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sysops 16c4ad0075 feat(mail): ING-07 einheitliche Fehlerbehandlung & Wiederverbindung IMAP/POP3
Neues Paket mail/internal/protoguard kapselt die für IMAP- und
POP3-Sessions gemeinsam benötigte Timeout- und Backoff-Logik einer
einzelnen Verbindung:

- Pro Protokollphase konfigurierbarer Idle-Read-Timeout (POP3:
  Authorization/Transaction, IMAP: NotAuthenticated/Selected), vor
  jedem Lesevorgang neu gesetzt.
- Sich verdoppelnder Backoff bei wiederholten Anmeldefehlversuchen
  einer Verbindung (BackoffBase bis BackoffMax), Verbindungstrennung
  nach konfigurierbarer Höchstzahl statt Dauerschleife.

Server.NewServer bleibt unverändert (Standardkonfiguration);
NewServerWithGuardConfig erlaubt abweichende Werte. Ressourcenaufräumung
bei Verbindungsabbruch war bereits durch defer conn.Close() strukturell
gegeben — der Timeout sorgt dafür, dass dieser Pfad auch bei hängenden
oder böswilligen Gegenstellen zuverlässig erreicht wird.

Alle drei Pflichtprüfungen mit echten Nachweisen durchgeführt:
Chaos-Test mit 30 hart gekappten Verbindungen während aktiver
Übertragung (kein Goroutine-Leck), Timeout-Auslösung in jeder
Protokollphase beider Server, steigender Backoff mit definierter
Verbindungstrennung nach Höchstzahl an Fehlversuchen.

go build/go vet/golangci-lint clean, gesamtes Mail-Modul (~24 Pakete)
regressionsfrei getestet.
2026-09-01 00:51:52 +02:00
sysopsandClaude Sonnet 5 bd1f52648c feat(mail): ING-02 POP3-Server (RFC 1939) mit Zustandsmaschine
Vollständiger POP3-Server von Grund auf implementiert, analog zum
bestehenden IMAP-Server (ING-01): TCP-Listener mit einer Goroutine
pro Verbindung, CRLF/Byte-Stuffing-sichere Response-Writer,
Zustandsmaschine (Authorization/Transaction/Update), Kommandos USER,
PASS, STAT, LIST, RETR, DELE, QUIT.

Zentrale Designentscheidungen:
- USER antwortet immer +OK (RFC-konform), Prüfung erst bei PASS
- Fehlgeschlagene Anmeldung liefert für unbekannten Benutzer und
  falsches Passwort denselben generischen Text (keine
  Informationspreisgabe, Akzeptanzkriterium 3)
- DELE markiert Nachrichten nur sitzungslokal; store.Delete wird
  strukturell ausschließlich in QUIT (Transaction -> Update)
  aufgerufen, wodurch ein Verbindungsabbruch ohne QUIT nichts
  endgültig löscht (Pflichtprüfung 3)

Alle drei Pflichtprüfungen mit echten Nachweisen durchgeführt:
Zustandsübergangs-Tests gegen realen TCP-Server, manuelle Session
mit Python-Standardbibliothek poplib (echtes Transkript im
Prüfprotokoll), automatisierter Test für DELE-ohne-QUIT.
Zusätzlich: 20 parallele reale Sessions (Akzeptanzkriterium 1),
vollständiger RETR+DELE+QUIT-Zyklus (Akzeptanzkriterium 2).

go build/go vet/golangci-lint clean, gesamtes Mail-Modul (~24 Pakete)
regressionsfrei getestet.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01HhgFcLS8tYMhDJpP74C6AQ
2026-09-01 00:42:36 +02:00
16 changed files with 1574 additions and 15 deletions
+90
View File
@@ -0,0 +1,90 @@
# ING-02 — POP3-Server: Prüfprotokoll
Datum: 2026-09-01
Host: 192.168.1.131 (Build/Test/Lint), rsync + ssh
Paket: `mail/internal/pop3`
## Umsetzung
Vollständiger POP3-Server (RFC 1939) von Grund auf implementiert:
TCP-Listener, CRLF/Byte-Stuffing-sichere Response-Writer, Session-Zustandsmaschine
(Authorization / Transaction / Update), Kommandos USER, PASS, STAT, LIST, RETR,
DELE, QUIT. Architektonisch analog zum bestehenden `mail/internal/imap`-Paket
(ING-01).
## Pflichtprüfung 1: automatisierter Test für jede Zustandsübergangs-Regel
`TestSession_StateTransitions` (`pop3_test.go`), realer TCP-Client gegen realen
Server:
- STAT/RETR in Authorization → `-ERR` (verboten)
- PASS ohne vorheriges USER → `-ERR`
- USER + PASS korrekt → Authorization → Transaction
- USER erneut in Transaction → `-ERR` (verboten)
- STAT in Transaction → `+OK` (erlaubt)
- QUIT in Transaction → `+OK`, Verbindungsende
Ergebnis: **BESTANDEN**.
## Pflichtprüfung 2: manuelle Session mit Standard-POP3-Client gegen Test-Postfach
Realer Server (`pop3.NewServer`) auf `127.0.0.1:14400` gestartet (Wegwerf-Programm
`mail/cmd/pop3-manual-test`, danach entfernt), Testpostfach mit 2 Nachrichten
(fest codiert: `testuser`/`testpass`). Session mit Python-Standardbibliothek
`poplib` (kein selbstgeschriebener Client) durchgeführt, reales Transkript:
```
Begruessung: b'+OK POP3 server ready'
USER -> b'+OK send PASS'
PASS -> b'+OK maildrop locked and ready'
STAT -> (2, 45)
LIST -> b'+OK 2 messages (45 octets)' [b'1 25', b'2 20'] 12
RETR 1 -> b'+OK 26 octets' [b'Erste Testnachricht Inhalt'] 28
DELE 1 -> b'+OK message 1 deleted'
QUIT -> b'+OK goodbye'
```
Ergebnis: **BESTANDEN** — echter Standard-Client, keine Ausnahme, alle Antworten
RFC-1939-konform.
## Pflichtprüfung 3: DELE ohne QUIT löscht nichts endgültig
`TestCommands_DeleWithoutQuitDeletesNothing` (`pop3_test.go`): DELE 1 gesendet,
Verbindung danach OHNE QUIT hart geschlossen, 100ms gewartet, Store-Zustand
geprüft — weiterhin 2 Nachrichten vorhanden (keine endgültige Löschung).
Strukturell garantiert durch Code-Design: `store.Delete` wird ausschließlich in
`handleQuit` im Zustand `Transaction → Update` aufgerufen; `handleDele` mutiert
nur `s.deleted` (sitzungslokal).
Ergebnis: **BESTANDEN**.
## Akzeptanzkriterien
1. **Jede Verbindung eigene Goroutine**: `Server.Serve` startet pro Accept eine
neue Goroutine (`server.go`). Zusätzlich belegt: `TestServer_ManyParallelSessions`,
20 parallele reale TCP-Sessions, alle erfolgreich.
2. **RETR liefert vollständige Nachricht, DELE+QUIT löscht endgültig**:
`TestCommands_RetrDeleFullCycle` — RETR liefert mehrzeiligen Inhalt
vollständig und byte-identisch; nach DELE+QUIT sinkt die Nachrichtenzahl im
Store tatsächlich von 2 auf 1.
3. **Fehlerhafte Anmeldeversuche ohne Informationspreisgabe**:
`TestPass_RejectsWithoutInformationLeak` — unbekannter Benutzername und
falsches Passwort liefern byte-identischen `-ERR`-Text
(`genericAuthFailure = "authentication failed"`).
## Build/Vet/Lint/Test — Gesamtmodul
```
go build ./... → OK
go vet ./... → OK
golangci-lint run ./... → 0 issues
go test ./... -p 1 (TEST_TENANT_DSN, TEST_MANTICORE_URL gesetzt) → alle Pakete ok, inkl. neuem internal/pop3 (0.109s, 5/5 Tests)
```
Keine Regression in den bestehenden ~23 Paketen.
## Ergebnis
ING-02 erfüllt alle Pflichtprüfungen und Akzeptanzkriterien mit echten,
ausgeführten Nachweisen. Freigeschaltet: ING-06, ING-07, ING-08, ING-10, QA-07.
+100
View File
@@ -0,0 +1,100 @@
# ING-07 — Protokoll-Fehlerbehandlung & Wiederverbindung: Prüfprotokoll
Datum: 2026-09-01
Host: 192.168.1.131 (Build/Test/Lint), rsync + ssh
Pakete: `mail/internal/protoguard` (neu, gemeinsam genutzt), `mail/internal/imap`, `mail/internal/pop3`
## Umsetzung
Neues Paket `protoguard` kapselt Timeout- und Backoff-Logik EINER
Verbindung (`Guard`), von IMAP- und POP3-Session gleichermaßen genutzt:
- `ApplyReadDeadline(conn, phase)` setzt vor jedem Lesevorgang die
Lese-Deadline passend zur aktuellen Protokollphase (POP3:
Authorization/Transaction, IMAP: NotAuthenticated/Selected).
- `RecordAuthFailure()` zählt Anmeldefehlversuche EINER Verbindung,
liefert eine sich verdoppelnde Backoff-Wartezeit (`BackoffBase` bis
`BackoffMax`) und meldet nach `MaxAuthFailures`, dass die Verbindung
zu trennen ist.
`Server.NewServer` verwendet `protoguard.DefaultConfig()` (5 Minuten
Timeout, max. 5 Fehlversuche, 200ms5s Backoff); `NewServerWithGuardConfig`
erlaubt abweichende Werte für Tests/gehärtete Umgebungen. Bestehende
Aufrufer von `NewServer(auth, store)` sind unverändert kompatibel.
Ressourcenaufräumung bei Verbindungsabbruch war bereits vor ING-07
durch `defer conn.Close()` in beiden Sessions strukturell gegeben —
ING-07 sorgt dafür, dass dieser Pfad auch bei hängenden oder böswilligen
Gegenstellen zuverlässig erreicht wird (Timeout statt endlosem
Blockieren).
## Pflichtprüfung 1: Chaos-Test — harter Verbindungsabbruch während aktiver Übertragung, kein Ressourcenleck
`TestGuard_ChaosHardCutDuringTransferNoLeak` (`pop3/guard_test.go`,
`imap/guard_test.go`): 30 reale TCP-Verbindungen, jeweils angemeldet und
mitten in einer laufenden Anfrage (POP3: RETR-Kopfzeile gelesen, Rest
nicht konsumiert; IMAP: FETCH gesendet, Antwort nicht abgewartet) hart
per `conn.Close()` gekappt. `runtime.NumGoroutine()` vor und nach den 30
Abbrüchen verglichen (mit Toleranz für Laufzeit-Jitter und Wartezeit für
Server-Aufräumung).
Ergebnis: **BESTANDEN** — Goroutinezahl kehrt in beiden Paketen auf den
Ausgangswert zurück, kein Leck.
## Pflichtprüfung 2: Test für Timeout-Auslösung in jeder Protokollphase
`TestGuard_TimeoutPerPhase` (beide Pakete), Guard mit 100ms Timeout je
Phase konfiguriert:
- POP3: Subtest `authorization` (Verbindung offen, nichts gesendet) und
`transaction` (nach erfolgreichem USER/PASS nichts weiter gesendet) —
beide erwarten Verbindungsende durch Timeout.
- IMAP: Subtest `not_authenticated` und `selected` (nach LOGIN+SELECT)
— gleiche Erwartung.
Ergebnis: **BESTANDEN** — alle vier Subtests bestätigen, dass der
konfigurierte Timeout in der jeweiligen Phase tatsächlich greift.
## Pflichtprüfung 3: Test für Backoff-Verhalten bei wiederholten Fehlversuchen
`TestGuard_BackoffOnRepeatedAuthFailures` (beide Pakete), Guard mit
`MaxAuthFailures=3`, `BackoffBase=50ms`, `BackoffMax=500ms`:
- Drei aufeinanderfolgende fehlgeschlagene Anmeldeversuche (POP3:
USER+PASS falsch; IMAP: LOGIN falsch) über dieselbe Verbindung.
Gemessene Antwortzeit des zweiten Versuchs ist länger als die des
ersten (Verdopplung statt konstanter oder fehlender Wartezeit).
- Nach dem dritten (= `MaxAuthFailures`-ten) Fehlversuch wird die
Verbindung serverseitig getrennt — ein weiterer Anmeldeversuch über
dieselbe Verbindung schlägt fehl statt in einer Dauerschleife erneut
beantwortet zu werden.
Ergebnis: **BESTANDEN**.
## Akzeptanzkriterien
1. **Verbindungsabbrüche räumen serverseitige Session-Ressourcen
zuverlässig auf**: durch Pflichtprüfung 1 belegt (kein
Goroutine-Leck nach 30 harten Abbrüchen in beiden Protokollen).
2. **Timeouts sind pro Protokollphase konfigurierbar und greifen
nachweislich**: durch Pflichtprüfung 2 belegt (`protoguard.Config.
PhaseTimeout` je Phase, vier bestandene Subtests).
3. **Wiederholte Fehlversuche eines Clients führen zu klar definiertem
Backoff statt Dauerschleife**: durch Pflichtprüfung 3 belegt
(steigender Backoff, definierte Trennung nach `MaxAuthFailures`).
## Build/Vet/Lint/Test — Gesamtmodul
```
go build ./... → OK
go vet ./... → OK
golangci-lint run ./... → 0 issues
go test ./... -p 1 (TEST_TENANT_DSN, TEST_MANTICORE_URL gesetzt) → alle Pakete ok, inkl. neuem internal/protoguard (indirekt über imap/pop3-Tests abgedeckt)
```
Keine Regression in den bestehenden ~24 Paketen.
## Ergebnis
ING-07 erfüllt alle Pflichtprüfungen und Akzeptanzkriterien mit echten,
ausgeführten Nachweisen. Freigeschaltet: QA-02.
+9 -4
View File
@@ -29,12 +29,17 @@ func (s *Session) handleLogin(ctx context.Context, cmd command) bool {
}
ok, err := s.auth.Authenticate(ctx, cmd.Args[0], cmd.Args[1])
if err != nil {
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "LOGIN failed")
if err != nil || !ok {
// Backoff statt Dauerschleife bei wiederholten Fehlversuchen
// (Akzeptanzkriterium 3, ING-07).
backoff, disconnect := s.guard.RecordAuthFailure()
s.guard.Wait(ctx, backoff)
if !s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "LOGIN failed") {
return false
}
if !ok {
return s.writeErr(cmd.Tag, "NO", "LOGIN failed")
return !disconnect
}
s.guard.ResetAuthFailures()
s.state = Authenticated
return s.writeErr(cmd.Tag, "OK", "LOGIN completed")
}
+157
View File
@@ -0,0 +1,157 @@
package imap
import (
"context"
"net"
"runtime"
"strings"
"testing"
"time"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
)
func startTestServerWithGuardConfig(t *testing.T, guardCfg protoguard.Config) (addr string, stop func()) {
t.Helper()
auth := fakeAuthenticator{users: map[string]string{"alice": "geheim123"}}
store := fakeMailboxStore{mailboxes: map[string][]Message{
"INBOX": {
{SequenceNumber: 1, UID: 101, Flags: []string{"\\Seen"}},
{SequenceNumber: 2, UID: 102, Flags: []string{}},
},
}}
srv := NewServerWithGuardConfig(auth, store, guardCfg)
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
done := make(chan struct{})
go func() {
_ = srv.Serve(ctx, listener)
close(done)
}()
return listener.Addr().String(), func() {
cancel()
<-done
}
}
// TestGuard_ChaosHardCutDuringTransferNoLeak ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1 (ING-07): Verbindung wird während aktiver
// Übertragung hart gekappt, danach kein Ressourcenleck.
func TestGuard_ChaosHardCutDuringTransferNoLeak(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, protoguard.DefaultConfig())
defer stop()
runtime.GC()
baseline := runtime.NumGoroutine()
const rounds = 30
for i := 0; i < rounds; i++ {
c := dial(t, addr)
c.sendTagged(t, `LOGIN alice geheim123`)
c.sendTagged(t, `SELECT INBOX`)
// Mitten in einer laufenden Anfrage hart abbrechen: Kommando
// senden, aber die vollständige Antwort NICHT abwarten.
_, err := c.conn.Write([]byte("A99 FETCH 1:2 (FLAGS)\r\n"))
if err != nil {
t.Fatalf("kommando senden: %v", err)
}
_ = c.conn.Close()
}
deadline := time.Now().Add(3 * time.Second)
for {
runtime.GC()
current := runtime.NumGoroutine()
if current <= baseline+2 {
return
}
if time.Now().After(deadline) {
t.Fatalf("goroutine-leck nach hartem Verbindungsabbruch: baseline=%d, aktuell=%d", baseline, current)
}
time.Sleep(50 * time.Millisecond)
}
}
// TestGuard_TimeoutPerPhase ist die geforderte Pflichtprüfung 2
// (ING-07): Timeout-Auslösung in jeder Protokollphase.
func TestGuard_TimeoutPerPhase(t *testing.T) {
cfg := protoguard.Config{
PhaseTimeout: map[protoguard.Phase]time.Duration{
phaseNotAuthenticated: 100 * time.Millisecond,
phaseSelected: 100 * time.Millisecond,
},
DefaultTimeout: 5 * time.Second,
}
t.Run("not_authenticated", func(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, cfg)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
_ = c.conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(2 * time.Second))
_, err := c.reader.ReadString('\n')
if err == nil {
t.Fatalf("erwartete Verbindungsende durch NotAuthenticated-Timeout")
}
})
t.Run("selected", func(t *testing.T) {
addr, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, cfg)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
c.sendTagged(t, `LOGIN alice geheim123`)
c.sendTagged(t, `SELECT INBOX`) // jetzt Selected, nichts weiter senden
_ = c.conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(2 * time.Second))
_, err := c.reader.ReadString('\n')
if err == nil {
t.Fatalf("erwartete Verbindungsende durch Selected-Timeout")
}
})
}
// TestGuard_BackoffOnRepeatedAuthFailures ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3 (ING-07): Backoff-Verhalten bei wiederholten
// Fehlversuchen statt Dauerschleife.
func TestGuard_BackoffOnRepeatedAuthFailures(t *testing.T) {
cfg := protoguard.Config{
DefaultTimeout: 5 * time.Second,
MaxAuthFailures: 3,
BackoffBase: 50 * time.Millisecond,
BackoffMax: 500 * time.Millisecond,
}
addr, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, cfg)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
var attemptDurations []time.Duration
for i := 0; i < 3; i++ {
start := time.Now()
_, lines := c.sendTagged(t, `LOGIN alice falsch`)
last := lines[len(lines)-1]
if !strings.Contains(last, "NO") {
t.Fatalf("fehlversuch %d: erwartete NO, habe: %q", i+1, last)
}
attemptDurations = append(attemptDurations, time.Since(start))
}
if attemptDurations[1] <= attemptDurations[0] {
t.Fatalf("erwartete steigenden Backoff, habe Dauern: %v", attemptDurations)
}
// Nach MaxAuthFailures muss die Verbindung getrennt sein.
_ = c.conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(2 * time.Second))
if _, err := c.conn.Write([]byte("A99 LOGIN alice geheim123\r\n")); err == nil {
_, err = c.reader.ReadString('\n')
if err == nil {
t.Fatalf("erwartete Verbindungstrennung nach %d Fehlversuchen", cfg.MaxAuthFailures)
}
}
}
+12 -2
View File
@@ -5,6 +5,8 @@ import (
"errors"
"fmt"
"net"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
)
// Server nimmt IMAP-Verbindungen an und bedient jede in einer eigenen
@@ -15,10 +17,18 @@ import (
type Server struct {
auth Authenticator
store MailboxStore
guardCfg protoguard.Config
}
func NewServer(auth Authenticator, store MailboxStore) *Server {
return &Server{auth: auth, store: store}
return NewServerWithGuardConfig(auth, store, protoguard.DefaultConfig())
}
// NewServerWithGuardConfig erlaubt abweichende Phase-Timeouts und
// Backoff-Parameter (ING-07), z. B. für Tests oder gehärtete
// Betriebsumgebungen.
func NewServerWithGuardConfig(auth Authenticator, store MailboxStore, guardCfg protoguard.Config) *Server {
return &Server{auth: auth, store: store, guardCfg: guardCfg}
}
// Serve nimmt Verbindungen auf listener an, bis ctx beendet wird oder
@@ -41,7 +51,7 @@ func (srv *Server) Serve(ctx context.Context, listener net.Listener) error {
}
return fmt.Errorf("imap: verbindung annehmen: %w", err)
}
session := newSession(conn, srv.auth, srv.store)
session := newSession(conn, srv.auth, srv.store, srv.guardCfg)
go session.Serve(ctx)
}
}
+33 -1
View File
@@ -7,6 +7,18 @@ import (
"io"
"net"
"strings"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
)
// phaseNotAuthenticated/phaseSelected sind die protoguard-Phasen dieser
// Sitzung (ING-07 Akzeptanzkriterium 2: Timeouts pro Protokollphase
// konfigurierbar). Authenticated und Selected teilen sich denselben
// Timeout — beides ist bereits angemeldeter Zustand, nur die
// Anmeldephase braucht separate (typischerweise kürzere) Werte.
const (
phaseNotAuthenticated protoguard.Phase = "not_authenticated"
phaseSelected protoguard.Phase = "selected"
)
// maxCommandLineBytes begrenzt eine einzelne Kommandozeile (Defensive
@@ -23,22 +35,32 @@ type Session struct {
writer *bufio.Writer
auth Authenticator
store MailboxStore
guard *protoguard.Guard
state State
mailbox string // gewähltes Postfach im Zustand Selected
mailboxSize uint32 // Nachrichtenzahl aus dem letzten erfolgreichen SELECT
}
func newSession(conn net.Conn, auth Authenticator, store MailboxStore) *Session {
func newSession(conn net.Conn, auth Authenticator, store MailboxStore, guardCfg protoguard.Config) *Session {
return &Session{
conn: conn,
reader: bufio.NewReaderSize(conn, maxCommandLineBytes),
writer: bufio.NewWriter(conn),
auth: auth,
store: store,
guard: protoguard.New(guardCfg),
state: NotAuthenticated,
}
}
// currentPhase liefert die protoguard-Phase des aktuellen Sitzungszustands.
func (s *Session) currentPhase() protoguard.Phase {
if s.state == NotAuthenticated {
return phaseNotAuthenticated
}
return phaseSelected
}
// State liefert den aktuellen Sitzungszustand (für Tests).
func (s *Session) State() State { return s.state }
@@ -51,8 +73,18 @@ func (s *Session) Serve(ctx context.Context) {
}
for {
// Akzeptanzkriterium 2 (ING-07): Idle-Timeout pro Protokollphase,
// vor jedem Lesevorgang neu gesetzt, da ein Zustandswechsel die
// Phase (und damit den geltenden Timeout) ändern kann.
if err := s.guard.ApplyReadDeadline(s.conn, s.currentPhase()); err != nil {
return
}
line, err := s.readLine()
if err != nil {
// Verbindungsende (Timeout, Netzwerkabbruch oder harter
// Abbruch) — Session-Ressourcen werden über das defer
// conn.Close() oben zuverlässig freigegeben
// (Akzeptanzkriterium 1).
return
}
if line == "" {
+210
View File
@@ -0,0 +1,210 @@
package pop3
import (
"context"
"fmt"
"strconv"
"strings"
)
// genericAuthFailure ist bewusst IMMER derselbe Text, unabhängig davon,
// ob der Benutzername unbekannt oder nur das Passwort falsch war
// (Akzeptanzkriterium 3: fehlerhafte Anmeldeversuche ohne
// Informationspreisgabe).
const genericAuthFailure = "authentication failed"
func (s *Session) handleUser(cmd command) bool {
if s.state != Authorization {
return writeErr(s.writer, "command not valid in this state") == nil
}
if len(cmd.Args) != 1 {
return writeErr(s.writer, "USER requires a username") == nil
}
// RFC 1939: USER antwortet immer mit +OK, unabhängig davon, ob der
// Name existiert — die eigentliche Prüfung passiert erst bei PASS
// (Akzeptanzkriterium 3: keine Informationspreisgabe schon an dieser
// Stelle).
s.pendingUsername = cmd.Args[0]
return writeOK(s.writer, "send PASS") == nil
}
func (s *Session) handlePass(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state != Authorization {
return writeErr(s.writer, "command not valid in this state") == nil
}
if s.pendingUsername == "" {
return writeErr(s.writer, genericAuthFailure) == nil
}
if len(cmd.Args) != 1 {
return writeErr(s.writer, "PASS requires a password") == nil
}
if s.auth == nil {
return writeErr(s.writer, genericAuthFailure) == nil
}
ok, err := s.auth.Authenticate(ctx, s.pendingUsername, cmd.Args[0])
if err != nil || !ok {
// Backoff statt Dauerschleife bei wiederholten Fehlversuchen
// (Akzeptanzkriterium 3, ING-07). Immer derselbe generische Text,
// egal ob unbekannter Nutzer, falsches Passwort oder interner
// Fehler.
backoff, disconnect := s.guard.RecordAuthFailure()
s.guard.Wait(ctx, backoff)
if err := writeErr(s.writer, genericAuthFailure); err != nil {
return false
}
return !disconnect
}
s.guard.ResetAuthFailures()
s.username = s.pendingUsername
s.state = Transaction
return writeOK(s.writer, "maildrop locked and ready") == nil
}
func (s *Session) handleStat(ctx context.Context) bool {
if s.state != Transaction {
return writeErr(s.writer, "command not valid in this state") == nil
}
messages, err := s.activeMessages(ctx)
if err != nil {
return writeErr(s.writer, "unable to read maildrop") == nil
}
var totalSize int64
for _, m := range messages {
totalSize += m.Size
}
return writeOK(s.writer, fmt.Sprintf("%d %d", len(messages), totalSize)) == nil
}
func (s *Session) handleList(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state != Transaction {
return writeErr(s.writer, "command not valid in this state") == nil
}
messages, err := s.activeMessages(ctx)
if err != nil {
return writeErr(s.writer, "unable to read maildrop") == nil
}
if len(cmd.Args) == 1 {
n, convErr := strconv.Atoi(cmd.Args[0])
if convErr != nil {
return writeErr(s.writer, "invalid message number") == nil
}
for _, m := range messages {
if m.Number == n {
return writeOK(s.writer, fmt.Sprintf("%d %d", m.Number, m.Size)) == nil
}
}
return writeErr(s.writer, "no such message") == nil
}
var totalSize int64
lines := make([]string, 0, len(messages))
for _, m := range messages {
totalSize += m.Size
lines = append(lines, fmt.Sprintf("%d %d", m.Number, m.Size))
}
return writeMultiline(s.writer, fmt.Sprintf("%d messages (%d octets)", len(messages), totalSize), strings.Join(lines, "\n")) == nil
}
func (s *Session) handleRetr(ctx context.Context, cmd command) bool {
if s.state != Transaction {
return writeErr(s.writer, "command not valid in this state") == nil
}
n, err := s.parseActiveMessageNumber(ctx, cmd)
if err != nil {
return writeErr(s.writer, err.Error()) == nil
}
content, err := s.store.Retrieve(ctx, s.username, n)
if err != nil {
return writeErr(s.writer, "unable to retrieve message") == nil
}
// Akzeptanzkriterium 2: RETR liefert die VOLLSTÄNDIGE Nachricht.
return writeMultiline(s.writer, fmt.Sprintf("%d octets", len(content)), string(content)) == nil
}
func (s *Session) handleDele(cmd command) bool {
if s.state != Transaction {
return writeErr(s.writer, "command not valid in this state") == nil
}
if len(cmd.Args) != 1 {
return writeErr(s.writer, "DELE requires a message number") == nil
}
n, err := strconv.Atoi(cmd.Args[0])
if err != nil {
return writeErr(s.writer, "invalid message number") == nil
}
if s.deleted[n] {
return writeErr(s.writer, "message already deleted") == nil
}
// NUR innerhalb der Sitzung markiert — endgültig gelöscht wird
// ausschließlich in handleQuit (Akzeptanzkriterium 2/Pflichtprüfung 3).
s.deleted[n] = true
return writeOK(s.writer, fmt.Sprintf("message %d deleted", n)) == nil
}
func (s *Session) handleQuit(ctx context.Context) bool {
if s.state != Transaction {
// Aus Authorization: keine Update-Phase, keine Löschungen möglich
// (es wurde noch nichts markiert).
_ = writeOK(s.writer, "goodbye")
return false
}
s.state = Update
if len(s.deleted) > 0 {
numbers := make([]int, 0, len(s.deleted))
for n := range s.deleted {
numbers = append(numbers, n)
}
if err := s.store.Delete(ctx, s.username, numbers); err != nil {
_ = writeErr(s.writer, "unable to update maildrop, changes not committed")
return false
}
}
_ = writeOK(s.writer, "goodbye")
return false
}
// activeMessages liefert alle Nachrichten, die in DIESER Sitzung noch
// nicht per DELE markiert wurden (RFC 1939: gelöschte Nachrichten sind
// für STAT/LIST/RETR ab dem Zeitpunkt der Markierung nicht mehr sichtbar,
// auch wenn die Löschung selbst erst bei QUIT endgültig wird).
func (s *Session) activeMessages(ctx context.Context) ([]Message, error) {
all, err := s.store.List(ctx, s.username)
if err != nil {
return nil, err
}
active := make([]Message, 0, len(all))
for _, m := range all {
if !s.deleted[m.Number] {
active = append(active, m)
}
}
return active, nil
}
func (s *Session) parseActiveMessageNumber(ctx context.Context, cmd command) (int, error) {
if len(cmd.Args) != 1 {
return 0, fmt.Errorf("requires a message number")
}
n, err := strconv.Atoi(cmd.Args[0])
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("invalid message number")
}
if s.deleted[n] {
return 0, fmt.Errorf("message deleted")
}
messages, err := s.activeMessages(ctx)
if err != nil {
return 0, fmt.Errorf("unable to read maildrop")
}
for _, m := range messages {
if m.Number == n {
return n, nil
}
}
return 0, fmt.Errorf("no such message")
}
+189
View File
@@ -0,0 +1,189 @@
package pop3
import (
"bufio"
"context"
"net"
"runtime"
"strings"
"testing"
"time"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
)
func startTestServerWithGuardConfig(t *testing.T, guardCfg protoguard.Config) (addr string, store *fakeMailboxStore, stop func()) {
t.Helper()
auth := fakeAuthenticator{users: map[string]string{"alice": "geheim123"}}
store = newFakeMailboxStore()
srv := NewServerWithGuardConfig(auth, store, guardCfg)
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
done := make(chan struct{})
go func() {
_ = srv.Serve(ctx, listener)
close(done)
}()
return listener.Addr().String(), store, func() {
cancel()
<-done
}
}
// TestGuard_ChaosHardCutDuringTransferNoLeak ist die geforderte
// Pflichtprüfung 1 (ING-07): Verbindung wird während aktiver
// Übertragung hart gekappt, danach kein Ressourcenleck.
func TestGuard_ChaosHardCutDuringTransferNoLeak(t *testing.T) {
addr, _, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, protoguard.DefaultConfig())
defer stop()
runtime.GC()
baseline := runtime.NumGoroutine()
const rounds = 30
for i := 0; i < rounds; i++ {
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 2*time.Second)
if err != nil {
t.Fatalf("dial: %v", err)
}
reader := bufio.NewReader(conn)
_, _ = reader.ReadString('\n') // Begrüßung
_, _ = conn.Write([]byte("USER alice\r\n"))
_, _ = reader.ReadString('\n')
_, _ = conn.Write([]byte("PASS geheim123\r\n"))
_, _ = reader.ReadString('\n')
// Mitten in der Multiline-Übertragung (RETR-Antwortkopf gelesen,
// Datenzeilen NICHT vollständig konsumiert) hart abbrechen.
_, _ = conn.Write([]byte("RETR 1\r\n"))
_, _ = reader.ReadString('\n') // nur die "+OK ... octets"-Kopfzeile
_ = conn.Close()
}
// Server braucht kurz, um die abgebrochenen Sessions abzuräumen.
deadline := time.Now().Add(3 * time.Second)
for {
runtime.GC()
current := runtime.NumGoroutine()
if current <= baseline+2 { // kleine Toleranz für Laufzeit-Jitter
return
}
if time.Now().After(deadline) {
t.Fatalf("goroutine-leck nach hartem Verbindungsabbruch: baseline=%d, aktuell=%d", baseline, current)
}
time.Sleep(50 * time.Millisecond)
}
}
// TestGuard_TimeoutPerPhase ist die geforderte Pflichtprüfung 2
// (ING-07): Timeout-Auslösung in jeder Protokollphase.
func TestGuard_TimeoutPerPhase(t *testing.T) {
cfg := protoguard.Config{
PhaseTimeout: map[protoguard.Phase]time.Duration{
phaseAuthorization: 100 * time.Millisecond,
phaseTransaction: 100 * time.Millisecond,
},
DefaultTimeout: 5 * time.Second,
}
t.Run("authorization", func(t *testing.T) {
addr, _, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, cfg)
defer stop()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 2*time.Second)
if err != nil {
t.Fatalf("dial: %v", err)
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
reader := bufio.NewReader(conn)
_, _ = reader.ReadString('\n') // Begrüßung, aber nichts weiter senden
_ = conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(2 * time.Second))
_, err = reader.ReadString('\n')
if err == nil {
t.Fatalf("erwartete Verbindungsende durch Authorization-Timeout")
}
})
t.Run("transaction", func(t *testing.T) {
addr, _, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, cfg)
defer stop()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 2*time.Second)
if err != nil {
t.Fatalf("dial: %v", err)
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
reader := bufio.NewReader(conn)
_, _ = reader.ReadString('\n')
_, _ = conn.Write([]byte("USER alice\r\n"))
_, _ = reader.ReadString('\n')
_, _ = conn.Write([]byte("PASS geheim123\r\n"))
_, _ = reader.ReadString('\n') // jetzt in Transaction, nichts weiter senden
_ = conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(2 * time.Second))
_, err = reader.ReadString('\n')
if err == nil {
t.Fatalf("erwartete Verbindungsende durch Transaction-Timeout")
}
})
}
// TestGuard_BackoffOnRepeatedAuthFailures ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3 (ING-07): Backoff-Verhalten bei wiederholten
// Fehlversuchen statt Dauerschleife.
func TestGuard_BackoffOnRepeatedAuthFailures(t *testing.T) {
cfg := protoguard.Config{
DefaultTimeout: 5 * time.Second,
MaxAuthFailures: 3,
BackoffBase: 50 * time.Millisecond,
BackoffMax: 500 * time.Millisecond,
}
addr, _, stop := startTestServerWithGuardConfig(t, cfg)
defer stop()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 2*time.Second)
if err != nil {
t.Fatalf("dial: %v", err)
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
reader := bufio.NewReader(conn)
_, _ = reader.ReadString('\n')
var attemptDurations []time.Duration
for i := 0; i < 3; i++ {
_, _ = conn.Write([]byte("USER alice\r\n"))
_, _ = reader.ReadString('\n')
start := time.Now()
_, _ = conn.Write([]byte("PASS falsch\r\n"))
_ = conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(3 * time.Second))
resp, err := reader.ReadString('\n')
if err != nil {
if i < 2 {
t.Fatalf("fehlversuch %d: unerwarteter Verbindungsabbruch: %v", i+1, err)
}
// dritter Fehlversuch: Trennung nach der Antwort ist erlaubt.
} else if !strings.Contains(resp, "-ERR") {
t.Fatalf("fehlversuch %d: erwartete -ERR, habe: %q", i+1, resp)
}
attemptDurations = append(attemptDurations, time.Since(start))
}
// Backoff steigt: der zweite Fehlversuch muss spürbar länger dauern
// als der erste (Verdopplung statt konstanter/keiner Wartezeit).
if attemptDurations[1] <= attemptDurations[0] {
t.Fatalf("erwartete steigenden Backoff, habe Dauern: %v", attemptDurations)
}
// Nach MaxAuthFailures muss die Verbindung getrennt werden (kein
// endloses erneutes USER/PASS erlaubt) statt in Dauerschleife.
_ = conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(2 * time.Second))
if _, err := conn.Write([]byte("USER alice\r\n")); err == nil {
_, err = reader.ReadString('\n')
if err == nil {
t.Fatalf("erwartete Verbindungstrennung nach %d Fehlversuchen", cfg.MaxAuthFailures)
}
}
}
+38
View File
@@ -0,0 +1,38 @@
// Package pop3 implementiert ING-02: den POP3-Server (RFC 1939) mit den
// Zuständen Authorization/Transaction/Update und den Kernbefehlen
// USER/PASS/STAT/LIST/RETR/DELE/QUIT. Bewusste Neuimplementierung nach
// NEXARCH-Techstack, kein 1:1-Übernehmen von archivmail — gleiche
// Konvention wie mail/internal/imap (ING-01): eigene, schmale
// Authenticator/MailboxStore-Schnittstellen statt geteilter Typen über
// Paketgrenzen hinweg, CRLF-sichere Antworten (response.go).
package pop3
import "context"
// Authenticator prüft Zugangsdaten für PASS.
type Authenticator interface {
Authenticate(ctx context.Context, username, password string) (ok bool, err error)
}
// Message ist eine Nachricht im Postfach (nur Nummer/Größe für STAT/
// LIST — Inhalt kommt separat über MailboxStore.Retrieve, damit LIST
// nicht unnötig alle Nachrichteninhalte laden muss).
type Message struct {
Number int
Size int64
}
// MailboxStore liefert Postfachzustand für STAT/LIST/RETR/DELE.
type MailboxStore interface {
// List liefert alle (noch nicht gelöschten) Nachrichten des Postfachs
// username.
List(ctx context.Context, username string) ([]Message, error)
// Retrieve liefert den vollständigen Inhalt einer Nachricht
// (Akzeptanzkriterium 2: RETR liefert vollständige Nachrichten).
Retrieve(ctx context.Context, username string, number int) ([]byte, error)
// Delete löscht die angegebenen Nachrichtennummern ENDGÜLTIG — wird
// AUSSCHLIESSLICH im Update-Zustand nach einem regulären QUIT
// aufgerufen (Akzeptanzkriterium 2/Pflichtprüfung 3: DELE markiert
// nur innerhalb der Sitzung, committet wird erst hier).
Delete(ctx context.Context, username string, numbers []int) error
}
+26
View File
@@ -0,0 +1,26 @@
package pop3
import "strings"
// command ist eine geparste POP3-Kommandozeile — POP3 hat (anders als
// IMAP) keine Tags, nur "KOMMANDO [Argumente]".
type command struct {
Name string // groß geschrieben (z. B. "USER")
Args []string
}
// parseCommandLine zerlegt eine Kommandozeile (bereits ohne CRLF) in
// Kommandoname und Leerzeichen-getrennte Argumente. POP3-Argumente
// (Benutzername/Passwort/Nachrichtennummern) enthalten in der Praxis
// keine Anführungszeichen-Syntax wie IMAP — ein einfacher Split genügt
// für die kleinste Lösung.
func parseCommandLine(line string) command {
fields := strings.Fields(line)
if len(fields) == 0 {
return command{}
}
return command{
Name: strings.ToUpper(fields[0]),
Args: fields[1:],
}
}
+301
View File
@@ -0,0 +1,301 @@
package pop3
import (
"bufio"
"context"
"errors"
"net"
"strings"
"sync"
"testing"
"time"
)
type fakeAuthenticator struct {
users map[string]string
}
func (f fakeAuthenticator) Authenticate(_ context.Context, username, password string) (bool, error) {
want, ok := f.users[username]
return ok && want == password, nil
}
// fakeMailboxStore hält Nachrichten im Prozessspeicher — Delete entfernt
// sie erst bei tatsächlichem Aufruf (durch handleQuit im Update-Zustand).
type fakeMailboxStore struct {
mu sync.Mutex
messages map[string]map[int]string // username -> nummer -> inhalt
}
func newFakeMailboxStore() *fakeMailboxStore {
return &fakeMailboxStore{messages: map[string]map[int]string{
"alice": {1: "Erste Testnachricht\nmit zwei Zeilen", 2: "Zweite Testnachricht"},
}}
}
func (f *fakeMailboxStore) List(_ context.Context, username string) ([]Message, error) {
f.mu.Lock()
defer f.mu.Unlock()
msgs := f.messages[username]
result := make([]Message, 0, len(msgs))
for n, content := range msgs {
result = append(result, Message{Number: n, Size: int64(len(content))})
}
return result, nil
}
func (f *fakeMailboxStore) Retrieve(_ context.Context, username string, number int) ([]byte, error) {
f.mu.Lock()
defer f.mu.Unlock()
content, ok := f.messages[username][number]
if !ok {
return nil, errors.New("keine solche nachricht")
}
return []byte(content), nil
}
func (f *fakeMailboxStore) Delete(_ context.Context, username string, numbers []int) error {
f.mu.Lock()
defer f.mu.Unlock()
for _, n := range numbers {
delete(f.messages[username], n)
}
return nil
}
func (f *fakeMailboxStore) count(username string) int {
f.mu.Lock()
defer f.mu.Unlock()
return len(f.messages[username])
}
func startTestServer(t *testing.T) (addr string, store *fakeMailboxStore, stop func()) {
t.Helper()
auth := fakeAuthenticator{users: map[string]string{"alice": "geheim123"}}
store = newFakeMailboxStore()
srv := NewServer(auth, store)
listener, err := net.Listen("tcp", "127.0.0.1:0")
if err != nil {
t.Fatalf("listener: %v", err)
}
ctx, cancel := context.WithCancel(context.Background())
done := make(chan struct{})
go func() {
_ = srv.Serve(ctx, listener)
close(done)
}()
return listener.Addr().String(), store, func() {
cancel()
<-done
}
}
type pop3Client struct {
conn net.Conn
reader *bufio.Reader
}
func dial(t *testing.T, addr string) *pop3Client {
t.Helper()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 2*time.Second)
if err != nil {
t.Fatalf("dial: %v", err)
}
c := &pop3Client{conn: conn, reader: bufio.NewReader(conn)}
c.readLine(t) // Begrüßung
return c
}
func (c *pop3Client) readLine(t *testing.T) string {
t.Helper()
_ = c.conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(3 * time.Second))
line, err := c.reader.ReadString('\n')
if err != nil {
t.Fatalf("antwort lesen: %v", err)
}
return strings.TrimRight(line, "\r\n")
}
// send sendet EIN Kommando und liest EINE Antwortzeile (Statuszeile).
func (c *pop3Client) send(t *testing.T, cmd string) string {
t.Helper()
if _, err := c.conn.Write([]byte(cmd + "\r\n")); err != nil {
t.Fatalf("kommando senden: %v", err)
}
return c.readLine(t)
}
// sendMultiline sendet ein Kommando und liest bis zur "."-Abschlusszeile.
func (c *pop3Client) sendMultiline(t *testing.T, cmd string) (status string, dataLines []string) {
t.Helper()
status = c.send(t, cmd)
if !strings.HasPrefix(status, "+OK") {
return status, nil
}
for {
line := c.readLine(t)
if line == "." {
return status, dataLines
}
dataLines = append(dataLines, line)
}
}
func (c *pop3Client) close() { _ = c.conn.Close() }
func loginAsAlice(t *testing.T, c *pop3Client) {
t.Helper()
if resp := c.send(t, "USER alice"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("USER: %s", resp)
}
if resp := c.send(t, "PASS geheim123"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("PASS: %s", resp)
}
}
// TestSession_StateTransitions ist die geforderte Pflichtprüfung 1:
// automatisierter Test für jede Zustandsübergangs-Regel.
func TestSession_StateTransitions(t *testing.T) {
addr, _, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
// Verbotener Übergang: STAT/RETR/DELE in Authorization.
if resp := c.send(t, "STAT"); !strings.HasPrefix(resp, "-ERR") {
t.Fatalf("erwartete -ERR für STAT in Authorization, habe: %s", resp)
}
if resp := c.send(t, "RETR 1"); !strings.HasPrefix(resp, "-ERR") {
t.Fatalf("erwartete -ERR für RETR in Authorization, habe: %s", resp)
}
// PASS ohne vorheriges USER.
if resp := c.send(t, "PASS irgendwas"); !strings.HasPrefix(resp, "-ERR") {
t.Fatalf("erwartete -ERR für PASS ohne USER, habe: %s", resp)
}
// Authorization -> Transaction.
loginAsAlice(t, c)
// Verbotener Übergang: USER/PASS erneut in Transaction.
if resp := c.send(t, "USER alice"); !strings.HasPrefix(resp, "-ERR") {
t.Fatalf("erwartete -ERR für USER in Transaction, habe: %s", resp)
}
// In Transaction erlaubt: STAT.
if resp := c.send(t, "STAT"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("erwartete +OK für STAT in Transaction, habe: %s", resp)
}
// Transaction -> (Update, real durchlaufen) -> Verbindungsende.
if resp := c.send(t, "QUIT"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("erwartete +OK für QUIT, habe: %s", resp)
}
}
// TestCommands_RetrDeleFullCycle deckt Akzeptanzkriterium 2 ab: RETR
// liefert vollständige Nachrichten, DELE + QUIT löscht endgültig.
func TestCommands_RetrDeleFullCycle(t *testing.T) {
addr, store, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
defer c.close()
loginAsAlice(t, c)
status, lines := c.sendMultiline(t, "RETR 1")
if !strings.HasPrefix(status, "+OK") {
t.Fatalf("RETR: %s", status)
}
full := strings.Join(lines, "\n")
if full != "Erste Testnachricht\nmit zwei Zeilen" {
t.Fatalf("RETR lieferte keine vollständige nachricht, habe: %q", full)
}
if resp := c.send(t, "DELE 1"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("DELE: %s", resp)
}
if resp := c.send(t, "QUIT"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("QUIT: %s", resp)
}
if store.count("alice") != 1 {
t.Fatalf("erwartete 1 verbleibende nachricht nach DELE+QUIT, habe %d", store.count("alice"))
}
}
// TestCommands_DeleWithoutQuitDeletesNothing ist die geforderte
// Pflichtprüfung 3: DELE ohne anschließendes QUIT löscht nichts
// endgültig.
func TestCommands_DeleWithoutQuitDeletesNothing(t *testing.T) {
addr, store, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c := dial(t, addr)
loginAsAlice(t, c)
if resp := c.send(t, "DELE 1"); !strings.HasPrefix(resp, "+OK") {
t.Fatalf("DELE: %s", resp)
}
// Verbindung OHNE QUIT abrupt schließen.
c.close()
time.Sleep(100 * time.Millisecond) // server real verarbeiten lassen
if store.count("alice") != 2 {
t.Fatalf("erwartete weiterhin 2 nachrichten (kein QUIT, keine endgültige löschung), habe %d", store.count("alice"))
}
}
// TestPass_RejectsWithoutInformationLeak ist die geforderte
// Akzeptanzkriterium-3-Prüfung: fehlerhafte Anmeldeversuche ohne
// Informationspreisgabe.
func TestPass_RejectsWithoutInformationLeak(t *testing.T) {
addr, _, stop := startTestServer(t)
defer stop()
c1 := dial(t, addr)
defer c1.close()
c1.send(t, "USER unbekannter_nutzer")
respUnknownUser := c1.send(t, "PASS irgendwas")
c2 := dial(t, addr)
defer c2.close()
c2.send(t, "USER alice")
respWrongPassword := c2.send(t, "PASS falschespasswort")
if respUnknownUser != respWrongPassword {
t.Fatalf("unterschiedliche fehlermeldungen verraten, ob der nutzer existiert: %q vs %q", respUnknownUser, respWrongPassword)
}
if !strings.HasPrefix(respUnknownUser, "-ERR") {
t.Fatalf("erwartete -ERR, habe: %s", respUnknownUser)
}
}
// TestServer_ManyParallelSessions belegt Robustheit unter Last (Vorbild
// ING-01) — kein expliziter Lasttest im Ticket gefordert, aber sinnvolle
// Ergänzung zur Zustandsmaschinen-Testabdeckung.
func TestServer_ManyParallelSessions(t *testing.T) {
addr, _, stop := startTestServer(t)
defer stop()
const sessions = 20
var wg sync.WaitGroup
for i := 0; i < sessions; i++ {
wg.Add(1)
go func(n int) {
defer wg.Done()
conn, err := net.DialTimeout("tcp", addr, 3*time.Second)
if err != nil {
t.Errorf("dial %d: %v", n, err)
return
}
defer func() { _ = conn.Close() }()
c := &pop3Client{conn: conn, reader: bufio.NewReader(conn)}
c.readLine(t)
loginAsAlice(t, c)
c.send(t, "STAT")
c.send(t, "QUIT")
}(i)
}
wg.Wait()
}
+58
View File
@@ -0,0 +1,58 @@
package pop3
import (
"bufio"
"strings"
)
// sanitizeResponseText entfernt eingebettete CR/LF aus text, BEVOR er in
// eine Antwortzeile eingebettet wird (Bekannter Fehler vermeiden — gleiche
// Konvention wie mail/internal/imap/response.go: archivmail erlaubte
// Header-/Zeilen-Injection durch Stringkonkatenation ohne CRLF-Prüfung).
func sanitizeResponseText(text string) string {
text = strings.ReplaceAll(text, "\r", "")
text = strings.ReplaceAll(text, "\n", "")
return text
}
func writeOK(w *bufio.Writer, text string) error {
_, err := w.WriteString("+OK " + sanitizeResponseText(text) + "\r\n")
if err != nil {
return err
}
return w.Flush()
}
func writeErr(w *bufio.Writer, text string) error {
_, err := w.WriteString("-ERR " + sanitizeResponseText(text) + "\r\n")
if err != nil {
return err
}
return w.Flush()
}
// writeMultiline schreibt eine mehrzeilige POP3-Antwort (LIST/RETR):
// "+OK ...\r\n" gefolgt von den Datenzeilen und einer abschließenden
// "." -Zeile (RFC 1939 §3). content wird an "\n" in Zeilen zerlegt; jede
// Zeile, die selbst mit "." beginnt, wird per "Byte-Stuffing" verdoppelt
// (RFC-Pflicht UND zusätzlicher Schutz gegen eine vorzeitig wirkende
// Terminierungszeile durch Nachrichteninhalt).
func writeMultiline(w *bufio.Writer, okText, content string) error {
if _, err := w.WriteString("+OK " + sanitizeResponseText(okText) + "\r\n"); err != nil {
return err
}
normalized := strings.ReplaceAll(content, "\r\n", "\n")
for _, line := range strings.Split(normalized, "\n") {
line = strings.TrimSuffix(line, "\r")
if strings.HasPrefix(line, ".") {
line = "." + line
}
if _, err := w.WriteString(line + "\r\n"); err != nil {
return err
}
}
if _, err := w.WriteString(".\r\n"); err != nil {
return err
}
return w.Flush()
}
+55
View File
@@ -0,0 +1,55 @@
package pop3
import (
"context"
"errors"
"fmt"
"net"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
)
// Server nimmt POP3-Verbindungen an und bedient jede in einer eigenen
// Goroutine (Akzeptanzkriterium 1) — gleiches Muster wie
// mail/internal/imap.Server. TLS/STARTTLS ist Sache von ING-06, nicht
// dieser Kachel.
type Server struct {
auth Authenticator
store MailboxStore
guardCfg protoguard.Config
}
func NewServer(auth Authenticator, store MailboxStore) *Server {
return NewServerWithGuardConfig(auth, store, protoguard.DefaultConfig())
}
// NewServerWithGuardConfig erlaubt abweichende Phase-Timeouts und
// Backoff-Parameter (ING-07), z. B. für Tests oder gehärtete
// Betriebsumgebungen.
func NewServerWithGuardConfig(auth Authenticator, store MailboxStore, guardCfg protoguard.Config) *Server {
return &Server{auth: auth, store: store, guardCfg: guardCfg}
}
// Serve nimmt Verbindungen auf listener an, bis ctx beendet wird.
func (srv *Server) Serve(ctx context.Context, listener net.Listener) error {
go func() {
<-ctx.Done()
_ = listener.Close()
}()
for {
conn, err := listener.Accept()
if err != nil {
if ctx.Err() != nil {
return nil
}
var netErr net.Error
if errors.As(err, &netErr) && netErr.Timeout() {
continue
}
return fmt.Errorf("pop3: verbindung annehmen: %w", err)
}
session := newSession(conn, srv.auth, srv.store, srv.guardCfg)
go session.Serve(ctx)
}
}
+145
View File
@@ -0,0 +1,145 @@
package pop3
import (
"bufio"
"context"
"errors"
"io"
"net"
"strings"
"gitea.perlbach24.de/scripte/nexarch/mail/internal/protoguard"
)
// phaseAuthorization/phaseTransaction sind die protoguard-Phasen dieser
// Sitzung (ING-07 Akzeptanzkriterium 2: Timeouts pro Protokollphase
// konfigurierbar).
const (
phaseAuthorization protoguard.Phase = "authorization"
phaseTransaction protoguard.Phase = "transaction"
)
// maxCommandLineBytes begrenzt eine einzelne Kommandozeile (defensive
// Fehlerbehandlung bei nicht-konformen Gegenstellen, gleiche Konvention
// wie mail/internal/imap).
const maxCommandLineBytes = 8192
// Session ist eine einzelne POP3-Verbindung mit eigener Zustandsmaschine
// (Akzeptanzkriterium 1).
type Session struct {
conn net.Conn
reader *bufio.Reader
writer *bufio.Writer
auth Authenticator
store MailboxStore
guard *protoguard.Guard
state State
pendingUsername string // nach USER, vor erfolgreichem PASS
username string // nach erfolgreichem PASS
deleted map[int]bool
}
func newSession(conn net.Conn, auth Authenticator, store MailboxStore, guardCfg protoguard.Config) *Session {
return &Session{
conn: conn,
reader: bufio.NewReaderSize(conn, maxCommandLineBytes),
writer: bufio.NewWriter(conn),
auth: auth,
store: store,
guard: protoguard.New(guardCfg),
state: Authorization,
deleted: map[int]bool{},
}
}
// currentPhase liefert die protoguard-Phase des aktuellen Sitzungszustands.
func (s *Session) currentPhase() protoguard.Phase {
if s.state == Authorization {
return phaseAuthorization
}
return phaseTransaction
}
// State liefert den aktuellen Sitzungszustand (für Tests).
func (s *Session) State() State { return s.state }
// Serve führt die Sitzung bis QUIT oder Verbindungsende aus.
func (s *Session) Serve(ctx context.Context) {
defer func() { _ = s.conn.Close() }()
if err := writeOK(s.writer, "POP3 server ready"); err != nil {
return
}
for {
// Akzeptanzkriterium 2 (ING-07): Idle-Timeout pro Protokollphase,
// vor jedem Lesevorgang neu gesetzt, da ein Zustandswechsel die
// Phase (und damit den geltenden Timeout) ändern kann.
if err := s.guard.ApplyReadDeadline(s.conn, s.currentPhase()); err != nil {
return
}
line, err := s.readLine()
if err != nil {
// Verbindung endet OHNE QUIT (Timeout, Netzwerkabbruch oder
// harter Verbindungsabbruch) — Akzeptanzkriterium 1: die
// Session-Ressourcen (Verbindung, Reader/Writer) werden über
// das defer conn.Close() oben zuverlässig freigegeben.
// Zusätzlich Pflichtprüfung 3: als Deleted markierte
// Nachrichten dürfen dadurch NICHT gelöscht werden. Da
// store.Delete nur im regulären handleQuit aufgerufen wird,
// ist das hier bereits strukturell garantiert (kein Aufruf,
// keine Löschung).
return
}
if line == "" {
continue
}
cmd := parseCommandLine(line)
if cmd.Name == "" {
if err := writeErr(s.writer, "unrecognized command"); err != nil {
return
}
continue
}
if !s.dispatch(ctx, cmd) {
return
}
}
}
func (s *Session) readLine() (string, error) {
line, err := s.reader.ReadString('\n')
if err != nil {
if errors.Is(err, io.EOF) && line != "" {
return strings.TrimRight(line, "\r"), nil
}
return "", err
}
return strings.TrimRight(line, "\r\n"), nil
}
// dispatch verarbeitet EIN geparstes Kommando. false bedeutet: Sitzung
// beenden (QUIT abgeschlossen oder Schreibfehler).
func (s *Session) dispatch(ctx context.Context, cmd command) bool {
switch cmd.Name {
case "USER":
return s.handleUser(cmd)
case "PASS":
return s.handlePass(ctx, cmd)
case "STAT":
return s.handleStat(ctx)
case "LIST":
return s.handleList(ctx, cmd)
case "RETR":
return s.handleRetr(ctx, cmd)
case "DELE":
return s.handleDele(cmd)
case "QUIT":
return s.handleQuit(ctx)
default:
return writeErr(s.writer, "unknown command") == nil
}
}
+24
View File
@@ -0,0 +1,24 @@
package pop3
// State ist einer der drei POP3-Sitzungszustände (RFC 1939 §3),
// Akzeptanzkriterium 1.
type State int
const (
Authorization State = iota
Transaction
Update
)
func (s State) String() string {
switch s {
case Authorization:
return "AUTHORIZATION"
case Transaction:
return "TRANSACTION"
case Update:
return "UPDATE"
default:
return "unknown"
}
}
+119
View File
@@ -0,0 +1,119 @@
// Package protoguard bündelt die Fehlerbehandlungs- und
// Wiederverbindungslogik, die IMAP- und POP3-Sessions gemeinsam
// brauchen (ING-07): pro Protokollphase konfigurierbare Idle-Timeouts
// und Backoff statt Dauerschleife bei wiederholten Anmeldefehlern.
// Ressourcenaufräumung selbst passiert bereits strukturell durch
// defer conn.Close() in den Sessions — Guard sorgt dafür, dass dieser
// Pfad auch bei hängenden oder böswilligen Gegenstellen zuverlässig
// erreicht wird.
package protoguard
import (
"context"
"net"
"time"
)
// Phase identifiziert eine Protokollphase, für die ein eigener
// Idle-Timeout gilt.
type Phase string
// Config steuert Timeout- und Backoff-Verhalten einer Verbindung.
type Config struct {
// PhaseTimeout liefert den Idle-Timeout je Phase. Fehlt ein Eintrag,
// gilt DefaultTimeout.
PhaseTimeout map[Phase]time.Duration
// DefaultTimeout gilt, wenn für die aktuelle Phase kein eigener Wert
// gesetzt ist. 0 bedeutet: kein Timeout.
DefaultTimeout time.Duration
// MaxAuthFailures ist die Anzahl fehlgeschlagener Anmeldeversuche,
// nach der eine Verbindung getrennt wird. 0 bedeutet: unbegrenzt
// (kein Trennen, nur Backoff).
MaxAuthFailures int
// BackoffBase ist die Wartezeit vor der Antwort nach dem ersten
// Fehlversuch, verdoppelt sich je weiterem Fehlversuch bis
// BackoffMax.
BackoffBase time.Duration
BackoffMax time.Duration
}
// DefaultConfig liefert praxistaugliche Werte für Produktionsbetrieb.
func DefaultConfig() Config {
return Config{
DefaultTimeout: 5 * time.Minute,
MaxAuthFailures: 5,
BackoffBase: 200 * time.Millisecond,
BackoffMax: 5 * time.Second,
}
}
// Guard kapselt den Fehlerbehandlungszustand EINER Verbindung: aktuell
// angewandte Phase-Timeouts und Zahl der Anmeldefehlversuche.
type Guard struct {
cfg Config
authFailures int
}
// New erstellt einen Guard für eine einzelne Session.
func New(cfg Config) *Guard {
return &Guard{cfg: cfg}
}
// ApplyReadDeadline setzt die Lese-Deadline von conn passend zur
// angegebenen Protokollphase (Akzeptanzkriterium 2).
func (g *Guard) ApplyReadDeadline(conn net.Conn, phase Phase) error {
d := g.cfg.DefaultTimeout
if pd, ok := g.cfg.PhaseTimeout[phase]; ok {
d = pd
}
if d <= 0 {
return conn.SetReadDeadline(time.Time{})
}
return conn.SetReadDeadline(time.Now().Add(d))
}
// RecordAuthFailure zählt einen fehlgeschlagenen Anmeldeversuch dieser
// Verbindung und liefert die Backoff-Wartezeit vor der Fehlerantwort
// sowie ob die Verbindung danach getrennt werden muss (Akzeptanzkriterium
// 3: klar definierter Backoff statt Dauerschleife).
func (g *Guard) RecordAuthFailure() (backoff time.Duration, disconnect bool) {
g.authFailures++
backoff = g.backoffFor(g.authFailures)
disconnect = g.cfg.MaxAuthFailures > 0 && g.authFailures >= g.cfg.MaxAuthFailures
return backoff, disconnect
}
// ResetAuthFailures setzt den Fehlversuchszähler nach erfolgreicher
// Anmeldung zurück.
func (g *Guard) ResetAuthFailures() { g.authFailures = 0 }
func (g *Guard) backoffFor(failures int) time.Duration {
if g.cfg.BackoffBase <= 0 {
return 0
}
d := g.cfg.BackoffBase
for i := 1; i < failures; i++ {
d *= 2
if g.cfg.BackoffMax > 0 && d >= g.cfg.BackoffMax {
return g.cfg.BackoffMax
}
}
if g.cfg.BackoffMax > 0 && d > g.cfg.BackoffMax {
return g.cfg.BackoffMax
}
return d
}
// Wait wartet d, bricht aber bei ctx-Abbruch sofort ab, damit ein
// Server-Shutdown nicht auf eine laufende Backoff-Pause warten muss.
func (g *Guard) Wait(ctx context.Context, d time.Duration) {
if d <= 0 {
return
}
timer := time.NewTimer(d)
defer timer.Stop()
select {
case <-timer.C:
case <-ctx.Done():
}
}