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Prompt 07 Materialstamm definieren

Bezug: 06_datenmodell, Karten 10_qr_barcode.

1. Grundprinzip

Nicht jedes Material braucht dieselben Felder. Materialstamm-Position hat Basisfelder (immer) + typspezifische Zusatzfelder (je Materialtyp), statt für jeden Typ eine eigene Tabelle.

2. Materialtypen

  1. Standard-Verbrauchsmaterial einfache Zähl-/Mengenware ohne Ablauf/SN. Beispiele: Rettungsdecken, Kompressen, Verbandspäckchen.
  2. Material mit Ablaufdatum/Charge Verbrauchsmaterial mit Haltbarkeit. Beispiele: Infusionssysteme, Medikamente (später), sterile Sets.
  3. Einzelobjekt/Gerät mit Seriennummer nicht stückzahlbasiert, sondern individuell identifiziert. Beispiele: Pulsoxymeter, Blutzuckermessgerät, Beatmungsbeutel (falls mit SN geführt).

Typ ist ein Attribut der Materialstamm-Position, keine getrennte Tabelle neue Typen später ohne Schema-Umbau ergänzbar (Designziel Prompt 06).

3. Basisfelder (Pflicht, für alle Typen)

Feld Beschreibung
Name Bezeichnung, z. B. „Kompresse steril 10x10"
Artikelnummer interne oder Hersteller-Artikelnummer (aus bestehenden Excel-Listen übernehmbar)
Einheit Stück, Packung, Paar, ...
Materialtyp Standard / Ablaufdatum-Charge / Gerät-mit-SN
Bereich/Kategorie-Referenz Einordnung (Karte 11)
Aktiv/inaktiv ob Material noch beschafft/verwendet wird

4. Optionale Basisfelder (für alle Typen, aber nicht zwingend befüllt)

  • Hersteller
  • Beschreibung/Hinweistext
  • Bild (Roadmap, nicht MVP)
  • Code-Feld für QR/Barcode-Erkennung (Karte 10) bei Typ „Gerät-mit-SN" faktisch Pflicht für spätere SN-Erkennung, bei anderen Typen optional (z. B. Materialstamm-Etikett).

5. Typspezifische Zusatzfelder

Standard-Verbrauchsmaterial

  • keine Zusatzfelder nötig (nur Basisfelder).

Material mit Ablaufdatum/Charge

  • Chargennummer (je konkreter Bestandseinheit, nicht im Stammsatz selbst, sondern in der Objektposition/Bestandseinheit Stammsatz definiert nur „hat Ablauf/Charge: ja")
  • Warnzeitraum-Vorgabe (Standardwert, konfigurierbar, Prompt 14 vertieft)
  • Lagerbedingungen (optional, Freitext, z. B. „kühl lagern")

Einzelobjekt/Gerät mit Seriennummer

  • Seriennummer wird nicht im Stammsatz geführt (der Stammsatz beschreibt das Gerätemodell, z. B. „Pulsoxymeter Modell X"), sondern je konkretem Exemplar in der Objektposition/eigenen Geräte-Instanz.
  • Prüfintervall-Vorgabe (optional, Vorbereitung Prompt 24 „Prüfungen")
  • Zubehör/Kompatibilitätshinweis (optional, Freitext)

6. Abgrenzung Stammsatz vs. konkrete Instanz

Wichtig, um Prompt 06 konsistent zu bleiben:

  • Materialstamm-Position = abstrakte Beschreibung („was ist das für ein Material").
  • Objektposition (in einem konkreten Rucksack/Fahrzeug) = konkrete Menge/Instanz, dort leben Chargennummer, Ablaufdatum, Seriennummer der jeweiligen physischen Einheit.
  • Ein Stammsatz „Pulsoxymeter Modell X" kann in mehreren Objekten vorkommen, mit jeweils eigener Seriennummer je Instanz.

7. Pflichtfelder-Zusammenfassung

Materialtyp Pflicht im Stammsatz Pflicht in Objektposition/Instanz
Standard Name, Artikelnummer, Einheit, Kategorie Ist-Menge
Ablaufdatum/Charge Name, Artikelnummer, Einheit, Kategorie, „hat Ablauf: ja" Ist-Menge, Ablaufdatum, Chargennummer
Gerät mit SN Name, Artikelnummer, Einheit=„Stück", Kategorie, „hat SN: ja" Seriennummer, Status (vorhanden/defekt/fehlt)

8. Spätere Erweiterungsmöglichkeiten (Roadmap, nicht MVP)

  • Medikamente als eigener Materialtyp mit Betäubungsmittel-Kennzeichnung, Dosierungseinheit (Prompt 24).
  • Bild-Upload je Material.
  • Verknüpfung zu Lieferanten/Bestellinformationen (Prompt 15/24).
  • Mehrsprachige Bezeichnung (falls organisationsübergreifend genutzt).

Referenzen

Arbeitskarten: 10_qr_barcode Bezug: 06_datenmodell