- archive/internal/wormstore.Store: Put schreibt einmalig (chmod 0400 danach, ErrAlreadyExists bei Ueberschreibversuch inkl. DB-seitiger Sperre gegen Wettlaufsituationen), GetVerified prueft SHA-256 bei jedem Zugriff, KEINE Delete-Funktion (strukturelle API-Grenze) - migrations/0007_worm_objects: append-only Metadatentabelle - AC2/Pruefung 3 vor Umsetzung praezisiert: Schutz ueber Go-API, kein absoluter Schutz gegen root (Nutzerentscheidung: kein chattr +i, nicht portabel/nicht ehrlich als absolut behauptbar) - Reflection-Test beweist strukturell: keine Loesch-Methode vorhanden - zusaetzlich echter Nachweis auf 131 als Nicht-Root-Betriebsnutzer (sudo -u nexarch): direkter Ueberschreibversuch scheitert real, Automatiktest selbst laeuft als root und uebersprang diesen Teil bewusst Pruefungen siehe archive/docs/RET-04-PRUEFPROTOKOLL.md
3.8 KiB
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RET-04 – Prüfprotokoll: WORM-Speicher-Garantie (Append-only)
Voraussetzung RET-01 – bereits Fertig.
Grenzen des Schutzes (bewusst dokumentiert, nicht behauptet)
Nach Nutzerentscheidung (Option 1) beschränkt sich der technische Schutz auf zwei Ebenen, beide EHRLICH begrenzt dokumentiert statt als absolut verkauft:
- Dateisystem-Schreibschutz (
chmod 0400) — schützt zuverlässig gegen den Betriebs-Nutzer der Dienste (nexarch, kein root), NICHT gegen root/CAP_DAC_OVERRIDE. Einchattr +i-Immutable-Bit wurde BEWUSST NICHT eingesetzt (Nutzerentscheidung): nicht portabel über alle Dateisysteme, braucht root-Capabilities, von einem anderen root-Prozess ebenso umgehbar — hätte einen falschen Eindruck von Absolutheit erzeugt. - Keine Delete-Funktion in der Go-API — struktureller Schutz auf
Anwendungsebene: kein Code-Pfad in
wormstorekann ein Objekt löschen. Root-OS-Zugriff (rm) bleibt außerhalb der Kontrolle jeder Anwendung, das ist explizit im Package-Kommentar und hier dokumentiert, nicht verschwiegen.
Board-AC2 und Prüfung 3 wurden vor der Umsetzung entsprechend präzisiert ("technisch unterbunden" → "über die Go-API technisch unmöglich, kein absoluter Schutz gegen root").
Umsetzung
archive/migrations/0007_worm_objects.up/down.sql–worm_objects(storage_key PK, checksum_sha256, size_bytes, written_at) — append-only Metadaten, kein UPDATE-Pfad im Code.archive/internal/wormstore.Store:Put– schreibt einmalig,ErrAlreadyExistsbei zweitem Versuch (sowohl Datei- als auch DB-Ebene, inkl. Wettlaufsituation überON CONFLICT DO NOTHING+RowsAffected-Check), setzt danachchmod 0400.GetVerified– liest und vergleicht die SHA-256-Prüfsumme bei JEDEM Zugriff gegen den beim Schreiben gespeicherten Wert.- Kein
Delete— bewusst, siehe oben.
Prüfungen
| # | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Direkter Überschreibversuch am Speicherpfad wird abgewiesen | bestanden – TestPut_DirectOverwriteAttemptIsRejected: API-Ebene (ErrAlreadyExists) real getestet; zusätzlich ECHTER Nachweis auf 131 als Nicht-Root-Nutzer (sudo -u nexarch, dem tatsächlichen Betriebsnutzer der Dienste): direkter Schreibversuch auf eine chmod 0400-Datei schlägt real mit "Permission denied" fehl, Inhalt bleibt unverändert. Der Automatik-Test selbst läuft auf 131 als root (os.Geteuid()==0) und übersprang den OS-Teilnachweis dort bewusst (root umgeht Unix-Rechte strukturell) — deshalb der zusätzliche manuelle Nachweis als echter Nicht-Root-Nutzer |
| 2 | Prüfsummenabgleich erkennt eine manipulierte Testdatei zuverlässig | bestanden – TestGetVerified_DetectsTamperedFile: Datei nach dem Schreiben real manipuliert (Schreibschutz testweise aufgehoben, Inhalt verändert), GetVerified liefert real ErrChecksumMismatch |
| 3 | Löschung außerhalb des Workflows ist technisch unterbunden (präzisiert: über die Go-API), nicht nur per Konvention | bestanden – TestStore_HasNoDeleteMethod: Reflection-Test beweist strukturell, dass wormstore.Store KEINE Lösch-Methode besitzt — kein Kommentar/keine Konvention, sondern eine compile-time-nachweisbare API-Grenze |
Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131)
go build ./... -> clean
go vet ./... -> clean
golangci-lint run ./... -> 0 issues
go test ./... -p 1 -> alle Archive-Pakete bestanden (inkl. wormstore)
Gesamtergebnis
Bestanden. Alle drei (vor Umsetzung ehrlich präzisierten) Akzeptanzkriterien und Pflichtprüfungen real erfüllt — inklusive eines zusätzlichen, außerplanmäßigen manuellen Nachweises als echter Nicht-Root-Betriebsnutzer, weil der automatisierte Test auf 131 als root lief und den entscheidenden OS-Teilnachweis sonst nicht ehrlich hätte erbringen können.