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# Prompt 01 – Anforderungsanalyse
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Projekt: Ressourcen- und Materialmanagement, Bereich Rettungsdienst/KatS als erster Anwendungsfall ([[11_systemumfang_ressourcenmanagement]]). Noch keine technische Umsetzung — reine fachliche Zusammenfassung.
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## 1. Ausgangslage
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Heute: Papierlisten pro Rucksack/Fahrzeug (Beispiele: Handball Rucksack, Rettungsrucksack, Rucksack PAX SEG). Mitarbeiter kontrolliert, zählt, tauscht abgelaufenes Material, trägt Abweichung ein, unterschreibt, Papier wird abgeheftet. Ziel: dies weitgehend digital ersetzen, ohne dass Fehlbestände vergessen werden können.
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## 2. Funktionale Anforderungen
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### Muss
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- Digitale Erfassung von Materialbeständen je Ressource (Rucksack, Fahrzeug, später weitere Objekttypen).
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- Digitale Durchführung von Kontrollen: Ist-Menge je Position erfassen, Abweichungen sichtbar machen.
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- Automatisches Anlegen eines Fehlbestand-Vorgangs bei jeder festgestellten Mindermenge — auch bei sofortiger Nachfüllung (Karte 07: entsteht + wird sofort erledigt, mit Historie).
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- Fehlbestand bleibt als eigener, offener Vorgang bestehen, unabhängig vom Abschluss der Kontrolle.
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- Besatzung kann fehlendes Material selbst aus dem Lager nachfüllen und dies dokumentieren.
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- Fehlbestand gilt erst als erledigt, wenn tatsächlicher Bestand wieder vollständig ist (nicht durch bloße Genehmigung).
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- Genehmigung von Mindermengen durch berechtigte Rollen (Materialverantwortlicher/Leitungsverantwortlicher), OHNE dass sich dadurch die tatsächliche Ist-Menge ändert (Karte 08: Genehmigung gilt automatisch bis zur nächsten Kontrolle).
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- Materialverantwortlicher kann Sollmengen/Beladungsvorlagen ändern (Karte 03).
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- Mitarbeiter meldet nur Ist-Menge, keine Stammdaten-Änderung (Karte 02).
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- Administration verwaltet Ressourcen, Vorlagen, Materialstamm, Benutzer, Zuständigkeiten (Karte 04: Zuständigkeiten flexibel durch Admin einteilbar, n:m Verantwortlicher↔Standort/Objekt).
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- Duplizieren von Ressourcen/Vorlagen als Grundlage für neue Objekte, mit anschließend voller Editierbarkeit; Zustandsdaten (Bestand, SN, Chargen, offene Fehlbestände, Historie) werden NICHT mitkopiert.
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- Individuelle Abweichung eines konkreten Objekts von seiner Vorlage muss möglich und nachvollziehbar sein.
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- Verantwortlichen-Dashboard mit offenen Fehlbeständen, genehmigten Mindermengen, Filtermöglichkeiten (Standort, Objekt, Material, Alter).
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- Benachrichtigung bei neuem Fehlbestand: Dashboard + E-Mail (Karte 05).
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- Vollständige Historie/Audit: wer, was, wann, alter/neuer Wert, Begründung.
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- Echtes Benutzerkonto mit Login (Passwort/PIN) für alle Rollen (Karte 09).
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- Bedienbarkeit sowohl auf PC als auch auf Smartphone/Tablet (Karte 06).
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- Zuweisung von Kontrollverantwortung an Einzelperson oder Gruppe möglich, ohne dass dies andere Mitarbeiter von der Kontrolle ausschließt (Karte 01).
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### Soll
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- Ablaufdaten/Chargen-Unterstützung inkl. Warnzeiträume (Prompt 14, später vertieft).
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- Erweiterbarkeit des Materialstamms um Medikamente, Geräte mit Seriennummer, Chargen.
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- Objekt- und Geräte-Code-Feld (ID für spätere QR/Barcode-Nutzung) bereits im Datenmodell vorsehen (Karte 10).
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- Zeitstempel "Fehlbestand entstanden am" für spätere Eskalationslogik vorsehen (Karte 12).
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### Kann (spätere Ausbaustufen, nicht MVP)
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- QR-/Barcode-Scan für Direktzugriff auf Objekt bzw. automatische SN-Erkennung (Roadmap, Karte 10).
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- Automatische Eskalation offener Fehlbestände an Leitungsverantwortliche nach konfigurierbaren Fristen (Roadmap, Karte 12).
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- Lagerverwaltung mit eigenen Lagerorten/Mindestbeständen, getrennt von Objektbestand (Prompt 15).
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- Offline-fähige mobile Nutzung mit Synchronisierung (Prompt 17).
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- Push-Benachrichtigungen (bewusst nicht in V1, Karte 05).
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- Generische Ausweitung auf weitere Ressourcentypen (Zelte, Feldbetten, Stromerzeuger, Funkgeräte, Betreuungsmaterial) über bereits vorbereitete Bereichs-/Kategorie-Dimension (Karte 11).
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## 3. Nichtfunktionale Anforderungen
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- Nachvollziehbarkeit/Auditierbarkeit hat hohe Priorität (Rettungsdienst-/KatS-Kontext, Verantwortlichkeit im Einsatzfall).
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- Bedienung muss im Einsatzumfeld schnell und mit wenig Tipparbeit möglich sein (Prompt 11).
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- System muss für mehrere Standorte/Wachen gleichzeitig nutzbar sein, mit flexibler, nicht starrer Organisationsstruktur (Karte 04).
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- Erweiterbarkeit ohne Grundmodell-Umbau ist ausdrückliches Designziel (Medikamente, Geräte, Prüfungen, Lagerbestände, weitere Ressourcentypen).
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- Datensicherheit: echte Authentifizierung, Rollen-/Rechtetrennung.
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- Verfügbarkeit auf gängigen Endgeräten (PC, Smartphone, Tablet) ohne getrennte Codebasis-Pflicht.
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## 4. Angenommene Rahmenbedingungen (Annahmen)
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- Rettungsdienst/KatS ist der erste produktive Bereich, System aber von Anfang an bereichsoffen modelliert (Karte 11).
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- Es gibt mehrere Standorte/Wachen mit potenziell unterschiedlichen Verantwortlichkeiten (Karte 04).
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- Mengenangaben aus bestehenden Excel-Listen (Artikel, Menge, Artikelnummer, teils Seriennummer) bilden den fachlichen Ausgangsdatensatz für Materialstamm und Vorlagen.
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- Netzabdeckung im Einsatzumfeld ist nicht durchgängig gesichert (Offline-Frage bleibt in Prompt 17 vertiefend zu klären).
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## 5. Risiken
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- Vermischung von "genehmigter Mindermenge" und "tatsächlichem Bestand" wäre fachlich falsch und sicherheitskritisch (ausdrücklich zu verhindern, siehe `reihenfolge.md`) — hohe Sorgfalt bei Statusmodell in Prompt 03/04 nötig.
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- Zu frühes technisches Design (Datenbank/UI) vor Abschluss 01–05 kann zu Fehlannahmen führen, die teuren Umbau erfordern (deswegen strikte Reihenfolge).
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- Generischer Ressourcenansatz (Karte 11) kann Komplexität erhöhen, wenn nicht sauber von MVP-Umfang (Prompt 18) getrennt.
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- Fehlende/inkonsistente Netzabdeckung im Einsatz kann Datenverlust oder Doppelerfassung verursachen, falls Offline-Konzept (Prompt 17) nicht sauber gelöst wird.
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- Kein Push in V1 (Karte 05) kann bei zeitkritischen Fehlbeständen zu Verzögerung führen, falls Verantwortlicher E-Mail/Dashboard nicht zeitnah prüft — als bekanntes Risiko für Roadmap (Eskalation, Karte 12) vermerkt.
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## 6. Offene Fragen (vor Prompt 02–05 weiter zu klären)
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- Muss zugewiesene Kontrollverantwortung (Karte 01) eine Pflichtkontrolle erzwingen, oder bleibt sie reine Sichtbarkeits-/Priorisierungshilfe?
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- Kann ein Objekt mehrere gleichzeitig zuständige Verantwortliche haben, und vererbt sich Zuständigkeit vom Standort automatisch auf alle dortigen Objekte (Karte 04)?
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- Wie granular soll der Objekttyp/Kategorie-Baum sein (Karte 11) — flache Liste (Rettungsdienst, Betreuung, Technik, ...) oder hierarchisch mit Unterkategorien?
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- Welche Kontrollintervalle/Fristen sind organisatorisch vorgesehen (täglich, wöchentlich, nach Einsatz)? — relevant für Prompt 02 und spätere Eskalation.
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## Referenzen
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Arbeitskarten: [[01_rollen_zuordnung]], [[02_rechte_stammdaten]], [[03_sollmengen_recht]], [[04_organisationsstruktur]], [[05_benachrichtigungen]], [[06_geraet_pc_mobil]], [[07_sofort_nachfuellung]], [[08_mindermenge_gueltigkeit]], [[09_authentifizierung]], [[10_qr_barcode]], [[11_systemumfang_ressourcenmanagement]], [[12_eskalation]]
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# Prompt 02 – Kontrollprozess vollständig definieren
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Bezug: [[01_anforderungsanalyse]], Karten [[01_rollen_zuordnung]], [[07_sofort_nachfuellung]], [[08_mindermenge_gueltigkeit]], [[06_geraet_pc_mobil]].
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## 1. Status einer Kontrolle
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- **nicht gestartet** – Objekt wartet auf Kontrolle
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- **in Bearbeitung** – Mitarbeiter hat Kontrolle geöffnet, noch nicht abgeschlossen
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- **abgeschlossen** – Kontrolle beendet (kann trotzdem offene Fehlbestände als eigene Vorgänge hinterlassen, siehe Prompt 16)
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- **abgebrochen** – Mitarbeiter hat Kontrolle gestartet, aber nicht zu Ende geführt (z. B. Einsatzalarmierung); keine Ist-Werte werden übernommen, Objekt bleibt „nicht gestartet“/vorherigen Stand
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## 2. Ablauf (Normalfall, keine Abweichung)
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1. Mitarbeiter öffnet Ressource (Rucksack/Fahrzeug) – frei wählbar oder aus zugewiesener Liste (Karte 01).
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2. System zeigt Positionen nach Kategorie/Fach gegliedert (siehe Struktur der bestehenden Excel-Listen: Fach → Artikel → Sollmenge).
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3. Für jede Position: einfache Bestätigung „passt“ (Ist = Soll) per einem Tap, oder Eingabe abweichender Ist-Menge.
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4. Bestätigte Positionen benötigen keine weitere Eingabe.
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5. Nach letzter Position: Kontrolle abschließen (Prompt 16), System speichert Kontrollnachweis (wer, wann, Objekt, Ergebnis je Position).
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## 3. Ablauf bei Abweichung (Ist < Soll)
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1. Mitarbeiter trägt Ist-Menge ein, System berechnet Fehlmenge automatisch (Soll − Ist).
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2. System legt automatisch einen Fehlbestand-Vorgang an, Status „offen“, mit Zeitstempel „entstanden am“ (Vorbereitung Eskalation, Karte 12).
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3. Mitarbeiter wird gefragt: „Direkt aus Lager nachfüllen?“
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- **Ja, sofort nachgefüllt:** Ist-Menge wird auf Soll korrigiert, Fehlbestand-Vorgang wird im selben Moment auf Status „erledigt“ gesetzt, Historieneintrag zeigt beide Ereignisse mit Zeitstempel (Karte 07).
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- **Nein, nicht verfügbar:** Fehlbestand bleibt „offen“, Kontrolle kann trotzdem fortgesetzt/abgeschlossen werden (Prompt 16).
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4. Optional: Mitarbeiter kann Ursache/Bemerkung zum Fehlbestand hinterlegen (z. B. „Verbrauch im Einsatz“, „nicht auffindbar“).
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## 4. Ablauf bei Ist > Soll (Überbestand)
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- Wird ebenfalls erfasst und als Abweichung protokolliert (informativ), löst aber keinen Fehlbestand-Vorgang aus. Keine Genehmigungspflicht nötig, da kein Sicherheitsrisiko wie bei Mindermenge.
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## 5. Nachfüllung außerhalb der Kontrolle
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- Ein offener Fehlbestand kann jederzeit unabhängig von einer laufenden Kontrolle nachgefüllt werden (z. B. Lieferung trifft später ein).
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- Nachfüllung erfasst: nachgefüllte Menge, wer, wann. Ist die Sollmenge danach wieder vollständig erreicht → Fehlbestand-Vorgang wird automatisch auf „erledigt“ gesetzt.
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- Teilnachfüllung: Fehlbestand bleibt „offen“, Fehlmenge wird reduziert, Historieneintrag dokumentiert Teilschritt.
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## 6. Mindermengen-Genehmigung im Ablauf
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- Bei offenem Fehlbestand kann Materialverantwortlicher/Leitungsverantwortlicher eine Ausnahme genehmigen (Prompt 04).
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- Genehmigung ändert NICHT die Ist-Menge, sondern setzt einen zusätzlichen Status/Vermerk „Mindermenge genehmigt“ neben dem weiterhin bestehenden Fehlbestand.
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- Genehmigung gilt automatisch nur bis zur nächsten Kontrolle desselben Objekts (Karte 08) – bei dieser nächsten Kontrolle wird die Position erneut regulär bewertet.
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## 7. Sonderfälle
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- **Material nicht mehr im Bestand des Materialstamms vorhanden** (z. B. Position wurde durch Vorlagenänderung entfernt): Kontrolle zeigt Hinweis, Position wird als „entfällt“ markiert statt als Fehlbestand.
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- **Individuelle Abweichung vom Vorlagen-Soll** (Prompt 10): Kontrolle rechnet gegen die objektindividuelle Sollmenge, nicht gegen die ursprüngliche Vorlage.
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- **Mehrere Mitarbeiter gleichzeitig an derselben Kontrolle:** ausgeschlossen durch Objekt-Sperre nach Scan/Kontrollstart (siehe Punkt 8), nicht durch reine Konvention.
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- **Gerätewechsel (PC ↔ mobil) mitten in einer Kontrolle:** Kontrollstatus „in Bearbeitung“ muss geräteunabhängig fortsetzbar sein (Karte 06), da Login-basiert und nicht gerätegebunden.
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## 8. Objekt-Sperre bei aktiver Kontrolle (Nutzerentscheidung)
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Ergänzung zum Sonderfall „mehrere Mitarbeiter gleichzeitig": Sobald ein Objekt gescannt bzw. eine Kontrolle daran gestartet wird, gilt es für andere Mitarbeiter als **gesperrt**, solange die Kontrolle „in Bearbeitung“ ist.
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**Wichtige Klarstellung zum Geltungsbereich:** Die Sperre gilt ausschließlich **pro einzelnem Objekt**, nicht für eine ganze Kontrollrunde/Kampagne. Mehrere Mitarbeiter können jederzeit **gleichzeitig verschiedene Objekte** kontrollieren (z. B. eine ganze Fahrzeugflotte wird parallel von mehreren Personen kontrolliert, je eine Person pro Fahrzeug/Rucksack). Gesperrt ist immer nur das konkrete Objekt, an dem gerade eine Kontrolle läuft – nicht das System oder ein größerer Bereich.
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- **Sperre auslösen:** automatisch bei Scan/Kontrollstart (Prompt 11, Screen 1/2).
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- **Zweiter Zugriffsversuch:** System zeigt klare Meldung „wird gerade von [Name] kontrolliert, seit [Zeitpunkt]" statt stillschweigend zu blockieren.
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- **Übernahme möglich:** zweiter Mitarbeiter kann nach dieser Meldung bewusst „trotzdem übernehmen" wählen (z. B. wenn erster Kollege erwiesenermaßen nicht mehr dran ist, Akku leer, Einsatzalarmierung). Kein automatischer Timeout nötig, da menschliche Entscheidung die Übernahme freigibt.
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- **Protokollierung:** jede Übernahme wird als Historieneintrag festgehalten (wer hat wem die laufende Kontrolle entzogen, wann, Prompt 13) – Nachvollziehbarkeit bleibt gewahrt.
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- **Freigabe der Sperre:** automatisch bei Abschluss oder Abbruch der Kontrolle (Prompt 16), zusätzlich jederzeit durch Übernahme gemäß obigem Mechanismus.
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- Getrennt vom Server-Zuordnungs-Mechanismus für Satelliten (Karte 13): diese Sperre wirkt innerhalb eines Servers (Haupt- oder Satellit) zwischen einzelnen Benutzern, die Server-Zuordnung wirkt zwischen Haupt- und Satelliten-Server als Ganzes.
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## 9. Trennung der vier Kernbegriffe (verbindlich)
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| Begriff | Bedeutung | Ändert Ist-Menge? |
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|---|---|---|
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| Kontrolle | Erfassungsvorgang zu einem Zeitpunkt | nein, nur Erfassung |
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| Fehlbestand | Automatisch entstandener Vorgang bei Ist < Soll | nein, dokumentiert nur |
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| Nachfüllung | Tatsächliches Auffüllen aus Lager | ja, korrigiert Ist-Menge |
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| Mindermengen-Genehmigung | Fachliche Ausnahmeentscheidung | nein, niemals |
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Diese Trennung ist die zentrale Leitplanke aus `reihenfolge.md` und darf bei Prompt 03/04/06 nicht aufgeweicht werden.
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## Offene Fragen für Prompt 03/04
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- Braucht „abgebrochene“ Kontrolle eine Aufbewahrung als Teil-Historie, oder wird sie komplett verworfen?
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- Soll Bemerkungsfeld beim Fehlbestand Pflicht oder optional sein?
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# Prompt 03 – Fehlbestände und Aufgaben definieren
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Bezug: [[02_prozess_kontrolle]], Karten [[07_sofort_nachfuellung]], [[08_mindermenge_gueltigkeit]], [[12_eskalation]].
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## 1. Statusmaschine Fehlbestand
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```
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┌────────────────────────────────────┐
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│ │
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entdeckt ──▶ offen ──▶ in Bearbeitung ──▶ nachgefüllt ──▶ erledigt
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│ │
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│ └──▶ Mindermenge genehmigt ─┐
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│ │ (bleibt weiterhin
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└──────────────────────────────────────────┘ als Fehlbestand sichtbar,
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bis tatsächlich erledigt)
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```
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**Status-Definitionen:**
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- **offen** – Fehlmenge festgestellt, noch keine Reaktion.
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- **in Bearbeitung** – jemand kümmert sich aktiv (z. B. Bestellung ausgelöst, Ersatzteil unterwegs); optionaler Zwischenstatus, kein Pflichtdurchlauf.
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- **Mindermenge genehmigt** – zusätzlicher Vermerk/Substatus, KEIN Ersatz für „offen“; Fehlbestand bleibt fachlich offen, nur die Bewertung/Sichtbarkeit ändert sich (Karte 08). Läuft automatisch aus bei nächster Kontrolle des Objekts.
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- **nachgefüllt (teilweise)** – Ist-Menge wurde erhöht, aber Soll noch nicht vollständig erreicht; Fehlmenge reduziert sich. Technisch eigener Status `nachgefuellt_teilweise` (Prompt 20), fachlich zählt er weiterhin als „offen" – Dashboard-Kennzahlen (Prompt 12) müssen `offen`, `in_bearbeitung` UND `nachgefuellt_teilweise` gemeinsam als „offen" aggregieren.
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- **erledigt** – Ist-Menge = Soll-Menge erreicht, unabhängig davon ob durch sofortige Nachfüllung (Karte 07) oder spätere Lieferung.
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**Wichtigste Regel (aus `reihenfolge.md`):** „Mindermenge genehmigt“ ist niemals gleichbedeutend mit „erledigt“. Ein Fehlbestand gilt ausschließlich als erledigt, wenn der tatsächliche Bestand wieder vollständig ist.
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## 2. Pflichtattribute eines Fehlbestand-Vorgangs
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| Feld | Beschreibung |
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|---|---|
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| Material | Referenz auf Materialstamm-Position |
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| Ressource | Rucksack/Fahrzeug/Objekt, an dem Fehlbestand festgestellt wurde |
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| Standort | zum Zeitpunkt der Feststellung |
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| Sollmenge | zum Zeitpunkt der Feststellung (kann sich später durch Vorlagenänderung ändern, Vorgang bleibt an ursprünglichem Wert dokumentiert) |
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| Istmenge | zum Zeitpunkt der Feststellung |
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| Fehlmenge | Soll − Ist, wird bei Teilnachfüllung neu berechnet |
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| Entstanden am | Zeitstempel, Grundlage für spätere Eskalation (Karte 12) |
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| Festgestellt von | Mitarbeiter/Kontrolle, die den Fehlbestand ausgelöst hat |
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| Ursache | optional (z. B. Verbrauch, nicht auffindbar, beschädigt) |
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| Maßnahme(n) | Historie von Aktionen (Nachfüllung, Genehmigung, Bemerkungen) |
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| Verantwortlicher | zuständiger Materialverantwortlicher (aus Zuständigkeits-Zuordnung, Karte 04) |
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| Erledigt am | Zeitstempel, wenn Status „erledigt“ erreicht |
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| Historie | vollständiger Verlauf aller Statuswechsel mit wer/wann/alt→neu |
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## 3. Übergangsregeln
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- **offen → in Bearbeitung**: manuell durch Verantwortlichen, rein informativ, keine Pflicht.
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- **offen/in Bearbeitung → Mindermenge genehmigt**: nur durch Materialverantwortlicher/Leitungsverantwortlicher (Prompt 04), niemals durch Mitarbeiter/Kontrollorgan selbst.
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- **jeder Status → erledigt**: ausschließlich automatisch durch das System, wenn Ist = Soll erreicht wird (nie manuell durch Setzen eines Häkchens ohne Mengenabgleich).
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- **Mindermenge genehmigt → offen**: automatisch beim Start der nächsten Kontrolle desselben Objekts (Ablauf der Genehmigung, Karte 08), sofern die Abweichung dort weiterhin besteht.
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- Sofortige Nachfüllung während der Kontrolle: Übergang offen → erledigt geschieht ohne Zwischenstatus, aber mit vollständigem Historieneintrag beider Ereignisse (Karte 07).
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## 4. Sichtbarkeit
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- Mitarbeiter: sieht offene Fehlbestände seiner kontrollierten/zugewiesenen Objekte, kann nachfüllen.
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- Materialverantwortlicher/Leitungsverantwortlicher: sieht alle Fehlbestände seines Zuständigkeitsbereichs (Karte 04), kann genehmigen, Sollmengen anpassen.
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- Administration: sieht alles, verwaltet Stammdaten/Struktur.
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## 5. Vorbereitung für Roadmap-Feature Eskalation (Karte 12)
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- Feld „entstanden am“ ist Pflicht, damit späteres Eskalationsjob (Prompt 24) Alter berechnen kann, ohne Modelländerung.
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- Kein Eskalationsmechanismus selbst in V1 – nur Datenbasis.
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## Offene Fragen für Prompt 04
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- Bemerkungsfeld beim Fehlbestand: aus Prompt 02 offen – Pflicht oder optional? → Empfehlung: optional, aber bei Genehmigung einer Mindermenge zwingend (Begründungspflicht), siehe Prompt 04.
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- Muss ein Fehlbestand einem bestimmten Verantwortlichen fest zugeordnet werden, oder reicht "sichtbar für alle Verantwortlichen des Zuständigkeitsbereichs"? → Im Schema (Prompt 20) als `verantwortlicher_id` NULLABLE umgesetzt: NULL bedeutet „sichtbar für alle Verantwortlichen des Zuständigkeitsbereichs" (Standardfall), gesetzter Wert bedeutet feste Zuordnung. Beide Fälle vom Modell abgedeckt, keine weitere Entscheidung nötig.
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# Prompt 04 – Mindermengen-Ausnahmen
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Bezug: [[03_fehlbestandsmanagement]], Karten [[03_sollmengen_recht]], [[08_mindermenge_gueltigkeit]].
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## 1. Grundprinzip
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Eine genehmigte Mindermenge ist eine **fachliche Bewertung**, kein Bestandsvorgang. Beispiel: Soll 10, Ist 8, Fehlbestand 2 → nach Genehmigung bleibt Ist weiterhin 8, Fehlbestand weiterhin 2, nur die Einstufung ändert sich von „unbewertet offen“ zu „bewusst akzeptiert, aber weiterhin offen“.
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## 2. Wer darf genehmigen
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- Materialverantwortlicher (Karte 03: darf auch Sollmengen ändern).
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- Leitungsverantwortlicher (vermutlich gleiche oder erweiterte Rechte, final in Prompt 05 zu bestätigen).
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- Mitarbeiter/Kontrollorgan: darf Abweichung feststellen und dokumentieren, NIEMALS selbst genehmigen.
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## 3. Genehmigungsprozess
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1. Offener Fehlbestand existiert (Prompt 03, Status „offen“ oder „in Bearbeitung“).
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2. Berechtigte Rolle öffnet Fehlbestand, wählt „Mindermenge genehmigen“.
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3. Pflichtfeld: Begründung (Freitext), z. B. „Lieferengpass Hersteller, Ersatz bestellt, Lieferung erwartet KW38“.
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4. System setzt Vermerk „Mindermenge genehmigt“, verknüpft mit der aktuellen Kontrolle des Objekts.
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5. Genehmigung ändert nicht Ist-Menge, nicht Fehlmenge, nicht den zugrundeliegenden „offen“-Zustand des Fehlbestands als Faktum.
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## 4. Gültigkeitsdauer (Karte 08 – bereits entschieden)
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- Genehmigung gilt automatisch nur **bis zur nächsten Kontrolle** desselben Objekts – kein Kalenderdatum, kein manuelles Ablaufen nötig.
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- Bei Start der nächsten Kontrolle: Position wird regulär neu bewertet. Besteht die Abweichung weiterhin, ist eine neue, eigenständige Genehmigung erforderlich (alte Genehmigung erlischt automatisch, wird aber in der Historie sichtbar archiviert, nicht gelöscht).
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- Wird die Abweichung bei nächster Kontrolle behoben (nachgefüllt), erledigt sich sowohl Fehlbestand als auch Genehmigungs-Vermerk gemeinsam.
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## 5. Anzeige
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- Im Kontroll-Screen: Position mit genehmigter Mindermenge zeigt deutliches Symbol „genehmigte Abweichung, gültig bis nächste Kontrolle“ + Begründung, damit Mitarbeiter nicht denkt, hier bestehe kein Handlungsbedarf.
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- Im Dashboard: eigener Filter „genehmigte Mindermengen“, getrennt von unbewerteten offenen Fehlbeständen (Prompt 12).
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- Fehlbestand-Zähler (z. B. für KPIs) muss genehmigte UND ungenehmigte offene Fehlbestände weiterhin als „offen“ zählen – Genehmigung ist keine Erledigung.
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## 6. Verhalten nach Ablauf
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- Kein separater „Ablauf-Job“ nötig, da Ablauf an Kontrollstart gekoppelt ist (kein Zeit-Trigger notwendig für V1, vereinfacht MVP).
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- Falls später ein zusätzliches zeitbasiertes Ablaufen gewünscht wird (z. B. Genehmigung verfällt auch ohne neue Kontrolle nach X Tagen) → das wäre eine Erweiterung, aktuell nicht gefordert.
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## 7. Historie/Audit
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Jede Genehmigung protokolliert: wer, wann, Begründung, betroffene Kontrolle, und – beim automatischen Erlöschen – Zeitpunkt/Kontrolle, die sie beendet hat.
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## Offene Fragen für Prompt 05
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- Gibt es einen Unterschied in den Genehmigungsrechten zwischen Materialverantwortlichem und Leitungsverantwortlichem (z. B. Eskalationsstufen, Genehmigung ab bestimmter Fehlmengenhöhe nur durch Leitung)?
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# Prompt 05 – Benutzerrollen und Rechte
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Bezug: [[01_anforderungsanalyse]], [[02_prozess_kontrolle]], [[03_fehlbestandsmanagement]], [[04_mindermengen]], Karten [[01_rollen_zuordnung]], [[02_rechte_stammdaten]], [[03_sollmengen_recht]], [[04_organisationsstruktur]], [[09_authentifizierung]].
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## 1. Rollen
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- **Mitarbeiter/Kontrollorgan** – führt Kontrollen durch, füllt nach, meldet Abweichungen.
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- **Materialverantwortlicher** – fachlich zuständig für Material eines Zuständigkeitsbereichs (Standort/Objekt, Karte 04), genehmigt Mindermengen, pflegt Sollmengen/Vorlagen.
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- **Leitungsverantwortlicher** – übergeordnete Verantwortung, gleiche Rechte wie Materialverantwortlicher plus organisatorische/eskalierende Sicht (siehe 3.).
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- **Administration** – verwaltet Stammdaten, Struktur, Benutzer, Zuständigkeiten.
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Mehrfachrollen pro Person möglich (z. B. Mitarbeiter UND Materialverantwortlicher).
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## 2. Berechtigungsmatrix
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| Aktion | Mitarbeiter | Materialverantwortlicher | Leitungsverantwortlicher | Administration |
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|---|---|---|---|---|
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| Kontrolle durchführen/abschließen | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
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| Ist-Menge erfassen | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
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| Nachfüllung dokumentieren | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
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| Fehlbestand einsehen (eigener Zuständigkeitsbereich) | ✅ (nur zugewiesene/kontrollierte Objekte) | ✅ | ✅ | ✅ (alles) |
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| Mindermenge genehmigen | ❌ | ✅ | ✅ | ❌ (Admin genehmigt fachlich nicht, reine Stammdatenrolle) |
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| Sollmenge/Vorlage ändern | ❌ | ✅ (Karte 03) | ✅ | ✅ |
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| Zuständigkeiten zuordnen (wer verantwortet was) | ❌ | ❌ | ❌ | ✅ (Karte 04) |
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| Objekte/Ressourcen anlegen, duplizieren | ❌ | ❌ | ❌ | ✅ |
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| Materialstamm pflegen | ❌ | ❌ | ❌ | ✅ |
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| Benutzer/Rollen verwalten | ❌ | ❌ | ❌ | ✅ |
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| Kontrollverantwortung zuweisen (Einzelperson/Gruppe) | ❌ | ✅ (eigener Bereich) | ✅ | ✅ |
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| Historie/Audit einsehen (eigener Bereich) | ✅ (eigene Aktionen) | ✅ | ✅ | ✅ (alles) |
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| Dashboard mit offenen Fehlbeständen/Mindermengen | ❌ (nicht nötig, sieht nur eigene Objekte in Kontroll-UI) | ✅ | ✅ | ✅ |
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## 3. Offene Frage aus Prompt 04 – geklärt
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**Frage:** Unterschied in Genehmigungsrechten zwischen Materialverantwortlichem und Leitungsverantwortlichem?
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**Entscheidung:** In V1 **keine** fachliche Einschränkung – beide dürfen jede Mindermenge in ihrem Zuständigkeitsbereich genehmigen, unabhängig von Fehlmengenhöhe. Kein Eskalationsstufen-Zwang beim Genehmigen selbst.
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Begründung: Materialverantwortlicher ist die fachlich nähere, schnellere Instanz; Leitung soll nicht zum Flaschenhals werden. Eskalation (Karte 12) ist ein separater, zeitbasierter Mechanismus für *unbearbeitete* Fehlbestände, keine Genehmigungshierarchie.
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Für spätere Ausbaustufe denkbar, aber nicht MVP: Schwellenwert (z. B. hohe Fehlmengen nur durch Leitung genehmigbar) – als Roadmap-Notiz vermerkt, kein Datenmodell-Zwang jetzt.
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## 4. Feingranulare Rechte (zusätzlich identifiziert)
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- Lesen vs. Schreiben pro Bereich (z. B. Leitungsverantwortlicher kann bereichsübergreifend lesen, aber nur in zugewiesenem Bereich schreiben – abhängig von Zuständigkeits-Zuordnung Karte 04).
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- Eigene Aktionen vs. fremde Aktionen einsehen (Mitarbeiter sieht nur eigene Historie, Verantwortliche sehen Historie ihres Bereichs).
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- Genehmigen vs. Sollmenge ändern sind zwei getrennte Rechte (nicht zwingend gekoppelt), falls später feinere Rollen gewünscht (z. B. "nur genehmigen, keine Vorlagenänderung").
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## 5. Mögliche zukünftige Rollen (Roadmap, nicht MVP)
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- **Lagerverantwortlicher** (Prompt 15 – separate Lagerbestände, getrennt vom Objektbestand).
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- **Prüforgan/Medizinprodukteverantwortlicher** (Prompt 14/24 – Prüfungen, Ablaufdaten, Medizinprodukte-Konformität).
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- **Bereichsleitung** oberhalb Leitungsverantwortlicher, falls generischer Ressourcenansatz (Karte 11) mehrere Bereiche mit eigener Leitung erfordert.
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- **Read-only-Auditor** (z. B. externe Prüfung/Revision) – nur Historie/Audit einsehen, keine Aktionen.
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## Referenzen
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Arbeitskarten: [[01_rollen_zuordnung]], [[02_rechte_stammdaten]], [[03_sollmengen_recht]], [[04_organisationsstruktur]], [[09_authentifizierung]]
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