k=
golang.org/x/crypto v0.17.0/go.mod h1:gCAAfMLgwOJRpTjQ2zCCt2OcSfYMTeZVSRtQlPC7Nq4= golang.org/x/crypto v0.17.0/go.mod h1:gCAAfMLgwOJRpTjQ2zCCt2OcSfYMTeZVSRtQlPC7Nq4=
golang.org/x/sync v0.1.0 h1:wsuoTGHzEhffawBOhz5CYhcrV4IdKZbEyZjBMuTp12o= golang.org/x/sync v0.1.0 h1:wsuoTGHzEhffawBOhz5CYhcrV4IdKZbEyZjBMuTp12o=
@@ -0,0 +1 @@
ALTER TABLE mail_mailboxes ADD COLUMN IF NOT EXISTS quota_bytes BIGINT NOT NULL DEFAULT 0;
+48 -1
View File
@@ -28,6 +28,9 @@ import (
//go:embed migrations/0001_mail_mailboxes.sql //go:embed migrations/0001_mail_mailboxes.sql
var schemaMigration string var schemaMigration string
//go:embed migrations/0002_mail_mailboxes_quota.sql
var quotaMigration string
// ErrNotFound wird geliefert, wenn kein Postfach mit den angegebenen // ErrNotFound wird geliefert, wenn kein Postfach mit den angegebenen
// Bezugsdaten existiert. // Bezugsdaten existiert.
var ErrNotFound = errors.New("mailboxconfig: postfach nicht gefunden") var ErrNotFound = errors.New("mailboxconfig: postfach nicht gefunden")
@@ -59,11 +62,15 @@ func NewStore(pool *pgxpool.Pool, cryptoSvc *crypto.Service) *Store {
return &Store{pool: pool, crypto: cryptoSvc} return &Store{pool: pool, crypto: cryptoSvc}
} }
// EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert. // EnsureSchema legt die Tabelle an, falls sie noch nicht existiert, und
// zieht die quota_bytes-Spalte nach (ARC-09).
func (s *Store) EnsureSchema(ctx context.Context) error { func (s *Store) EnsureSchema(ctx context.Context) error {
if _, err := s.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil { if _, err := s.pool.Exec(ctx, schemaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("mailboxconfig: schema anlegen: %w", err) return fmt.Errorf("mailboxconfig: schema anlegen: %w", err)
} }
if _, err := s.pool.Exec(ctx, quotaMigration); err != nil {
return fmt.Errorf("mailboxconfig: quota-spalte anlegen: %w", err)
}
return nil return nil
} }
@@ -183,6 +190,46 @@ func (s *Store) Delete(ctx context.Context, tenantSlug string, id int64) error {
return nil return nil
} }
// SetQuotaBytes setzt das Speicherlimit EINES Postfachs, identifiziert
// über seinen (innerhalb des Mandanten eindeutigen) Namen (ARC-09
// Akzeptanzkriterium 1: je Postfach konfigurierbar, unabhängig von der
// Tenant-weiten Core-LIC-05-Quota). 0 bedeutet unbegrenzt — der
// Standardwert für bestehende Postfächer, keine Migration nötig.
func (s *Store) SetQuotaBytes(ctx context.Context, tenantSlug, name string, quotaBytes int64) error {
tag, err := s.pool.Exec(ctx, `
UPDATE mail_mailboxes SET quota_bytes = $3, updated_at = now()
WHERE tenant_slug = $1 AND name = $2
`, tenantSlug, name, quotaBytes)
if err != nil {
return fmt.Errorf("mailboxconfig: quota setzen: %w", err)
}
if tag.RowsAffected() == 0 {
return ErrNotFound
}
return nil
}
// LimitBytes erfüllt quota.LimitProvider (ARC-09): configured=false
// bedeutet "kein Limit gesetzt, unbegrenzt" — sowohl wenn kein
// Postfach dieses Namens für tenantSlug existiert, als auch wenn
// quota_bytes auf 0 (den Standardwert) steht.
func (s *Store) LimitBytes(ctx context.Context, tenantSlug, name string) (limitBytes int64, configured bool, err error) {
var quotaBytes int64
err = s.pool.QueryRow(ctx, `
SELECT quota_bytes FROM mail_mailboxes WHERE tenant_slug = $1 AND name = $2
`, tenantSlug, name).Scan(&quotaBytes)
if err != nil {
if errors.Is(err, pgx.ErrNoRows) {
return 0, false, nil
}
return 0, false, fmt.Errorf("mailboxconfig: quota lesen: %w", err)
}
if quotaBytes <= 0 {
return 0, false, nil
}
return quotaBytes, true, nil
}
// GetDecryptedPassword entschlüsselt das Postfach-Passwort — separater, // GetDecryptedPassword entschlüsselt das Postfach-Passwort — separater,
// bewusster Aufruf statt Bestandteil von List/Get, damit Zugangsdaten // bewusster Aufruf statt Bestandteil von List/Get, damit Zugangsdaten
// nicht beiläufig mitgeliefert werden. // nicht beiläufig mitgeliefert werden.
+69
View File
@@ -0,0 +1,69 @@
// Package quota implementiert ARC-09: konfigurierbares Speicherlimit
// je einzelnem Postfach — eine ANDERE Ebene als die tenant-weite Quota
// aus Core LIC-05 (bekannter Fehler zu vermeiden: beide Ebenen müssen
// unabhängig durchgesetzt werden, ein Tenant kann insgesamt genug
// Kontingent haben, während ein einzelnes Postfach überläuft).
package quota
import "context"
// LimitProvider liefert das konfigurierte Speicherlimit eines
// Postfachs (Akzeptanzkriterium 1). configured=false bedeutet: kein
// Limit gesetzt, also unbegrenzt — erfüllt von
// mail/internal/mailboxconfig.Store.LimitBytes.
type LimitProvider interface {
LimitBytes(ctx context.Context, tenantSlug, mailbox string) (limitBytes int64, configured bool, err error)
}
// UsageProvider liefert den TATSÄCHLICHEN, real gemessenen
// Speicherverbrauch eines Postfachs — erfüllt von
// mail/internal/storage.UsageCounter.
type UsageProvider interface {
UsageBytes(ctx context.Context, tenantSlug, mailbox string) (usedBytes int64, err error)
}
// Result ist das Ergebnis einer Quota-Prüfung.
type Result struct {
Allowed bool
UsedBytes int64
LimitBytes int64
}
// Checker verknüpft konfiguriertes Limit und realen Verbrauch.
type Checker struct {
limits LimitProvider
usage UsageProvider
}
func NewChecker(limits LimitProvider, usage UsageProvider) *Checker {
return &Checker{limits: limits, usage: usage}
}
// Check prüft, ob mailbox innerhalb seines konfigurierten Limits ist.
// Kein konfiguriertes Limit bedeutet immer "erlaubt" — die
// Tenant-weite Quota (Core LIC-05) läuft unabhängig davon weiter.
func (c *Checker) Check(ctx context.Context, tenantSlug, mailbox string) (Result, error) {
limit, configured, err := c.limits.LimitBytes(ctx, tenantSlug, mailbox)
if err != nil {
return Result{}, err
}
if !configured {
return Result{Allowed: true}, nil
}
used, err := c.usage.UsageBytes(ctx, tenantSlug, mailbox)
if err != nil {
return Result{}, err
}
return Result{Allowed: used < limit, UsedBytes: used, LimitBytes: limit}, nil
}
// Allowed ist die schmale Form von Check für Aufrufer, die nur die
// Ja/Nein-Entscheidung brauchen (z. B. mail/internal/smtp.QuotaChecker,
// Akzeptanzkriterium 2).
func (c *Checker) Allowed(ctx context.Context, tenantSlug, mailbox string) (bool, error) {
result, err := c.Check(ctx, tenantSlug, mailbox)
if err != nil {
return false, err
}
return result.Allowed, nil
}
+56
View File
@@ -0,0 +1,56 @@
package quota
import (
"context"
"testing"
)
type fakeLimits struct {
limitBytes int64
configured bool
}
func (f fakeLimits) LimitBytes(context.Context, string, string) (int64, bool, error) {
return f.limitBytes, f.configured, nil
}
type fakeUsage struct {
usedBytes int64
}
func (f fakeUsage) UsageBytes(context.Context, string, string) (int64, error) {
return f.usedBytes, nil
}
func TestCheck_UnconfiguredLimitAlwaysAllowed(t *testing.T) {
c := NewChecker(fakeLimits{configured: false}, fakeUsage{usedBytes: 1_000_000_000})
result, err := c.Check(context.Background(), "mandant-a", "postfach-x")
if err != nil {
t.Fatalf("check: %v", err)
}
if !result.Allowed {
t.Fatalf("erwartete erlaubt ohne konfiguriertes limit, habe: %+v", result)
}
}
func TestCheck_UsageAtOrAboveLimitRejected(t *testing.T) {
c := NewChecker(fakeLimits{limitBytes: 1000, configured: true}, fakeUsage{usedBytes: 1000})
result, err := c.Check(context.Background(), "mandant-a", "postfach-x")
if err != nil {
t.Fatalf("check: %v", err)
}
if result.Allowed {
t.Fatalf("erwartete ablehnung bei verbrauch == limit, habe: %+v", result)
}
}
func TestCheck_UsageBelowLimitAllowed(t *testing.T) {
c := NewChecker(fakeLimits{limitBytes: 1000, configured: true}, fakeUsage{usedBytes: 999})
result, err := c.Check(context.Background(), "mandant-a", "postfach-x")
if err != nil {
t.Fatalf("check: %v", err)
}
if !result.Allowed {
t.Fatalf("erwartete erlaubt bei verbrauch unter limit, habe: %+v", result)
}
}
+229
View File
@@ -0,0 +1,229 @@
// Package sigcheck implementiert ARC-10: Signatur- und
// Zeitstempelerhalt für S/MIME-signierte Mails (BSI TR-03125, Modul
// B.4). Erkennung (Detect) läuft für JEDE archivierte Nachricht
// (billig, nur Content-Type-Parsing); die eigentliche
// kryptographische Prüfung (Verify) NUR für tatsächlich erkannte
// signierte Nachrichten (Akzeptanzkriterium 1).
//
// Bewusste Scope-Grenze (siehe ARC-10-Prüfprotokoll): PGP/MIME wird
// erkannt, aber NICHT kryptographisch geprüft —
// StatusUnverifiable ist einer der von Akzeptanzkriterium 2
// ausdrücklich vorgesehenen drei Ergebniszustände
// (gültig/ungültig/Prüfung nicht möglich), kein stiller Fallback.
// Kein volles Langzeitarchivierungs-/ArchiSig-Verfahren mit
// periodischer Neu-Zeitstempelung (siehe Ticket-Begründung: für ein
// KMU-Mailarchiv ohne qualifiziertes elektronisches Archiv nach eIDAS
// unverhältnismäßig) — ein einmaliger, bei Archivierung erzeugter
// Prüfnachweis reicht aus.
package sigcheck
import (
"bytes"
"context"
"encoding/base64"
"encoding/json"
"errors"
"fmt"
"io"
"mime"
"net/mail"
"strings"
"time"
"go.mozilla.org/pkcs7"
)
// Kind ist die erkannte Signaturart (Akzeptanzkriterium 1).
type Kind string
const (
KindSMIME Kind = "smime"
KindPGP Kind = "pgp"
)
// Status ist einer der drei von Akzeptanzkriterium 2 vorgesehenen
// Ergebniszustände.
type Status string
const (
StatusValid Status = "gueltig"
StatusInvalid Status = "ungueltig"
StatusUnverifiable Status = "pruefung_nicht_moeglich"
)
// Result ist der unveränderlich zu archivierende Prüfnachweis
// (Akzeptanzkriterium 2: Ergebnis, Zertifikatsdaten, Prüfzeitpunkt).
type Result struct {
Kind Kind `json:"kind"`
Status Status `json:"status"`
SignerSubject string `json:"signerSubject,omitempty"`
CertNotBefore time.Time `json:"certNotBefore,omitempty"`
CertNotAfter time.Time `json:"certNotAfter,omitempty"`
CheckedAt time.Time `json:"checkedAt"`
Reason string `json:"reason,omitempty"`
}
// Detect erkennt, ob raw eine signierte Nachricht ist — OHNE die
// Signatur zu prüfen (Akzeptanzkriterium 1). detected=false für jede
// unsignierte Nachricht, die dann KEINE weitere Prüfung durchläuft.
func Detect(raw []byte) (kind Kind, detected bool, err error) {
msg, err := mail.ReadMessage(bytes.NewReader(raw))
if err != nil {
return "", false, err
}
contentType := msg.Header.Get("Content-Type")
if contentType == "" {
return "", false, nil
}
mediaType, params, err := mime.ParseMediaType(contentType)
if err != nil {
return "", false, nil
}
switch {
case mediaType == "application/pkcs7-mime" && strings.EqualFold(params["smime-type"], "signed-data"):
return KindSMIME, true, nil
case mediaType == "multipart/signed":
switch strings.ToLower(params["protocol"]) {
case "application/pkcs7-signature", "application/x-pkcs7-signature":
return KindSMIME, true, nil
case "application/pgp-signature":
return KindPGP, true, nil
}
}
return "", false, nil
}
// Verify prüft eine ALS SIGNIERT ERKANNTE Nachricht (Akzeptanzkriterium
// 2). now ist der Prüfzeitpunkt — im Regelbetrieb time.Now() zum
// Archivierungszeitpunkt, in Tests explizit steuerbar (Pflichtprüfung
// 3: simulierter Zertifikatsablauf nach Archivierung — ein späterer
// Aufruf mit einem SPÄTEREN now kann ein anderes Ergebnis liefern,
// ändert aber nie ein bereits archiviertes Result rückwirkend).
func Verify(raw []byte, kind Kind, now time.Time) (Result, error) {
result := Result{Kind: kind, CheckedAt: now}
if kind == KindPGP {
result.Status = StatusUnverifiable
result.Reason = "PGP/MIME-Signaturprüfung nicht implementiert (bewusste Scope-Grenze, siehe ARC-10-Prüfprotokoll)"
return result, nil
}
if kind != KindSMIME {
return Result{}, errors.New("sigcheck: unbekannte signaturart")
}
msg, err := mail.ReadMessage(bytes.NewReader(raw))
if err != nil {
result.Status = StatusUnverifiable
result.Reason = "nachricht nicht lesbar: " + err.Error()
return result, nil
}
body, err := io.ReadAll(msg.Body)
if err != nil {
result.Status = StatusUnverifiable
result.Reason = "body nicht lesbar: " + err.Error()
return result, nil
}
decoded, err := decodePKCS7Body(msg.Header.Get("Content-Transfer-Encoding"), body)
if err != nil {
result.Status = StatusUnverifiable
result.Reason = "pkcs7-daten nicht dekodierbar: " + err.Error()
return result, nil
}
p7, err := pkcs7.Parse(decoded)
if err != nil {
result.Status = StatusUnverifiable
result.Reason = "pkcs7-struktur nicht lesbar: " + err.Error()
return result, nil
}
if len(p7.Certificates) > 0 {
result.SignerSubject = p7.Certificates[0].Subject.String()
result.CertNotBefore = p7.Certificates[0].NotBefore
result.CertNotAfter = p7.Certificates[0].NotAfter
}
// Kryptographische Prüfung (Signatur + Inhaltsintegrität) — kein
// Vertrauensanker (truststore=nil): für ein KMU-Mailarchiv ohne
// qualifiziertes elektronisches Archiv reicht der Nachweis "diese
// konkrete Signatur wurde mit diesem konkreten Zertifikat über
// diesen konkreten Inhalt erzeugt" (siehe Ticket-Begründung, "kein
// eIDAS-Archiv").
if err := p7.Verify(); err != nil {
result.Status = StatusInvalid
result.Reason = err.Error()
return result, nil
}
// Zusätzliche, explizite Gültigkeitsfensterprüfung GEGEN DEN
// ÜBERGEBENEN PRÜFZEITPUNKT (nicht gegen die reale Systemzeit) —
// Grundlage für Pflichtprüfung 3: ein archiviertes Result bleibt
// unverändert "gültig zum Archivierungszeitpunkt", auch wenn eine
// SPÄTERE Prüfung mit einem SPÄTEREN now auf denselben Rohdaten ein
// anderes Ergebnis liefern würde.
if !result.CertNotBefore.IsZero() && !result.CertNotAfter.IsZero() {
if now.Before(result.CertNotBefore) || now.After(result.CertNotAfter) {
result.Status = StatusInvalid
result.Reason = "zertifikat zum prüfzeitpunkt nicht gültig (außerhalb des gültigkeitsfensters)"
return result, nil
}
}
result.Status = StatusValid
return result, nil
}
func decodePKCS7Body(transferEncoding string, body []byte) ([]byte, error) {
if strings.EqualFold(strings.TrimSpace(transferEncoding), "base64") {
cleaned := strings.Map(func(r rune) rune {
if r == '\r' || r == '\n' || r == ' ' || r == '\t' {
return -1
}
return r
}, string(body))
return base64.StdEncoding.DecodeString(cleaned)
}
return body, nil
}
// Store ist die für Ablage/Abruf des Prüfnachweises benötigte
// Teilmenge von *mail/internal/storage.Service — als Schnittstelle,
// damit dieses Paket storage nicht importieren muss.
type Store interface {
Put(ctx context.Context, key string, r io.Reader, size int64, contentType string) (checksum string, err error)
GetVerified(ctx context.Context, key string) ([]byte, error)
}
// SidecarKey liefert den Objektschlüssel des Prüfnachweises zu einer
// archivierten Nachricht (Akzeptanzkriterium 3: über die Detailansicht
// abrufbar, OHNE die Original-Mail zu verändern — eigenes
// Sidecar-Objekt, gleiche Konvention wie ARC-01s
// Prüfsummen-Sidecar-Objekt).
func SidecarKey(archiveKey string) string {
return archiveKey + ".sigcheck.json"
}
// SaveResult archiviert result UNVERÄNDERLICH als Sidecar-Objekt
// (Akzeptanzkriterium 2).
func SaveResult(ctx context.Context, store Store, archiveKey string, result Result) error {
body, err := json.Marshal(result)
if err != nil {
return fmt.Errorf("sigcheck: ergebnis serialisieren: %w", err)
}
if _, err := store.Put(ctx, SidecarKey(archiveKey), bytes.NewReader(body), int64(len(body)), "application/json"); err != nil {
return fmt.Errorf("sigcheck: ergebnis ablegen: %w", err)
}
return nil
}
// LoadResult ruft den archivierten Prüfnachweis ab (Akzeptanzkriterium
// 3), ohne die Original-Mail zu lesen oder zu verändern.
func LoadResult(ctx context.Context, store Store, archiveKey string) (Result, error) {
raw, err := store.GetVerified(ctx, SidecarKey(archiveKey))
if err != nil {
return Result{}, fmt.Errorf("sigcheck: ergebnis abrufen: %w", err)
}
var result Result
if err := json.Unmarshal(raw, &result); err != nil {
return Result{}, fmt.Errorf("sigcheck: ergebnis parsen: %w", err)
}
return result, nil
}
+316
View File
@@ -0,0 +1,316 @@
package sigcheck
import (
"bytes"
"context"
"crypto/rand"
"crypto/rsa"
"crypto/x509"
"crypto/x509/pkix"
"encoding/base64"
"fmt"
"math/big"
"strings"
"testing"
"time"
"go.mozilla.org/pkcs7"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/storage"
)
// generateTestCert erzeugt ein selbstsigniertes RSA-Testzertifikat —
// keine externe CA nötig (analog zu tlscert.GenerateSelfSigned, ING-06).
func generateTestCert(t *testing.T, notBefore, notAfter time.Time) (*x509.Certificate, *rsa.PrivateKey) {
t.Helper()
key, err := rsa.GenerateKey(rand.Reader, 2048)
if err != nil {
t.Fatalf("schlüssel erzeugen: %v", err)
}
serial, err := rand.Int(rand.Reader, new(big.Int).Lsh(big.NewInt(1), 128))
if err != nil {
t.Fatalf("seriennummer erzeugen: %v", err)
}
template := x509.Certificate{
SerialNumber: serial,
Subject: pkix.Name{CommonName: "ARC-10 Testsignatur"},
NotBefore: notBefore,
NotAfter: notAfter,
KeyUsage: x509.KeyUsageDigitalSignature,
ExtKeyUsage: []x509.ExtKeyUsage{x509.ExtKeyUsageEmailProtection},
}
der, err := x509.CreateCertificate(rand.Reader, &template, &template, &key.PublicKey, key)
if err != nil {
t.Fatalf("zertifikat erzeugen: %v", err)
}
cert, err := x509.ParseCertificate(der)
if err != nil {
t.Fatalf("zertifikat parsen: %v", err)
}
return cert, key
}
// buildSignedMessage signiert plaintext EINMALIG (S/MIME opaque,
// application/pkcs7-mime; smime-type=signed-data) und liefert die
// vollständige RFC822-Rohnachricht.
func buildSignedMessage(t *testing.T, cert *x509.Certificate, key *rsa.PrivateKey, plaintext string) []byte {
t.Helper()
sd, err := pkcs7.NewSignedData([]byte(plaintext))
if err != nil {
t.Fatalf("signeddata erzeugen: %v", err)
}
if err := sd.AddSigner(cert, key, pkcs7.SignerInfoConfig{}); err != nil {
t.Fatalf("signer hinzufügen: %v", err)
}
der, err := sd.Finish()
if err != nil {
t.Fatalf("signatur abschließen: %v", err)
}
return wrapAsRFC822(der)
}
func wrapAsRFC822(pkcs7DER []byte) []byte {
encoded := base64.StdEncoding.EncodeToString(pkcs7DER)
var b bytes.Buffer
b.WriteString("From: absender@example.com\r\n")
b.WriteString("To: empfaenger@example.com\r\n")
b.WriteString("Subject: ARC-10 Testmail\r\n")
b.WriteString("Content-Type: application/pkcs7-mime; smime-type=signed-data; name=\"smime.p7m\"\r\n")
b.WriteString("Content-Transfer-Encoding: base64\r\n")
b.WriteString("\r\n")
for i := 0; i < len(encoded); i += 76 {
end := i + 76
if end > len(encoded) {
end = len(encoded)
}
b.WriteString(encoded[i:end])
b.WriteString("\r\n")
}
return b.Bytes()
}
// TestDetect_UnsignedMessageNotDetected ist Teil der geforderten
// Pflichtprüfung/Akzeptanzkriterium 1: unsignierte Mails durchlaufen
// KEINE zusätzliche Prüfung.
func TestDetect_UnsignedMessageNotDetected(t *testing.T) {
raw := []byte("From: a@example.com\r\nContent-Type: text/plain\r\n\r\nHallo\r\n")
_, detected, err := Detect(raw)
if err != nil {
t.Fatalf("detect: %v", err)
}
if detected {
t.Fatalf("unsignierte nachricht wurde fälschlich als signiert erkannt")
}
}
// TestDetect_SMIMEOpaqueMessageDetected deckt Akzeptanzkriterium 1
// (S/MIME-Erkennung) ab.
func TestDetect_SMIMEOpaqueMessageDetected(t *testing.T) {
now := time.Now()
cert, key := generateTestCert(t, now.Add(-time.Hour), now.Add(time.Hour))
raw := buildSignedMessage(t, cert, key, "Hallo Welt")
kind, detected, err := Detect(raw)
if err != nil {
t.Fatalf("detect: %v", err)
}
if !detected || kind != KindSMIME {
t.Fatalf("erwartete erkannte S/MIME-signatur, habe kind=%q detected=%v", kind, detected)
}
}
// TestDetect_PGPMIMEDetectedButNotCryptographicallyVerified belegt die
// dokumentierte Scope-Grenze: PGP/MIME wird ERKANNT (Akzeptanzkriterium
// 1), Verify liefert aber bewusst "Prüfung nicht möglich"
// (Akzeptanzkriterium 2, einer der drei vorgesehenen Zustände) statt
// eines stillen Fallbacks oder Absturzes.
func TestDetect_PGPMIMEDetectedButNotCryptographicallyVerified(t *testing.T) {
raw := []byte("From: a@example.com\r\n" +
"Content-Type: multipart/signed; protocol=\"application/pgp-signature\"; boundary=\"x\"\r\n\r\n" +
"--x\r\nContent-Type: text/plain\r\n\r\nHallo\r\n--x\r\n" +
"Content-Type: application/pgp-signature\r\n\r\n-----BEGIN PGP SIGNATURE-----\r\n...\r\n-----END PGP SIGNATURE-----\r\n--x--\r\n")
kind, detected, err := Detect(raw)
if err != nil {
t.Fatalf("detect: %v", err)
}
if !detected || kind != KindPGP {
t.Fatalf("erwartete erkannte pgp/mime-signatur, habe kind=%q detected=%v", kind, detected)
}
result, err := Verify(raw, kind, time.Now())
if err != nil {
t.Fatalf("verify: %v", err)
}
if result.Status != StatusUnverifiable {
t.Fatalf("erwartete StatusUnverifiable für pgp/mime, habe: %+v", result)
}
if result.Reason == "" {
t.Fatalf("erwartete erklärenden grund für 'prüfung nicht möglich'")
}
}
// TestVerify_ValidSMIMESignatureRecognizedAsValid ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1 (ARC-10): Test mit einer echten S/MIME-signierten
// Testmail — Prüfergebnis "gültig" korrekt erkannt und archiviert.
func TestVerify_ValidSMIMESignatureRecognizedAsValid(t *testing.T) {
now := time.Now()
cert, key := generateTestCert(t, now.Add(-time.Hour), now.Add(time.Hour))
raw := buildSignedMessage(t, cert, key, "Hallo Welt, dies ist eine echte Testnachricht.")
kind, detected, err := Detect(raw)
if err != nil || !detected {
t.Fatalf("detect: detected=%v err=%v", detected, err)
}
result, err := Verify(raw, kind, now)
if err != nil {
t.Fatalf("verify: %v", err)
}
if result.Status != StatusValid {
t.Fatalf("erwartete StatusValid, habe: %+v", result)
}
if result.SignerSubject == "" {
t.Fatalf("erwartete zertifikatsdaten (SignerSubject) im ergebnis")
}
// Archivieren + Abrufen (Akzeptanzkriterium 2/3), echter LocalDriver.
svc := storage.NewService(storage.NewLocalDriver(t.TempDir()), noopReporter{}, "mandant-arc10")
archiveKey := storage.ArchiveKey("rechnungen@example.com", now, "msg-arc10-valid", 0)
if err := SaveResult(context.Background(), svc, archiveKey, result); err != nil {
t.Fatalf("SaveResult: %v", err)
}
loaded, err := LoadResult(context.Background(), svc, archiveKey)
if err != nil {
t.Fatalf("LoadResult: %v", err)
}
if loaded.Status != StatusValid || loaded.SignerSubject != result.SignerSubject {
t.Fatalf("archivierter nachweis weicht vom ursprünglichen ergebnis ab: %+v vs %+v", loaded, result)
}
}
// TestVerify_TamperedContentDetectedAsInvalid ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2 (ARC-10): Test mit einer signierten Mail mit
// MANIPULIERTEM Inhalt — Prüfergebnis "ungültig" korrekt erkannt. Die
// Manipulation ersetzt ein Byte DIREKT in den signierten PKCS7-DER-
// Rohdaten (gleiche Länge, damit die ASN.1-Struktur syntaktisch gültig
// bleibt) — realistischste Nachbildung eines nachträglich veränderten
// Nachrichteninhalts.
func TestVerify_TamperedContentDetectedAsInvalid(t *testing.T) {
now := time.Now()
cert, key := generateTestCert(t, now.Add(-time.Hour), now.Add(time.Hour))
const plaintext = "Ursprünglicher, signierter Inhalt"
sd, err := pkcs7.NewSignedData([]byte(plaintext))
if err != nil {
t.Fatalf("signeddata: %v", err)
}
if err := sd.AddSigner(cert, key, pkcs7.SignerInfoConfig{}); err != nil {
t.Fatalf("signer: %v", err)
}
der, err := sd.Finish()
if err != nil {
t.Fatalf("finish: %v", err)
}
// Denselben Byte-Bereich (den signierten Klartext innerhalb der DER-
// Struktur) durch einen gleich langen, ANDEREN Text ersetzen.
tampered := []byte("Veraenderter, NICHT signiert Ihalt") // exakt gleiche Länge wie plaintext
if len(tampered) != len(plaintext) {
t.Fatalf("testfehler: manipulierter text muss exakt gleich lang sein (%d vs %d)", len(tampered), len(plaintext))
}
idx := bytes.Index(der, []byte(plaintext))
if idx < 0 {
t.Fatalf("testfehler: klartext nicht in den signierten rohdaten gefunden")
}
tamperedDER := append([]byte{}, der...)
copy(tamperedDER[idx:idx+len(tampered)], tampered)
raw := wrapAsRFC822(tamperedDER)
kind, detected, err := Detect(raw)
if err != nil || !detected {
t.Fatalf("detect: detected=%v err=%v", detected, err)
}
result, err := Verify(raw, kind, now)
if err != nil {
t.Fatalf("verify: %v", err)
}
if result.Status != StatusInvalid {
t.Fatalf("erwartete StatusInvalid für manipulierten inhalt, habe: %+v", result)
}
if result.Reason == "" {
t.Fatalf("erwartete erklärenden grund für 'ungültig'")
}
}
// TestVerify_ArchivedResultUnaffectedBySimulatedLaterCertificateExpiry
// ist die geforderte Pflichtprüfung 3 (ARC-10): simulierter
// Zertifikatsablauf NACH Archivierung — der archivierte Prüfnachweis
// bleibt unverändert abrufbar und zeigt weiterhin "zum
// Archivierungszeitpunkt gültig", obwohl eine SPÄTERE Live-Prüfung
// derselben Rohdaten mit einem SPÄTEREN Prüfzeitpunkt "ungültig"
// (abgelaufen) ergäbe.
func TestVerify_ArchivedResultUnaffectedBySimulatedLaterCertificateExpiry(t *testing.T) {
archivalTime := time.Now()
// Zertifikat gültig ab knapp vor archivalTime bis kurz danach —
// bewusst ein enges Fenster, damit ein SPÄTERER Prüfzeitpunkt
// eindeutig außerhalb liegt.
certNotBefore := archivalTime.Add(-time.Minute)
certNotAfter := archivalTime.Add(time.Minute)
cert, key := generateTestCert(t, certNotBefore, certNotAfter)
raw := buildSignedMessage(t, cert, key, "Nachweis für langfristige Aufbewahrung")
kind, detected, err := Detect(raw)
if err != nil || !detected {
t.Fatalf("detect: detected=%v err=%v", detected, err)
}
// 1. Prüfung UND Archivierung ZUM ARCHIVIERUNGSZEITPUNKT (Zertifikat
// gültig).
archivedResult, err := Verify(raw, kind, archivalTime)
if err != nil {
t.Fatalf("verify (archivierung): %v", err)
}
if archivedResult.Status != StatusValid {
t.Fatalf("erwartete gültige signatur zum archivierungszeitpunkt, habe: %+v", archivedResult)
}
svc := storage.NewService(storage.NewLocalDriver(t.TempDir()), noopReporter{}, "mandant-arc10-expiry")
archiveKey := storage.ArchiveKey("vertraege@example.com", archivalTime, "msg-arc10-expiry", 0)
if err := SaveResult(context.Background(), svc, archiveKey, archivedResult); err != nil {
t.Fatalf("SaveResult: %v", err)
}
// 2. SIMULIERT SPÄTERER Prüfzeitpunkt, NACH Ablauf des Zertifikats —
// eine hypothetische, NICHT gespeicherte Live-Neuprüfung derselben
// Rohdaten ergäbe jetzt "ungültig" (abgelaufen).
muchLater := certNotAfter.Add(365 * 24 * time.Hour)
liveCheckLater, err := Verify(raw, kind, muchLater)
if err != nil {
t.Fatalf("verify (simulierte spätere prüfung): %v", err)
}
if liveCheckLater.Status != StatusInvalid {
t.Fatalf("erwartete ungültig bei simulierter live-prüfung nach zertifikatsablauf, habe: %+v", liveCheckLater)
}
if !strings.Contains(liveCheckLater.Reason, "gültig") {
t.Fatalf("erwartete erkennbaren gültigkeitsfenster-grund, habe: %q", liveCheckLater.Reason)
}
// 3. Der BEREITS ARCHIVIERTE Nachweis bleibt UNVERÄNDERT abrufbar und
// zeigt weiterhin "gültig" — er wird durch die spätere,
// NICHT-persistierte Live-Prüfung nicht berührt.
loaded, err := LoadResult(context.Background(), svc, archiveKey)
if err != nil {
t.Fatalf("LoadResult: %v", err)
}
if loaded.Status != StatusValid {
t.Fatalf("archivierter nachweis hat sich rückwirkend verändert, erwartete weiterhin StatusValid, habe: %+v", loaded)
}
if !loaded.CheckedAt.Equal(archivalTime.Truncate(time.Second)) && loaded.CheckedAt.Sub(archivalTime).Abs() > time.Second {
t.Fatalf("archivierter prüfzeitpunkt hat sich verändert: %v vs ursprünglich %v", loaded.CheckedAt, archivalTime)
}
}
type noopReporter struct{}
func (noopReporter) Report(context.Context, string, string, int64) error { return nil }
var _ = fmt.Sprintf // Platzhalter, falls fmt künftig entfällt
@@ -0,0 +1,215 @@
// Integrationstest (ARC-09): echte Postgres-Instanz (mailboxconfig.Store)
// und echte MinIO-Instanz (storage.UsageCounter) — dieselbe
// Umgebungsvariablen-Konvention wie mail/internal/storage
// (TEST_S3_...) und mail/internal/mailboxconfig (TEST_TENANT_DSN).
package smtp
import (
"context"
"net"
"os"
"strings"
"testing"
"time"
"github.com/aws/aws-sdk-go-v2/aws"
"github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/s3"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgxpool"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/crypto"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/mailboxconfig"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/quota"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/storage"
)
type fixedKEKProvider struct{}
func (fixedKEKProvider) TenantKEK(context.Context, string) ([]byte, error) {
return make([]byte, crypto.KEKSize), nil
}
// TestIntegration_UsageDisplayMatchesRealSizeAndEnforcesQuota ist die
// geforderte Pflichtprüfung 3 (ARC-09): Verbrauchsanzeige je Postfach
// im Test korrekt gegen tatsächliche Größe geprüft — UND end-to-end:
// echte Bytes real in einen echten, ARC-06-provisionierten Bucket
// geschrieben, echte Verbrauchsmessung (S3-Listing), echtes
// konfiguriertes Limit in Postgres, echte SMTP-RCPT-TO-Ablehnung, sobald
// der reale Verbrauch das reale Limit erreicht.
func TestIntegration_UsageDisplayMatchesRealSizeAndEnforcesQuota(t *testing.T) {
dsn := os.Getenv("TEST_TENANT_DSN")
s3Endpoint := os.Getenv("TEST_S3_ENDPOINT")
if dsn == "" || s3Endpoint == "" {
t.Skip("TEST_TENANT_DSN/TEST_S3_ENDPOINT nicht gesetzt, Integrationstest übersprungen")
}
ctx := context.Background()
tenant := "mandant-arc09-integration"
mailbox := "rechnungen@example.com"
pool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("pool: %v", err)
}
t.Cleanup(pool.Close) // siehe registryPool weiter unten: Cleanup statt defer
mbStore := mailboxconfig.NewStore(pool, crypto.NewService(fixedKEKProvider{}))
if err := mbStore.EnsureSchema(ctx); err != nil {
t.Fatalf("mailboxconfig schema: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
_, _ = pool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM mail_mailboxes WHERE tenant_slug = $1`, tenant)
})
mailboxID, err := mbStore.Create(ctx, tenant, mailboxconfig.CreateInput{
Name: mailbox, IMAPHost: "imap.example.com", IMAPPort: 993,
IMAPUsername: "user", Password: "geheim", FolderSelection: []string{"INBOX"}, IntervalSeconds: 300,
})
if err != nil {
t.Fatalf("postfach anlegen: %v", err)
}
_ = mailboxID
s3Admin, err := storage.NewS3AdminClient(ctx, "us-east-1", s3Endpoint, os.Getenv("TEST_S3_ACCESS_KEY"), os.Getenv("TEST_S3_SECRET_KEY"), true)
if err != nil {
t.Fatalf("s3-admin-client: %v", err)
}
registryPool, err := pgxpool.New(ctx, dsn)
if err != nil {
t.Fatalf("registry-pool: %v", err)
}
// t.Cleanup statt defer: muss NACH dem unten registrierten
// Lösch-Cleanup schließen (t.Cleanup läuft LIFO, defer würde VOR
// jedem t.Cleanup laufen und den Pool bereits schließen, bevor die
// Aufräum-Löschung ihn benutzen kann — genau der Fehler, der beim
// ersten Lauf dieses Tests eine verwaiste Registry-Zeile hinterließ).
t.Cleanup(registryPool.Close)
if _, err := registryPool.Exec(ctx, `
CREATE TABLE IF NOT EXISTS tenants (
id UUID PRIMARY KEY DEFAULT gen_random_uuid(), slug TEXT NOT NULL UNIQUE, name TEXT NOT NULL,
db_dsn TEXT NOT NULL, status TEXT NOT NULL DEFAULT 'active', created_at TIMESTAMPTZ NOT NULL DEFAULT now()
)
`); err != nil {
t.Fatalf("tenants-tabelle: %v", err)
}
bucket, err := storage.ProvisionTenant(ctx, registryPool, s3Admin, tenant, "ARC-09 Integrationstest", "postgresql://x")
if err != nil {
t.Fatalf("ProvisionTenant: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
_, _ = registryPool.Exec(context.Background(), `DELETE FROM tenants WHERE slug = $1`, tenant)
})
t.Cleanup(func() {
ctx := context.Background()
out, err := s3Admin.ListObjectsV2(ctx, &s3.ListObjectsV2Input{Bucket: aws.String(bucket)})
if err == nil {
for _, obj := range out.Contents {
_, _ = s3Admin.DeleteObject(ctx, &s3.DeleteObjectInput{Bucket: aws.String(bucket), Key: obj.Key})
}
}
_, _ = s3Admin.DeleteBucket(ctx, &s3.DeleteBucketInput{Bucket: aws.String(bucket)})
})
usageReporter := noopUsageReporterForTest{}
storageSvc := storage.NewService(mustS3Driver(t, ctx, bucket, s3Endpoint), usageReporter, tenant)
// Echte 5000 Bytes real ablegen (unter ARC-04s Postfach-Präfix).
const contentSize = 5000
content := strings.Repeat("A", contentSize)
key := storage.ArchiveKey(mailbox, time.Now(), "msg-arc09-1", 0)
if _, err := storageSvc.Put(ctx, key, strings.NewReader(content), int64(len(content)), "text/plain"); err != nil {
t.Fatalf("objekt ablegen: %v", err)
}
t.Cleanup(func() {
_ = storageSvc.Delete(context.Background(), key, int64(len(content)))
})
usageCounter := storage.NewUsageCounter(s3Admin)
// Echte Verbrauchsmessung gegen die tatsächliche Größe geprüft
// (Pflichtprüfung 3, wörtlich).
measured, err := usageCounter.UsageBytes(ctx, tenant, mailbox)
if err != nil {
t.Fatalf("UsageBytes: %v", err)
}
if measured < contentSize {
t.Fatalf("gemessener verbrauch %d liegt unter der tatsächlich abgelegten größe %d (checksum-sidecar zählt zusätzlich mit, muss also >= sein)", measured, contentSize)
}
// Limit knapp UNTER dem tatsächlichen Verbrauch setzen — Postfach
// muss jetzt als "am Limit" gelten.
if err := mbStore.SetQuotaBytes(ctx, tenant, mailbox, measured-1); err != nil {
t.Fatalf("quota setzen: %v", err)
}
checker := quota.NewChecker(mbStore, usageCounter)
srv := NewServerWithMaxMessageBytesTLSLoggerRateLimitGuardAndQuota(
&fakeSink{}, defaultMaxMessageBytes, nil, nil, tenant, nil, protoguard.DefaultConfig(), checker,
)
addr, stop := startRealServer(t, srv)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
c.send(t, "EHLO client.example.com")
for {
line := c.readLine(t)
if strings.HasPrefix(line, "250 ") {
break
}
}
c.send(t, "MAIL FROM:<absender@example.com>")
resp := c.send(t, "RCPT TO:<"+mailbox+">")
if code(resp) != "552" {
t.Fatalf("erwartete 552 (reales limit real überschritten), habe: %q", resp)
}
// Limit großzügig ÜBER dem tatsächlichen Verbrauch setzen — dasselbe
// Postfach muss jetzt wieder akzeptiert werden.
if err := mbStore.SetQuotaBytes(ctx, tenant, mailbox, measured*10); err != nil {
t.Fatalf("quota erhöhen: %v", err)
}
c2 := dial(t, addr)
defer c2.close()
c2.send(t, "EHLO client.example.com")
for {
line := c2.readLine(t)
if strings.HasPrefix(line, "250 ") {
break
}
}
c2.send(t, "MAIL FROM:<absender@example.com>")
resp2 := c2.send(t, "RCPT TO:<"+mailbox+">")
if code(resp2) != "250" {
t.Fatalf("erwartete 250 nach limit-erhöhung, habe: %q", resp2)
}
}
type noopUsageReporterForTest struct{}
func (noopUsageReporterForTest) Report(context.Context, string, string, int64) error { return nil }
func mustS3Driver(t *testing.T, ctx context.Context, bucket, endpoint string) *storage.S3Driver {
t.Helper()
driver, err := storage.NewS3Driver(ctx, bucket, "us-east-1", endpoint, os.Getenv("TEST_S3_ACCESS_KEY"), os.Getenv("TEST_S3_SECRET_KEY"), true)
if err != nil {
t.Fatalf("s3-driver: %v", err)
}
return driver
}
func startRealServer(t *testing.T, srv *Server) (addr string, stop func()) {
t.Helper()
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
done := make(chan struct{})
go func() {
_ = srv.Serve(ctx, listener)
close(done)
}()
return listener.Addr().String(), func() {
cancel()
<-done
}
}
+155
View File
@@ -0,0 +1,155 @@
package smtp
import (
"context"
"net"
"strings"
"testing"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
)
// fakeQuotaChecker ist ein In-Memory-Fake für QuotaChecker — reine
// Protokolltests brauchen keine echte Postgres-/S3-Instanz.
type fakeQuotaChecker struct {
blocked map[string]bool // mailbox -> am limit
}
func (f fakeQuotaChecker) Allowed(_ context.Context, _, mailbox string) (bool, error) {
return !f.blocked[mailbox], nil
}
func startQuotaTestServer(t *testing.T, sink MessageSink, checker QuotaChecker) (addr string, stop func()) {
t.Helper()
srv := NewServerWithMaxMessageBytesTLSLoggerRateLimitGuardAndQuota(
sink, defaultMaxMessageBytes, nil, nil, "mandant-arc09", nil, protoguard.DefaultConfig(), checker,
)
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
done := make(chan struct{})
go func() {
_ = srv.Serve(ctx, listener)
close(done)
}()
return listener.Addr().String(), func() {
cancel()
<-done
}
}
// TestRcptTo_QuotaExceededRejectedWithCorrectSMTPError ist die
// geforderte Pflichtprüfung 1 (ARC-09): Postfach-Quota erreicht, neue
// eingehende Mail wird mit korrekter SMTP-Fehlermeldung (552, RFC 5321
// "exceeded storage allocation") abgelehnt, NICHT stillschweigend
// verworfen.
func TestRcptTo_QuotaExceededRejectedWithCorrectSMTPError(t *testing.T) {
sink := &fakeSink{}
checker := fakeQuotaChecker{blocked: map[string]bool{"voll@example.com": true}}
addr, stop := startQuotaTestServer(t, sink, checker)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
c.send(t, "EHLO client.example.com")
for {
line := c.readLine(t)
if strings.HasPrefix(line, "250 ") {
break
}
}
c.send(t, "MAIL FROM:<a@example.com>")
resp := c.send(t, "RCPT TO:<voll@example.com>")
if code(resp) != "552" {
t.Fatalf("erwartete 552 (quota überschritten), habe: %q", resp)
}
if !strings.Contains(resp, "quota") {
t.Fatalf("erwartete erkennbare quota-fehlermeldung, habe: %q", resp)
}
// Session bleibt funktionsfähig — kein Verbindungsabbruch, keine
// stillschweigende Verwerfung.
if resp := c.send(t, "NOOP"); code(resp) != "250" {
t.Fatalf("session nach quota-ablehnung nicht mehr funktionsfähig: %q", resp)
}
if sink.count() != 0 {
t.Fatalf("erwartete keine angenommene nachricht bei quota-ablehnung, habe %d", sink.count())
}
}
// TestRcptTo_OtherMailboxUnaffectedWhenOneAtLimit ist die geforderte
// Pflichtprüfung 2 (ARC-09): ein anderes Postfach desselben Tenants
// empfängt weiterhin normal, während eines am Limit ist.
func TestRcptTo_OtherMailboxUnaffectedWhenOneAtLimit(t *testing.T) {
sink := &fakeSink{}
checker := fakeQuotaChecker{blocked: map[string]bool{"voll@example.com": true}}
addr, stop := startQuotaTestServer(t, sink, checker)
defer stop()
// Erste, VOLLSTÄNDIGE Transaktion an das Postfach am Limit —
// abgelehnt.
c1 := dial(t, addr)
c1.send(t, "EHLO client.example.com")
for {
line := c1.readLine(t)
if strings.HasPrefix(line, "250 ") {
break
}
}
c1.send(t, "MAIL FROM:<a@example.com>")
if resp := c1.send(t, "RCPT TO:<voll@example.com>"); code(resp) != "552" {
t.Fatalf("erwartete 552 für volles postfach, habe: %q", resp)
}
c1.close()
// Zweite, unabhängige Transaktion an ein ANDERES Postfach desselben
// Tenants — muss vollständig normal durchlaufen.
c2 := dial(t, addr)
defer c2.close()
c2.send(t, "EHLO client.example.com")
for {
line := c2.readLine(t)
if strings.HasPrefix(line, "250 ") {
break
}
}
c2.send(t, "MAIL FROM:<a@example.com>")
if resp := c2.send(t, "RCPT TO:<frei@example.com>"); code(resp) != "250" {
t.Fatalf("erwartete 250 für unbeschränktes postfach, habe: %q", resp)
}
if resp := c2.send(t, "DATA"); code(resp) != "354" {
t.Fatalf("erwartete 354, habe: %q", resp)
}
if resp := c2.send(t, "Subject: test\r\n\r\nHallo\r\n."); code(resp) != "250" {
t.Fatalf("erwartete 250 nach abgeschlossener DATA, habe: %q", resp)
}
if sink.count() != 1 {
t.Fatalf("erwartete 1 angenommene nachricht für das freie postfach, habe %d", sink.count())
}
}
// TestRcptTo_NoQuotaCheckerAllowsAll stellt sicher, dass ohne
// konfigurierten QuotaChecker (nil, Rückwärtskompatibilität) alle
// Empfänger wie vor ARC-09 akzeptiert werden.
func TestRcptTo_NoQuotaCheckerAllowsAll(t *testing.T) {
sink := &fakeSink{}
addr, stop := startTestServer(t, sink, defaultMaxMessageBytes)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
c.send(t, "EHLO client.example.com")
for {
line := c.readLine(t)
if strings.HasPrefix(line, "250 ") {
break
}
}
c.send(t, "MAIL FROM:<a@example.com>")
if resp := c.send(t, "RCPT TO:<beliebig@example.com>"); code(resp) != "250" {
t.Fatalf("erwartete 250 ohne quotachecker, habe: %q", resp)
}
}
+17 -1
View File
@@ -95,7 +95,7 @@ func (s *Session) handleMailFrom(arg string) bool {
// handleRcptTo ist Teil des Envelope-Aufbaus (Akzeptanzkriterium 1): // handleRcptTo ist Teil des Envelope-Aufbaus (Akzeptanzkriterium 1):
// jede Empfängeradresse wird vor der Annahme validiert; mehrere RCPT TO // jede Empfängeradresse wird vor der Annahme validiert; mehrere RCPT TO
// sind erlaubt. // sind erlaubt.
func (s *Session) handleRcptTo(arg string) bool { func (s *Session) handleRcptTo(ctx context.Context, arg string) bool {
if s.state != MailFromSet && s.state != RcptToSet { if s.state != MailFromSet && s.state != RcptToSet {
return s.reply(503, "send MAIL FROM first") == nil return s.reply(503, "send MAIL FROM first") == nil
} }
@@ -108,6 +108,22 @@ func (s *Session) handleRcptTo(arg string) bool {
// SMTP-Fehlermeldung statt Absturz oder Verbindungsabbruch. // SMTP-Fehlermeldung statt Absturz oder Verbindungsabbruch.
return s.reply(553, "invalid recipient address") == nil return s.reply(553, "invalid recipient address") == nil
} }
if s.quotaChecker != nil {
// ARC-09 Akzeptanzkriterium 2: ein Postfach am Limit lehnt neue
// eingehende Mail mit klarer, protokollgerechter SMTP-Fehlermeldung
// ab (552 = RFC 5321 "exceeded storage allocation") — an RCPT TO
// geprüft, BEVOR die Nachricht überhaupt übertragen wird, statt
// nach vollständigem DATA-Empfang zu verwerfen. addr (der
// Empfänger) ist der Postfachbezug — dasselbe mailbox-Feld wie
// mail/internal/storage.ArchiveKey/mail/internal/mailboxconfig.
allowed, err := s.quotaChecker.Allowed(ctx, s.tenantID, addr)
if err != nil {
return s.reply(451, "unable to verify mailbox quota, try again later") == nil
}
if !allowed {
return s.reply(552, "mailbox quota exceeded for "+addr) == nil
}
}
s.to = append(s.to, addr) s.to = append(s.to, addr)
s.state = RcptToSet s.state = RcptToSet
return s.reply(250, "OK") == nil return s.reply(250, "OK") == nil
+10 -1
View File
@@ -38,6 +38,7 @@ type Server struct {
tenantID string tenantID string
acceptLimiter *ratelimit.Limiter acceptLimiter *ratelimit.Limiter
quotaChecker QuotaChecker
} }
func NewServer(sink MessageSink) *Server { func NewServer(sink MessageSink) *Server {
@@ -80,6 +81,14 @@ func NewServerWithMaxMessageBytesTLSLoggerRateLimitAndGuardConfig(sink MessageSi
return &Server{sink: sink, maxMessageBytes: maxMessageBytes, tlsConfig: tlsConfig, logger: logger, tenantID: tenantID, acceptLimiter: acceptLimiter, guardCfg: guardCfg} return &Server{sink: sink, maxMessageBytes: maxMessageBytes, tlsConfig: tlsConfig, logger: logger, tenantID: tenantID, acceptLimiter: acceptLimiter, guardCfg: guardCfg}
} }
// NewServerWithMaxMessageBytesTLSLoggerRateLimitGuardAndQuota erlaubt
// zusätzlich Postfach-Quota-Prüfung bei RCPT TO (ARC-09).
// quotaChecker darf nil sein (Quota-Prüfung dann deaktiviert,
// Rückwärtskompatibilität zu ING-01..QA-04).
func NewServerWithMaxMessageBytesTLSLoggerRateLimitGuardAndQuota(sink MessageSink, maxMessageBytes int64, tlsConfig *tls.Config, logger *slog.Logger, tenantID string, acceptLimiter *ratelimit.Limiter, guardCfg protoguard.Config, quotaChecker QuotaChecker) *Server {
return &Server{sink: sink, maxMessageBytes: maxMessageBytes, tlsConfig: tlsConfig, logger: logger, tenantID: tenantID, acceptLimiter: acceptLimiter, guardCfg: guardCfg, quotaChecker: quotaChecker}
}
// Serve nimmt Verbindungen auf listener an, bis ctx beendet wird. // Serve nimmt Verbindungen auf listener an, bis ctx beendet wird.
func (srv *Server) Serve(ctx context.Context, listener net.Listener) error { func (srv *Server) Serve(ctx context.Context, listener net.Listener) error {
go func() { go func() {
@@ -99,7 +108,7 @@ func (srv *Server) Serve(ctx context.Context, listener net.Listener) error {
} }
return fmt.Errorf("smtp: verbindung annehmen: %w", err) return fmt.Errorf("smtp: verbindung annehmen: %w", err)
} }
session := newSession(conn, srv.sink, srv.maxMessageBytes, srv.tlsConfig, srv.logger, srv.tenantID, srv.acceptLimiter, srv.guardCfg) session := newSession(conn, srv.sink, srv.maxMessageBytes, srv.tlsConfig, srv.logger, srv.tenantID, srv.acceptLimiter, srv.guardCfg, srv.quotaChecker)
go session.Serve(ctx) go session.Serve(ctx)
} }
} }
+13 -2
View File
@@ -15,6 +15,15 @@ import (
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/ratelimit" "gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/ratelimit"
) )
// QuotaChecker prüft, ob ein Postfach noch innerhalb seines
// konfigurierten Speicherlimits ist (ARC-09). Erfüllt von
// *quota.Checker — als schmale Schnittstelle definiert, damit dieses
// Paket quota nicht importieren muss (keine Kopplung an dessen
// LimitProvider/UsageProvider-Abhängigkeiten).
type QuotaChecker interface {
Allowed(ctx context.Context, tenantSlug, mailbox string) (bool, error)
}
// maxCommandLineBytes begrenzt eine einzelne Kommando-/DATA-Zeile // maxCommandLineBytes begrenzt eine einzelne Kommando-/DATA-Zeile
// (defensive Fehlerbehandlung bei nicht-konformen Gegenstellen statt // (defensive Fehlerbehandlung bei nicht-konformen Gegenstellen statt
// optimistischem Parsing, gleiche Konvention wie mail/internal/imap und // optimistischem Parsing, gleiche Konvention wie mail/internal/imap und
@@ -46,6 +55,7 @@ type Session struct {
tenantID string tenantID string
acceptLimiter *ratelimit.Limiter // ING-09, nil = kein Rate-Limiting acceptLimiter *ratelimit.Limiter // ING-09, nil = kein Rate-Limiting
quotaChecker QuotaChecker // ARC-09, nil = keine Quota-Prüfung
guard *protoguard.Guard // QA-04-Nachtrag zu ING-07 guard *protoguard.Guard // QA-04-Nachtrag zu ING-07
@@ -54,7 +64,7 @@ type Session struct {
to []string to []string
} }
func newSession(conn net.Conn, sink MessageSink, maxMessageBytes int64, tlsConfig *tls.Config, logger *slog.Logger, tenantID string, acceptLimiter *ratelimit.Limiter, guardCfg protoguard.Config) *Session { func newSession(conn net.Conn, sink MessageSink, maxMessageBytes int64, tlsConfig *tls.Config, logger *slog.Logger, tenantID string, acceptLimiter *ratelimit.Limiter, guardCfg protoguard.Config, quotaChecker QuotaChecker) *Session {
_, alreadyTLS := conn.(*tls.Conn) _, alreadyTLS := conn.(*tls.Conn)
return &Session{ return &Session{
conn: conn, conn: conn,
@@ -67,6 +77,7 @@ func newSession(conn net.Conn, sink MessageSink, maxMessageBytes int64, tlsConfi
log: protolog.NewSessionLogger(logger, "smtp"), log: protolog.NewSessionLogger(logger, "smtp"),
tenantID: tenantID, tenantID: tenantID,
acceptLimiter: acceptLimiter, acceptLimiter: acceptLimiter,
quotaChecker: quotaChecker,
guard: protoguard.New(guardCfg), guard: protoguard.New(guardCfg),
state: Greeting, state: Greeting,
} }
@@ -153,7 +164,7 @@ func (s *Session) dispatch(ctx context.Context, verb, arg string) bool {
case "MAIL": case "MAIL":
return s.handleMailFrom(arg) return s.handleMailFrom(arg)
case "RCPT": case "RCPT":
return s.handleRcptTo(arg) return s.handleRcptTo(ctx, arg)
case "DATA": case "DATA":
return s.handleData(ctx) return s.handleData(ctx)
case "RSET": case "RSET":
+75
View File
@@ -0,0 +1,75 @@
// ARC-04: Aufbewahrungsstruktur nach Mandant/Postfach/Jahr. Mandant ist
// bereits durch den physisch getrennten Bucket (ARC-06) abgebildet —
// ArchiveKey deckt Postfach und Jahr INNERHALB des Buckets ab, als
// eigener, additiver Schlüssel-Konstruktor neben dem bereits
// bestehenden, flachen ObjectKey (ARC-01, weiterhin unverändert für
// bestehende Aufrufer wie mail/internal/mailapi — kein Umbau
// angrenzender Bereiche).
package storage
import (
"strconv"
"strings"
"time"
)
// Fallback-Segmente (Akzeptanzkriterium 3): fehlende/abweichende
// Metadaten führen zu einem DOKUMENTIERTEN Fallback-Pfad statt einem
// Ablagefehler.
const (
FallbackMailboxSegment = "postfach-unbekannt"
FallbackYearSegment = "jahr-unbekannt"
)
// ArchiveKey liefert den kanonischen Objektschlüssel für einen
// archivierten Mail-Anhang/-Teil nach dem Schema Postfach/Jahr
// (Akzeptanzkriterium 1) — innerhalb des bereits mandantenspezifischen
// Buckets. sentAt darf der Nullwert sein und mailbox leer
// (Akzeptanzkriterium 3): beides führt zum jeweiligen Fallback-Segment,
// nie zu einem Fehler.
func ArchiveKey(mailbox string, sentAt time.Time, messageID string, partIndex int) string {
return ArchiveYearPrefix(mailbox, yearOf(sentAt)) + ObjectKey(messageID, partIndex)
}
// ArchiveYearPrefix liefert den Verzeichnispräfix EINES Postfach-Jahrs
// (Akzeptanzkriterium 2: Grundlage für spätere Retention-Regeln OHNE
// Migration — ein Retention-Job kann alle Objekte eines Postfachs/
// Jahrs direkt über diesen Präfix auflisten, ohne die bereits
// abgelegten Schlüssel umzubenennen oder neu zu strukturieren).
func ArchiveYearPrefix(mailbox string, year int) string {
mailboxSegment := sanitizeSegment(mailbox)
if mailboxSegment == "" {
mailboxSegment = FallbackMailboxSegment
}
yearSegment := FallbackYearSegment
if year > 0 {
yearSegment = strconv.Itoa(year)
}
return "postfach/" + mailboxSegment + "/" + yearSegment + "/"
}
// ArchiveMailboxPrefix liefert den Präfix ALLER Jahre eines Postfachs
// (ohne Jahressegment) — Grundlage für eine reale
// Postfach-Verbrauchsmessung über alle Jahre hinweg (ARC-09).
func ArchiveMailboxPrefix(mailbox string) string {
mailboxSegment := sanitizeSegment(mailbox)
if mailboxSegment == "" {
mailboxSegment = FallbackMailboxSegment
}
return "postfach/" + mailboxSegment + "/"
}
func yearOf(t time.Time) int {
if t.IsZero() {
return 0
}
return t.UTC().Year()
}
// sanitizeSegment entfernt Pfadtrenner aus einem Postfachnamen, damit
// er nie versehentlich zusätzliche Verzeichnisebenen erzeugt (z. B. ein
// Postfachname, der ein "/" enthält).
func sanitizeSegment(raw string) string {
raw = strings.TrimSpace(raw)
return strings.ReplaceAll(raw, "/", "_")
}
+93
View File
@@ -0,0 +1,93 @@
package storage
import (
"strings"
"testing"
"time"
)
// TestArchiveKey_MultipleYearsProduceSeparateYearFolders ist die
// geforderte Pflichtprüfung 1 (ARC-04): Import über mehrere Jahre
// erzeugt korrekt getrennte Jahresordner.
func TestArchiveKey_MultipleYearsProduceSeparateYearFolders(t *testing.T) {
sent2019 := time.Date(2019, 3, 1, 0, 0, 0, 0, time.UTC)
sent2024 := time.Date(2024, 11, 1, 0, 0, 0, 0, time.UTC)
key2019 := ArchiveKey("INBOX", sent2019, "msg-a", 0)
key2024 := ArchiveKey("INBOX", sent2024, "msg-b", 0)
if !strings.HasPrefix(key2019, "postfach/INBOX/2019/") {
t.Fatalf("erwartete jahresordner 2019, habe: %q", key2019)
}
if !strings.HasPrefix(key2024, "postfach/INBOX/2024/") {
t.Fatalf("erwartete jahresordner 2024, habe: %q", key2024)
}
if key2019 == key2024 {
t.Fatalf("erwartete unterschiedliche schlüssel für unterschiedliche jahre")
}
}
// TestArchiveKey_MissingMailboxUsesDocumentedFallback ist die
// geforderte Pflichtprüfung 2 (ARC-04): fehlendes Postfach-Attribut
// nutzt den dokumentierten Fallback statt eines Ablagefehlers.
func TestArchiveKey_MissingMailboxUsesDocumentedFallback(t *testing.T) {
key := ArchiveKey("", time.Date(2024, 1, 1, 0, 0, 0, 0, time.UTC), "msg-a", 0)
if !strings.Contains(key, "/"+FallbackMailboxSegment+"/") {
t.Fatalf("erwartete fallback-postfach-segment %q, habe: %q", FallbackMailboxSegment, key)
}
}
// TestArchiveKey_MissingSentAtUsesDocumentedFallback belegt denselben
// Fallback-Grundsatz für ein fehlendes (Null-)Sendedatum.
func TestArchiveKey_MissingSentAtUsesDocumentedFallback(t *testing.T) {
key := ArchiveKey("INBOX", time.Time{}, "msg-a", 0)
if !strings.Contains(key, "/"+FallbackYearSegment+"/") {
t.Fatalf("erwartete fallback-jahr-segment %q, habe: %q", FallbackYearSegment, key)
}
}
// TestArchiveKey_NeverErrorsOnAnyInput bestätigt, dass ArchiveKey für
// KEINE Eingabekombination fehlschlägt (Akzeptanzkriterium 3:
// "definierter Fallback-Pfad, nicht Ablagefehler" — ArchiveKey liefert
// bewusst keinen error-Rückgabewert, weil es strukturell keinen
// Fehlerfall gibt).
func TestArchiveKey_NeverErrorsOnAnyInput(t *testing.T) {
inputs := []struct {
mailbox string
sentAt time.Time
}{
{"", time.Time{}},
{"Postfach/Mit/Slashes", time.Time{}},
{" ", time.Date(1970, 1, 1, 0, 0, 0, 0, time.UTC)},
}
for _, in := range inputs {
key := ArchiveKey(in.mailbox, in.sentAt, "msg", 0)
if key == "" {
t.Fatalf("erwartete nicht-leeren schlüssel für eingabe %+v", in)
}
}
}
// TestArchiveYearPrefix_FoundationForRetentionWithoutMigration ist die
// geforderte Pflichtprüfung für Akzeptanzkriterium 2: die Struktur ist
// Grundlage für spätere Retention-Regeln ohne Migration — ein
// Retention-Job kann den Präfix EINES Postfach-Jahrs berechnen und
// findet darunter GENAU die zuvor mit ArchiveKey abgelegten Schlüssel
// desselben Postfachs/Jahrs, ohne dass an den bereits abgelegten
// Schlüsseln irgendetwas umbenannt werden müsste.
func TestArchiveYearPrefix_FoundationForRetentionWithoutMigration(t *testing.T) {
sent2022 := time.Date(2022, 6, 15, 0, 0, 0, 0, time.UTC)
key := ArchiveKey("Rechnungen", sent2022, "msg-x", 3)
prefix := ArchiveYearPrefix("Rechnungen", 2022)
if !strings.HasPrefix(key, prefix) {
t.Fatalf("ArchiveKey %q liegt nicht unter dem für retention berechenbaren präfix %q", key, prefix)
}
// Ein anderes Jahr desselben Postfachs liegt NICHT unter demselben
// Präfix — Retention kann Jahre gezielt einzeln adressieren.
otherYearPrefix := ArchiveYearPrefix("Rechnungen", 2023)
if strings.HasPrefix(key, otherYearPrefix) {
t.Fatalf("ArchiveKey %q hätte NICHT unter dem 2023-präfix liegen dürfen", key)
}
}
+55
View File
@@ -0,0 +1,55 @@
package storage
import (
"context"
"fmt"
"github.com/aws/aws-sdk-go-v2/aws"
"github.com/aws/aws-sdk-go-v2/service/s3"
)
// UsageCounter misst den TATSÄCHLICHEN Speicherverbrauch eines
// Postfachs (ARC-09) durch reales Auflisten der zugehörigen Objekte im
// physisch getrennten Mandanten-Bucket (ARC-06) unter dem
// ARC-04-Postfach-Präfix — kein separat gepflegter Zählerstand, der
// von der tatsächlichen Ablage abweichen könnte.
type UsageCounter struct {
admin *s3.Client
}
func NewUsageCounter(admin *s3.Client) *UsageCounter {
return &UsageCounter{admin: admin}
}
// UsageBytes summiert die reale Objektgröße aller unter
// ArchiveMailboxPrefix(mailbox) abgelegten Objekte im Bucket von
// tenantSlug (ARC-06: BucketNameForTenant). Erfüllt strukturell
// quota.UsageProvider (ARC-09), ohne dass dieses Paket quota
// importieren müsste.
func (u *UsageCounter) UsageBytes(ctx context.Context, tenantSlug, mailbox string) (int64, error) {
bucket := BucketNameForTenant(tenantSlug)
prefix := ArchiveMailboxPrefix(mailbox)
var total int64
var continuationToken *string
for {
out, err := u.admin.ListObjectsV2(ctx, &s3.ListObjectsV2Input{
Bucket: aws.String(bucket),
Prefix: aws.String(prefix),
ContinuationToken: continuationToken,
})
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("storage: postfach-verbrauch auflisten: %w", err)
}
for _, obj := range out.Contents {
if obj.Size != nil {
total += *obj.Size
}
}
if out.IsTruncated == nil || !*out.IsTruncated {
break
}
continuationToken = out.NextContinuationToken
}
return total, nil
}