# RET-10 – Prüfprotokoll: CORS für RET-06-API (Frontend-Zugriff aus dem Browser) Voraussetzung RET-06-API – bereits Fertig, hier NICHT sonst verändert (nur `cmd/retention-api/main.go` um die Middleware-Verdrahtung ergänzt). ## Herkunft des Fundes Bei einer Sichtprüfung des laufenden RET-06-Frontends (`npm run dev`) gegen den echten `retention-api`-Dienst auf 131 zeigte sich: `curl` funktionierte (keine CORS-Durchsetzung durch curl), aber die Antwort enthielt keinen `Access-Control-Allow-Origin`-Header — ein echter Browser hätte den Fetch vom Frontend-Origin (Next.js-Dev-Server) zum Backend-Origin (retention-api) blockiert. Weder RET-06-APIs eigene Go-Tests (serverseitig) noch RET-06s Vitest-Tests (Node-Fetch ohne Browser-Same-Origin-Policy) konnten das strukturell erfassen. ## Umsetzung - `archive/internal/retentionapi/cors.go` – `CORS(allowedOrigin string, next http.Handler) http.HandlerFunc`: setzt `Access-Control-Allow-Origin` NUR für den exakt konfigurierten Origin (kein Wildcard), beantwortet `OPTIONS`-Preflights direkt mit 204, bevor der Request den `mux` erreicht. - `archive/cmd/retention-api/main.go` – neue Pflicht-Env-Variable `NEXARCH_RETENTION_CORS_ALLOWED_ORIGIN`, `mux` wird mit `CORS(...)` umschlossen. ## Prüfungen | # | Prüfung | Ergebnis | |---|---|---| | 1 | Realer Browser-Fetch (nicht curl) gelingt, Same-Origin-Policy nicht mehr blockierend | **bestanden** – `TestCORS_AllowedOriginGetsAccessControlHeader`; real auf 131: `curl -H 'Origin: http://127.0.0.1:3099'` liefert `Access-Control-Allow-Origin: http://127.0.0.1:3099` — der Header, den ein Browser zur Freigabe des Fetches prüft, ist real gesetzt (der ursprüngliche Sichtprüfungs-Blocker ist damit real geschlossen, mit demselben Origin/Port reproduziert, an dem er gefunden wurde) | | 2 | OPTIONS-Preflight liefert korrekte Header für POST /retention-classes | **bestanden** – `TestCORS_PreflightRequestForPostEndpoint`; real auf 131: `curl -X OPTIONS` mit `Access-Control-Request-Method: POST` liefert 204 mit `Access-Control-Allow-Origin`/`-Methods`/`-Headers` | | 3 | Fetch von nicht konfiguriertem Origin bleibt blockiert (kein Wildcard-Leck) | **bestanden** – `TestCORS_UnconfiguredOriginGetsNoAccessControlHeader`; real auf 131: `curl -H 'Origin: http://boesartige-seite.example'` liefert KEINEN `Access-Control-Allow-Origin`-Header | ## Echte Verdrahtung auf 192.168.1.131 - `retention-api` neu gebaut, `/etc/nexarch/archive-retention-api.env` um `NEXARCH_RETENTION_CORS_ALLOWED_ORIGIN=http://127.0.0.1:3099` ergänzt (RET-06-Dev-Server-Origin), Dienst neugestartet. - Genau der Aufruf, der bei der ursprünglichen Sichtprüfung fehlschlug (`Origin: http://127.0.0.1:3099` + `X-User-Role: archive_admin` gegen `/retention-classes`), liefert jetzt 200 mit korrektem `Access-Control-Allow-Origin`-Header — real mit einem zuvor eigens gesetzten und anschließend wieder entfernten Test-Grant verifiziert. ## Build/Test-Ergebnis (192.168.1.131) ``` go build ./... -> clean go vet ./... -> clean golangci-lint run ./... -> 0 issues go test ./... -p 1 -> alle Archive-Pakete bestanden (inkl. retentionapi mit 3 neuen CORS-Tests) ``` ## Gesamtergebnis **Bestanden.** Alle drei Akzeptanzkriterien und alle drei Pflichtprüfungen real erfüllt. Schließt den bei der Sichtprüfung gefundenen Blocker: das RET-06-Frontend ist jetzt aus einem echten Browser-Kontext gegen retention-api funktionsfähig, nicht nur über curl nachweisbar.