## Proxmox Update Script Automatisiertes Update-Skript für Proxmox VE mit Kernel-Erkennung, ZFS-Snapshots vor jedem Update, automatischer Bereinigung alter Kernel-Reste und optionalem Reboot. ### Installation ``` nano /root/scripte/pve-update.py chmod +x /root/scripte/pve-update.py ``` ### Testlauf ``` sudo /root/scripte/pve-update.py ``` ### Automatisiert mit Reboot-Option (per cron oder systemd-timer) ``` REBOOT=YES /root/scripte/pve-update.py ``` > Wichtig: `REBOOT=YES` muss als **Umgebungsvariable** gesetzt werden, nicht als Kommandozeilenargument. In einer Cron-Zeile wird das automatisch korrekt übernommen (siehe Beispiel unten). Bei manuellem Aufruf in der Shell z. B. mit: > ``` > sudo REBOOT=YES /root/scripte/pve-update.py > ``` ### Funktionsweise 1. Prüft per `apt-get update` / `apt-get -s dist-upgrade`, ob Updates verfügbar sind. 2. Falls ja: Erstellt vorher ZFS-Snapshots der konfigurierten Datasets, führt `apt-get dist-upgrade -y` und `apt-get autoremove --purge -y` aus und aktualisiert den Bootloader (`proxmox-boot-tool refresh`). 3. Entfernt anschließend (bzw. auch wenn keine Updates verfügbar waren) übrig gebliebene Konfigurationsreste alter, bereits deinstallierter Kernel-Pakete (dpkg-Status `rc`) einzeln nacheinander – mit Fortschrittsanzeige im Log, z. B.: ``` (3/13) Loesche Reste von: proxmox-kernel-7.0.2-4-pve-signed (3/13) Erledigt: proxmox-kernel-7.0.2-4-pve-signed ``` 4. Vergleicht den aktiv laufenden Kernel (`uname -r`) mit dem tatsächlich **installierten** Kernel (nur `dpkg`-Status `ii`, nicht installierte oder entfernte Pakete werden ignoriert). 5. Ist ein neuerer Kernel installiert als aktiv geladen, wird ein Reboot als erforderlich markiert. 6. Bei `REBOOT=YES` wird vor dem Neustart zusätzlich `proxmox-boot-tool status` geprüft. Nur wenn der Bootloader-Status OK ist, wird der Reboot per `shutdown -r +1` ausgelöst. Schlägt die Prüfung fehl (oder ist `proxmox-boot-tool` z. B. wegen eines PATH-Problems nicht auffindbar), wird der Neustart abgebrochen und ein Fehler geloggt. ### Konfiguration Am Anfang des Skripts anpassbar: ```python ZFS_DATASETS = [ "rpool/ROOT/pve-1", "rpool/pveconf" ] SNAPSHOT_TAG = "pve-update-via-cron" MAX_SNAPSHOTS = 5 LOGFILE = "/var/log/proxmox_update.log" ``` - `ZFS_DATASETS`: Liste der Datasets, von denen vor jedem Update ein Snapshot erstellt wird. - `MAX_SNAPSHOTS`: Anzahl der Snapshots pro Dataset, die aufbewahrt werden (ältere werden automatisch gelöscht). - `LOGFILE`: Pfad zur Logdatei, in die zusätzlich zur Konsolenausgabe alles protokolliert wird. ### Exit-Codes | Code | Bedeutung | |------|---------------------------------------------------------| | 0 | Erfolg (keine oder erfolgreiche Updates, kein Reboot nötig) | | 1 | Neuer Kernel installiert → Reboot empfohlen/erforderlich | | 2 | Fehler (Skript nicht als root ausgeführt) | ### Cronjob (z. B. täglich 4 Uhr, mit automatischem Reboot bei neuem Kernel) ``` 0 4 * * * REBOOT=YES /root/scripte/pve-update.py ``` Nur prüfen/updaten, ohne automatischen Reboot: ``` 0 4 * * * /root/scripte/pve-update.py ``` ### Snapshots Vor jedem Update werden automatisch ZFS-Snapshots der konfigurierten Datasets erstellt, z. B.: ``` rpool/ROOT/pve-1@pve-update-via-cron-2025-08-15_05-00-00 rpool/pveconf@pve-update-via-cron-2025-08-15_05-00-00 ``` Es werden jeweils maximal `MAX_SNAPSHOTS` Snapshots pro Dataset aufbewahrt, ältere werden automatisch entfernt. ### Voraussetzungen - Proxmox VE mit ZFS-Root (`zfs`, `proxmox-boot-tool` müssen vorhanden sein). - Skript muss als `root` ausgeführt werden. - Python 3 (ohne zusätzliche Abhängigkeiten, nur Standardbibliothek).