Gezielter Testangriff auf den SMTP-Pfad deckte einen realen Härtungsfehler auf: ING-07 (Idle-Timeout via protoguard) wurde versehentlich nur in mail/internal/imap und mail/internal/pop3 verdrahtet, SMTP bekam nie einen Timeout. Eine Gegenstelle, die eine Kommandozeile ohne abschließendes CRLF öffnet und nie beendet, konnte die Session unbegrenzt blockieren — real reproduziert und danach behoben. session.go/server.go (smtp): guard *protoguard.Guard neu, Timeout wird in readLine() selbst gesetzt (ein Ort für Haupt-Serve-Schleife, handleData, drainUntilDot). Neuer Konstruktor NewServerWithMaxMessageBytesTLSLoggerRateLimitAndGuardConfig für abweichende Timeout-Werte. Bestehende Konstruktoren bekommen automatisch protoguard.DefaultConfig() (5 Minuten) statt wie zuvor gar keinen Timeout — reine Härtung, keine Verhaltensänderung für funktionierende Clients, QA-07-Lasttest bleibt unverändert grün. Neue Tests: qa04_security_test.go (Header-Injection-Angriffe auf Envelope-Adressen, Ressourcenerschöpfung durch nie abgeschlossene Zeile — deckte den Fehler auf und bestätigt die Korrektur). mailboxconfig/tenant_scoping_test.go: Stichprobe eines dritten Speicherpfads (verschlüsselte IMAP-Zugangsdaten) — Zugriff mit echter, bekannter fremder ID wird über alle vier Operationen zuverlässig abgelehnt. Rate-Limiting-Teil von Akzeptanzkriterium 3 real bestätigt (ING-09, erneut mitgeprüft). API-Token-Teil bleibt offen: das Mail-Board besitzt keine eigene Token-Authentifizierung, bewusst an Core-Board IAM delegiert (QA-04s eigene Ausgangslage) — im Prüfprotokoll dokumentiert. go build/go vet/golangci-lint clean, gesamtes Mail-Modul regressionsfrei getestet.
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QA-04 — Sicherheits- & Berechtigungsprüfung: Prüfprotokoll
Datum: 2026-09-01
Host: 192.168.1.131 (Build/Test/Lint), rsync + ssh
Geprüfte Pakete: mail/internal/smtp, mail/internal/mailer, mail/internal/storage, mail/internal/folderstate, mail/internal/mailboxconfig, mail/internal/ratelimit
Umsetzung — echter Sicherheitsbefund und Korrektur
Der gezielte Testangriff auf den SMTP-Pfad (Pflichtprüfung 1) deckte
einen REALEN Härtungsfehler auf, der VOR dieser Kachel unbemerkt
geblieben war: ING-07 (Idle-Timeout-Schutz) hatte protoguard nur in
mail/internal/imap und mail/internal/pop3 verdrahtet — mail/ internal/smtp bekam versehentlich NIE einen Idle-Timeout. Eine
Gegenstelle, die eine Kommandozeile ohne abschließendes CRLF öffnet und
nie beendet, konnte die Session unbegrenzt blockieren (bestätigt durch
TestQA04_OversizedLineWithoutCRLFDoesNotHangOrCrash, VOR der
Korrektur real reproduziert: Server antwortete nach 8s Wartezeit weder
mit Fehler noch Verbindungsende).
Korrektur (session.go/server.go, mail/internal/smtp): guard *protoguard.Guard als neues Feld, Idle-Timeout wird jetzt in
readLine() selbst gesetzt — EIN Ort für alle Aufrufer (Haupt-Serve-
Schleife, handleData, drainUntilDot), damit auch das Lesen des
DATA-Bodys geschützt ist. Neuer Konstruktor
NewServerWithMaxMessageBytesTLSLoggerRateLimitAndGuardConfig für
abweichende Timeout-Werte (Tests). Bestehende Konstruktoren bekommen
automatisch protoguard.DefaultConfig() (5 Minuten) statt wie zuvor
gar keinen Timeout — reine Härtung, keine Verhaltensänderung für
funktionierende Clients.
Pflichtprüfung 1: Gezielter Testangriff auf Header-Injection schlägt fehl
TestQA04_HeaderInjectionViaEnvelopeAddressRejected
(smtp/qa04_security_test.go): NUL-Byte und Steuerzeichen in
RCPT TO/MAIL FROM werden mit 553/501 zurückgewiesen, Session bleibt
danach funktionsfähig, keine Nachricht erreicht den Sink. Ergänzt um
TestQA04_OversizedLineWithoutCRLFDoesNotHangOrCrash (Ressourcen-
erschöpfungsangriff, siehe Abschnitt "Umsetzung" — deckte den realen
Härtungsfehler auf und bestätigt nach der Korrektur zuverlässige
Reaktion binnen des konfigurierten Timeouts). Bereits bestehende,
unverändert gültige Nachweise aus ING-03/ING-06 werden mitgezählt:
CRLF-Injection in Betreff/Anzeigename (mailer.TestHeaderWriter_ RejectsControlCharsAndCRLFInSubjectAndDisplayName), Dot-Stuffing
korrekt gegen DATA-Command-Smuggling (smtp.TestData_ MessageSizeCheckedBeforeAcceptance u. a.), TLS-Downgrade-Angriffe
(smtp.TestServer_RejectsLegacyTLSVersionAndWeakCiphers, ING-06).
Ergebnis: BESTANDEN — inklusive eines real gefundenen und behobenen Härtungsfehlers.
Pflichtprüfung 2: Stichprobenprüfung mehrerer Speicherpfade auf Mandantentrennung
Drei unabhängige Speicherpfade stichprobenartig geprüft:
- Objekt-Storage (
mail/internal/storage, ARC-06): physische Bucket-Trennung, bereits real gegen MinIO nachgewiesen (TestProvisionTenant_CreatesPhysicallySeparateBuckets,TestAccessWithoutTenantContext_FailsBecauseNoBucketReferenceable— sieheARC-06-PRUEFPROTOKOLL.md). - Folder-State (
mail/internal/folderstate, ING-10):NextUID/Rebuildfür Mandant A verändern Mandant Bs Zustand nachweislich nicht (TestTenantScoping_ NeverReturnsOrMutatesOtherTenantsFolderState). - Postfachkonfiguration (
mail/internal/mailboxconfig) — NEU für diese Kachel, bislang nicht auditiert, besonders sensibel (verschlüsselte IMAP-Zugangsdaten):TestTenantScoping_ ForeignKnownIDNeverAccessible— Mandant B versucht mit einer ECHTEN, bekannten ID aus Mandant As Zeile (realistischster Angriffsfall bei fortlaufenden IDs in einer gemeinsamen Tabelle) aufList/GetDecryptedPassword/Update/Deletezuzugreifen — jeder Versuch liefertErrNotFound, Mandant As Daten bleiben unverändert.
Ergebnis: BESTANDEN in allen drei gezogenen Stichproben.
Pflichtprüfung 3: Test: API-Zugriff mit widerrufenem/fremdem Token wird verweigert
Teilweise nicht durchführbar, dokumentiert: Das Mail-Modul besitzt
aktuell KEINE eigene HTTP-API mit Token-/Session-Authentifizierung —
jede vorhandene Schnittstelle (web/mail-search, SRC-04) verweist
explizit auf eine noch ausstehende "zentrale Session-/IAM-Anbindung
(Core-Board-Scope, nicht Bestandteil dieser Kachel)", konsistent mit
QA-04s eigener Ausgangslage: "Berührt Login-Tenant-Filter und
Privilege-Escalation – dafür ist bereits Core-Board IAM zuständig, hier
nur Mail-spezifische Aspekte prüfen." Es gibt daher keinen Prüfgegenstand
für "widerrufenes/fremdes API-Token" innerhalb des Mail-Boards — dieser
Teil bleibt offen, bis Core-Board IAM eine Token-Schnittstelle
liefert, gegen die geprüft werden kann.
Der Rate-Limiting-Teil von Akzeptanzkriterium 3 ist dagegen real
vorhanden und geprüft (ING-09): TestRateLimit_ LoadExceedingLimitGetsRejectedWithRetryHint,
TestRateLimit_LegitUsageBelowThresholdUnaffected,
TestRateLimit_PerTenantIndependentAndEffective — je einmal in IMAP,
POP3, SMTP, alle mit echten Nachweisen bestanden (siehe
ING-09-PRUEFPROTOKOLL.md), hier erneut mitgeprüft und bestätigt grün.
Ergebnis: Rate-Limiting-Teil BESTANDEN, API-Token-Teil OFFEN (kein Prüfgegenstand im Mail-Board vorhanden).
Akzeptanzkriterien
- Prüfung bestätigt wirksame Härtung des SMTP-Pfads gegen bekannte Angriffsmuster: durch Pflichtprüfung 1 belegt — inklusive eines real gefundenen und in dieser Kachel behobenen Härtungsfehlers (fehlender Idle-Timeout).
- Prüfung bestätigt lückenlose Mandantentrennung im Speicherpfad: durch Pflichtprüfung 2 belegt (drei Speicherpfade, keine Lücke gefunden).
- Prüfung bestätigt korrekt greifendes API-Token-/Rate-Limiting: Rate-Limiting-Teil durch Pflichtprüfung 3 belegt; API-Token-Teil bleibt offen (kein Prüfgegenstand, siehe oben).
Build/Vet/Lint/Test — Gesamtmodul
go build ./... → OK
go vet ./... → OK
golangci-lint run ./... → 0 issues
go test ./... -p 1 (TEST_TENANT_DSN, TEST_MANTICORE_URL, TEST_S3_ENDPOINT/TEST_S3_ACCESS_KEY/TEST_S3_SECRET_KEY gesetzt) → alle Pakete ok
Keine Regression — insbesondere QA-07-Lasttest für SMTP bleibt nach der Idle-Timeout-Korrektur unverändert grün (6057,8 Sessions/s, p95 48,2ms).
Ergebnis
QA-04 erfüllt Akzeptanzkriterium 1 und 2 vollständig mit echten, ausgeführten Nachweisen — inklusive eines real gefundenen und behobenen Sicherheitsfehlers (fehlender SMTP-Idle-Timeout). Akzeptanzkriterium 3 ist zur Hälfte (Rate-Limiting) erfüllt; die API-Token-Hälfte bleibt offen, da im Mail-Board kein Prüfgegenstand existiert (bewusst an Core-Board IAM delegiert, siehe QA-04s eigene Ausgangslage). Board wird auf Basis der erfüllbaren Teile fortgeführt, das offene Element ist hier und im Entscheidungsverlauf vermerkt. Freigeschaltet: QA-09.